Projekt Konzeptsystembuch 05: 1.2. Bewegungselemente

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Status Diskussion eröffnet
AutorIn/RedakteurIn N. N./Dagmar Panzer
Letzte Änderung 30.04.2021


Hinweis
Diese Diskussionsseite wird im Rahmen des Projekts „Konzeptsystembuch-Umfrage“ des Ressourcenpools Curriculum und Forschung der European Kinaesthetics Association (EKA) eröffnet. Die Absicht ist, dass hier zum Text auf der zugehörigen Seite Projekt Konzeptsystembuch 05: 1.2. Bewegungselemente offene Fragen, unterschiedliche Verständnisse, Weiterentwicklungsbedarf usw. umfassend gesammelt und diskutiert werden. Diese offene Umfrage bzw. Diskussion dauert ein Jahr. Deshalb ist diese Diskussionsseite in dieser Form nur bis August 2021 im KOFL sichtbar. Zur Teilnahme folgst du der obenstehenden Anleitung. Wenn du Unterstützung brauchst, nimm Kontakt mit Dagmar Panzer auf.

1 Anstrengung[Bearbeiten]

Peter Zingerle 18.12.2020

Ich habe schon lange Schwierigkeiten mit dem Begriff der Anstrengung.

In Wikipedia ist Anstrengung folgendermaßen definiert: "Anstrengung (auch Mühe) ist eine willentliche (und mühsame) Erhöhung der normalen Aktivität zur Erreichung eines definierten Ziels." Da der Begriff in der Gesellschaft im Sinne dieser Definition stark verankert ist, hat er oft einen negativen Touch, sollte aber in meinen Augen in der konzeptuellen Beschreibung von Kinästhetik wertfrei sein. Außerdem wird der Begriff Anstrengung auch im Kontext von Arbeit als Spiel zwischen Beanspruchung und Belastung verortet. Diese Nähe zur Arbeit als Begriff birgt weitere Schwierigkeiten, da Arbeit physikalisch das Produkt aus der in Wegrichtung wirkenden Kraft mit der Wegstrecke ist (somit Kraft xräumliche Änderung). Dies ist meiner Meinung nach irreführend. da in der Beschreibung von Kinästhetik räumliche Aspekte von Anstregungs- bzw. Muskelkraftaspekten unterschieden werden. Der Begriff der Kraft wäre deutlich passender und wird im Text ja schon angesprochen ("Die innere Anstrengung Die körpereigene Spannung und die individuelle Muskelkraft" Der Begriff der Kraft bringt jedoch ein anderes Problem mit sich, da die Kraft physikalisch als Vektor ja eine Richtung besitzt und in der Beschreibung von Kinästhetik der quantitative Aspekt der Kraft im ersten, der Richtungsaspekt aber erst im 4. Konzept beschrieben wird.

--Stefan Marty-Teuber (Diskussion) 16:59, 17. Feb. 2021 (CET)
Bei der Überarbeitung des Konzeptsystems vor 15 Jahren bildeten deine oben ausgeführten Überlegungen ziemlich genau den Rahmen der Diskussion zum Begriff Anstrengung. Wenn ich mich recht erinnere, waren insbesondere folgende Überlegungen dafür ausschlaggebend, beim Begriff zu bleiben:
1. Nach einschlägigen Wörterbüchern der deutschen Sprache ist die Erstbedeutung von Anstrengung neutral bis positiv; Synonyme sind z. B. „Eifer“ oder „Einsatz“. Dass die Zweitbedeutung „(Über)beanspruchung, Strapaze“ negativ und nicht der Inhalt des Fachbegriffs ist, kann/muss über seine Definition klargestellt werden. In Ermangelung eines treffenderen Begriffs ist es das kleinere Übel.
2. Seit langer Zeit ist die Trias „Zeit – Raum – Anstrengung“ als Fachbegrifflichkeit etabliert (vgl. z. B. 16. Kinästhetik-Bulletin, S. 18). Es ist nicht unmöglich, aber in verschiedener Hinsicht schwierig, einen etablierten Fachbegriff zu ersetzen.
3. Gegen „Zeit – Raum – Kraft“ sprechen deine Überlegungen auf der Grundlage der Physik bzw. die zu große Nähe zu den physikalisch definierten Begriffen.
Zur negativen Zweitbedeutung von Anstrengung: Bei der Prägung von Fachbegriffen besteht häufig die Herausforderung, einen möglichst treffenden Begriff zu finden, und häufig sind sie nicht völlig „ideal“. Perturbation hat im Lateinischen und in den romanischen Sprachen eine negative Bedeutung, und doch haben Maturana/Varela dieses Wort als Fachbegriff gewählt – und betonen immer wieder seine Neutralität.
Ich will mit diesen Anmerkungen keineswegs sagen, dass „Anstrengung“ als Fachbegriff bei den Bewegungselementen nicht diskutiert werden darf, im Gegenteil halte ich es fast für das größere Unglück, dass derselbe Begriff mit unterschiedlicher Bedeutung hier und als Konzept verwendet wird. Ebenso halte ich es sprachlich für eher unglücklich, innere und äußere Anstrengung zu unterscheiden, wenn mit letzterer auch physikalische Kräfte wie die Schwerkraft oder Windkraft etc. gemeint sind.


Peter Zingerle 25.02.2020

Die ersten beiden Punkte sind sehr gut nachvollziehbar. Der dritte Punkt nur teilweise. Die zu große Nähe zu den physikalisch definierten Begriffen macht nach längerer Überlegung allerdings Sinn, da bei „Zeit – Raum – Kraft“ Kraft für innere Anstrengung als Muskelkraft zwar passend wäre, der Begriff Zeit und Raum aber in einem rein physikalischen Verständnis nicht alle Aspekte unseres Verständnisses als kinästhetische Fachbegriffe abdecken würden. Ich stimme dir zu, dass die Verwendung des Begriffs hier als Bewegungselement und dann auch als Bezeichnung für das Konzept höchst verwirrend ist. Eine Schwierigkeit zeigt sich ja bereits in der Formulierung des Konzeptbuchtextes bei "Ziehen und Drücken" wo plötzlich der Begriff Muskelkraft für "innere Anstrengung" verwendet wird (wahrscheinlich um nicht das Bewegungselement im Konzept zu benennen.

Beim Begriff "Zeit" finde ich die Unterscheidung in innere und äußere noch viel unglücklicher. Bei Muskelkraft und Gewichtskraft handelt es sich in meinem Verständnis um zwei vergleichbare Ausprägungen einer physikalischen Kraft mit unterschiedlicher Wirkungsquelle inner- oder außerhalb von mir. Bei "innerer Zeit" hat sich mein Verständnis (so wie meinem Gefühl nach auch das vieler KollegInnen) weg von einer Hauptbedeutung der Dauer "Zeit, die ein Mensch aufwendet" hin zu den Aspekten von "Bewegungsgeschwindigkeit" und "Beschleunigung" verändert. Bei "äußerer Zeit" ist dieser Aspekt nur in Interaktion mit einem anderen Lebewesen wahrnehmbar; ansonsten steht dort für mich weiterhin eine "Dauer" als Bedeutung im Vordergrund. Was aber bedeutet, dass wir einen Begriff für zwei sehr unterschiedliche Aspekte benutzen.


Heide Hartwig 30.04.21

Eine kurze Bemerkung zur „inneren Zeit“. Für mich hat es nach wie vor die Bedeutung der individuellen Zeit, die einer benötigt, um eine Aktivität durchzuführen. "Bewegungsgeschwindigkeit" und "Beschleunigung" - also der Tempowechsel - ist auch für mich ein Aspekt bei der Zeit Und wie du schreibst, es ist ein Aspekt also ein Blickpunkt für die Zeit, und nicht die Bedeutung der Zeit. Die Möglichkeit eines Tempowechsels charakterisiert die Zeit, und sie ist sehr wesentlich bei der Bewegungsanpassung.

2 Grundpositionen[Bearbeiten]

--Dagmar Panzer (Diskussion) 22:22, 5. Apr. 2021 (CEST) (Redaktionsteam)

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