Zum Inhalt springen

John Graham (1930 - 2012)

Aus Kinaesthetics-Online-Fachlexikon
Version vom 17. Oktober 2026, 13:46 Uhr von Lutz Zierbeck (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Status in Bearbeitung
AutorIn/RedakteurIn Lutz Zierbeck/Ilona Himmelberger
Letzte Änderung 17.10.2026


Zusammenfassung:
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie des Tänzers John Graham, der als Mitbegründer der Kinästhetik leider weitgehend in Vergessenheit geraten ist.

Kurzbiographie John Graham

John Graham (geboren 1930, gestorben 2012) war seit den 1960er-Jahren ein Avantgarde-Tänzer in den USA, Tanz- und Theaterlehrer, Bewegungsforscher und Feldenkraislehrer. Er war Mitbegründer der Kinästhetik.

„Geschichte schrieb John Graham als Mitglied des San Francisco Dancers’ Workshops, den er zusammen mit Anna Halprin und A. A. Leath maßgeblich mitgeprägt hat. […] Zwischen 1976 und 1985 arbeitete John Graham intensiv mit Frank Hatch und Lenny Maietta zusammen. Er gehörte im Jahr 1980 zu den MitbegründerInnen des Vereins für Kinästhetik [Anm.: in Zürich, Schweiz], den er als Vorstandsmitglied mitaufbaute. Er war im Leitungsteam der ersten Langzeitausbildungen ‚Kinästhetik-Gentle-Dance‘. 1988 wurde er Ehrenmitglied des Vereins und stellte zugleich die Zusammenarbeit mit diesem ein. […] Seine eigenen Artikel aus den 1980er-Jahren zeigen eindrücklich, wie er bemüht war, die künstliche Trennung zwischen Körper und Geist aufzuheben. Dazu formulierte er prägnant: ‚Es ist höchste Zeit, mit dem Körper zu denken.‘“[1]
„Gentle Dance: Tanz ist ein Wort! Ich verwende dieses Wort, um eine Erfahrung zu beschreiben, die du in der Bewegung haben kannst. Es umschreibt keinen Stil, keine Methode. Bewegung wird zu Tanz, wenn du dir der Möglichkeit bewusst wirst, die deinem Körper in jeder Situation deines täglichen Lebens gegeben ist. Jeder kann in sich ein ungeahntes Potential für Bewegung und kreativen Ausdruck entdecken.“[2]

John Grahams Aussage „Nur wenn ich weiss, was ich tue, kann ich auch tun, was ich will.“ [3] von 1984 spiegelt sich in der heutigen Kinästhetik wider: im stetigen Training, das eigene Tun differenziert wahrzunehmen, um es bewusst und differenziert anzupassen und so im jeweiligen Moment hilfreiche Möglichkeiten zur Gestaltung von Aktivitäten zu finden.

Weiterführende Literatur und Medien

  • Graham, John (2007): Das Gerüst des Menschen. In: lebensqualität. Das Journal für Kinaesthetics. 2007, Nr. 3. S. 22–24.
    Zum Artikel: Lq-2007-3-Das Gerüst des Menschen
  • Graham, John und Betschart, Stefanie (1983): Ändere dein Denken.... In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2008, Nr. 3. S. 24-26.
    Zum Artikel: Datei:Lq-2008-3-Ändere dein Denken...

Einzelnachweise

  1. ↑ Prensky, Petra (2016): Medienbesprechung: Sanfte Bewegtheit. In: Lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2016, Nr. 4. S. 59.
  2. ↑ KINÄSTHETIK. Bulletin Nr. 2, 1982. Ohne ISBN. S. 4.
  3. ↑ Knobel, Stefan; Prensky, Petra (2017): Sanfte Bewegtheit. Ein Dank an John Graham. Verlag lebensqualität, Siebnen. ISBN 978-3-906888-00-2. S. 100.