Projekt Konzeptsystembuch 13: 3.1. Haltungs- und Transportbewegung

Status mit Fachliteratur angelegt
AutorIn/RedakteurIn N. N./Sabine Kaserer
Letzte Änderung 08.09.2020


Hinweis:
Dieser Artikel wird im Rahmen des Projektes „Konzeptsystembuch-Umfrage“ des Ressourcenpools Curriculum und Forschung der European Kinaesthetics Association (EKA) veröffentlicht. Die Absicht ist, dass zum untenstehenden Zitat auf der zugehörigen Diskussionsseite Projekt Konzeptsystembuch 13: 3.1. Haltungs- und Transportbewegung offene Fragen, unterschiedliche Verständnisse, Weiterentwicklungsbedarf usw. umfassend gesammelt und diskutiert werden. Diese offene Umfrage bzw. Diskussion dauert ein Jahr. Deshalb ist dieser Artikel in dieser Form nur bis August 2021 im KOFL sichtbar.

Konzepticons-mit-kreis 311.png

1 3.1. „Haltungs- und Transportbewegung

Zur Ausführung jeder Aktivität braucht es einerseits eine Bewegungskomponente,
die eine gewisse Stabilität gewährleistet. Sie erhält eine stabile Beziehung zwischen
den Körperteilen bzw. den Massen aufrecht. Kinaesthetics bezeichnet diese
Bewegungskomponente als „Haltungsbewegung“. Andererseits braucht es
gleichzeitig eine Bewegungskomponente, welche die Beziehung der Massen
zueinander verändert. Sie gewährleistet eine relativ instabile Beziehung zwischen den
Massen. Kinaesthetics bezeichnet diese Bewegungskomponente als
„Transportbewegung“.
Durch das Zusammenspiel zwischen Haltungsbewegungen und
Transportbewegungen sind wir während der Ausführung einer Aktivität jederzeit
dazu in der Lage, eine bestimmte Beziehung zwischen den Massen zu „halten“, ohne
dabei unsere Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit einzubüßen.
Die Haltungsbewegungs- und Transportbewegungsebenen (vgl. Kapitel 2.3.) bzw.
die Massen und Zwischenräume (vgl. Kapitel 2.2.) bilden die anatomische Grundlage
der Haltungsbewegungen und Transportbewegungen.


31-detail-haltungsbew.jpg
Haltungsbewegung
Haltungsbewegungen sind als relativ stabil erfahrbar. Sie
zeigen sich in eher kleinen Gewichtsverlagerungen um
eine Achse innerhalb der einzelnen Massen und in ihrer
direkten Auswirkung auf die benachbarten Massen. Sie
dienen dazu, eine stabile Beziehung von Masse zu
Masse aufrechtzuerhalten, und wirken sich stabilisierend
auf den ganzen Körper aus.


31-detail-transportbew.jpg
Transportbewegung
Transportbewegungen sind als relativ instabil erfahrbar.
Sie zeigen sich in der Gewichtsverlagerung einer
einzelnen Masse in verschiedenste Richtungen. Sie
benutzen den Spielraum der Zwischenräume (bzw. der
Transportbewegungsebenen) und können die
Beziehung zwischen den Massen in vielfältiger Weise
verändern.“


Quelle: European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020): Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 32.

2 Ausgewählte weiterführende Literatur

  • Asmussen-Clausen, Maren (2009): Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8. S. 42 f.
  • Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003): Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4. S. 49 ff.
  • Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011): Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4. S. 100 f.


3 Vergleiche auch