Projekt Konzeptsystembuch 12: 3. Konzept Menschliche Bewegung

Status mit Fachliteratur angelegt
AutorIn/RedakteurIn N. N./Sabine Kaserer
Letzte Änderung 18.08.2020


Menschliche Bewegung:
Dieser Artikel wird im Rahmen des Projektes „Konzeptsystembuch-Umfrage“ des Ressourcenpools Curriculum und Forschung der European Kinaesthetics Association (EKA) veröffentlicht. Die Absicht ist, dass zum untenstehenden Zitat auf der zugehörigen Diskussionsseite Projekt Konzeptsystembuch 12: 3. Konzept Menschliche Bewegung offene Fragen, unterschiedliche Verständnisse, Weiterentwicklungsbedarf usw. umfassend gesammelt und diskutiert werden. Diese offene Umfrage bzw. Diskussion dauert ein Jahr. Deshalb ist dieser Artikel in dieser Form nur bis August 2021 im KOFL sichtbar.

1 „Menschliche Bewegung

In einem sehr gängigen Verständnis bezeichnet der Begriff „sich bewegen“ lediglich
Fortbewegungsaktivitäten oder andere große Bewegungsaktivitäten, die von außen
deutlich beobachtbar sind. Entsprechend wird ein ruhiges Dasitzen oder ein
Verweilen an einem Ort oft als „sich nicht bewegen“ betrachtet.
Allerdings ist es einem Lebewesen, solange es lebt, gar nicht möglich, sich nicht zu
bewegen. „Bewegung“ meint vor diesem Hintergrund nicht nur eine gezielte, von
außen deutlich sichtbare Aktivität. Der Begriff bezeichnet auch alle unwillkürlichen
Lebensprozesse und ebenso die andauernde, aktive Muskelarbeit zur
Gewichtsorganisation der Körperteile in der Schwerkraft. Alle diese Bewegungen
finden konstant auf den verschiedensten Ebenen eines lebenden Organismus statt.
Kinaesthetics interessiert sich im Rahmen dieses Konzepts für die allgemein
erfahrbaren Aspekte der menschlichen Bewegung. Die Eigenschaften der Anatomie
(vgl. Kapitel 2.) sind in den gegensätzlichen Qualitäten „stabil – instabil“ erfahrbar. In
der menschlichen Bewegung lassen sich unter einem sehr ähnlichen Blickwinkel
stabile und instabile Aspekte erfahren. Kein Mensch kann z. B. längere Zeit auf einem
Bein stehen, ohne dass eine bestimmte Komponente der Bewegungen die
Beziehung der Massen zueinander stabilisiert und gleichzeitig eine andere
Komponente der Bewegungen die Beziehung der Massen zueinander verändert.
Während seines gesamten Lebens entwickelt jeder Mensch durch die Kombination
dieser beiden Bewegungskomponenten individuelle Bewegungsmuster, die er für
die Ausführung bestimmter alltäglicher Aktivitäten verwendet. Sie sind dem
betreffenden Menschen oft nicht bewusst. Die bewusste Auseinandersetzung mit den
eigenen Bewegungsmustern ermöglicht es, diese in einem ständigen Lernprozess
konstruktiv an wechselnde Anforderungen und Bedingungen anzupassen.
Das Konzept Menschliche Bewegung gliedert sich in die folgenden Unterthemen:


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3.1. Haltungs- und Transportbewegung
3.2. Parallele und spiralige Bewegungsmuster“




Quelle: European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020): Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 31.


2 Weiterführende Literatur und Medien

  • Asmussen-Clausen, Maren (2009): Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8. S. 42 ff.
  • Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003): Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4. S. 48 ff., S. 72.
  • Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011): Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4. S. 99 ff.

3 Vergleiche auch