KOFL:Projekt Konzeptsystembuch 21: 6.1. Gestalten der Umgebung: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. Juli 2020, 12:20 Uhr

Status mit Fachliteratur angelegt
AutorIn/RedakteurIn N. N./Susanne Hoser
Letzte Änderung 17.07.2020


Hinweis:
Dieser Artikel wird im Rahmen des Projektes „Konzeptsystembuch-Umfrage“ des Ressourcenpools Curriculum und Forschung der European Kinaesthetics Association (EKA) veröffentlicht. Die Absicht ist, dass zum untenstehenden Zitat auf der zugehörigen Diskussionsseite Projekt Konzeptsystembuch 21: 6.1. Gestalten der Umgebung offene Fragen, unterschiedliche Verständnisse, Weiterentwicklungsbedarf usw. breit und umfassend gesammelt werden. Die Umfrage dauert ein Jahr. Deshalb ist dieser Artikel in dieser Form nur bis August 2021 im KOFL sichtbar.

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1 „6.1. Gestalten der Umgebung

Wenn man von einer Wechselbeziehung zwischen dem Menschen und seiner
Umgebung ausgeht, ergeben sich folgende Fragestellungen:
Wie beeinflusst die Umgebung das Verhalten?
Wie beeinflusst das Verhalten die Umgebung?
Wie kann man diesen wechselseitigen Prozess gestalten?
Aus der kybernetischen Perspektive kann der Einfluss der Umgebung auf das
Verhalten eines Menschen nicht vorausgesagt werden. Die Art und Weise, wie ein
Mensch seine Umgebung wahrnimmt und wie er darauf reagiert, ist von seiner
individuellen Lerngeschichte, seiner Wahrnehmungs- und Bewegungskompetenz und
natürlich auch von seinem aktuellen Zustand abhängig.
So können z. B. verschiedene Menschen denselben Bürostuhl als Sitzumgebung
benutzen und dabei ganz gegensätzliche Erfahrungen machen. Es ist also nicht der
Bürostuhl, der gut oder schlecht ist, der Rückenschmerzen verursacht oder nicht. Die
Wirkung ergibt sich einerseits aus der individuellen Art und Weise, wie ein Mensch
seine Sitzposition dieser Sitzumgebung anpassen kann, und andererseits daraus, wie
er es versteht, die Sitzumgebung an seine Möglichkeiten anzupassen (z. B. durch ein
Verstellen der Sitzhöhe).
Wenn wir die Umgebung lebensgerecht und unterstützend gestalten möchten,
müssen wir das wechselseitige Zusammenspiel der menschlichen Aktivitäten mit der
Umgebung genau verstehen. Daraus können zwar Grundregeln abgeleitet werden,
wie z. B. dass eine weiche Unterstützungsfläche die eigene, aktive
Gewichtsverlagerung erschwert. In der individuellen Situation muss die Wirkung der
Umgebungsgestaltung aber jedes Mal überprüft werden.
Die ersten fünf Kinaesthetics-Konzepte helfen dabei, die Erfahrungen im Gestalten
der Umgebung differenziert zu beschreiben und einzuordnen. “


Quelle: European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020): Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 54.

2 Ausgewählte weiterführende Literatur

  • Asmussen-Clausen, Maren (2009): Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8. S. 58 ff.
  • Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003): Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4. S. 64 ff.
  • Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011): Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4. S. 110 ff.

3 Vergleiche auch

Projekt Konzeptsystembuch 20: 6. Konzept Umgebung