KOFL:Projekt Konzeptsystembuch 15: 4. Konzept Anstrengung: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. Juli 2020, 12:50 Uhr

Status mit Fachliteratur angelegt
AutorIn/RedakteurIn N. N./Susanne Hoser
Letzte Änderung 17.07.2020


Hinweis:
Dieser Artikel wird im Rahmen des Projektes „Konzeptsystembuch-Umfrage“ des Ressourcenpools Curriculum und Forschung der European Kinaesthetics Association (EKA) veröffentlicht. Die Absicht ist, dass zum untenstehenden Zitat auf der zugehörigen Diskussionsseite Projekt Konzeptsystembuch 15: 4. Konzept Anstrengung offene Fragen, unterschiedliche Verständnisse, Weiterentwicklungsbedarf usw. breit und umfassend gesammelt werden. Die Umfrage dauert ein Jahr. Deshalb ist dieser Artikel in dieser Form nur bis August 2021 im KOFL sichtbar.

" 4. Konzept Anstrengung

Der Begriff „Anstrengung“ wird positiv als Spannungsaufbau, als Einsatz von Energie oder negativ als Mühe oder Strapaze verstanden. Eine Anstrengung kann negative Folgen haben, wenn sie funktional nicht unserer Anatomie angepasst ist oder die Kräfte überfordert, die uns zur Verfügung stehen. Ansonsten ist es ein Kennzeichen des Lebens, dass wir aus unserer Umgebung Energie aufnehmen und sie hauptsächlich einsetzen, um uns ununterbrochen zu bewegen.
Ein Gegenstand kommt in Bewegung, wenn eine äußere Kraft auf ihn wirkt. Diese Kraft kann in derselben Richtung als Stoß (Druck, Impuls) oder als Zug auf ihn wirken. Im Gegensatz dazu zeichnen sich Lebewesen dadurch aus, dass sie auf äußere Zug- und Druckkräfte reagieren, indem sie aus eigenem Antrieb ihre innere Anstrengung verändern.
Kinaesthetics unterscheidet mit den Begriffen „Ziehen“ und „Drücken“ zwei unterschiedlich erfahrbare Anstrengungsarten, welche die wechselseitigen Kraftrichtungen der Körperteile zueinander betreffen. Die Begriffe „Ziehen“ und „Drücken“ bezeichnen die innere Eigenaktivität und grenzen diese Anstrengungsarten von äußeren Zug- und Druckkräften ab.
Eine Kraft, die beständig und mit einer konstanten Richtung auf unseren Körper wirkt, ist die Schwerkraft. Wir begegnen dieser Krafteinwirkung dadurch, dass wir – solange wir leben – die Anstrengung regulieren, welche die Organisation des Gewichtes unserer Körperteile in der Schwerkraft verlangt.
Im Rahmen der „Bewegungselemente“ (Konzept Interaktion) wurde in Kapitel 1.2. auf den engen Zusammenhang zwischen Bewegung und Anstrengung hingewiesen. Dabei standen die Unterscheidung zwischen innerer und äußerer Anstrengung und der quantitative Aspekt der inneren Anstrengung im Vordergrund.
Das Konzept Anstrengung richtet die Aufmerksamkeit auf die Erfahrung der unterschiedlichen Qualitäten von „Ziehen“ und „Drücken“ im Körper und damit auf die Erfahrung des komplexen Zusammenspiels dieser beiden Anstrengungsarten.