Projekt Konzeptsystembuch 10: 2.3. Haltungsbewegungsebenen und Transportbewegungsebenen

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AutorIn/RedakteurIn N. N./Lutz Zierbeck
Letzte Änderung 15.05.2020


Hinweis:
Dieser Artikel wird im Rahmen des Projektes „Konzeptsystembuch-Umfrage“ des Ressourcenpools Curriculum und Forschung der European Kinaesthetics Association (EKA) veröffentlicht. Die Absicht ist, dass zum untenstehenden Zitat auf der zugehörigen Diskussionsseite Projekt Konzeptsystembuch 10: 2.3. Haltungsbewegungsebenen und Transportbewegungsebenen offene Fragen, unterschiedliche Verständnisse, Weiterentwicklungsbedarf usw. breit und umfassend gesammelt werden. Das Projekt dauert ein Jahr. Deshalb ist dieser Artikel in dieser Form nur bis Oktober 2021 im KOFL sichtbar.

1 „2.3. Haltungsbewegungsebenen und Transportbewegungsebenen*

Die knöcherne und stabile Struktur der einzelnen Massen ist durch Gelenk unterteilt. Viele Gelenke sind als solche aber nur undifferenziert erfahrbar. Wenn man z. B. den Fuß in seinem ganzen Spielraum bewegt, lässt sich schlecht erfahren, welche der vielen Gelenke des Fußes genau an der Bewegung beteiligt sind. Gut erfahrbar ist hingegen ein Muster, das sich in einem regelmäßigen Wechsel zwischen stabileren und instabileren Bewegungsebenen durch den ganzen Körper zieht.
Die fortlaufende Kombination von eingeschränkteren und uneingeschränkteren Ebenen führt dazu, dass uns grundsätzlich unendlich viele Bewegungsmöglichkeiten oder -varianten zur Ausführung einer Aktivität offenstehen.
Kinaesthetics bezeichnet die stabileren Bewegungsebenen als „Haltungsbewegungsebenen“, die instabileren als „Transportbewegungsebenen“.
Haltungsbewegungsebenen
(z. B. Ellbogen, Knie)

Auf diesen Bewegungsebenen ermöglicht die Anatomie eine Bewegung, die man als Vor- und Rückwärtsbewegung, zweidimensionale oder scharnierartige Bewegung um eine Achse bezeichnen kann. Auf den Haltungsbewegungsebenen steht uns ein klar eingeschränkter Spielraum für Varianten der räumlichen Beziehung zwischen den benachbarten Körperteilen zur Verfügung. Diese Bewegungsebenen sind als relativ stabil erfahrbar. Die Extremitäten sowie die zentralen Massen Kopf und Becken beginnen in ihrer Peripherie mit Haltungsbewegungsebenen.“

Transportbewegungsebenen
(z. B. Zwischenräume)

Auf diesen Bewegungsebenen ermöglicht die Anatomie eine Bewegung in viele Richtungen. Diese kann auch als dreidimensionale oder kugelgelenkartige Bewegung bezeichnet werden. Auf den Transportbewegungsebenen steht uns ein großer Spielraum für Varianten der räumlichen Beziehung zwischen den benachbarten Körperteilen zur Verfügung. Diese Bewegungsebenen sind als relativ instabil erfahrbar.

Kopf:

Bereits beim Kopf lassen sich die beiden Bewegungsebenen erfahren: Die Schädel-Kalotten sind als stabil erfahrbar. Auf der Ebene des Kiefers ist Instabilität erfahrbar. Auf der Ebene, wo der Kopf auf dem Hals sitzt, ist Stabilität erfahrbar.Transportbewegungsebenen
(z. B. Zwischenräume)
Auf diesen Bewegungsebenen ermöglicht die Anatomie eine Bewegung in viele Richtungen. Diese kann auch als dreidimensionale oder kugelgelenkartige Bewegung bezeichnet werden. Auf den Transportbewegungsebenen steht uns ein großer Spielraum für Varianten der räumlichen Beziehung zwischen den benachbarten Körperteilen zur Verfügung. Diese Bewegungsebenen sind als relativ instabil erfahrbar.“


* Die mit diesem Unterthema zusammenhängenden Haltungs- und Transportbewegungen werden in Kapitel 3.1. erläutert.“
Die folgende Tabelle zeigt das Muster des regelmäßigen Wechsels von

Haltungsbewegungs- und Transportbewegungsebenen in einem vollständigen Durchgang durch das menschliche Skelett auf:


Beispiel Kopf:

Bereits beim Kopf lassen sich die beiden Bewegungsebenen erfahren: Die Schädel-Kalotten sind als stabil erfahrbar. Auf der Ebene des Kiefers ist Instabilität erfahrbar. Auf der Ebene, wo der Kopf auf dem Hals sitzt, ist Stabilität erfahrbar.

Beispiel Beispiel
Beispiel Beispiel
Beispiel Beispiel
Beispiel Beispiel
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Quelle: European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020): Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 22ff.


2 Weiterführende Literatur und Medien

  • Asmussen-Clausen, Maren (2009): Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8. S. x
  • Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003): Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4. S. x
  • Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011): Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4. S. x

3 Vergleiche auch