KOFL:Projekt Konzeptsystembuch 04: 1.1. Sinne: Unterschied zwischen den Versionen

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: '' Da diese Sinne sozusagen nach außen gerichtet sind, ging man früher in der Regel davon aus, dass sie uns ein genaues und wahres Abbild der Außenwelt abgeben. Die moderne neurobiologische Forschung zeigt aber auf, dass Informationen nicht direkt von außen nach innen dringen, sondern in uns produziert werden: Menschen sind wie alle Lebewesen bezüglich Information geschlossene Systeme. Die Nervenzellen unserer Sinne teilen uns nur mit, dass ein Reiz oder eine Störung vorliegt; die Ursache wird nicht qualitativ und spezifisch kodiert. Die ganze Wahrnehmung besteht aus individuell konstruierten Beziehungen, die in unserem Innern entstehen.''
  
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: '' Die Sinne liefern im Wahrnehmungsprozess ausschließlich quantitative Unterschiede. Diese werden nur dann zu einer Information, wenn für das wahrnehmende Lebewesen ein Unterschied besteht: „Informationen bestehen aus Unterschieden, die einen Unterschied machen.“ (G. Bateson)"
 
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Quelle: '''European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):''' Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. x.
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Quelle: '''European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):''' Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 12-13.
  
 
== Ausgewählte weiterführende Literatur ==
 
== Ausgewählte weiterführende Literatur ==

Version vom 4. Juni 2020, 12:33 Uhr

Status mit Fachliteratur angelegt
AutorIn/RedakteurIn N. N./Dagmar Panzer
Letzte Änderung 04.06.2020


Hinweis:
Dieser Artikel wird im Rahmen des Projektes „Konzeptsystembuch-Umfrage“ des Ressourcenpools Curriculum und Forschung der European Kinaesthetics Association (EKA) veröffentlicht. Die Absicht ist, dass zum untenstehenden Zitat auf der zugehörigen Diskussionsseite Projekt Konzeptsystembuch 04: 1.1. Sinne offene Fragen, unterschiedliche Verständnisse, Weiterentwicklungsbedarf usw. breit und umfassend gesammelt werden. Die Umfrage dauert ein Jahr. Deshalb ist dieser Artikel in dieser Form nur bis Oktober 2021 im KOFL sichtbar.

1 "1.1. Sinne

Die Sinne des Menschen bzw. seine Fähigkeit zur Wahrnehmung ist die Basis seiner Interaktionsfähigkeit.

Seit der Antike unterscheidet man die unten aufgeführten fünf Sinne und ihre zugehörigen Sinnesorgane. Diesen werden aus heutiger Sicht bestimmte Reize zugeordnet, die in der rechten Spalte aufgelistet sind:

Sinne Organe Reize
Gesichtssinn/Sehen
11-detail-auge.jpg
Licht (hell – dunkel, verschiedene Farben usw.)
Gehörsinn
11-detail-ohr.jpg
Schall (laut – leise, hoch – tief usw.)
Geruchssinn
11-detail-nase.jpg
Duftstoffe
Geschmackssinn
11-detail-zunge.jpg
Geschmacksstoffe (süß, sauer usw.)
Tastsinn
11-detail-finger.jpg
Temperatur (warm – kalt)/ Tastdruck (Kontakt – kein Kontakt)


Da diese Sinne sozusagen nach außen gerichtet sind, ging man früher in der Regel davon aus, dass sie uns ein genaues und wahres Abbild der Außenwelt abgeben. Die moderne neurobiologische Forschung zeigt aber auf, dass Informationen nicht direkt von außen nach innen dringen, sondern in uns produziert werden: Menschen sind wie alle Lebewesen bezüglich Information geschlossene Systeme. Die Nervenzellen unserer Sinne teilen uns nur mit, dass ein Reiz oder eine Störung vorliegt; die Ursache wird nicht qualitativ und spezifisch kodiert. Die ganze Wahrnehmung besteht aus individuell konstruierten Beziehungen, die in unserem Innern entstehen.
Die Sinne liefern im Wahrnehmungsprozess ausschließlich quantitative Unterschiede. Diese werden nur dann zu einer Information, wenn für das wahrnehmende Lebewesen ein Unterschied besteht: „Informationen bestehen aus Unterschieden, die einen Unterschied machen.“ (G. Bateson)"

Quelle: European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020): Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 12-13.

2 Ausgewählte weiterführende Literatur

  • Asmussen-Clausen, Maren (2009): Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8. S. x
  • Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003): Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4. S. x
  • Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011): Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4. S. x

3 Vergleiche auch