Diskussion:Stabil und instabil: Unterschied zwischen den Versionen

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Auf der Ebene der Begrifflichkeiten kann das durchaus unterschiedlich betrachtet werden.  
 
Auf der Ebene der Begrifflichkeiten kann das durchaus unterschiedlich betrachtet werden.  
 
Stasis, aus dem griechischen, bedeutet nicht nur Stillstand sondern auch das Stehen. Der kybernetischen Sichtweise vom Stehen in Form eines ständigen Rückkopplungsprozesses zwecks Fehlerkorrektur würde die Übersetzung "das Stehen" in keiner Weise widersprechen. Wenn ich Heiz von Foerster an dieser Stelle aufgreifen darf, ist die Vorsilbe  „er-„  in dem Begriff „Konstant-er-haltung“, ebenso wie beim „er-rechnen“ auf „aktive Prozesse und ein Moment der Schöpfung deutet.(...)schöpferische und lebendige Vorgänge: Es wird etwas erzeugt, es wird etwas erfunden – und nicht gefunden, nicht entdeckt.“
 
Stasis, aus dem griechischen, bedeutet nicht nur Stillstand sondern auch das Stehen. Der kybernetischen Sichtweise vom Stehen in Form eines ständigen Rückkopplungsprozesses zwecks Fehlerkorrektur würde die Übersetzung "das Stehen" in keiner Weise widersprechen. Wenn ich Heiz von Foerster an dieser Stelle aufgreifen darf, ist die Vorsilbe  „er-„  in dem Begriff „Konstant-er-haltung“, ebenso wie beim „er-rechnen“ auf „aktive Prozesse und ein Moment der Schöpfung deutet.(...)schöpferische und lebendige Vorgänge: Es wird etwas erzeugt, es wird etwas erfunden – und nicht gefunden, nicht entdeckt.“
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: Antwort/Joachim Reif
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: Lieber Eugen,
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: Danke für deinen Beitrag. Dein Verweis auf Heinz von Förster bringt einen Gedanken wieder hervor, der mich beim Schreiben des Artikels beschäftigt hat. Da wollte ich schon den „stabilen Eigenwert der Wahrnehmung“, der auch bei Heinz von Förster auftaucht, genauer untersuchen. Jetzt ist diese Idee wieder neu befeuert. Ich möchte dich noch bitten mir die genaue Stelle bei Heinz von Förster zu schreiben, auf die du dich beziehst. Oder die Stellen.
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: Darüber hinaus zeigst du mit deinem Beitrag möglicherweise Entwicklungspotential im Buch „Kybernetik und Kinästhetik“. Da sich diese Absätze konkret mit dem Bezug zwischen „Stabil und Instabil“ und dem Buch befassen.
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: Herzliche Grüße

Version vom 4. April 2019, 17:42 Uhr

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Status Diskussion eröffnet
AutorIn/RedakteurIn Joachim Reif/Lutz Zierbeck
Letzte Änderung 04.04.2019


"stabil und instabil" in "Kybernetik und Kinästhetik"

Kommentar / Eugen Grillich

In der Physiologie ist der Begriff Homöostase als Konstanterhaltung eines inneren Milieus definiert, der auf Regelkreisen beruht. Die Verwendung des Begriffs "Homöostase" durch Varela und Maturana spiegelt nicht die homoökinetische Sichtweise von K.U.Smith. Auf der Ebene der Begrifflichkeiten kann das durchaus unterschiedlich betrachtet werden. Stasis, aus dem griechischen, bedeutet nicht nur Stillstand sondern auch das Stehen. Der kybernetischen Sichtweise vom Stehen in Form eines ständigen Rückkopplungsprozesses zwecks Fehlerkorrektur würde die Übersetzung "das Stehen" in keiner Weise widersprechen. Wenn ich Heiz von Foerster an dieser Stelle aufgreifen darf, ist die Vorsilbe „er-„ in dem Begriff „Konstant-er-haltung“, ebenso wie beim „er-rechnen“ auf „aktive Prozesse und ein Moment der Schöpfung deutet.(...)schöpferische und lebendige Vorgänge: Es wird etwas erzeugt, es wird etwas erfunden – und nicht gefunden, nicht entdeckt.“

Antwort/Joachim Reif
Lieber Eugen,
Danke für deinen Beitrag. Dein Verweis auf Heinz von Förster bringt einen Gedanken wieder hervor, der mich beim Schreiben des Artikels beschäftigt hat. Da wollte ich schon den „stabilen Eigenwert der Wahrnehmung“, der auch bei Heinz von Förster auftaucht, genauer untersuchen. Jetzt ist diese Idee wieder neu befeuert. Ich möchte dich noch bitten mir die genaue Stelle bei Heinz von Förster zu schreiben, auf die du dich beziehst. Oder die Stellen.
Darüber hinaus zeigst du mit deinem Beitrag möglicherweise Entwicklungspotential im Buch „Kybernetik und Kinästhetik“. Da sich diese Absätze konkret mit dem Bezug zwischen „Stabil und Instabil“ und dem Buch befassen.
Herzliche Grüße