Bewegungselemente: Unterschied zwischen den Versionen

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== Zusammenfassung ==
 
== Zum Begriff ==
 
Element das; -[e]s〈lat.〉: 1. Grundbestandteil, Komponente; typisches Merkmal, Wesenszug <ref>DUDEN, Band 5; (2001): "Das Fremdwörterbuch" 7., Auflage. Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Mannheim. ISBN 3-411-04057-2. S.261</ref> in Bezug auf eine Bewegung
 
Hier handelt es sich um einen kinästhetischen Fachbegriff.
 
 
 
=== Aktuelle Verwendung ===
 
Im Kinaesthetics Konzeptsystem im 1. Konzept Interaktion bildet Bewegungselemente neben Sinne und Interaktionsformen ein Unterkonzept.<ref>Kinaesthetics Konzeptsystem Auflage 2017, EKA. ISBN 978-3-903180-00-0, S.11</ref>
 
 
 
=== Historie ===
 
1996 Zeit, Raum und Kraftaufwand <ref>Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1992): "Kinästhetik". 1.Auflage. DBfK-Verlag, Eschborn.ISBN 3-927944-02-5</ref>
 
 
 
1998 Kommunikation und Bewegungselemente <ref>Dr. Lenny Maietta; Dr. Frank Hatch; Heidi Bauder (1998):  Kinästhetik in der Pflege Aufbaukurs</ref>
 
 
 
== Bewegungselemente ==
 
=== Definition ===
 
Die Aspekte von Bewegung, die wir über das sensorische System wahrnehmen können, lassen sich in drei beschreibbare Größen unterteilen, Zeit, Raum und Anstrengung. Sie bilden die Grundlage jeder Bewegung und beeinflussen sich im Zusammenspiel in direkter Weise gegenseitig. [[Datei:Bewegungselemente.png|mini|rechts|Bewegungselemente Zeit - Raum - Anstrengung]]
 
Der Teilaspekt von Anstrengung wird im Konzeptsystem noch einmal genauer betrachtet. Im Zusammenhang der Bewegungselemente geht es um die quantitativen Aspekte von Anstrengung. Um die Beschreibung erfahrbarer qualitativer Unterschiede geht es in dem separaten Kinaesthetics Konzept [[Anstrengung]],
 
 
 
=== Organisation in der Schwerkraft ===
 
Wie wir unser Gewicht  in der Schwerkraft organisieren findet häufig unbewusst statt. Für jeden Menschen direkt erfahrbar und für sich beobachtbar sind beispielsweise Unterschiede wie groß - klein, viel – wenig, schnell – langsam. <ref>Kinaesthetics, 2017, EKA, Lernen und Bewegungskompetenz, ISBN 978-3-903180-01-7, S.57</ref>Durch das bewusste Wahrnehmen wie unterschiedlich wir Zeit, Raum und Anstrengung einsetzen, können wir uns an neue Situationen oder Interaktionen immer wieder  neu anpassen.
 
 
 
=== Hauptteil ===
 
 
 
In der Kinästhetik wird unterschieden zwischen inneren und äußeren Bewegungselementen.
 
Die anatomischen Strukturen bilden den inneren Raum, die  individuell benutzte Muskelanspannung die innere Anstrengung und die persönliche Geschwindigkeit bestimmt die innere Zeit. Im Gegensatz dazu stellt unsere direkte Umgebung den äußeren Raum, der Einfluss der Schwerkraft, oder die Kraftausübung anderer Lebewesen, oder Dingen die äußere Anstrengung und Vorgabe einer bestimmten Dauer die äußere Zeit dar.
 
 
 
Es besteht ein enger Zusammenhang von willkürlichen Bewegungen und unwillkürlichen, vitalen Prozessen. Für die Qualität der eigenen Bewegung und ihre Auswirkung auf Prozesse innerhalb des Körpers kommt es darauf an wie genau ein Mensch die Steuerung seiner inneren Bewegungselemente übernehmen kann.
 
 
 
Die Steuerung und Anpassung der äußeren Bewegungselemente findet ständig im Kontakt mit der Umwelt, mit der Umgebung und anderen Menschen und Lebewesen statt.
 
Die Art und Weise wie die Bewegungselemente im Zusammenspiel mit anderen Menschen koordiniert werden findet ihre Beschreibung in  den [[Interaktionsformen]].
 
 
 
Bei einer Bewegungsinteraktion zwischen zwei Menschen treffen zwei individuelle Arten des Umgangs mit den Bewegungselementen aufeinander. Die Qualität der [[Interaktion]] wird dabei durch die gegenseitige Anpassungsfähigkeit bestimmt.
 
Während wir als Gesunde unsere Bewegungselemente der jeweiligen Herausforderung anpassen können, brauchen Pflegebedürftige hierbei Unterstützung. Dabei nehmen professionell Pflegende eine wichtige Rolle ein. <ref>Hatch/ Maietta, Kinästhetik (1999): "Gesundheitsentwicklung und menschliche Funktionen" 1.Auflage. Ullstein Medical, Wiesbaden. ISBN 3-86126-637-7, S. 34</ref>
 
 
 
 
 
== Erfahrungsberichte ==
 
In Erfahrungsberichten über die Arbeit mit Menschen mit Demenz finden sich folgende Beschreibungen zu den Bewegungselementen:
 
 
 
"Die Bewegungselemente Zeit, Raum und Anstrengung sind ein sehr gutes Werkzeug. Oft dauert es ein bisschen länger, bis eine Antwort  kommt. In der Kommunikation brauchen sie mehr Zeit, um zu reagieren. Ähnlich ist es auch beim Essen und Trinken. Oft müssen sich diese Menschen erst überlegen, wofür die Gabel oder der Löffel gut ist. Wenn man ihnen dafür keine Zeit einräumt, dann funktioniert es einfach nicht." <ref>Serie „Leben mit Demenz“ Teil 2, Zeitschrift lebensqualität, Sonderausgabe Kinaesthetics und Demenz, 2017, stiftung lebensqualität, Nordring 20, CH-8854 Siebnen, S.12</ref>
 
 
 
"Je mehr sich die Bediensteten gegen seinen Griff wehrten, desto aggressiver wurde K. Deshalb ließ ich jedes Mal, wenn er mich packte, einfach locker. Seine Reaktion bestätigte meine Annahme, dass in diesem Fall Druck Gegendruck erzeugt." <ref>Serie „Leben mit Demenz“ Teil 2, Zeitschrift lebensqualität, Sonderausgabe Kinaesthetics und Demenz, 2017, stiftung lebensqualität, Nordring 20, CH-8854 Siebnen, S.15</ref>
 
 
 
"Der innere Raum wird tendenziell enger. Die Anstrengung steigt. Die Aktivitäten werden tendenziell schneller und schwunghaft. Die Anpassungsmöglichkeit von Zeit, Raum und Anstrengung beginnt sich bereits im Frühstadium der Erkrankung einzuschränken. Das behindert die gesamte Wahrnehmungsfähigkeit." <ref>Serie „Leben mit Demenz“ Teil 2, Zeitschrift lebensqualität, Sonderausgabe Kinaesthetics und Demenz, 2017, stiftung lebensqualität, Nordring 20, CH-8854 Siebnen, S.27</ref>
 
 
 
Weiter Beschreibungen der Bewegungselemente finden sich im Zusammenhang mit Erfahrungen mit einem schwerbehinderten Jungen.
 
" Die angemessene Koordination von Zeit, Raum und Anstrengung in seinem Körper ist für ihn fast nicht möglich. So strengt er sich z. B. entweder enorm an oder liegt völlig spannungslos da." <ref>[http://www.example.org Linktext], zusätzlicher Text.</ref>
 
Interaktionsformen
 
== Weiterführende Literatur und Medien ==
 
 
 
*Asmussen-Clausen, Maren (2009): “Praxisbuch Kinaesthetics“ 2. Auflage. Urban & Fischer in Elsevier, München. ISBN 978-3-437-27571-5
 
* Name, Vorname; Name, Vorname (Jahr): ''Titel. Untertitel.'' x. Auflage. Verlag, Ort. ISBN.
 
* Name, Vorname; Name, Vorname (Jahr)(Hrsg.): ''Titel'' (= ''Reihe.'' Bd. x). x. Auflage. Verlag, Ort. ISBN.
 
* Name, Vorname; Name, Vorname(Jahr): ''Titel.'' In: Name, Vorname (Hrsg.): ''Sammelwerk'' (= ''Reihe.'' Bd. x). Verlag, Ort. S. X–Y.
 
* Name, Vorname; Name, Vorname (Jahr): ''Titel. Untertitel.'' In: ''Zeitschrift.'' Nr./Jahrgang. ISSN. S. X–Y.
 
 
 
== Weiterführende Weblinks ==
 
 
 
[http://Weblink Weblink]<br />
 
 
 
== Vergleiche auch ==
 
 
 
[[Artikel]]<br />
 
 
 
== Einzelnachweise ==
 
<references />
 
  
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'''Dieser Artikel wird gegenwärtig von der AutorIn erarbeitet und soll in absehbarer Zeit veröffentlicht werden.'''
  
 
[[Kategorie:Konzeptsystem]]
 
[[Kategorie:Konzeptsystem]]

Aktuelle Version vom 27. September 2018, 07:00 Uhr

Status in Bearbeitung
AutorIn/RedakteurIn Dagmar Panzer/Susanne Hoser
Letzte Änderung 27.09.2018


Dieser Artikel wird gegenwärtig von der AutorIn erarbeitet und soll in absehbarer Zeit veröffentlicht werden.