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                        "*": "{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./N. N.}}\n\n== \u201eSocial Tracking\u201c in \u201eKinaesthetics Lernen und Bewegungskompetenz\u201c ==\nDas folgende Zitat stammt aus dem Buch \u201eKinaesthetics Lernen und Bewegungskompetenz\u201c, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel \u201eTheoretische Grundlagen von Kinaesthetics\u201c eingebettet. Die vorausgehenden Unterkapitel sind \u201eGeschlossenheit und Individualit\u00e4t der Wahrnehmung\u201c und \u201eAutonomie der Verhaltenssteuerung\u201c. Das Zitat ist der Text des sechsten und letzten Unterkapitels \u201e\u201aSocial Tracking\u2018 (soziales Folgen)\u201c.\n[[Datei:Mann_mit_kind.png|mini|rechts|Das wechselseitige Folgen in Bewegungsinteraktionen pr\u00e4gt die Entwicklung und die Lernprozesse der InteraktionspartnerInnen in einem besonders hohen Ma\u00dfe.]]\n: ''\u201eIn den vorangegangenen Kapiteln wurde die Annahme beschrieben, dass Menschen ihre Wahrnehmung und ihr Verhalten autonom von innen heraus erzeugen und steuern. Dies bedeutet nicht, dass sie unabh\u00e4ngig von anderen Menschen lernen und sich entwickeln. Menschen sind soziale Wesen. Nach ihrer Geburt ist ihre Entwicklung ma\u00dfgeblich von anderen Menschen abh\u00e4ngig. Entsprechend pr\u00e4gen die [[Interaktion|Interaktionen]] mit den Bezugspersonen die Entwicklung des Menschen und seine Lernprozesse in einem hohen Ma\u00df. Diesen wechselseitigen Lern- und Anpassungsprozess kann man besonders eindr\u00fccklich bei den Interaktionen zwischen einem Kleinkind und seinen Eltern oder Bezugspersonen beobachten. Er setzt sich aber w\u00e4hrend des ganzen Lebens fort. Menschen lernen besonders intensiv und effektiv durch Interaktionen mit anderen Menschen; sie sind ein Leben lang ein wichtiger Faktor unserer Entwicklung.''\n\n: ''Dieses Ph\u00e4nomen wird in Kinaesthetics als \u201aSocial Tracking\u2018 (soziales Folgen) bezeichnet. Es spielt sich in vielen Formen oft unbewusst ab. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Situation, dass viele Menschen einem anderen, der bei Rot \u00fcber den Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcbergang geht, fast unwillk\u00fcrlich folgen wollen.''\n\n: ''\u201aSocial Tracking\u2018 meint, dass Menschen mit der eigenen Bewegung auf die Bewegung und das Verhalten anderer Menschen reagieren und sich anpassen. Die Art und Weise unseres Verhaltens beeinflusst dabei das Verhalten der anderen an der Interaktion beteiligten Person(en) und umgekehrt. Kinaesthetics interessiert sich in diesem Zusammenhang besonders f\u00fcr die Frage, welche Faktoren in einer [[Interaktion]] die Entwicklung und Lernprozesse der Beteiligten f\u00f6rdern oder hemmen und welche Rolle dabei Ber\u00fchrung und Bewegung spielen.\u201c''\n\nDer Text der zugeh\u00f6rigen Infobox \u201eDie Herkunft des Wortes \u201alernen\u2018 und die Idee des Folgens\u201c:\n: ''\u201eInteressanterweise zeigt sich in der Herkunft des deutschen Wortes \u201alernen\u2018 ein enger Zusammenhang zur Bedeutung des Folgens. Das Wort geh\u00f6rt mit \u201alehren\u2018 und \u201aList\u2018 zur Wortgruppe \u201aleisten\u2018, was ursp\u00fcnglich \u201aeiner Spur folgen, nachsp\u00fcren\u2018 bedeutete. In der gotischen Sprache bedeutete \u201alais\u2018 \u201eich wei\u00df\u2018, urspr\u00fcnglich \u201aich habe nachgesp\u00fcrt, bin gefolgt\u2018.\u201c''\n\nDer Text der zugeh\u00f6rigen Infobox \u201eWolfskinder\u201c:\n: ''\u201eEin sehr seltener und dramatischer Beleg f\u00fcr die Bedeutung von Lernen durch soziales Folgen sind die beiden 1920 in Indien gefundenen Wolfskinder. Sie wuchsen in den ersten Lebensjahren unter W\u00f6lfen auf und hatten sich diesen in ihrem (Bewegungs-)Verhalten weitgehend angepasst. So liefen sie z. B. auf allen Vieren, hatten eine erstaunlich wolfs\u00e4hnliche Mimik und formten entsprechende Laute. Bei dem Versuch, sie zu zivilisieren, starben beide in der \u201amenschlichen Gefangenschaft\u2018. Man hatte sie einsperren m\u00fcssen, da sie immer wieder versucht hatten, in den Dschungel zu entfliehen.\u201c''\n\nQuelle: '''European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):''' Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 48.\n\n== \u201eSocial Tracking\u201c in \u201eKybernetik und Kin\u00e4sthetik\u201c ==\nDas folgende Zitat stammt aus dem Buch \u201eKybernetik und Kin\u00e4sthetik\u201c, und zwar aus dem vierten Kapitel \u201eK. U. Smith: Die Verhaltenskybernetik\u201c. Es ist eingebettet in das f\u00fcnfte Unterkapitel \u201eUnerm\u00fcdlicher Forscherdrang\u201c. Vorausgehend wird als erstes Thema seine zweite Einf\u00fchrung in die Psychologie von 1973 thematisiert. Das Zitat ist der Text des zweiten Themas \u201e\u201aSocial Tracking\u2018 (Soziales Folgen)\u201c.\n: ''\u201eDas Buch des folgenden Jahres, \u201eIndustrial Social Cybernetics\u201c (Industrielle Sozialkybernetik, Smith 1974), befasste sich insbesondere mit den verschiedenen Formen, Modalit\u00e4ten und Wirkungen des \u201eSocial Tracking\u201c (soziales Folgen).''\n\n: ''Schon in der \u201aPsychology\u201c (Smith; Foltz Smith 1973, S. 37f.) hatte er diesem Begriff eine Buchseite gewidmet und die Imitation als die offensichtlichste Manifestation des \u201aSocial Tracking\u2018 bezeichnet \u2013 ein bereits in der Antike zentrales Thema der P\u00e4dagogik, das in den 1960er-Jahren besonders durch A. Bandura (*1925) unter dem Stichwort \u201aLernen am Modell\u2018 zu neuer Aktualit\u00e4t gefunden hatte. Smith versteht darunter grunds\u00e4tzlich die Tatsache, dass \u201aTracking\u2018- oder Folge-Prozesse ein wesentliches Merkmal der Interaktion von zwei oder mehreren Menschen sind. Wenn wir jemandem begegnen, folgen wir mit unserem ganzen K\u00f6rper, unseren Augen und Ohren dem Verhalten des Gegen\u00fcbers. In der kybernetischen Sprache von Smith ausgedr\u00fcckt: Die Feedback-Prozesse der einen InteraktionspartnerIn bilden eine Quelle der Feedback-Prozesse der anderen InteraktionspartnerIn und umgekehrt bzw. und so weiter. Und zweifelsohne stellt die zwischenmenschliche Interaktion eine wichtige Quelle der Entwicklung, des Lernens und der Verhaltens\u00e4nderung dar (vgl. Infobox S. 41). Smith unterscheidet zwischen drei Grundformen des \u201aSocial Tracking\u2018 bzw. der Interaktion (Smith 1974, Kapitel 2.3):<br>1. linear- oder quasi-imitatorisch (\u201alinear-, quasi-imitative\u2018),<br>2. seriell verkn\u00fcpft, Schritt-f\u00fcr-Schritt (\u201aseries-linked\u2018) und<br>3. parallel verkn\u00fcpft, gleichzeitig-gemeinsam (\u201aparallel-linked\u2018).''\n\n: ''Diese Formen bilden somit die Grundlage der Unterscheidung der Interaktionsformen in der Kin\u00e4sthetik (EKA 2017a, S. 16; vgl. auch EKA 2017b, S. 48).''\n\n: ''Im weiteren Verlauf des Buches differenziert er mit wissenschaftlicher Akribie zwischen verschiedensten Formen und Modalit\u00e4ten des \u201aSocial Tracking\u2018, st\u00fctzt sie mit experimentellen Resultaten und stellt sie in einen gr\u00f6\u00dferen Kontext.\u201c''\n\nText und Abbildungen der zugeh\u00f6rigen Infobox \u201e'''Social Tracking'''\u201c:\n[[Datei:Abb 3 Behav Science Social Tracking Mutter Kind.png|mini|rechts]]\n: '''''\u201eDie Grundidee des \u201aSocial Tracking\u2018'''''<br>''Das Verhalten der Mutter bzw. des Kindes (gestrichelte Pfeile) wird als Quelle f\u00fcr die Feedback-Prozesse des Kindes bzw. der Mutter dargestellt, d. h. f\u00fcr die fortlaufenden Anpassungen an das Verhalten des Gegen\u00fcbers (ausgezogene Pfeile). (Abbildung: nach Smith, Karl U. 1972: Cybernetic Foundations of Behavioral Science. Motorphonetic Theory of Speech and Language: The Experimental Foundations of Linguistic and Speech Cybernetics, Behavioral Cybernetics Laboratory, Fig. 7)\u201c''\n\n\n\n\n\n[[Datei:Abb 4 Infraschool Social Tracking Mutter Kind -physiologisch.png|mini|rechts]]\n: '''''\u201e\u201aSocial Tracking\u2018 und physiologische Prozesse'''''<br>''Die Abbildung stellt die wechselseitigen Einfl\u00fcsse des \u201aSocial Tracking\u2018 auf die physiologischen Prozesse der InteraktionspartnerInnen dar. Die \u201aReaktionen\u2018 der InteraktionspartnerInnen haben nach Smith demnach nicht die Natur von Reflexen. (Abbildung: nach Smith; Schiamberg 1973, Fig. 53)\u201c''\n\n\n\n\n\n\n\n\nQuelle: '''European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):''' Kybernetik und Kin\u00e4sthetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualit\u00e4t. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualit\u00e4t). S. 40\u201341.\n\n== \u201eSocial Tracking\u201c in \u201ePsychology \u2013 An Introduction to Behavior Science\u201c von K. U. und M. F. Smith (1973) ==\nDas folgende Zitat stammt aus dem Buch \u201ePsychlogie \u2013 Eine Einf\u00fchrung in die Verhaltenswissenschaft\u201c (1973) von Karl U. und Margaret F. Smith. Es ist eingebettet in das zweite Kapitel \u201eDas sich verhaltende System\u201c des ersten Teils \u201eEinf\u00fchrung\u201c. Vorausgehend werden verschiedene Arten von Feedback (dynamisches Bewegungsfeedback, Feedback durch Werkzeuggebrauch, affektives, kognitives und soziales Feedback) beschrieben. Das Zitat ist der Text des anschlie\u00dfenden Unterkapitels \u201eSoziales Folgen\u201c.\n: ''\u201eSoziale Interaktionen beinhalten, was wir soziales Folgen (social tracking) nennen, d. h. das feedback-kontrollierte Verfolgen (following) eines sozialen Zieles. Die offensichtlichste Erscheinungsform des sozialen Folgens ist die Imitation. Wenn wir das Verhalten einer anderen Person imitieren, folgen wir der Bewegung ihres Reaktionssystems, indem wir \u00e4hnliche Bewegungen mit unserem eigenen, \u00e4hnlichen Reaktionssystem ausf\u00fchren. In einigen F\u00e4llen kann ein Imitator einem komplizierten Bewegungsmuster, das von einer anderen Person ausgef\u00fchrt wird, fast so direkt folgen, wie er einem einfachen visuellen Ziel folgt. Eine Leistung, genannt Schattensprechen (speech shadowing), ist ein gutes Beispiel (Cherry, 1966). Eine Tonbandaufnahme einer Prosapassage wird durch Kopfh\u00f6rer einem H\u00f6rer vorgespielt, der angewiesen wird, was er h\u00f6rt, mit einer ged\u00e4mpften Stimme oder Fl\u00fcstern unmittelbar zu wiederholen. Dies stellt sich sogar f\u00fcr Stotterer als einfache Aufgabe heraus. Der Schattensprecher neigt dazu, die Passage in losgel\u00f6sten, unregelm\u00e4\u00dfigen Ausdr\u00fccken mit einer leeren, emotionslosen Stimme zu wiederholen. Seine Leistung ist fehlerfrei, doch er erinnert sich nur wenig oder an gar nichts von dem, was er gesagt hat.''\n\n: ''Soziales Folgen beinhaltet nicht immer eine positive Imitation einer anderen Person. Imitation ist eine direkte Verfolgung eines Zielverhaltens, jedoch kann eine Person auch das Verhalten eines anderen negieren oder ausgleichen. Ein sehr junges Kind folgt seiner Mutter im Haus oft in einer positiven Weise, indem es ihr nachl\u00e4uft, doch manchmal folgt es ihr in einer ausgleichenden Art. Sie m\u00f6chte vielleicht, dass es etwas macht, dass es nicht machen will. Sie macht einen Schritt vorw\u00e4rts und es weicht zur\u00fcck. Sie nimmt seine Hand und zieht, und es wirkt entgegen. Es folgt immer noch ihren Bewegungen, jedoch in einer negativen oder ausgleichenden Art. Zus\u00e4tzlich zum positiven Verfolgen und negativen Ausgleichen kann das soziale Folgen eine Art von kooperativer Interaktion enthalten. Die Bewegungen von zwei Menschen in einem Gesellschaftstanz liefern viele Beispiele von imitativen, ausgleichenden, koordinativen und zahlreiche Arten von erg\u00e4nzenden Interaktionen.''\n\n: ''In diesem Buch werden wir vom sozialen Folgen in anderen Zusammenh\u00e4ngen sprechen, besonders in Kapitel 13 \u00fcber die soziale Entwicklung des Individuums. Da soziales Folgen eine fundamentale Art der Reaktion auf Mitglieder der eigenen Spezies ist, reguliert es die Entwicklung von sozial relevantem Verhalten junger Menschen. Kinder k\u00f6nnen andere Menschen nachmachen oder ihnen folgen, ohne mit ihnen sozial zu interagieren, jedoch lernen sie in gegenseitigen Reaktionen mit sozialem Feedback leichter. Ein Kind entwickelt Fertigkeiten, wie z. B. das Sprechen, indem es den Reaktionsmustern der Erwachsenen folgt oder sie wiedergibt. Erwachsene f\u00f6rdern diesen Prozess, indem sie ihre eigenen Bewegungen verlangsamen oder vereinfachen, sodass das Kind ihnen genauer folgen kann. Jedes Individuum in einem solchen Austausch liefert eine Quelle des sozialen Feedbacks f\u00fcr das andere.''\n\n: ''Ein Beispiel f\u00fcr eine einfache Demonstration von sozialem Folgen: Halten Sie Ihre Fingerspitzen an die einer anderen Person und sagen Sie ihr, sie solle Ihre Bewegungen fl\u00fcssig folgen, ohne den Kontakt zu unterbrechen. Wir nennen dies Fingertanzen. Die Idee wurde von den popul\u00e4ren Medien aufgegriffen und als Test f\u00fcr die Kompatibilit\u00e4t zwischen den Geschlechtern beschrieben. Obwohl man dieser Anwendung gegen\u00fcber skeptisch sein kann, liefert die Beobachtung des Fingertanzes einige interessante Einblicke in die soziale Feedback-Kontrolle des Verhaltens. Wenn Sie diesen Tanz mit einer anderen Person versuchen, werden Sie entdecken, dass sie Ihrer Bewegung fl\u00fcssig folgen kann, ohne vorherige \u00dcbung und sogar mit geschlossenen Augen. Wenn der Verfolger jedoch versucht, Ihren Bewegungen visuell zu folgen, ohne Ihre Finger zu ber\u00fchren, wird seine Leistung uneinheitlich und ruckartig sein. Zweih\u00e4ndiges Fingertanzen kann mit taktiler Kontrolle ziemlich exakt ausgef\u00fchrt werden, doch mit visueller Kontrolle ist es nahezu unm\u00f6glich. Die F\u00e4higkeit, fl\u00fcssige, sozial koordinierte Bewegungen auf der Basis von taktilem Feedback auszuf\u00fchren, ist essenziell f\u00fcr viele intime Verhalten, so wie z. B. Tanzen, sexuelle Interaktion und viele Eltern-Kind-Verhaltensweisen. Visuell kontrollierte Interaktionen sind typischerweise nicht so fl\u00fcssig und exakt wie solche mit taktiler Kontrolle.''\n\n: ''Mit taktiler Kontrolle meinen wir nicht nur die oberfl\u00e4chliche Ber\u00fchrung, sondern auch die Kontrolle durch die Bewegungsmechanismen, die die durchgef\u00fchrten Bewegungen wahrnehmen. Wir werden die Rezeptormechanismen, die in der Feedbackkontrolle eine Rolle spielen, in Kapitel 3 und 4 diskutieren und widmen den Rest dieses Kapitels den Effektoren und den neuralen Mechanismen. Diejenigen von Ihnen, die kein Hintergrundwissen in Biologie haben, werden den folgenden Teil vielleicht schwierig finden und die Signifikanz von Teilen des Stoffes wird Ihnen vielleicht f\u00fcr den Moment entgehen. In sp\u00e4teren Kapiteln, wenn wir uns auf einige der regulativen Mechanismen, die hier beschrieben werden, beziehen, werden Sie vielleicht die relevanten Abschnitte nochmals lesen wollen.\u201c''<br>(\u00dcbersetzung: Lukas Marty)\n\nQuelle: '''Smith, Karl U.; Smith, Margaret F. (1973):''' Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company. Ohne ISBN. S. 37\u201338.\n\n[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]"
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