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	<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kinaesthetics-Online-Fachlexikon&amp;diff=5127</id>
		<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon</title>
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		<updated>2024-05-14T18:02:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Willkommen in diesem redaktionell betreuten Online-Lexikon zu den Fachgebieten der Kinästhetik, Kybernetik und anderer Bezugswissenschaften!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kinaesthetics-Online-Fachlexikon (KOFL) wird von der European Kinaesthetics Association (EKA) herausgegeben, von einem Redaktionsteam betreut und von einem fachlichen Beirat unterstützt (vgl. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“). Ziel dieses langfristigen, im Jahr 2017 gestarteten Projekts ist, in einem Netzwerk von interessierten Personen ein umfassendes Lexikon aufzubauen, in dessen Zentrum das junge Fachgebiet der Kinästhetik steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret will das KOFL&lt;br /&gt;
* aus den schriftlichen Quellen die aktuelle und historische Faktenlage zu den spezifischen Themen der Kinästhetik und ihrer Bezugswissenschaften lexikalisch aufbereiten und darstellen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* aus den schriftlichen Quellen und dem Kontakt mit ThementrägerInnen das Erfahrungswissen zu den spezifischen Themen der Kinästhetik und ihrer Bezugswissenschaften lexikalisch aufbereiten und darstellen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* allen interessierten Personen die Möglichkeit bieten, sich über Fachthemen der Kinästhetik und ihrer Bezugswissenschaften zu informieren, sie zu diskutieren und zur Weiterentwicklung des KOFL beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie du dich für das KOFL engagieren kannst, wird auf den Seiten beschrieben, die du unter der Überschrift „Mitmachen“ in der linken Spalte der Benutzeroberfläche findest. Ausführlichere Informationen zum KOFL-Projekt sind auf der Seite „[[KOFL:Über Kinaesthetics-Online-Fachlexikon]]“ zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist das KOFL zum aktuellen Zeitpunkt weit vom Ziel eines umfassenden Lexikons der Kinästhetik entfernt. Das Projektteam ist zuversichtlich, dass sich das KOFL in den kommenden Jahren durch eine fruchtbare Zusammenarbeit aller interessierten Personen Schritt für Schritt diesem Ziel annähern kann, und dankt allen, die sich in welcher Weise auch immer für das KOFL engagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt erschienene Beiträge:&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Parallele und spiralige Bewegungsmuster]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erweiterung des Artikels „[[Sensitivität (innere und äußere, von Foerster)]]“ bzw. „[[1 : 100&#039;000 (von Foerster)]]“ durch einen [[Sensitivität (innere und äußere, von Foerster)#Innere und äußere Sensitivität in „Aufbaumodul Demenz 1: Sich und die Welt wahrnehmen – Arbeitsunterlagen“|Begleittext aus dem Aufbaumodul Demenz 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erweiterung des Artikels „[[Wahrnehmung]]“ durch die [[Wahrnehmung#Wahrnehmung in „Aufbaumodul Demenz 1: Sich und die Welt wahrnehmen – Arbeitsunterlagen“|Begleittexte aus dem Aufbaumodul Demenz 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Lernen (Begriff)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erweiterungen der Artikel „[[Hierarchie der Kompetenzen]]“, „[[Bewegungskompetenz]]“ und „[[Interaktion]]“ inkl. „[[Herausforderndes Verhalten]]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Lerntheorie nach Gregory Bateson (1904-1980)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Kybernetik (Begriff)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Erfahren (Begriff)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Konzept (Begriff)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Orientierung]]“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Parallele_und_spiralige_Bewegungsmuster&amp;diff=5126</id>
		<title>Diskussion:Parallele und spiralige Bewegungsmuster</title>
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		<updated>2024-05-14T18:01:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Parallele und spiralige Bewegungsmuster}} {{Infobox|Diskussion eröffnet|Mária Pfemeter, Stefan Marty-Teuber/Lutz Zierbeck}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Parallele und spiralige Bewegungsmuster}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|Mária Pfemeter, Stefan Marty-Teuber/Lutz Zierbeck}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
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		<title>Parallele und spiralige Bewegungsmuster</title>
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		<updated>2024-05-14T17:58:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die aktuelle Verwendung des kinästhetischen Fachbegriffs „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ in ausgewählter Fachliteratur. Dabei werden die Zusammenhänge mit der funktionalen Anatomie und der frühkindlichen Bewegung aufgezeigt. In einem zweiten Teil wird die Geschichte des Fachbegriffs sehr detailliert dargestellt. Sie gibt einen spannenden Einblick in die Entwicklung der fachsprachlichen Beschreibung der Bewegungsmuster und ihre allmähliche Konsolidierung. Abschließend werden die begrifflichen Aspekte des Themas dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Verwendung des Fachbegriffs ==&lt;br /&gt;
=== „Parallel und spiralig“ in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ===&lt;br /&gt;
==== Parallele und spiralige Bewegungsmuster ====&lt;br /&gt;
===== Einbettung =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Konzepticons-mit-kreis 311.png|250px|thumb|rechts|Das zugehörige Konzepticon&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2023):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 34 und 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; symbolisiert Folgendes: Je nachdem, wie wir die Kombination der scharnierartigen Haltungsbewegung um eine [[#Zur Definition des Begriffs Achse|Achse]] mit der mehr drehenden, eher kugelgelenkartigen Transportbewegung nutzen, entstehen parallele oder spiralige Bewegungsmuster.]]&lt;br /&gt;
Die Unterscheidung zwischen parallelen und spiraligen Bewegungsmuster wird im Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ im Kapitel „3.2. Parallele und spiralige Bewegungsmuster“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; thematisiert. Es ist das zweite Unterthema des dritten Konzeptes „Menschliche Bewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 33 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und baut auf dem vorangehenden Unterthema „3.1. Haltungs- und Transportbewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf.&lt;br /&gt;
===== Grundsätzliche Vielfalt der Bewegungsmuster und individuelle Einschränkung =====&lt;br /&gt;
An erster Stelle wird darauf hingewiesen, dass unsere Anatomie grundsätzlich eine unbeschränkte Vielfalt von Bewegungsmustern erlaubt. Im Lauf unseres Lebens lernen wir aber, sich wiederholende alltägliche Aktivitäten auf unsere individuelle und stets ähnliche Art und Weise auszuführen, d. h., in bestimmten Mustern, die für unser Bewegungsverhalten auch typisch sind. Dadurch schränken wir die grundsätzlich mögliche Vielfalt von Bewegungsmustern in einem individuellen Lernprozess ein.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===== Nutzen und Problematik individueller Bewegungsmuster =====&lt;br /&gt;
Unsere gewohnten Bewegungsmuster ermöglichen uns, alltägliche Aktivitäten passend auszuführen. Das heißt, wir müssen uns nicht darauf konzentrieren, wie wir etwas tun, sondern meistern dank ihnen auch Situationen, die eigentlich recht anspruchsvoll sind – z. B. auf ein Fahrrad steigen und losfahren oder eine Münze vom Boden aufheben –, problemlos und selbstverständlich auf unsere gewohnte Art und Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematisch ist es, wenn wir in unseren gewohnten Bewegungsmustern unsere Anatomie nicht ihren Funktionen entsprechend einsetzen und alltägliche Aktivitäten nicht auf eine angepasste Weise ausführen. Um ein Beispiel hierfür zu ergänzen: Wenn wir öfters schwere Gegenstände herumtragen müssen und ihr Gewicht nicht über unsere [[Knochen und Muskeln|Knochenstrukturen]] abgeben, kann dies bekanntlich zu Abnutzungserscheinungen und muskuloskelettalen Beschwerden führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß dem Text des Buchs „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ können sich unsere gewohnten Bewegungsmuster insbesondere dann als destruktiv erweisen, wenn sich unsere Situation verändert. Um ein Beispiel hierfür zu ergänzen: Wenn wir an einem Hexenschuss leiden, wissen wir kaum mehr, wie wir uns setzen oder stehen, geschweige denn eine Münze vom Boden aufheben sollen. Wenn wir es auf unsere gewohnte Weise zu tun versuchen, schießt Schmerz ein, und alle Muskeln verkrampfen sich. Dies schlägt leicht auf unser gesamtes Wohlbefinden. Aus dem Text lässt sich erschließen, dass es in einer solchen Situation gilt, neue und funktional möglichst angepasste Muster zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===== Bewusstsein für das Zusammenspiel von Haltungs- und Transportbewegungen in den Bewegungsmustern =====&lt;br /&gt;
Abschließend wird in der Einleitung zu den parallelen und spiraligen Bewegungsmustern ausgeführt, dass sich unsere meist unbewussten und individuellen Bewegungsmuster daraus ergeben, wie wir das Zusammenspiel von Haltungs- und Transportbewegungen nutzen. Wenn wir es uns bewusst machen, wie diese Bewegungskomponenten in unseren Bewegungsmustern subtil zusammenspielen, können wir fähig werden, unser Spektrum von Bewegungsmustern zu erweitern und sie an die Anforderungen unterschiedlichster Situationen konstruktiv anzupassen.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===== Parallele Bewegungsmuster =====&lt;br /&gt;
[[Datei:31-detail-muster-parallel.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
Das parallele Bewegungsmuster wird so definiert, dass wir bei der Ausführung einer Aktivität alle [[Massen und Zwischenräume|Massen]] um unterschiedliche parallele [[#Zur Definition des Begriffs Achse|Achsen]] bewegen. Das bedeutet, dass wir das Gewicht der Massen in einer scharnierartigen Bewegung nur in eine Richtung hin- oder zurückbewegen. Wir nutzen somit die Vielzahl der möglichen Richtungen nicht, die Transportbewegungen zwischen den Massen grundsätzlich erlauben. Die Gesamtbewegung erfolgt um lauter parallele Achsen, sodass die Richtungen der Transportbewegungen mit denjenigen der Haltungsbewegungen übereinstimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die Ausführungen zum Positionswechsel bzw. der vertikalen Fortbewegung&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Konzept „Menschliche Funktion“ vorwegnimmt, geht es nur um Beugen oder Strecken.&lt;br /&gt;
===== Spiralige Bewegungsmuster =====&lt;br /&gt;
[[Datei:31-detail-muster-spiralig.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
Das spiralige Bewegungsmuster wird so definiert, dass wir bei der Ausführung einer Aktivität jede einzelne Masse unter Ausnutzung der vielen Richtungen bewegen, die die Transportbewegungen bzw. die benachbarten [[Massen und Zwischenräume|Zwischenräume]] ermöglichen. Dadurch stimmen die Richtungen der Haltungs- und Transportbewegungen nicht überein, sondern es entsteht ein spiralförmiges Zusammenspiel der beiden Bewegungskomponenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wird zudem darauf hingewiesen, dass bei einem spiraligen Bewegungsmuster aus einer Außenperspektive auffällig ist, wie sich die Bewegungsrichtung des gesamten Körpers von den Bewegungsrichtungen der einzelnen Massen unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte Folgendes gemeint sein: Wenn wir z. B. von einem Stuhl aufstehen, geht aus einer Außenperspektive die Bewegungsrichtung des gesamten Körpers nach oben in eine aufrechte Position. Aus der Innenperspektive bewegen wir in einem spiraligen Bewegungsmuster die einzelnen Massen nicht in eine Richtung durch Beugen und Strecken (geschweige denn geradlinig) nach oben, sondern gelangen durch Drehen und Beugen sowie Drehen und Strecken&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; unter Ausnutzung einer Vielzahl von Richtungen in die aufrechte Position.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
===== Erschwerte Kontrolle paralleler Bewegungsmuster=====&lt;br /&gt;
Abschließend wird festgehalten, dass aus der Perspektive der funktionalen Anatomie parallele Bewegungsmuster anspruchsvoller als spiralige Bewegungsmuster sind. Dies begründet sich einerseits dadurch, dass wir die Gewichtsverlagerungen der Massen bei parallelen Bewegungsmustern schwieriger kontrollieren können – als präzisere Begründung kann hinzugezogen werden, dass wir das Gewicht der Massen immer wieder mit Muskelkraft tragen müssen und es schlechter über [[Knochen und Muskeln|Knochenstrukturen]] abgeben können. Andererseits schränken wir durch parallele Bewegungsmuster die funktionalen – und einfacher kontrollierbaren – Möglichkeiten unserer Anatomie ein. Vor diesem Hintergrund wird darauf hingewiesen, dass sich Kleinkinder von sich aus kaum in parallelen Bewegungsmustern bewegen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies dürfte hauptsächlich dann seine Gültigkeit haben, wenn Kleinkinder noch nicht die Muskelkraft aufgebaut haben, die für parallele Muster nötig ist. Ebenso kann darauf hingewiesen werden, dass die Lernumgebung des Kindes bestimmt einen wesentlichen Einfluss hat, d. h., ob die Eltern – und die materielle Umgebung wie Sitzschalen usw. – es eher in spiraligen oder in parallelen Bewegungsmustern unterstützen.&lt;br /&gt;
==== Spiralförmiger Verlauf der Vorder- und Rückseiten ====&lt;br /&gt;
[[Datei:22-detail-vorne-hinten.jpg|250px|thumb|rechts|Aus der Abbildung&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird der spiralförmige Verlauf der Vorder- und Rückseiten bei den Extremitäten ersichtlich.]]&lt;br /&gt;
Im Konzept „Funktionale Anatomie“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 21 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthält das Unterthema „[[Orientierung]]“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; das Kapitel „Vorne und hinten: Vorder- und Rückseiten“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorder- und Rückseiten werden hier aufgrund ihrer Eigenschaften und Funktionen definiert. Im dritten Absatz wird darauf hingewiesen, dass die Lokalisierung der Vorder- und Rückseiten der zentralen Massen auch gemäß dieser kinästhetischen Definition der gängigen Vorstellung entspricht. Hingegen verlaufen die Vorder- und Rückseiten der Extremitäten z. T. spiralig. Dies führt dazu, dass in der kinästhetischen Definition bei den Extremitäten die Bezeichnung von Vorder- und Rückseiten von der gängigen Auffassung abweichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Ausführungen zu Funktionen der Vorder- und Rückseiten wird festgehalten, dass uns hauptsächlich aufgrund dieses spiralförmigen Verlaufs grundsätzlich eine Vielzahl der Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung steht. Danach folgt:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Ein angepasstes Zusammenspiel der Funktionen der Vorder- und Rückseiten während einer Aktivität macht es möglich, diese mit wenig Kraftaufwand und größtmöglicher Kontrolle in der Schwerkraft zu gestalten.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Formulierung macht deutlich, dass die spiralförmigen Bewegungsmuster inhaltlich eng mit diesen Gegebenheiten der funktionalen Anatomie verbunden sind.&lt;br /&gt;
==== Grundpositionen und spiralige Fortbewegung vom Liegen ins Stehen ====&lt;br /&gt;
Im Konzept „Menschliche Funktion“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 43 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden im Unterthema „5.1. Einfache Funktion: Positionen und Grundpositionen“ im zweiten Kapitel „Grundpositionen“ diese folgendermaßen hergeleitet:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Dieses Modell entstand aus der jahrzehntelangen Erforschung der spiraligen Fortbewegung vom Liegen ins Stehen. Wegleitend für die Bewegungserfahrungen und Analysen dieser Forschung waren die folgenden Fragen: Durch welche grundlegenden Positionen in Bezug auf die Gewichtsorganisation führt dieser Weg?“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Grundlage der Grundpositionen sind somit die Fortbewegung aus der Rückenlage ins Stehen in einem spiraligen Bewegungsmuster bzw. die „Haltestellen“ mit Richtungswechsel auf diesem Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend wird dieses Thema nachfolgend im Kapitel „Fortbewegung in vertikaler Richtung“ bzw. „Positionswechsel“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; wieder aufgenommen. Wie oben bereits angedeutet, wird hier der Weg, der von der Rückenlage bis zum Zweibeinstand alle Grundpositionen einschließt, mithilfe des spiraligen Bewegungsmusters genauer erläutert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir ein spiraliges Bewegungsmuster als Kombination von Drehen und Strecken gestalten, führt es von der Rücken- in die Bauchlage. Wenn wir dann das spiralige Bewegungsmuster mit einem Richtungswechsel als Kombination von Drehen und Beugen gestalten, führt es weiter ins Sitzen. Setzt man den Weg mit dem Wechsel dieser beiden Ausprägungen des spiraligen Bewegungsmuster fort, gelangt man durch alle Grundpositionen.&lt;br /&gt;
=== „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ im Buch „Kinaesthetics Infant Handling“ von Maietta und Hatch ===&lt;br /&gt;
In der Beschreibung der Bewegungsmuster im Kapitel „4.5.2. Parallele und spiralige Bewegungsmuster“, die bei jeder Aktivität dadurch entstehen, dass Haltungs- und Transportbewegungen kombiniert werden, wird die Rolle der [[Massen und Zwischenräume|Massen]] bei der Gewichtsorganisation betont: Die Bewegungsmuster &#039;&#039;„bestimmen, welche Massen oder welche Teile von Massen Gewicht tragen und welche Teile frei für Bewegungen sind“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4. S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf dieser Weise wird das Thema Bewegungsmuster auch mit dem Unterthema der [[Orientierung]] (Stichwort „Oben und unten“) verknüpft. Dies wird z. B. aus den Ausführungen unter der Überschrift „Parallele Bewegungsmuster“ deutlich:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Bei parallelen Bewegungsmustern werden viel Ressourcen der Haltungsbewegungen in einer [[#Zur Definition des Begriffs Achse|Achse]] und weniger Ressourcen der Transportbewegungen eingesetzt. Sie übertragen das Gewicht nach oben und nach unten oder um den Körper herum. In einem parallelen Bewegungsmuster sind die Rollen des Gewichttragens und der Bewegungsführung nicht besonders differenziert. Das Ergebnis: erhöhter Bedarf an Anstrengung.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Diese Zusammenhänge werden auch aus der Beschreibung unter der Überschrift „Spiralige Bewegungsmuster“ ersichtlich:&lt;br /&gt;
[[Datei:1996-ARH-IH-spiraliges-Bew-muster.png|thumb|400px|Diese Abbildung aus dem Grundkurs-Arbeitsbuch „Kinästhetik Infant Handling“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039;Kinästhetik Infant Handling. Grundkurs Arbeitsbuch. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; von 1996 wird auch im Infant-Handling-Buch (S. 102) verwendet, um das spiralige Bewegungsmuster des Kindes aus der Rücken- in die Bauchlage zu veranschaulichen.]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Spiralige Bewegungsmuster sind sowohl für uns als auch für Kinder am einfachsten auszuführen. Dabei werden abwechselnd alle Haltungs- und Transportbewegungsressourcen unseres Körpers genutzt. Dies ermöglicht uns, das Gewicht in vielen Achsen zu bewegen und über mehrere Massen zu verteilen. Auf diese Weise wird auch die spiralige Organisation einbezogen, die durch die Struktur der Muskelbefestigungen in den Extremitäten möglich ist. Spiralige Muster verlagern oder bewegen das Gewicht über die Rückseite des Körpers und lassen die vorderen Muskeln frei. Sie machen es einfach, Gewicht zu kontrollieren und sich gleichzeitig zu bewegen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wenn man sich in spiraligen Mustern bewegt, wird das Gewicht kontinuierlich zwischen allen Massen und von einem Punkt einer Masse auf einen anderen verlagert. Alle Massen, die kein Gewicht tragen, können für das Lenken der Bewegung und/oder das Manipulieren der Umgebung eingesetzt werden. Dadurch wird es auch möglich, an jedem beliebigen Punkt des Bewegungsprozesses zu stoppen und auszuruhen. Darüber hinaus sind spiralige Bewegungsmuster weniger anstrengend in der Ausführung.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4. S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Bewegungsentwicklung vor und nach der Geburt wird desgleichen in diesem Kapitel aus der Sicht der Bewegungsmuster dargestellt. Besonders lesenswert ist die Erklärung, wieso Erwachsene Babys und Kleinkinder mit parallelen Bewegungsmuster bewegen, und wieso spiralige Bewegungsmuster für die Körperstruktur der Kleinkinder geeigneter ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Häufig führen wir Interaktionen mit Babys oder Kleinkindern in parallelen Bewegungsmustern aus. Ein Grund dafür ist die Überzeugung, wir müssten Blickkontakt mit ihnen halten. Bei einem parallelen Bewegungsmuster ist dies möglich, bei spiraligen Bewegungsmustern nicht. Ein anderer Grund liegt in den Körperproportionen und dem geringen Gewicht der Kinder, deshalb heben und bewegen wir sie oft ohne ihre Beteiligung.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;[…]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die Hauptgewichte von Kindern befinden sich in Kopf, Brustkorb und Becken. […] Spiralige Bewegungsmuster nutzen alle verfügbaren Haltungs- und Transportbewegungsressourcen des Körpers. […] Das Gewicht der zentralen Massen ist über die Extremitäten organisiert und die Bewegung einfach. Die entstehenden Spannungsmuster regulieren Atmungs- und Verdauungsprozesse und organisieren das Gewicht des Körpers, so dass das Kind durch differenzierten Einsatz der Extremitäten eine Kontrolle über die Bewegung der zentralen Massen hat.  Solche Erfahrungen und die daraus resultierenden Fähigkeiten sind für die effektive Ausführung komplexer Aktivitäten notwendig.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 103 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ im Buch „Kinästhetik – Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten“ von Hatch und Maietta ===&lt;br /&gt;
Im Kapitel „3.3.3 Orientierung im Körper versus Orientierung im Raum“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4. S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind die Eigenschaften und Funktionen der Vorder- und Rückseiten der Massen beschrieben. Der Zusammenhang zwischen dem nötigen Kraftaufwand und dem Bewegungsmuster wird hier aus der Sicht der funktionalen Anatomie beleuchtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„lm Wesentlichen unterscheiden wir zwei Arten von [[Knochen und Muskeln|Muskeln]], die die Oberfläche des Körpers überziehen, nämlich die &#039;&#039;&#039;Beuger&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;Strecker&#039;&#039;&#039;. Die Beugemuskeln befinden sich an der Vorderseite jeder Körpermasse. Sie sind dick und kräftig, obwohl sie schnell ermüden. Wenn sie kontrahieren, verursachen sie, dass sich die Körpermassen nach vorne beugen. Sie stellen die Hauptkraft bereit, um die [[Massen und Zwischenräume|Massen]] zu bewegen. Die Streckmuskeln sind demgegenüber an der Rückseite jeder Masse angebracht. Sie sind dünner und ermüden weniger schnell. Kontrahieren sie, bewirken sie, dass die Körpermassen nach hinten gedehnt werden. Die wesentliche Rolle der Streckmuskeln besteht darin, die Massen in einer stabilen Position zu halten. In unseren zentralen Massen bleibt die Vorwärts- und Rückwärtsorientierung der Muskeln stets gleich. In den Extremitäten sind die Muskeln jedoch um die Glieder angeordnet, so dass die Vorderseite spiralförmig in die Rückseite übergeht. Diese spiralige Muskelstruktur unserer Extremitäten ist der Grund dafür, dass wir uns in spiraligen Mustern mit weniger Anstrengung als in parallelen bewegen können.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Gedanke wird auch in „3.4 Konzept der Menschlichen Bewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 48 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Kapitel „3.4.2 Parallel- und Spiralbewegungen“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 53 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; weitergeführt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Spiralige Bewegungsmuster sind für uns am leichtesten nachzuvollziehen. […] Solche Bewegungen nutzen auch die spiralige Organisation des Muskelsystems in den Extremitäten. Spiralbewegungen erleichtern es, Gewicht zu tragen und die Umgebung zu manipulieren. Wenn man sich spiralig bewegt, kann die Körperseite, die gerade kein Gewicht trägt, die Bewegung lenken und die Umgebung verändern. Somit ist es auch möglich, zu jedem Zeitpunkt während des Prozesses zu stoppen und dort zu verharren.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass in diesem Kapitel als Fachbegriffe Parallel- und Spiralbewegungen sowie parallele und spiralige Bewegungsmuster ohne ersichtlichen Unterschied der Bedeutung verwendet werden. Zu Beginn des Kapitels werden sie folgendermaßen hergeleitet:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die Kombination von Haltungs- und Transportbewegungen, aus denen die menschlichen Funktionen bestehen, führt entweder zu parallelen oder zu spiraligen Bewegungsmustern.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im unmittelbaren Anschluss wird dies mit den Parallelbewegungen illustriert:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Parallelbewegungen organisieren eine Gewichtsverlagerung vorwiegend nach vorn und nach hinten oder nach oben und nach unten. Haltungsbewegungen in eine Richtung dominieren bei parallelen Bewegungsmustern. Dazu wird aber eine große Anstrengung benötigt.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 53 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Textes werden parallele Bewegungsmuster als nicht sehr effiziente Möglichkeit bezeichnet, um alltägliche Aktivitäten auszuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Relevanz der Kontaktpunkte in der Interaktion mit Patienten hinsichtlich der Bewegungsmuster wird im Kapitel „Positionen und professionelle Pflege“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Wenn Sie Positionen, Kontakte und Bewegung nutzen möchten, um einer anderen Person zu helfen, bedenken Sie, dass &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;• Sie nur solche Positionen bei der Interaktion mit dem Patienten einnehmen, in denen Sie Ihre Bewegungen so einsetzen können, dass Sie ihm eine bessere Bewegungskontrolle gewähren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;• Parallele Kontakte mit der Hand und symmetrische Fußpositionen parallele Bewegungsmuster unterstützen; man kann sich durch Beugen und Strecken in der Umgebung und wie ein Zylinder drehen, außerdem vorwärts und rückwärts sowie auf und nieder bewegen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;• Asymmetrische Handkontakte, Fußbewegungen und Positionen spiralige Bewegungsmuster unterstützen; man kann sich so mit vollständiger Bewegungskontrolle in alle Richtungen bewegen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Kapitel „4.3.5 Überlegungen für die Pflege“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden weitere praxisorientierte Anwendungsaspekte der Bewegungsmuster unterstrichen und die Bedeutung der feinen Unterschiede in den Bewegungsabläufen betont. Als Beispiel soll die folgende Stelle zitiert werden. Sie trägt die Überschrift „Veränderungen des Bewegungsradius“:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Spiralbewegungen&#039;&#039;&#039; wie Drehen sind die einfachsten Bewegungsmuster für den menschlichen Körper, um sich von einer Position in eine andere zu begeben. Erinnern Sie sich daran, dass Beugung und Streckung das Körpergewicht nach unten oder nach oben transferieren (Parallelbewegungen). Die Drehung bewegt es seitlich um die Körperachse herum. Sie müssen ein Spannungsmuster schaffen, welches spiralige Bewegungen im Körper fördert, gleichzeitig aber auch das Gewicht auf mehrere unterstützenden Massen verteilt. Sie müssen jedoch nicht immer eine vollständige Spirale ausführen, um bestimmte Bewegungsressourcen nutzen zu können. Die Qualität und die Richtung einer Bewegung sind weitaus wichtiger als ihr Radius.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommentare, Auswertung und offene Fragen ===&lt;br /&gt;
==== Zur Definition des Begriffs Achse ====&lt;br /&gt;
Nicht selten wird außer Acht gelassen oder nicht zutreffend definiert, was der Begriff Achse (bzw. Dreh- oder Rotationsachse) gängig bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich die gängige Definition leicht mit der Radachse eines Wagens veranschaulichen. Die Radachse verläuft waagrecht, und die Räder drehen sich auf einer Ebene, die senkrecht zur Achse steht, um sie herum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf einen dreidimensionalen Körper wie z. B. ein Segelschiff kann zwischen den Koordinatenachsen (x, y, und z) unterschieden werden, und zwar zwischen der Längs- oder Rollachse (x), der Quer- oder Nickachse (y) und Vertikal- oder Gierachse (z) unterschieden werden. Diese Definitionen sind in der Physik und Technik, aber auch in der Medizin oder Physiotherapie relevant.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. dazu [https://de.wikipedia.org/wiki/Rotationsachse Wikipedia: Rotationsachse (Zugriff 14.03.2024)] und [https://flexikon.doccheck.com/de/K%C3%B6rperachse DocCheck Flexikon: Körperachse (Zugriff 14.03.2024)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie liegt ebenso der entsprechenden Beschreibung des parallelen Bewegungsmusters in der Kinästhetik zugrunde. Wenn wir mit dem Kopf nicken, bewegt er sich kreisförmig um eine Achse, die waagrecht im oberen Halsbereich anzusetzen ist. Wie ein Rad bewegt er sich kreisförmig auf einer Ebene, die senkrecht zu dieser Achse steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man das Aufstehen von einem Stuhl in einem parallelen Bewegungsmuster betrachtet, sind somit verschiedene parallele waagrechte Achsen im Spiel, um die sich unsere Körperteile durch Beugen und Strecken kreisförmig vor- und zurückbewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stefan Marty-Teuber, 2024-03-14)&lt;br /&gt;
== Geschichte des Fachbegriffs ==&lt;br /&gt;
=== Die Kinästhetik-Bulletins als früheste Quelle des Fachbegriffs ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Fachbegriffs ist weitverzweigt. Die früheste Quelle sind die Bulletins „Kinästhetik“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (2011): &#039;&#039;&#039; Kinästhetik Bulletin Nr. 1–24, 1980–1996. Nachdruck. Siebnen: verlag lebensqualität.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Infoblatt 4 „Kinaesthetics/Kinästhetik: Die Geschichte“ der European Kinaesthetics Association werden diese Bulletins folgendermaßen erwähnt:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Im Jahr 1980 wurde in Zürich der ‚Verein für Kinästhetik‘ gegründet mit der Absicht, alle interessierten Personen zu verbinden und eine Vereinszeitschrift zu publizieren. Diese erschien unter der Bezeichnung ‚Kinästhetik Bulletin‘ bis zum Jahr 1996 ein- bis zweimal jährlich. Im Vereinsvorstand befanden sich Personen verschiedener Berufsgruppen sowie Hatch, Maietta und Graham.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2024):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics/Kinästhetik: Die Geschichte. Infoblatt 4. Linz, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN. S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Das Thema „spiralig – parallel“ in den ersten Kinästhetik-Bulletins ===&lt;br /&gt;
==== Spiralförmige Körperstruktur und spiralige Bewegungsabläufe (2. Bulletin, 1982) ====&lt;br /&gt;
Bereits im 2. Bulletin von 1982 findet sich einerseits eine Kinästhetiklektion bzw. eine Bewegungsanleitung von Frank Hatch mit der Überschrift „Die spiralförmige Struktur des Körpers im verstreben (stossen), hängen (ziehen), sitzen (heben)“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1982):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 2. Bulletin. Januar 1982. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits schreibt Susanne Teichmann in einem Erfahrungsbericht über Gentle Dance:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„So mögen sich spiralige Bewegungsabläufe entwickeln, die dich mit vielleicht ungeahnter Leichtigkeit zu Boden und wieder nach oben führen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese zwei frühen Erwähnungen zeigen die Hauptlinien des heutigen Konzeptverständnisses in Bezug auf das Thema „spiralig/spiralförmig“: Einerseits Spiralmuster in der funktionalen Anatomie&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2023):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 30: „Der spiralförmige Verlauf von Vorder- und Rückseiten …“&amp;lt;/ref&amp;gt; und andererseits Spiralbewegungen in Bewegungsabläufen, vor allem in Positionswechseln&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36 ff.: „3.2. Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ oder auch S. 52: „Fortbewegung in vertikaler Richtung – Positionswechsel“.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
==== Sieben Grundhaltungen (-positionen) aufgrund Spiralbewegungen (11. Bulletin, 1986) ====&lt;br /&gt;
Im 11. Bulletin aus dem Jahr 1986 beschreibt Frank Hatch ausführlich die menschlichen Grundhaltungen (frühere Bezeichnung des aktuellen Fachbegriffs Grundpositionen) und den Bewegungsablauf von der ersten zur siebten Grundhaltung, indem man Spiralbewegungen mit regelmäßigem Richtungswechsel benutzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1986):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 11. Bulletin. Dezember 1986. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 13 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
==== Diagonalen – Spiralbewegungen – Kraftaufwand und spiralförmige Bewegungen in der embryonalen und frühkindlichen Entwicklung (15. Bulletin, 1988) ====&lt;br /&gt;
Ein erwähnenswerter Ursprung des spiraligen Bewegungsmusters sind die Begriffe der Diagonale und Diagonalbewegung. Rosemarie Suter erklärt im 15. Bulletin (1988) den Zusammenhang der diagonalen Verbindungen zwischen den [[Massen und Zwischenräume|Massen]], der Spiralbewegungen und des nötigen Kraftaufwandes des Bewegungsablaufes folgendermaßen: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Durch die überkreuzte Haltung wird der Rumpf stabilisiert und lässt sich nur noch als ein Stück bewegen, das in sich keine Beweglichkeit mehr hat. Halte ich hingegen das Knie auf gleicher Seite, so entsteht eine asymmetrische Verbindung zwischen Brustkorb und Beckengürtel, welche ein Verlagern bzw. Verkürzen der diagonalen Verbindung zwischen Brustkorb und Becken zulässt. Dies erlaubt eine Drehbewegung zwischen den Massen. So können sie einander in fortlaufender Art und Weise folgen, und es entsteht eine natürliche, leichte Bewegung. Diese Erfahrung hat mir auch sehr deutlich zu spüren gegeben, dass ohne Drehung keine Fortbewegung möglich ist oder nur unter erschwerten Bedingungen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Um Bewegung zu beobachten und zu analysieren, sind wir auf Kriterien angewiesen, die uns helfen, das Beobachtete einzuordnen. Diagonale Verbindungslinien sind in diesem Sinne ein geeignetes Hilfsmittel, um die Spiralbewegung durch den Körper zu verfolgen. Sie verlaufen immer zwischen zwei Massen und zwar schräg zur Körperlängsachse. Als Linien sind sie immer etwas Zweidimensionales. Die dazugehörige Bewegung jedoch ist spiralförmig und somit dreidimensional.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1988):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 15. Bulletin. Oktober 1988. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wird in dieser Ausgabe des Bulletins auf die Bedeutung von elementaren Bewegungsmustern bzw. der spiralförmigen Bewegungen aus der Sicht der embryonalen und frühkindlichen Entwicklung im Rahmen des „Touch in Parenting Programms“ von Lenny Maietta und Frank Hatch hingewiesen. Der zweite Kurs heißt „Die Bewegungen der Entwicklung]]“. Hier findet sich eine wichtiger Schritt, der in späteren Artikeln des Bulletins und in weiteren Publikationen im Rahmen des heutigen Themas „[[Bewegungsentwicklung]] – [[Entwicklungsbewegung]]“ aufgenommen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Das Thema „spiralig – parallel“ im 16. Kinästhetik-Bulletin von 1990 ===&lt;br /&gt;
Im 16. Bulletin von 1990, das eine Sonderausgabe der Kinästhetik-Bulletins war, findet sich die erste zusammenhängende Darstellung des heutigen Konzeptsystems. Begrifflich ist hier insbesondere von parallelen Bewegungsmustern noch nicht die Rede. Allerdings werden Spiralmuster im Rahmen des Themas „4.2. [[Orientierung]] im Körper“ bei der Unterscheidung von vorne und hinten erwähnt:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die Unterscheidung vorne - hinten ist bestimmt durch die Muskelfunktion.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die vorne liegende Muskulatur umfasst alle Beugemuskeln. Sie übernehmen die Aufgabe der Anpassung an die Umwelt. Zudem ist die Vorderseite weicher, offener, verletzlicher, differenzierter. Mit ihr treffen wir die Aussenwelt (z.B. mit Handflächen oder Fusssohlen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zur hinten liegenden Muskulatur gehören alle Streckmuskeln. Sie sind verantwortlich für Stabilität und Gleichgewicht. Die Hinterseite ist runder, abgeschlossener, härter, geschützter und trägt das Gewicht.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Kopf und Rumpf ist dieses Muster leicht zu erkennen. In den Extremitäten allerdings verläuft diese Trennung zwischen vorne und hinten in einem Spiralmuster. Dies ist prägend für die Art und Weise wie wir unsere Arme und Beine benutzen können.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1990):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 16. Bulletin. Januar 1990. Sonderausgabe. Dritte Auflage. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Zitat ist auch deshalb besonders erwähnenswert, weil es auf den prägenden Zusammenhang zwischen der funktionalen Anatomie und den möglichen Bewegungsmustern hinweist. Somit ist es ein klares und frühes Beispiel für die Beziehungen zwischen den Inhalten der entsprechenden Konzepte des heutigen Buchs „Kinaesthetics – Konzeptsystems“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Kapitel „4.4. Anatomischen Grundlagen“ werden im dritten Unterkapitel Transport- und Haltungsbewegungen gemeinsam mit dem regelmäßigen Wechsel der Haltungs- und Transportbewegungsebenen im Körper erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 20 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff Bewegungsmuster erscheint unter dem Kapitel „4.5. Funktion“ im dritten Unterkapitel „Fortbewegung“. Er wird direkt mit der Transport- und Haltungsbewegung bzw. den Haltungs- und Transportbewegungsebenen verbunden, die im vorausgehenden Kapitel beschrieben wurden:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„8. Haltungs- und Transportbewegung sind wesentliche Elemente der Fortbewegung. Bewegungsmuster, bei denen fortlaufend die Haltungsbewegungsebenen angesprochen werden, sind in erster Linie Fortbewegungsmuster für die Vorwärts-/Rückwärtsbewegung. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bewegungsmuster, welche fortlaufend die Transportbewegungsebenen ansprechen, erlauben, dass wir uns spiralförmig bewegen können. Spiralbewegungen entsprechen unserer Körperstruktur.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass in dieser Ausgabe des Bulletins parallele und spiralige Bewegungsmuster in ihren Grundzügen aufgezeigt, aber begrifflich noch nicht so bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
=== Das Thema „spiralig – parallel“ in weiteren Publikationen der frühen 1990er-Jahre ===&lt;br /&gt;
==== Spiralbewegungen des Fetus und die Spirale als Urmuster des Lebendigen (17. Bulletin, 1990) ====&lt;br /&gt;
Im 17. Bulletin (1990) schreibt Lenny Maietta in ihrem Artikel „Kinästhetik in der Eltern-Kind-Beziehung“ im ersten Kapitel „Fetale Bewegung und die Bewegung des Neugeborenen“ mit Verweis auf das Buch „The Beginnings of Human Life“ von Blechschmidt, dass der Fetus im Mutterleib durch spiralige Bewegungen seine Position wechselt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1988):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 17. Bulletin. September 1990. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Bulletin nimmt Irina Weber dies in ihrem Erfahrungsbericht über einen Kurs auf, den sie mit ihrem Kind besucht hat. Für sie heißt das Schlüsselwort bei Kindern mit Koliken Spiralbewegungen. Dazu führt sie aus: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die Spirale scheint ein Urmuster des Lebendigen zu sein; die Struktur der Lendenwirbelsäule erlaubt spiralige Bewegungen. Die DNS ist z.B. nach diesem Muster aufgebaut, der Fetus macht in der Gebärmutter fast pausenlos Spiralbewegungen. Nach der Geburt ist es nicht mehr imstande, solche Bewegungen selbst auszuführen, da der Rückhalt der Gebärmutter fehlt.”&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 10 (12).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
==== Zwei- und dreidimensionale Bewegungen, ihre Achsen, Beugen – Strecken – Drehen (Grundkurs-Arbeitsbuch, 1991)====&lt;br /&gt;
Im Arbeitsbuch „Grundkurs: Kinästhetik in der Krankenpflege“ von 1991 (verfasst von Lenny Maietta und Frank Hatch, übersetzt von Ina Citron) wird das Thema der heutigen Bewegungsmuster im zweiten Teil unter dem Kapitel „Menschliche Bewegung“ aufgeführt. Es wird unterschieden zwischen zweidimensionaler und dreidimensionaler Bewegung, basierend auf der Zahl der [[#Zur Definition des Begriffs Achse|Achsen]], um die herum die Rotation der Bewegung geschieht:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„&#039;&#039;&#039; Zweidimensionale Bewegung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;entsteht durch Vorwärtsbeugen oder Rückwärtsstrecken und ist Rotation um eine Achse. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Dreidimensionale Bewegung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;entsteht durch Drehen-Beugen oder Drehen-Strecken und ist kombinierte Rotation um zwei Achsen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (1991):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Krankenpflege. Arbeitsbuch. Grundkurs. Übersetzt von Ina Citron. Santa Fé: Maietta-Hatch-Inc. Ohne ISBN. S. II.3. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der dritten Auflage dieses Arbeitsbuches wird die offensichtliche Fehlbeschreibung „um zwei Achsen“ durch „auf verschiedenen Achsen“ korrigiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass sich nachfolgend als Bewegungsanleitung unter der Überschrift „Aktivitäten“ die Aufforderung findet, &#039;&#039;„mit Hilfe des spiraligen Bewegungsmusters“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. II.11&amp;lt;/ref&amp;gt; aufzustehen, und unter der Überschrift „Rückblick“ zweimal der Begriff Spiralbewegung&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. II.13 und II.14&amp;lt;/ref&amp;gt; verwendet wird. Desgleichen wird im Artikel „Frösche oder Patienten bewegen?“, der diesen Teil abschließt, von der Problematik gesprochen, den Körper parallel zu benutzen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. II.18&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
==== Zweidimensionallineare und dreidimensionalspiralige Muster aus der Integration von Haltungs- und Transportbewegung (20. Bulletin, 1993) ====&lt;br /&gt;
Mit der Zeit und wahrscheinlich nach vielen Beschreibungen entsprechender Bewegungserfahrungen zeichnete sich die fachsprachliche Beschreibung der Bewegungsmuster immer klarer ab. Im 20. Kinästhetik-Bulletin (1993) wird der Unterschied zwischen grundsätzlichen Bewegungsarten bzw. Mustern und Haltungs- und Transportbewegungen von Lenny Maietta in ihrem Artikel „Bewegung und Funktion“ (übersetzt von Ina Citron) erklärt und betont:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Im menschlichen Körper ist Bewegung erfahrbar, die in eine Richtung geht (die auf einer [[#Zur Definition des Begriffs Achse|Achse]] geschieht), und Bewegung, die in mehr als eine Richtung geht (auf vielen Achsen geschieht). In einer sehr allgemeinen Betrachtung assoziiert man &#039;&#039;&#039;einachsige Bewegung&#039;&#039;&#039; mit &#039;&#039;&#039;[[Massen und Zwischenräume|Massen]]&#039;&#039;&#039;. &#039;&#039;&#039;Vielachsige Bewegung&#039;&#039;&#039; wird durch die &#039;&#039;&#039;[[Massen und Zwischenräume|Zwischenräume]]&#039;&#039;&#039; zwischen den Massen ermöglicht. Die Körperebenen, auf denen diese beiden Bewegungsarten möglich sind, erscheinen als wechselndes Muster im gesamten Skelett. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;[…]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auch Bewegung am Ort besteht aus der Integration von &#039;&#039;&#039;Haltungsbewegung&#039;&#039;&#039; (Bewegung in eine Richtung) und &#039;&#039;&#039;Transportbewegung&#039;&#039;&#039; (Bewegung in viele Richtungen), wie es der Fall bei jeder menschlichen Funktion ist. Bei der Durchführung von Bewegung am Ort bewegt sich eine Person entweder in &#039;&#039;&#039;zweidimensionallinearen Mustern&#039;&#039;&#039; oder in &#039;&#039;&#039;dreidimensionalspiraligen Mustern&#039;&#039;&#039;. Für den Menschen ist es schwieriger, sich in gradlinigen Wegen zu bewegen, als in spiraligen Mustern. Der Grund dafür liegt in der natürlichen Neigung der Körperteile, sich zu drehen, sobald beide Bewegungsformen (Haltungs- und Transportbewegung) kombiniert werden. Bewegt sich [der] Mensch auf linearen Wegen, muß er seine Körperteile gegen ihre natürliche Tendenz stabilisieren. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;[…]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auch Fortbewegung entsteht, wie jede andere menschliche Funktion, aus der Integration von Haltungs- und Transportbewegung. Auch Fortbewegung kann entweder in zweidimensionallinearen Wegen oder in dreidimensionalspiraligen Mustern ausgeführt werden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1993):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 20. Bulletin. Januar 1993. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 11 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Das Zitat geht von der Haltungs- (in eine Richtung) und Transportbewegung (in viele Richtungen) aus. Diese beiden Bewegungsarten werden durch die Haltungs- und Transportbewegungsebenen möglich, die in einem abwechselnden Muster im ganzen Körper auftreten. Aus der funktionalen Integration der beiden Bewegungsarten entstehen Muster, die hier als „zweidimensionallinear“ oder einfach „linear“, „gradlinig“ oder als „dreidimensionalspiralig“ oder einfach „spiralig“ bezeichnet werden. Erstere sind „schwieriger“, weil sie Stabilisierung erfordern, zweitere „natürlicher“, was wahrscheinlich Bezug auf die embryonale Bewegung (oder die spiralige Anordnung von Vorder- und Rückseiten) nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Zitat ist die Suche nach passenden Begrifflichkeiten, um die Bewegungserfahrungen von parallelen oder spiraligen Bewegungsmustern im Zusammenhang mit anderen Themen zu beschreiben, gut erkennbar. Kinästhetik ist und war immer auch fachsprachliche Entwicklung; zu den heutzutage benutzten Fachbegriffen führte ein langer Forschungsprozess, der immer noch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden Zitat aus dem gleichen Bulletin wird dieser Klärungsprozess explizit dargestellt. Hier definiert Lenny Maietta den Unterschied zwischen Bewegungsabläufen und Haltungs- und Transportbewegungen in ihrem Artikel „Bewegung und Fortbewegung – Zwei unverwechselbare Erscheinungen“. Wieder zeigt sich die Art und Weise, wie das aktuelle Konzeptverständnis der Kinästhetik entwickelt wurde. Zu der Erfahrung passende Fachbegriffe zu suchen, war und ist eine fortlaufende Forschungsarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesem Aspekt erfolgt hier eine andere bemerkenswerte Erklärung: Sie betrifft den Zusammenhang zwischen dem benötigten Kraftaufwand der Bewegungsmuster und dem abwechselnden Muster der Haltungs- und Transportbewegungsebenen im Körper.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Unter den Personen, die an Kinästhetikkursen und Ausbildungsprogrammen teilnehmen oder teilgenommen haben, gibt es immer wieder eine auffällige Verwechslung: Sie beschreiben die verschiedenen Bewegungsabläufe der Fortbewegung mit den Begriffen ‚Haltungs- und Transportbewegung‘. Haltungs- und Transportbewegung im menschlichen Körper sind die Voraussetzungen der Fortbewegung. Trotzdem können diese Begriffe nicht die verschiedenen Bewegungsabläufe beschreiben. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Fortbewegung geschieht entweder durch einen zweidimensionalen linearen Bewegungsablauf oder durch einen dreidimensionalen spiraligen (kurvenlinearen) Bewegungsablauf.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;[…]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Sich mit zweidimensional-linearem Bewegungsablauf fortzubewegen, ist ein schwieriges Kunststück, da die Durchführende alle ‚gerundeten‘ Massen des Körpers in Drehbewegung halten muß. In dem hier aufgezeigten zweidimensionalen linearen Bewegungsablauf wandert die Bewegung um eine horizontale Achse. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;[…]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Sich mit dreidimensional-spiraligem Bewegungsablauf fortzubewegen ist für Menschen einfach. Es benötigt nur das Verfolgen der natürlichen Tendenz der Massen des Körpers, die sich schrittweise nacheinander in den Drehablauf einbeziehen. Diese Tendenz entsteht durch das abwechselnde Muster zwischen Haltungs- und Transportbewegungsebenen im Körper. In dem hier aufgezeigten dreidimensionalen spiraligen Bewegungsablauf wandert die Bewegung in einer Spirale und zieht jede [[Massen und Zwischenräume|Masse]] nacheinander in den Bewegungsablauf ein. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Zusammenfassung: Die Absicht dieses Artikels ist die Unterscheidung zwischen Haltungs- und Transportbewegung und den Bewegungsabläufen der Fortbewegung (zweidimensional-linear, dreidimensional-spiralig). Haltung und Transport bezieht sich auf die Bewegungsebenen mit einer Achse bzw. die Bewegungsebenen mit vielen Achsen, die in einem abwechselnden Muster im Körper zu finden sind. Diese Begriffe können Fortbewegung nicht beschreiben. Fortbewegung bezieht immer alle Bewegungsebenen des Körpers ein, geschieht aber entweder auf einem zweidimensionalen linearen oder einem dreidimensionalen spiraligen Weg.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 53 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
====Parallele Bewegungsmuster (Beugen oder Strecken) – spiralige (Drehen-Strecken oder Drehen-Beugen) und Bewegungsentwicklung (22. Bulletin, 1994)====&lt;br /&gt;
Der Zusammenhang zwischen Bewegungsmustern und [[Bewegungsentwicklung]] wird im Artikel „Entwicklungsförderung durch [[Interaktion]]“ von Ina Citron in der 22. Ausgabe des Bulletins (1994) nochmals deutlicher aufgezeigt. Sie schreibt, dass spiralige Bewegungen den strukturellen Bedingungen des menschlichen Bewegungsapparats folgen und die einfachsten Muster seien. Deshalb sei dieses Muster für die Interaktion mit Babys und Kleinkindern besonders geeignet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„In der Bewegung von Kindern wird man sicherlich erst im Vorschulalter die Fähigkeit beobachten, Bewegungen ohne Drehung, also nur durch Beugen oder Strecken auszuführen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Gegensatz dazu kann man in den Bewegungsmustern von Erwachsenen häufig beobachten, daß spiralige Bewegungsmuster in großen Körperbewegungen überhaupt nicht mehr vorkommen, sondern das Positionswechsel (beispielsweise vom Sitzen zum Stehen) ausschließlich durch parallele Bewegungsmuster (durch Beugen oder Strecken) durchgeführt werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Bewegungsinteraktion mit Kindern sollte möglichst immer durch Drehen-Strecken oder Drehen-Beugen ausgeführt werden. Dies unterstützt die natürlichen Bewegungsmuster des Kindes, die es eigenständig entdecken und entwickeln kann […]“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1993):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Bulletin Nr. 22. Juli 1994. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In diesem Artikel listet Ina Citron das &#039;&#039;„Wissen und die Erfahrungsmöglichkeiten“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Kinästhetik in 6 Themengruppen auf. Sie entsprechen den heutigen Konzepten des Konzeptsystems, werden aber zu dieser Zeit noch nicht so bezeichnet. Das dritte Thema dieser Liste heißt „Menschliche Bewegung“. Die oben aufgeführten Zitate stammen aus diesem Textabschnitt. Bemerkenswert ist, dass hier bereits das aktuelle Fachbegriffspaar der parallelen und spiraligen Bewegungsmuster verwendet wird.&lt;br /&gt;
==== Parallele und spiralige Bewegungsmuster (Kinästhetik in der Pflege-Grundkurs, Kurzdarstellung, 1994) ====&lt;br /&gt;
In dieser internen Kurzdarstellung für GrundkurstrainerInnen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny (1994):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege-Grundkurs - Kurzdarstellung. Übersetzt von Ina Citron. USA: Maietta-Hatch, Inc. Ohne ISBN.&amp;lt;/ref&amp;gt; unterteilt sich das dritte Thema „Menschliche Bewegung“ in die folgenden Unterthemen:&lt;br /&gt;
* A. Parallele und spiralige Bewegungsmuster&lt;br /&gt;
* B. Haltungsbewegung und Transportbewegung&lt;br /&gt;
* C. Spiralbewegung&lt;br /&gt;
Unter der Überschrift „Rückblick“ erfolgt hier insbesondere eine Erklärung, wie der Begriff „parallel“ im Zusammenhang mit den Bewegungsmustern verstanden werden kann.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Bei parallelen Bewegungsmuster wird das Gewicht auf beiden Körperseiten getragen und beide Körperseiten bewegen sich synchron und gleichzeitig. Auch führen beide Körperseiten gleichzeitig die ausgeführte Bewegung. Zwei Aufgaben gleichzeitig auszuführen ist eine schwierige Angelegenheit. […] Werden spiralige Bewegungsmuster ausgeführt, ist das Gewicht fließend. Es bewegt sich von einem Körperteil (Masse) zu einem anderen. Andere Körperteile (Massen), die kein Gewicht tragen, führen die Bewegung. Spiralbewegung vermittelt dem Bewegenden mehr Kontrolle. Sie verursachen im Körper weniger Stress – sie sind für unsere [[Knochen und Muskeln]] einfacher.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Unterthema „Spiralbewegungen“ dieser internen Kurzdarstellung geht es um eine Einführung, wie spiralige Bewegungsmuster durch Drehen und Beugen oder Drehen und Strecken erfahrbar gemacht werden können.&lt;br /&gt;
==== Bewegungsmuster aus der Kombination von Haltungs- und Transportbewegung, Anstrengung, Beugen und Drehen oder Strecken und Drehen (Grundkurs-Arbeitsbücher, 1996) ====&lt;br /&gt;
In den Arbeitsbüchern von 1996 wird im zweiten Teil das dritte Thema „Menschliche Bewegung“ in neuer Form dargestellt. Vor dem Stichwort „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege. Grundkurs-Arbeitsbuch. Zeichnungen: Ansgar Schürenberg. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. S. 23 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039;Kinästhetik Infant Handling. Grundkurs Arbeitsbuch. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. S. 29 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird das Thema „Haltung- und Transportbewegungen“ eingeführt. Es wird als Basis der Erklärung der Bewegungsmuster verwendet. Nennenswert ist in den folgenden Ausführungen, dass auch die [[Bewegungselemente]] Zeit, Raum und Anstrengung als ausschlaggebende Faktoren der Bewegungsmuster erwähnt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1996-GK-ARH-Haltung-Transportbew.png|thumb|150px|rechts|Die Abbildung&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege. Grundkurs-Arbeitsbuch. Zeichnungen: Ansgar Schürenberg. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die Haltungs- bzw. Transportbewegung in bzw. zwischen den Massen.]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Mit der &#039;&#039;&#039;Haltungsbewegung&#039;&#039;&#039; überträgst Du die Bewegung von einer [[Massen und Zwischenräume|Masse]] zur andern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit der &#039;&#039;&#039;Transportbewegung&#039;&#039;&#039; erhältst Du den notwendigen Spielraum zwischen Deinen Massen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Parallele und spiralige Bewegungsmuster sind eine Kombination von Haltungs- und Transportbewegung. Bewegungsmuster entstehen durch die unterschiedliche Gestaltung von Zeit, Raum und Anstrengung in Haltungs- und Transportbewegung. Parallele Bewegungsmuster benötigen meist etwas mehr Anstrengung als die spiraligen und erfordern von den Pflegenden differenziertere Bewegungs- und Handlingfähigkeiten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das einfachste Muster zwischen Haltungsbewegung und Transportbewegung kannst Du bei der Betrachtung der menschlichen Anatomie als [[Massen und Zwischenräume]] entdecken.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Spiralige Bewegungen&#039;&#039;&#039; entstehen durch Kombination von Haltungsbewegung mit Transportbewegung in horizontaler und vertikaler Richtung, wie Beugen und Drehen oder Strecken und Drehen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 24 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
In diesen früheren Arbeitsbüchern findet man unter dem zweiten Thema „Funktionale Anatomie“ je eine interessante Darstellung unter dem Stichwort „Massen stapeln“. Sie kann als Illustration des parallelen Bewegungsmusters betrachtet werden. Im Grundkurs-Arbeitsbuch „Kinästhetik Infant Handling“ wird sie folgendermaßen erläutert:&lt;br /&gt;
[[Datei:1996-GK-IH-ARH-parallel-Aufstehen.png|thumb|400px|links|Die Abbildung aus dem Infant-Handling Arbeitsbuch von 1996 (S. 24) kann als Veranschaulichung eines mehrheitlich parallelen Bewegungsmusters beim Weg von der Rückenlage in den Zweibeinstand betrachtet werden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Es gibt viele Möglichkeiten aufzustehen. Eine Art und Weise, die hilft, den Gewichtstransfer im Körper zu verstehen, zeigt die Skizze. Haben Erwachsene, Kinder oder Kleinstkinder die Absicht aufzustehen, müssen sie ihr Gewicht immer tiefer im Körper bis auf die Füsse bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== „Bewegungsmuster“ im Buch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege/Pflege“ von Hatch, Maietta und Schmidt ===&lt;br /&gt;
==== Bedeutung der Publikation ====&lt;br /&gt;
Dieses Buch ist die erste zusammenhängende öffentliche Darstellung der Kinästhetik und deshalb ein Meilenstein der Entwicklung des Fachgebiets. Wie im Titel ausgedrückt, legt es den Fokus auf das Anwendungsfeld der Pflege und die Interaktionen durch Berührung und Bewegung, die in jeder Unterstützungssituation als Kernaufgabe stattfinden. Es enthält Geleitworte der deutschen Pflegewissenschaftlerin Christel Bienstein und der Pflegepionierin Sr. Liliane Juchli. Die erste bis dritte Auflage erschien in den Jahren 1992, 1993 und 1994; im Jahr 1996 wurde eine vierte, überarbeitete Auflage publiziert. In dieser wurde im Titel „Krankenpflege“ durch „Pflege“ ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch enthält die folgenden sieben bzw. acht Hauptkapitel:&lt;br /&gt;
* Kinästhetik in der Krankenpflege&lt;br /&gt;
* Interaktion und Pflegeprozess&lt;br /&gt;
* Funktionale Anatomie&lt;br /&gt;
* Menschliche Bewegung (nur 1996)&lt;br /&gt;
* Bewegung und Funktion (1996: Menschliche Funktion)&lt;br /&gt;
* Anstrengung (1996: Anstrengungsarten)&lt;br /&gt;
* Gestaltung der Umgebung&lt;br /&gt;
* Anwendungsmöglichkeiten in der Pflege&lt;br /&gt;
Wie leicht ersichtlich wird, zeichnet sich hier das heutige Konzeptsystem mit seinen Unterthemen ab. &lt;br /&gt;
==== Das Thema der heutigen parallelen und spiraligen Bewegungsmuster ====&lt;br /&gt;
In den ersten Auflagen erscheint das Thema der heutigen parallelen und spiraligen Bewegungsmuster im vierten Kapitel „Bewegung und Funktion“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1992):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege. 1. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5. S. 67 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Unter der Überschrift „[[Stabil und instabil|Stabile]] Massen, [[Stabil und instabil|instabile]] Zwischenräume“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; folgen mit den damals gebräuchlichen Fachbegriffen (vgl. oben) die Unterkapitel „Zweidimensionale Bewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; und „Dreidimensionale Bewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich werden diese Bewegungen an das Thema der [[Massen und Zwischenräume]] angeschlossen: Es geht um die zweidimensionale bzw. dreidimensionale Nutzung der Bewegungsmöglichkeiten der Zwischenräume. Letzteres wird ausführlicher charakterisiert:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Werden die Bewegungsmöglichkeiten der Zwischenräume dreidimensional genutzt, wird die Funktion leichter und wirkungsvoller. Die Bewegung benötigt noch weniger Kraftaufwand. Sie ist kontrollierter und läßt sich jederzeit umkehren, ohne daß der Kraftaufwand erhöht werden muß. Durch die dritte Dimension wird die Bewegung im Körper spiralig.“ &#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 70 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[[Datei: 1992-Hatch-Maietta-Schmidt-spiralig-Aufstehen.png|250px|thumb|rechts|Die Abbildung aus der ersten Auflage von 1992 (S. 71) veranschaulicht die danebenstehende Bewegungsanleitung des Buches. In dieser wird zweimal das Stichwort „spiralig“ verwendet, die entsprechende Überschrift lautet aber „Dreidimensionale Bewegung“.]]&lt;br /&gt;
Beide Bewegungen werden unter der Überschrift „Erfahrung am eigenen Körper“ mit je einer Bewegungsanleitung zum Aufstehen von einem Stuhl veranschaulicht. Bei der Anleitung der dreidimensionalen Bewegung (vgl. Abbildung) wird das Stichwort „spiralig“ zweimal verwendet; bei der zweidimensionalen Bewegung fehlt das Stichwort „parallel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine interessante Entwicklung zeigt die überarbeitete Auflage von 1996&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege. Übersetzung: Ina Citron. 4., überarbeitete Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im vierten Kapitel, das neu mit „Menschliche Bewegung“ überschrieben wird, folgt unter der Überschrift „Stabile Massen, instabile Zwischenräume“ der gleiche Text wie in den vorangehenden Ausgaben. Allerdings wird nach den ersten zwei Zeilen eine untergeordnete Überschrift „Stabile und instabile Bewegungen“ eingeschoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der gleichen Ebene wie „Stabile Massen, instabile Zwischenräume“ folgt neu die Überschrift „Bewegungsmuster“ mit den beiden Unterkapiteln „Parallele Muster“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; und „Spiralige Muster“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der beschreibende Text ist weitgehend identisch, wobei „zweidimensional“ bzw. „dreidimensional“ der vorangehenden Auflagen konsequent mit „parallel“ bzw. „spiralig“ ersetzt werden. Hier erfolgt somit ein entscheidender Schritt in die Richtung der heutigen Fachbegriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf eine weitere Bewegungsanleitung zum spiraligen Bewegungsmuster soll hingewiesen werden. Sie wird durch eine Zeichnung gut illustriert wird (vgl. Abbildung) und folgendermaßen eingeleitet:&lt;br /&gt;
[[Datei:1996-Hatch-Maietta-Schmidt-spiralig-Rücken-Bauch.png|thumb|150px|links|Illustration&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; des spiraligen Bewegungsmusters von Rücken- zu Bauchlage.]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Durch die folgende Aktivität können Sie die spiralige Bewegungsmöglichkeit jeder Masse und ihre spezifische Auswirkung auf die Bewegung im Körper erfahren:“ &amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass „Bewegungsmuster“ im beschreibenden Text vorkommt, aber neben „Muster“, „Bewegung“, „Bewegungsmöglichkeit“ oder „Bewegungsform“ und somit noch nicht als einschlägiger Fachbegriff. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso ist zu erwähnen, dass in allen Auflagen des Buches die dreidimensionale Bewegung bzw. das spiralige Muster bei der weiter hinten folgenden Behandlung der Grundpositionen wieder aufgenommen wird&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992), S. 84 bzw. ebd. (1996), S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1996-Hatch-Maietta-Schmidt-Haltungs-Transportbew.png|thumb|150px|links|Mit einem Scharnier und einem Mörser werden die möglichen Richtungen der Haltungs- und Transportbewegung veranschaulicht&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;.]]&lt;br /&gt;
Hingegen wird das Thema der Haltungs- und Transportbewegung erst in der Auflage von 1996 eingeführt&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. Abbildung). Es wird aber noch nicht – wie in den [[#Bewegungsmuster aus der Kombination von Haltungs- und Transportbewegung, Anstrengung, Beugen und Drehen oder Strecken und Drehen (Grundkurs-Arbeitsbücher, 1996)|Arbeitsbüchern aus dem gleichen Jahr]] und in der nachfolgenden Zeit – zur Definition der Bewegungsmuster im Sinn der Kombination von Haltungs- und Transportbewegung verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist auch vor dem Hintergrund erstaunlich, dass Lenny Maietta im 20. Kinästhetik-Bulletin von 1993 in ihrem Artikel „[[#Zweidimensionallineare und dreidimensionalspiralige Muster aus der Integration von Haltungs- und Transportbewegung (20. Bulletin, 1993)|Bewegung und Fortbewegung – Zwei unverwechselbare Erscheinungen]]“ Haltung- und Transportbewegung als Voraussetzung für zweidimensional-lineare bzw. dreidimensional-spiralige Bewegungsabläufe bezeichnet. Hier zeigt sich wieder die Suche dieser Zeit nach den passenden Begriffen und Beschreibungen der Zusammenhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert sind die Gedanken, die in allen Auflagen des Buches die zweidimensionale Bewegung bzw. das parallele Muster auf einer allgemeinen Ebene einleiten. Sie verdeutlichen den Einfluss unserer Umgebung auf unsere Bewegungsmuster:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„In den industrialisierten Gesellschaften leben Menschen hauptsächlich in einer Umgebung, die durch ebene Flächen, gerade Linien und rechte Winkel gestaltet ist. In der Architektur sind rechte Winkel dominant, Straßen und Plätze sind betoniert, Gebrauchsmöbel bestehen in der Regel aus geometrischen Formen. Diese technische Gestaltung der Umgebung fördert die Bewegung des Menschen in zwei Dimensionen (1996: Diese Gestaltung trägt dazu bei, daß Menschen sich in geraden Linien bewegen): Die Massen des Körpers bewegen sich nacheinander vorwärts oder rückwärts und werden regelrecht aufgestapelt, dabei werden die Bewegungsmöglichkeiten der Zwischenräume nur zweidimensional genutzt (1996: …, dabei werden die Bewegungsmöglichkeiten begrenzt). Das Aufstehen von einem Stuhl ist ein gutes Beispiel dafür.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992 und 1996), S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich etabliert ist zu dieser Zeit die spiralige Anordnung der Vorder- und Rückseiten bei den Extremitäten. Die entsprechenden Hinweise erfolgen im dritten Kapitel „Funktionale Anatomie“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992 und 1996), S. 39 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Unterthema „Orientierung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992 und 1996), S. 50 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Unter der Überschrift „Vorder- und Rückseiten an den Extremitäten“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992 und 1996), S. 59 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden in den entsprechenden Bewegungsanleitungen die Hinweise gemacht, dass bei den Armen und bei den Beinen die Vorder- und Rückseiten spiralig um deren Längsachsen verlaufen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992 und 1996), S. 59 und 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
=== Kommentare, Auswertung und offene Fragen ===&lt;br /&gt;
==== Zur Definition und Erfahrbarkeit der Bewegungsmuster ====&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Fachbegriffs der parallelen und spiraligen Bewegungsmuster zeigt eindeutig, dass „spiralig” als Fachbegriff viel früher und in mehr Kontexten als „parallel” auftauchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiralige Eigenschaften sind in der Struktur und im funktionellen Aufbau unserer Anatomie (vor allem in den Extremitäten) sehr gut erfahrbar. Spiralbewegungen sind sowohl innerhalb der Massen als auch zwischen benachbarten Massen und in der Ganzkörperbewegung eindeutig nachvollziehbar und somit auch im Kleinen fein wahrnehmbar (vgl. das Thema innerer Raum bei den Bewegungselementen, die Bewegungsmöglichkeiten der Zwischenräume, die Vorder- und Rückseiten der Massen, die Transport- und Haltungsbewegungsebenen oder auch die Transportbewegungen im Konzept „Menschliche Bewegung“). Beim Thema der Fortbewegung in vertikaler Richtung ist das spiralige Bewegungsmuster von Anfang an ein wichtiger Aspekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „parallele Bewegungsmuster” hingegen wurde erst im Lauf der 1990-er-Jahre Teil der kinästhetischen Fachsprache, und seine Definition und Erfahrbarkeit sind auch nicht so eindeutig wie beim spiraligen Bewegungsmuster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parallelität des Bewegungsmusters wird in der [[#Parallele und spiralige Bewegungsmuster (Kinästhetik in der Pflege-Grundkurs, Kurzdarstellung, 1994)|Kurzdarstellung des Pflege-Grundkurses von 1994]] durch das Tragen des Gewichts mit beiden Körperseiten, durch die synchrone Gleichzeitigkeit ihrer Bewegung und durch ihr gleichzeitiges Führen erklärt. In anderen frühen Publikationen wird der Begriff kaum explizit erläutert. Als Anknüpfungspunkt kann man die Parallelität in linearen Bewegungsrichtungen um eine Achse vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Praxisbuch Kinaesthetics“ von Maren Asmussen findet sich unter der Überschrift „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ eine Erklärung, die an die vorangehend zitierte Stelle anschließt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Bei parallelen Bewegungsmustern führen die rechte und die linke Körperhälfte die gleichen Bewegungen durch.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Asmussen-Clausen, Maren (2009):&#039;&#039;&#039; Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8. S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ hingegen ist explizit von [[#Parallele Bewegungsmuster|parallelen Achsen]] die Rede. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritte Definition des parallelen Bewegungsmusters findet man in den Büchern „[[#„Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ im Buch „Kinästhetik – Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten“ von Hatch und Maietta| Kinästhetik – Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten]]“ und „[[#„Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ im Buch „Kinaesthetics Infant Handling“ von Maietta und Hatch|Kinaesthetics Infant Handling]]“ von Maietta und Hatch die Aussagen, dass bei diesem vorwiegend eine Gewichtsverlagerung nach oben und nach unten oder nach vorne und nach hinten erfolgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Definitionen stellt sich die berechtigte Frage, welche Richtung in einer einzelnen Masse wie dem Arm oder zwischen Arm und Brustkorb dem parallelen Bewegungsmuster entsprechen würde. Aufgrund der Struktur unserer Anatomie ist es auch fraglich, ob wir reine parallele Bewegungen/Bewegungsmuster überhaupt ausführen können. Es scheint deshalb angebracht, insbesondere das parallele Bewegungsmuster nur als Modell für die Wahrnehmung und Erfahrbarkeit der Ganzkörperbewegung – in der sich die Massen eher parallel bewegen – zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Mária Pfemeter, 2024-04-10)&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stabil und instabil]]&lt;br /&gt;
* [[Orientierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Begriff ==&lt;br /&gt;
=== Bedeutungsüberblick ===&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutungen der Begriffe der Begriffe nach dem „Duden Online-Wörterbuch“ ====&lt;br /&gt;
Nach dem „Duden Online-Wörterbuch“ hat &#039;&#039;&#039;parallel&#039;&#039;&#039; folgende Bedeutungen: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erstbedeutung lautet „in gleicher Richtung und in gleichem Abstand neben etwas anderem verlaufend, an allen Stellen in gleichem Abstand nebeneinander [befindlich]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zweitbedeutung lautet „gleichzeitig in gleicher, ähnlicher Weise neben etwas anderem [vorhanden, erfolgend, geschehend]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Synonyme sind „gleich gerichtet, gleichlaufend, in der gleichen Richtung, nebeneinander“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeführt wird zusätzlich eine weitere fachsprachliche Bedeutung (Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Duden Online-Wörterbuch hat &#039;&#039;&#039;spiralig&#039;&#039;&#039; folgende Bedeutungen: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bedeutung lautet „spiralförmig; in Spiralwindungen verlaufend“. Es werden keine Synonyme sind angegeben. Zu „Spirale“ wird als Erstbedeutung „a. sich um eine Achse windende Linie“ und „b. gekrümmte Linie, die in immer weiter werdenden Windungen um einen festen Punkt läuft“ angegeben, als Zweitbedeutung „a. spiralförmiger Gegenstand, spiraliges Gebilde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem „Duden Online-Wörterbuch“ hat &#039;&#039;&#039;Muster&#039;&#039;&#039; folgende Bedeutungen: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erstbedeutung lautet „Vorlage, Zeichnung, nach der etwas hergestellt, gemacht wird“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zweitbedeutung lautet „etwas in seiner Art Vollkommenes, nachahmenswertes, beispielhaftes Vorbild in Bezug auf etwas Bestimmtes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drittbedeutung lautet „aus der Kombination von einzelnen Motiven bestehende [regelmäßige], sich wiederholende, flächige Verzierung, Zeichnung auf Papier, Stoff o. Ä.“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Viertbedeutung lautet „kleines Stück, kleine Menge einer Ware, an der man die Beschaffenheit des Ganzen erkennen kann“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als hauptsächliche Synonyme werden „Archetyp, Entwurf, Modell, Plan“ angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Verwendung als kinästhetischer Fachbegriff ====&lt;br /&gt;
Das Fachbegriffspaar „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ beginnt sich ab 1994 durchzusetzen. Schon im Jahr 1982 findet sich ein Hinweis auf die spiralförmige Körperstruktur und damit verbundene Bewegungsabläufe, die sich durch Leichtigkeit auszeichnen. Aus dem Jahr 1986 stammt ein Hinweis auf den Zusammenhang zwischen den heutigen Grundpositionen und dem Weg vom Liegen ins Stehen mit Spiralbewegungen. Schließlich findet sich im Jahr 1988 ein erster Hinweis auf die Bedeutung der spiralförmigen Bewegung für die embryonale und frühkindliche Entwicklung. In den frühen 1990er-Jahren etabliert sich die fachsprachliche Beschreibung des spiraligen Bewegungsmuster durch Drehen und Beugen oder Drehen und Strecken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die beiden Bewegungsmuster zu unterscheiden, werden Begriffe wie zweidimensional, linear, einachsig für parallele Bewegungsmuster, Begriffe wie dreidimensional, spiralig, vielachsig für spiralige Bewegungsmuster verwendet. In der gleichen Zeit entwickelt sich die heutige fachsprachliche Beschreibung, dass die Kombination von Haltungs- und Transportbewegungen zu den beiden Bewegungsmustern führt. Von Beginn weg finden sich Hinweise, dass parallele Bewegungsmuster im Vergleich mit spiraligen anspruchsvoller bzw. anstrengender sind. Letztere erlauben eine leichtere Kontrolle der Bewegung, die auch jederzeit mit wenig Kraftaufwand angehalten oder umgekehrt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kinästhetischer Fachbegriff wird „Parallele und spiralige Bewegungsmuster&amp;quot; ausgehend von den gemeinsprachlichen Bedeutungen spezifisch definiert verwendet. &lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Nach dem Duden Herkunftswörterbuch wurde das Wort &#039;&#039;&#039;parallel&#039;&#039;&#039; im 16. Jahrhundert als mathematischer Fachbegriff aus lateinisch &#039;&#039;parallelus&#039;&#039; entlehnt, beides mit der Bedeutung „in gleichem Abstand nebeneinanderverlaufend, gleichlaufend“. Das lateinische Wort geht auf griechisch &#039;&#039;par-állelos&#039;&#039; zurück. Dieses ist eine Wortbildung aus &#039;&#039;pará&#039;&#039; mit der Bedeutung „neben, neben – hin, entlang“ und &#039;&#039;állos&#039;&#039; mit der Bedeutung „ein anderer“ bzw. &#039;&#039;allélon&#039;&#039; „einander“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ableitungen sind „Parallele“ und „parallelisieren“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Duden Herkunftswörterbuch ist das Wort &#039;&#039;&#039;Spirale&#039;&#039;&#039; eine Neubildung des 18. Jahrhunderts mit der Bedeutung „ebene Kurve, die in unendlich vielen, immer weiter werdenden Windungen einen festen Punkt umläuft; Uhrfeder“. Sie geht zurück auf mittellateinisch &#039;&#039;spirális&#039;&#039; schneckenförmig sich windend“, eine Adjektivbildung zu lateinisch &#039;&#039;spira&#039;&#039; „gewundene Linie, in Schneckenlinie gewundener Körper“, das wiederum auf griechisch &#039;&#039;speira&#039;&#039; „Windung, Spirale“ zurückgeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft des Wortes &#039;&#039;&#039;Muster&#039;&#039;&#039; gibt der Artikel „[[Medium:Wörterwurzeln-03-2013-Muster.pdf|Muster: Von der Minne zum Monster]]“ aus der Zeitschrift „lebensqualität“ (03/2013) Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Parallele_und_spiralige_Bewegungsmuster&amp;diff=5124</id>
		<title>Parallele und spiralige Bewegungsmuster</title>
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		<updated>2024-05-14T17:56:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die aktuelle Verwendung des kinästhetischen Fachbegriffs „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ in ausgewählter Fachliteratur. Dabei werden die Zusammenhänge mit der funktionalen Anatomie und der frühkindlichen Bewegung aufgezeigt. In einem zweiten Teil wird die Geschichte des Fachbegriffs sehr detailliert dargestellt. Sie gibt einen spannenden Einblick in die Entwicklung der fachsprachlichen Beschreibung der Bewegungsmuster und ihre allmähliche Konsolidierung. Abschließend werden die begrifflichen Aspekte des Themas dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Verwendung des Fachbegriffs ==&lt;br /&gt;
=== „Parallel und spiralig“ in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ===&lt;br /&gt;
==== Parallele und spiralige Bewegungsmuster ====&lt;br /&gt;
===== Einbettung =====&lt;br /&gt;
[[Datei:Konzepticons-mit-kreis 311.png|250px|thumb|rechts|Das zugehörige Konzepticon&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2023):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 34 und 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; symbolisiert Folgendes: Je nachdem, wie wir die Kombination der scharnierartigen Haltungsbewegung um eine [[#Zur Definition des Begriffs Achse|Achse]] mit der mehr drehenden, eher kugelgelenkartigen Transportbewegung nutzen, entstehen parallele oder spiralige Bewegungsmuster.]]&lt;br /&gt;
Die Unterscheidung zwischen parallelen und spiraligen Bewegungsmuster wird im Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ im Kapitel „3.2. Parallele und spiralige Bewegungsmuster“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; thematisiert. Es ist das zweite Unterthema des dritten Konzeptes „Menschliche Bewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 33 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und baut auf dem vorangehenden Unterthema „3.1. Haltungs- und Transportbewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf.&lt;br /&gt;
===== Grundsätzliche Vielfalt der Bewegungsmuster und individuelle Einschränkung =====&lt;br /&gt;
An erster Stelle wird darauf hingewiesen, dass unsere Anatomie grundsätzlich eine unbeschränkte Vielfalt von Bewegungsmustern erlaubt. Im Lauf unseres Lebens lernen wir aber, sich wiederholende alltägliche Aktivitäten auf unsere individuelle und stets ähnliche Art und Weise auszuführen, d. h., in bestimmten Mustern, die für unser Bewegungsverhalten auch typisch sind. Dadurch schränken wir die grundsätzlich mögliche Vielfalt von Bewegungsmustern in einem individuellen Lernprozess ein.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===== Nutzen und Problematik individueller Bewegungsmuster =====&lt;br /&gt;
Unsere gewohnten Bewegungsmuster ermöglichen uns, alltägliche Aktivitäten passend auszuführen. Das heißt, wir müssen uns nicht darauf konzentrieren, wie wir etwas tun, sondern meistern dank ihnen auch Situationen, die eigentlich recht anspruchsvoll sind – z. B. auf ein Fahrrad steigen und losfahren oder eine Münze vom Boden aufheben –, problemlos und selbstverständlich auf unsere gewohnte Art und Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematisch ist es, wenn wir in unseren gewohnten Bewegungsmustern unsere Anatomie nicht ihren Funktionen entsprechend einsetzen und alltägliche Aktivitäten nicht auf eine angepasste Weise ausführen. Um ein Beispiel hierfür zu ergänzen: Wenn wir öfters schwere Gegenstände herumtragen müssen und ihr Gewicht nicht über unsere [[Knochen und Muskeln|Knochenstrukturen]] abgeben, kann dies bekanntlich zu Abnutzungserscheinungen und muskuloskelettalen Beschwerden führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß dem Text des Buchs „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ können sich unsere gewohnten Bewegungsmuster insbesondere dann als destruktiv erweisen, wenn sich unsere Situation verändert. Um ein Beispiel hierfür zu ergänzen: Wenn wir an einem Hexenschuss leiden, wissen wir kaum mehr, wie wir uns setzen oder stehen, geschweige denn eine Münze vom Boden aufheben sollen. Wenn wir es auf unsere gewohnte Weise zu tun versuchen, schießt Schmerz ein, und alle Muskeln verkrampfen sich. Dies schlägt leicht auf unser gesamtes Wohlbefinden. Aus dem Text lässt sich erschließen, dass es in einer solchen Situation gilt, neue und funktional möglichst angepasste Muster zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===== Bewusstsein für das Zusammenspiel von Haltungs- und Transportbewegungen in den Bewegungsmustern =====&lt;br /&gt;
Abschließend wird in der Einleitung zu den parallelen und spiraligen Bewegungsmustern ausgeführt, dass sich unsere meist unbewussten und individuellen Bewegungsmuster daraus ergeben, wie wir das Zusammenspiel von Haltungs- und Transportbewegungen nutzen. Wenn wir es uns bewusst machen, wie diese Bewegungskomponenten in unseren Bewegungsmustern subtil zusammenspielen, können wir fähig werden, unser Spektrum von Bewegungsmustern zu erweitern und sie an die Anforderungen unterschiedlichster Situationen konstruktiv anzupassen.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===== Parallele Bewegungsmuster =====&lt;br /&gt;
[[Datei:31-detail-muster-parallel.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
Das parallele Bewegungsmuster wird so definiert, dass wir bei der Ausführung einer Aktivität alle [[Massen und Zwischenräume|Massen]] um unterschiedliche parallele [[#Zur Definition des Begriffs Achse|Achsen]] bewegen. Das bedeutet, dass wir das Gewicht der Massen in einer scharnierartigen Bewegung nur in eine Richtung hin- oder zurückbewegen. Wir nutzen somit die Vielzahl der möglichen Richtungen nicht, die Transportbewegungen zwischen den Massen grundsätzlich erlauben. Die Gesamtbewegung erfolgt um lauter parallele Achsen, sodass die Richtungen der Transportbewegungen mit denjenigen der Haltungsbewegungen übereinstimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die Ausführungen zum Positionswechsel bzw. der vertikalen Fortbewegung&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Konzept „Menschliche Funktion“ vorwegnimmt, geht es nur um Beugen oder Strecken.&lt;br /&gt;
===== Spiralige Bewegungsmuster =====&lt;br /&gt;
[[Datei:31-detail-muster-spiralig.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
Das spiralige Bewegungsmuster wird so definiert, dass wir bei der Ausführung einer Aktivität jede einzelne Masse unter Ausnutzung der vielen Richtungen bewegen, die die Transportbewegungen bzw. die benachbarten [[Massen und Zwischenräume|Zwischenräume]] ermöglichen. Dadurch stimmen die Richtungen der Haltungs- und Transportbewegungen nicht überein, sondern es entsteht ein spiralförmiges Zusammenspiel der beiden Bewegungskomponenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere wird zudem darauf hingewiesen, dass bei einem spiraligen Bewegungsmuster aus einer Außenperspektive auffällig ist, wie sich die Bewegungsrichtung des gesamten Körpers von den Bewegungsrichtungen der einzelnen Massen unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte Folgendes gemeint sein: Wenn wir z. B. von einem Stuhl aufstehen, geht aus einer Außenperspektive die Bewegungsrichtung des gesamten Körpers nach oben in eine aufrechte Position. Aus der Innenperspektive bewegen wir in einem spiraligen Bewegungsmuster die einzelnen Massen nicht in eine Richtung durch Beugen und Strecken (geschweige denn geradlinig) nach oben, sondern gelangen durch Drehen und Beugen sowie Drehen und Strecken&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; unter Ausnutzung einer Vielzahl von Richtungen in die aufrechte Position.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
===== Erschwerte Kontrolle paralleler Bewegungsmuster=====&lt;br /&gt;
Abschließend wird festgehalten, dass aus der Perspektive der funktionalen Anatomie parallele Bewegungsmuster anspruchsvoller als spiralige Bewegungsmuster sind. Dies begründet sich einerseits dadurch, dass wir die Gewichtsverlagerungen der Massen bei parallelen Bewegungsmustern schwieriger kontrollieren können – als präzisere Begründung kann hinzugezogen werden, dass wir das Gewicht der Massen immer wieder mit Muskelkraft tragen müssen und es schlechter über [[Knochen und Muskeln|Knochenstrukturen]] abgeben können. Andererseits schränken wir durch parallele Bewegungsmuster die funktionalen – und einfacher kontrollierbaren – Möglichkeiten unserer Anatomie ein. Vor diesem Hintergrund wird darauf hingewiesen, dass sich Kleinkinder von sich aus kaum in parallelen Bewegungsmustern bewegen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies dürfte hauptsächlich dann seine Gültigkeit haben, wenn Kleinkinder noch nicht die Muskelkraft aufgebaut haben, die für parallele Muster nötig ist. Ebenso kann darauf hingewiesen werden, dass die Lernumgebung des Kindes bestimmt einen wesentlichen Einfluss hat, d. h., ob die Eltern – und die materielle Umgebung wie Sitzschalen usw. – es eher in spiraligen oder in parallelen Bewegungsmustern unterstützen.&lt;br /&gt;
==== Spiralförmiger Verlauf der Vorder- und Rückseiten ====&lt;br /&gt;
[[Datei:22-detail-vorne-hinten.jpg|250px|thumb|rechts|Aus der Abbildung&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird der spiralförmige Verlauf der Vorder- und Rückseiten bei den Extremitäten ersichtlich.]]&lt;br /&gt;
Im Konzept „Funktionale Anatomie“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 21 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthält das Unterthema „[[Orientierung]]“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 28 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; das Kapitel „Vorne und hinten: Vorder- und Rückseiten“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. ebd., S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorder- und Rückseiten werden hier aufgrund ihrer Eigenschaften und Funktionen definiert. Im dritten Absatz wird darauf hingewiesen, dass die Lokalisierung der Vorder- und Rückseiten der zentralen Massen auch gemäß dieser kinästhetischen Definition der gängigen Vorstellung entspricht. Hingegen verlaufen die Vorder- und Rückseiten der Extremitäten z. T. spiralig. Dies führt dazu, dass in der kinästhetischen Definition bei den Extremitäten die Bezeichnung von Vorder- und Rückseiten von der gängigen Auffassung abweichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Ausführungen zu Funktionen der Vorder- und Rückseiten wird festgehalten, dass uns hauptsächlich aufgrund dieses spiralförmigen Verlaufs grundsätzlich eine Vielzahl der Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung steht. Danach folgt:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Ein angepasstes Zusammenspiel der Funktionen der Vorder- und Rückseiten während einer Aktivität macht es möglich, diese mit wenig Kraftaufwand und größtmöglicher Kontrolle in der Schwerkraft zu gestalten.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Formulierung macht deutlich, dass die spiralförmigen Bewegungsmuster inhaltlich eng mit diesen Gegebenheiten der funktionalen Anatomie verbunden sind.&lt;br /&gt;
==== Grundpositionen und spiralige Fortbewegung vom Liegen ins Stehen ====&lt;br /&gt;
Im Konzept „Menschliche Funktion“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 43 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden im Unterthema „5.1. Einfache Funktion: Positionen und Grundpositionen“ im zweiten Kapitel „Grundpositionen“ diese folgendermaßen hergeleitet:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Dieses Modell entstand aus der jahrzehntelangen Erforschung der spiraligen Fortbewegung vom Liegen ins Stehen. Wegleitend für die Bewegungserfahrungen und Analysen dieser Forschung waren die folgenden Fragen: Durch welche grundlegenden Positionen in Bezug auf die Gewichtsorganisation führt dieser Weg?“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Grundlage der Grundpositionen sind somit die Fortbewegung aus der Rückenlage ins Stehen in einem spiraligen Bewegungsmuster bzw. die „Haltestellen“ mit Richtungswechsel auf diesem Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend wird dieses Thema nachfolgend im Kapitel „Fortbewegung in vertikaler Richtung“ bzw. „Positionswechsel“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; wieder aufgenommen. Wie oben bereits angedeutet, wird hier der Weg, der von der Rückenlage bis zum Zweibeinstand alle Grundpositionen einschließt, mithilfe des spiraligen Bewegungsmusters genauer erläutert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir ein spiraliges Bewegungsmuster als Kombination von Drehen und Strecken gestalten, führt es von der Rücken- in die Bauchlage. Wenn wir dann das spiralige Bewegungsmuster mit einem Richtungswechsel als Kombination von Drehen und Beugen gestalten, führt es weiter ins Sitzen. Setzt man den Weg mit dem Wechsel dieser beiden Ausprägungen des spiraligen Bewegungsmuster fort, gelangt man durch alle Grundpositionen.&lt;br /&gt;
=== „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ im Buch „Kinaesthetics Infant Handling“ von Maietta und Hatch ===&lt;br /&gt;
In der Beschreibung der Bewegungsmuster im Kapitel „4.5.2. Parallele und spiralige Bewegungsmuster“, die bei jeder Aktivität dadurch entstehen, dass Haltungs- und Transportbewegungen kombiniert werden, wird die Rolle der [[Massen und Zwischenräume|Massen]] bei der Gewichtsorganisation betont: Die Bewegungsmuster &#039;&#039;„bestimmen, welche Massen oder welche Teile von Massen Gewicht tragen und welche Teile frei für Bewegungen sind“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4. S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf dieser Weise wird das Thema Bewegungsmuster auch mit dem Unterthema der [[Orientierung]] (Stichwort „Oben und unten“) verknüpft. Dies wird z. B. aus den Ausführungen unter der Überschrift „Parallele Bewegungsmuster“ deutlich:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Bei parallelen Bewegungsmustern werden viel Ressourcen der Haltungsbewegungen in einer [[#Zur Definition des Begriffs Achse|Achse]] und weniger Ressourcen der Transportbewegungen eingesetzt. Sie übertragen das Gewicht nach oben und nach unten oder um den Körper herum. In einem parallelen Bewegungsmuster sind die Rollen des Gewichttragens und der Bewegungsführung nicht besonders differenziert. Das Ergebnis: erhöhter Bedarf an Anstrengung.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Diese Zusammenhänge werden auch aus der Beschreibung unter der Überschrift „Spiralige Bewegungsmuster“ ersichtlich:&lt;br /&gt;
[[Datei:1996-ARH-IH-spiraliges-Bew-muster.png|thumb|400px|Diese Abbildung aus dem Grundkurs-Arbeitsbuch „Kinästhetik Infant Handling“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039;Kinästhetik Infant Handling. Grundkurs Arbeitsbuch. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; von 1996 wird auch im Infant-Handling-Buch (S. 102) verwendet, um das spiralige Bewegungsmuster des Kindes aus der Rücken- in die Bauchlage zu veranschaulichen.]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Spiralige Bewegungsmuster sind sowohl für uns als auch für Kinder am einfachsten auszuführen. Dabei werden abwechselnd alle Haltungs- und Transportbewegungsressourcen unseres Körpers genutzt. Dies ermöglicht uns, das Gewicht in vielen Achsen zu bewegen und über mehrere Massen zu verteilen. Auf diese Weise wird auch die spiralige Organisation einbezogen, die durch die Struktur der Muskelbefestigungen in den Extremitäten möglich ist. Spiralige Muster verlagern oder bewegen das Gewicht über die Rückseite des Körpers und lassen die vorderen Muskeln frei. Sie machen es einfach, Gewicht zu kontrollieren und sich gleichzeitig zu bewegen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wenn man sich in spiraligen Mustern bewegt, wird das Gewicht kontinuierlich zwischen allen Massen und von einem Punkt einer Masse auf einen anderen verlagert. Alle Massen, die kein Gewicht tragen, können für das Lenken der Bewegung und/oder das Manipulieren der Umgebung eingesetzt werden. Dadurch wird es auch möglich, an jedem beliebigen Punkt des Bewegungsprozesses zu stoppen und auszuruhen. Darüber hinaus sind spiralige Bewegungsmuster weniger anstrengend in der Ausführung.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4. S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Bewegungsentwicklung vor und nach der Geburt wird desgleichen in diesem Kapitel aus der Sicht der Bewegungsmuster dargestellt. Besonders lesenswert ist die Erklärung, wieso Erwachsene Babys und Kleinkinder mit parallelen Bewegungsmuster bewegen, und wieso spiralige Bewegungsmuster für die Körperstruktur der Kleinkinder geeigneter ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Häufig führen wir Interaktionen mit Babys oder Kleinkindern in parallelen Bewegungsmustern aus. Ein Grund dafür ist die Überzeugung, wir müssten Blickkontakt mit ihnen halten. Bei einem parallelen Bewegungsmuster ist dies möglich, bei spiraligen Bewegungsmustern nicht. Ein anderer Grund liegt in den Körperproportionen und dem geringen Gewicht der Kinder, deshalb heben und bewegen wir sie oft ohne ihre Beteiligung.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;[…]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die Hauptgewichte von Kindern befinden sich in Kopf, Brustkorb und Becken. […] Spiralige Bewegungsmuster nutzen alle verfügbaren Haltungs- und Transportbewegungsressourcen des Körpers. […] Das Gewicht der zentralen Massen ist über die Extremitäten organisiert und die Bewegung einfach. Die entstehenden Spannungsmuster regulieren Atmungs- und Verdauungsprozesse und organisieren das Gewicht des Körpers, so dass das Kind durch differenzierten Einsatz der Extremitäten eine Kontrolle über die Bewegung der zentralen Massen hat.  Solche Erfahrungen und die daraus resultierenden Fähigkeiten sind für die effektive Ausführung komplexer Aktivitäten notwendig.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 103 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ im Buch „Kinästhetik – Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten“ von Hatch und Maietta ===&lt;br /&gt;
Im Kapitel „3.3.3 Orientierung im Körper versus Orientierung im Raum“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4. S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind die Eigenschaften und Funktionen der Vorder- und Rückseiten der Massen beschrieben. Der Zusammenhang zwischen dem nötigen Kraftaufwand und dem Bewegungsmuster wird hier aus der Sicht der funktionalen Anatomie beleuchtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„lm Wesentlichen unterscheiden wir zwei Arten von [[Knochen und Muskeln|Muskeln]], die die Oberfläche des Körpers überziehen, nämlich die &#039;&#039;&#039;Beuger&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;Strecker&#039;&#039;&#039;. Die Beugemuskeln befinden sich an der Vorderseite jeder Körpermasse. Sie sind dick und kräftig, obwohl sie schnell ermüden. Wenn sie kontrahieren, verursachen sie, dass sich die Körpermassen nach vorne beugen. Sie stellen die Hauptkraft bereit, um die [[Massen und Zwischenräume|Massen]] zu bewegen. Die Streckmuskeln sind demgegenüber an der Rückseite jeder Masse angebracht. Sie sind dünner und ermüden weniger schnell. Kontrahieren sie, bewirken sie, dass die Körpermassen nach hinten gedehnt werden. Die wesentliche Rolle der Streckmuskeln besteht darin, die Massen in einer stabilen Position zu halten. In unseren zentralen Massen bleibt die Vorwärts- und Rückwärtsorientierung der Muskeln stets gleich. In den Extremitäten sind die Muskeln jedoch um die Glieder angeordnet, so dass die Vorderseite spiralförmig in die Rückseite übergeht. Diese spiralige Muskelstruktur unserer Extremitäten ist der Grund dafür, dass wir uns in spiraligen Mustern mit weniger Anstrengung als in parallelen bewegen können.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Gedanke wird auch in „3.4 Konzept der Menschlichen Bewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 48 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Kapitel „3.4.2 Parallel- und Spiralbewegungen“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 53 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; weitergeführt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Spiralige Bewegungsmuster sind für uns am leichtesten nachzuvollziehen. […] Solche Bewegungen nutzen auch die spiralige Organisation des Muskelsystems in den Extremitäten. Spiralbewegungen erleichtern es, Gewicht zu tragen und die Umgebung zu manipulieren. Wenn man sich spiralig bewegt, kann die Körperseite, die gerade kein Gewicht trägt, die Bewegung lenken und die Umgebung verändern. Somit ist es auch möglich, zu jedem Zeitpunkt während des Prozesses zu stoppen und dort zu verharren.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass in diesem Kapitel als Fachbegriffe Parallel- und Spiralbewegungen sowie parallele und spiralige Bewegungsmuster ohne ersichtlichen Unterschied der Bedeutung verwendet werden. Zu Beginn des Kapitels werden sie folgendermaßen hergeleitet:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die Kombination von Haltungs- und Transportbewegungen, aus denen die menschlichen Funktionen bestehen, führt entweder zu parallelen oder zu spiraligen Bewegungsmustern.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im unmittelbaren Anschluss wird dies mit den Parallelbewegungen illustriert:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Parallelbewegungen organisieren eine Gewichtsverlagerung vorwiegend nach vorn und nach hinten oder nach oben und nach unten. Haltungsbewegungen in eine Richtung dominieren bei parallelen Bewegungsmustern. Dazu wird aber eine große Anstrengung benötigt.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 53 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Textes werden parallele Bewegungsmuster als nicht sehr effiziente Möglichkeit bezeichnet, um alltägliche Aktivitäten auszuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Relevanz der Kontaktpunkte in der Interaktion mit Patienten hinsichtlich der Bewegungsmuster wird im Kapitel „Positionen und professionelle Pflege“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Wenn Sie Positionen, Kontakte und Bewegung nutzen möchten, um einer anderen Person zu helfen, bedenken Sie, dass &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;• Sie nur solche Positionen bei der Interaktion mit dem Patienten einnehmen, in denen Sie Ihre Bewegungen so einsetzen können, dass Sie ihm eine bessere Bewegungskontrolle gewähren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;• Parallele Kontakte mit der Hand und symmetrische Fußpositionen parallele Bewegungsmuster unterstützen; man kann sich durch Beugen und Strecken in der Umgebung und wie ein Zylinder drehen, außerdem vorwärts und rückwärts sowie auf und nieder bewegen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;• Asymmetrische Handkontakte, Fußbewegungen und Positionen spiralige Bewegungsmuster unterstützen; man kann sich so mit vollständiger Bewegungskontrolle in alle Richtungen bewegen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Im Kapitel „4.3.5 Überlegungen für die Pflege“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden weitere praxisorientierte Anwendungsaspekte der Bewegungsmuster unterstrichen und die Bedeutung der feinen Unterschiede in den Bewegungsabläufen betont. Als Beispiel soll die folgende Stelle zitiert werden. Sie trägt die Überschrift „Veränderungen des Bewegungsradius“:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Spiralbewegungen&#039;&#039;&#039; wie Drehen sind die einfachsten Bewegungsmuster für den menschlichen Körper, um sich von einer Position in eine andere zu begeben. Erinnern Sie sich daran, dass Beugung und Streckung das Körpergewicht nach unten oder nach oben transferieren (Parallelbewegungen). Die Drehung bewegt es seitlich um die Körperachse herum. Sie müssen ein Spannungsmuster schaffen, welches spiralige Bewegungen im Körper fördert, gleichzeitig aber auch das Gewicht auf mehrere unterstützenden Massen verteilt. Sie müssen jedoch nicht immer eine vollständige Spirale ausführen, um bestimmte Bewegungsressourcen nutzen zu können. Die Qualität und die Richtung einer Bewegung sind weitaus wichtiger als ihr Radius.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommentare, Auswertung und offene Fragen ===&lt;br /&gt;
==== Zur Definition des Begriffs Achse ====&lt;br /&gt;
Nicht selten wird außer Acht gelassen oder nicht zutreffend definiert, was der Begriff Achse (bzw. Dreh- oder Rotationsachse) gängig bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich die gängige Definition leicht mit der Radachse eines Wagens veranschaulichen. Die Radachse verläuft waagrecht, und die Räder drehen sich auf einer Ebene, die senkrecht zur Achse steht, um sie herum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf einen dreidimensionalen Körper wie z. B. ein Segelschiff kann zwischen den Koordinatenachsen (x, y, und z) unterschieden werden, und zwar zwischen der Längs- oder Rollachse (x), der Quer- oder Nickachse (y) und Vertikal- oder Gierachse (z) unterschieden werden. Diese Definitionen sind in der Physik und Technik, aber auch in der Medizin oder Physiotherapie relevant.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. dazu [https://de.wikipedia.org/wiki/Rotationsachse Wikipedia: Rotationsachse (Zugriff 14.03.2024)] und [https://flexikon.doccheck.com/de/K%C3%B6rperachse DocCheck Flexikon: Körperachse (Zugriff 14.03.2024)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie liegt ebenso der entsprechenden Beschreibung des parallelen Bewegungsmusters in der Kinästhetik zugrunde. Wenn wir mit dem Kopf nicken, bewegt er sich kreisförmig um eine Achse, die waagrecht im oberen Halsbereich anzusetzen ist. Wie ein Rad bewegt er sich kreisförmig auf einer Ebene, die senkrecht zu dieser Achse steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man das Aufstehen von einem Stuhl in einem parallelen Bewegungsmuster betrachtet, sind somit verschiedene parallele waagrechte Achsen im Spiel, um die sich unsere Körperteile durch Beugen und Strecken kreisförmig vor- und zurückbewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stefan Marty-Teuber, 2024-03-14)&lt;br /&gt;
== Geschichte des Fachbegriffs ==&lt;br /&gt;
=== Die Kinästhetik-Bulletins als früheste Quelle des Fachbegriffs ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Fachbegriffs ist weitverzweigt. Die früheste Quelle sind die Bulletins „Kinästhetik“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (2011): &#039;&#039;&#039; Kinästhetik Bulletin Nr. 1–24, 1980–1996. Nachdruck. Siebnen: verlag lebensqualität.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Infoblatt 4 „Kinaesthetics/Kinästhetik: Die Geschichte“ der European Kinaesthetics Association werden diese Bulletins folgendermaßen erwähnt:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Im Jahr 1980 wurde in Zürich der ‚Verein für Kinästhetik‘ gegründet mit der Absicht, alle interessierten Personen zu verbinden und eine Vereinszeitschrift zu publizieren. Diese erschien unter der Bezeichnung ‚Kinästhetik Bulletin‘ bis zum Jahr 1996 ein- bis zweimal jährlich. Im Vereinsvorstand befanden sich Personen verschiedener Berufsgruppen sowie Hatch, Maietta und Graham.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2024):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics/Kinästhetik: Die Geschichte. Infoblatt 4. Linz, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN. S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Das Thema „spiralig – parallel“ in den ersten Kinästhetik-Bulletins ===&lt;br /&gt;
==== Spiralförmige Körperstruktur und spiralige Bewegungsabläufe (2. Bulletin, 1982) ====&lt;br /&gt;
Bereits im 2. Bulletin von 1982 findet sich einerseits eine Kinästhetiklektion bzw. eine Bewegungsanleitung von Frank Hatch mit der Überschrift „Die spiralförmige Struktur des Körpers im verstreben (stossen), hängen (ziehen), sitzen (heben)“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1982):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 2. Bulletin. Januar 1982. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits schreibt Susanne Teichmann in einem Erfahrungsbericht über Gentle Dance:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„So mögen sich spiralige Bewegungsabläufe entwickeln, die dich mit vielleicht ungeahnter Leichtigkeit zu Boden und wieder nach oben führen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese zwei frühen Erwähnungen zeigen die Hauptlinien des heutigen Konzeptverständnisses in Bezug auf das Thema „spiralig/spiralförmig“: Einerseits Spiralmuster in der funktionalen Anatomie&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2023):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 30: „Der spiralförmige Verlauf von Vorder- und Rückseiten …“&amp;lt;/ref&amp;gt; und andererseits Spiralbewegungen in Bewegungsabläufen, vor allem in Positionswechseln&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36 ff.: „3.2. Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ oder auch S. 52: „Fortbewegung in vertikaler Richtung – Positionswechsel“.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
==== Sieben Grundhaltungen (-positionen) aufgrund Spiralbewegungen (11. Bulletin, 1986) ====&lt;br /&gt;
Im 11. Bulletin aus dem Jahr 1986 beschreibt Frank Hatch ausführlich die menschlichen Grundhaltungen (frühere Bezeichnung des aktuellen Fachbegriffs Grundpositionen) und den Bewegungsablauf von der ersten zur siebten Grundhaltung, indem man Spiralbewegungen mit regelmäßigem Richtungswechsel benutzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1986):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 11. Bulletin. Dezember 1986. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 13 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
==== Diagonalen – Spiralbewegungen – Kraftaufwand und spiralförmige Bewegungen in der embryonalen und frühkindlichen Entwicklung (15. Bulletin, 1988) ====&lt;br /&gt;
Ein erwähnenswerter Ursprung des spiraligen Bewegungsmusters sind die Begriffe der Diagonale und Diagonalbewegung. Rosemarie Suter erklärt im 15. Bulletin (1988) den Zusammenhang der diagonalen Verbindungen zwischen den [[Massen und Zwischenräume|Massen]], der Spiralbewegungen und des nötigen Kraftaufwandes des Bewegungsablaufes folgendermaßen: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Durch die überkreuzte Haltung wird der Rumpf stabilisiert und lässt sich nur noch als ein Stück bewegen, das in sich keine Beweglichkeit mehr hat. Halte ich hingegen das Knie auf gleicher Seite, so entsteht eine asymmetrische Verbindung zwischen Brustkorb und Beckengürtel, welche ein Verlagern bzw. Verkürzen der diagonalen Verbindung zwischen Brustkorb und Becken zulässt. Dies erlaubt eine Drehbewegung zwischen den Massen. So können sie einander in fortlaufender Art und Weise folgen, und es entsteht eine natürliche, leichte Bewegung. Diese Erfahrung hat mir auch sehr deutlich zu spüren gegeben, dass ohne Drehung keine Fortbewegung möglich ist oder nur unter erschwerten Bedingungen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Um Bewegung zu beobachten und zu analysieren, sind wir auf Kriterien angewiesen, die uns helfen, das Beobachtete einzuordnen. Diagonale Verbindungslinien sind in diesem Sinne ein geeignetes Hilfsmittel, um die Spiralbewegung durch den Körper zu verfolgen. Sie verlaufen immer zwischen zwei Massen und zwar schräg zur Körperlängsachse. Als Linien sind sie immer etwas Zweidimensionales. Die dazugehörige Bewegung jedoch ist spiralförmig und somit dreidimensional.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1988):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 15. Bulletin. Oktober 1988. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wird in dieser Ausgabe des Bulletins auf die Bedeutung von elementaren Bewegungsmustern bzw. der spiralförmigen Bewegungen aus der Sicht der embryonalen und frühkindlichen Entwicklung im Rahmen des „Touch in Parenting Programms“ von Lenny Maietta und Frank Hatch hingewiesen. Der zweite Kurs heißt „Die Bewegungen der Entwicklung]]“. Hier findet sich eine wichtiger Schritt, der in späteren Artikeln des Bulletins und in weiteren Publikationen im Rahmen des heutigen Themas „[[Bewegungsentwicklung]] – [[Entwicklungsbewegung]]“ aufgenommen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Das Thema „spiralig – parallel“ im 16. Kinästhetik-Bulletin von 1990 ===&lt;br /&gt;
Im 16. Bulletin von 1990, das eine Sonderausgabe der Kinästhetik-Bulletins war, findet sich die erste zusammenhängende Darstellung des heutigen Konzeptsystems. Begrifflich ist hier insbesondere von parallelen Bewegungsmustern noch nicht die Rede. Allerdings werden Spiralmuster im Rahmen des Themas „4.2. [[Orientierung]] im Körper“ bei der Unterscheidung von vorne und hinten erwähnt:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die Unterscheidung vorne - hinten ist bestimmt durch die Muskelfunktion.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die vorne liegende Muskulatur umfasst alle Beugemuskeln. Sie übernehmen die Aufgabe der Anpassung an die Umwelt. Zudem ist die Vorderseite weicher, offener, verletzlicher, differenzierter. Mit ihr treffen wir die Aussenwelt (z.B. mit Handflächen oder Fusssohlen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zur hinten liegenden Muskulatur gehören alle Streckmuskeln. Sie sind verantwortlich für Stabilität und Gleichgewicht. Die Hinterseite ist runder, abgeschlossener, härter, geschützter und trägt das Gewicht.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Kopf und Rumpf ist dieses Muster leicht zu erkennen. In den Extremitäten allerdings verläuft diese Trennung zwischen vorne und hinten in einem Spiralmuster. Dies ist prägend für die Art und Weise wie wir unsere Arme und Beine benutzen können.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1990):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 16. Bulletin. Januar 1990. Sonderausgabe. Dritte Auflage. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Zitat ist auch deshalb besonders erwähnenswert, weil es auf den prägenden Zusammenhang zwischen der funktionalen Anatomie und den möglichen Bewegungsmustern hinweist. Somit ist es ein klares und frühes Beispiel für die Beziehungen zwischen den Inhalten der entsprechenden Konzepte des heutigen Buchs „Kinaesthetics – Konzeptsystems“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Kapitel „4.4. Anatomischen Grundlagen“ werden im dritten Unterkapitel Transport- und Haltungsbewegungen gemeinsam mit dem regelmäßigen Wechsel der Haltungs- und Transportbewegungsebenen im Körper erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 20 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff Bewegungsmuster erscheint unter dem Kapitel „4.5. Funktion“ im dritten Unterkapitel „Fortbewegung“. Er wird direkt mit der Transport- und Haltungsbewegung bzw. den Haltungs- und Transportbewegungsebenen verbunden, die im vorausgehenden Kapitel beschrieben wurden:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„8. Haltungs- und Transportbewegung sind wesentliche Elemente der Fortbewegung. Bewegungsmuster, bei denen fortlaufend die Haltungsbewegungsebenen angesprochen werden, sind in erster Linie Fortbewegungsmuster für die Vorwärts-/Rückwärtsbewegung. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bewegungsmuster, welche fortlaufend die Transportbewegungsebenen ansprechen, erlauben, dass wir uns spiralförmig bewegen können. Spiralbewegungen entsprechen unserer Körperstruktur.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass in dieser Ausgabe des Bulletins parallele und spiralige Bewegungsmuster in ihren Grundzügen aufgezeigt, aber begrifflich noch nicht so bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
=== Das Thema „spiralig – parallel“ in weiteren Publikationen der frühen 1990er-Jahre ===&lt;br /&gt;
==== Spiralbewegungen des Fetus und die Spirale als Urmuster des Lebendigen (17. Bulletin, 1990) ====&lt;br /&gt;
Im 17. Bulletin (1990) schreibt Lenny Maietta in ihrem Artikel „Kinästhetik in der Eltern-Kind-Beziehung“ im ersten Kapitel „Fetale Bewegung und die Bewegung des Neugeborenen“ mit Verweis auf das Buch „The Beginnings of Human Life“ von Blechschmidt, dass der Fetus im Mutterleib durch spiralige Bewegungen seine Position wechselt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1988):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 17. Bulletin. September 1990. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Bulletin nimmt Irina Weber dies in ihrem Erfahrungsbericht über einen Kurs auf, den sie mit ihrem Kind besucht hat. Für sie heißt das Schlüsselwort bei Kindern mit Koliken Spiralbewegungen. Dazu führt sie aus: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die Spirale scheint ein Urmuster des Lebendigen zu sein; die Struktur der Lendenwirbelsäule erlaubt spiralige Bewegungen. Die DNS ist z.B. nach diesem Muster aufgebaut, der Fetus macht in der Gebärmutter fast pausenlos Spiralbewegungen. Nach der Geburt ist es nicht mehr imstande, solche Bewegungen selbst auszuführen, da der Rückhalt der Gebärmutter fehlt.”&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 10 (12).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
==== Zwei- und dreidimensionale Bewegungen, ihre Achsen, Beugen – Strecken – Drehen (Grundkurs-Arbeitsbuch, 1991)====&lt;br /&gt;
Im Arbeitsbuch „Grundkurs: Kinästhetik in der Krankenpflege“ von 1991 (verfasst von Lenny Maietta und Frank Hatch, übersetzt von Ina Citron) wird das Thema der heutigen Bewegungsmuster im zweiten Teil unter dem Kapitel „Menschliche Bewegung“ aufgeführt. Es wird unterschieden zwischen zweidimensionaler und dreidimensionaler Bewegung, basierend auf der Zahl der [[#Zur Definition des Begriffs Achse|Achsen]], um die herum die Rotation der Bewegung geschieht:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„&#039;&#039;&#039; Zweidimensionale Bewegung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;entsteht durch Vorwärtsbeugen oder Rückwärtsstrecken und ist Rotation um eine Achse. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Dreidimensionale Bewegung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;entsteht durch Drehen-Beugen oder Drehen-Strecken und ist kombinierte Rotation um zwei Achsen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (1991):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Krankenpflege. Arbeitsbuch. Grundkurs. Übersetzt von Ina Citron. Santa Fé: Maietta-Hatch-Inc. Ohne ISBN. S. II.3. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der dritten Auflage dieses Arbeitsbuches wird die offensichtliche Fehlbeschreibung „um zwei Achsen“ durch „auf verschiedenen Achsen“ korrigiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass sich nachfolgend als Bewegungsanleitung unter der Überschrift „Aktivitäten“ die Aufforderung findet, &#039;&#039;„mit Hilfe des spiraligen Bewegungsmusters“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. II.11&amp;lt;/ref&amp;gt; aufzustehen, und unter der Überschrift „Rückblick“ zweimal der Begriff Spiralbewegung&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. II.13 und II.14&amp;lt;/ref&amp;gt; verwendet wird. Desgleichen wird im Artikel „Frösche oder Patienten bewegen?“, der diesen Teil abschließt, von der Problematik gesprochen, den Körper parallel zu benutzen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. II.18&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
==== Zweidimensionallineare und dreidimensionalspiralige Muster aus der Integration von Haltungs- und Transportbewegung (20. Bulletin, 1993) ====&lt;br /&gt;
Mit der Zeit und wahrscheinlich nach vielen Beschreibungen entsprechender Bewegungserfahrungen zeichnete sich die fachsprachliche Beschreibung der Bewegungsmuster immer klarer ab. Im 20. Kinästhetik-Bulletin (1993) wird der Unterschied zwischen grundsätzlichen Bewegungsarten bzw. Mustern und Haltungs- und Transportbewegungen von Lenny Maietta in ihrem Artikel „Bewegung und Funktion“ (übersetzt von Ina Citron) erklärt und betont:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Im menschlichen Körper ist Bewegung erfahrbar, die in eine Richtung geht (die auf einer [[#Zur Definition des Begriffs Achse|Achse]] geschieht), und Bewegung, die in mehr als eine Richtung geht (auf vielen Achsen geschieht). In einer sehr allgemeinen Betrachtung assoziiert man &#039;&#039;&#039;einachsige Bewegung&#039;&#039;&#039; mit &#039;&#039;&#039;[[Massen und Zwischenräume|Massen]]&#039;&#039;&#039;. &#039;&#039;&#039;Vielachsige Bewegung&#039;&#039;&#039; wird durch die &#039;&#039;&#039;[[Massen und Zwischenräume|Zwischenräume]]&#039;&#039;&#039; zwischen den Massen ermöglicht. Die Körperebenen, auf denen diese beiden Bewegungsarten möglich sind, erscheinen als wechselndes Muster im gesamten Skelett. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;[…]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auch Bewegung am Ort besteht aus der Integration von &#039;&#039;&#039;Haltungsbewegung&#039;&#039;&#039; (Bewegung in eine Richtung) und &#039;&#039;&#039;Transportbewegung&#039;&#039;&#039; (Bewegung in viele Richtungen), wie es der Fall bei jeder menschlichen Funktion ist. Bei der Durchführung von Bewegung am Ort bewegt sich eine Person entweder in &#039;&#039;&#039;zweidimensionallinearen Mustern&#039;&#039;&#039; oder in &#039;&#039;&#039;dreidimensionalspiraligen Mustern&#039;&#039;&#039;. Für den Menschen ist es schwieriger, sich in gradlinigen Wegen zu bewegen, als in spiraligen Mustern. Der Grund dafür liegt in der natürlichen Neigung der Körperteile, sich zu drehen, sobald beide Bewegungsformen (Haltungs- und Transportbewegung) kombiniert werden. Bewegt sich [der] Mensch auf linearen Wegen, muß er seine Körperteile gegen ihre natürliche Tendenz stabilisieren. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;[…]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auch Fortbewegung entsteht, wie jede andere menschliche Funktion, aus der Integration von Haltungs- und Transportbewegung. Auch Fortbewegung kann entweder in zweidimensionallinearen Wegen oder in dreidimensionalspiraligen Mustern ausgeführt werden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1993):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 20. Bulletin. Januar 1993. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 11 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Das Zitat geht von der Haltungs- (in eine Richtung) und Transportbewegung (in viele Richtungen) aus. Diese beiden Bewegungsarten werden durch die Haltungs- und Transportbewegungsebenen möglich, die in einem abwechselnden Muster im ganzen Körper auftreten. Aus der funktionalen Integration der beiden Bewegungsarten entstehen Muster, die hier als „zweidimensionallinear“ oder einfach „linear“, „gradlinig“ oder als „dreidimensionalspiralig“ oder einfach „spiralig“ bezeichnet werden. Erstere sind „schwieriger“, weil sie Stabilisierung erfordern, zweitere „natürlicher“, was wahrscheinlich Bezug auf die embryonale Bewegung (oder die spiralige Anordnung von Vorder- und Rückseiten) nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Zitat ist die Suche nach passenden Begrifflichkeiten, um die Bewegungserfahrungen von parallelen oder spiraligen Bewegungsmustern im Zusammenhang mit anderen Themen zu beschreiben, gut erkennbar. Kinästhetik ist und war immer auch fachsprachliche Entwicklung; zu den heutzutage benutzten Fachbegriffen führte ein langer Forschungsprozess, der immer noch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden Zitat aus dem gleichen Bulletin wird dieser Klärungsprozess explizit dargestellt. Hier definiert Lenny Maietta den Unterschied zwischen Bewegungsabläufen und Haltungs- und Transportbewegungen in ihrem Artikel „Bewegung und Fortbewegung – Zwei unverwechselbare Erscheinungen“. Wieder zeigt sich die Art und Weise, wie das aktuelle Konzeptverständnis der Kinästhetik entwickelt wurde. Zu der Erfahrung passende Fachbegriffe zu suchen, war und ist eine fortlaufende Forschungsarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesem Aspekt erfolgt hier eine andere bemerkenswerte Erklärung: Sie betrifft den Zusammenhang zwischen dem benötigten Kraftaufwand der Bewegungsmuster und dem abwechselnden Muster der Haltungs- und Transportbewegungsebenen im Körper.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Unter den Personen, die an Kinästhetikkursen und Ausbildungsprogrammen teilnehmen oder teilgenommen haben, gibt es immer wieder eine auffällige Verwechslung: Sie beschreiben die verschiedenen Bewegungsabläufe der Fortbewegung mit den Begriffen ‚Haltungs- und Transportbewegung‘. Haltungs- und Transportbewegung im menschlichen Körper sind die Voraussetzungen der Fortbewegung. Trotzdem können diese Begriffe nicht die verschiedenen Bewegungsabläufe beschreiben. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Fortbewegung geschieht entweder durch einen zweidimensionalen linearen Bewegungsablauf oder durch einen dreidimensionalen spiraligen (kurvenlinearen) Bewegungsablauf.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;[…]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Sich mit zweidimensional-linearem Bewegungsablauf fortzubewegen, ist ein schwieriges Kunststück, da die Durchführende alle ‚gerundeten‘ Massen des Körpers in Drehbewegung halten muß. In dem hier aufgezeigten zweidimensionalen linearen Bewegungsablauf wandert die Bewegung um eine horizontale Achse. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;[…]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Sich mit dreidimensional-spiraligem Bewegungsablauf fortzubewegen ist für Menschen einfach. Es benötigt nur das Verfolgen der natürlichen Tendenz der Massen des Körpers, die sich schrittweise nacheinander in den Drehablauf einbeziehen. Diese Tendenz entsteht durch das abwechselnde Muster zwischen Haltungs- und Transportbewegungsebenen im Körper. In dem hier aufgezeigten dreidimensionalen spiraligen Bewegungsablauf wandert die Bewegung in einer Spirale und zieht jede [[Massen und Zwischenräume|Masse]] nacheinander in den Bewegungsablauf ein. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Zusammenfassung: Die Absicht dieses Artikels ist die Unterscheidung zwischen Haltungs- und Transportbewegung und den Bewegungsabläufen der Fortbewegung (zweidimensional-linear, dreidimensional-spiralig). Haltung und Transport bezieht sich auf die Bewegungsebenen mit einer Achse bzw. die Bewegungsebenen mit vielen Achsen, die in einem abwechselnden Muster im Körper zu finden sind. Diese Begriffe können Fortbewegung nicht beschreiben. Fortbewegung bezieht immer alle Bewegungsebenen des Körpers ein, geschieht aber entweder auf einem zweidimensionalen linearen oder einem dreidimensionalen spiraligen Weg.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 53 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
====Parallele Bewegungsmuster (Beugen oder Strecken) – spiralige (Drehen-Strecken oder Drehen-Beugen) und Bewegungsentwicklung (22. Bulletin, 1994)====&lt;br /&gt;
Der Zusammenhang zwischen Bewegungsmustern und [[Bewegungsentwicklung]] wird im Artikel „Entwicklungsförderung durch [[Interaktion]]“ von Ina Citron in der 22. Ausgabe des Bulletins (1994) nochmals deutlicher aufgezeigt. Sie schreibt, dass spiralige Bewegungen den strukturellen Bedingungen des menschlichen Bewegungsapparats folgen und die einfachsten Muster seien. Deshalb sei dieses Muster für die Interaktion mit Babys und Kleinkindern besonders geeignet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„In der Bewegung von Kindern wird man sicherlich erst im Vorschulalter die Fähigkeit beobachten, Bewegungen ohne Drehung, also nur durch Beugen oder Strecken auszuführen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Gegensatz dazu kann man in den Bewegungsmustern von Erwachsenen häufig beobachten, daß spiralige Bewegungsmuster in großen Körperbewegungen überhaupt nicht mehr vorkommen, sondern das Positionswechsel (beispielsweise vom Sitzen zum Stehen) ausschließlich durch parallele Bewegungsmuster (durch Beugen oder Strecken) durchgeführt werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Bewegungsinteraktion mit Kindern sollte möglichst immer durch Drehen-Strecken oder Drehen-Beugen ausgeführt werden. Dies unterstützt die natürlichen Bewegungsmuster des Kindes, die es eigenständig entdecken und entwickeln kann […]“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1993):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Bulletin Nr. 22. Juli 1994. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In diesem Artikel listet Ina Citron das &#039;&#039;„Wissen und die Erfahrungsmöglichkeiten“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Kinästhetik in 6 Themengruppen auf. Sie entsprechen den heutigen Konzepten des Konzeptsystems, werden aber zu dieser Zeit noch nicht so bezeichnet. Das dritte Thema dieser Liste heißt „Menschliche Bewegung“. Die oben aufgeführten Zitate stammen aus diesem Textabschnitt. Bemerkenswert ist, dass hier bereits das aktuelle Fachbegriffspaar der parallelen und spiraligen Bewegungsmuster verwendet wird.&lt;br /&gt;
==== Parallele und spiralige Bewegungsmuster (Kinästhetik in der Pflege-Grundkurs, Kurzdarstellung, 1994) ====&lt;br /&gt;
In dieser internen Kurzdarstellung für GrundkurstrainerInnen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny (1994):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege-Grundkurs - Kurzdarstellung. Übersetzt von Ina Citron. USA: Maietta-Hatch, Inc. Ohne ISBN.&amp;lt;/ref&amp;gt; unterteilt sich das dritte Thema „Menschliche Bewegung“ in die folgenden Unterthemen:&lt;br /&gt;
* A. Parallele und spiralige Bewegungsmuster&lt;br /&gt;
* B. Haltungsbewegung und Transportbewegung&lt;br /&gt;
* C. Spiralbewegung&lt;br /&gt;
Unter der Überschrift „Rückblick“ erfolgt hier insbesondere eine Erklärung, wie der Begriff „parallel“ im Zusammenhang mit den Bewegungsmustern verstanden werden kann.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Bei parallelen Bewegungsmuster wird das Gewicht auf beiden Körperseiten getragen und beide Körperseiten bewegen sich synchron und gleichzeitig. Auch führen beide Körperseiten gleichzeitig die ausgeführte Bewegung. Zwei Aufgaben gleichzeitig auszuführen ist eine schwierige Angelegenheit. […] Werden spiralige Bewegungsmuster ausgeführt, ist das Gewicht fließend. Es bewegt sich von einem Körperteil (Masse) zu einem anderen. Andere Körperteile (Massen), die kein Gewicht tragen, führen die Bewegung. Spiralbewegung vermittelt dem Bewegenden mehr Kontrolle. Sie verursachen im Körper weniger Stress – sie sind für unsere [[Knochen und Muskeln]] einfacher.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Unterthema „Spiralbewegungen“ dieser internen Kurzdarstellung geht es um eine Einführung, wie spiralige Bewegungsmuster durch Drehen und Beugen oder Drehen und Strecken erfahrbar gemacht werden können.&lt;br /&gt;
==== Bewegungsmuster aus der Kombination von Haltungs- und Transportbewegung, Anstrengung, Beugen und Drehen oder Strecken und Drehen (Grundkurs-Arbeitsbücher, 1996) ====&lt;br /&gt;
In den Arbeitsbüchern von 1996 wird im zweiten Teil das dritte Thema „Menschliche Bewegung“ in neuer Form dargestellt. Vor dem Stichwort „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege. Grundkurs-Arbeitsbuch. Zeichnungen: Ansgar Schürenberg. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. S. 23 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039;Kinästhetik Infant Handling. Grundkurs Arbeitsbuch. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. S. 29 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird das Thema „Haltung- und Transportbewegungen“ eingeführt. Es wird als Basis der Erklärung der Bewegungsmuster verwendet. Nennenswert ist in den folgenden Ausführungen, dass auch die [[Bewegungselemente]] Zeit, Raum und Anstrengung als ausschlaggebende Faktoren der Bewegungsmuster erwähnt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1996-GK-ARH-Haltung-Transportbew.png|thumb|150px|rechts|Die Abbildung&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege. Grundkurs-Arbeitsbuch. Zeichnungen: Ansgar Schürenberg. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranschaulicht die Haltungs- bzw. Transportbewegung in bzw. zwischen den Massen.]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Mit der &#039;&#039;&#039;Haltungsbewegung&#039;&#039;&#039; überträgst Du die Bewegung von einer [[Massen und Zwischenräume|Masse]] zur andern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit der &#039;&#039;&#039;Transportbewegung&#039;&#039;&#039; erhältst Du den notwendigen Spielraum zwischen Deinen Massen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Parallele und spiralige Bewegungsmuster sind eine Kombination von Haltungs- und Transportbewegung. Bewegungsmuster entstehen durch die unterschiedliche Gestaltung von Zeit, Raum und Anstrengung in Haltungs- und Transportbewegung. Parallele Bewegungsmuster benötigen meist etwas mehr Anstrengung als die spiraligen und erfordern von den Pflegenden differenziertere Bewegungs- und Handlingfähigkeiten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das einfachste Muster zwischen Haltungsbewegung und Transportbewegung kannst Du bei der Betrachtung der menschlichen Anatomie als [[Massen und Zwischenräume]] entdecken.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Spiralige Bewegungen&#039;&#039;&#039; entstehen durch Kombination von Haltungsbewegung mit Transportbewegung in horizontaler und vertikaler Richtung, wie Beugen und Drehen oder Strecken und Drehen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 24 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
In diesen früheren Arbeitsbüchern findet man unter dem zweiten Thema „Funktionale Anatomie“ je eine interessante Darstellung unter dem Stichwort „Massen stapeln“. Sie kann als Illustration des parallelen Bewegungsmusters betrachtet werden. Im Grundkurs-Arbeitsbuch „Kinästhetik Infant Handling“ wird sie folgendermaßen erläutert:&lt;br /&gt;
[[Datei:1996-GK-IH-ARH-parallel-Aufstehen.png|thumb|400px|links|Die Abbildung aus dem Infant-Handling Arbeitsbuch von 1996 (S. 24) kann als Veranschaulichung eines mehrheitlich parallelen Bewegungsmusters beim Weg von der Rückenlage in den Zweibeinstand betrachtet werden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Es gibt viele Möglichkeiten aufzustehen. Eine Art und Weise, die hilft, den Gewichtstransfer im Körper zu verstehen, zeigt die Skizze. Haben Erwachsene, Kinder oder Kleinstkinder die Absicht aufzustehen, müssen sie ihr Gewicht immer tiefer im Körper bis auf die Füsse bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== „Bewegungsmuster“ im Buch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege/Pflege“ von Hatch, Maietta und Schmidt ===&lt;br /&gt;
==== Bedeutung der Publikation ====&lt;br /&gt;
Dieses Buch ist die erste zusammenhängende öffentliche Darstellung der Kinästhetik und deshalb ein Meilenstein der Entwicklung des Fachgebiets. Wie im Titel ausgedrückt, legt es den Fokus auf das Anwendungsfeld der Pflege und die Interaktionen durch Berührung und Bewegung, die in jeder Unterstützungssituation als Kernaufgabe stattfinden. Es enthält Geleitworte der deutschen Pflegewissenschaftlerin Christel Bienstein und der Pflegepionierin Sr. Liliane Juchli. Die erste bis dritte Auflage erschien in den Jahren 1992, 1993 und 1994; im Jahr 1996 wurde eine vierte, überarbeitete Auflage publiziert. In dieser wurde im Titel „Krankenpflege“ durch „Pflege“ ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch enthält die folgenden sieben bzw. acht Hauptkapitel:&lt;br /&gt;
* Kinästhetik in der Krankenpflege&lt;br /&gt;
* Interaktion und Pflegeprozess&lt;br /&gt;
* Funktionale Anatomie&lt;br /&gt;
* Menschliche Bewegung (nur 1996)&lt;br /&gt;
* Bewegung und Funktion (1996: Menschliche Funktion)&lt;br /&gt;
* Anstrengung (1996: Anstrengungsarten)&lt;br /&gt;
* Gestaltung der Umgebung&lt;br /&gt;
* Anwendungsmöglichkeiten in der Pflege&lt;br /&gt;
Wie leicht ersichtlich wird, zeichnet sich hier das heutige Konzeptsystem mit seinen Unterthemen ab. &lt;br /&gt;
==== Das Thema der heutigen parallelen und spiraligen Bewegungsmuster ====&lt;br /&gt;
In den ersten Auflagen erscheint das Thema der heutigen parallelen und spiraligen Bewegungsmuster im vierten Kapitel „Bewegung und Funktion“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1992):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege. 1. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5. S. 67 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Unter der Überschrift „[[Stabil und instabil|Stabile]] Massen, [[Stabil und instabil|instabile]] Zwischenräume“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; folgen mit den damals gebräuchlichen Fachbegriffen (vgl. oben) die Unterkapitel „Zweidimensionale Bewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; und „Dreidimensionale Bewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich werden diese Bewegungen an das Thema der [[Massen und Zwischenräume]] angeschlossen: Es geht um die zweidimensionale bzw. dreidimensionale Nutzung der Bewegungsmöglichkeiten der Zwischenräume. Letzteres wird ausführlicher charakterisiert:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Werden die Bewegungsmöglichkeiten der Zwischenräume dreidimensional genutzt, wird die Funktion leichter und wirkungsvoller. Die Bewegung benötigt noch weniger Kraftaufwand. Sie ist kontrollierter und läßt sich jederzeit umkehren, ohne daß der Kraftaufwand erhöht werden muß. Durch die dritte Dimension wird die Bewegung im Körper spiralig.“ &#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 70 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[[Datei: 1992-Hatch-Maietta-Schmidt-spiralig-Aufstehen.png|250px|thumb|rechts|Die Abbildung aus der ersten Auflage von 1992 (S. 71) veranschaulicht die danebenstehende Bewegungsanleitung des Buches. In dieser wird zweimal das Stichwort „spiralig“ verwendet, die entsprechende Überschrift lautet aber „Dreidimensionale Bewegung“.]]&lt;br /&gt;
Beide Bewegungen werden unter der Überschrift „Erfahrung am eigenen Körper“ mit je einer Bewegungsanleitung zum Aufstehen von einem Stuhl veranschaulicht. Bei der Anleitung der dreidimensionalen Bewegung (vgl. Abbildung) wird das Stichwort „spiralig“ zweimal verwendet; bei der zweidimensionalen Bewegung fehlt das Stichwort „parallel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine interessante Entwicklung zeigt die überarbeitete Auflage von 1996&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege. Übersetzung: Ina Citron. 4., überarbeitete Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im vierten Kapitel, das neu mit „Menschliche Bewegung“ überschrieben wird, folgt unter der Überschrift „Stabile Massen, instabile Zwischenräume“ der gleiche Text wie in den vorangehenden Ausgaben. Allerdings wird nach den ersten zwei Zeilen eine untergeordnete Überschrift „Stabile und instabile Bewegungen“ eingeschoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der gleichen Ebene wie „Stabile Massen, instabile Zwischenräume“ folgt neu die Überschrift „Bewegungsmuster“ mit den beiden Unterkapiteln „Parallele Muster“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; und „Spiralige Muster“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der beschreibende Text ist weitgehend identisch, wobei „zweidimensional“ bzw. „dreidimensional“ der vorangehenden Auflagen konsequent mit „parallel“ bzw. „spiralig“ ersetzt werden. Hier erfolgt somit ein entscheidender Schritt in die Richtung der heutigen Fachbegriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf eine weitere Bewegungsanleitung zum spiraligen Bewegungsmuster soll hingewiesen werden. Sie wird durch eine Zeichnung gut illustriert wird (vgl. Abbildung) und folgendermaßen eingeleitet:&lt;br /&gt;
[[Datei:1996-Hatch-Maietta-Schmidt-spiralig-Rücken-Bauch.png|thumb|150px|links|Illustration&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; des spiraligen Bewegungsmusters von Rücken- zu Bauchlage.]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Durch die folgende Aktivität können Sie die spiralige Bewegungsmöglichkeit jeder Masse und ihre spezifische Auswirkung auf die Bewegung im Körper erfahren:“ &amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass „Bewegungsmuster“ im beschreibenden Text vorkommt, aber neben „Muster“, „Bewegung“, „Bewegungsmöglichkeit“ oder „Bewegungsform“ und somit noch nicht als einschlägiger Fachbegriff. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso ist zu erwähnen, dass in allen Auflagen des Buches die dreidimensionale Bewegung bzw. das spiralige Muster bei der weiter hinten folgenden Behandlung der Grundpositionen wieder aufgenommen wird&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992), S. 84 bzw. ebd. (1996), S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1996-Hatch-Maietta-Schmidt-Haltungs-Transportbew.png|thumb|150px|links|Mit einem Scharnier und einem Mörser werden die möglichen Richtungen der Haltungs- und Transportbewegung veranschaulicht&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;.]]&lt;br /&gt;
Hingegen wird das Thema der Haltungs- und Transportbewegung erst in der Auflage von 1996 eingeführt&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. Abbildung). Es wird aber noch nicht – wie in den [[#Bewegungsmuster aus der Kombination von Haltungs- und Transportbewegung, Anstrengung, Beugen und Drehen oder Strecken und Drehen (Grundkurs-Arbeitsbücher, 1996)|Arbeitsbüchern aus dem gleichen Jahr]] und in der nachfolgenden Zeit – zur Definition der Bewegungsmuster im Sinn der Kombination von Haltungs- und Transportbewegung verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist auch vor dem Hintergrund erstaunlich, dass Lenny Maietta im 20. Kinästhetik-Bulletin von 1993 in ihrem Artikel „[[#Zweidimensionallineare und dreidimensionalspiralige Muster aus der Integration von Haltungs- und Transportbewegung (20. Bulletin, 1993)|Bewegung und Fortbewegung – Zwei unverwechselbare Erscheinungen]]“ Haltung- und Transportbewegung als Voraussetzung für zweidimensional-lineare bzw. dreidimensional-spiralige Bewegungsabläufe bezeichnet. Hier zeigt sich wieder die Suche dieser Zeit nach den passenden Begriffen und Beschreibungen der Zusammenhänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert sind die Gedanken, die in allen Auflagen des Buches die zweidimensionale Bewegung bzw. das parallele Muster auf einer allgemeinen Ebene einleiten. Sie verdeutlichen den Einfluss unserer Umgebung auf unsere Bewegungsmuster:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„In den industrialisierten Gesellschaften leben Menschen hauptsächlich in einer Umgebung, die durch ebene Flächen, gerade Linien und rechte Winkel gestaltet ist. In der Architektur sind rechte Winkel dominant, Straßen und Plätze sind betoniert, Gebrauchsmöbel bestehen in der Regel aus geometrischen Formen. Diese technische Gestaltung der Umgebung fördert die Bewegung des Menschen in zwei Dimensionen (1996: Diese Gestaltung trägt dazu bei, daß Menschen sich in geraden Linien bewegen): Die Massen des Körpers bewegen sich nacheinander vorwärts oder rückwärts und werden regelrecht aufgestapelt, dabei werden die Bewegungsmöglichkeiten der Zwischenräume nur zweidimensional genutzt (1996: …, dabei werden die Bewegungsmöglichkeiten begrenzt). Das Aufstehen von einem Stuhl ist ein gutes Beispiel dafür.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992 und 1996), S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich etabliert ist zu dieser Zeit die spiralige Anordnung der Vorder- und Rückseiten bei den Extremitäten. Die entsprechenden Hinweise erfolgen im dritten Kapitel „Funktionale Anatomie“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992 und 1996), S. 39 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Unterthema „Orientierung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992 und 1996), S. 50 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Unter der Überschrift „Vorder- und Rückseiten an den Extremitäten“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992 und 1996), S. 59 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden in den entsprechenden Bewegungsanleitungen die Hinweise gemacht, dass bei den Armen und bei den Beinen die Vorder- und Rückseiten spiralig um deren Längsachsen verlaufen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd. (1992 und 1996), S. 59 und 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
=== Kommentare, Auswertung und offene Fragen ===&lt;br /&gt;
==== Zur Definition und Erfahrbarkeit der Bewegungsmuster ====&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Fachbegriffs der parallelen und spiraligen Bewegungsmuster zeigt eindeutig, dass „spiralig” als Fachbegriff viel früher und in mehr Kontexten als „parallel” auftauchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiralige Eigenschaften sind in der Struktur und im funktionellen Aufbau unserer Anatomie (vor allem in den Extremitäten) sehr gut erfahrbar. Spiralbewegungen sind sowohl innerhalb der Massen als auch zwischen benachbarten Massen und in der Ganzkörperbewegung eindeutig nachvollziehbar und somit auch im Kleinen fein wahrnehmbar (vgl. das Thema innerer Raum bei den Bewegungselementen, die Bewegungsmöglichkeiten der Zwischenräume, die Vorder- und Rückseiten der Massen, die Transport- und Haltungsbewegungsebenen oder auch die Transportbewegungen im Konzept „Menschliche Bewegung“). Beim Thema der Fortbewegung in vertikaler Richtung ist das spiralige Bewegungsmuster von Anfang an ein wichtiger Aspekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „parallele Bewegungsmuster” hingegen wurde erst im Lauf der 1990-er-Jahre Teil der kinästhetischen Fachsprache, und seine Definition und Erfahrbarkeit sind auch nicht so eindeutig wie beim spiraligen Bewegungsmuster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parallelität des Bewegungsmusters wird in der [[#Parallele und spiralige Bewegungsmuster (Kinästhetik in der Pflege-Grundkurs, Kurzdarstellung, 1994)|Kurzdarstellung des Pflege-Grundkurses von 1994]] durch das Tragen des Gewichts mit beiden Körperseiten, durch die synchrone Gleichzeitigkeit ihrer Bewegung und durch ihr gleichzeitiges Führen erklärt. In anderen frühen Publikationen wird der Begriff kaum explizit erläutert. Als Anknüpfungspunkt kann man die Parallelität in linearen Bewegungsrichtungen um eine Achse vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Praxisbuch Kinaesthetics“ von Maren Asmussen findet sich unter der Überschrift „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ eine Erklärung, die an die vorangehend zitierte Stelle anschließt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Bei parallelen Bewegungsmustern führen die rechte und die linke Körperhälfte die gleichen Bewegungen durch.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Asmussen-Clausen, Maren (2009):&#039;&#039;&#039; Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8. S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ hingegen ist explizit von [[#Parallele Bewegungsmuster|parallelen Achsen]] die Rede. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dritte Definition des parallelen Bewegungsmusters findet man in den Büchern „[[#„Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ im Buch „Kinästhetik – Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten“ von Hatch und Maietta| Kinästhetik – Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten]]“ und „[[#„Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ im Buch „Kinaesthetics Infant Handling“ von Maietta und Hatch|Kinaesthetics Infant Handling]]“ von Maietta und Hatch die Aussagen, dass bei diesem vorwiegend eine Gewichtsverlagerung nach oben und nach unten oder nach vorne und nach hinten erfolgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Definitionen stellt sich die berechtigte Frage, welche Richtung in einer einzelnen Masse wie dem Arm oder zwischen Arm und Brustkorb dem parallelen Bewegungsmuster entsprechen würde. Aufgrund der Struktur unserer Anatomie ist es auch fraglich, ob wir reine parallele Bewegungen/Bewegungsmuster überhaupt ausführen können. Es scheint deshalb angebracht, insbesondere das parallele Bewegungsmuster nur als Modell für die Wahrnehmung und Erfahrbarkeit der Ganzkörperbewegung – in der sich die Massen eher parallel bewegen – zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Mária Pfemeter, 2024-04-10)&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stabil und instabil]]&lt;br /&gt;
* [[Orientierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Begriff ==&lt;br /&gt;
=== Bedeutungsüberblick ===&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutungen der Begriffe der Begriffe nach dem „Duden Online-Wörterbuch“ ====&lt;br /&gt;
Nach dem „Duden Online-Wörterbuch“ hat &#039;&#039;&#039;parallel&#039;&#039;&#039; folgende Bedeutungen: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erstbedeutung lautet „in gleicher Richtung und in gleichem Abstand neben etwas anderem verlaufend, an allen Stellen in gleichem Abstand nebeneinander [befindlich]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zweitbedeutung lautet „gleichzeitig in gleicher, ähnlicher Weise neben etwas anderem [vorhanden, erfolgend, geschehend]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Synonyme sind „gleich gerichtet, gleichlaufend, in der gleichen Richtung, nebeneinander“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeführt wird zusätzlich eine weitere fachsprachliche Bedeutung (Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Duden Online-Wörterbuch hat &#039;&#039;&#039;spiralig&#039;&#039;&#039; folgende Bedeutungen: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bedeutung lautet „spiralförmig; in Spiralwindungen verlaufend“. Es werden keine Synonyme sind angegeben. Zu „Spirale“ wird als Erstbedeutung „a. sich um eine Achse windende Linie“ und „b. gekrümmte Linie, die in immer weiter werdenden Windungen um einen festen Punkt läuft“ angegeben, als Zweitbedeutung „a. spiralförmiger Gegenstand, spiraliges Gebilde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem „Duden Online-Wörterbuch“ hat &#039;&#039;&#039;Muster&#039;&#039;&#039; folgende Bedeutungen: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erstbedeutung lautet „Vorlage, Zeichnung, nach der etwas hergestellt, gemacht wird“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zweitbedeutung lautet „etwas in seiner Art Vollkommenes, nachahmenswertes, beispielhaftes Vorbild in Bezug auf etwas Bestimmtes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drittbedeutung lautet „aus der Kombination von einzelnen Motiven bestehende [regelmäßige], sich wiederholende, flächige Verzierung, Zeichnung auf Papier, Stoff o. Ä.“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Viertbedeutung lautet „kleines Stück, kleine Menge einer Ware, an der man die Beschaffenheit des Ganzen erkennen kann“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als hauptsächliche Synonyme werden „Archetyp, Entwurf, Modell, Plan“ angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Verwendung als kinästhetischer Fachbegriff ====&lt;br /&gt;
Das Fachbegriffspaar „Parallele und spiralige Bewegungsmuster“ beginnt sich ab 1994 durchzusetzen. Schon im Jahr 1982 findet sich ein Hinweis auf die spiralförmige Körperstruktur und damit verbundene Bewegungsabläufe, die sich durch Leichtigkeit auszeichnen. Aus dem Jahr 1986 stammt ein Hinweis auf den Zusammenhang zwischen den heutigen Grundpositionen und dem Weg vom Liegen ins Stehen mit Spiralbewegungen. Schließlich findet sich im Jahr 1988 ein erster Hinweis auf die Bedeutung der spiralförmigen Bewegung für die embryonale und frühkindliche Entwicklung. In den frühen 1990er-Jahren etabliert sich die fachsprachliche Beschreibung des spiraligen Bewegungsmuster durch Drehen und Beugen oder Drehen und Strecken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die beiden Bewegungsmuster zu unterscheiden, werden Begriffe wie zweidimensional, linear, einachsig für parallele Bewegungsmuster, Begriffe wie dreidimensional, spiralig, vielachsig für spiralige Bewegungsmuster verwendet. In der gleichen Zeit entwickelt sich die heutige fachsprachliche Beschreibung, dass die Kombination von Haltungs- und Transportbewegungen zu den beiden Bewegungsmustern führt. Von Beginn weg finden sich Hinweise, dass parallele Bewegungsmuster im Vergleich mit spiraligen anspruchsvoller bzw. anstrengender sind. Letztere erlauben eine leichtere Kontrolle der Bewegung, die auch jederzeit mit wenig Kraftaufwand angehalten oder umgekehrt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kinästhetischer Fachbegriff wird „Parallele und spiralige Bewegungsmuster&amp;quot; ausgehend von den gemeinsprachlichen Bedeutungen spezifisch definiert verwendet. &lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Nach dem Duden Herkunftswörterbuch wurde das Wort &#039;&#039;&#039;parallel&#039;&#039;&#039; im 16. Jahrhundert als mathematischer Fachbegriff aus lateinisch &#039;&#039;parallelus&#039;&#039; entlehnt, beides mit der Bedeutung „in gleichem Abstand nebeneinanderverlaufend, gleichlaufend“. Das lateinische Wort geht auf griechisch &#039;&#039;par-állelos&#039;&#039; zurück. Dieses ist eine Wortbildung aus &#039;&#039;pará&#039;&#039; mit der Bedeutung „neben, neben – hin, entlang“ und &#039;&#039;állos&#039;&#039; mit der Bedeutung „ein anderer“ bzw. &#039;&#039;allélon&#039;&#039; „einander“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ableitungen sind „Parallele“ und „parallelisieren“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Duden Herkunftswörterbuch ist das Wort &#039;&#039;&#039;Spirale&#039;&#039;&#039; eine Neubildung des 18. Jahrhunderts mit der Bedeutung „ebene Kurve, die in unendlich vielen, immer weiter werdenden Windungen einen festen Punkt umläuft; Uhrfeder“. Sie geht zurück auf mittellateinisch &#039;&#039;spirális&#039;&#039; schneckenförmig sich windend“, eine Adjektivbildung zu lateinisch &#039;&#039;spira&#039;&#039; „gewundene Linie, in Schneckenlinie gewundener Körper“, das wiederum auf griechisch &#039;&#039;speira&#039;&#039; „Windung, Spirale“ zurückgeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Herkunft des Wortes &#039;&#039;&#039;Muster&#039;&#039;&#039; gibt der Artikel „[[Medium:Wörterwurzeln-03-2013-Muster.pdf|Muster: Von der Minne zum Monster]]“ aus der Zeitschrift „lebensqualität“ (03/2013) Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;br /&gt;
NICHT VERGESSEN: Links in allen Artikeln zu parallel und spiralig!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Parallele_und_spiralige_Bewegungsmuster&amp;diff=5123</id>
		<title>Parallele und spiralige Bewegungsmuster</title>
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		<updated>2024-05-14T17:52:33Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:Tanul%C3%A1si_modell&amp;diff=4377</id>
		<title>hu megbeszélés:Tanulási modell</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:Tanul%C3%A1si_modell&amp;diff=4377"/>
		<updated>2022-05-03T20:04:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Tanulási modell}} {{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Tanulási modell}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Tanul%C3%A1si_modell&amp;diff=4376</id>
		<title>hu:Tanulási modell</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Tanul%C3%A1si_modell&amp;diff=4376"/>
		<updated>2022-05-03T20:03:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária }}  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Összefoglalás:&amp;lt;br&amp;gt; Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. A „tanulási mo…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Összefoglalás:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. A „tanulási modell” témájához kapcsolódó idézetek a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvből származnak. A szócikk bemutatja a tanulási modell mint módszertani alap felépítését és lépéseit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== A tanulási modell a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Tanulás és Mozgáskompetencia című könyvből származik, ami a Kinaesthetics haladóképzések tananyagát képezi. . A második fejezet („Módszerek és eszközök”) második alfejezetének („A tanulási modell”) szövegében olvasható az alábbi idézet. Az ezt megelőző első alfejezetben a Kinaesthetics [[Tanulási fázis|tanulási fázis]], az idézett fejezetet követően pedig a [[Tanulási ciklus|tanulási ciklus]] és a [[Tanulási spirál|tanulási spirál]] kerül bemutatásra a tanulási modell jellegzetes formájaként.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A &#039;&#039;&#039;Kinaesthetics-tanulási-modell&#039;&#039;&#039; a kinesztetika tanulással kapcsolatos feltevéseire támaszkodva olyan struktúrába rendezi a különböző tanulási folyamatokat, amely rendkívül hatékonnyá és tartóssá teszi ezeket. Megalapozza a Kinaesthetics módszereinek és eszköztárának javarészét. Ezen belül központi szerepet játszik, hogy a [[Tanulás|tanulást]] egy [[Cirkularitás|cirkuláris]], avagy spirális, aktív és végső soron interaktív folyamatként értelmezi. Éppen ezért az alkalmazott módszerek és eszközök, úgy kicsiben mint nagyban, ismétlődő módon tartalmaznak cirkuláris struktúrákat, valamint [[Kölcsönhatás|interakcióra]] és más emberekkel való közös tanulásra szolgáló lehetőséget. A tanulási modell a következő, egymásra épülő lépéseket foglalja magába:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;1. lépés:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039; Hol helyezkedem el az adott téma viszonylatában?&amp;lt;br&amp;gt;Az első lépés a tanulási témával kapcsolatos személyes kiindulási helyzet meghatározását szolgálja, egyéni, aktív megtapasztalás révén. Ez egyaránt vonatkozhat a mozgásérzékelésre, a kognitív értelmezésre, vagy az egyéni feltevésekre. A helyzet betájolása biztosítja, hogy a tanulási téma az egyéni előfeltevésekhez kapcsolódjon. Másrészt az is cél, hogy a témát behatároljuk, jelentőségét és relevanciáját egy bizonyos kontextusba és keretbe helyezzük.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;2. lépés:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039; Mit érzékelek az adott témával kapcsolatosan?&amp;lt;br&amp;gt;A második lépés során lehetővé válik a tanulási témának meglehetősen differenciált megismerése. Ezt egyéni belső perspektívából, pontosan meghatározott megfigyelési szempontok szerint (pl. a fogalomrendszer szempontjai szerint) elemezzük, kutatjuk és magyarázzuk. Az elemzés úgy történik, hogy egyénileg, és társakkal közösen, aktív módon vizsgáljuk a témát (pl. mozgástapasztalatok révén) majd úgy egyénileg, mint közösen reflektálunk rá.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;3. lépés:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039; Hogyan tudom használni [[érzékelés|érzékelésemet]] több lehetőség kifejlesztése érdekében?&amp;lt;br&amp;gt;A harmadik lépés a második lépés súlypontjainak gyakorlati hasznosságát, alkalmazását, összekapcsolását és integrálását célozza meg, az egyéni cselekvési szabadság kiterjesztése érdekében. Azt kutatjuk, hogyan gyarapíthatók cselekvési lehetőségeink a második lépés alapján, az adott téma vonatkozásában. Ez úgy valósulhat meg, hogy a különböző szempontok alapján beazonosított problémafelvetéseket variáljuk, különös tekintettel az alapul szolgáló mintákra és kompetenciákra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;4.lépés:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039; Hol tartok most? Mit viszek magammal?&amp;lt;br&amp;gt; Az utolsó lépés során, az összehasonlítás érdekében, visszatérünk a kezdeti szakaszban végzett egyéni helyzetelemzéshez. A [[Különbség|különbségek]] alapján beazonosíthatóvá válnak az egyéni tanulási hozadékok, és további nyitott kérdések vezethetők le. A figyelem központjában az egyéni tanulási folyamatainak módszeres kiértékelése és besorolása áll. Ennek szerves részét képezi azon szempontok beazonosítása, amelyek saját életünk vonatkozásában rendkívüli jelentőséggel bírnak, és amelyekre a jövőben különösen oda szeretnénk figyelni.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 16–17. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Egyéni beszámolók a témához kapcsolódóan ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Siemann, Sabine (2014):&#039;&#039;&#039; Mit einem Juchzen belohnt. Entdeckendes Lernen mit einem Jungen im Wachkoma In: lebensqualität. Das Journal für Kinaesthetics. 2007, Nr. 1. S. 12–13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lásd még ==&lt;br /&gt;
[[Tanulási spirál]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Tanulási ciklus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen/Methodische Großformen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:Fogalomr%C3%A1cs&amp;diff=4375</id>
		<title>hu megbeszélés:Fogalomrács</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:Fogalomr%C3%A1cs&amp;diff=4375"/>
		<updated>2022-04-29T20:39:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Fogalomrács}} {{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}},“&lt;/p&gt;
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{{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}},&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Fogalomr%C3%A1cs&amp;diff=4374</id>
		<title>hu:Fogalomrács</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Fogalomr%C3%A1cs&amp;diff=4374"/>
		<updated>2022-04-29T20:18:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Összefoglalás:&amp;lt;br&amp;gt; Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. A „fogalomrács…“&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Összefoglalás:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. A „fogalomrács” témájához kapcsolódó Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvből származó idézetből áll. A szócikk leírja a fogalomrács jelentését, valamint annak dokumentációs és elemzési eszközként való használatát.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fogalomrács a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Tanulás és Mozgáskompetencia című könyvből származik, ami a Kinaesthetics haladóképzések tananyagát képezi. Az idézett szövegrész a második fejezet („Módszerek és eszközök”) harmadik alfejezetében („Eszközök”), a második téma („A fogalomrács”) szövegében olvasható.&lt;br /&gt;
 [[Datei:Konzept-Raster A4-hoch-DE jpg.jpg|mini|rechts|Das Konzept-Raster im Hochformat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A fogalomrács egy olyan eszköz, amely segít a tanulási és elemzési folyamatok dokumentálásában. A hat kinesztetikai fogalmat, valamint azok altémáit tartalmazza. Feltételezi tehát a fogalom-szempontok ismeretét. Igen széles körben alkalmazható, például aktuális személyes fogalomértésének, egy gyakorlati szituáció kiinduló helyzetének, vagy egy esettanulmányhoz kapcsolódó tanulási és fejlődési folyamatnak dokumentálására. Bizonyos esetekben lépésről-lépésre és teljes terjedelmében kitölthető, például egy tevékenység módszeres és teljes körű elemzése során. Más esetekben célszerűbb a saját felfedezéseket és tapasztalatokat követni, és ezeket a megfelelő fogalmakhoz sorolni. Lesznek esetek, amikor értelmetlen a teljes rács kitöltése. A rács a közepvonalban két oszlopra osztható, egy összehasonlítás vagy egy fejlődési folyamat (pl. előtte-utána) szemléltetése érdekében, tanulás vagy elemzés során.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 29. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Egyéni beszámolók a témához kapcsolódóan ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schmidiger, Monika (2014):&#039;&#039;&#039; „Geht nicht&amp;quot; geht nicht, Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1. 26–31. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Márton, Klára; Szőcs, Judit (2010):&#039;&#039;&#039; Lebensschule für alle beteiligten - Stiftung Lebensqualität hilft konkret in Rumänien, Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2010, Nr. 2. 11-13. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategória:Tanulás]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategória:Dokumentációs eszközök]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:K%C3%B6lcs%C3%B6nhat%C3%A1s&amp;diff=4373</id>
		<title>hu megbeszélés:Kölcsönhatás</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:K%C3%B6lcs%C3%B6nhat%C3%A1s&amp;diff=4373"/>
		<updated>2022-04-28T19:59:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Kölcsönhatás}} {{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Kölcsönhatás}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:K%C3%B6lcs%C3%B6nhat%C3%A1s&amp;diff=4372</id>
		<title>hu:Kölcsönhatás</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:K%C3%B6lcs%C3%B6nhat%C3%A1s&amp;diff=4372"/>
		<updated>2022-04-28T19:58:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Összefoglalás: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br&amp;gt;  Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. A „köl…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Összefoglalás: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. A „kölcsönhatás”-hoz kapcsolódó idézetekből áll kinesztetikai, kibernetikai, illetve tudományos szempontból. A szócikk nem a Fogalomrendszerben található kinesztetikai „kölcsönhatás” fogalmat tárgyalja, de idézi az ott található magyarázatokat, definíciókat. A kölcsönhatás fogalma olyan cselekvési partnerek kölcsönös kapcsolataként kerül meghatározásra, ahol mindkét partner egyidejűleg és aktívan részt vesz a folyamatban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kölcsönhatás Kinaesthetics – Fogalomrendszer című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Fogalomrendszer című könyvből, az első fejezet („A kölcsönhatás kinesztetikai fogalma”) bevezetőjéból származik. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A &#039;&#039;&#039;kölcsönhatás&#039;&#039;&#039; általában két vagy több cselekvési partner kapcsolatára utal. A kinesztetika ezt a fogalmat használja egy adott élőlény részei közötti kapcsolat megjelölésére is, beleértve annak celluláris vagy molekuláris szintjeit. A kommunikáció a kölcsönhatás egyik legnyilvánvalóbb példája. A verbális és a nonverbális kommunikáció közötti különbségből is kitűnik, hogy egy kölcsönhatás során minden érzékszervünk szerepet játszik.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A kinesztetika a következő két kölcsönhatási kategória megfigyelésére és alakítására helyezi a hangsúlyt:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• az emberi test részei közötti kölcsönhatásra, a különféle tevékenységek során.&amp;lt;br&amp;gt;• az emberek közötti kölcsönhatásra, érintés és közös mozgás során.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Az érintés és mozgás általi kölcsönhatás minősége alapvető és központi fontosságú az emberi interakciós-kompetencia, és ezáltal az összes többi tanulási folyamat szempontjából.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Fogalomrendszer. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. 11. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kölcsönhatás a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Tanulás és Mozgáskompetencia című könyvből származik, ami a Kinaesthetics haladóképzések tananyagát képezi. Az idézett szövegrész a szójegyzékben olvasható, és a fogalom felhasználását írja le általánosan, valamint kinesztetikai kontextusban.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A &#039;&#039;&#039;kölcsönhatás&#039;&#039;&#039; egy résztvevő felek közötti aktív, közös cselekvési történést jelöl. A kölcsönhatás, annak általános értelmezése szerint, első sorban személyek és csoportok egymásra gyakorolt hatását, befolyását jelenti. A kinesztetika a kölcsönhatás fogalmát a testrészeink közötti kölcsönhatásra is kiterjeszti. Kölcsönhatás csupán azonos időben zajló közös aktivitás révén jöhet létre a részek között. A &amp;quot;vezetés és követés&amp;quot; időbeni és viszonyulási szempontjai alapján különböző kölcsönhatási formákat ismerünk. A kölcsönhatási kompetencia alatt azt az aktuális, tanult képességet értjük, amely képessé tesz, hogy más személlyel történő kölcsönhatásunkat produktív módon alakítsuk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 63. oldal (Szójegyzék).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kölcsönhatás a Kibernetika és kinesztetika című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kibernetika és kinesztetika című könyvből, a záró fejezetből származik (6. fejezet – „A kinesztetika gyakorlati kibernetika”), és a harmadik alfejezetben („Interakció és közös tanulás”) olvasható. Az idézett szövegrészt megelőzően a partnertapasztalat kerül bemutatásra, majd az idézet a következő téma („Interakció és kommunikáció a kibernetika szemszögéből”) szövegét foglalja magában.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Az ezekhez kapcsolódó kibernetikai hátteret számos, az élőlények közötti kommunikációval, interakcióval kapcsolatos vizsgálódás és kutatás szolgáltatja. Gregory Bateson ezen a téren is komoly alapozómunkát végzett, amelyre később Paul Watzlawick és kutatócsoportja, valamint H. Maturana–F. Varela, a Megismerés fája (Maturana; Varela 2015)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maturana, Humberto R.; Varela, Francisco J. (2015):&#039;&#039;&#039; Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. Aus dem Spanischen von Kurt Ludewig in Zusammenarbeit mit dem Institut für systemische Studien e. V. in Hamburg. 6. Auflage. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag (Fischer Taschenbücher 17855). ISBN 978-3-596-17855-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;) című könyvükben messzemenően építeni tudtak.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Kutatásaik kiindulópontját a korabeli lineáris adó-vevő kommunikációs modell nyilvánvaló gyenge pontjai képezték. Az említett modell szerint a kommunikáció a következőképpen működik: egy adott személy (A), egy kód felhasználásával (írás, beszéd stb.) üzenetet közvetít. Üzenetét egy másik személy (B) vételezi és dekódolja. Ennek alapján B közvetít egy üzenetet, amelyet A vételez és dekódol. Ezt követően és ennek alapján A egy következő üzenetet továbbít stb. A kommunikációt lineáris lefolyásúnak tartották, amely során egy közlés sorozatosan következik az előzőből.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A kibernetikában a két élőlény közötti kölcsönhatásokat teljesen új fényben vizsgálták, beleértve a verbális és nonverbális kommunikáció minden formáját. A kibernetikai interakcióelmélet lényegi mondanivalóját a következőképpen fogalmazhatnánk meg: kölcsönhatásról akkor beszélhetünk, ha (legalább) két élőlény egyidőben, folyamatosan, aktív módon részt vesz egy közös cselekvésben. Ez a kölcsönös kapcsolat az interakciós partnerek között zajló cirkuláris folyamatra épül. Kölcsönhatás során, magatartásom révén folyamatosan befolyásolom a partnerem magatartását, ugyanakkor partnerem magatartása folyamatosan befolyásolja az én magatartásomat: saját magatartásom körkörösen (cirkulárisan) folyamatosan visszahat rám &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Így a kölcsönhatásokat saját a magatartásuk szabályozása szempontjából autonóm cselekvésű partnerek kölcsönös kapcsolódásának cirkuláris folyamataiként értelmezzük. Az autonóm azt is jelenti, hogy egy verbális vagy nonverbális kommunikáció minden információja minden partner által külön-külön &amp;quot;feldolgozásra” kerül: egy beszélgetésen belül nincsenek „üzenetek” amelyek egy adott személy fejében létrejönnek, továbbítódnak és változatlanul megérkeznek az én fejembe. Amikor valakit hallgatunk, megtapasztalható időbeni eltolódás nélkül folyamatosan megkonstruáljuk szavai alapján a magunk értelmezését. Gondolatban inkább előre szaladunk, megelőzve a kijelentések lehetséges folytatásait. Arckifejezésünket és egész magatartásunkat következetesen ehhez igazítjuk, és ezáltal befolyásoljuk a beszélőt..&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Ebből a kibernetikai perspektívából a kommunikációs partnerek egyidőben és közösen határozzák meg a kommunikáció menetét, akár hallgatva-követve, akár beszélve-vezetve. Másként fogalmazva: Nem létezik üzenet vagy információ közlő és fogadó személy nélkül ugyanúgy, ahogy nem létezik megfigyelés megfigyelő személy nélkül (vö. 5.3.3).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ha valaki például egy partnertapasztalat keretén belül egy másik emberrel kölcsönhatásba kerül, kibernetikai szempontból ugyanaz lesz érvényes: saját mozgása révén játszhat inkább vagy kevésbé vezető vagy követő szerepet. De az interakció lefolyását a két interakciós partner állandó, kölcsönös alkalmazkodásának cirkuláris folyamata határozza meg. (European Kinaesthetics Association 2020b, 47. oldal&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;)“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A kapcsolódó infobox szövege „&#039;&#039;&#039;&#039;Élőlények, többsejtűek kölcsönhatásai &#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
[[Datei:Interaktion Maturana Varela.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A bemutatott kibernetikai modell H. Maturana és F. Varela munkásságára vezethető vissza. A megismerés fája című könyvükben (Maturana; Varela 2015, S. 196&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maturana, Humberto R.; Varela, Francisco J. (2015):&#039;&#039;&#039; Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. Aus dem Spanischen von Kurt Ludewig in Zusammenarbeit mit dem Institut für systemische Studien e. V. in Hamburg. 6. Auflage. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag (Fischer Taschenbücher 17855). ISBN 978-3-596-17855-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;), arra használták, hogy biológiai szempontból bemutassák a többsejtűek (mint pl. az emberek) közötti interakciók lényeges feltételeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A gömböt körvonalazó két, önmagába záródó, köralakú nyíl ábrázolja az élőlényt, a maga zárt operacionális autonómiájával ill. [[Autopoézis|autopoézisével]], és az információfeldolgozásának cirkuláris zártságával. A két élőlény strukturális egyezéseinek alapján, interakciójuk közös, kölcsönös viszonyulássá alakul, melyen belül mindkettő azonos időben és aktív módon részt vállal ([[Autopoézis|élőlények strukturális kapcsolódása]]).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Nyilván minden élőlény folyamatosan egy adott környezetben helyezkedik el. Ezt az ábrán a hullámvonal jelzi. A környezethez való viszonyulásban is fennáll egy strukturális alapon történő állandó kölcsönhatás. Ez mindenesetre különbözik az autonóm cselekvési partnerek közötti kölcsönhatásoktól, és az élőlény folyamatos alkalmazkodási teljesítményeiben mutatkozik meg, amellyel az állandó és a változó környezeti feltételekhez igazodik.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kibernetika és kinesztetika. Stefan Marty-Teuber és Stefan Knobel szerkesztésében. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). 64–66. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lásd még ==&lt;br /&gt;
* [[Szociális követés]]&lt;br /&gt;
* [[Autopoézis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forrásjegyzék ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategória:Kibernetikai alapok]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:Eg%C3%A9szs%C3%A9gfejl%C5%91d%C3%A9s&amp;diff=4371</id>
		<title>hu megbeszélés:Egészségfejlődés</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:Eg%C3%A9szs%C3%A9gfejl%C5%91d%C3%A9s&amp;diff=4371"/>
		<updated>2022-04-25T16:20:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Egészségfejlődés}} {{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Egészségfejlődés}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Eg%C3%A9szs%C3%A9gfejl%C5%91d%C3%A9s&amp;diff=4370</id>
		<title>hu:Egészségfejlődés</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Eg%C3%A9szs%C3%A9gfejl%C5%91d%C3%A9s&amp;diff=4370"/>
		<updated>2022-04-25T16:19:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Összefoglalás: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br&amp;gt; Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. Az „egé…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Összefoglalás: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. Az „egészségfejlődés” témájához kapcsolódó idézetek a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvből származnak. A kinesztetikában az egészségfejlődés fogalma az egészség helyett használandó, ezáltal kifejezve, hogy az egészség nem állapot, hanem egy folyamatos fejlődési folyamat, ami leginkább a hétköznapi tevékenységek elvégzésének minőségétől függ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Egészségfejlődés a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvből származik, ami a Kinaesthetics haladóképzések tananyagát képezi. Az idézett szövegrész a harmadik fejezetben olvasható („A mozgáskompetencia mint központi téma”). A megelőző alfejezet, „A mozgáskompetencia jelentősége életszakaszaink során”, tárgyalja a mozgáskompetencia fejlődését és jelentőségét az ember fogantatásától egészen a haláláig. Az idézet a harmadik alfejezet szövegét foglalja magában („Mozgáskompetencia és egészségfejlődés”).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A kinesztetika az egészség fogalma helyett következetesen az «&#039;&#039;&#039;egészségfejlődés&#039;&#039;&#039;» fogalmát használja, mivel az egészséget nem egy «meglévő állapotként», hanem az ember folyamatosan zajló önszerveződési folyamataként értelmezi. Az egészségfejlődés nagymértékben attól függ, milyen minőségűek a folyamatosan zajló belső mozgási folyamataink, az ún. vitálfunkcióink (pl. emésztés, vérkeringés). E mozgásfolyamatok minősége viszont meghatározó módon függ az akaratlagosan befolyásolható izomzat tevékenységétől. Ez magyarázza pl. a bénult embereknél olyan gyakran fellépő vitálfunkciós zavarokat. Mindennapi tevékenységeink tehát messzemenően befolyásolják vitálfunkcióink minőségét. Ebből kiindulva egészségfejlődésünk szempontjából jelentőséggel bír, hogyan állunk fel a földről, hogyan ülünk, hogy egy gyereket, mint &amp;quot;élettelen&amp;quot; babát, emelünk-e fel, hogy egy ápolásra szoruló embert az ágyában egyszerűen felcibálunk-e, vagy lehetővé tesszük, hogy saját izomzata révén, aktív módon, részt vegyen a mozgásban.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A kinesztetika megkülönbözteti a mozgásnak ezt a széleskörű és minőségi értelmezését, a mozgás fogalmának általánosan elterjedt megközelítésétől és értelmezésétől. Így például a bulvárlapokban azt tanácsolják, hogy egészségünk érdekében minden nap mozogjunk egy fél órát, mintha amúgy is nem mozognánk folyamatosan. A szó szűkebb értelmezése ebben a kontextusban a helyváltoztatásra (járás, szaladás), a tornára, ill. sporttevékenységekre vonatkozik. Ezen felül leginkább mennyiségi szempontok és megfontolások állnak előtérben, akár általános értelmezésben, akár testedzési vagy terápiás szempontból. Cél a keringés serkentése, az izomzat erősítése, az általános testi erőnlét javítása stb..&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A kinesztetika a mozgás fogalmát tágabban értelmezi. Eszerint az ember, amíg csak él, folyamatosan mozog, akár fekszik, akár ül, akár éppen helyét változtatja. Ebben a megközelítésben egyenesen paradoxonként hangzik a tanács, hogy napi fél órát az «egészséges» mozgásnak szenteljünk, a napunk többi idejét pedig nem.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A kapcsolódó infobox szövege „&#039;&#039;&#039; Homeokinézis &#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„K. U. Smith (1907–1994) magatartáskibernetikus, kutatásai alapján, az egészségfejlődés folyamatára a homeokinézis fogalmát alkalmazta. Ezáltal akarta nyomatékosítani, hogy «egészségünket» elsősorban folyamatos, aktív mozgásunk révén alakítjuk. Fogalomalkotásához a homeosztázis fogalmára nyúlt vissza. Ez a fogalom a belső környezet bizonyos egyensúlyhatárok közötti megtartását jelöli (pl. testhőmérséklet, vérnyomás), és önszabályzó folyamatok révén valósul meg. A homeokinézis áthelyezi a fogalom hangsúlyát az aktív mozgásra.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A kapcsolódó infobox szövege „&#039;&#039;&#039;Nem lehet nem mozogni&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A nem-akaratlagos mozgások, valamint a vitálfunkciók (pl. szívverés) szintjén az ember egész élete folyamán, megszakítás nélkül mozog. Ugyanígy az akaratlagosan irányított mozgások szempontjából sem létezik egy ember életében egyetlen mozgás nélküli pillanat sem.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 38–39.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== További irodalom a témában való elmélyüléshez ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A szerzők az egészségfejlődés fogalmát a könyv címében is megemlítik, majd hangsúlyosan a 3. oldaltól kezdve az alábbi fejezetekben megvilágítják: „Mit értünk egészség alatt?”, Hogy lehet az egészséget fejleszteni?” és „A kinesztetika alkalmazása a professzionális ápolás során”: A második fejezetben („Hogy történik az egészség fejlődése?” 8-33. oldal) a témát részletesen több szempontból is kifejtik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A szerzők harmadik fejezetben („Egészség, fejlődés és tanulás” 41-57. oldal) fejtik ki az egészségfejlődés témáját, majd az ötödik alfejezetben („Az egészségfejlődés elmélete”)  tovább mélyítik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lásd még ==&lt;br /&gt;
[[Tanulási paradigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategória:Emberkép]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:K%C3%BCl%C3%B6nbs%C3%A9g&amp;diff=4369</id>
		<title>hu megbeszélés:Különbség</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:K%C3%BCl%C3%B6nbs%C3%A9g&amp;diff=4369"/>
		<updated>2022-04-25T15:18:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Különbség}} {{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Különbség}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:K%C3%BCl%C3%B6nbs%C3%A9g&amp;diff=4368</id>
		<title>hu:Különbség</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:K%C3%BCl%C3%B6nbs%C3%A9g&amp;diff=4368"/>
		<updated>2022-04-25T15:17:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N. /Pfemeter Mária}}  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Összefoglalás:&amp;lt;br&amp;gt; Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. A „különbség…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N. /Pfemeter Mária}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Összefoglalás:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. A „különbség” témájához kapcsolódó idézetek a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia és a Kibernetika és kinesztétika című könyvekből származnak. Az idézett szövegrészek Gregory Bateson definícója alapján a különbség jelentőségét tematizálják az érzékelésben és a tanulás során. Bateson szerint az információ olyan különbségekből áll, amelyek az adott egyén számára különbségként érzékelhetőek. Emellett a különbség jelentőségét a kinesztetika keretein belül kiemelten vázoljuk: a személyes és konkrét tapasztalatok teszik lehetővé a mozgásérzékelés és a mozgásszabályozás egyre finomabbá válását. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Különbség a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Tanulás és Mozgáskompetencia című könyvből származik, ami a Kinaesthetics haladóképzések tananyagát képezi. Az idézet az ötödik fejezetből („Tanulás: Általános szempontok”) származik. A megelőző alfejezetek tárgyalják a következő témákat „A tanulás fogalmának jelentése a mindennapokban”, „A tanulásra vonatkozó átfogó tudományos elmélet hiánya„, „Tanulás, tapasztalat és gondolkodás” és „A tanulás alapfunkciói”. Az idézett szövegrész az ötödik alfejezet szövegét foglalja magában („A különbségek jelentős megkülönböztetésekhez vezetnek”).&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A kinesztetika kibernetikai szemszögéből az érzékelés, felismerés és a tanulás során észlelt különbségek központi szerepet játszanak.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Gregory Bateson (1904 – 1980), a kibernetikának egy másik úttörője, ezt a tényállást a következőképpen fogalmazta meg: „Az információk olyan különbségek, amelyek megkülönböztetnek” ‘ (Bateson 2014, 123. oldal &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. &lt;br /&gt;
1. Auflage: 1987. Erstausgabe: 1982. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (ISBN 978-3-518-57603-8).&lt;br /&gt;
Originalausgabe: vgl. Bateson, Gregory (1979)&amp;lt;/ref&amp;gt;). Ez annyit jelent, hogy az adott különbséget az élőlény is különbségként kell érzékelje, ahhoz, hogy olyan információvá váljon, amelyet egy tanulási folyamatban használni tud.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Mi a jelentősége az információ fenti definíciójának? A delfinek például visszhangtájolás révén olyan különbségeket érzékelnek, melyek számunkra nem jelenthetnek (érzékelhető) különbséget, vagy a ragadozó madarak nagy távolságból olyan különbségeket képesek észlelni szemeikkel, melyek számunkra túl kicsinek bizonyulnak. Tanulási folyamataik és a világ bennük megvalósuló „felépítése” nyilván teljesen más kell legyen, mint a miénk.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A következő példával szeretnénk megvilágítani, mi a jelentősége az érzékelésünkkel és tanulási folyamatainkkal kapcsolatos definíciónak: Egy szimfonikus zenekar karmestere olyan különbségeket képes meghallani, amelyeket mi, laikusok, nem érzékelünk. Persze megtanulhatjuk érzékelni ezeket, amennyiben hallásunkat finomítjuk. Egy ilyen tanulási folyamat során viszont meghatározó jelentőséggel bír, hogy egyéni adottságaink lehetővé teszik-e nekünk az adott különbségek különbségekként való érzékelését, tehát hogy ezek számunkra is különbségeknek bizonyulnak-e. Kezdetben biztos nem fog sikerülni, hogy a karmester által érzékelt egészen finom különbségeket mi is érzékeljük. Nem válhatunk egy csapásra képessé, hogy 30 különböző hangszert külön-külön halljunk. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Kibernetikai szemszögből ez a tényállás találóbb módon a következőképpen fogalmazható meg : Nem tudunk magunkban egy csapásra 30 hangszer között különbségeket produkálni. Ebből a perspektívából az érzékelés az egyén aktív [[Feedback-control elmélet|feedback folyamatának]] eredménye, és nem egy passzív «mechanikus» vételezése (pl. a hanghullámoknak).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Magatartásunk vezérlése során, mozgásunk által, folyamatosan különbségeket produkálunk, érzékeljük ezeket a különbségeket, és folyamatosan összehasonlítjuk a jelen-értéket a várt értékkel. Ez a szabályozó kör lehetővé teszi az önvezérléshez szükséges folyamatos alkalmazkodási cselekvéseket. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Akárcsak a hallás esetében, képesek vagyunk mozgásérzékelésünk érzékenyítésére is, és megtanulhatjuk, hogy mozgásunk vezérlése során egyre számosabb és finomabb különbségekre figyeljünk fel. A kinesztetikában a mozgásérzékelés finomításának eszköze a fogalomrendszer. Ez egy minden ember számára egyénileg megtapasztalható differenciált  megkülönböztetési rendszer. Az «idő» és a «tér» mozgáselemeknél például nagy-kicsi, sok-kevés, a funkcionális anatómiánál például kemény-lágy, képlékeny-robusztus stb. kategóriákkal. Ezek tanulási fókuszként szolgálnak a mozgástapasztalatokon belül.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A különbségek, ill. megkülönböztetések alapvetően központi szerepet játszanak a kinesztetikában. Így például a saját mozgás és a partner mozgása közötti különbségek a [[Partnertapasztalat|partnertapasztalatok]] során hajtóerőként hatnak tanulásunkra. A közös reflexiók során ugyanígy hatnak a különböző megfogalmazások és tapasztalatok közötti különbségek.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A Kinaesthetics-tanulási-szekvenciák úgy épülnek fel, hogy a végén az aktuálisan elért helyzetet a kiindulási helyzettel összehasonlíthassuk, pl. a tanulási ciklus során beiktatott T1-T2 referenciatevékenységek révén (vö. 2.2.1. fejezet). Az ilyenszerű különbség-megtapasztalások tanulási és kompetencia gyarapodási hozadéka a reflexió során válik megfoghatóvá, és egy tudatos és lehetővé teszik a differenciált tanulást. Jegyzetei által olyan döntéseket tud meghozni a különbségekkel és megkülönböztetésekkel kapcsolatosan, amelyek az ön számára személyes jelentőséggel bírnak.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A kapcsolódó infobox szövege: „&#039;&#039;&#039;A megfőtt béka&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Gregory Bateson a következő, kvázi-tudományosnak tartott példázatot használja annak érzékeltetésére, hogy „majdnem soha nem vagyunk tudatában az állapotunk változási irányának.... Ha egy békát ráveszünk, hogy egy hideg vízzel telt edényben megüljön, és a vízhőmérsékletet lassan, fokozatosan növeljük úgy, hogy ne legyen egy pillanat sem, amely pillanatként kiemelkedne a többi közül, mely esetben a béka elugorhatna, akkor a béka soha nem fog elugrani, hanem meg fog főni.” (Bateson 2014, 122 old.). Ez a példázat érthetővé teszi, miért észleljük sokkal nehezebben saját, lassú ütemű fejlődési és tanulási folyamatainkat, mint a gyors, könnyen megkülönböztethető változásokat és tanulási eredményeket.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 56–57. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Különbség a Kibernetika és kinesztetika című könyvben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kibernetika és kinesztetika című könyv záró fejezetéből származik, melynek címe „A kinesztetika gyakorlati kibernetika”. Az idézett szövegrész a második alfejezetben található („Önszabályozás és személyes tanulás”), amit megelőzően a „Hogyan szabályozom magamat?” kérdés kerül górcső alá. Az idézet a következő témák szövegeit foglalja magában: „A különbség” és „Tanulás különbségek megtapasztalása által”.&lt;br /&gt;
: „&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;A különbség&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039; A kezdő tapasztalat elvégzése során észlelhette, hogy elsősorban az ön számára érzékelhető &#039;&#039;&#039;különbségek&#039;&#039;&#039; megfigyelésére kapott felszólítást. A gyakorlat célja természetesen az volt, hogy ön ezáltal tanuljon valamit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Bármelyik egyetemes lexikon fellapozása során megfigyelhetjük, hogy továbbra is hiányzik egy tudományosan megalapozott, átfogó tanuláselmélet (vö. European Kinaesthetics Association 2020b, 52. oldal &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;). A különbségek a kinesztetikai tanulásban központi szerepet játszanak. Ennek elméleti alapját olyan fajsúlyos, tanulással kapcsolatos kibernetikai felismerések képezik, melyek kultúrkörünk pedagógiai hétköznapjaiban még csak igen szerényen jelennek meg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Gregory Bateson kibernetikus mélyrehatóan foglalkozott a tanulás témájával. Bár sok év után korai munkáiban megfogalmazott átfogó tanuláselméletét elvetette, úgy elmélete, mint egész életműve mélyrehatóan – saját bevallása szerint is – rendkívül találó érveléseket és gondolatokat foglal magába az élőlények tanulásával kapcsolatosan. (Bateson 2017, 362–399. oldal &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2017):&#039;&#039;&#039; Ökologie des Geistes. Anthropologische, psychologische, biologische und epistemologische Perspektiven. Übersetzt von Hans Günter Holl. 12. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp. ISBN 978-3-518-28171-0. &lt;br /&gt;
1. Auflage: 1985. Erstausgabe: 1981. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (ISBN 978-3-518-07539-5).&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1995): Steps to an Ecology of Mind, Collected Essays in Anthropology, Psychiatry, Evolution and Epistemology. Copyright © 1972 by Chandler Publishing Company.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Ő fogalmazta meg a mindennemű érzékelőrendszer működésmódja kapcsán (és az információ-egység, vagyis 1 bit egyszerű deffiníciójaként), hogy: ‘Information consists of differences that make a difference.‘ (Bateson 1979, 99. oldal &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (1979):&#039;&#039;&#039; Mind And Nature. A Necessary Unity. New York: E. P. Dutton. ISBN 0-525-15590-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;; ‚Az információk olyan különbségek, amelyek már relevánsak‘, Bateson 2014, 123. oldal &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014): &#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ezzel arra utalt, hogy a tanulás vagy a magatartásváltozások során alapvetően mindig azok a különbségek számítanak, amelyek az adott individuum vagy egy bizonyos rendszer szempontjából valós (megkülönböztető) jelentőséggel bírnak. Természetesen ennek alapja az adott érzékelőrendszer felépítése és spektruma. Így azok a különbségek, amelyek ezen a spektrumon kívül esnek, igen kismértékű vagy igen lassan jelentkező különbségek, kívül esnek az érzékelhetőségen. Alapvetően kijelenthető, hogy ami valaki számára érzékelhető, tudatosítható, magatartás releváns különbségnek számít, az egy másik személy, vagy még nagyobb valószínűséggel egy állat, vagy egy növény számára nem jelent releváns különbséget; ez végső soron teljes mértékben az egyedtől függ. (vö. Bateson 2014,  118. oldal.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Tanulás különbségek megtapasztalása által &#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039; A kinesztetika, éppen ebből a kibernetikai  felismerésből kifolyólag, pedagógiai szempontból legmesszemenőbben individualizáló, és az önfelelős tanulásra épít. A kinesztetika mindig azokból a különbségekből indul ki, amelyeket ön személyes egyéni előzményei és személyes mozgástörténete alapján észlelni tud. Nem biztosít önnek elméletet arról, hogy hogyan kellene helyesen mozognia, hanem egy fölöttébb differenciált szempontrendszert  nyújt, melynek segítségével megtanulhatja saját mozgását megfigyelni és tudatosan szabályozni. (vö. European Kinaesthetics Association 2020b, 56–57. és Infó ablak, 61. oldal &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Abból indulunk ki, hogy a legtöbbet a „helyes” ülésről akkor tudhat meg, ha a konkrét cselekvés során megpróbálja megfigyelni a személyesen megtapasztalható különbségeket és minőségeket és ezáltal megtanulja az adott pillanathoz igazítani ezeket.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ezért nevezhető a kinesztetika F. J. Varela neurobiológus szavaival élve az [[Az első személy módszere|első személy módszerének]] (vö. European Kinaesthetics Association 2020b, 9. oldal. és Infobox 62. oldal.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kibernetika és kinesztetika. Stefan Marty-Teuber és Stefan Knobel szerkesztésében. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 60–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forrásjegyzék ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategória:Kibernetikai alapok]]&lt;br /&gt;
[[Kategória:Tanulás]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:K%C3%A9pz%C3%A9si_ter%C3%BCletek&amp;diff=4367</id>
		<title>hu megbeszélés:Képzési területek</title>
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		<updated>2022-04-25T13:06:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Képzési területek}} {{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}“&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Képzési területek}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
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		<title>hu:Képzési területek</title>
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		<updated>2022-04-25T13:01:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Összefoglalás:&amp;lt;br&amp;gt; Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. A „Képzési ter…“&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Összefoglalás:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. A „Képzési területek” témájához kapcsolódó idézetek a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvből származnak. A szócikk felvázolja a képzési területek eszközként való felhasználásának jelentőségét és módszertanát az önértékelés során.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Képzési területek a „Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvben“==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bildungsfelder ohne Kreis RE col.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Tanulás és Mozgáskompetencia című könyvből származik, ami a Kinaesthetics haladóképzések tananyagát képezi. A második fejezet („Módszerek és eszközök”) harmadik alfejezetében („Eszközök”) első témájának („Képzési területek”) szövegében olvasható az alábbi idézet.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A képzési területek metaforája szemlélteti azokat a területeket, amelyeken a Kinaesthetics-képzési-folyamat fejlődést céloz meg a tanulás és a megértés terén. Mivel a tanulás személyes aktivitásra és felelősségre épülő folyamat (vö. 1.6. fejezet), végső soron ön dönti el, mely területeken milyen konkrét &amp;quot;tanulási gyümölcsöket&amp;quot; szüretel. Ezért előmenetelét, felismeréseit és nyitott kérdéseit önnek kell a megfelelő képzési területekhez sorolnia.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A képzési területek elrendezése a Kinaesthetics-curriculum keretén belül elfoglalt helyükből adódik.  Mindegyik terület egy ún. Kinaesthetics keretelemhez kapcsolódik. Az első körvonalazódó háromszögnél a mozgás valamint a mozgásérzékelés áll előtérben (saját mozgás, cselekvés, szervezet), a második inkább a megértésre összpontosít (alaptudás, fogalomértés, [[Tanulási környezet|tanulási környezet]]).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A következőkben az egyes képzési területek témáit kulcsszavakban és kérdésfelvetésekben körvonalazzuk, ÉN-perspektívából.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Saját mozgás&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039; Saját [[Mozgáskompetencia|mozgáskompetenciám]]: Mennyire differenciált és átfogó módon tudom saját mozgásomat érzékelni, vezérelni és a mindennapi kihívásokhoz igazítani??&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Alaptudás&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039; Egyéni feltevéseim és elméleteim a tudományos elméletek tanulmányozása során: Mennyire sikerül a kinesztetika alapját biztosító elméleteket és feltevéseket az egyéni elméleteimbe és feltevéseimbe integrálni és érthető módon magyarázni? Hol segít nekem az elmélet a tapasztalataim megértésében?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Cselekvés&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039; Mozgáskompetenciám egy másik emberrel való kölcsönhatás során: Mennyire finoman és precízen tudom saját mozgásomat egy másik ember mozgásához és a közös szándékhoz igazítani?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fogalomértés&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039; A fogalmak tartalmának egyéni megértése: Mennyire sikerül összefüggő és átfogó módon elsajátítanom és érthető módon magyaráznom a Kinaesthetics fogalmakat?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Szervezet&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039; Mozgáskompetenciám egy embercsoporttal való kapcsolatban: Mennyire finoman és precízen tudom magatartásomat egy csoport magatartásához (hozzátartozók, kollégák, vezetők, intézmények) igazítani, és a csoportba ill. annak szervezeti folyamataiba produktív módon integrálni?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Tanulási környezet&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Saját tanulási környezetem tudatos alakítása, magam, és mások számára: Mennyire célzott és reflektált módon tudok tanulási környezetet kialakítani magam és mások számára, a Kinaesthetics módszertana és didaktikája szerint, és mennyire tudom ezt a tanulási folyamat menetéhez igazítani?“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020): Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetenecia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 26–28. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lásd még ==&lt;br /&gt;
[[Tanulási ciklus]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Tanulási környezet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategória:Tanulás/Dokumentációs eszközök]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Mozg%C3%A1skompetencia&amp;diff=4365</id>
		<title>hu:Mozgáskompetencia</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Mozg%C3%A1skompetencia&amp;diff=4365"/>
		<updated>2022-04-25T12:17:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mozgáskompetencia a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Tanulás és Mozgáskompetencia című könyvből származik, ami a Kinaesthetics haladóképzések tananyagát képezi. Az idézet magában foglalja a harmadik fejezet bevezető részét („A mozgáskompetencia mint központi téma”) és első alfejezetét („Mi a mozgáskompetencia?”).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;3.1.1. 	Egy  definíció megközelítése &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &#039;&#039;A mozgáskompetencia fogalma központi szerepet játszik a kinesztetikában. Ebben a kontextusban következőképpen értelmezzük:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Emberek és állatok túlélése szempontjából egyaránt elengedhetetlen, létük alapfeltétele, hogy mozgáskompetenciájukat és egyéni mozgáslehetőségeiket fejlesszék. Mivel életünk során mi magunk, és életkörülményeink is folyamatosan változnak, túlélésünk érdekében meg kell tanulnunk mozgásunkat ezekhez a változásokhoz és folyamatokhoz igazítani. Mozgáskompetenciánk különösen akkor szembesül rendkívüli kihívásokkal, mikor körülményeink, egyéni fejlődésünk, egy betegség, vagy egy baleset miatt megváltoznak, vagy, mikor megváltozott, új, szokatlan körülmények között szeretnénk elérni egy adott célt. Hasonlóképpen, más emberekkel történő kölcsönhatásaink is folyamatos spontán alkalmazkodási teljesítményt követelnek meg, és messzemenően igénybe veszik mozgáskompetenciánkat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ezért vizsgálja a kinesztetika a mozgáskompetenciát, vagyis a saját mozgás alakításának és alkalmazkodásának képességét, az [[Egészségfejlődés|egészségfejlődés]], és a személyiségfejlődés perspektívájából. A mozgáskompetencia fejlődése egyéni tanulási és tapasztalati folyamat, mely a mozgás alapvető lehetőségeire és feltételeire vonatkozik. Minden embernek megvan az egyéni, tapasztalatalapú, tudatos vagy tudattalan tanulási háttere, saját alapvető mozgáslehetőségeit illetően. Ennek kapcsán hasonló kérdések merülnek fel: &amp;quot;Hol és milyen játékterekkel rendelkezünk testünkben? Hogyan tudjuk megfelelően adaptált [[Erőfeszítés|erőfeszítéssel]] uralni mozgásunkat a [[Gravitáció|gravitációs]] térben? Hogyan függ össze erőfeszítésünk azzal az idővel, amit egy bizonyos mozgás elvégzésére használunk, valamint a térrel, amelyet a mozgás elvégzéséhez igénybe veszünk? &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A mozgáskompetencia fejlődése mindig több, vagy kevesebb választási lehetőség kialakításával jár. A változatosság, amellyel mozgásunkat tudatosan vagy tudattalanul, mindennapi tevékenységeink során igazítani tudjuk az adott helyzethez, meghatározó módon befolyásolja mozgáskompetenciánk fejlődését, és ezáltal egészségfejlődésünket és életminőségünket. Tehát konkrét módon, a mindennapokban, a magas fokú mozgáskompetencia az egyéni, helyzethez igazított mozgásminták sokszínűségében, valamint azok produktív továbbfejleszthetőségében mutatkozik meg. Ilyen módon a mozgáskompetencia fogalma elhatárolódik a mozgásteljesítmény mennyiségi értékelésétől (pl., hogy &amp;quot;milyen gyorsan tudok szaladni, vagy milyen magasra tudok ugrani?&amp;quot;). Ugyanígy a mozgáskompetencia nem mérhető le azon, hogy valaki képes specifikus motorikus képességek elsajátítására (pl. megtanul írni, zongorázni, táncolni, ácsolni). Éppen ezért, a kinesztetikai szemlélet szerint, egy fogyatékossággal élő személy, aki fogyatékossága miatt nem fog tudni megtanulni járni vagy írni, önálló vagy támogatott hétköznapi életvitelével kapcsolatosan magas mozgáskompetenciát fejleszthet ki. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Összefoglalva: a mozgáskompetencia fogalma az az emberi kompetencia, mely képessé teszi, hogy alapvető mozgáslehetőségeinek potenciálját egy adott időben, egy személyes vagy közös szándék megvalósítása során, fejlesztő ill. egészségfejlesztő módon ki tudja meríteni”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A kapcsolódó infobox leírja: „&#039;&#039;&#039;A kompetencia fogalma&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A kompetencia fogalmát más területeken is használjuk, és eltérő módon definiáljuk. A képzés, képződés terén kompetenciának nevezhetjük azt a tanult képességet, amely sikeres magatartáshoz vezet a konkrét gyakorlatban. Ezen belül körvonalazódtak és széles körben használatosakká váltak olyan fogalmak, mint az önkompetencia, vagy személyes (egyéni) kompetencia, szociális kompetencia, szakmai és módszertani kompetencia.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Az ehhez kapcsolódó infobox szövege: „&#039;&#039;&#039;A mozgás minősége&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Különösen a sportban, más kritériumokat alkalmaznak a mozgás minőségének megítélésére. Az mozog a legjobban, aki a 100 méteres távot a legrövidebb idő alatt futja, aki a legtöbb gólt rúgja, aki a legbonyolultabb mozdulatokat is magabiztosan és művészien végzi. Itt leginkább nagyon specifikus képességeket és készségeket követelő mozgásteljesítményekről van szó, amelyeket keményen kell trenírozni. A kinesztetika ezzel szemben a legalapvetőbb szinten vizsgálja az emberi mozgás minőségét.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„3.1.2. Mozgáskompetencia mint tanulási folyamat&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A mozgáskompetencia az embernek nem egy veleszületett állandó adottsága, amely előre meghatározott pályán alakul. Minden ember egyénileg fejleszti saját mozgáskompetenciáját, egyrészt önálló módon, de főként a másokkal történő kölcsönhatások révén. Ez a folyamat az első életévekben a legszembetűnőbb, mikor a gyerek, főleg a szüleivel, gondozóival és más gyerekekkel való kölcsönhatások révén, felfedezi saját mozgáslehetőségeit, és kialakítja egyéni mozgásmintáit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A mozgáskompetencia fejlődése egy életen át megszakítás nélkül tartó tanulási folyamat, melyet rendszerint nem tudatosítunk. Hogy az egyes ember mennyire tudatosan, és milyen mértékben fejleszti mozgáskompetenciáját, hogy milyen képességek kiművelésére használja, az mindig egyéni tanulási történetével és mozgásfejlődési előzményeivel függ össze. A «tudatosság» alatt itt a saját mozgásra irányuló célzott foglalkozást, vagy irányított megfigyelést értjük, akár reflektáljuk azt verbálisan, akár nem (vö. 3.4. fejezet).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A mozgáskompetencia fejlődésének egyik alapja az az egyéni érzékenység, amellyel az ember a saját mozgásán belüli [[Különbség|különbségeket]] érzékeli. A különbségek [[Érzékelés|észlelését]] a kinesztetika a mozgás [[Gravitáció| gravitációs térben]] történő vezérlésének kontextusában vizsgálja. A [[Feedback-control elmélet| feedback-control elmélet]] szerint a mozgás vezérlése a mozgásrendszer, az érzékelő rendszer és az idegrendszer összjátéka által valósul meg. (vö. 4.3. és 5.5. fejezet).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Az élet minden folyamata és tevékenysége, a szívveréstől, az emésztésen, ülésen, járáson át, a beszédig és gondolkodásig, közvetlenül az akaratlagosan vezérelhető mozgáson alapul, vagy a legszorosabban kapcsolódik hozzá. A mozgáskompetencia fejlesztése éppen ezért alapvető és megkerülhetetlen kihívása az életnek, és szoros összefüggésben áll az egyéni egészségfejlődéssel.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;3.1.3. A mozgáskompetencia alkotóelemei&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;A következőkben a megtapasztalhatóság perspektívájából ismertetjük azokat az alkotóelemeket és tényezőket, melyek összjátéka a mozgáskompetenciát biztosítja, és lehetővé teszi annak tudatos fejlesztését. A feedback-control elmélet szerint (vö. 4.3. fejezet) a modell első két alkotóeleme rávilágít a mozgásérzékelés finomításának és a differenciált mozgás fejlesztésének tényezőire, harmadik alkotóeleme pedig a magatartásvezérlés tényezőjére. Mindezeket &amp;quot;ÉN&amp;quot; perspektívából mutatjuk be.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Differenciált érzékelés: saját mozgásérzékelésem érzékenységének finomítása&amp;lt;br&amp;gt; Figyelmem tudatos összpontosítása révén képes vagyok azokat a különbségeket érzékelni, amelyeket egy tevékenység végzése vagy variálása által én magam produkálok. Képes vagyok ezt a fókuszt különböző tevékenységek során egyre hosszabb ideig fenntartani. Ugyanakkor képes vagyok tudatosan fókuszt váltani egy adott tevékenység során. Ezáltal egy adott tevékenység során a saját mozgásom tulajdonságait különböző szemszögekből tudom érzékelni.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Differenciált variálás: egyéni mozgásterem bővítése: Képessé válok tevékenységeim tudatos alakítására, a tevékenységek variálására, valamint a tevékenységek, és az alapul szolgáló mozgásminták kielemzésére. Képessé válok tevékenységeimet tudatosan, például gyorsabban vagy lassabban, több vagy kevesebb [[Erőfeszítés|erőfeszítéssel]] végezni, valamint testrészeim mozgásirányát tudatosan variálni.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;[[Viabilitás|Viábilis cselekvés]]: produktív magatartáslehetőségek  kialakítása&amp;lt;br&amp;gt;Képessé válok arra, hogy egyazon időben komplex mindennapi kihívásoknak tegyek eleget, ugyanakkor saját mozgásom minőségére figyeljek, és így magatartásomat találó és célravezető módon vezéreljem. Képessé válok, hogy saját mozgásomat tudatos és produktív módon hozzáigazítsam egyéni alaphelyzetemhez, az interakciós társaméhoz, valamint az adott helyzet szándékához és lefolyásához. Képessé válok, hogy figyelmemet egy adott helyzet során, differenciált módon, saját mozgásomra irányítsam, és ezáltal saját mozgásomat, lehetőleg optimálisan, a [[Tanulási paradigma|tanulás]] és fejlődés kritériumaihoz igazítsam.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A kapcsolódó infobox szövege „&#039;&#039;&#039;Viábilis/viabilitás&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A fogalmakat Ernst von Glasersfeld filozófus (1917-2010), az általa alapított &amp;quot;radikális konstruktivizmus&amp;quot; irányzat keretén belül vezette be a tudományos diszkurzusba. Egy olyan problémamegoldást jelölnek, mely nem a (&amp;quot;tudományos&amp;quot;) igazság, vagy a helyesség-helytelenség eszméire épül, hanem a problémafelvetés és a követett cél szempontjából tekintett járhatóságra, ill. használhatóságra, tudva, hogy számos más járható megoldás is létezik. Glasersfeld a viábilis szinonimájaként a &amp;quot;találó&amp;quot; szót is használja (a kontextus és szándék összefüggésében).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 30–33.oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategória:Emberkép]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:Mozg%C3%A1skompetencia&amp;diff=4364</id>
		<title>hu megbeszélés:Mozgáskompetencia</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:Mozg%C3%A1skompetencia&amp;diff=4364"/>
		<updated>2022-04-25T12:16:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Mozgáskompetencia}} {{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Mozgáskompetencia}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Vitalap megnyitva|Pfemeter Mária}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Mozg%C3%A1skompetencia&amp;diff=4363</id>
		<title>hu:Mozgáskompetencia</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Mozg%C3%A1skompetencia&amp;diff=4363"/>
		<updated>2022-04-25T12:11:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}  == Mozgáskompetencia a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvben == A k…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Pfemeter Mária}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mozgáskompetencia a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Tanulás és Mozgáskompetencia című könyvből származik, ami a Kinaesthetics haladóképzések tananyagát képezi. Az idézet magában foglalja a harmadik fejezet bevezető részét („A mozgáskompetencia mint központi téma”) és első alfejezetét („Mi a mozgáskompetencia?”).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;3.1.1. 	Egy  definíció megközelítése &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &#039;&#039;A mozgáskompetencia fogalma központi szerepet játszik a kinesztetikában. Ebben a kontextusban következőképpen értelmezzük:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Emberek és állatok túlélése szempontjából egyaránt elengedhetetlen, létük alapfeltétele, hogy mozgáskompetenciájukat és egyéni mozgáslehetőségeiket fejlesszék. Mivel életünk során mi magunk, és életkörülményeink is folyamatosan változnak, túlélésünk érdekében meg kell tanulnunk mozgásunkat ezekhez a változásokhoz és folyamatokhoz igazítani. Mozgáskompetenciánk különösen akkor szembesül rendkívüli kihívásokkal, mikor körülményeink, egyéni fejlődésünk, egy betegség, vagy egy baleset miatt megváltoznak, vagy, mikor megváltozott, új, szokatlan körülmények között szeretnénk elérni egy adott célt. Hasonlóképpen, más emberekkel történő kölcsönhatásaink is folyamatos spontán alkalmazkodási teljesítményt követelnek meg, és messzemenően igénybe veszik mozgáskompetenciánkat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ezért vizsgálja a kinesztetika a mozgáskompetenciát, vagyis a saját mozgás alakításának és alkalmazkodásának képességét, az [[Egészségfejlődés|egészségfejlődés]], és a személyiségfejlődés perspektívájából. A mozgáskompetencia fejlődése egyéni tanulási és tapasztalati folyamat, mely a mozgás alapvető lehetőségeire és feltételeire vonatkozik. Minden embernek megvan az egyéni, tapasztalatalapú, tudatos vagy tudattalan tanulási háttere, saját alapvető mozgáslehetőségeit illetően. Ennek kapcsán hasonló kérdések merülnek fel: &amp;quot;Hol és milyen játékterekkel rendelkezünk testünkben? Hogyan tudjuk megfelelően adaptált [[Erőfeszítés|erőfeszítéssel]] uralni mozgásunkat a [[Gravitáció|gravitációs]] térben? Hogyan függ össze erőfeszítésünk azzal az idővel, amit egy bizonyos mozgás elvégzésére használunk, valamint a térrel, amelyet a mozgás elvégzéséhez igénybe veszünk? &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A mozgáskompetencia fejlődése mindig több, vagy kevesebb választási lehetőség kialakításával jár. A változatosság, amellyel mozgásunkat tudatosan vagy tudattalanul, mindennapi tevékenységeink során igazítani tudjuk az adott helyzethez, meghatározó módon befolyásolja mozgáskompetenciánk fejlődését, és ezáltal egészségfejlődésünket és életminőségünket. Tehát konkrét módon, a mindennapokban, a magas fokú mozgáskompetencia az egyéni, helyzethez igazított mozgásminták sokszínűségében, valamint azok produktív továbbfejleszthetőségében mutatkozik meg. Ilyen módon a mozgáskompetencia fogalma elhatárolódik a mozgásteljesítmény mennyiségi értékelésétől (pl., hogy &amp;quot;milyen gyorsan tudok szaladni, vagy milyen magasra tudok ugrani?&amp;quot;). Ugyanígy a mozgáskompetencia nem mérhető le azon, hogy valaki képes specifikus motorikus képességek elsajátítására (pl. megtanul írni, zongorázni, táncolni, ácsolni). Éppen ezért, a kinesztetikai szemlélet szerint, egy fogyatékossággal élő személy, aki fogyatékossága miatt nem fog tudni megtanulni járni vagy írni, önálló vagy támogatott hétköznapi életvitelével kapcsolatosan magas mozgáskompetenciát fejleszthet ki. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Összefoglalva: a mozgáskompetencia fogalma az az emberi kompetencia, mely képessé teszi, hogy alapvető mozgáslehetőségeinek potenciálját egy adott időben, egy személyes vagy közös szándék megvalósítása során, fejlesztő ill. egészségfejlesztő módon ki tudja meríteni”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A kapcsolódó infobox leírja: „&#039;&#039;&#039;A kompetencia fogalma&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A kompetencia fogalmát más területeken is használjuk, és eltérő módon definiáljuk. A képzés, képződés terén kompetenciának nevezhetjük azt a tanult képességet, amely sikeres magatartáshoz vezet a konkrét gyakorlatban. Ezen belül körvonalazódtak és széles körben használatosakká váltak olyan fogalmak, mint az önkompetencia, vagy személyes (egyéni) kompetencia, szociális kompetencia, szakmai és módszertani kompetencia.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Az ehhez kapcsolódó infobox szövege: „&#039;&#039;&#039;A mozgás minősége&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Különösen a sportban, más kritériumokat alkalmaznak a mozgás minőségének megítélésére. Az mozog a legjobban, aki a 100 méteres távot a legrövidebb idő alatt futja, aki a legtöbb gólt rúgja, aki a legbonyolultabb mozdulatokat is magabiztosan és művészien végzi. Itt leginkább nagyon specifikus képességeket és készségeket követelő mozgásteljesítményekről van szó, amelyeket keményen kell trenírozni. A kinesztetika ezzel szemben a legalapvetőbb szinten vizsgálja az emberi mozgás minőségét.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„3.1.2. Mozgáskompetencia mint tanulási folyamat&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;A mozgáskompetencia az embernek nem egy veleszületett állandó adottsága, amely előre meghatározott pályán alakul. Minden ember egyénileg fejleszti saját mozgáskompetenciáját, egyrészt önálló módon, de főként a másokkal történő kölcsönhatások révén. Ez a folyamat az első életévekben a legszembetűnőbb, mikor a gyerek, főleg a szüleivel, gondozóival és más gyerekekkel való kölcsönhatások révén, felfedezi saját mozgáslehetőségeit, és kialakítja egyéni mozgásmintáit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A mozgáskompetencia fejlődése egy életen át megszakítás nélkül tartó tanulási folyamat, melyet rendszerint nem tudatosítunk. Hogy az egyes ember mennyire tudatosan, és milyen mértékben fejleszti mozgáskompetenciáját, hogy milyen képességek kiművelésére használja, az mindig egyéni tanulási történetével és mozgásfejlődési előzményeivel függ össze. A «tudatosság» alatt itt a saját mozgásra irányuló célzott foglalkozást, vagy irányított megfigyelést értjük, akár reflektáljuk azt verbálisan, akár nem (vö. 3.4. fejezet).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A mozgáskompetencia fejlődésének egyik alapja az az egyéni érzékenység, amellyel az ember a saját mozgásán belüli [[Különbség|különbségeket]] érzékeli. A különbségek [[Érzékelés|észlelését]] a kinesztetika a mozgás [[Gravitáció| gravitációs térben]] történő vezérlésének kontextusában vizsgálja. A [[Feedback-control elmélet| feedback-control elmélet]] szerint a mozgás vezérlése a mozgásrendszer, az érzékelő rendszer és az idegrendszer összjátéka által valósul meg. (vö. 4.3. és 5.5. fejezet).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Az élet minden folyamata és tevékenysége, a szívveréstől, az emésztésen, ülésen, járáson át, a beszédig és gondolkodásig, közvetlenül az akaratlagosan vezérelhető mozgáson alapul, vagy a legszorosabban kapcsolódik hozzá. A mozgáskompetencia fejlesztése éppen ezért alapvető és megkerülhetetlen kihívása az életnek, és szoros összefüggésben áll az egyéni egészségfejlődéssel..&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;3.1.3. A mozgáskompetencia alkotóelemei&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;A következőkben a megtapasztalhatóság perspektívájából ismertetjük azokat az alkotóelemeket és tényezőket, melyek összjátéka a mozgáskompetenciát biztosítja, és lehetővé teszi annak tudatos fejlesztését. A feedback-control elmélet szerint (vö. 4.3. fejezet) a modell első két alkotóeleme rávilágít a mozgásérzékelés finomításának és a differenciált mozgás fejlesztésének tényezőire, harmadik alkotóeleme pedig a magatartásvezérlés tényezőjére. Mindezeket &amp;quot;ÉN&amp;quot; perspektívából mutatjuk be.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Differenciált érzékelés: saját mozgásérzékelésem érzékenységének finomítása&amp;lt;br&amp;gt; Figyelmem tudatos összpontosítása révén képes vagyok azokat a különbségeket érzékelni, amelyeket egy tevékenység végzése vagy variálása által én magam produkálok. Képes vagyok ezt a fókuszt különböző tevékenységek során egyre hosszabb ideig fenntartani. Ugyanakkor képes vagyok tudatosan fókuszt váltani egy adott tevékenység során. Ezáltal egy adott tevékenység során a saját mozgásom tulajdonságait különböző szemszögekből tudom érzékelni.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Differenciált variálás: egyéni mozgásterem bővítése: Képessé válok tevékenységeim tudatos alakítására, a tevékenységek variálására, valamint a tevékenységek, és az alapul szolgáló mozgásminták kielemzésére. Képessé válok tevékenységeimet tudatosan, például gyorsabban vagy lassabban, több vagy kevesebb [[Erőfeszítés|erőfeszítéssel]] végezni, valamint testrészeim mozgásirányát tudatosan variálni.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;[[Viabilitás|Viábilis cselekvés]]: produktív magatartáslehetőségek  kialakítása&amp;lt;br&amp;gt;Képessé válok arra, hogy egyazon időben komplex mindennapi kihívásoknak tegyek eleget, ugyanakkor saját mozgásom minőségére figyeljek, és így magatartásomat találó és célravezető módon vezéreljem. Képessé válok, hogy saját mozgásomat tudatos és produktív módon hozzáigazítsam egyéni alaphelyzetemhez, az interakciós társaméhoz, valamint az adott helyzet szándékához és lefolyásához. Képessé válok, hogy figyelmemet egy adott helyzet során, differenciált módon, saját mozgásomra irányítsam, és ezáltal saját mozgásomat, lehetőleg optimálisan, a [[Tanulási paradigma|tanulás]] és fejlődés kritériumaihoz igazítsam“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A kapcsolódó infobox szövege „&#039;&#039;&#039;Viábilis/viabilitás&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„A fogalmakat Ernst von Glasersfeld filozófus (1917-2010), az általa alapított &amp;quot;radikális konstruktivizmus&amp;quot; irányzat keretén belül vezette be a tudományos diszkurzusba. Egy olyan problémamegoldást jelölnek, mely nem a (&amp;quot;tudományos&amp;quot;) igazság, vagy a helyesség-helytelenség eszméire épül, hanem a problémafelvetés és a követett cél szempontjából tekintett járhatóságra, ill. használhatóságra, tudva, hogy számos más járható megoldás is létezik. Glasersfeld a viábilis szinonimájaként a &amp;quot;találó&amp;quot; szót is használja (a kontextus és szándék összefüggésében).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetencia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 30–33.oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategória:Emberkép]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:Az_els%C5%91_szem%C3%A9ly_m%C3%B3dszere&amp;diff=3969</id>
		<title>hu megbeszélés:Az első személy módszere</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu_megbesz%C3%A9l%C3%A9s:Az_els%C5%91_szem%C3%A9ly_m%C3%B3dszere&amp;diff=3969"/>
		<updated>2021-09-08T20:55:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Az első személy módszere}} {{Infobox|Diskussion eröffnet|Mária Pfemeter/RedakteurIn}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Az első személy módszere}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|Mária Pfemeter/RedakteurIn}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Az_els%C5%91_szem%C3%A9ly_m%C3%B3dszere&amp;diff=3968</id>
		<title>hu:Az első személy módszere</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Az_els%C5%91_szem%C3%A9ly_m%C3%B3dszere&amp;diff=3968"/>
		<updated>2021-09-08T20:47:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Mária Pfemeter}}  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Összefoglalás: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br&amp;gt; Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. Az „els…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Mária Pfemeter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Összefoglalás: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez a szócikk szakirodalmi hivatkozásokon alapszik. Az „első személy módszerének” témájához kapcsolódó idézetek a Kinaesthetics – Fogalomrendszer, a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia és a Kibernetika és Kinesztétika című könyvekből származnak. Maga a fogalom arra utal, hogy a tudás megszerzése személyes tapasztalat (én-tapasztalat) révén történik és nem pusztán egy intellektuális, „objektív” tanulási folyamatról van szó.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Az első személy módszere a Kinaesthetics – Fogalomrendszer című könyvben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Fogalomrendszer című könyv bevezetőjéből származik. A hivatkozott szövegrészt megelőzően a Kinaesthetics első alappilléreként a kibernetika, a magatartáskibernetika, valamint Varela és Maturana neve által fémjelzett neurobiológiai kutatások kerültek megemlítésre.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A kinesztetika második pillére a saját mozgás közvetlen észlelése és megtapasztalása. Ennek megfelelően a bemutatásra kerülő Kinaesthetics-fogalomrendszer különböző szempontokat ír le, melyeken keresztül az emberi tevékenység különféle mozgásait saját testünk révén megtapasztalhatjuk, megfigyelhetjük és elemezhetjük.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Ezt a típusú ismeretszerzést nevezzük az „első személy módszerének” (First Person Method) vagy „belső perspektívának” (View from Within). Ezek a fogalmak arra utalnak, hogy a tudás megszerzése személyes tapasztalat (én-tapasztalat) révén történik, és nem pusztán egy intellektuális, „objektív” tanulási folyamatról van szó.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A kinesztetika nagy hangsúlyt fektet [[mozgástapasztalat| a mozgás megtapasztalása]] általi kutatásra és tanulásra. Mivel az ebből származó megértés és tudás belső perspektíván és saját megtapasztaláson alapszik, közvetlen kapcsolatban van a saját mozgással és cselekvési kompetenciával. A hatás a cselekvésben mutatkozik meg.. “&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Fogalomrendszer. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. 7–8. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Az első személy módszere a Kinaesthetics – Tanulás és mozgáskompetencia című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kinaesthetics – Tanulás és Mozgáskompetencia című könyvből származik, ami a Kinaesthetics haladóképzések tananyagát képezi. Az idézet a könyv első fejezetében („Tanulás a Kinaesthetics képzések során”) olvasható. A fejezet első alfejezetében („Mit és hogyan tanulhatunk meg a Kinaesthetics képzések során?”) a mozgásérzékelés érzékenyítésének módszertani és didaktikai kérdései és céljai kerülnek terítékre. A hivatkozott szövegrész a második alfejezetben található („A cselekvéstől és belső perspektívától az elmélet-alkotásig”).&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A Kinaesthetics tanulási és tanítási módszertana már kezdetektől gyökeresen eltért a hagyományos, régről hozott oktatási-tanítási formáktól. A kinesztetikai tanulásnak alapjául a gyakorlati cselekvés szolgál, vagyis a tanuló személyes és szubjektív mozgásérzékelése és [[mozgástapasztalat|mozgástapasztalatai]]. Az ebből az alapelvből fakadó tanulási szemlélet és a kapcsolódó specifikus tanulási és tanítási módszerek elválaszthatatlanok a kinesztetikától. Ezért a szó legszorosabb értelmében tapasztalati tudományról beszélhetünk: a kinesztetika a tapasztalat révén hoz létre tudást &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A Kinaesthetics-képzések során elsajátítható [[mozgáskompetencia]] és tudás nem kívülről megfogalmazott, bizonyos szabályok gyakorlati alkalmazása révén létrejött elméletek megértésén alapszik, hanem az önmagunkkal és személyes alapfeltevéseinkkel való szembesülésünkön. Ilyen értelemben a kinesztetika «első személy» módszernek minősül, mely mindig az egyes személyből indul ki. Ezért, a bevezető képzéskor kapott Kinaesthetics-fogalomrendszer kézikönyve nem egy ún. «helyes mozgás» valamilyen elméleti leírását tartalmazza, hanem módszeresen leírja az emberi mozgás különböző szemszögekből, szubjektív módon megtapasztalható [[különbség|különbségeit]]. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; A középpontban az egyéni belső perspektívából megtapasztalható különbségek és az ezekhez való alkalmazkodás lehetőségei állnak. Erre építve megtapasztalásaink elemzése, a kinesztetika elméleti alapjaival történő összevetése által, kialakíthatja az emberi mozgással kapcsolatos egyéni értelmezését. Azáltal, hogy a Kinaesthetics didaktikai és módszertani szempontból alapvetően az egyes tanulók egyéni cselekvéséből indul ki, közvetlen kihatással van konkrét viselkedésére és szakmai gyakorlatára. “&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A kapcsolódó infobox leírja:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039; A kinesztetika, mint «első személy» módszer &#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;A «First-Person-Method» («első személy módszer») valamint a«View from Within» («belső tekintet, belső perspektíva») fogalmakat először F. J. Varela (1946 –2001) neurobiológus használta. Általuk megkülönböztette a tudományok személytelen módszereit – melyek függetlenek a kutató személyétől – azoktól a módszerektől, amelyek a kinesztetikához hasonlóan az egyénből, annak megtestesült valóságából és tapasztalási lehetőségeiből indulnak ki. A kinesztetikai tanulás ilyen értelemben egy személyes, tapasztalat alapú kutatási folyamat. Ezért teljes mértékben kimeríti az első személy módszerének fogalmát.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Tanulás és mozgáskompetenecia. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 9–10. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Az első személy módszere a Kibernetika és kinesztetika című könyvben ==&lt;br /&gt;
A következő idézet a Kibernetika és kinesztetika című könyvből, a záró fejezetből származik (6. fejezet – „A kinesztetika gyakorlati kibernetika”), és a „A Kinesztetika pedagógiai szempontból: Első személy módszer” című szövegdobozban olvasható. A hivatkozott szövegrész egy esszét tartalmaz, ami a fejezet alapvetéseit és hátterét hivatott megvilágítani.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Már Gaius Iulius Caesar, római hadvezér (Kr.e. 100–44) is egyes szám, harmadik személyben beszélt galliai cselekedeteiről (pl. „Amikor Cézár látta, hogy…“) annak érdekében, hogy krónikájának több objektivitást kölcsönözzön. Ez, bár ravasz gondolat, számos kortársának inkább egoistának tűnt, vagyis az ego-val (lat. én), az első személlyel kapcsolatosnak.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A tudománytörténet során kialakult az a nézet, hogy a tudományok éppen azáltal jeleskednek, hogy a neutrális harmadik személy perspektívájából keletkeznek. Nincs jelentősége, hogy ki az, aki valamit kutat, magyaráz, vagy bizonyít. Bárki, aki megfelelő előképzettséggel rendelkezik, ugyanazon eredményekre jutna, amelyek ezáltal a &amp;quot;tudományos objektivitás&amp;quot; és &amp;quot;általános érvényesség&amp;quot; fényében állnak. Ezzel párhuzamosan a társadalomban kialakult egy még mindig széles körben elterjedt nézet, hogy a tudományok képesek objektív módon leképezni a világot, különösen, ha számokra, kísérletekre, vagy tanulmányokra támaszkodnak, és még azért is, mert olyan csodálatos technológiai alkalmazásokat és fejlődést produkálnak.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A kibernetikában Gregory Bateson (1904–1980) utalt rá, hogy a tudományos működési leírások, magyarázatok és bizonyítékok összességének tautológiai (ugyanazt kifejező) jellege van. Igényes, tudomásunk szerint mindmáig cáfolatlan érvelése durva egyszerűsítéssel így hangzik: az, hogy a repülő repül, azt bizonyítja, hogy a repülő repül, és semmi többet. A repülés tudományos magyarázata csupán olyan információkat képez le, amelyek a tényállást feltáró tudományos leírásban már benne vannak: gyakorlatilag ugyanazt mondják. (Bateson 1987, 103ff.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ebből kiindulva, különösen Heinz von Foerster, Francisco Varela (1946–2001) és Humberto Maturana ismételten kihangsúlyozták, hogy a &amp;quot;locus observandi&amp;quot;, a semleges, független megfigyelés helye nem létezik, és hogy minden megfigyelés feloldhatatlanul kötődik a megfigyelőhöz. Egy példával érzékeltetve: nem létezik egy matematika nevű megfigyelési eszköz, a matematikát gyakorló Heinz von Förster, vagy Albert Einstein nélkül. Nem ugyanarra használják a matematikát, hanem csupán ugyanazt a tudományos nyelvezetet használják. Ezért beszélhetnek egyáltalán arról, hogy értik-e egymást az adott nyelvezet alkalmazása során.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ebből kiindulva utalnunk kell rá, hogy éppen Einstein egyik nagy teljesítménye az addigi fizikai „igazságok” relativitására való rávilágítás volt. Francisco Varela neurobiológus ebben az összefüggésben alkalmazta a harmadik személy módszerének (pl. az egyetemi, „objektív“ tudományos gyakorlat) az első személy módszerétől való megkülönböztetését, amely az egyénből, az itt és most jelenlevő „én”-ből indul ki. A tibeti buddhizmussal való személyes foglalkozása során feltűnt neki, hogy egy olyan hagyománnyal áll szemben, amely a mi tudományainkhoz hasonlóan kutatással, dokumentációval és tanítással foglakozik, mégis alapvetően különbözik tőle. Ez a különbség legnyilvánvalóbban a tanulás és tanítás témakörében mutatkozik meg. A tanulás kiindulási pontja mindig az individuum és annak individuális tapasztalata, a szó kettős értelmében. A központban egyrészt a személyes életút áll, a „hozott” tapasztalat, másrészt az egyéni, aktuális képesség, egy adott témának minél differenciáltabb érzékelésére, megtapasztalására és reflektálására. (vö. Varela et al. 1992)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Figyelemre méltó módon a nyugati világban is megtaláljuk az első személy módszerének elemeit, pl. bizonyos sportágak vagy szabadidős tevékenységek tanulása során. Ezekben az esetekben rendszerint nem kell órák hosszat elméletet feldolgozni és bemagolni, mielőtt az új tudás kapcsán cselekedni merészkednénk. A pedagógiában ennek a módszernek a következetes életbe ültetése még mindig az „alternatív iskolázási formák” közé van sorolva. Viszont a hozzá köthető szemléletek, mint az individualizált oktatás, vagy az öncselekvő tanulás az elmúlt évtizedekben egyre nagyobb teret nyertek.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;A kinesztetika a legjobb értelemben vett első személy módszernek számít. Nem egy általános érvényű mozgás és mozgásinterakció elméletet tanít, hanem hozzásegít egy szempontrendszerhez, amely az önfelelős cselekvés révén, szubjektív egyéni és partnertapasztalatok által, lehetővé teszi a saját mozgás belső perspektívából történő egyre differenciáltabb érzékelését, szabályozását és alkalmazkodását. A tapasztalatok alapján megtörténik azok egyéni és társas reflexiója, a felismerések összehasonlítása és összekapcsolása az elméleti és tudományos alapokkal. A hagyományos képzési formákkal szemben, a kinesztetika következetes módon az egyéni cselekvéstől, az én-perspektívától illetve belső perspektívától halad a harmadik személy által fogalmazott elméletekkel való foglalkozás felé. Másként fogalmazva: A kinesztetika a szó legvalódibb értelmében vett tapasztalati tudomány.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forrás: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kibernetika és kinesztetika. Stefan Marty-Teuber és Stefan Knobel szerkesztésében. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 62–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== További irodalom a témában való elmélyüléshez ==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.;&#039;&#039;&#039; Shear, Jonathan (1999): First-Person Methodologies: What, Why, How? In: Journal of Consciousness Studies 6, No 2–3,  1–14. oldal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lásd még ==&lt;br /&gt;
[[Tanulás]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Tanulási paradigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tanulás]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
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		<title>Diskussion:„hu:Az első személy módszere“</title>
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		<updated>2021-09-08T20:28:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|hu:Az első személy módszere}} {{Infobox|Diskussion eröffnet|Mária Pfemeter/RedakteurIn}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|hu:Az első személy módszere}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|Mária Pfemeter/RedakteurIn}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
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		<title>hu:Kinaesthetics szaklexikon</title>
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		<updated>2021-08-29T19:59:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: /* Isten hozta a Kinaesthetics szaklexikon magyar nyelvű oldalán */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{InfoboxHU|Lezárva|Pfemeter Mária/Marty-Teuber Stefan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Isten hozta a Kinaesthetics Online Szaklexikon magyar nyelvű oldalán ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A Kinaesthetics Online Szaklexikont az Európai Kinaesthetics Egyesület (European Kinaesthetics Association – EKA) adja ki és gondozza (vö. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“). A szaklexikon magyar nyelvű felületének célja, hogy a szakterület idevágó szövegeihez hozzáférést, és vitalehetőséget biztosítson a Kinaesthetics trénereknek, a Kinaesthetics-et felhasználó személyeknek és bárkinek a szélesebb nyilvánosság köréből, akit érdekel a téma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A Kinaesthetics Online Szaklexikon fejlesztéséért felelős munkacsoport nyelve a német. Az oldal többnyelvűvé tétele folyamatban van, ezért az oldalon való navigálást biztosító menüpontok átmenetileg még németül jelennek meg a magyar felületen is. A Szaklexikon magyar verziójának felépítése lépésről lépésre halad. Hálásak vagyunk mindenkinek, aki szeretne ehhez a közös munkához bármilyen módon hozzájárulni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== A magyar nyelvű változat minden oldala ==&lt;br /&gt;
{{Special:PrefixIndex|namespace=3016}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
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		<title>hu:Kinaesthetics szaklexikon</title>
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		<updated>2021-08-19T16:37:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{InfoboxHU|Lezárva|Pfemeter Mária/Marty-Teuber Stefan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Isten hozta a Kinaesthetics szaklexikon magyar nyelvű oldalán ==&lt;br /&gt;
Das Kinaesthetics-Online-Fachlexikon (KOFL) wird von der European Kinaesthetics Association (EKA) herausgegeben (vgl. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“). Ziel des (bosnischen, dänischen usw.) Bereichs ist, dass (bosnische, dänische usw.) Kinaesthetics-AnwenderInnen, Kinaesthetics-TrainerInnen und die interessierte Öffentlichkeit einschlägige Texte des jungen Fachgebiets der Kinästhetik einsehen und diskutieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrsprachigkeit im KOFL wurde im Jahr 2020 mit einer Übergangslösung gestartet. Deshalb erscheinen nur die Texte der Artikelseiten und Diskussionsseiten in der jeweiligen Fremdsprache, die Steuerungselemente in den Seitenleisten aber auf Deutsch. Mittelfristig sollen die Fremdsprachen in einer Wiki-Family autonom verwaltet werden können. Dies stellt einen erheblichen Aufwand der Programmierung dar. Einstweilen werden die wichtigsten Informationen zur Nutzung des (bosnischen, dänischen usw.) Bereichs so weit als möglich auf den Seiten selbst oder auf eigenen Seiten erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (bosnische, dänische usw.) Bereich wird Schritt für Schritt aufgebaut und erweitert. Wir danken allen interessierten Personen, die sich für diese Entwicklung in welcher Weise auch immer engagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== A magyar nyelvű változat minden oldala ==&lt;br /&gt;
{{Special:PrefixIndex|namespace=3016}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=hu:Kinaesthetics_szaklexikon&amp;diff=3942</id>
		<title>hu:Kinaesthetics szaklexikon</title>
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		<updated>2021-08-18T13:20:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pfemeter.mária: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossen|András Márton/Stefan Marty-Teuber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Isten hozta a Kinaesthetics szaklexikon magyar nyelvű oldalán ==&lt;br /&gt;
Text individuell zu verfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== A magyar nyelvű változat minden oldala ==&lt;br /&gt;
{{Special:PrefixIndex|namespace=3016}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pfemeter.mária</name></author>
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