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	<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-02T19:47:02Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Kin%C3%A4sthetik/Kinaesthetics_(Geschichte)&amp;diff=6428</id>
		<title>Diskussion:Kinästhetik/Kinaesthetics (Geschichte)</title>
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		<updated>2025-12-12T13:51:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Kinästhetik/Kinaesthetics (Geschichte)}} {{Infobox|Diskussion eröffnet|N.N./Michaela Jelinek}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Kinästhetik/Kinaesthetics (Geschichte)}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N.N./Michaela Jelinek}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kin%C3%A4sthetik/Kinaesthetics_(Geschichte)&amp;diff=6426</id>
		<title>Kinästhetik/Kinaesthetics (Geschichte)</title>
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		<updated>2025-12-12T13:49:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zur Geschichte der Kinästhetik. Das erste Zitat ist das Informationsblatt 4 der European Kinaesthetics Association (EKA). Bemerkenswert ist, dass die Entwicklung von einem Tanz- und Bewegungsprogramm hin zu einer Bildungsorganisation, die hauptsächlich im Gesundheitswesen verankert ist, führte. Das zweite Zitat ist eine frühe Darstellung der Entstehung der Kinästhetik aus dem 16. Kinästhetik-Bulletin von 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinästhetik/Kinaesthetics: Die Geschichte im Informationsblatt 4 der EKA==&lt;br /&gt;
Ein Satz von vier Informationsblättern der EKA widmet sich den Themen „Was ist Kinästhetik?“, Bildungsweg, Netzwerk und Geschichte. Sie richten sich an die interessierte Öffentlichkeit und werden zu verschiedenen Zwecken verwendet. Sie wurden mehrfach überarbeitet; nachfolgend wird das aktuelle, im Jahr 2022 überarbeitete Informationsblatt 4 zur Geschichte zitiert.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;„Kinaesthetics/Kinästhetik:&amp;lt;br&amp;gt;Die Geschichte&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Anfänge&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Der Begriff Kinaesthetics wurde vom Amerikaner Frank Hatch (*1940) als Kunstwort zu Beginn der 1970er-Jahre geschaffen, um seine akademischen Programme zu Bewegung und Tanz zu bezeichnen. Hatch hatte eine Tanzausbildung absolviert und beim Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (1907–1994) studiert und promoviert. Er teilte sein Interesse für bewegungsbasierte Entwicklungsprozesse mit seiner späteren Lebensgefährtin Lenny Maietta (1950–2018). Sie hatte in klinischer Psychologie promoviert und wurde von der humanistischen Psychologie beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre boten sie zusammen mit John Graham (1931–2012) Workshops in der Schweiz und in Deutschland an. Unter der Bezeichnung ‚Gentle Dance‘ beschäftigten sie sich mit geschmeidiger und entspannter Bewegung und Tanz. Später kam die Bezeichnung ‚Kinaesthetics‘ hinzu, mit der diese Inhalte in einem breiteren Sinn gefasst werden sollten. Ab 1978 wurden konkrete Ausbildungsprogramme unter dieser Bezeichnung angeboten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Auf dem Weg zum Fachgebiet&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Jahr 1980 wurde in Zürich der ‚Verein für Kinästhetik‘ gegründet mit der Absicht, alle interessierten Personen zu verbinden und eine Vereinszeitschrift zu publizieren. Diese erschien unter der Bezeichnung ‚Kinästhetik Bulletin‘ bis zum Jahr 1996 ein- bis zweimal jährlich. Im Vereinsvorstand befanden sich Personen verschiedener Berufsgruppen sowie Hatch, Maietta und Graham. Deren Workshops und Ausbildungen stießen im Lauf der 1980er-Jahre auf immer mehr Interesse, wobei sich Hatch und Maietta stärker mit Kinaesthetics und Graham mit Gentle Dance identifizierten. Letzterer zog sich um 1990 von der Kinaesthetics-Bewegung zurück.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre waren zwei Entwicklungen von Bedeutung: Einerseits interessierten sich vornehmlich Fachpersonen des Gesundheits- und Sozialwesens für die Bildungsangebote. Entsprechend wurden – unterdessen auch in Österreich und Italien – verstärkt Schulungen im Bereich der Pflege und namentlich der Kleinkinderpflege, der Physiotherapie oder der Sonderpädagogik angeboten. Andererseits wurde von den Interessierten vermehrt bemängelt, dass eine zusammenhängende und umfassende schriftliche Darstellung der Kinästhetik fehle.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ging der Verein für Kinästhetik die Publikation einer Sonderausgabe des Bulletins an. Ziel war, den Werdegang sowie die zentralen Inhalte und Anwendungsbereiche der Kinästhetik zum ersten Mal vollständig darzustellen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die ersten umfassenden Beschreibungen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Sonderausgabe ‚Kinästhetik 16. Bulletin‘&amp;lt;ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039; Verein für Kinästhetik (Hg.) (1990): &#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 16. Bulletin. Januar 1990. Sonderausgabe. Dritte Auflage. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN.&amp;lt;/ref&amp;gt; von Januar 1990 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Kinästhetik. Für das Gemeinschaftswerk zeichnen neben Hatch und Maietta dreizehn Fachleute aus Sozial- und Gesundheitsberufen aus der Schweiz und aus Deutschland verantwortlich. Thematisiert werden einleitend der Hintergrund, das Lehrmodell und die Methoden der Kinästhetik. Die Schwerpunkte der gut 60-seitigen Publikation bilden die ‚Grundprinzipien‘ – die Vorläufer der späteren Konzepte – und Anwendungen der Kinästhetik. Die Anwendungsbeispiele von einzelnen AutorInnen umfassen u. a. Rehabilitation (Physio- und Ergotherapie), Sonderpädagogik, Krankenpflege, Eltern-Baby-Beziehung, Gesundheitsförderung oder Ausdruckskunst (Tanz, Theater, Spiel).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1992 folgte die erste Veröffentlichung eines Fachbuchs mit dem Titel ‚Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege‘&amp;lt;ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996): &#039;&#039;&#039;Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5. 1. Auflage: 1992&amp;lt;/ref&amp;gt;. AutorInnen waren Hatch, Maietta und Suzanne Schmidt; Ina Citron, die von 1990 bis 1994 Redakteurin des ‚Kinästhetik Bulletins‘ war, zeichnete für die Übersetzungen verantwortlich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das gut 190-seitige Werk mit einem Vorwort der Pflegepionierin Sr. Liliane Juchli beschränkt sich auf den Anwendungsbereich der Pflege. In der vierten Auflage von 1996 werden in sechs Kapiteln als ‚Prinzipien‘ die späteren Konzepte in ihrer aktuellen Reihenfolge bzw. alle Unterthemen dargestellt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Beschreibungen unterscheiden sich von der heutigen Sichtweise teilweise stark, teilweise aber nicht wesentlich. In einem zweiten Teil werden Anwendungsmöglichkeiten in der Pflege, Kinästhetik-Transfers u. a. im Hinblick auf die Gesundheitsentwicklung der PatientInnen und Pflegenden beschrieben. In der öffentlichen Wahrnehmung wurde die Kinästhetik deshalb oft auf eine Transfertechnik und Anleitung zum rückenschonenden Arbeiten in der Pflege reduziert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1992 gründeten Hatch und Maietta das ‚Institute for Kinaesthetics‘ (IfK) in Santa Fe und verwendeten fortan die Bezeichnung ‚Kinaesthetics‘ für ihre Projekte. Im Jahr 1994 folgte eine Niederlassung des Instituts in Aarau (CH) in Form einer Aktiengesellschaft, deren Geschäftsführerin bis 1998 Heidi Bauder war. Diese Entwicklung führte zu Diskussionen über den Sinn und Zweck des ‚Vereins für Kinästhetik‘. In den folgenden Jahren schränkte er seine Aktivitäten zunehmend ein und löste sich 1998 schließlich auf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Entwicklung der Bildungsorganisation&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;In den 1990er-Jahren entwickelte sich Kinaesthetics zu einer Bildungsorganisation mit einem breiten Angebot. Gegen Ende des Jahrzehnts wurden Grund- und Aufbaukurse in Programmen für die Pflege, Intensivpflege, Kinderpflege und Kinder überhaupt (Infant Handling), Rehabilitation, pflegende Angehörige und kreatives Lernen angeboten. Diesen Kursen für AnwenderInnen entsprach ein zweistufiges Ausbildungssystem für Grundkurs- bzw. Aufbaukurs-TrainerInnen. Einen zentralen inhaltlichen Kern bildeten die kinästhetischen Grundprinzipien, die ungefähr ab 1998 Konzepte genannt wurden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1999 veröffentlichten Hatch und Maietta das Pflegefachbuch ‚Kinästhetik – Gesundheitsentwicklung und Menschliche Funktionen‘&amp;lt;ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (1999): &#039;&#039;&#039;Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und Menschliche Funktionen. Übersetzung: Ute Villwock. Wiesbaden: Ullstein Medical. ISBN 3-86126-637-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dieser Zeit wurden die ersten großen Schulungsprojekte in Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen durchgeführt. Sie zeigten auf, dass die Kinästhetik auch auf der institutionellen Ebene zur Qualitätsentwicklung beitragen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Mit dem Wachstum der Bildungsorganisation ging die curriculare und methodisch-didaktische Entwicklung der Bildungsangebote einher. Sie wurde intensiviert, als die Geschäfte der sanierungsbedürftigen IfK AG im Jahr 2002 dem European Institute for Human Development (EIHD) GmbH übergeben wurden. Inhaltliche Schwerpunkte waren Themen wie die Curricula, die Lehrmittel oder die Didaktik und Methodik. Zudem wurde fast ein Dutzend Kinaesthetics-AusbilderInnen ausgebildet. Dadurch konnte die steigende Nachfrage nach TrainerInnen-Ausbildungen abgedeckt werden. Ein Meilenstein war die Veröffentlichung des Buches ‚Kinaesthetics Infant Handling‘ von Maietta und Hatch im Jahr 2004.&amp;lt;ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2025): &#039;&#039;&#039;Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 3., überarbeitete Auflage. Bern: Hogrefe AG. ISBN 978-3-456-86290-3.&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2004 &amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das Netzwerk der European Kinaesthetics Association (EKA)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Jahr 2005 entstanden auf der Führungsebene des EIHD unüberbrückbare Differenzen. Um einen drohenden Zusammenbruch des gesamten Systems zu verhindern, schloss sich ein Großteil der TrainerInnen in den einzelnen Ländern zusammen und baute eigenständige Berufsverbände auf. Diese Länderorganisationen gründeten unter der Bezeichnung European Kinaesthetics Association (EKA) eine Rahmenorganisation in Form eines paritätisch geführten Netzwerks. Sogenannte Ressourcenpools erfüllen im Auftrag der EKA übergreifende Aufgaben. In ihrem Rahmen werden Lehrmittel bzw. Programme betreut und neu entwickelt, Online-Plattformen ausgearbeitet, neue AusbilderInnen ausgebildet oder auch wissenschaftliche und curriculare Grundlagen aufbereitet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 2006 veröffentlichte Maren Asmussen das ‚Praxisbuch Kinaesthetics‘&amp;lt;ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Asmussen-Clausen, Maren (2009): &#039;&#039;&#039;Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8.&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seit 2007 erscheint regelmäßig die Fachzeitschrift ‚lebensqualität/LQ‘. Im Lehrmittelverlag der EKA wurde im Jahr 2010 das Buch ‚Lernen und Bewegungskompetenz‘&amp;lt;ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025): &#039;&#039;&#039;Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 1. Auflage: 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; zum ersten Mal aufgelegt, zwei Jahre später das Buch ‚Wissenschaftliche Grundlagen – Kybernetik‘, das seit seiner Überarbeitung im Jahr 2017 den Titel ‚Kinästhetik und Kybernetik‘&amp;lt;ref&amp;gt; &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025): &#039;&#039;&#039;Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). 1. Auflage: 2012 („Kinaesthetics. Wissenschaftliche Grundlagen. Teil 1: Kybernetik“)&amp;lt;/ref&amp;gt; trägt.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022): &#039;&#039;&#039; Kinaesthetics/Kinästhetik: Die Geschichte. Informationsblatt 4. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
== Kinästhetik/Kinaesthetics: Die Geschichte im 16. Bulletin von 1990==&lt;br /&gt;
Das oben im Informationsblatt 4 der EKA dargestellte 16. Kinästhetik-Bulletin von 1990 fasst frühe zentrale Überlegungen und Modelle der Kinästhetik zusammen und gibt einen prägnanten Einblick in die damalige theoretische Entwicklung. Das folgende Zitat stammt aus dieser Sonderausgabe und behandelt die Entstehung:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Entstehung&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahre 1976 begannen Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch in der Schweiz und in Deutschland Workshops unter dem Titel ‚Gentle Dance‘ zu leiten. Mit diesem Namen wollte Frank seine und Johns tänzerische Herkunft andeuten und auf die entspannte Qualität von Bewegung hinweisen, die in jenen Workshops unterrichtet wurde. Als die Nachfrage nach diesen Kursen grösser wurde, suchten Frank und Lenny eine Bezeichnung, die den Inhalt genauer umschrieb. So kam der Name ‚Kinaesthetics‘ dazu.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;‚Gentle Dance‘ sollte weiterhin den Tanz bezeichnen, der jeweils eine Unterrichtsphase von strukturierter Bewegungserforschung integrierte, während ‚Kinaesthetics‘ die Arbeit in einem umfassenderen Sinne beschrieb.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;1973 trug ein Kurs von Frank an der California state University in Fullerton zum ersten Mal den Titel ‚Kinaesthetics‘. Dem Kurs lagen verschiedene Arbeiten von Matthias Alexander, Moshé Feldenkrais und Mabel Todd zugrunde, Unterrichtsthema war die menschliche Bewegung und Haltung. Der Kurs fand bei vielen Studenten, auch ausserhalb der Tanzfakultät, grossen Anklang. Frank prägte das Wort als Kombination von ‚kinetic‘ (den Bewegungssinn betreffend) ‚aesthetic‘ (ästhetisch, durch die Sinne wahrgenommen). Der Begriff soll aussagen, dass jede unserer Handlungen auf dem Erlebnis und der Wahrnehmung der eigenen Bewegung beruht.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;1980 wurde in Zürich, Schweiz, der ‚Verein für Kinästhetik‘ gegründet. Bei der Erarbeitung des ersten Bulletins stellte sich heraus, dass das Wort ‚Kinästhetik‘ in der deutschen Sprache bereits existierte. Es bedeutet die ‚Lehre von der Bewegungswahrnehmung’ und entspricht genau dem eben kreierten englischen Wort ‚Kinaesthetics‘.“&lt;br /&gt;
Quelle:&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1990): &#039;&#039;&#039;Kinästhetik. 16. Bulletin. Januar 1990. Sonderausgabe. Dritte Auflage. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege. Grundkurs-Arbeitsbuch. Zeichnungen: Ansgar Schürenberg. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. Ohne ISBN. S. 57 ff.&amp;lt;br&amp;gt; Von geschichtlichem Interesse ist, dass dort unter der Überschrift „Curriculum der Kinästhetik“ ab den Jahren 1972–1973 einzelne Jahre und Meilensteine der Entwicklung der Kinästhetik aufgelistet werden. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zwyssig, Philipp (2010): &#039;&#039;&#039; Verein für Kinästhetik – Die Geschichte 1980–1998. Siebnen: Stiftung Lebensqualität. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wikipedia (2025): &#039;&#039;&#039; Kinästhetik (Zugriff 12.12.2025). https://de.wikipedia.org/wiki/Kinästhetik&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resch-Kröll, Ulrike (Hg) (2024): &#039;&#039;&#039; Die Erfindung der Kinästhetik. Movement for a better world. Wien: NWV/Verlag Österreich. ISBN 978-3-7083-4207-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kinästhetik (Begriff)]]&lt;br /&gt;
* [[Suzanne Schmidt (*1943)]]&lt;br /&gt;
* [[„Bemerkenswerte Ereignisse“#„1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege“ (März 2025)| „1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kin%C3%A4sthetik/Kinaesthetics_(Geschichte)&amp;diff=6423</id>
		<title>Kinästhetik/Kinaesthetics (Geschichte)</title>
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		<updated>2025-12-12T13:16:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kinästhetik/Kinaesthetics (Geschichte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zur Geschichte der Kinästhetik. Das erste Zitat ist das Informationsblatt 4 der European Kinaesthetics Association (EKA). Bemerkenswert ist, dass die Entwicklung von einem Tanz- und Bewegungsprogramm hin zu einer Bildungsorganisation, die hauptsächlich im Gesundheitswesen verankert ist, führte. Das zweite Zitat ist eine frühe Darstellung der Entstehung der Kinästhetik aus dem 16. Kinästhetik-Bulletin von 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinästhetik/Kinaesthetics: Die Geschichte im Informationsblatt 4 der EKA==&lt;br /&gt;
Ein Satz von vier Informationsblättern der EKA widmet sich den Themen „Was ist Kinästhetik?“, Bildungsweg, Netzwerk und Geschichte. Sie richten sich an die interessierte Öffentlichkeit und werden zu verschiedenen Zwecken verwendet. Sie wurden mehrfach überarbeitet; nachfolgend wird das aktuelle, im Jahr 2022 überarbeitete Informationsblatt 4 zur Geschichte zitiert.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;„Kinaesthetics/Kinästhetik:&amp;lt;br&amp;gt;Die Geschichte&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Anfänge&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Der Begriff Kinaesthetics wurde vom Amerikaner Frank Hatch (*1940) als Kunstwort zu Beginn der 1970er-Jahre geschaffen, um seine akademischen Programme zu Bewegung und Tanz zu bezeichnen. Hatch hatte eine Tanzausbildung absolviert und beim Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (1907–1994) studiert und promoviert. Er teilte sein Interesse für bewegungsbasierte Entwicklungsprozesse mit seiner späteren Lebensgefährtin Lenny Maietta (1950–2018). Sie hatte in klinischer Psychologie promoviert und wurde von der humanistischen Psychologie beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre boten sie zusammen mit John Graham (1931–2012) Workshops in der Schweiz und in Deutschland an. Unter der Bezeichnung ‚Gentle Dance‘ beschäftigten sie sich mit geschmeidiger und entspannter Bewegung und Tanz. Später kam die Bezeichnung ‚Kinaesthetics‘ hinzu, mit der diese Inhalte in einem breiteren Sinn gefasst werden sollten. Ab 1978 wurden konkrete Ausbildungsprogramme unter dieser Bezeichnung angeboten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Auf dem Weg zum Fachgebiet&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Jahr 1980 wurde in Zürich der ‚Verein für Kinästhetik‘ gegründet mit der Absicht, alle interessierten Personen zu verbinden und eine Vereinszeitschrift zu publizieren. Diese erschien unter der Bezeichnung ‚Kinästhetik Bulletin‘ bis zum Jahr 1996 ein- bis zweimal jährlich. Im Vereinsvorstand befanden sich Personen verschiedener Berufsgruppen sowie Hatch, Maietta und Graham. Deren Workshops und Ausbildungen stießen im Lauf der 1980er-Jahre auf immer mehr Interesse, wobei sich Hatch und Maietta stärker mit Kinaesthetics und Graham mit Gentle Dance identifizierten. Letzterer zog sich um 1990 von der Kinaesthetics-Bewegung zurück.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre waren zwei Entwicklungen von Bedeutung: Einerseits interessierten sich vornehmlich Fachpersonen des Gesundheits- und Sozialwesens für die Bildungsangebote. Entsprechend wurden – unterdessen auch in Österreich und Italien – verstärkt Schulungen im Bereich der Pflege und namentlich der Kleinkinderpflege, der Physiotherapie oder der Sonderpädagogik angeboten. Andererseits wurde von den Interessierten vermehrt bemängelt, dass eine zusammenhängende und umfassende schriftliche Darstellung der Kinästhetik fehle.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ging der Verein für Kinästhetik die Publikation einer Sonderausgabe des Bulletins an. Ziel war, den Werdegang sowie die zentralen Inhalte und Anwendungsbereiche der Kinästhetik zum ersten Mal vollständig darzustellen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die ersten umfassenden Beschreibungen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Sonderausgabe ‚Kinästhetik 16. Bulletin‘&amp;lt;ref&amp;gt;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1990): &#039;&#039;&#039;Kinästhetik. 16. Bulletin. Januar 1990. Sonderausgabe. Dritte Auflage. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN.&amp;lt;/ref&amp;gt; von Januar 1990 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Kinästhetik. Für das Gemeinschaftswerk zeichnen neben Hatch und Maietta dreizehn Fachleute aus Sozial- und Gesundheitsberufen aus der Schweiz und aus Deutschland verantwortlich. Thematisiert werden einleitend der Hintergrund, das Lehrmodell und die Methoden der Kinästhetik. Die Schwerpunkte der gut 60-seitigen Publikation bilden die ‚Grundprinzipien‘ – die Vorläufer der späteren Konzepte – und Anwendungen der Kinästhetik. Die Anwendungsbeispiele von einzelnen AutorInnen umfassen u. a. Rehabilitation (Physio- und Ergotherapie), Sonderpädagogik, Krankenpflege, Eltern-Baby-Beziehung, Gesundheitsförderung oder Ausdruckskunst (Tanz, Theater, Spiel).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1992 folgte die erste Veröffentlichung eines Fachbuchs mit dem Titel ‚Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege‘&amp;lt;ref&amp;gt;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996): &#039;&#039;&#039;Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5. 1. Auflage: 1992&amp;lt;/ref&amp;gt;. AutorInnen waren Hatch, Maietta und Suzanne Schmidt; Ina Citron, die von 1990 bis 1994 Redakteurin des ‚Kinästhetik Bulletins‘ war, zeichnete für die Übersetzungen verantwortlich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das gut 190-seitige Werk mit einem Vorwort der Pflegepionierin Sr. Liliane Juchli beschränkt sich auf den Anwendungsbereich der Pflege. In der vierten Auflage von 1996 werden in sechs Kapiteln als ‚Prinzipien‘ die späteren Konzepte in ihrer aktuellen Reihenfolge bzw. alle Unterthemen dargestellt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Beschreibungen unterscheiden sich von der heutigen Sichtweise teilweise stark, teilweise aber nicht wesentlich. In einem zweiten Teil werden Anwendungsmöglichkeiten in der Pflege, Kinästhetik-Transfers u. a. im Hinblick auf die Gesundheitsentwicklung der PatientInnen und Pflegenden beschrieben. In der öffentlichen Wahrnehmung wurde die Kinästhetik deshalb oft auf eine Transfertechnik und Anleitung zum rückenschonenden Arbeiten in der Pflege reduziert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1992 gründeten Hatch und Maietta das ‚Institute for Kinaesthetics‘ (IfK) in Santa Fe und verwendeten fortan die Bezeichnung ‚Kinaesthetics‘ für ihre Projekte. Im Jahr 1994 folgte eine Niederlassung des Instituts in Aarau (CH) in Form einer Aktiengesellschaft, deren Geschäftsführerin bis 1998 Heidi Bauder war. Diese Entwicklung führte zu Diskussionen über den Sinn und Zweck des ‚Vereins für Kinästhetik‘. In den folgenden Jahren schränkte er seine Aktivitäten zunehmend ein und löste sich 1998 schließlich auf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Entwicklung der Bildungsorganisation&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;In den 1990er-Jahren entwickelte sich Kinaesthetics zu einer Bildungsorganisation mit einem breiten Angebot. Gegen Ende des Jahrzehnts wurden Grund- und Aufbaukurse in Programmen für die Pflege, Intensivpflege, Kinderpflege und Kinder überhaupt (Infant Handling), Rehabilitation, pflegende Angehörige und kreatives Lernen angeboten. Diesen Kursen für AnwenderInnen entsprach ein zweistufiges Ausbildungssystem für Grundkurs- bzw. Aufbaukurs-TrainerInnen. Einen zentralen inhaltlichen Kern bildeten die kinästhetischen Grundprinzipien, die ungefähr ab 1998 Konzepte genannt wurden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1999 veröffentlichten Hatch und Maietta das Pflegefachbuch ‚Kinästhetik – Gesundheitsentwicklung und Menschliche Funktionen‘&amp;lt;ref&amp;gt;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (1999): &#039;&#039;&#039;Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und Menschliche Funktionen. Übersetzung: Ute Villwock. Wiesbaden: Ullstein Medical. ISBN 3-86126-637-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dieser Zeit wurden die ersten großen Schulungsprojekte in Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen durchgeführt. Sie zeigten auf, dass die Kinästhetik auch auf der institutionellen Ebene zur Qualitätsentwicklung beitragen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Mit dem Wachstum der Bildungsorganisation ging die curriculare und methodisch-didaktische Entwicklung der Bildungsangebote einher. Sie wurde intensiviert, als die Geschäfte der sanierungsbedürftigen IfK AG im Jahr 2002 dem European Institute for Human Development (EIHD) GmbH übergeben wurden. Inhaltliche Schwerpunkte waren Themen wie die Curricula, die Lehrmittel oder die Didaktik und Methodik. Zudem wurde fast ein Dutzend Kinaesthetics-AusbilderInnen ausgebildet. Dadurch konnte die steigende Nachfrage nach TrainerInnen-Ausbildungen abgedeckt werden. Ein Meilenstein war die Veröffentlichung des Buches ‚Kinaesthetics Infant Handling‘ von Maietta und Hatch im Jahr 2004.&amp;lt;ref&amp;gt;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011): &#039;&#039;&#039;Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das Netzwerk der European Kinaesthetics Association (EKA)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Jahr 2005 entstanden auf der Führungsebene des EIHD unüberbrückbare Differenzen. Um einen drohenden Zusammenbruch des gesamten Systems zu verhindern, schloss sich ein Großteil der TrainerInnen in den einzelnen Ländern zusammen und baute eigenständige Berufsverbände auf. Diese Länderorganisationen gründeten unter der Bezeichnung European Kinaesthetics Association (EKA) eine Rahmenorganisation in Form eines paritätisch geführten Netzwerks. Sogenannte Ressourcenpools erfüllen im Auftrag der EKA übergreifende Aufgaben. In ihrem Rahmen werden Lehrmittel bzw. Programme betreut und neu entwickelt, Online-Plattformen ausgearbeitet, neue AusbilderInnen ausgebildet oder auch wissenschaftliche und curriculare Grundlagen aufbereitet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 2006 veröffentlichte Maren Asmussen das ‚Praxisbuch Kinaesthetics‘&amp;lt;ref&amp;gt;Asmussen-Clausen, Maren (2009): &#039;&#039;&#039;Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8.&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seit 2007 erscheint regelmäßig die Fachzeitschrift ‚lebensqualität/LQ‘. Im Lehrmittelverlag der EKA wurde im Jahr 2010 das Buch ‚Lernen und Bewegungskompetenz‘&amp;lt;ref&amp;gt;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025): &#039;&#039;&#039;Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 1. Auflage: 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; zum ersten Mal aufgelegt, zwei Jahre später das Buch ‚Wissenschaftliche Grundlagen – Kybernetik‘, das seit seiner Überarbeitung im Jahr 2017 den Titel ‚Kinästhetik und Kybernetik‘&amp;lt;ref&amp;gt;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025): &#039;&#039;&#039;Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). 1. Auflage: 2012 („Kinaesthetics. Wissenschaftliche Grundlagen. Teil 1: Kybernetik“)&amp;lt;/ref&amp;gt; trägt.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022): &#039;&#039;&#039; Kinaesthetics/Kinästhetik: Die Geschichte. Informationsblatt 4. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
== Kinästhetik/Kinaesthetics: Die Geschichte im 16. Bulletin von 1990==&lt;br /&gt;
Das oben im Informationsblatt 4 der EKA dargestellte 16. Kinästhetik-Bulletin von 1990 fasst frühe zentrale Überlegungen und Modelle der Kinästhetik zusammen und gibt einen prägnanten Einblick in die damalige theoretische Entwicklung. Das folgende Zitat stammt aus dieser Sonderausgabe und behandelt die Entstehung:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Entstehung&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahre 1976 begannen Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch in der Schweiz und in Deutschland Workshops unter dem Titel ‚Gentle Dance‘ zu leiten. Mit diesem Namen wollte Frank seine und Johns tänzerische Herkunft andeuten und auf die entspannte Qualität von Bewegung hinweisen, die in jenen Workshops unterrichtet wurde. Als die Nachfrage nach diesen Kursen grösser wurde, suchten Frank und Lenny eine Bezeichnung, die den Inhalt genauer umschrieb. So kam der Name ‚Kinaesthetics‘ dazu.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;‚Gentle Dance‘ sollte weiterhin den Tanz bezeichnen, der jeweils eine Unterrichtsphase von strukturierter Bewegungserforschung integrierte, während ‚Kinaesthetics‘ die Arbeit in einem umfassenderen Sinne beschrieb.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;1973 trug ein Kurs von Frank an der California state University in Fullerton zum ersten Mal den Titel ‚Kinaesthetics‘. Dem Kurs lagen verschiedene Arbeiten von Matthias Alexander, Moshé Feldenkrais und Mabel Todd zugrunde, Unterrichtsthema war die menschliche Bewegung und Haltung. Der Kurs fand bei vielen Studenten, auch ausserhalb der Tanzfakultät, grossen Anklang. Frank prägte das Wort als Kombination von ‚kinetic‘ (den Bewegungssinn betreffend) ‚aesthetic‘ (ästhetisch, durch die Sinne wahrgenommen). Der Begriff soll aussagen, dass jede unserer Handlungen auf dem Erlebnis und der Wahrnehmung der eigenen Bewegung beruht.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;1980 wurde in Zürich, Schweiz, der ‚Verein für Kinästhetik‘ gegründet. Bei der Erarbeitung des ersten Bulletins stellte sich heraus, dass das Wort ‚Kinästhetik‘ in der deutschen Sprache bereits existierte. Es bedeutet die ‚Lehre von der Bewegungswahrnehmung’ und entspricht genau dem eben kreierten englischen Wort ‚Kinaesthetics‘.“&lt;br /&gt;
Quelle:&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1990): &#039;&#039;&#039;Kinästhetik. 16. Bulletin. Januar 1990. Sonderausgabe. Dritte Auflage. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege. Grundkurs-Arbeitsbuch. Zeichnungen: Ansgar Schürenberg. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. Ohne ISBN. S. 57 ff.&amp;lt;br&amp;gt; Von geschichtlichem Interesse ist, dass dort unter der Überschrift „Curriculum der Kinästhetik“ ab den Jahren 1972–1973 einzelne Jahre und Meilensteine der Entwicklung der Kinästhetik aufgelistet werden. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zwyssig, Philipp (2010): &#039;&#039;&#039; Verein für Kinästhetik – Die Geschichte 1980–1998. Siebnen: Stiftung Lebensqualität. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wikipedia (2025): &#039;&#039;&#039; Kinästhetik (Zugriff 12.12.2025). https://de.wikipedia.org/wiki/Kinästhetik&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resch-Kröll, Ulrike (Hg) (2024): &#039;&#039;&#039; Die Erfindung der Kinästhetik. Movement for a better world. Wien: NWV/Verlag Österreich. ISBN 978-3-7083-4207-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kinästhetik (Begriff)]]&lt;br /&gt;
* [[Suzanne Schmidt (*1943)]]&lt;br /&gt;
* [[„Bemerkenswerte Ereignisse“#„1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege“ (März 2025)| „1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kin%C3%A4sthetik/Kinaesthetics_(Geschichte)&amp;diff=6422</id>
		<title>Kinästhetik/Kinaesthetics (Geschichte)</title>
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		<updated>2025-12-12T12:56:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: Die Seite wurde neu angelegt: „Kinästhetik/Kinaesthetics (Geschichte)  {{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Michaela Jelinek}}  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Zusammenfassung: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br&amp;gt; Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zur Geschichte der Kinästhetik. Das erste Zitat ist das Informationsblatt 4 der European Kinaesthetics Association (EKA). Bemerkenswert ist, dass die Entwicklung von einem Tanz- und Bewegungsprogramm hin zu einer Bildungsorga…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kinästhetik/Kinaesthetics (Geschichte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zur Geschichte der Kinästhetik. Das erste Zitat ist das Informationsblatt 4 der European Kinaesthetics Association (EKA). Bemerkenswert ist, dass die Entwicklung von einem Tanz- und Bewegungsprogramm hin zu einer Bildungsorganisation, die hauptsächlich im Gesundheitswesen verankert ist, führte. Das zweite Zitat ist eine frühe Darstellung der Entstehung der Kinästhetik aus dem 16. Kinästhetik-Bulletin von 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinästhetik/Kinaesthetics: Die Geschichte im Informationsblatt 4 der EKA==&lt;br /&gt;
Ein Satz von vier Informationsblättern der EKA widmet sich den Themen „Was ist Kinästhetik?“, Bildungsweg, Netzwerk und Geschichte. Sie richten sich an die interessierte Öffentlichkeit und werden zu verschiedenen Zwecken verwendet. Sie wurden mehrfach überarbeitet; nachfolgend wird das aktuelle, im Jahr 2022 überarbeitete Informationsblatt 4 zur Geschichte zitiert.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;„Kinaesthetics/Kinästhetik:&amp;lt;br&amp;gt;Die Geschichte&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Anfänge&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Der Begriff Kinaesthetics wurde vom Amerikaner Frank Hatch (*1940) als Kunstwort zu Beginn der 1970er-Jahre geschaffen, um seine akademischen Programme zu Bewegung und Tanz zu bezeichnen. Hatch hatte eine Tanzausbildung absolviert und beim Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (1907–1994) studiert und promoviert. Er teilte sein Interesse für bewegungsbasierte Entwicklungsprozesse mit seiner späteren Lebensgefährtin Lenny Maietta (1950–2018). Sie hatte in klinischer Psychologie promoviert und wurde von der humanistischen Psychologie beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre boten sie zusammen mit John Graham (1931–2012) Workshops in der Schweiz und in Deutschland an. Unter der Bezeichnung ‚Gentle Dance‘ beschäftigten sie sich mit geschmeidiger und entspannter Bewegung und Tanz. Später kam die Bezeichnung ‚Kinaesthetics‘ hinzu, mit der diese Inhalte in einem breiteren Sinn gefasst werden sollten. Ab 1978 wurden konkrete Ausbildungsprogramme unter dieser Bezeichnung angeboten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Auf dem Weg zum Fachgebiet&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Jahr 1980 wurde in Zürich der ‚Verein für Kinästhetik‘ gegründet mit der Absicht, alle interessierten Personen zu verbinden und eine Vereinszeitschrift zu publizieren. Diese erschien unter der Bezeichnung ‚Kinästhetik Bulletin‘ bis zum Jahr 1996 ein- bis zweimal jährlich. Im Vereinsvorstand befanden sich Personen verschiedener Berufsgruppen sowie Hatch, Maietta und Graham. Deren Workshops und Ausbildungen stießen im Lauf der 1980er-Jahre auf immer mehr Interesse, wobei sich Hatch und Maietta stärker mit Kinaesthetics und Graham mit Gentle Dance identifizierten. Letzterer zog sich um 1990 von der Kinaesthetics-Bewegung zurück.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre waren zwei Entwicklungen von Bedeutung: Einerseits interessierten sich vornehmlich Fachpersonen des Gesundheits- und Sozialwesens für die Bildungsangebote. Entsprechend wurden – unterdessen auch in Österreich und Italien – verstärkt Schulungen im Bereich der Pflege und namentlich der Kleinkinderpflege, der Physiotherapie oder der Sonderpädagogik angeboten. Andererseits wurde von den Interessierten vermehrt bemängelt, dass eine zusammenhängende und umfassende schriftliche Darstellung der Kinästhetik fehle.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ging der Verein für Kinästhetik die Publikation einer Sonderausgabe des Bulletins an. Ziel war, den Werdegang sowie die zentralen Inhalte und Anwendungsbereiche der Kinästhetik zum ersten Mal vollständig darzustellen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die ersten umfassenden Beschreibungen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Sonderausgabe ‚Kinästhetik 16. Bulletin‘&amp;lt;ref&amp;gt;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1990): &#039;&#039;&#039;Kinästhetik. 16. Bulletin. Januar 1990. Sonderausgabe. Dritte Auflage. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN.&amp;lt;/ref&amp;gt; von Januar 1990 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Kinästhetik. Für das Gemeinschaftswerk zeichnen neben Hatch und Maietta dreizehn Fachleute aus Sozial- und Gesundheitsberufen aus der Schweiz und aus Deutschland verantwortlich. Thematisiert werden einleitend der Hintergrund, das Lehrmodell und die Methoden der Kinästhetik. Die Schwerpunkte der gut 60-seitigen Publikation bilden die ‚Grundprinzipien‘ – die Vorläufer der späteren Konzepte – und Anwendungen der Kinästhetik. Die Anwendungsbeispiele von einzelnen AutorInnen umfassen u. a. Rehabilitation (Physio- und Ergotherapie), Sonderpädagogik, Krankenpflege, Eltern-Baby-Beziehung, Gesundheitsförderung oder Ausdruckskunst (Tanz, Theater, Spiel).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1992 folgte die erste Veröffentlichung eines Fachbuchs mit dem Titel ‚Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege‘&amp;lt;ref&amp;gt;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996): Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5. 1. Auflage: 1992&amp;lt;/ref&amp;gt;. AutorInnen waren Hatch, Maietta und Suzanne Schmidt; Ina Citron, die von 1990 bis 1994 Redakteurin des ‚Kinästhetik Bulletins‘ war, zeichnete für die Übersetzungen verantwortlich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das gut 190-seitige Werk mit einem Vorwort der Pflegepionierin Sr. Liliane Juchli beschränkt sich auf den Anwendungsbereich der Pflege. In der vierten Auflage von 1996 werden in sechs Kapiteln als ‚Prinzipien‘ die späteren Konzepte in ihrer aktuellen Reihenfolge bzw. alle Unterthemen dargestellt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Beschreibungen unterscheiden sich von der heutigen Sichtweise teilweise stark, teilweise aber nicht wesentlich. In einem zweiten Teil werden Anwendungsmöglichkeiten in der Pflege, Kinästhetik-Transfers u. a. im Hinblick auf die Gesundheitsentwicklung der PatientInnen und Pflegenden beschrieben. In der öffentlichen Wahrnehmung wurde die Kinästhetik deshalb oft auf eine Transfertechnik und Anleitung zum rückenschonenden Arbeiten in der Pflege reduziert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1992 gründeten Hatch und Maietta das ‚Institute for Kinaesthetics‘ (IfK) in Santa Fe und verwendeten fortan die Bezeichnung ‚Kinaesthetics‘ für ihre Projekte. Im Jahr 1994 folgte eine Niederlassung des Instituts in Aarau (CH) in Form einer Aktiengesellschaft, deren Geschäftsführerin bis 1998 Heidi Bauder war. Diese Entwicklung führte zu Diskussionen über den Sinn und Zweck des ‚Vereins für Kinästhetik‘. In den folgenden Jahren schränkte er seine Aktivitäten zunehmend ein und löste sich 1998 schließlich auf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Entwicklung der Bildungsorganisation&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;In den 1990er-Jahren entwickelte sich Kinaesthetics zu einer Bildungsorganisation mit einem breiten Angebot. Gegen Ende des Jahrzehnts wurden Grund- und Aufbaukurse in Programmen für die Pflege, Intensivpflege, Kinderpflege und Kinder überhaupt (Infant Handling), Rehabilitation, pflegende Angehörige und kreatives Lernen angeboten. Diesen Kursen für AnwenderInnen entsprach ein zweistufiges Ausbildungssystem für Grundkurs- bzw. Aufbaukurs-TrainerInnen. Einen zentralen inhaltlichen Kern bildeten die kinästhetischen Grundprinzipien, die ungefähr ab 1998 Konzepte genannt wurden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1999 veröffentlichten Hatch und Maietta das Pflegefachbuch ‚Kinästhetik – Gesundheitsentwicklung und Menschliche Funktionen‘&amp;lt;ref&amp;gt;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (1999): Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und Menschliche Funktionen. Übersetzung: Ute Villwock. Wiesbaden: Ullstein Medical. ISBN 3-86126-637-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dieser Zeit wurden die ersten großen Schulungsprojekte in Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen durchgeführt. Sie zeigten auf, dass die Kinästhetik auch auf der institutionellen Ebene zur Qualitätsentwicklung beitragen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Mit dem Wachstum der Bildungsorganisation ging die curriculare und methodisch-didaktische Entwicklung der Bildungsangebote einher. Sie wurde intensiviert, als die Geschäfte der sanierungsbedürftigen IfK AG im Jahr 2002 dem European Institute for Human Development (EIHD) GmbH übergeben wurden. Inhaltliche Schwerpunkte waren Themen wie die Curricula, die Lehrmittel oder die Didaktik und Methodik. Zudem wurde fast ein Dutzend Kinaesthetics-AusbilderInnen ausgebildet. Dadurch konnte die steigende Nachfrage nach TrainerInnen-Ausbildungen abgedeckt werden. Ein Meilenstein war die Veröffentlichung des Buches ‚Kinaesthetics Infant Handling‘ von Maietta und Hatch im Jahr 2004.&amp;lt;ref&amp;gt;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011): Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das Netzwerk der European Kinaesthetics Association (EKA)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Jahr 2005 entstanden auf der Führungsebene des EIHD unüberbrückbare Differenzen. Um einen drohenden Zusammenbruch des gesamten Systems zu verhindern, schloss sich ein Großteil der TrainerInnen in den einzelnen Ländern zusammen und baute eigenständige Berufsverbände auf. Diese Länderorganisationen gründeten unter der Bezeichnung European Kinaesthetics Association (EKA) eine Rahmenorganisation in Form eines paritätisch geführten Netzwerks. Sogenannte Ressourcenpools erfüllen im Auftrag der EKA übergreifende Aufgaben. In ihrem Rahmen werden Lehrmittel bzw. Programme betreut und neu entwickelt, Online-Plattformen ausgearbeitet, neue AusbilderInnen ausgebildet oder auch wissenschaftliche und curriculare Grundlagen aufbereitet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 2006 veröffentlichte Maren Asmussen das ‚Praxisbuch Kinaesthetics‘&amp;lt;ref&amp;gt;Asmussen-Clausen, Maren (2009): Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8.&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seit 2007 erscheint regelmäßig die Fachzeitschrift ‚lebensqualität/LQ‘. Im Lehrmittelverlag der EKA wurde im Jahr 2010 das Buch ‚Lernen und Bewegungskompetenz‘&amp;lt;ref&amp;gt;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025): Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. 1. Auflage: 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; zum ersten Mal aufgelegt, zwei Jahre später das Buch ‚Wissenschaftliche Grundlagen – Kybernetik‘, das seit seiner Überarbeitung im Jahr 2017 den Titel ‚Kinästhetik und Kybernetik‘&amp;lt;ref&amp;gt;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025): Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). 1. Auflage: 2012 („Kinaesthetics. Wissenschaftliche Grundlagen. Teil 1: Kybernetik“)&amp;lt;/ref&amp;gt; trägt.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022): &#039;&#039;&#039; Kinaesthetics/Kinästhetik: Die Geschichte. Informationsblatt 4. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
== Kinästhetik/Kinaesthetics: Die Geschichte im 16. Bulletin von 1990==&lt;br /&gt;
Das oben im Informationsblatt 4 der EKA dargestellte 16. Kinästhetik-Bulletin von 1990 fasst frühe zentrale Überlegungen und Modelle der Kinästhetik zusammen und gibt einen prägnanten Einblick in die damalige theoretische Entwicklung. Das folgende Zitat stammt aus dieser Sonderausgabe und behandelt die Entstehung:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Entstehung&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahre 1976 begannen Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch in der Schweiz und in Deutschland Workshops unter dem Titel ‚Gentle Dance‘ zu leiten. Mit diesem Namen wollte Frank seine und Johns tänzerische Herkunft andeuten und auf die entspannte Qualität von Bewegung hinweisen, die in jenen Workshops unterrichtet wurde. Als die Nachfrage nach diesen Kursen grösser wurde, suchten Frank und Lenny eine Bezeichnung, die den Inhalt genauer umschrieb. So kam der Name ‚Kinaesthetics‘ dazu.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;‚Gentle Dance‘ sollte weiterhin den Tanz bezeichnen, der jeweils eine Unterrichtsphase von strukturierter Bewegungserforschung integrierte, während ‚Kinaesthetics‘ die Arbeit in einem umfassenderen Sinne beschrieb.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;1973 trug ein Kurs von Frank an der California state University in Fullerton zum ersten Mal den Titel ‚Kinaesthetics‘. Dem Kurs lagen verschiedene Arbeiten von Matthias Alexander, Moshé Feldenkrais und Mabel Todd zugrunde, Unterrichtsthema war die menschliche Bewegung und Haltung. Der Kurs fand bei vielen Studenten, auch ausserhalb der Tanzfakultät, grossen Anklang. Frank prägte das Wort als Kombination von ‚kinetic‘ (den Bewegungssinn betreffend) ‚aesthetic‘ (ästhetisch, durch die Sinne wahrgenommen). Der Begriff soll aussagen, dass jede unserer Handlungen auf dem Erlebnis und der Wahrnehmung der eigenen Bewegung beruht.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;1980 wurde in Zürich, Schweiz, der ‚Verein für Kinästhetik‘ gegründet. Bei der Erarbeitung des ersten Bulletins stellte sich heraus, dass das Wort ‚Kinästhetik‘ in der deutschen Sprache bereits existierte. Es bedeutet die ‚Lehre von der Bewegungswahrnehmung’ und entspricht genau dem eben kreierten englischen Wort ‚Kinaesthetics‘.“&lt;br /&gt;
Quelle:&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1990): &#039;&#039;&#039;Kinästhetik. 16. Bulletin. Januar 1990. Sonderausgabe. Dritte Auflage. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN. S. 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank; Bauder, Heidi (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege. Grundkurs-Arbeitsbuch. Zeichnungen: Ansgar Schürenberg. Aarau: Institut für Kinästhetik IfK AG. Ohne ISBN. S. 57 ff.&amp;lt;br&amp;gt; Von geschichtlichem Interesse ist, dass dort unter der Überschrift „Curriculum der Kinästhetik“ ab den Jahren 1972–1973 einzelne Jahre und Meilensteine der Entwicklung der Kinästhetik aufgelistet werden. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zwyssig, Philipp (2010): &#039;&#039;&#039; Verein für Kinästhetik – Die Geschichte 1980–1998. Siebnen: Stiftung Lebensqualität. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wikipedia (2025): &#039;&#039;&#039; Kinästhetik (Zugriff 12.12.2025). https://de.wikipedia.org/wiki/Kinästhetik&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Resch-Kröll, Ulrike (Hg) (2024): &#039;&#039;&#039; Die Erfindung der Kinästhetik. Movement for a better world. Wien: NWV/Verlag Österreich. ISBN 978-3-7083-4207-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kinästhetik (Begriff)]]&lt;br /&gt;
* [[Suzanne Schmidt (*1943)]]&lt;br /&gt;
* [[„Bemerkenswerte Ereignisse“#„1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege“ (März 2025)| „1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Testseite_f%C3%BCr_Redaktionsteam&amp;diff=6399</id>
		<title>KOFL:Testseite für Redaktionsteam</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Testseite_f%C3%BCr_Redaktionsteam&amp;diff=6399"/>
		<updated>2025-12-11T14:09:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Stefan Marty-Teuber/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Willkommen in diesem Online-Lexikon zu den Fachgebieten der Kinästhetik, Kybernetik und anderer Bezugswissenschaften!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Das [[KOFL:Über Kinaesthetics-Online-Fachlexikon|Kinaesthetics-Online-Fachlexikon (KOFL)]] wird von der European Kinaesthetics Association (EKA) herausgegeben, von einem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] betreut und von einem fachlichen Beirat unterstützt (vgl. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 60%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schon gewusst?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Schon gewusst“ findest du [[„Schon gewusst?“|hier]].&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 40%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bedeutende Personen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Humberto Augusto Gastón Maturana Romesín&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Humberto Maturana (Romesín), (* 14. September 1928, † 6. Mai 2021 in Santiago de Chile) war Biologe und Philosoph. Sein Schwerpunkt lag in der Neurobiologie. Er studierte Medizin, Biologie/Anatomie in Chile, London und in den USA. Mit einem Postdoc-Stipendium forschte er am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) über das Auge und insbesondere den blinden Fleck, was ihn zu erkenntnistheoretischen Fragen brachte. An der Universidad de Chile lehrte er Biologie an der medizinischen Fakultät und spezialisierte sich dort u. a. auf die Frage, auf welchen Grundlagen lebende und nicht-lebender Systeme unterschieden werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In enger Zusammenarbeit schufen Maturana und Francisco J. Varela die wissenschaftliche Theorie der [[Autopoiese (Autopoiesis)]]. In ihrem Buch „Der Baum der Erkenntnis” beschreiben die beiden dieses Konzept und z. B. die Geschlossenheit von Lebewesen in Bezug auf Operation und Information. Autopoiese als die zentrale Eigenschaft von Lebewesen bedeutet, dass jedes Lebewesen sich fortlaufend einzig und allein aus sich selbst heraus erschafft, von der molekularen und zellulären Ebene bis hin zu derjenigen des ganzen Organismus. Maturana und Varela weiten diesen Theoriekern zu einer systemisch-biologischen Erkenntnistheorie aus. Sie lässt sich in der Aussage &#039;&#039;„Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun“&#039;&#039; zusammenfassen. Maturanas Interesse an interdisziplinärem Denken zeigt sich auch darin, dass er in Santiago de Chile das Instituto Matríztica („Matrix-Institut“) gründete. In einer engen Verflechtung kultureller und biologischer Perspektiven kann man sich dort bis heute mit der Biologie der Erkenntnis, der Liebe oder dem Weg zu einer Gesellschaft mit Gleichberechtigung und Inklusion auseinandersetzen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:orange; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meistgelesene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Hier findest du eine Rangliste der Artikel, die am meisten aufgerufen worden sind (Stand Oktober 2024)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# [[Heinz von Foerster]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Wahrnehmung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Literatur und Medien]] &lt;br /&gt;
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# [[Bewegungserfahrung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Spastik‏‎]] &lt;br /&gt;
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# [[Sensitivität (innere und äußere, von Foerster)]]‏‎‎‏‎&lt;br /&gt;
#[[Stabil und instabil]]‏‎&lt;br /&gt;
[[Spezial:Beliebteste_Seiten|Mehr erfahren]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 90%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF; &amp;quot;colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Datei:1992-Hatch-Maietta-Schmidt-Titelseite.jpg|250px|rechts]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bemerkenswerte Ereignisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege im Jahr 1992&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das 16. Kinästhetik-Bulletin von Januar 1990 ist eine Sonderausgabe der damaligen Fachzeitschrift. Sie stellt die erste umfassende Beschreibung des Fachgebiets Kinästhetik dar. In dieser wird nach einem theoretischen Teil ein breites Spektrum von Anwendungsbereichen erläutert. Zwei Jahre später erschien das erste öffentliche Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ im Verlag Krankenpflege, Eschborn. In diesem ca. 190-seitigen Werk mit einem Vorwort von SR. Liliane Juchli beschränken sich die AutorInnen Frank Hatch, Lenny Maietta und Suzanne Schmidt auf den Anwendungsbereich der Pflege. Es stellt die Geburtsstunde der heutigen Etablierung und breiten Verankerung der Kinästhetik in der Pflege dar. Der Ansatz des Buches ist präventions- und ressourcenorientiert und auf Anwendung und Transfers ausgerichtet, in theoretischer Hinsicht bringt die vierte Auflage von 1996 „Prinzipien“ bzw. die heutigen Konzepte in der aktuellen Reihenfolge – ohne Zweifel ist das Buch ein Meilenstein der Geschichte der Kinästhetik.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zuletzt erschienene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Parallele und spiralige Bewegungsmuster]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erweiterung des Artikels „[[Sensitivität (innere und äußere, von Foerster)]]“ bzw. „[[1 : 100&#039;000 (von Foerster)]]“ durch einen [[Sensitivität (innere und äußere, von Foerster)#Innere und äußere Sensitivität in „Aufbaumodul Demenz 1: Sich und die Welt wahrnehmen – Arbeitsunterlagen“|Begleittext aus dem Aufbaumodul Demenz 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erweiterung des Artikels „[[Wahrnehmung]]“ durch die [[Wahrnehmung#Wahrnehmung in „Aufbaumodul Demenz 1: Sich und die Welt wahrnehmen – Arbeitsunterlagen“|Begleittexte aus dem Aufbaumodul Demenz 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Lernen (Begriff)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erweiterungen der Artikel „[[Hierarchie der Kompetenzen]]“, „[[Bewegungskompetenz]]“ und „[[Interaktion]]“ inkl. „[[Herausforderndes Verhalten]]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Lerntheorie nach Gregory Bateson (1904-1980)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Kybernetik (Begriff)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Erfahren (Begriff)]]“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 5px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:#FFD700; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mach mit!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Du hast viele Möglichkeiten, die Entwicklung des KOFL zu unterstützen.&lt;br /&gt;
* Nur schon, wenn du das KOFL nutzt und Artikel liest, hilfst du dem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] zu erkennen, welche Themen auf besonderes Interesse stoßen bzw. in welchem Themenkreis weitere Artikel publizienswert sind.&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Kinaesthetics / Kinästhetik: Die Geschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./RedakteurIn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zur Geschichte der Kinästhetik. Die Zitate stammen aus dem Informationsblatt 4 von Kinaesthetics Deutschland. Bemerkenswert ist, dass die Entwicklung von einem Tanz- und Bewegungsprogramm hin zu einer Bildungsorganisation im Gesundheitswesen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinaesthetics/Kinästhetik: Die Geschichte in „Informationsblatt 4“ ==&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Kinaesthetics/Kinästhetik:&amp;lt;br&amp;gt;Die Geschichte&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Anfänge&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Der Begriff Kinaesthetics wurde vom Amerikaner Frank Hatch (*1940) als Kunstwort zu Beginn der 1970er-Jahre geschaffen, um seine akademischen Programme zu Bewegung und Tanz zu bezeichnen. Hatch hatte eine Tanzausbildung absolviert und beim Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (1907–1994) studiert und promoviert. Er teilte sein Interesse für bewegungsbasierte Entwicklungsprozesse mit seiner späteren Lebensgefährtin Lenny Maietta (1950–2018). Sie hatte in klinischer Psychologie promoviert und wurde von der humanistischen Psychologie beeinflusst.&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre boten sie zusammen mit John Graham (1931–2012) Workshops in der Schweiz und in Deutschland an. Unter der Bezeichnung ‚Gentle Dance‘ beschäftigten sie sich mit geschmeidiger und entspannter Bewegung und Tanz. Später kam die Bezeichnung ‚Kinaesthetics‘ hinzu, mit der diese Inhalte in einem breiteren Sinn gefasst werden sollten. Ab 1978 wurden konkrete Ausbildungsprogramme unter dieser Bezeichnung angeboten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Auf dem Weg zum Fachgebiet&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Jahr 1980 wurde in Zürich der ‚Verein für Kinästhetik‘ gegründet mit der Absicht, alle interessierten Personen zu verbinden und eine Vereinszeitschrift zu publizieren. Diese erschien unter der Bezeichnung ‚Kinästhetik Bulletin‘ bis zum Jahr 1996 ein- bis zweimal jährlich. Im Vereinsvorstand befanden sich Personen verschiedener Berufsgruppen sowie Hatch, Maietta und Graham. Deren Workshops und Ausbildungen stießen im Lauf der 1980er-Jahre auf immer mehr Interesse, wobei sich Hatch und Maietta stärker mit Kinaesthetics und Graham mit Gentle Dance identifizierten. Letzterer zog sich um 1990 von der Kinaesthetics-Bewegung zurück.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre waren zwei Entwicklungen von Bedeutung: Einerseits interessierten sich vornehmlich Fachpersonen des Gesundheits- und Sozialwesens für die Bildungsangebote. Entsprechend wurden – unterdessen auch in Österreich und Italien – verstärkt Schulungen im Bereich der Pflege und namentlich der Kleinkinderpflege, der Physiotherapie oder der Sonderpädagogik angeboten. Andererseits wurde von den Interessierten vermehrt bemängelt, dass eine zusammenhängende und umfassende schriftliche Darstellung der Kinästhetik fehle.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ging der Verein für Kinästhetik die Publikation einer Sonderausgabe des Bulletins an. Ziel war, den Werdegang sowie die zentralen Inhalte und Anwendungsbereiche der Kinästhetik zum ersten Mal vollständig darzustellen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die ersten umfassenden Beschreibungen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Sonderausgabe ‚Kinästhetik 16. Bulletin‘ von Januar 1990 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Kinästhetik. Für das Gemeinschaftswerk zeichnen neben Hatch und Maietta dreizehn Fachleute aus Sozial- und Gesundheitsberufen aus der Schweiz und aus Deutschland verantwortlich. Thematisiert werden einleitend der Hintergrund, das Lehrmodell und die Methoden der Kinästhetik. Die Schwerpunkte der gut 60-seitigen Publikation bilden die ‚Grundprinzipien‘ – die Vorläufer der späteren Konzepte – und Anwendungen der Kinästhetik. Die Anwendungsbeispiele von einzelnen AutorInnen umfassen u. a. Rehabilitation (Physio- und Ergotherapie), Sonderpädagogik, Krankenpflege, Eltern-Baby-Beziehung, Gesundheitsförderung oder Ausdruckskunst (Tanz, Theater, Spiel).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1992 folgte die erste Veröffentlichung eines Fachbuchs mit dem Titel ‚Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege‘. AutorInnen waren Hatch, Maietta und Suzanne Schmidt; Ina Citron, die von 1990 bis 1994 Redakteurin des ‚Kinästhetik Bulletins‘ war, zeichnete für die Übersetzungen verantwortlich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das gut 190-seitige Werk mit einem Vorwort der Pflegepionierin Sr. Liliane Juchli beschränkt sich auf den Anwendungsbereich der Pflege. In der vierten Auflage von 1996 werden in sechs Kapiteln als ‚Prinzipien‘ die späteren Konzepte in ihrer aktuellen Reihenfolge bzw. alle Unterthemen dargestellt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Beschreibungen unterscheiden sich von der heutigen Sichtweise teilweise stark, teilweise aber nicht wesentlich. In einem zweiten Teil werden Anwendungsmöglichkeiten in der Pflege, Kinästhetik-Transfers u. a. im Hinblick auf die Gesundheitsentwicklung der PatientInnen und Pflegenden beschrieben. In der öffentlichen Wahrnehmung wurde die Kinästhetik deshalb oft auf eine Transfertechnik und Anleitung zum rückenschonenden Arbeiten in der Pflege reduziert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1992 gründeten Hatch und Maietta das ‚Institute for Kinaesthetics‘ (IfK) in Santa Fe und verwendeten fortan die Bezeichnung ‚Kinaesthetics‘ für ihre Projekte. Im Jahr 1994 folgte eine Niederlassung des Instituts in Aarau (CH) in Form einer Aktiengesellschaft, deren Geschäftsführerin bis 1998 Heidi Bauder war. Diese Entwicklung führte zu Diskussionen über den Sinn und Zweck des ‚Vereins für Kinästhetik‘. In den folgenden Jahren schränkte er seine Aktivitäten zunehmend ein und löste sich 1998 schließlich auf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Entwicklung der Bildungsorganisation&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;In den 1990er-Jahren entwickelte sich Kinaesthetics zu einer Bildungsorganisation mit einem breiten Angebot. Gegen Ende des Jahrzehnts wurden Grund- und Aufbaukurse in Programmen für die Pflege, Intensivpflege, Kinderpflege und Kinder überhaupt (Infant Handling), Rehabilitation, pflegende Angehörige und kreatives Lernen angeboten. Diesen Kursen für AnwenderInnen entsprach ein zweistufiges Ausbildungssystem für Grundkurs- bzw. Aufbaukurs-TrainerInnen. Einen zentralen inhaltlichen Kern bildeten die kinästhetischen Grundprinzipien, die ungefähr ab 1998 Konzepte genannt wurden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 1999 veröffentlichten Hatch und Maietta das Pflegefachbuch ‚Kinästhetik – Gesundheitsentwicklung und Menschliche Funktionen‘. In dieser Zeit wurden die ersten großen Schulungsprojekte in Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen durchgeführt. Sie zeigten auf, dass die Kinästhetik auch auf der institutionellen Ebene zur Qualitätsentwicklung beitragen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Mit dem Wachstum der Bildungsorganisation ging die curriculare und methodisch-didaktische Entwicklung der Bildungsangebote einher. Sie wurde intensiviert, als die Geschäfte der sanierungsbedürftigen IfK AG im Jahr 2002 dem European Institute for Human Development (EIHD) GmbH übergeben wurden. Inhaltliche Schwerpunkte waren Themen wie die Curricula, die Lehrmittel oder die Didaktik und Methodik. Zudem wurde fast ein Dutzend Kinaesthetics-AusbilderInnen ausgebildet. Dadurch konnte die steigende Nachfrage nach TrainerInnen-Ausbildungen abgedeckt werden. Ein Meilenstein war die Veröffentlichung des Buches ‚Kinaesthetics Infant Handling‘ von Maietta und Hatch im Jahr 2004.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das Netzwerk der European Kinaesthetics Association (EKA)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Jahr 2005 entstanden auf der Führungsebene des EIHD unüberbrückbare Differenzen. Um einen drohenden Zusammenbruch des gesamten Systems zu verhindern, schloss sich ein Großteil der TrainerInnen in den einzelnen Ländern zusammen und baute eigenständige Berufsverbände auf. Diese Länderorganisationen gründeten unter der Bezeichnung European Kinaesthetics Association (EKA) eine Rahmenorganisation in Form eines paritätisch geführten Netzwerks. Sogenannte Ressourcenpools erfüllen im Auftrag der EKA übergreifende Aufgaben. In ihrem Rahmen werden Lehrmittel bzw. Programme betreut und neu entwickelt, Online-Plattformen ausgearbeitet, neue AusbilderInnen ausgebildet oder auch wissenschaftliche und curriculare Grundlagen aufbereitet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Jahr 2006 veröffentlichte Maren Asmussen das ‚Praxisbuch Kinaesthetics‘. Seit 2007 erscheint regelmäßig die Fachzeitschrift ‚lebensqualität/LQ‘. Im Lehrmittelverlag der EKA wurde im Jahr 2010 das Buch ‚Lernen und Bewegungskompetenz‘ zum ersten Mal aufgelegt, zwei Jahre später das Buch ‚Wissenschaftliche Grundlagen – Kybernetik‘, das seit seiner Überarbeitung im Jahr 2017 den Titel ‚Kinästhetik und Kybernetik‘ trägt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* Bibliografische Erfassung &lt;br /&gt;
Dieser Erfahrungsbericht beschreibt MEIN TEXT&lt;br /&gt;
* Bibliografische Erfassung &lt;br /&gt;
Dieser Erfahrungsbericht beschreibt MEIN TEXT&lt;br /&gt;
* usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* Bibliografische Erfassung&lt;br /&gt;
* Bibliografische Erfassung&lt;br /&gt;
* usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Artikel]]&lt;br /&gt;
* [[Artikel]]&lt;br /&gt;
* [[usw.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:xy]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Benutzer:Michaela_Jelinek&amp;diff=5564</id>
		<title>Benutzer:Michaela Jelinek</title>
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		<updated>2025-01-30T11:59:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: /* Motivation und Absicht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Portrait Michaela Jelinek.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
== Michaela Jelinek (jemi) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefon: +43 676 5441574&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E-Mail: Michaela.jelinek@kinaesthetics-net.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motivation und Absicht ===&lt;br /&gt;
Dinge zu hinterfragen oder den Willen sie zu verstehen prägten, laut meiner Mutter, bereits meine Kindheit. Ich möchte versuchen einen Beitrag zu leisten komplexe Inhalte für Viele verständlich zur Verfügung zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Redaktionelle Schwerpunkte ===&lt;br /&gt;
. &lt;br /&gt;
=== Aus- und Weiterbildung ===&lt;br /&gt;
* Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin (Intensivpflege)&lt;br /&gt;
* Kinaestheticstrainerin Stufe 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruflicher Werdegang ===&lt;br /&gt;
* 2009: DGKP Intensivpflege bis 2024&lt;br /&gt;
* 2020: Vortragstätigikeit an der FH Campus, Wien FH St.Pölten, IMC Krems, SOB Haag&lt;br /&gt;
* 2021: selbstständige Trainerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kinaesthetics-Bildung ===&lt;br /&gt;
* Ausbildung Stufe 3 Pilotprojekt (gesamt) 24&lt;br /&gt;
* Brückenausbildung Kinaesthetics Pflegende Angehörige Stufe 2 Linz 22&lt;br /&gt;
* Ausbildung Stufe 2 Linz 18&lt;br /&gt;
* Ausbildung Stufe 1 Linz 17&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Das_Redaktionsteam&amp;diff=5563</id>
		<title>KOFL:Das Redaktionsteam</title>
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		<updated>2025-01-30T11:56:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: /* Die Mitglieder des Redaktionsteams */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossen|Stefan Marty-Teuber/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Seite führt die Mitglieder des Redaktionsteams mit ihren Kontaktdaten auf. Sie behandelt die Bildung des KOFL-Redaktionsteams und seine Arbeiten in der Aufbauphase des KOFL-Projekts. Dann werden die Aufgaben der RedakteurInnen beschrieben (Teilnahme an Redaktionstreffen und Redaktions-Onlinekonferenzen, Verfassen von Artikeln, redaktionelle Betreuung usw.). Abschließend wird unter dem Stichwort des Selbstverständnisses des Teams als hauptsächliche Absicht die Erleichterung der Mitarbeit beim KOFL in ansprechender Qualität genannt und darauf hingewiesen, dass das Team sich nicht als exklusive Gruppe versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mitglieder des Redaktionsteams ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Andreas Borrmann&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie&lt;br /&gt;
: Lehrer für Pflege und Gesundheit M.A.&lt;br /&gt;
: Telefon: 01633221110&lt;br /&gt;
: E-Mail: Andreas.Borrmann@kinaesthetics-net.de&lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Andreas Borrmann|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michaela Jelinek&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegeperson, Intensivpflege, Kinaesthetics-Trainerin&lt;br /&gt;
: Telefon: +43 676 5441574&lt;br /&gt;
: E-Mail: Michaela.jelinek@kinaesthetics-net.at&lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Michaela Jelinek|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sabine Kaserer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Krankenpflegerin/Infermiera, Kinaesthetics-Trainerin&lt;br /&gt;
: Telefon Geschäft: +39 3669 02 83 64&lt;br /&gt;
: E-Mail: sabine.kaserer@kinaesthetics-net.it &lt;br /&gt;
: [[Benutzer: Sabine Kaserer |Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dagmar Panzer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Krankenschwester, Fachweiterbildung Intensiv, Kinaesthetics-Trainerin&lt;br /&gt;
: Telefon Privat: +49 911 39 08 23&lt;br /&gt;
: Telefon Mobil: +49 176 45 50 05 44&lt;br /&gt;
: E-Mail: dagmar.panzer@kinaesthetics-net.de &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Dagmar Panzer|Mehr lesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stefan Marty-Teuber&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Altphilologe/Indogermanist, Dipl. Gymnasiallehrer, Co-Leitung Ressourcenpool „Curriculum und Forschung“ der European Kinaesthetics Association (EKA)/Verantwortungsbereich „Grundlagenforschung und Sprache“, Kinaesthetics-Trainer&lt;br /&gt;
: Telefon: +41 55 451 18 05&lt;br /&gt;
: E-Mail: stefan.marty@kinaesthetics.net &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Stefan Marty-Teuber|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Caroline Rüttimann Remund&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Kinaesthetics Trainerin, Spezialistin für angewandte Kinästhetik, dipl. Expertin Intensivpflege&lt;br /&gt;
: Telefon Privat: +41 76 561 02 06&lt;br /&gt;
: E-Mail: caroline.ruettimann_remund@kinaesthetics-net.ch &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Caroline Rüttimann Remund|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lutz Zierbeck&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Pflegefachmann, Kinaesthetics-Trainer, -Berater und -Ausbilder, Spezialist für angewandte Kinästhetik, Erwachsenenbildner&lt;br /&gt;
: Telefon: +41 61 753 24 19&lt;br /&gt;
: E-Mail: lutz.zierbeck@kinaesthetics-net.ch &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Lutz Zierbeck|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehemalige Redaktionsmitglieder==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Name&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; || &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Land, Mitarbeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Uta Bornschein&#039;&#039;&#039; || DE, 2017 bis 2020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Susanne Hoser&#039;&#039;&#039; || DE, 2016 bis 2020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Andrea Wildi Wyss&#039;&#039;&#039;|| CH, 2016 bis 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Lilia Körner&#039;&#039;&#039;|| DE, 2016 bis 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Joachim Reif&#039;&#039;&#039;|| AT, 2018 bis 2024&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung des Redaktionsteams und Aufbauphase des KOFL ==&lt;br /&gt;
Für die Pilotphase des KOFL-Projektes erfolgte Ende 2016 eine Ausschreibung der Mitarbeit im KOFL-Redaktionsteam. Sie richtete sich an die Kinaesthetics-TrainerInnen der EKA. Als Voraussetzungen wurden eine gute Kenntnis der Themen und Inhalte der Kinästhetik und Kybernetik, überdurchschnittliche Erfahrung oder aussichtsreiche Lernbereitschaft im Umgang mit schriftlichem Deutsch mit wissenschaftlichem Anspruch und die nötigen zeitlichen Ressourcen genannt. In der Folge meldete sich eine Gruppe von sechs Personen, die sich während gut eineinhalb Jahren mit der Konzeption des KOFL, seiner konkreten Ausgestaltung und dem nötigen Know-how beschäftigte. Dabei zeigte sich die hohe Komplexität des Projekts in inhaltlichen, formalen, prozeduralen und technischen Herausforderungen. In der ersten Jahreshälfte 2017 fanden vier eintägige Redaktionstreffen statt, ab August 2017 bis August 2018 sieben zweitägige Treffen. In dieser Aufbauphase des KOFL konnten aus dem Budget des Ressourcenpools „Curriculum und Forschung“ der EKA ein Teil der Redaktionstreffen der RedakteurInnen mit EUR 200.-/CHF 240.- pro Tag und ihre Spesen gedeckt werden. Alle zusätzliche Arbeit der RedakteurInnen war ehrenamtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zeitliche Belastung durch die Projektmitarbeit führte zu zwei Wechseln innerhalb des Redaktionsteams. Andrea Wildi Wyss aus der Schweiz und Lilia Körner aus Deutschland zogen sich aus dem Team zurück. Sie konnten mit Joachim Reif aus Österreich und Sabine Kaserer aus Italien ersetzt werden. Mit diesem Schritt wurde die erwünschte bessere Vertretung der einzelnen „Kinaesthetics-Länder“ im Team erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben der RedakteurInnen ==&lt;br /&gt;
=== Teilnahme an Redaktionstreffen und Redaktions-Onlinekonferenzen ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen nehmen an regelmäßigen, mindestens zweitägigen physischen Redaktionstreffen teil. Die Termine werden frühzeitig durch Umfragen festgelegt. Für den Regelbetrieb ist ein Redaktionstreffen pro Jahr vorgesehen. An jedem Redaktionstreffen werden ausgewählte Themen auch über Bewegungserfahrungen und gemeinsame Reflexion beleuchtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Redaktionstreffen werden durch ca. vier halb- bis ganztägige Redaktions-Onlinekonferenzen pro Jahr ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Treffen bzw. Konferenzen dienen hauptsächlich der Besprechung von Problemen, Herausforderungen oder Erkenntnissen, die sich aus der Redaktionstätigkeit ergeben haben, sowie der Weiterentwicklung des KOFL und des persönlichen Know-hows als RedakteurIn. Außerdem wird regelmäßig über aktuelle Entwicklungen im Ressourcenpool und in der EKA informiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnung einer Diskussion durch mit Fachliteratur angelegte Artikel ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen eröffnen die Diskussion zu einem neuen Thema, indem sie einen Artikel mit Fachliteratur anlegen oder auf der zugehörigen Diskussionsseite erste Beiträge veröffentlichen (vgl. [[KOFL:Eine Diskussion eröffnen]]). Dies kann auf Anregung aus dem Netzwerk der LeserInnen oder aus eigenem Antrieb in Absprache mit dem Chefredakteur geschehen. Grundsätzlich ist die Zusammenarbeit mit einer KollegIn des Redaktionsteam empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassen von Artikeln/Artikelteilen ===&lt;br /&gt;
Aus eigenem Antrieb und Interesse verfassen RedakteurInnen Artikel(teile) als AutorInnen.  Getreu nach dem KOFL-Motto, dass nichts undiskutiert veröffentlicht wird, werden die RedakteurInnen als AutorInnen in Analogie zur unten beschriebenen Aufgabe der redaktionellen Betreuung immer von einer KollegIn des Redaktionsteams begleitet. Dies geschieht in Analogie zur unten beschriebenen Aufgabe der redaktionellen Betreuung von externen AutorInnen. Da beide über das nötige Know-how verfügen, kann individuell festgelegt werden, wer die Verantwortung für einzelne Teilschritte übernimmt (z. B. für das Anlegen der Infobox, für einzelne Kapitel, für das Editieren). Wie das Anlegen von Artikeln mit Fachliteratur (vgl. oben) gewährleistet diese Aufgabe, dass die Entwicklung des KOFL nicht steckenbleibt, wenn wenige oder keine Anstöße aus dem Netzwerk der KOFL-LeserInnen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Redaktionelle Betreuung der AutorInnen von Artikeln/Artikelteilen ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen betreuen AutorInnen, die einen Artikel(teil) im KOFL veröffentlichen wollen (vgl. [[KOFL:Anleitung: Artikel zu einem kinästhetischen Fachbegriff]]). Sie stellen ihnen eine Word-Datei als Grundlage für das Verfassen und bei Bedarf auf vertraulicher Basis PDF von Quellen zur Verfügung. Zusammen mit den AutorInnen planen sie das Verfassen der Beiträge und legen Termine und Form von Besprechungen fest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erklären die Anforderungen an die einzelnen Standardelemente eines Artikels und unterstützen und beraten AutorInnen beim Anlegen eines Recherche-Dokuments, beim bibliografischen Erfassen von Quellen, bei der Suche nach Erfahrungsberichten oder bei der Formulierung der Zusammenfassung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind GegenleserInnen und DiskussionspartnerInnen von abgeschlossenen Beiträgen, indem sie nachvollziehbare Änderungsvorschläge und Kommentare machen und diese mit den AutorInnen diskutieren. Wenn ganze Artikel verfasst werden, kümmern sie sich um das Verfassen der weiteren Standardelemente (Infobox, „Zum Begriff, Einzelnachweise, Kategorie). Auf der Grundlage des kursiven Lektorats des Chefredakteurs besprechen sie mit den AutorInnen eventuelle letzte Anpassungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss dieser Arbeiten editieren sie den Artikel(teil) im KOFL und eröffnen die zugehörige Diskussionsseite. Sie beobachten diese zusammen mit den AutorInnen und versehen sie mit Antworten auf Beiträge von KOFL-LeserInnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung der KOFL-Sprachverantwortlichen ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen unterstützen die KOFL-Sprachverantwortlichen in technischen und inhaltlichen Belangen (vgl. [[KOFL:KOFL-Mehrsprachigkeit#Unterst.C3.BCtzung_durch_das_KOFL-Redaktionsteam|KOFL-Mehrsprachigkeit: Unterstützung durch das KOFL-Redaktionsteam]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeiten im Rahmen des Sponsorings ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen übernehmen definierte Tätigkeiten im Rahmen des Sponsorings des KOFL. Vorgesehen sind die Eröffnung der Diskussion zu einem neuen Thema durch die Sammlung bestehender Texte der Fachliteratur, die Eröffnung der Diskussion zu einem neuen Thema durch ein Interview mit einer ThementrägerIn/Kinästhetik-PionierIn und der Beginn eines neuen Artikels (vgl. [[KOFL: Sponsoring]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstverständnis des Redaktionsteams, Nachfolgeregelung und Anforderungsprofil ==&lt;br /&gt;
=== Selbstverständnis des Redaktionsteams ===&lt;br /&gt;
Eine wichtige Absicht des Redaktionsteams liegt darin, interessierten Personen die Mitarbeit beim KOFL-Projekt in ansprechender Qualität zu erleichtern und sie bei den inhaltlichen, formalen und methodischen Herausforderungen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das KOFL-Redaktionsteam versteht sich nicht als geschlossene und exklusive Gruppe. Ganz im Gegenteil besteht im weiteren Projektverlauf ein großes Interesse, dass sich interessierte Personen das nötige Know-how durch regelmäßige Mitarbeit als AutorIn oder InitiatorIn von Diskussionen aneignen können. Dadurch würden sich die betreffenden Personen einerseits als NachfolgerInnen für zurücktretende KOFL-RedakteurInnen empfehlen, andererseits sind für die Zukunft des KOFL auch Erweiterungen des Redaktionsteams in freieren Formen vorstellbar. Du kannst jederzeit mit einem [[#Die Mitglieder des Redaktionsteams|Mitglied des Redaktionsteams]] Kontakt aufnehmen, wenn dich diese Möglichkeiten interessieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründen ist es ein deklariertes Ziel, dass die Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem KOFL mit ihren Begründungen und Absichten so transparent als möglich sind. Die Beschreibungen, wie das KOFL „funktioniert“, sollen im KOFL selbst zu finden sein. Dies ist insbesondere für den Ausbau der Mehrsprachigkeit von entscheidender Bedeutung. Die KOFL-Sprachverantwortlichen stellen schon jetzt eine Erweiterung des KOFL-Redaktionsteams dar und können davon profitieren, dass das KOFL möglichst selbsterklärend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgeregelung ===&lt;br /&gt;
Wenn sich eine KOFL-RedakteurIn aus dem Redaktionsteam zurückzieht und ihre Vereinbarung mit dem Ressourcenpool Curriculum&amp;amp;Forschung kündigt, werden die folgenden Schritte eingeleitet:&lt;br /&gt;
* Am Schluss dieses Kapitels wird eine Ausschreibung mit allen nötigen Angaben veröffentlicht. Sie enthält eine vorformatierte E-Mail, die Bewerbende mit den verlangten Angaben an den KOFL-Chefredakteur senden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Länderorganisation informieren alle Kinaesthetics-TrainerInnen mit einer TrainerInnen-News über die Ausschreibung und den entsprechenden Link zum KOFL.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der KOFL-Chefredakteur bestätigt den Bewerbenden den Eingang ihrer Bewerbung und macht sie gegebenenfalls auf fehlende Angaben aufmerksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Ablauf der Anmeldefrist legt der Chefredakteur zusammen mit den Bewerbenden und interessierten KOFL-RedakteurInnen einen Termin für eine Online-Informationsveranstaltung fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* An der Online-Informationsveranstaltung werden die Absicht und Organisation des KOFL sowie die Anforderungen, Aufgaben und Möglichkeiten der redaktionellen Mitarbeit konkret aufgezeigt. Ebenso werden eventuelle Fragen der Bewerbenden beantwortet. Es wird eine Bedenkzeit angesetzt, in der die Bewerbenden dem Chefredakteur ihr definitives Interesse, eine andere Form des Engagements fürs KOFL oder den Rückzug ihrer Bewerbung mitteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Ablauf der Bedenkzeit trifft das Redaktionsteam eine Entscheidung betreffend Nachfolge und kommuniziert diese den Bewerbenden möglichst transparent. Mit abgewiesenen Bewerbenden werden andere Formen des Engagements fürs KOFL besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Ausschreibung in diesem Kapitel wird gelöscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der KOFL-Chefredakteur oder eine KOFL-RedakteurIn führt die NachfolgerIn in die Redaktionsarbeit ein und unterstützt sie namentlich beim Erstellen ihrer Selbstpräsentation als KOFL-RedakteurIn auf der Seite „Das Redaktionsteam“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach einer halbjährigen Probe- und Einarbeitungszeit unterschreibt die NachfolgerIn die Vereinbarung mit dem Ressourcenpool Curriculum &amp;amp; Forschung (C&amp;amp;F) und wird im Rahmen des KOFL-Budgets von C&amp;amp;F für ihre Mitarbeit entlöhnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anforderungsprofil für KOFL-RedakteurInnen ===&lt;br /&gt;
* Als Kinaesthetics-TrainerIn verfügst du über eine gute Kenntnis der Themen und Inhalte des Fachgebietes der Kinästhetik und der Kybernetik. Du kennst und verstehst die Inhalte der wichtigsten Publikationen der EKA (z. B. „Konzeptsystem“, „Lernen und Bewegungskompetenz“, „Kybernetik und Kinästhetik“). Du bist mit weiterführender kybernetischer, konstruktivistischer oder systemtheoretischer Literatur vertraut. Du hast idealerweise die Weiterbildung „Kybernetik-Zyklus“ besucht und interessierst dich grundsätzlich für die schriftliche Beschreibung der erwähnten Inhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du hast Erfahrung im Verfassen von Texten mit gehobenem, bestenfalls wissenschaftlichem Anspruch sowie Interesse und Lernbereitschaft, diese Kompetenz zu erweitern. Dies tust du konkret &lt;br /&gt;
** im wissenschaftlichen Recherchieren,&lt;br /&gt;
** im Verfassen von Lexikonartikeln,&lt;br /&gt;
** im Gegenlesen von Lexikonartikeln (sprachliche und inhaltliche Beurteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du kannst ungefähr vier Arbeitstage pro Jahr für die selbstständige Einzel- oder Partnerarbeit am KOFL investieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du bist bereit, an den regelmäßigen Redaktionssitzungen verbindlich teilzunehmen. Diese werden online und in Form von physischen Treffen durchgeführt (insgesamt ca. 5 Treffen pro Jahr). In der Regel finden die physischen Treffen in der Schweiz statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du bist bereit, dich im Rahmen des KOFL-Budgets des Ressourcenpools Curriculum &amp;amp; Forschung als qualifizierte Mitarbeitende für das langfristige KOFL-Projekt zu engagieren. Formelles wird in einer Vereinbarung mit dem Ressourcenpool geregelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Leitung des Chefredaktors, Stefan Marty-Teuber, bildest du dich im Team und allein in deinem Know-how weiter. Dies betrifft je nach deinen Voraussetzungen: &lt;br /&gt;
* Editieren im Online-Lexikon&lt;br /&gt;
* Recherchieren in Fachlexika und -büchern &lt;br /&gt;
* Verfassen von Lexikonartikeln &lt;br /&gt;
* Gegenlesen von Texten &lt;br /&gt;
Mit diesen Voraussetzungen verfasst du einerseits eigene, von Team-KollegInnen und/oder vom Chefredaktor gegengelesene Lexikonartikel. Andererseits liest du eingereichte Lexikonbeiträge gegen und erarbeitest mit den AutorInnen zusammen die Endversion, die du im Online-Lexikon publizierst. Daneben besteht deine Tätigkeit auch darin, im Redaktionsteam das Erscheinungsbild und die Funktionen des Lexikons weiterzuentwickeln. Detaillierte Informationen zu deinen Aufgaben als RedakteurIn findest du auf dieser Seite im [[#Aufgaben der RedakteurInnen|vierten Kapitel]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Gesundheitsentwicklung&amp;diff=5557</id>
		<title>Gesundheitsentwicklung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Gesundheitsentwicklung&amp;diff=5557"/>
		<updated>2025-01-30T11:34:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: /* Gesundheitsentwicklung in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Gesundheitsentwicklung aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“. In der Kinästhetik wird der Begriff Gesundheitsentwicklung statt Gesundheit verwendet, um auszudrücken, dass Gesundheit kein Zustand, sondern ein fortlaufender Entwicklungsprozess ist. Dieser ist insbesondere von der Qualität der Gestaltung der alltäglichen Aktivitäten abhängig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitsentwicklung in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das dritte Kapitel „Bewegungskompetenz – das zentrale Thema“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Die Bedeutung der Bewegungskompetenz in den Lebensphasen“ thematisiert die Bedeutung und Entwicklung der Bewegungskompetenz von der Zeugung bis zum Tod eines Menschen. Das Zitat ist der Text des dritten Unterkapitels „Bewegungskompetenz und Gesundheitsentwicklung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;„3.3. Bewegungskompetenz und &#039;&#039;&#039;Gesundheitsentwicklung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird anstelle des Begriffs Gesundheit vorzugsweise ‚&#039;&#039;&#039;Gesundheitsentwicklung&#039;&#039;&#039;‘verwendet, weil Gesundheit als ein konstant ablaufender Selbstorganisationsprozess des Menschen und nicht als ‚Zustand‘ verstanden wird. Die Gesundheitsentwicklung hängt wesentlich davon ab, wie unsere ununterbrochenen inneren Bewegungsprozesse, die sogenannten Vitalfunktionen (z. B. Verdauung, Blutkreislauf) ablaufen. Die Qualität dieser Bewegungsprozesse wird wiederum wesentlich durch die Tätigkeit der willkürlich steuerbaren Muskulatur beeinflusst. Darum zeigen sich z. B. bei Menschen mit Lähmungen sehr oft Probleme der Vitalfunktionen. Die Qualität der Ausführung unserer alltäglichen Aktivitäten beeinflusst somit die Qualität der Vitalfunktionen. Vor diesem Hintergrund spielt es für die Gesundheitsentwicklung eine Rolle, wie wir vom Boden aufstehen, wie wir sitzen, ob wir ein Kind wie eine leblose Puppe hochheben, einen pflegebedürftigen Menschen im Bett einfach hochziehen oder aber es ermöglichen, dass der andere Mensch mit seiner eigenen Muskulatur aktiv mithelfen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dieser weite und qualitative Betrachtungswinkel der Bewegung unterscheidet das Fachgebiet Kinästhetik von der allgemein gängigen Sicht und sprachlichen Verwendung des Begriffes Bewegung. So wird einem z. B. in der Boulevardpresse empfohlen, sich jeden Tag zugunsten seiner Gesundheit eine halbe Stunde zu bewegen – als ob man sich sonst nicht bewegen würde. Die enge Verwendung des Wortes meint in diesem Kontext Fortbewegungsaktivitäten (Gehen, Laufen) oder gymnastische oder sportliche Aktivitäten. Zusätzlich stehen dabei meistens quantitative Aspekte und Überlegungen im Vordergrund, sei es im allgemeinen Bewusstsein oder bei entsprechenden Trainings- und Therapieformen. Es geht um die Anregung des Kreislaufes, die Stärkung der Muskulatur, die Verbesserung der Kondition usw.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird der Begriff Bewegung in einem weiten Sinn verstanden. Demnach bewegt sich der Mensch immer, solange er lebt, ob er nun liegt, sitzt oder sich fortbewegt. Vor diesem Hintergrund mag es geradezu paradox erscheinen, sich eine halbe Stunde pro Tag um ‚gesunde‘ Bewegung zu kümmern und den Rest der Zeit nicht. Für die Entwicklung der Gesundheit ist von ebenso großer Bedeutung, wie wir uns Tag für Tag im ‚normalen‘ Leben bewegen. Die Qualität, mit der wir alltägliche Aktivitäten und sportliche Betätigungen ausführen, ist der ausschlaggebende Faktor des lebenslangen Prozesses  der Gesundheitsentwicklung.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Homöokinese&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Auf der Grundlage seiner Forschungen verwendete der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (1907–1994) für die Idee der &#039;&#039;&#039;Gesundheitsentwicklung&#039;&#039;&#039; den Begriff Homöokinese. Er wollte mit ihm ausdrücken, dass wir unsere ‚Gesundheit‘ hauptsächlich durch unsere ständige aktive Bewegung produzieren. Er griff dabei das Konzept der Homöostase auf. Dieses bezeichnet die Aufrechterhaltung des inneren Milieus (z. B. Körpertemperatur, Blutdruck) innerhalb bestimmter Grenzen durch selbstregulatorische Prozesse. Die Idee der Homöokinese verlagert den Schwerpunkt dieses Konzeptes auf die aktive Bewegung.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Man kann sich nicht nicht bewegen&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Auf der Ebene der unwillkürlichen Bewegungen der Vitalfunktionen (Herzschlag usw.) bewegt sich der Mensch ununterbrochen, solange er lebt. Aber auch auf der Ebene der willkürlich steuerbaren Bewegung gibt es bei einem lebenden Menschen in keinem Moment eine absolute Bewegungslosigkeit.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 38–39.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Gesundheitsentwicklung wird im Titel des Buches verwendet und insbesondere ab Seite 3 in den Kapiteln „Was meinen wir mit Gesundheit“, „Wie kann man Gesundheit entwickeln?“ und „Anwendung der Kinästhetik in der professionellen Pflege“ erläutert. Das zweite Kapitel „Wie erfolgt die Entwicklung der Gesundheit“ (S. 8 bis 33) behandelt das Thema ausführlich unter unterschiedlichen Aspekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Kapitel „Gesundheit, Entwicklung und Lernen“ (S. 41 bis 57) wird das Thema Gesundheitsentwicklung erläutert und insbesondere im fünften Unterkapitel „Theorie zur Gesundheitsentwicklung“ vertieft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Lernparadigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschenbild]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Gesundheitsentwicklung&amp;diff=5556</id>
		<title>Gesundheitsentwicklung</title>
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		<updated>2025-01-30T11:34:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: /* Gesundheitsentwicklung in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Gesundheitsentwicklung aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“. In der Kinästhetik wird der Begriff Gesundheitsentwicklung statt Gesundheit verwendet, um auszudrücken, dass Gesundheit kein Zustand, sondern ein fortlaufender Entwicklungsprozess ist. Dieser ist insbesondere von der Qualität der Gestaltung der alltäglichen Aktivitäten abhängig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitsentwicklung in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das dritte Kapitel „Bewegungskompetenz – das zentrale Thema“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Die Bedeutung der Bewegungskompetenz in den Lebensphasen“ thematisiert die Bedeutung und Entwicklung der Bewegungskompetenz von der Zeugung bis zum Tod eines Menschen. Das Zitat ist der Text des dritten Unterkapitels „Bewegungskompetenz und Gesundheitsentwicklung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„3.3. Bewegungskompetenz und &#039;&#039;&#039;Gesundheitsentwicklung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird anstelle des Begriffs Gesundheit vorzugsweise ‚&#039;&#039;&#039;Gesundheitsentwicklung&#039;&#039;&#039;‘verwendet, weil Gesundheit als ein konstant ablaufender Selbstorganisationsprozess des Menschen und nicht als ‚Zustand‘ verstanden wird. Die Gesundheitsentwicklung hängt wesentlich davon ab, wie unsere ununterbrochenen inneren Bewegungsprozesse, die sogenannten Vitalfunktionen (z. B. Verdauung, Blutkreislauf) ablaufen. Die Qualität dieser Bewegungsprozesse wird wiederum wesentlich durch die Tätigkeit der willkürlich steuerbaren Muskulatur beeinflusst. Darum zeigen sich z. B. bei Menschen mit Lähmungen sehr oft Probleme der Vitalfunktionen. Die Qualität der Ausführung unserer alltäglichen Aktivitäten beeinflusst somit die Qualität der Vitalfunktionen. Vor diesem Hintergrund spielt es für die Gesundheitsentwicklung eine Rolle, wie wir vom Boden aufstehen, wie wir sitzen, ob wir ein Kind wie eine leblose Puppe hochheben, einen pflegebedürftigen Menschen im Bett einfach hochziehen oder aber es ermöglichen, dass der andere Mensch mit seiner eigenen Muskulatur aktiv mithelfen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dieser weite und qualitative Betrachtungswinkel der Bewegung unterscheidet das Fachgebiet Kinästhetik von der allgemein gängigen Sicht und sprachlichen Verwendung des Begriffes Bewegung. So wird einem z. B. in der Boulevardpresse empfohlen, sich jeden Tag zugunsten seiner Gesundheit eine halbe Stunde zu bewegen – als ob man sich sonst nicht bewegen würde. Die enge Verwendung des Wortes meint in diesem Kontext Fortbewegungsaktivitäten (Gehen, Laufen) oder gymnastische oder sportliche Aktivitäten. Zusätzlich stehen dabei meistens quantitative Aspekte und Überlegungen im Vordergrund, sei es im allgemeinen Bewusstsein oder bei entsprechenden Trainings- und Therapieformen. Es geht um die Anregung des Kreislaufes, die Stärkung der Muskulatur, die Verbesserung der Kondition usw.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird der Begriff Bewegung in einem weiten Sinn verstanden. Demnach bewegt sich der Mensch immer, solange er lebt, ob er nun liegt, sitzt oder sich fortbewegt. Vor diesem Hintergrund mag es geradezu paradox erscheinen, sich eine halbe Stunde pro Tag um ‚gesunde‘ Bewegung zu kümmern und den Rest der Zeit nicht. Für die Entwicklung der Gesundheit ist von ebenso großer Bedeutung, wie wir uns Tag für Tag im ‚normalen‘ Leben bewegen. Die Qualität, mit der wir alltägliche Aktivitäten und sportliche Betätigungen ausführen, ist der ausschlaggebende Faktor des lebenslangen Prozesses  der Gesundheitsentwicklung.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Homöokinese&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Auf der Grundlage seiner Forschungen verwendete der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (1907–1994) für die Idee der &#039;&#039;&#039;Gesundheitsentwicklung&#039;&#039;&#039; den Begriff Homöokinese. Er wollte mit ihm ausdrücken, dass wir unsere ‚Gesundheit‘ hauptsächlich durch unsere ständige aktive Bewegung produzieren. Er griff dabei das Konzept der Homöostase auf. Dieses bezeichnet die Aufrechterhaltung des inneren Milieus (z. B. Körpertemperatur, Blutdruck) innerhalb bestimmter Grenzen durch selbstregulatorische Prozesse. Die Idee der Homöokinese verlagert den Schwerpunkt dieses Konzeptes auf die aktive Bewegung.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Man kann sich nicht nicht bewegen&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Auf der Ebene der unwillkürlichen Bewegungen der Vitalfunktionen (Herzschlag usw.) bewegt sich der Mensch ununterbrochen, solange er lebt. Aber auch auf der Ebene der willkürlich steuerbaren Bewegung gibt es bei einem lebenden Menschen in keinem Moment eine absolute Bewegungslosigkeit.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 38–39.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Gesundheitsentwicklung wird im Titel des Buches verwendet und insbesondere ab Seite 3 in den Kapiteln „Was meinen wir mit Gesundheit“, „Wie kann man Gesundheit entwickeln?“ und „Anwendung der Kinästhetik in der professionellen Pflege“ erläutert. Das zweite Kapitel „Wie erfolgt die Entwicklung der Gesundheit“ (S. 8 bis 33) behandelt das Thema ausführlich unter unterschiedlichen Aspekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Kapitel „Gesundheit, Entwicklung und Lernen“ (S. 41 bis 57) wird das Thema Gesundheitsentwicklung erläutert und insbesondere im fünften Unterkapitel „Theorie zur Gesundheitsentwicklung“ vertieft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Lernparadigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschenbild]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Gesundheitsentwicklung&amp;diff=5555</id>
		<title>Gesundheitsentwicklung</title>
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		<updated>2025-01-30T11:33:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Gesundheitsentwicklung aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“. In der Kinästhetik wird der Begriff Gesundheitsentwicklung statt Gesundheit verwendet, um auszudrücken, dass Gesundheit kein Zustand, sondern ein fortlaufender Entwicklungsprozess ist. Dieser ist insbesondere von der Qualität der Gestaltung der alltäglichen Aktivitäten abhängig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitsentwicklung in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das dritte Kapitel „Bewegungskompetenz – das zentrale Thema“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Die Bedeutung der Bewegungskompetenz in den Lebensphasen“ thematisiert die Bedeutung und Entwicklung der Bewegungskompetenz von der Zeugung bis zum Tod eines Menschen. Das Zitat ist der Text des dritten Unterkapitels „Bewegungskompetenz und Gesundheitsentwicklung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„3.3. Bewegungskompetenz und Gesundheitsentwicklung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird anstelle des Begriffs Gesundheit vorzugsweise ‚&#039;&#039;&#039;Gesundheitsentwicklung&#039;&#039;&#039;‘verwendet, weil Gesundheit als ein konstant ablaufender Selbstorganisationsprozess des Menschen und nicht als ‚Zustand‘ verstanden wird. Die Gesundheitsentwicklung hängt wesentlich davon ab, wie unsere ununterbrochenen inneren Bewegungsprozesse, die sogenannten Vitalfunktionen (z. B. Verdauung, Blutkreislauf) ablaufen. Die Qualität dieser Bewegungsprozesse wird wiederum wesentlich durch die Tätigkeit der willkürlich steuerbaren Muskulatur beeinflusst. Darum zeigen sich z. B. bei Menschen mit Lähmungen sehr oft Probleme der Vitalfunktionen. Die Qualität der Ausführung unserer alltäglichen Aktivitäten beeinflusst somit die Qualität der Vitalfunktionen. Vor diesem Hintergrund spielt es für die Gesundheitsentwicklung eine Rolle, wie wir vom Boden aufstehen, wie wir sitzen, ob wir ein Kind wie eine leblose Puppe hochheben, einen pflegebedürftigen Menschen im Bett einfach hochziehen oder aber es ermöglichen, dass der andere Mensch mit seiner eigenen Muskulatur aktiv mithelfen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dieser weite und qualitative Betrachtungswinkel der Bewegung unterscheidet das Fachgebiet Kinästhetik von der allgemein gängigen Sicht und sprachlichen Verwendung des Begriffes Bewegung. So wird einem z. B. in der Boulevardpresse empfohlen, sich jeden Tag zugunsten seiner Gesundheit eine halbe Stunde zu bewegen – als ob man sich sonst nicht bewegen würde. Die enge Verwendung des Wortes meint in diesem Kontext Fortbewegungsaktivitäten (Gehen, Laufen) oder gymnastische oder sportliche Aktivitäten. Zusätzlich stehen dabei meistens quantitative Aspekte und Überlegungen im Vordergrund, sei es im allgemeinen Bewusstsein oder bei entsprechenden Trainings- und Therapieformen. Es geht um die Anregung des Kreislaufes, die Stärkung der Muskulatur, die Verbesserung der Kondition usw.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird der Begriff Bewegung in einem weiten Sinn verstanden. Demnach bewegt sich der Mensch immer, solange er lebt, ob er nun liegt, sitzt oder sich fortbewegt. Vor diesem Hintergrund mag es geradezu paradox erscheinen, sich eine halbe Stunde pro Tag um ‚gesunde‘ Bewegung zu kümmern und den Rest der Zeit nicht. Für die Entwicklung der Gesundheit ist von ebenso großer Bedeutung, wie wir uns Tag für Tag im ‚normalen‘ Leben bewegen. Die Qualität, mit der wir alltägliche Aktivitäten und sportliche Betätigungen ausführen, ist der ausschlaggebende Faktor des lebenslangen Prozesses  der Gesundheitsentwicklung.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Homöokinese&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Auf der Grundlage seiner Forschungen verwendete der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (1907–1994) für die Idee der &#039;&#039;&#039;Gesundheitsentwicklung&#039;&#039;&#039; den Begriff Homöokinese. Er wollte mit ihm ausdrücken, dass wir unsere ‚Gesundheit‘ hauptsächlich durch unsere ständige aktive Bewegung produzieren. Er griff dabei das Konzept der Homöostase auf. Dieses bezeichnet die Aufrechterhaltung des inneren Milieus (z. B. Körpertemperatur, Blutdruck) innerhalb bestimmter Grenzen durch selbstregulatorische Prozesse. Die Idee der Homöokinese verlagert den Schwerpunkt dieses Konzeptes auf die aktive Bewegung.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Man kann sich nicht nicht bewegen&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Auf der Ebene der unwillkürlichen Bewegungen der Vitalfunktionen (Herzschlag usw.) bewegt sich der Mensch ununterbrochen, solange er lebt. Aber auch auf der Ebene der willkürlich steuerbaren Bewegung gibt es bei einem lebenden Menschen in keinem Moment eine absolute Bewegungslosigkeit.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 38–39.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Gesundheitsentwicklung wird im Titel des Buches verwendet und insbesondere ab Seite 3 in den Kapiteln „Was meinen wir mit Gesundheit“, „Wie kann man Gesundheit entwickeln?“ und „Anwendung der Kinästhetik in der professionellen Pflege“ erläutert. Das zweite Kapitel „Wie erfolgt die Entwicklung der Gesundheit“ (S. 8 bis 33) behandelt das Thema ausführlich unter unterschiedlichen Aspekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2011):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 2., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Bern [u. a.]: Hans Huber. ISBN 978-3-456-84987-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Kapitel „Gesundheit, Entwicklung und Lernen“ (S. 41 bis 57) wird das Thema Gesundheitsentwicklung erläutert und insbesondere im fünften Unterkapitel „Theorie zur Gesundheitsentwicklung“ vertieft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Lernparadigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschenbild]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Maschinen_(triviale_und_nichttriviale)&amp;diff=5554</id>
		<title>Maschinen (triviale und nichttriviale)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Maschinen_(triviale_und_nichttriviale)&amp;diff=5554"/>
		<updated>2025-01-30T11:24:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema triviale und nichttriviale Maschinen. Die Zitate stammen aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“. Sie folgen der Beschreibung von Heinz von Foerster, der mit diesen von ihm eingeführten Begriffen auf den grundlegenden Unterschied zwischen Systemen (Maschinen), die in einer bestimmten Situation bzw. nach einem bestimmten Input nur eine Möglichkeit des Verhaltens haben, und Systemen, die in dieser Situation über zwei oder mehrere Möglichkeiten des Verhaltens verfügen, hinweist. Daraus ergeben sich Schlussfolgerungen auf die Regulation menschlichen Verhaltens, die in jeder Situation immer mehrere Verhaltensmöglichkeiten zulässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maschinen (triviale und nichttriviale) in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Die folgenden Zitate stammen aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“. Das erste Zitat ist in das dritte Kapitel „Der Kern: Feedback und Zirkularität“ eingebettet. Ihm voraus gehen die Unterkapitel „Zirkularität und Linearität“ und „komplexe Anpassungsleistungen“. Das Zitat ist eingebettet in den Text des sechsten Unterkapitels „Antiblockiersystem beim Menschen?“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Ein wesentlicher Unterschied zwischen Menschen und Maschine besteht allerdings darin, dass wir keine Knöpfe haben, mit denen man Soll-Werte von außen einstellen kann. Wir haben sicher so etwas Ähnliches wie ein ABS, das (meistens) verhindert, dass wir uns in kritischen Situationen völlig versteifen und verkrampfen. Gewiss haben wir ‚Soll-Werte‘ für unsere Körpertemperatur, für die Aktivität des Stehens, für unsere Körperspannung usw. Aber auch wenn der Gedanke manchmal verlockend sein könnte: Zum Glück gibt es keinen Knopf, mit dem man die Lautstärke spielender Kinder auf einen angenehmen Mittelwert oder sogar ihr Verhalten auf ‚ruhig auf dem Stuhl sitzen und Hausaufgaben machen‘ einstellen kann. Zum Glück liefern Menschen nicht wie &#039;&#039;&#039;triviale Maschinen&#039;&#039;&#039; immer den gleichen Output auf einen bestimmten Input (vgl. Kapitel 5.3.2.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Vielleicht beruht ein beglückender und spannender Zug des Lebens gerade auf der Tatsache, dass wir uns an allererster Stelle selbst steuern und dass unser Verhalten grundsätzlich von anderen Personen oder der Umwelt wohl beeinflusst, aber nicht bestimmt werden kann.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Zitat ist in das fünfte Kapitel „Heinz von Foerster: Kybernetik zweiter Ordnung“ eingebettet. Dieses Kapitel beschreibt das Leben sowie wichtige Arbeiten und Erkenntnisse von Heinz von Foerster. Das zweite Unterkapitel „HvF und sein Biological Computer Lab“ und das dritte Unterkapitel „Ausgewählte Themen seiner Arbeit“ widmen sich wichtigen Schritten seiner wissenschaftlichen Arbeit. Das Zitat ist der Text des zweiten Themas „Triviale und nichttriviale Maschinen“ des dritten Unterkapitels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die Unterscheidung zwischen diesen Maschinentypen war im Kreis der KybernetikerInnen gängig. HvF war von ihr fasziniert und bemühte sich um mathematische Beschreibungen der mit ihr zusammenhängenden Fragestellungen. &#039;&#039;&#039;Triviale Maschinen&#039;&#039;&#039; haben nur einen Zustand: Sie liefern auf denselben Input immer den gleichen Output. &#039;&#039;&#039;Nichttriviale Maschinen&#039;&#039;&#039; haben mindestens zwei Zustände, d. h., sie liefern auf denselben Input einmal diesen, einmal einen anderen Output. Schon in den 1960er-Jahren konnte man problemlos beide Typen von Maschinen bauen bzw. programmieren. Bei nichttrivialen Maschinen lässt sich mathematisch zeigen, dass es ab einer bestimmten Anzahl Zustände grundsätzlich unmöglich wird, herauszufinden, nach welchen Regeln die Maschine aktuell den einen oder anderen Output liefert. Demnach ist ihr Verhalten auch nicht prognostizierbar. Sogar der Programmierer der Maschine kann diese Regeln nur dann herausfinden, wenn er verfolgt, welche Schritte sein Werk in der Vergangenheit vollzogen hat. (Foerster; Pörksen 2019, S. 54 ff &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Pörksen, Bernhard (2019):&#039;&#039;&#039; Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker. 12. Auflage. Carl-Auer-Systeme Verlag, Heidelberg (Systemische Horizonte). ISBN 978-3-89670-646-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Wenn wir den Menschen als ein nichttriviales System betrachten und es mit einem trivialen Computer vergleichen, lässt sich festhalten, dass der Computer (meistens) tatsächlich in stets gleicher Art und Weise unseren Anweisungen folgt. Es spielt keine Rolle, dass er es gestern getan hat, heute tut und morgen wieder tun wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Das nichttriviale System ‚Mensch‘ hingegen wird z. B. auf dieselbe gut gemeinte Frage, wie der Tag gelaufen sei, einmal freundlich, einmal mürrisch, einmal gelangweilt antworten. Er verwirklicht die Regeln seines Verhaltens stets von Neuem unter dem Einfluss der Prozesse, die er in seiner jüngsten Vergangenheit und in seiner ganzen Lebensgeschichte vollzogen hat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In diesem mathematischen Sinne erscheint somit ein konkretes menschliches Verhalten einerseits als vergangenheits- oder erfahrungsabhängig, andererseits als grundsätzlich weder analysier- noch voraussagbar (vgl. Infobox S. 52).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auf der Grundlage dieser Überlegungen wies HvF darauf hin, dass in der Bildung schulische Institutionen leider oft zu Trivialisationsanstalten degradiert werden – und Lernende zu trivialen Maschinen –, indem man sich vor allem damit beschäftigt, auf einen bestimmten Input einen bestimmten Output zu erreichen (Foerster; Pörksen 2019, S. 65 f.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Pörksen, Bernhard (2019):&#039;&#039;&#039; Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker. 12. Auflage. Carl-Auer-Systeme Verlag, Heidelberg (Systemische Horizonte). ISBN 978-3-89670-646-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;.)&#039;&#039;.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Quelle: ebd., S. 51–52.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Über triviale und nichttriviale Maschinen&#039;&#039;&#039;“(S. 52):&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Es mag mechanistisch tönen, wenn Heinz von Foerster zur Frage, wie ein Lebewesen funktioniert, den Begriff Maschine verwendete. Allerdings hat das historische Gründe. Das Wort Maschine wurde zu seiner Zeit gängigerweise benutzt, um Systeme zu bezeichnen. Mit der Unterscheidung zwischen trivialen und nichttrivialen Maschinen versuchte HvF darzustellen, dass zwischen lebenden Systemen und mechanischen Apparaten ein grundsätzlicher Unterschied besteht. HvF stellt in der folgenden Tabelle einige zentrale Eigenschaften der beiden Maschinentypen einander gegenüber (Foerster; Bröcker 2019, S. 176–179&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Bröcker, Monika (2019): &#039;&#039;&#039; Teil der Welt. Fraktale einer Ethik – oder: Heinz von Foersters Tanz mit der Welt. Unter Mitarbeit von Georg Ivanovas. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-557-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;; vgl. Foerster 2000, S. 246 ff&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von (2000): &#039;&#039;&#039; Wissen und Gewissen. Versuch einer Brücke. Herausgegeben von Siegfried J. Schmidt. Übersetzt von Wolfram Karl Köck. 5. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch Verlag (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 876). ISBN 978-3-518-28476-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: {| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! &#039;&#039;Triviale Maschinen&#039;&#039;   !!   &#039;&#039;Nichttriviale Maschinen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;synthetisch determiniert&#039;&#039;   ||   &#039;&#039;synthetisch determiniert&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;vergangenheitsunabhängig&#039;&#039;   ||    &#039;&#039;vergangenheitsabhängig&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;analytisch bestimmbar&#039;&#039;   ||   &#039;&#039;analytisch unbestimmbar&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;Verhalten voraussagbar&#039;&#039;   ||   &#039;&#039;Verhalten nicht voraussagbar&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Mit ‚synthetisch determiniert‘ meint HvF, dass beide Systemtypen aus verschiedenen bekannten Bestandteilen zusammengesetzt sind. Im Zusammenwirken dieser Bestandteile ist der Zufall grundsätzlich ausgeschlossen. Übertragen auf den Menschen heißt das, dass man z. B. nicht urplötzlich im Ellbogen ein Kugelgelenk zur Verfügung hat. Der Zufall kommt erst durch die Zirkularität der Verhaltensregulation bzw. der Feedback-Kontrolle der ‚Maschine‘ ins Spiel.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Quelle: ebd., S. 52.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von, u. a. (1992):&#039;&#039;&#039; Einführung in den Konstruktivismus. Beiträge von Heinz von Foerster, Ernst von Glasersfeld, Peter M. Hejl, Siegfried J. Schmidt, Paul Watzlawick. München, Zürich: Piper (Veröffentlichungen der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Herausgegeben von Heinz Gumin und Heinrich Meier. Band 5. Serie Piper 1165). ISBN 978-3-492-11165-2. S. 59 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Autopoiese (Autopoiesis)]]&lt;br /&gt;
* [[Zirkularität]]&lt;br /&gt;
* [[Lernparadigma]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschenbild]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=1.-Person-Methode&amp;diff=5552</id>
		<title>1.-Person-Methode</title>
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		<updated>2025-01-30T11:21:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: /* 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema „1.-Person-Methode“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ und „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, sowie einem Essay, der dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“ entnommen ist. Der Begriff bezeichnet den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, „objektiven“ Wissenserwerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus der Einleitung des „Kinaesthetics Konzeptsystems“. Im vorausgehenden Kontext werden als erste Grundlage von Kinaesthetics die wissenschaftlichen Forschungen der Kybernetik, der Verhaltenskybernetik und des von Varela und Maturana geprägten Zweigs der Neurobiologie erwähnt.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die zweite Grundlage von Kinaesthetics ist die direkte [[Wahrnehmung]] und [[Bewegungserfahrung|Erfahrung der eigenen Bewegung]]. Dementsprechend beschreibt das vorliegende ‚Konzeptsystem‘ verschiedene Blickwinkel, durch die unterschiedliche Bewegungsaspekte von menschlichen Aktivitäten im eigenen Körper systematisch erfahren, beobachtet und analysiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Man kann diese Art von Wissenserwerb mit F. J. Varela eine &#039;&#039;&#039;‚Erste-Person-Methode‘&#039;&#039;&#039; (‚First Person Method‘) oder eine ‚Innensicht, Innenperspektive‘ (‚View from Within‘) nennen. Die Begriffe bezeichnen den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, ‚objektiven‘ Wissenserwerb.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird großen Wert auf das Forschen und Lernen durch [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]] gelegt. Da das daraus entstehende Verständnis und Wissen auf der Innensicht und der Eigenerfahrung beruht, ist es direkt mit der eigenen Bewegungs- und Handlungskompetenz verknüpft. Die Wirkung zeigt sich im Tun.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das erste Kapitel „Lernen in Kinaesthetics-Kursen“ eingebettet. Im vorausgehenden einleitenden Unterkapitel „Was und wie lernen Sie in Kinaesthetics-Kursen?“ wird das methodisch-didaktische Vorgehen zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und seine Ziele beschrieben. Das Zitat ist das zweite Unterkapitel „Vom Tun und der Innenperspektive zur Theoriebildung“.&lt;br /&gt;
: &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;“1.2. Vom Tun und der Innenperspektive zur Theoriebildung &#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wurde von Anfang an eine Methode des Lehrens und Lernens verfolgt, die sich grundsätzlich von traditionellen und althergebrachten Formen von Schulungen unterscheidet. Die Grundlage des Lernens in der Kinästhetik bildet stets das praktische Tun, d. h. Ihre persönliche und subjektive Bewegungswahrnehmung in [[Bewegungserfahrung]]. Das mit diesem Grundsatz verbundene Lernverständnis und die spezifischen Lern- und Schulungsmethoden sind untrennbar mit der Kinästhetik verbunden. Daher handelt es sich um eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes: Kinästhetik schafft Wissen durch Erfahrung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die [[Bewegungskompetenz]] und das Wissen, das man in Kinaesthetics-Kursen zu entwickeln lernt, beruhen somit nicht auf der Auseinandersetzung mit einer von außen vorgegebenen Theorie und der praktischen Umsetzung von Regeln, sondern auf der Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen persönlichen Annahmen. In diesem Sinne ist die Kinästhetik eine &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen ‚Ich‘ ausgeht. Aus diesem Grund stellt das Begleitbuch ‚Kinaesthetics Konzeptsystem‘, das Sie auch in Ihrem Grundkurs erhalten haben, keine Theorie der richtigen Bewegung dar. Es ist eine systematische Beschreibung der subjektiv unter verschiedenen Blickwinkeln erfahrbaren [[Unterschied]] der menschlichen Bewegung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Demnach steht im Zentrum, wie Sie aus Ihrer individuellen Ich- oder Innenperspektive diese Unterschiede wahrnehmen und Ihr Verhalten daran anpassen können. Darauf aufbauend entwickeln Sie durch die Reflexion der Erfahrungen und in der Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen von der Kinästhetik Ihr persönliches Verständnis der menschlichen Bewegung. Dadurch, dass die Kinästhetik didaktisch und methodisch grundsätzlich vom individuellen Tun der einzelnen TeilnehmerIn ausgeht, hat es eine unmittelbare Auswirkung auf Ihr konkretes Verhalten und einen direkten Praxisbezug.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Kinästhetik als 1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Die Begriffe ‚First-Person-Method‘ (Erste-Person-Methode) und ‚View from Within‘ (Innensicht, Innenperspektive) wurden vom Neurobiologen F. J. Varela (1946–2001) verwendet. Mit ihnen grenzte er die unpersönliche Methode der Wissenschaften – wo es nicht darauf ankommt, wer forscht – von Methoden ab, die wie die Kinästhetik vom einzelnen, verkörperten Individuum und seinen Möglichkeiten der Erfahrung ausgehen. Das Lernen in der Kinästhetik  ist in diesem Sinne ein persönlicher, erfahrungsbasierter Forschungsprozess. Kinästhetik kann im Ganzen als eine 1.-Person-Methode bezeichnet werden.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 9–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Es ist der Text einer Infobox mit Titel „Kinästhetik aus pädagogischer Sicht: Eine 1.-Person-Methode“. Es handelt sich um ein Essay, das die Grundlagen und Hintergründe dieses Kapitels beleuchtet.&lt;br /&gt;
:&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;“Kinästhetik aus pädagogischer Sicht: Eine 1.-Person Methode&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Schon der römische Feldherr Gaius Iulius Caesar (100–44 v. Chr.) hatte von seinen Taten in Gallien in der 3. Person Singular berichtet (z. B. ‚Als Caesar das sah, …‘), um seiner Darstellung mehr Objektivität zu verleihen. Das war eine raffinierte Idee, erschien doch schon vielen seiner   Zeitgenossen sein Vorgehen eher egoistisch, d. h. mit dem Ego (lateinisch ‚Ich‘), der 1. Person, verbunden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Wissenschaftsgeschichte entwickelte sich die Vorstellung, dass die Wissenschaften sich genau dadurch auszeichnen, dass sie aus der Perspektive einer neutralen Drittperson entstehen. Es kommt nicht darauf an, wer etwas erforscht, erklärt und beweist. Jede(r) käme mit der entsprechenden Vorbildung zu denselben Resultaten, die daher durch ‚wissenschaftliche Objektivität‘ und Allgemeingültigkeit ausgezeichnet sind. Parallel dazu entwickelte sich in der Gesellschaft die immer noch weitverbreitete Vorstellung, dass die Wissenschaften objektiv beschreiben können, wie die Welt ist, insbesondere wenn sie sich auf Zahlen, Experimente und Studien stützen – und bestimmt auch, weil sie so wunderbare technologische Umsetzungen und Fortschritte hervorbringen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Rahmen der Kybernetik wies Gregory Bateson (1904–1980) darauf hin, dass die Beschreibungen, Erklärungen und Beweise des gesamten Wissenschaftsbetriebes einen tautologischen (‚das Gleiche sagenden‘) Charakter haben. Seine anspruchsvolle, aber unseres Wissens bis heute nicht widerlegte Argumentation lautet in grober Verkürzung: Dass ein Flugzeug fliegt, beweist, dass ein Flugzeug fliegt, und nicht sehr viel mehr. Die wissenschaftliche Erklärung des Fliegens bildet nur Informationen ab, die bereits in der wissenschaftlichen Beschreibung, wie die Sachlage ‚ist‘, angelegt sind: Sie sagen eigentlich das Gleiche. (Bateson 2014, S. 103 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. S. 103 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auf dieser Grundlage betonten insbesondere Heinz von Foerster, Francisco Varela (1946–2001) und Humberto Maturana immer wieder, dass es einen ‚locus observandi‘, einen Ort des neutralen und unabhängigen Beobachtens, nicht gibt, dass jede Beobachtung untrennbar mit einer BeobachterIn verbunden ist. In einem Beispiel formuliert: Es gibt keine Mathematik als Instrument der Beobachtung, ohne dass ein Heinz von Foerster oder ein Albert Einstein sie betreibt. Sie machen nicht das Gleiche mit der Mathematik, sondern verwenden nur dieselbe wissenschaftliche Sprache. Darum können sie diskutieren, ob sie einander in der Anwendung dieser Sprache folgen können oder nicht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ist darauf hinzuweisen, dass es ja genau eine von Einsteins Leistungen war, die Relativität bisheriger physikalischer ‚Wahrheiten‘ aufzuzeigen. Der Neurobiologe Francisco Varela verwendete in diesem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen 3.-Person-Methoden (ein Beispiel ist der universitäre, ‚objektive‘ Wissenschaftsbetrieb) und &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methoden&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen, im Hier und Jetzt verkörperten Ich ausgehen. Bei seiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus war ihm aufgefallen, dass er sich einer Tradition gegenübersah, die sich ähnlich wie unsere Wissenschaften mit Forschung, Dokumentation und Lehre beschäftigte, sich aber doch ganz grundsätzlich von diesen unterschied. Dieser Unterschied schien ihm beim Thema Lernen und Lehren besonders deutlich hervorzutreten. Der Ausgangspunkt des Lernens war immer das einzelne Individuum und seine individuelle Erfahrung im doppelten Sinn des Wortes. Im Zentrum stand einerseits der persönliche Lebensweg, die Erfahrung, die man ‚mitbringt‘, und andererseits die individuelle, aktuelle Fähigkeit, ein Thema immer differenzierter wahrnehmen, erfahren und reflektieren zu können. (vgl. Varela et al. 1992&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Rosch, Eleanor; Thompson, Evan (1992):&#039;&#039;&#039; Der Mittlere Weg der Erkenntnis. Die Beziehung von Ich und Welt in der Kognitionswissenschaft. Der Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Theorie und menschlicher Erfahrung. Übersetzt von Hans Günter Holl. Bern, München, Wien: Scherz Verlag. ISBN 3-502-13750-1.&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1991): The Embodied Mind. Cambridge: Massachusetts Institute of Technology.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bezeichnenderweise findet man Ansätze von 1.-Person-Methoden in der westlichen Welt z. B. beim Erlernen von Sportarten oder Freizeitbeschäftigungen. Meistens muss hier nicht zuerst stundenlang Theorie verarbeitet und gebüffelt werden, bevor man mit dem neuen Wissen überhaupt irgendetwas zu tun wagt. In der Pädagogik findet sich die Idee in konsequenter Umsetzung immer noch unter der Rubrik ‚Alternative Schulformen‘. Allerdings haben in den letzten Jahrzehnten mit ihr verbundene Konzepte wie individualisierender Unterricht oder Lernen durch eigenaktives Tun an Bedeutung gewonnen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinästhetik ist eine 1.-Person-Methode im besten Sinne. Sie lehrt einen nicht eine allgemeingültige Theorie der richtigen Bewegung oder Bewegungsinteraktion. Vielmehr verhilft sie einem zu einem System von Blickwinkeln, die im eigenverantwortlichen Tun, in der subjektiven [[Einzelerfahrung]] oder [[Partnererfahrung]] eine immer differenziertere Wahrnehmung, Regulation und Anpassung der eigenen Bewegung aus einer Innen- oder Ich-Perspektive ermöglichen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen geht es um die persönliche und gemeinsame Reflexion, um den Vergleich und die Verknüpfung der eigenen Erkenntnisse mit theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schulungen wird in der Kinästhetik konsequent der Weg vom individuellen Tun bzw. von der Ich- und Innenperspektive zur Auseinandersetzung mit Theorien von Drittpersonen beschritten. Oder anders ausgedrückt: Kinästhetik ist eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 62–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Shear, Jonathan (1999):&#039;&#039;&#039; First-Person Methodologies: What, Why, How? In: Journal of Consciousness Studies 6, No 2–3, S. 1–14.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Knobel, Stefan; Hennessey, Richard (2023):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik und die 1.-Person-Methode. Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 1. S. 42–46. [[Medium:Lq-2023-1-Kinaesthetik-und-die-1-Person-Methode.pdf|Zum Artikel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Lernumgebung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Lernparadigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=1.-Person-Methode&amp;diff=5551</id>
		<title>1.-Person-Methode</title>
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		<updated>2025-01-30T11:18:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: /* 1.-Person-Methode in „Kybernetik und Kinästhetik“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema „1.-Person-Methode“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ und „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, sowie einem Essay, der dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“ entnommen ist. Der Begriff bezeichnet den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, „objektiven“ Wissenserwerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus der Einleitung des „Kinaesthetics Konzeptsystems“. Im vorausgehenden Kontext werden als erste Grundlage von Kinaesthetics die wissenschaftlichen Forschungen der Kybernetik, der Verhaltenskybernetik und des von Varela und Maturana geprägten Zweigs der Neurobiologie erwähnt.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die zweite Grundlage von Kinaesthetics ist die direkte [[Wahrnehmung]] und [[Bewegungserfahrung|Erfahrung der eigenen Bewegung]]. Dementsprechend beschreibt das vorliegende ‚Konzeptsystem‘ verschiedene Blickwinkel, durch die unterschiedliche Bewegungsaspekte von menschlichen Aktivitäten im eigenen Körper systematisch erfahren, beobachtet und analysiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Man kann diese Art von Wissenserwerb mit F. J. Varela eine &#039;&#039;&#039;‚Erste-Person-Methode‘&#039;&#039;&#039; (‚First Person Method‘) oder eine ‚Innensicht, Innenperspektive‘ (‚View from Within‘) nennen. Die Begriffe bezeichnen den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, ‚objektiven‘ Wissenserwerb.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird großen Wert auf das Forschen und Lernen durch [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]] gelegt. Da das daraus entstehende Verständnis und Wissen auf der Innensicht und der Eigenerfahrung beruht, ist es direkt mit der eigenen Bewegungs- und Handlungskompetenz verknüpft. Die Wirkung zeigt sich im Tun.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das erste Kapitel „Lernen in Kinaesthetics-Kursen“ eingebettet. Im vorausgehenden einleitenden Unterkapitel „Was und wie lernen Sie in Kinaesthetics-Kursen?“ wird das methodisch-didaktische Vorgehen zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und seine Ziele beschrieben. Das Zitat ist das zweite Unterkapitel „Vom Tun und der Innenperspektive zur Theoriebildung“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„In der Kinästhetik wurde von Anfang an eine Methode des Lehrens und Lernens verfolgt, die sich grundsätzlich von traditionellen und althergebrachten Formen von Schulungen unterscheidet. Die Grundlage des Lernens in der Kinästhetik bildet stets das praktische Tun, d. h. Ihre persönliche und subjektive Bewegungswahrnehmung in [[Bewegungserfahrung]]. Das mit diesem Grundsatz verbundene Lernverständnis und die spezifischen Lern- und Schulungsmethoden sind untrennbar mit der Kinästhetik verbunden. Daher handelt es sich um eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes: Kinästhetik schafft Wissen durch Erfahrung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die [[Bewegungskompetenz]] und das Wissen, das man in Kinaesthetics-Kursen zu entwickeln lernt, beruhen somit nicht auf der Auseinandersetzung mit einer von außen vorgegebenen Theorie und der praktischen Umsetzung von Regeln, sondern auf der Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen persönlichen Annahmen. In diesem Sinne ist die Kinästhetik eine &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen ‚Ich‘ ausgeht. Aus diesem Grund stellt das Begleitbuch ‚Kinaesthetics Konzeptsystem‘, das Sie auch in Ihrem Grundkurs erhalten haben, keine Theorie der richtigen Bewegung dar. Es ist eine systematische Beschreibung der subjektiv unter verschiedenen Blickwinkeln erfahrbaren [[Unterschied]] der menschlichen Bewegung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Demnach steht im Zentrum, wie Sie aus Ihrer individuellen Ich- oder Innenperspektive diese Unterschiede wahrnehmen und Ihr Verhalten daran anpassen können. Darauf aufbauend entwickeln Sie durch die Reflexion der Erfahrungen und in der Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen von der Kinästhetik Ihr persönliches Verständnis der menschlichen Bewegung. Dadurch, dass die Kinästhetik didaktisch und methodisch grundsätzlich vom individuellen Tun der einzelnen TeilnehmerIn ausgeht, hat es eine unmittelbare Auswirkung auf Ihr konkretes Verhalten und einen direkten Praxisbezug.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Kinästhetik als 1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Die Begriffe ‚First-Person-Method‘ (Erste-Person-Methode) und ‚View from Within‘ (Innensicht, Innenperspektive) wurden vom Neurobiologen F. J. Varela (1946–2001) verwendet. Mit ihnen grenzte er die unpersönliche Methode der Wissenschaften – wo es nicht darauf ankommt, wer forscht – von Methoden ab, die wie die Kinästhetik vom einzelnen, verkörperten Individuum und seinen Möglichkeiten der Erfahrung ausgehen. Das Lernen in der Kinästhetik  ist in diesem Sinne ein persönlicher, erfahrungsbasierter Forschungsprozess. Kinästhetik kann im Ganzen als eine 1.-Person-Methode bezeichnet werden.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 9–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Es ist der Text einer Infobox mit Titel „Kinästhetik aus pädagogischer Sicht: Eine 1.-Person-Methode“. Es handelt sich um ein Essay, das die Grundlagen und Hintergründe dieses Kapitels beleuchtet.&lt;br /&gt;
:&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;“Kinästhetik aus pädagogischer Sicht: Eine 1.-Person Methode&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Schon der römische Feldherr Gaius Iulius Caesar (100–44 v. Chr.) hatte von seinen Taten in Gallien in der 3. Person Singular berichtet (z. B. ‚Als Caesar das sah, …‘), um seiner Darstellung mehr Objektivität zu verleihen. Das war eine raffinierte Idee, erschien doch schon vielen seiner   Zeitgenossen sein Vorgehen eher egoistisch, d. h. mit dem Ego (lateinisch ‚Ich‘), der 1. Person, verbunden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Wissenschaftsgeschichte entwickelte sich die Vorstellung, dass die Wissenschaften sich genau dadurch auszeichnen, dass sie aus der Perspektive einer neutralen Drittperson entstehen. Es kommt nicht darauf an, wer etwas erforscht, erklärt und beweist. Jede(r) käme mit der entsprechenden Vorbildung zu denselben Resultaten, die daher durch ‚wissenschaftliche Objektivität‘ und Allgemeingültigkeit ausgezeichnet sind. Parallel dazu entwickelte sich in der Gesellschaft die immer noch weitverbreitete Vorstellung, dass die Wissenschaften objektiv beschreiben können, wie die Welt ist, insbesondere wenn sie sich auf Zahlen, Experimente und Studien stützen – und bestimmt auch, weil sie so wunderbare technologische Umsetzungen und Fortschritte hervorbringen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Rahmen der Kybernetik wies Gregory Bateson (1904–1980) darauf hin, dass die Beschreibungen, Erklärungen und Beweise des gesamten Wissenschaftsbetriebes einen tautologischen (‚das Gleiche sagenden‘) Charakter haben. Seine anspruchsvolle, aber unseres Wissens bis heute nicht widerlegte Argumentation lautet in grober Verkürzung: Dass ein Flugzeug fliegt, beweist, dass ein Flugzeug fliegt, und nicht sehr viel mehr. Die wissenschaftliche Erklärung des Fliegens bildet nur Informationen ab, die bereits in der wissenschaftlichen Beschreibung, wie die Sachlage ‚ist‘, angelegt sind: Sie sagen eigentlich das Gleiche. (Bateson 2014, S. 103 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. S. 103 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auf dieser Grundlage betonten insbesondere Heinz von Foerster, Francisco Varela (1946–2001) und Humberto Maturana immer wieder, dass es einen ‚locus observandi‘, einen Ort des neutralen und unabhängigen Beobachtens, nicht gibt, dass jede Beobachtung untrennbar mit einer BeobachterIn verbunden ist. In einem Beispiel formuliert: Es gibt keine Mathematik als Instrument der Beobachtung, ohne dass ein Heinz von Foerster oder ein Albert Einstein sie betreibt. Sie machen nicht das Gleiche mit der Mathematik, sondern verwenden nur dieselbe wissenschaftliche Sprache. Darum können sie diskutieren, ob sie einander in der Anwendung dieser Sprache folgen können oder nicht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ist darauf hinzuweisen, dass es ja genau eine von Einsteins Leistungen war, die Relativität bisheriger physikalischer ‚Wahrheiten‘ aufzuzeigen. Der Neurobiologe Francisco Varela verwendete in diesem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen 3.-Person-Methoden (ein Beispiel ist der universitäre, ‚objektive‘ Wissenschaftsbetrieb) und &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methoden&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen, im Hier und Jetzt verkörperten Ich ausgehen. Bei seiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus war ihm aufgefallen, dass er sich einer Tradition gegenübersah, die sich ähnlich wie unsere Wissenschaften mit Forschung, Dokumentation und Lehre beschäftigte, sich aber doch ganz grundsätzlich von diesen unterschied. Dieser Unterschied schien ihm beim Thema Lernen und Lehren besonders deutlich hervorzutreten. Der Ausgangspunkt des Lernens war immer das einzelne Individuum und seine individuelle Erfahrung im doppelten Sinn des Wortes. Im Zentrum stand einerseits der persönliche Lebensweg, die Erfahrung, die man ‚mitbringt‘, und andererseits die individuelle, aktuelle Fähigkeit, ein Thema immer differenzierter wahrnehmen, erfahren und reflektieren zu können. (vgl. Varela et al. 1992&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Rosch, Eleanor; Thompson, Evan (1992):&#039;&#039;&#039; Der Mittlere Weg der Erkenntnis. Die Beziehung von Ich und Welt in der Kognitionswissenschaft. Der Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Theorie und menschlicher Erfahrung. Übersetzt von Hans Günter Holl. Bern, München, Wien: Scherz Verlag. ISBN 3-502-13750-1.&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1991): The Embodied Mind. Cambridge: Massachusetts Institute of Technology.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bezeichnenderweise findet man Ansätze von 1.-Person-Methoden in der westlichen Welt z. B. beim Erlernen von Sportarten oder Freizeitbeschäftigungen. Meistens muss hier nicht zuerst stundenlang Theorie verarbeitet und gebüffelt werden, bevor man mit dem neuen Wissen überhaupt irgendetwas zu tun wagt. In der Pädagogik findet sich die Idee in konsequenter Umsetzung immer noch unter der Rubrik ‚Alternative Schulformen‘. Allerdings haben in den letzten Jahrzehnten mit ihr verbundene Konzepte wie individualisierender Unterricht oder Lernen durch eigenaktives Tun an Bedeutung gewonnen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinästhetik ist eine 1.-Person-Methode im besten Sinne. Sie lehrt einen nicht eine allgemeingültige Theorie der richtigen Bewegung oder Bewegungsinteraktion. Vielmehr verhilft sie einem zu einem System von Blickwinkeln, die im eigenverantwortlichen Tun, in der subjektiven [[Einzelerfahrung]] oder [[Partnererfahrung]] eine immer differenziertere Wahrnehmung, Regulation und Anpassung der eigenen Bewegung aus einer Innen- oder Ich-Perspektive ermöglichen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen geht es um die persönliche und gemeinsame Reflexion, um den Vergleich und die Verknüpfung der eigenen Erkenntnisse mit theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schulungen wird in der Kinästhetik konsequent der Weg vom individuellen Tun bzw. von der Ich- und Innenperspektive zur Auseinandersetzung mit Theorien von Drittpersonen beschritten. Oder anders ausgedrückt: Kinästhetik ist eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 62–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Shear, Jonathan (1999):&#039;&#039;&#039; First-Person Methodologies: What, Why, How? In: Journal of Consciousness Studies 6, No 2–3, S. 1–14.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Knobel, Stefan; Hennessey, Richard (2023):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik und die 1.-Person-Methode. Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 1. S. 42–46. [[Medium:Lq-2023-1-Kinaesthetik-und-die-1-Person-Methode.pdf|Zum Artikel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Lernumgebung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Lernparadigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=1.-Person-Methode&amp;diff=5550</id>
		<title>1.-Person-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=1.-Person-Methode&amp;diff=5550"/>
		<updated>2025-01-30T11:11:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema „1.-Person-Methode“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ und „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, sowie einem Essay, der dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“ entnommen ist. Der Begriff bezeichnet den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, „objektiven“ Wissenserwerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus der Einleitung des „Kinaesthetics Konzeptsystems“. Im vorausgehenden Kontext werden als erste Grundlage von Kinaesthetics die wissenschaftlichen Forschungen der Kybernetik, der Verhaltenskybernetik und des von Varela und Maturana geprägten Zweigs der Neurobiologie erwähnt.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die zweite Grundlage von Kinaesthetics ist die direkte [[Wahrnehmung]] und [[Bewegungserfahrung|Erfahrung der eigenen Bewegung]]. Dementsprechend beschreibt das vorliegende ‚Konzeptsystem‘ verschiedene Blickwinkel, durch die unterschiedliche Bewegungsaspekte von menschlichen Aktivitäten im eigenen Körper systematisch erfahren, beobachtet und analysiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Man kann diese Art von Wissenserwerb mit F. J. Varela eine &#039;&#039;&#039;‚Erste-Person-Methode‘&#039;&#039;&#039; (‚First Person Method‘) oder eine ‚Innensicht, Innenperspektive‘ (‚View from Within‘) nennen. Die Begriffe bezeichnen den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, ‚objektiven‘ Wissenserwerb.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird großen Wert auf das Forschen und Lernen durch [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]] gelegt. Da das daraus entstehende Verständnis und Wissen auf der Innensicht und der Eigenerfahrung beruht, ist es direkt mit der eigenen Bewegungs- und Handlungskompetenz verknüpft. Die Wirkung zeigt sich im Tun.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das erste Kapitel „Lernen in Kinaesthetics-Kursen“ eingebettet. Im vorausgehenden einleitenden Unterkapitel „Was und wie lernen Sie in Kinaesthetics-Kursen?“ wird das methodisch-didaktische Vorgehen zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und seine Ziele beschrieben. Das Zitat ist das zweite Unterkapitel „Vom Tun und der Innenperspektive zur Theoriebildung“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„In der Kinästhetik wurde von Anfang an eine Methode des Lehrens und Lernens verfolgt, die sich grundsätzlich von traditionellen und althergebrachten Formen von Schulungen unterscheidet. Die Grundlage des Lernens in der Kinästhetik bildet stets das praktische Tun, d. h. Ihre persönliche und subjektive Bewegungswahrnehmung in [[Bewegungserfahrung]]. Das mit diesem Grundsatz verbundene Lernverständnis und die spezifischen Lern- und Schulungsmethoden sind untrennbar mit der Kinästhetik verbunden. Daher handelt es sich um eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes: Kinästhetik schafft Wissen durch Erfahrung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die [[Bewegungskompetenz]] und das Wissen, das man in Kinaesthetics-Kursen zu entwickeln lernt, beruhen somit nicht auf der Auseinandersetzung mit einer von außen vorgegebenen Theorie und der praktischen Umsetzung von Regeln, sondern auf der Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen persönlichen Annahmen. In diesem Sinne ist die Kinästhetik eine &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen ‚Ich‘ ausgeht. Aus diesem Grund stellt das Begleitbuch ‚Kinaesthetics Konzeptsystem‘, das Sie auch in Ihrem Grundkurs erhalten haben, keine Theorie der richtigen Bewegung dar. Es ist eine systematische Beschreibung der subjektiv unter verschiedenen Blickwinkeln erfahrbaren [[Unterschied]] der menschlichen Bewegung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Demnach steht im Zentrum, wie Sie aus Ihrer individuellen Ich- oder Innenperspektive diese Unterschiede wahrnehmen und Ihr Verhalten daran anpassen können. Darauf aufbauend entwickeln Sie durch die Reflexion der Erfahrungen und in der Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen von der Kinästhetik Ihr persönliches Verständnis der menschlichen Bewegung. Dadurch, dass die Kinästhetik didaktisch und methodisch grundsätzlich vom individuellen Tun der einzelnen TeilnehmerIn ausgeht, hat es eine unmittelbare Auswirkung auf Ihr konkretes Verhalten und einen direkten Praxisbezug.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Kinästhetik als 1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Die Begriffe ‚First-Person-Method‘ (Erste-Person-Methode) und ‚View from Within‘ (Innensicht, Innenperspektive) wurden vom Neurobiologen F. J. Varela (1946–2001) verwendet. Mit ihnen grenzte er die unpersönliche Methode der Wissenschaften – wo es nicht darauf ankommt, wer forscht – von Methoden ab, die wie die Kinästhetik vom einzelnen, verkörperten Individuum und seinen Möglichkeiten der Erfahrung ausgehen. Das Lernen in der Kinästhetik  ist in diesem Sinne ein persönlicher, erfahrungsbasierter Forschungsprozess. Kinästhetik kann im Ganzen als eine 1.-Person-Methode bezeichnet werden.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 9–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Es ist der Text einer Infobox mit Titel „Kinästhetik aus pädagogischer Sicht: Eine 1.-Person-Methode“. Es handelt sich um ein Essay, das die Grundlagen und Hintergründe dieses Kapitels beleuchtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Schon der römische Feldherr Gaius Iulius Caesar (100–44 v. Chr.) hatte von seinen Taten in Gallien in der 3. Person Singular berichtet (z. B. ‚Als Caesar das sah, …‘), um seiner Darstellung mehr Objektivität zu verleihen. Das war eine raffinierte Idee, erschien doch schon vielen seiner   Zeitgenossen sein Vorgehen eher egoistisch, d. h. mit dem Ego (lateinisch ‚Ich‘), der 1. Person, verbunden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Wissenschaftsgeschichte entwickelte sich die Vorstellung, dass die Wissenschaften sich genau dadurch auszeichnen, dass sie aus der Perspektive einer neutralen Drittperson entstehen. Es kommt nicht darauf an, wer etwas erforscht, erklärt und beweist. Jede(r) käme mit der entsprechenden Vorbildung zu denselben Resultaten, die daher durch ‚wissenschaftliche Objektivität‘ und Allgemeingültigkeit ausgezeichnet sind. Parallel dazu entwickelte sich in der Gesellschaft die immer noch weitverbreitete Vorstellung, dass die Wissenschaften objektiv beschreiben können, wie die Welt ist, insbesondere wenn sie sich auf Zahlen, Experimente und Studien stützen – und bestimmt auch, weil sie so wunderbare technologische Umsetzungen und Fortschritte hervorbringen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Rahmen der Kybernetik wies Gregory Bateson (1904–1980) darauf hin, dass die Beschreibungen, Erklärungen und Beweise des gesamten Wissenschaftsbetriebes einen tautologischen (‚das Gleiche sagenden‘) Charakter haben. Seine anspruchsvolle, aber unseres Wissens bis heute nicht widerlegte Argumentation lautet in grober Verkürzung: Dass ein Flugzeug fliegt, beweist, dass ein Flugzeug fliegt, und nicht sehr viel mehr. Die wissenschaftliche Erklärung des Fliegens bildet nur Informationen ab, die bereits in der wissenschaftlichen Beschreibung, wie die Sachlage ‚ist‘, angelegt sind: Sie sagen eigentlich das Gleiche. (Bateson 2014, S. 103 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. S. 103 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auf dieser Grundlage betonten insbesondere Heinz von Foerster, Francisco Varela (1946–2001) und Humberto Maturana immer wieder, dass es einen ‚locus observandi‘, einen Ort des neutralen und unabhängigen Beobachtens, nicht gibt, dass jede Beobachtung untrennbar mit einer BeobachterIn verbunden ist. In einem Beispiel formuliert: Es gibt keine Mathematik als Instrument der Beobachtung, ohne dass ein Heinz von Foerster oder ein Albert Einstein sie betreibt. Sie machen nicht das Gleiche mit der Mathematik, sondern verwenden nur dieselbe wissenschaftliche Sprache. Darum können sie diskutieren, ob sie einander in der Anwendung dieser Sprache folgen können oder nicht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ist darauf hinzuweisen, dass es ja genau eine von Einsteins Leistungen war, die Relativität bisheriger physikalischer ‚Wahrheiten‘ aufzuzeigen. Der Neurobiologe Francisco Varela verwendete in diesem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen 3.-Person-Methoden (ein Beispiel ist der universitäre, ‚objektive‘ Wissenschaftsbetrieb) und &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methoden&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen, im Hier und Jetzt verkörperten Ich ausgehen. Bei seiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus war ihm aufgefallen, dass er sich einer Tradition gegenübersah, die sich ähnlich wie unsere Wissenschaften mit Forschung, Dokumentation und Lehre beschäftigte, sich aber doch ganz grundsätzlich von diesen unterschied. Dieser Unterschied schien ihm beim Thema Lernen und Lehren besonders deutlich hervorzutreten. Der Ausgangspunkt des Lernens war immer das einzelne Individuum und seine individuelle Erfahrung im doppelten Sinn des Wortes. Im Zentrum stand einerseits der persönliche Lebensweg, die Erfahrung, die man ‚mitbringt‘, und andererseits die individuelle, aktuelle Fähigkeit, ein Thema immer differenzierter wahrnehmen, erfahren und reflektieren zu können. (vgl. Varela et al. 1992&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Rosch, Eleanor; Thompson, Evan (1992):&#039;&#039;&#039; Der Mittlere Weg der Erkenntnis. Die Beziehung von Ich und Welt in der Kognitionswissenschaft. Der Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Theorie und menschlicher Erfahrung. Übersetzt von Hans Günter Holl. Bern, München, Wien: Scherz Verlag. ISBN 3-502-13750-1.&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1991): The Embodied Mind. Cambridge: Massachusetts Institute of Technology.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bezeichnenderweise findet man Ansätze von 1.-Person-Methoden in der westlichen Welt z. B. beim Erlernen von Sportarten oder Freizeitbeschäftigungen. Meistens muss hier nicht zuerst stundenlang Theorie verarbeitet und gebüffelt werden, bevor man mit dem neuen Wissen überhaupt irgendetwas zu tun wagt. In der Pädagogik findet sich die Idee in konsequenter Umsetzung immer noch unter der Rubrik ‚Alternative Schulformen‘. Allerdings haben in den letzten Jahrzehnten mit ihr verbundene Konzepte wie individualisierender Unterricht oder Lernen durch eigenaktives Tun an Bedeutung gewonnen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinästhetik ist eine 1.-Person-Methode im besten Sinne. Sie lehrt einen nicht eine allgemeingültige Theorie der richtigen Bewegung oder Bewegungsinteraktion. Vielmehr verhilft sie einem zu einem System von Blickwinkeln, die im eigenverantwortlichen Tun, in der subjektiven [[Einzelerfahrung]] oder [[Partnererfahrung]] eine immer differenziertere Wahrnehmung, Regulation und Anpassung der eigenen Bewegung aus einer Innen- oder Ich-Perspektive ermöglichen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen geht es um die persönliche und gemeinsame Reflexion, um den Vergleich und die Verknüpfung der eigenen Erkenntnisse mit theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schulungen wird in der Kinästhetik konsequent der Weg vom individuellen Tun bzw. von der Ich- und Innenperspektive zur Auseinandersetzung mit Theorien von Drittpersonen beschritten. Oder anders ausgedrückt: Kinästhetik ist eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 62–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Shear, Jonathan (1999):&#039;&#039;&#039; First-Person Methodologies: What, Why, How? In: Journal of Consciousness Studies 6, No 2–3, S. 1–14.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Knobel, Stefan; Hennessey, Richard (2023):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik und die 1.-Person-Methode. Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 1. S. 42–46. [[Medium:Lq-2023-1-Kinaesthetik-und-die-1-Person-Methode.pdf|Zum Artikel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Lernumgebung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Lernparadigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=1.-Person-Methode&amp;diff=5536</id>
		<title>1.-Person-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=1.-Person-Methode&amp;diff=5536"/>
		<updated>2025-01-30T10:13:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: /* 1.-Person-Methode in „Kybernetik und Kinästhetik“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Joachim Reif}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema „1.-Person-Methode“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ und „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, sowie einem Essay, der dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“ entnommen ist. Der Begriff bezeichnet den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, „objektiven“ Wissenserwerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus der Einleitung des „Kinaesthetics Konzeptsystems“. Im vorausgehenden Kontext werden als erste Grundlage von Kinaesthetics die wissenschaftlichen Forschungen der Kybernetik, der Verhaltenskybernetik und des von Varela und Maturana geprägten Zweigs der Neurobiologie erwähnt.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die zweite Grundlage von Kinaesthetics ist die direkte [[Wahrnehmung]] und [[Bewegungserfahrung|Erfahrung der eigenen Bewegung]]. Dementsprechend beschreibt das vorliegende ‚Konzeptsystem‘ verschiedene Blickwinkel, durch die unterschiedliche Bewegungsaspekte von menschlichen Aktivitäten im eigenen Körper systematisch erfahren, beobachtet und analysiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Man kann diese Art von Wissenserwerb mit F. J. Varela eine &#039;&#039;&#039;‚Erste-Person-Methode‘&#039;&#039;&#039; (‚First Person Method‘) oder eine ‚Innensicht, Innenperspektive‘ (‚View from Within‘) nennen. Die Begriffe bezeichnen den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, ‚objektiven‘ Wissenserwerb.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird großen Wert auf das Forschen und Lernen durch [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]] gelegt. Da das daraus entstehende Verständnis und Wissen auf der Innensicht und der Eigenerfahrung beruht, ist es direkt mit der eigenen Bewegungs- und Handlungskompetenz verknüpft. Die Wirkung zeigt sich im Tun.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das erste Kapitel „Lernen in Kinaesthetics-Kursen“ eingebettet. Im vorausgehenden einleitenden Unterkapitel „Was und wie lernen Sie in Kinaesthetics-Kursen?“ wird das methodisch-didaktische Vorgehen zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und seine Ziele beschrieben. Das Zitat ist das zweite Unterkapitel „Vom Tun und der Innenperspektive zur Theoriebildung“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„In der Kinästhetik wurde von Anfang an eine Methode des Lehrens und Lernens verfolgt, die sich grundsätzlich von traditionellen und althergebrachten Formen von Schulungen unterscheidet. Die Grundlage des Lernens in der Kinästhetik bildet stets das praktische Tun, d. h. Ihre persönliche und subjektive Bewegungswahrnehmung in [[Bewegungserfahrung]]. Das mit diesem Grundsatz verbundene Lernverständnis und die spezifischen Lern- und Schulungsmethoden sind untrennbar mit der Kinästhetik verbunden. Daher handelt es sich um eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes: Kinästhetik schafft Wissen durch Erfahrung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die [[Bewegungskompetenz]] und das Wissen, das man in Kinaesthetics-Kursen zu entwickeln lernt, beruhen somit nicht auf der Auseinandersetzung mit einer von außen vorgegebenen Theorie und der praktischen Umsetzung von Regeln, sondern auf der Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen persönlichen Annahmen. In diesem Sinne ist die Kinästhetik eine &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen ‚Ich‘ ausgeht. Aus diesem Grund stellt das Begleitbuch ‚Kinaesthetics Konzeptsystem‘, das Sie auch in Ihrem Grundkurs erhalten haben, keine Theorie der richtigen Bewegung dar. Es ist eine systematische Beschreibung der subjektiv unter verschiedenen Blickwinkeln erfahrbaren [[Unterschied]] der menschlichen Bewegung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Demnach steht im Zentrum, wie Sie aus Ihrer individuellen Ich- oder Innenperspektive diese Unterschiede wahrnehmen und Ihr Verhalten daran anpassen können. Darauf aufbauend entwickeln Sie durch die Reflexion der Erfahrungen und in der Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen von der Kinästhetik Ihr persönliches Verständnis der menschlichen Bewegung. Dadurch, dass die Kinästhetik didaktisch und methodisch grundsätzlich vom individuellen Tun der einzelnen TeilnehmerIn ausgeht, hat es eine unmittelbare Auswirkung auf Ihr konkretes Verhalten und einen direkten Praxisbezug.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Kinästhetik als 1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Die Begriffe ‚First-Person-Method‘ (Erste-Person-Methode) und ‚View from Within‘ (Innensicht, Innenperspektive) wurden vom Neurobiologen F. J. Varela (1946–2001) verwendet. Mit ihnen grenzte er die unpersönliche Methode der Wissenschaften – wo es nicht darauf ankommt, wer forscht – von Methoden ab, die wie die Kinästhetik vom einzelnen, verkörperten Individuum und seinen Möglichkeiten der Erfahrung ausgehen. Das Lernen in der Kinästhetik  ist in diesem Sinne ein persönlicher, erfahrungsbasierter Forschungsprozess. Kinästhetik kann im Ganzen als eine 1.-Person-Methode bezeichnet werden.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 9–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Es ist der Text einer Infobox mit Titel „Kinästhetik aus pädagogischer Sicht: Eine 1.-Person-Methode“. Es handelt sich um ein Essay, das die Grundlagen und Hintergründe dieses Kapitels beleuchtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Schon der römische Feldherr Gaius Iulius Caesar (100–44 v. Chr.) hatte von seinen Taten in Gallien in der 3. Person Singular berichtet (z. B. ‚Als Caesar das sah, …‘), um seiner Darstellung mehr Objektivität zu verleihen. Das war eine raffinierte Idee, erschien doch schon vielen seiner   Zeitgenossen sein Vorgehen eher egoistisch, d. h. mit dem Ego (lateinisch ‚Ich‘), der 1. Person, verbunden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Wissenschaftsgeschichte entwickelte sich die Vorstellung, dass die Wissenschaften sich genau dadurch auszeichnen, dass sie aus der Perspektive einer neutralen Drittperson entstehen. Es kommt nicht darauf an, wer etwas erforscht, erklärt und beweist. Jede(r) käme mit der entsprechenden Vorbildung zu denselben Resultaten, die daher durch ‚wissenschaftliche Objektivität‘ und Allgemeingültigkeit ausgezeichnet sind. Parallel dazu entwickelte sich in der Gesellschaft die immer noch weitverbreitete Vorstellung, dass die Wissenschaften objektiv beschreiben können, wie die Welt ist, insbesondere wenn sie sich auf Zahlen, Experimente und Studien stützen – und bestimmt auch, weil sie so wunderbare technologische Umsetzungen und Fortschritte hervorbringen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Rahmen der Kybernetik wies Gregory Bateson (1904–1980) darauf hin, dass die Beschreibungen, Erklärungen und Beweise des gesamten Wissenschaftsbetriebes einen tautologischen (‚das Gleiche sagenden‘) Charakter haben. Seine anspruchsvolle, aber unseres Wissens bis heute nicht widerlegte Argumentation lautet in grober Verkürzung: Dass ein Flugzeug fliegt, beweist, dass ein Flugzeug fliegt, und nicht sehr viel mehr. Die wissenschaftliche Erklärung des Fliegens bildet nur Informationen ab, die bereits in der wissenschaftlichen Beschreibung, wie die Sachlage ‚ist‘, angelegt sind: Sie sagen eigentlich das Gleiche. (Bateson 2014, S. 103 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. S. 103 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auf dieser Grundlage betonten insbesondere Heinz von Foerster, Francisco Varela (1946–2001) und Humberto Maturana immer wieder, dass es einen ‚locus observandi‘, einen Ort des neutralen und unabhängigen Beobachtens, nicht gibt, dass jede Beobachtung untrennbar mit einer BeobachterIn verbunden ist. In einem Beispiel formuliert: Es gibt keine Mathematik als Instrument der Beobachtung, ohne dass ein Heinz von Foerster oder ein Albert Einstein sie betreibt. Sie machen nicht das Gleiche mit der Mathematik, sondern verwenden nur dieselbe wissenschaftliche Sprache. Darum können sie diskutieren, ob sie einander in der Anwendung dieser Sprache folgen können oder nicht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ist darauf hinzuweisen, dass es ja genau eine von Einsteins Leistungen war, die Relativität bisheriger physikalischer ‚Wahrheiten‘ aufzuzeigen. Der Neurobiologe Francisco Varela verwendete in diesem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen 3.-Person-Methoden (ein Beispiel ist der universitäre, ‚objektive‘ Wissenschaftsbetrieb) und &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methoden&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen, im Hier und Jetzt verkörperten Ich ausgehen. Bei seiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus war ihm aufgefallen, dass er sich einer Tradition gegenübersah, die sich ähnlich wie unsere Wissenschaften mit Forschung, Dokumentation und Lehre beschäftigte, sich aber doch ganz grundsätzlich von diesen unterschied. Dieser Unterschied schien ihm beim Thema Lernen und Lehren besonders deutlich hervorzutreten. Der Ausgangspunkt des Lernens war immer das einzelne Individuum und seine individuelle Erfahrung im doppelten Sinn des Wortes. Im Zentrum stand einerseits der persönliche Lebensweg, die Erfahrung, die man ‚mitbringt‘, und andererseits die individuelle, aktuelle Fähigkeit, ein Thema immer differenzierter wahrnehmen, erfahren und reflektieren zu können. (vgl. Varela et al. 1992&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Rosch, Eleanor; Thompson, Evan (1992):&#039;&#039;&#039; Der Mittlere Weg der Erkenntnis. Die Beziehung von Ich und Welt in der Kognitionswissenschaft. Der Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Theorie und menschlicher Erfahrung. Übersetzt von Hans Günter Holl. Bern, München, Wien: Scherz Verlag. ISBN 3-502-13750-1.&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1991): The Embodied Mind. Cambridge: Massachusetts Institute of Technology.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bezeichnenderweise findet man Ansätze von 1.-Person-Methoden in der westlichen Welt z. B. beim Erlernen von Sportarten oder Freizeitbeschäftigungen. Meistens muss hier nicht zuerst stundenlang Theorie verarbeitet und gebüffelt werden, bevor man mit dem neuen Wissen überhaupt irgendetwas zu tun wagt. In der Pädagogik findet sich die Idee in konsequenter Umsetzung immer noch unter der Rubrik ‚Alternative Schulformen‘. Allerdings haben in den letzten Jahrzehnten mit ihr verbundene Konzepte wie individualisierender Unterricht oder Lernen durch eigenaktives Tun an Bedeutung gewonnen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinästhetik ist eine 1.-Person-Methode im besten Sinne. Sie lehrt einen nicht eine allgemeingültige Theorie der richtigen Bewegung oder Bewegungsinteraktion. Vielmehr verhilft sie einem zu einem System von Blickwinkeln, die im eigenverantwortlichen Tun, in der subjektiven [[Einzelerfahrung]] oder [[Partnererfahrung]] eine immer differenziertere Wahrnehmung, Regulation und Anpassung der eigenen Bewegung aus einer Innen- oder Ich-Perspektive ermöglichen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen geht es um die persönliche und gemeinsame Reflexion, um den Vergleich und die Verknüpfung der eigenen Erkenntnisse mit theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schulungen wird in der Kinästhetik konsequent der Weg vom individuellen Tun bzw. von der Ich- und Innenperspektive zur Auseinandersetzung mit Theorien von Drittpersonen beschritten. Oder anders ausgedrückt: Kinästhetik ist eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 62–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Shear, Jonathan (1999):&#039;&#039;&#039; First-Person Methodologies: What, Why, How? In: Journal of Consciousness Studies 6, No 2–3, S. 1–14.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Knobel, Stefan; Hennessey, Richard (2023):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik und die 1.-Person-Methode. Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 1. S. 42–46. [[Medium:Lq-2023-1-Kinaesthetik-und-die-1-Person-Methode.pdf|Zum Artikel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Lernumgebung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Lernparadigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=1.-Person-Methode&amp;diff=5530</id>
		<title>1.-Person-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=1.-Person-Methode&amp;diff=5530"/>
		<updated>2025-01-30T10:09:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: /* 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Joachim Reif}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema „1.-Person-Methode“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ und „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, sowie einem Essay, der dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“ entnommen ist. Der Begriff bezeichnet den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, „objektiven“ Wissenserwerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus der Einleitung des „Kinaesthetics Konzeptsystems“. Im vorausgehenden Kontext werden als erste Grundlage von Kinaesthetics die wissenschaftlichen Forschungen der Kybernetik, der Verhaltenskybernetik und des von Varela und Maturana geprägten Zweigs der Neurobiologie erwähnt.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die zweite Grundlage von Kinaesthetics ist die direkte [[Wahrnehmung]] und [[Bewegungserfahrung|Erfahrung der eigenen Bewegung]]. Dementsprechend beschreibt das vorliegende ‚Konzeptsystem‘ verschiedene Blickwinkel, durch die unterschiedliche Bewegungsaspekte von menschlichen Aktivitäten im eigenen Körper systematisch erfahren, beobachtet und analysiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Man kann diese Art von Wissenserwerb mit F. J. Varela eine &#039;&#039;&#039;‚Erste-Person-Methode‘&#039;&#039;&#039; (‚First Person Method‘) oder eine ‚Innensicht, Innenperspektive‘ (‚View from Within‘) nennen. Die Begriffe bezeichnen den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, ‚objektiven‘ Wissenserwerb.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird großen Wert auf das Forschen und Lernen durch [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]] gelegt. Da das daraus entstehende Verständnis und Wissen auf der Innensicht und der Eigenerfahrung beruht, ist es direkt mit der eigenen Bewegungs- und Handlungskompetenz verknüpft. Die Wirkung zeigt sich im Tun.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das erste Kapitel „Lernen in Kinaesthetics-Kursen“ eingebettet. Im vorausgehenden einleitenden Unterkapitel „Was und wie lernen Sie in Kinaesthetics-Kursen?“ wird das methodisch-didaktische Vorgehen zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und seine Ziele beschrieben. Das Zitat ist das zweite Unterkapitel „Vom Tun und der Innenperspektive zur Theoriebildung“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„In der Kinästhetik wurde von Anfang an eine Methode des Lehrens und Lernens verfolgt, die sich grundsätzlich von traditionellen und althergebrachten Formen von Schulungen unterscheidet. Die Grundlage des Lernens in der Kinästhetik bildet stets das praktische Tun, d. h. Ihre persönliche und subjektive Bewegungswahrnehmung in [[Bewegungserfahrung]]. Das mit diesem Grundsatz verbundene Lernverständnis und die spezifischen Lern- und Schulungsmethoden sind untrennbar mit der Kinästhetik verbunden. Daher handelt es sich um eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes: Kinästhetik schafft Wissen durch Erfahrung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die [[Bewegungskompetenz]] und das Wissen, das man in Kinaesthetics-Kursen zu entwickeln lernt, beruhen somit nicht auf der Auseinandersetzung mit einer von außen vorgegebenen Theorie und der praktischen Umsetzung von Regeln, sondern auf der Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen persönlichen Annahmen. In diesem Sinne ist die Kinästhetik eine &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen ‚Ich‘ ausgeht. Aus diesem Grund stellt das Begleitbuch ‚Kinaesthetics Konzeptsystem‘, das Sie auch in Ihrem Grundkurs erhalten haben, keine Theorie der richtigen Bewegung dar. Es ist eine systematische Beschreibung der subjektiv unter verschiedenen Blickwinkeln erfahrbaren [[Unterschied]] der menschlichen Bewegung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Demnach steht im Zentrum, wie Sie aus Ihrer individuellen Ich- oder Innenperspektive diese Unterschiede wahrnehmen und Ihr Verhalten daran anpassen können. Darauf aufbauend entwickeln Sie durch die Reflexion der Erfahrungen und in der Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen von der Kinästhetik Ihr persönliches Verständnis der menschlichen Bewegung. Dadurch, dass die Kinästhetik didaktisch und methodisch grundsätzlich vom individuellen Tun der einzelnen TeilnehmerIn ausgeht, hat es eine unmittelbare Auswirkung auf Ihr konkretes Verhalten und einen direkten Praxisbezug.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Kinästhetik als 1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Die Begriffe ‚First-Person-Method‘ (Erste-Person-Methode) und ‚View from Within‘ (Innensicht, Innenperspektive) wurden vom Neurobiologen F. J. Varela (1946–2001) verwendet. Mit ihnen grenzte er die unpersönliche Methode der Wissenschaften – wo es nicht darauf ankommt, wer forscht – von Methoden ab, die wie die Kinästhetik vom einzelnen, verkörperten Individuum und seinen Möglichkeiten der Erfahrung ausgehen. Das Lernen in der Kinästhetik  ist in diesem Sinne ein persönlicher, erfahrungsbasierter Forschungsprozess. Kinästhetik kann im Ganzen als eine 1.-Person-Methode bezeichnet werden.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 9–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Es ist der Text einer Infobox mit Titel „Kinästhetik aus pädagogischer Sicht: Eine 1.-Person-Methode“. Es handelt sich um ein Essay, das die Grundlagen und Hintergründe dieses Kapitels beleuchtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Schon der römische Feldherr Gaius Iulius Caesar (100–44 v. Chr.) hatte von seinen Taten in Gallien in der 3. Person Singular berichtet (z. B. ‚Als Caesar das sah, …‘), um seiner Darstellung mehr Objektivität zu verleihen. Das war eine raffinierte Idee, erschien doch schon vielen seiner   Zeitgenossen sein Vorgehen eher egoistisch, d. h. mit dem Ego (lateinisch ‚Ich‘), der 1. Person, verbunden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Wissenschaftsgeschichte entwickelte sich die Vorstellung, dass die Wissenschaften sich genau dadurch auszeichnen, dass sie aus der Perspektive einer neutralen Drittperson entstehen. Es kommt nicht darauf an, wer etwas erforscht, erklärt und beweist. Jede(r) käme mit der entsprechenden Vorbildung zu denselben Resultaten, die daher durch ‚wissenschaftliche Objektivität‘ und Allgemeingültigkeit ausgezeichnet sind. Parallel dazu entwickelte sich in der Gesellschaft die immer noch weitverbreitete Vorstellung, dass die Wissenschaften objektiv beschreiben können, wie die Welt ist, insbesondere wenn sie sich auf Zahlen, Experimente und Studien stützen – und bestimmt auch, weil sie so wunderbare technologische Umsetzungen und Fortschritte hervorbringen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Rahmen der Kybernetik wies Gregory Bateson (1904–1980) darauf hin, dass die Beschreibungen, Erklärungen und Beweise des gesamten Wissenschaftsbetriebes einen tautologischen (‚das Gleiche sagenden‘) Charakter haben. Seine anspruchsvolle, aber unseres Wissens bis heute nicht widerlegte Argumentation lautet in grober Verkürzung: Dass ein Flugzeug fliegt, beweist, dass ein Flugzeug fliegt, und nicht sehr viel mehr. Die wissenschaftliche Erklärung des Fliegens bildet nur Informationen ab, die bereits in der wissenschaftlichen Beschreibung, wie die Sachlage ‚ist‘, angelegt sind: Sie sagen eigentlich das Gleiche. (Bateson 2014, S. 103 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. S. 103 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auf dieser Grundlage betonten insbesondere Heinz von Foerster, Francisco Varela (1946–2001) und Humberto Maturana immer wieder, dass es einen ‚locus observandi‘, einen Ort des neutralen und unabhängigen Beobachtens, nicht gibt, dass jede Beobachtung untrennbar mit einer BeobachterIn verbunden ist. In einem Beispiel formuliert: Es gibt keine Mathematik als Instrument der Beobachtung, ohne dass ein Heinz von Foerster oder ein Albert Einstein sie betreibt. Sie machen nicht das Gleiche mit der Mathematik, sondern verwenden nur dieselbe wissenschaftliche Sprache. Darum können sie diskutieren, ob sie einander in der Anwendung dieser Sprache folgen können oder nicht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ist darauf hinzuweisen, dass es ja genau eine von Einsteins Leistungen war, die Relativität bisheriger physikalischer ‚Wahrheiten‘ aufzuzeigen. Der Neurobiologe Francisco Varela verwendete in diesem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen 3.-Person-Methoden (ein Beispiel ist der universitäre, ‚objektive‘ Wissenschaftsbetrieb) und &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methoden&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen, im Hier und Jetzt verkörperten Ich ausgehen. Bei seiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus war ihm aufgefallen, dass er sich einer Tradition gegenübersah, die sich ähnlich wie unsere Wissenschaften mit Forschung, Dokumentation und Lehre beschäftigte, sich aber doch ganz grundsätzlich von diesen unterschied. Dieser Unterschied schien ihm beim Thema Lernen und Lehren besonders deutlich hervorzutreten. Der Ausgangspunkt des Lernens war immer das einzelne Individuum und seine individuelle Erfahrung im doppelten Sinn des Wortes. Im Zentrum stand einerseits der persönliche Lebensweg, die Erfahrung, die man ‚mitbringt‘, und andererseits die individuelle, aktuelle Fähigkeit, ein Thema immer differenzierter wahrnehmen, erfahren und reflektieren zu können. (vgl. Varela et al. 1992&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Rosch, Eleanor; Thompson, Evan (1992):&#039;&#039;&#039; Der Mittlere Weg der Erkenntnis. Die Beziehung von Ich und Welt in der Kognitionswissenschaft. Der Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Theorie und menschlicher Erfahrung. Übersetzt von Hans Günter Holl. Bern, München, Wien: Scherz Verlag. ISBN 3-502-13750-1.&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1991): The Embodied Mind. Cambridge: Massachusetts Institute of Technology.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bezeichnenderweise findet man Ansätze von 1.-Person-Methoden in der westlichen Welt z. B. beim Erlernen von Sportarten oder Freizeitbeschäftigungen. Meistens muss hier nicht zuerst stundenlang Theorie verarbeitet und gebüffelt werden, bevor man mit dem neuen Wissen überhaupt irgendetwas zu tun wagt. In der Pädagogik findet sich die Idee in konsequenter Umsetzung immer noch unter der Rubrik ‚Alternative Schulformen‘. Allerdings haben in den letzten Jahrzehnten mit ihr verbundene Konzepte wie individualisierender Unterricht oder Lernen durch eigenaktives Tun an Bedeutung gewonnen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinästhetik ist eine 1.-Person-Methode im besten Sinne. Sie lehrt einen nicht eine allgemeingültige Theorie der richtigen Bewegung oder Bewegungsinteraktion. Vielmehr verhilft sie einem zu einem System von Blickwinkeln, die im eigenverantwortlichen Tun, in der subjektiven [[Einzelerfahrung]] oder [[Partnererfahrung]] eine immer differenziertere Wahrnehmung, Regulation und Anpassung der eigenen Bewegung aus einer Innen- oder Ich-Perspektive ermöglichen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen geht es um die persönliche und gemeinsame Reflexion, um den Vergleich und die Verknüpfung der eigenen Erkenntnisse mit theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schulungen wird in der Kinästhetik konsequent der Weg vom individuellen Tun bzw. von der Ich- und Innenperspektive zur Auseinandersetzung mit Theorien von Drittpersonen beschritten. Oder anders ausgedrückt: Kinästhetik ist eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 62–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Shear, Jonathan (1999):&#039;&#039;&#039; First-Person Methodologies: What, Why, How? In: Journal of Consciousness Studies 6, No 2–3, S. 1–14.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Knobel, Stefan; Hennessey, Richard (2023):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik und die 1.-Person-Methode. Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 1. S. 42–46. [[Medium:Lq-2023-1-Kinaesthetik-und-die-1-Person-Methode.pdf|Zum Artikel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Lernumgebung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Lernparadigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=1.-Person-Methode&amp;diff=5523</id>
		<title>1.-Person-Methode</title>
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		<updated>2025-01-30T10:01:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: /* 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Joachim Reif}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema „1.-Person-Methode“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ und „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, sowie einem Essay, der dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“ entnommen ist. Der Begriff bezeichnet den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, „objektiven“ Wissenserwerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus der Einleitung des „Kinaesthetics Konzeptsystems“. Im vorausgehenden Kontext werden als erste Grundlage von Kinaesthetics die wissenschaftlichen Forschungen der Kybernetik, der Verhaltenskybernetik und des von Varela und Maturana geprägten Zweigs der Neurobiologie erwähnt.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die zweite Grundlage von Kinaesthetics ist die direkte [[Wahrnehmung]] und [[Bewegungserfahrung|Erfahrung der eigenen Bewegung]]. Dementsprechend beschreibt das vorliegende ‚Konzeptsystem‘ verschiedene Blickwinkel, durch die unterschiedliche Bewegungsaspekte von menschlichen Aktivitäten im eigenen Körper systematisch erfahren, beobachtet und analysiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Man kann diese Art von Wissenserwerb mit F. J. Varela eine &#039;&#039;&#039;‚Erste-Person-Methode‘&#039;&#039;&#039; (‚First Person Method‘) oder eine ‚Innensicht, Innenperspektive‘ (‚View from Within‘) nennen. Die Begriffe bezeichnen den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, ‚objektiven‘ Wissenserwerb.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird großen Wert auf das Forschen und Lernen durch [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]] gelegt. Da das daraus entstehende Verständnis und Wissen auf der Innensicht und der Eigenerfahrung beruht, ist es direkt mit der eigenen Bewegungs- und Handlungskompetenz verknüpft. Die Wirkung zeigt sich im Tun.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das erste Kapitel „Lernen in Kinaesthetics-Kursen“ eingebettet. Im vorausgehenden einleitenden Unterkapitel „Was und wie lernen Sie in Kinaesthetics-Kursen?“ wird das methodisch-didaktische Vorgehen zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und seine Ziele beschrieben. Das Zitat ist das zweite Unterkapitel „Vom Tun und der Innenperspektive zur Theoriebildung“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Kinaesthetics verfolgte von Anfang an eine Methode des Lehrens und Lernens, die sich grundsätzlich von traditionellen und althergebrachten Formen von Schulungen unterscheidet. Die Grundlage des Lernens in Kinaesthetics bildet stets das praktische Tun, d. h. Ihre persönliche und subjektive Bewegungswahrnehmung in [[Bewegungserfahrung]]. Das mit diesem Grundsatz verbundene Lernverständnis und die spezifischen Lern- und Schulungsmethoden sind untrennbar mit Kinaesthetics verbunden. Daher handelt es sich um eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes: Kinaesthetics schafft Wissen durch Erfahrung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die [[Bewegungskompetenz]] und das Wissen, das man in Kinaesthetics-Kursen zu entwickeln lernt, beruhen somit nicht auf der Auseinandersetzung mit einer von außen vorgegebenen Theorie und der praktischen Umsetzung von Regeln, sondern auf der Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen persönlichen Annahmen. In diesem Sinne ist Kinaesthetics eine &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen ‚Ich‘ ausgeht. Aus diesem Grund stellt das Begleitbuch ‚Kinaesthetics Konzeptsystem‘, das Sie auch in Ihrem Grundkurs erhalten haben, keine Theorie der richtigen Bewegung dar. Es ist eine systematische Beschreibung der subjektiv unter verschiedenen Blickwinkeln erfahrbaren [[Unterschied]] der menschlichen Bewegung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Demnach steht im Zentrum, wie Sie aus Ihrer individuellen Ich- oder Innenperspektive diese Unterschiede wahrnehmen und Ihr Verhalten daran anpassen können. Darauf aufbauend entwickeln Sie durch die Reflexion der Erfahrungen und in der Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen von Kinaesthetics Ihr persönliches Verständnis der menschlichen Bewegung. Dadurch, dass Kinaesthetics didaktisch und methodisch grundsätzlich vom individuellen Tun der einzelnen TeilnehmerIn ausgeht, hat es eine unmittelbare Auswirkung auf Ihr konkretes Verhalten und einen direkten Praxisbezug.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Kinaesthetics als 1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Die Begriffe ‚First-Person-Method‘ (Erste-Person-Methode) und ‚View from Within‘ (Innensicht, Innenperspektive) wurden vom Neurobiologen F. J. Varela (1946–2001) verwendet. Mit ihnen grenzte er die unpersönliche Methode der Wissenschaften – wo es nicht darauf ankommt, wer forscht – von Methoden ab, die wie Kinaesthetics vom einzelnen, verkörperten Individuum und seinen Möglichkeiten der Erfahrung ausgehen. Das Lernen in Kinaesthetics ist in diesem Sinne ein persönlicher, erfahrungsbasierter Forschungsprozess und Kinaesthetics kann im Ganzen als eine 1.-Person-Methode bezeichnet werden.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 9–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Es ist der Text einer Infobox mit Titel „Kinästhetik aus pädagogischer Sicht: Eine 1.-Person-Methode“. Es handelt sich um ein Essay, das die Grundlagen und Hintergründe dieses Kapitels beleuchtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Schon der römische Feldherr Gaius Iulius Caesar (100–44 v. Chr.) hatte von seinen Taten in Gallien in der 3. Person Singular berichtet (z. B. ‚Als Caesar das sah, …‘), um seiner Darstellung mehr Objektivität zu verleihen. Das war eine raffinierte Idee, erschien doch schon vielen seiner   Zeitgenossen sein Vorgehen eher egoistisch, d. h. mit dem Ego (lateinisch ‚Ich‘), der 1. Person, verbunden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Wissenschaftsgeschichte entwickelte sich die Vorstellung, dass die Wissenschaften sich genau dadurch auszeichnen, dass sie aus der Perspektive einer neutralen Drittperson entstehen. Es kommt nicht darauf an, wer etwas erforscht, erklärt und beweist. Jede(r) käme mit der entsprechenden Vorbildung zu denselben Resultaten, die daher durch ‚wissenschaftliche Objektivität‘ und Allgemeingültigkeit ausgezeichnet sind. Parallel dazu entwickelte sich in der Gesellschaft die immer noch weitverbreitete Vorstellung, dass die Wissenschaften objektiv beschreiben können, wie die Welt ist, insbesondere wenn sie sich auf Zahlen, Experimente und Studien stützen – und bestimmt auch, weil sie so wunderbare technologische Umsetzungen und Fortschritte hervorbringen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Rahmen der Kybernetik wies Gregory Bateson (1904–1980) darauf hin, dass die Beschreibungen, Erklärungen und Beweise des gesamten Wissenschaftsbetriebes einen tautologischen (‚das Gleiche sagenden‘) Charakter haben. Seine anspruchsvolle, aber unseres Wissens bis heute nicht widerlegte Argumentation lautet in grober Verkürzung: Dass ein Flugzeug fliegt, beweist, dass ein Flugzeug fliegt, und nicht sehr viel mehr. Die wissenschaftliche Erklärung des Fliegens bildet nur Informationen ab, die bereits in der wissenschaftlichen Beschreibung, wie die Sachlage ‚ist‘, angelegt sind: Sie sagen eigentlich das Gleiche. (Bateson 2014, S. 103 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. S. 103 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auf dieser Grundlage betonten insbesondere Heinz von Foerster, Francisco Varela (1946–2001) und Humberto Maturana immer wieder, dass es einen ‚locus observandi‘, einen Ort des neutralen und unabhängigen Beobachtens, nicht gibt, dass jede Beobachtung untrennbar mit einer BeobachterIn verbunden ist. In einem Beispiel formuliert: Es gibt keine Mathematik als Instrument der Beobachtung, ohne dass ein Heinz von Foerster oder ein Albert Einstein sie betreibt. Sie machen nicht das Gleiche mit der Mathematik, sondern verwenden nur dieselbe wissenschaftliche Sprache. Darum können sie diskutieren, ob sie einander in der Anwendung dieser Sprache folgen können oder nicht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ist darauf hinzuweisen, dass es ja genau eine von Einsteins Leistungen war, die Relativität bisheriger physikalischer ‚Wahrheiten‘ aufzuzeigen. Der Neurobiologe Francisco Varela verwendete in diesem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen 3.-Person-Methoden (ein Beispiel ist der universitäre, ‚objektive‘ Wissenschaftsbetrieb) und &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methoden&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen, im Hier und Jetzt verkörperten Ich ausgehen. Bei seiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus war ihm aufgefallen, dass er sich einer Tradition gegenübersah, die sich ähnlich wie unsere Wissenschaften mit Forschung, Dokumentation und Lehre beschäftigte, sich aber doch ganz grundsätzlich von diesen unterschied. Dieser Unterschied schien ihm beim Thema Lernen und Lehren besonders deutlich hervorzutreten. Der Ausgangspunkt des Lernens war immer das einzelne Individuum und seine individuelle Erfahrung im doppelten Sinn des Wortes. Im Zentrum stand einerseits der persönliche Lebensweg, die Erfahrung, die man ‚mitbringt‘, und andererseits die individuelle, aktuelle Fähigkeit, ein Thema immer differenzierter wahrnehmen, erfahren und reflektieren zu können. (vgl. Varela et al. 1992&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Rosch, Eleanor; Thompson, Evan (1992):&#039;&#039;&#039; Der Mittlere Weg der Erkenntnis. Die Beziehung von Ich und Welt in der Kognitionswissenschaft. Der Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Theorie und menschlicher Erfahrung. Übersetzt von Hans Günter Holl. Bern, München, Wien: Scherz Verlag. ISBN 3-502-13750-1.&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1991): The Embodied Mind. Cambridge: Massachusetts Institute of Technology.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bezeichnenderweise findet man Ansätze von 1.-Person-Methoden in der westlichen Welt z. B. beim Erlernen von Sportarten oder Freizeitbeschäftigungen. Meistens muss hier nicht zuerst stundenlang Theorie verarbeitet und gebüffelt werden, bevor man mit dem neuen Wissen überhaupt irgendetwas zu tun wagt. In der Pädagogik findet sich die Idee in konsequenter Umsetzung immer noch unter der Rubrik ‚Alternative Schulformen‘. Allerdings haben in den letzten Jahrzehnten mit ihr verbundene Konzepte wie individualisierender Unterricht oder Lernen durch eigenaktives Tun an Bedeutung gewonnen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinästhetik ist eine 1.-Person-Methode im besten Sinne. Sie lehrt einen nicht eine allgemeingültige Theorie der richtigen Bewegung oder Bewegungsinteraktion. Vielmehr verhilft sie einem zu einem System von Blickwinkeln, die im eigenverantwortlichen Tun, in der subjektiven [[Einzelerfahrung]] oder [[Partnererfahrung]] eine immer differenziertere Wahrnehmung, Regulation und Anpassung der eigenen Bewegung aus einer Innen- oder Ich-Perspektive ermöglichen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen geht es um die persönliche und gemeinsame Reflexion, um den Vergleich und die Verknüpfung der eigenen Erkenntnisse mit theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schulungen wird in der Kinästhetik konsequent der Weg vom individuellen Tun bzw. von der Ich- und Innenperspektive zur Auseinandersetzung mit Theorien von Drittpersonen beschritten. Oder anders ausgedrückt: Kinästhetik ist eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 62–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Shear, Jonathan (1999):&#039;&#039;&#039; First-Person Methodologies: What, Why, How? In: Journal of Consciousness Studies 6, No 2–3, S. 1–14.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Knobel, Stefan; Hennessey, Richard (2023):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik und die 1.-Person-Methode. Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 1. S. 42–46. [[Medium:Lq-2023-1-Kinaesthetik-und-die-1-Person-Methode.pdf|Zum Artikel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Lernumgebung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Lernparadigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=1.-Person-Methode&amp;diff=5521</id>
		<title>1.-Person-Methode</title>
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		<updated>2025-01-30T09:59:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: /* 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Joachim Reif}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema „1.-Person-Methode“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ und „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, sowie einem Essay, der dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“ entnommen ist. Der Begriff bezeichnet den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, „objektiven“ Wissenserwerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus der Einleitung des „Kinaesthetics Konzeptsystems“. Im vorausgehenden Kontext werden als erste Grundlage von Kinaesthetics die wissenschaftlichen Forschungen der Kybernetik, der Verhaltenskybernetik und des von Varela und Maturana geprägten Zweigs der Neurobiologie erwähnt.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die zweite Grundlage von Kinaesthetics ist die direkte [[Wahrnehmung]] und [[Bewegungserfahrung|Erfahrung der eigenen Bewegung]]. Dementsprechend beschreibt das vorliegende ‚Konzeptsystem‘ verschiedene Blickwinkel, durch die unterschiedliche Bewegungsaspekte von menschlichen Aktivitäten im eigenen Körper systematisch erfahren, beobachtet und analysiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Man kann diese Art von Wissenserwerb mit F. J. Varela eine &#039;&#039;&#039;‚Erste-Person-Methode‘&#039;&#039;&#039; (‚First Person Method‘) oder eine ‚Innensicht, Innenperspektive‘ (‚View from Within‘) nennen. Die Begriffe bezeichnen den Zugang zu Wissen durch die Erfahrung an der eigenen Person (ich) gegenüber einem rein intellektuellen, ‚objektiven‘ Wissenserwerb.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Kinästhetik wird großen Wert auf das Forschen und Lernen durch [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]] gelegt. Da das daraus entstehende Verständnis und Wissen auf der Innensicht und der Eigenerfahrung beruht, ist es direkt mit der eigenen Bewegungs- und Handlungskompetenz verknüpft. Die Wirkung zeigt sich im Tun.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 7–8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das erste Kapitel „Lernen in Kinaesthetics-Kursen“ eingebettet. Im vorausgehenden einleitenden Unterkapitel „Was und wie lernen Sie in Kinaesthetics-Kursen?“ wird das methodisch-didaktische Vorgehen zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und seine Ziele beschrieben. Das Zitat ist das zweite Unterkapitel „Vom Tun und der Innenperspektive zur Theoriebildung“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Kinaesthetics verfolgte von Anfang an eine Methode des Lehrens und Lernens, die sich grundsätzlich von traditionellen und althergebrachten Formen von Schulungen unterscheidet. Die Grundlage des Lernens in Kinaesthetics bildet stets das praktische Tun, d. h. Ihre persönliche und subjektive Bewegungswahrnehmung in [[Bewegungserfahrung]]. Das mit diesem Grundsatz verbundene Lernverständnis und die spezifischen Lern- und Schulungsmethoden sind untrennbar mit Kinaesthetics verbunden. Daher handelt es sich um eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes: Kinaesthetics schafft Wissen durch Erfahrung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die [[Bewegungskompetenz]] und das Wissen, das man in Kinaesthetics-Kursen zu entwickeln lernt, beruhen somit nicht auf der Auseinandersetzung mit einer von außen vorgegebenen Theorie und der praktischen Umsetzung von Regeln, sondern auf der Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen persönlichen Annahmen. In diesem Sinne ist Kinaesthetics eine &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen ‚Ich‘ ausgeht. Aus diesem Grund stellt das Begleitbuch ‚Kinaesthetics Konzeptsystem‘, das Sie auch in Ihrem Grundkurs erhalten haben, keine Theorie der richtigen Bewegung dar. Es ist eine systematische Beschreibung der subjektiv unter verschiedenen Blickwinkeln erfahrbaren [[Unterschied]] der menschlichen Bewegung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Demnach steht im Zentrum, wie Sie aus Ihrer individuellen Ich- oder Innenperspektive diese Unterschiede wahrnehmen und Ihr Verhalten daran anpassen können. Darauf aufbauend entwickeln Sie durch die Reflexion der Erfahrungen und in der Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen von Kinaesthetics Ihr persönliches Verständnis der menschlichen Bewegung. Dadurch, dass Kinaesthetics didaktisch und methodisch grundsätzlich vom individuellen Tun der einzelnen TeilnehmerIn ausgeht, hat es eine unmittelbare Auswirkung auf Ihr konkretes Verhalten und einen direkten Praxisbezug.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Kinaesthetics als 1.-Person-Methode&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Die Begriffe ‚First-Person-Method‘ (Erste-Person-Methode) und ‚View from Within‘ (Innensicht, Innenperspektive) wurden vom Neurobiologen F. J. Varela (1946–2001) verwendet. Mit ihnen grenzte er die unpersönliche Methode der Wissenschaften – wo es nicht darauf ankommt, wer forscht – von Methoden ab, die wie Kinaesthetics vom einzelnen, verkörperten Individuum und seinen Möglichkeiten der Erfahrung ausgehen. Das Lernen in Kinaesthetics ist in diesem Sinne ein persönlicher, erfahrungsbasierter Forschungsprozess und Kinaesthetics kann im Ganzen als eine 1.-Person-Methode bezeichnet werden.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 9–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1.-Person-Methode in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Es ist der Text einer Infobox mit Titel „Kinästhetik aus pädagogischer Sicht: Eine 1.-Person-Methode“. Es handelt sich um ein Essay, das die Grundlagen und Hintergründe dieses Kapitels beleuchtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Schon der römische Feldherr Gaius Iulius Caesar (100–44 v. Chr.) hatte von seinen Taten in Gallien in der 3. Person Singular berichtet (z. B. ‚Als Caesar das sah, …‘), um seiner Darstellung mehr Objektivität zu verleihen. Das war eine raffinierte Idee, erschien doch schon vielen seiner   Zeitgenossen sein Vorgehen eher egoistisch, d. h. mit dem Ego (lateinisch ‚Ich‘), der 1. Person, verbunden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Wissenschaftsgeschichte entwickelte sich die Vorstellung, dass die Wissenschaften sich genau dadurch auszeichnen, dass sie aus der Perspektive einer neutralen Drittperson entstehen. Es kommt nicht darauf an, wer etwas erforscht, erklärt und beweist. Jede(r) käme mit der entsprechenden Vorbildung zu denselben Resultaten, die daher durch ‚wissenschaftliche Objektivität‘ und Allgemeingültigkeit ausgezeichnet sind. Parallel dazu entwickelte sich in der Gesellschaft die immer noch weitverbreitete Vorstellung, dass die Wissenschaften objektiv beschreiben können, wie die Welt ist, insbesondere wenn sie sich auf Zahlen, Experimente und Studien stützen – und bestimmt auch, weil sie so wunderbare technologische Umsetzungen und Fortschritte hervorbringen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Rahmen der Kybernetik wies Gregory Bateson (1904–1980) darauf hin, dass die Beschreibungen, Erklärungen und Beweise des gesamten Wissenschaftsbetriebes einen tautologischen (‚das Gleiche sagenden‘) Charakter haben. Seine anspruchsvolle, aber unseres Wissens bis heute nicht widerlegte Argumentation lautet in grober Verkürzung: Dass ein Flugzeug fliegt, beweist, dass ein Flugzeug fliegt, und nicht sehr viel mehr. Die wissenschaftliche Erklärung des Fliegens bildet nur Informationen ab, die bereits in der wissenschaftlichen Beschreibung, wie die Sachlage ‚ist‘, angelegt sind: Sie sagen eigentlich das Gleiche. (Bateson 2014, S. 103 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. S. 103 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auf dieser Grundlage betonten insbesondere Heinz von Foerster, Francisco Varela (1946–2001) und Humberto Maturana immer wieder, dass es einen ‚locus observandi‘, einen Ort des neutralen und unabhängigen Beobachtens, nicht gibt, dass jede Beobachtung untrennbar mit einer BeobachterIn verbunden ist. In einem Beispiel formuliert: Es gibt keine Mathematik als Instrument der Beobachtung, ohne dass ein Heinz von Foerster oder ein Albert Einstein sie betreibt. Sie machen nicht das Gleiche mit der Mathematik, sondern verwenden nur dieselbe wissenschaftliche Sprache. Darum können sie diskutieren, ob sie einander in der Anwendung dieser Sprache folgen können oder nicht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ist darauf hinzuweisen, dass es ja genau eine von Einsteins Leistungen war, die Relativität bisheriger physikalischer ‚Wahrheiten‘ aufzuzeigen. Der Neurobiologe Francisco Varela verwendete in diesem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen 3.-Person-Methoden (ein Beispiel ist der universitäre, ‚objektive‘ Wissenschaftsbetrieb) und &#039;&#039;&#039;1.-Person-Methoden&#039;&#039;&#039;, die vom einzelnen, im Hier und Jetzt verkörperten Ich ausgehen. Bei seiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus war ihm aufgefallen, dass er sich einer Tradition gegenübersah, die sich ähnlich wie unsere Wissenschaften mit Forschung, Dokumentation und Lehre beschäftigte, sich aber doch ganz grundsätzlich von diesen unterschied. Dieser Unterschied schien ihm beim Thema Lernen und Lehren besonders deutlich hervorzutreten. Der Ausgangspunkt des Lernens war immer das einzelne Individuum und seine individuelle Erfahrung im doppelten Sinn des Wortes. Im Zentrum stand einerseits der persönliche Lebensweg, die Erfahrung, die man ‚mitbringt‘, und andererseits die individuelle, aktuelle Fähigkeit, ein Thema immer differenzierter wahrnehmen, erfahren und reflektieren zu können. (vgl. Varela et al. 1992&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Rosch, Eleanor; Thompson, Evan (1992):&#039;&#039;&#039; Der Mittlere Weg der Erkenntnis. Die Beziehung von Ich und Welt in der Kognitionswissenschaft. Der Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Theorie und menschlicher Erfahrung. Übersetzt von Hans Günter Holl. Bern, München, Wien: Scherz Verlag. ISBN 3-502-13750-1.&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1991): The Embodied Mind. Cambridge: Massachusetts Institute of Technology.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bezeichnenderweise findet man Ansätze von 1.-Person-Methoden in der westlichen Welt z. B. beim Erlernen von Sportarten oder Freizeitbeschäftigungen. Meistens muss hier nicht zuerst stundenlang Theorie verarbeitet und gebüffelt werden, bevor man mit dem neuen Wissen überhaupt irgendetwas zu tun wagt. In der Pädagogik findet sich die Idee in konsequenter Umsetzung immer noch unter der Rubrik ‚Alternative Schulformen‘. Allerdings haben in den letzten Jahrzehnten mit ihr verbundene Konzepte wie individualisierender Unterricht oder Lernen durch eigenaktives Tun an Bedeutung gewonnen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinästhetik ist eine 1.-Person-Methode im besten Sinne. Sie lehrt einen nicht eine allgemeingültige Theorie der richtigen Bewegung oder Bewegungsinteraktion. Vielmehr verhilft sie einem zu einem System von Blickwinkeln, die im eigenverantwortlichen Tun, in der subjektiven [[Einzelerfahrung]] oder [[Partnererfahrung]] eine immer differenziertere Wahrnehmung, Regulation und Anpassung der eigenen Bewegung aus einer Innen- oder Ich-Perspektive ermöglichen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen geht es um die persönliche und gemeinsame Reflexion, um den Vergleich und die Verknüpfung der eigenen Erkenntnisse mit theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schulungen wird in der Kinästhetik konsequent der Weg vom individuellen Tun bzw. von der Ich- und Innenperspektive zur Auseinandersetzung mit Theorien von Drittpersonen beschritten. Oder anders ausgedrückt: Kinästhetik ist eine ‚Erfahrungswissenschaft‘ im wahrsten Sinne des Wortes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 62–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Shear, Jonathan (1999):&#039;&#039;&#039; First-Person Methodologies: What, Why, How? In: Journal of Consciousness Studies 6, No 2–3, S. 1–14.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Knobel, Stefan; Hennessey, Richard (2023):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik und die 1.-Person-Methode. Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 1. S. 42–46. [[Medium:Lq-2023-1-Kinaesthetik-und-die-1-Person-Methode.pdf|Zum Artikel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Lernumgebung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Lernparadigma]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Benutzer:Michaela_Jelinek&amp;diff=5514</id>
		<title>Benutzer:Michaela Jelinek</title>
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		<updated>2025-01-29T09:36:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Portrait Michaela Jelinek.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
== Michaela Jelinek (jemi) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefon: +43 676 5441574&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E-Mail: Michaela.jelinek@kinaesthetics-net.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motivation und Absicht ===&lt;br /&gt;
Ich engagiere mich beim KOFL,…&lt;br /&gt;
=== Redaktionelle Schwerpunkte ===&lt;br /&gt;
. &lt;br /&gt;
=== Aus- und Weiterbildung ===&lt;br /&gt;
* Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin (Intensivpflege)&lt;br /&gt;
* Kinaestheticstrainerin Stufe 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruflicher Werdegang ===&lt;br /&gt;
* 2009: DGKP Intensivpflege bis 2024&lt;br /&gt;
* 2020: Vortragstätigikeit an der FH Campus, Wien FH St.Pölten, IMC Krems, SOB Haag&lt;br /&gt;
* 2021: selbstständige Trainerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kinaesthetics-Bildung ===&lt;br /&gt;
* Ausbildung Stufe 3 Pilotprojekt (gesamt) 24&lt;br /&gt;
* Brückenausbildung Kinaesthetics Pflegende Angehörige Stufe 2 Linz 22&lt;br /&gt;
* Ausbildung Stufe 2 Linz 18&lt;br /&gt;
* Ausbildung Stufe 1 Linz 17&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Das_Redaktionsteam&amp;diff=5513</id>
		<title>KOFL:Das Redaktionsteam</title>
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		<updated>2025-01-29T08:45:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossen|Stefan Marty-Teuber/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Seite führt die Mitglieder des Redaktionsteams mit ihren Kontaktdaten auf. Sie behandelt die Bildung des KOFL-Redaktionsteams und seine Arbeiten in der Aufbauphase des KOFL-Projekts. Dann werden die Aufgaben der RedakteurInnen beschrieben (Teilnahme an Redaktionstreffen und Redaktions-Onlinekonferenzen, Verfassen von Artikeln, redaktionelle Betreuung usw.). Abschließend wird unter dem Stichwort des Selbstverständnisses des Teams als hauptsächliche Absicht die Erleichterung der Mitarbeit beim KOFL in ansprechender Qualität genannt und darauf hingewiesen, dass das Team sich nicht als exklusive Gruppe versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mitglieder des Redaktionsteams ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Andreas Borrmann&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie&lt;br /&gt;
: Lehrer für Pflege und Gesundheit M.A.&lt;br /&gt;
: Telefon: 01633221110&lt;br /&gt;
: E-Mail: Andreas.Borrmann@kinaesthetics-net.de&lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Andreas Borrmann|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michaela Jelinek&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie&lt;br /&gt;
: Lehrer für Pflege und Gesundheit M.A.&lt;br /&gt;
: Telefon: 01633221110&lt;br /&gt;
: E-Mail: Andreas.Borrmann@kinaesthetics-net.de&lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Michaela Jelinek|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sabine Kaserer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Krankenpflegerin/Infermiera, Kinaesthetics-Trainerin&lt;br /&gt;
: Telefon Geschäft: +39 3669 02 83 64&lt;br /&gt;
: E-Mail: sabine.kaserer@kinaesthetics-net.it &lt;br /&gt;
: [[Benutzer: Sabine Kaserer |Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dagmar Panzer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Krankenschwester, Fachweiterbildung Intensiv, Kinaesthetics-Trainerin&lt;br /&gt;
: Telefon Privat: +49 911 39 08 23&lt;br /&gt;
: Telefon Mobil: +49 176 45 50 05 44&lt;br /&gt;
: E-Mail: dagmar.panzer@kinaesthetics-net.de &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Dagmar Panzer|Mehr lesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stefan Marty-Teuber&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Altphilologe/Indogermanist, Dipl. Gymnasiallehrer, Co-Leitung Ressourcenpool „Curriculum und Forschung“ der European Kinaesthetics Association (EKA)/Verantwortungsbereich „Grundlagenforschung und Sprache“, Kinaesthetics-Trainer&lt;br /&gt;
: Telefon: +41 55 451 18 05&lt;br /&gt;
: E-Mail: stefan.marty@kinaesthetics.net &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Stefan Marty-Teuber|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Caroline Rüttimann Remund&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Kinaesthetics Trainerin, Spezialistin für angewandte Kinästhetik, dipl. Expertin Intensivpflege&lt;br /&gt;
: Telefon Privat: +41 76 561 02 06&lt;br /&gt;
: E-Mail: caroline.ruettimann_remund@kinaesthetics-net.ch &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Caroline Rüttimann Remund|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lutz Zierbeck&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Pflegefachmann, Kinaesthetics-Trainer, -Berater und -Ausbilder, Spezialist für angewandte Kinästhetik, Erwachsenenbildner&lt;br /&gt;
: Telefon: +41 61 753 24 19&lt;br /&gt;
: E-Mail: lutz.zierbeck@kinaesthetics-net.ch &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Lutz Zierbeck|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehemalige Redaktionsmitglieder==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Name&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; || &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Land, Mitarbeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Uta Bornschein&#039;&#039;&#039; || DE, 2017 bis 2020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Susanne Hoser&#039;&#039;&#039; || DE, 2016 bis 2020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Andrea Wildi Wyss&#039;&#039;&#039;|| CH, 2016 bis 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Lilia Körner&#039;&#039;&#039;|| DE, 2016 bis 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Joachim Reif&#039;&#039;&#039;|| AT, 2018 bis 2024&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung des Redaktionsteams und Aufbauphase des KOFL ==&lt;br /&gt;
Für die Pilotphase des KOFL-Projektes erfolgte Ende 2016 eine Ausschreibung der Mitarbeit im KOFL-Redaktionsteam. Sie richtete sich an die Kinaesthetics-TrainerInnen der EKA. Als Voraussetzungen wurden eine gute Kenntnis der Themen und Inhalte der Kinästhetik und Kybernetik, überdurchschnittliche Erfahrung oder aussichtsreiche Lernbereitschaft im Umgang mit schriftlichem Deutsch mit wissenschaftlichem Anspruch und die nötigen zeitlichen Ressourcen genannt. In der Folge meldete sich eine Gruppe von sechs Personen, die sich während gut eineinhalb Jahren mit der Konzeption des KOFL, seiner konkreten Ausgestaltung und dem nötigen Know-how beschäftigte. Dabei zeigte sich die hohe Komplexität des Projekts in inhaltlichen, formalen, prozeduralen und technischen Herausforderungen. In der ersten Jahreshälfte 2017 fanden vier eintägige Redaktionstreffen statt, ab August 2017 bis August 2018 sieben zweitägige Treffen. In dieser Aufbauphase des KOFL konnten aus dem Budget des Ressourcenpools „Curriculum und Forschung“ der EKA ein Teil der Redaktionstreffen der RedakteurInnen mit EUR 200.-/CHF 240.- pro Tag und ihre Spesen gedeckt werden. Alle zusätzliche Arbeit der RedakteurInnen war ehrenamtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zeitliche Belastung durch die Projektmitarbeit führte zu zwei Wechseln innerhalb des Redaktionsteams. Andrea Wildi Wyss aus der Schweiz und Lilia Körner aus Deutschland zogen sich aus dem Team zurück. Sie konnten mit Joachim Reif aus Österreich und Sabine Kaserer aus Italien ersetzt werden. Mit diesem Schritt wurde die erwünschte bessere Vertretung der einzelnen „Kinaesthetics-Länder“ im Team erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben der RedakteurInnen ==&lt;br /&gt;
=== Teilnahme an Redaktionstreffen und Redaktions-Onlinekonferenzen ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen nehmen an regelmäßigen, mindestens zweitägigen physischen Redaktionstreffen teil. Die Termine werden frühzeitig durch Umfragen festgelegt. Für den Regelbetrieb ist ein Redaktionstreffen pro Jahr vorgesehen. An jedem Redaktionstreffen werden ausgewählte Themen auch über Bewegungserfahrungen und gemeinsame Reflexion beleuchtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Redaktionstreffen werden durch ca. vier halb- bis ganztägige Redaktions-Onlinekonferenzen pro Jahr ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Treffen bzw. Konferenzen dienen hauptsächlich der Besprechung von Problemen, Herausforderungen oder Erkenntnissen, die sich aus der Redaktionstätigkeit ergeben haben, sowie der Weiterentwicklung des KOFL und des persönlichen Know-hows als RedakteurIn. Außerdem wird regelmäßig über aktuelle Entwicklungen im Ressourcenpool und in der EKA informiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnung einer Diskussion durch mit Fachliteratur angelegte Artikel ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen eröffnen die Diskussion zu einem neuen Thema, indem sie einen Artikel mit Fachliteratur anlegen oder auf der zugehörigen Diskussionsseite erste Beiträge veröffentlichen (vgl. [[KOFL:Eine Diskussion eröffnen]]). Dies kann auf Anregung aus dem Netzwerk der LeserInnen oder aus eigenem Antrieb in Absprache mit dem Chefredakteur geschehen. Grundsätzlich ist die Zusammenarbeit mit einer KollegIn des Redaktionsteam empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassen von Artikeln/Artikelteilen ===&lt;br /&gt;
Aus eigenem Antrieb und Interesse verfassen RedakteurInnen Artikel(teile) als AutorInnen.  Getreu nach dem KOFL-Motto, dass nichts undiskutiert veröffentlicht wird, werden die RedakteurInnen als AutorInnen in Analogie zur unten beschriebenen Aufgabe der redaktionellen Betreuung immer von einer KollegIn des Redaktionsteams begleitet. Dies geschieht in Analogie zur unten beschriebenen Aufgabe der redaktionellen Betreuung von externen AutorInnen. Da beide über das nötige Know-how verfügen, kann individuell festgelegt werden, wer die Verantwortung für einzelne Teilschritte übernimmt (z. B. für das Anlegen der Infobox, für einzelne Kapitel, für das Editieren). Wie das Anlegen von Artikeln mit Fachliteratur (vgl. oben) gewährleistet diese Aufgabe, dass die Entwicklung des KOFL nicht steckenbleibt, wenn wenige oder keine Anstöße aus dem Netzwerk der KOFL-LeserInnen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Redaktionelle Betreuung der AutorInnen von Artikeln/Artikelteilen ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen betreuen AutorInnen, die einen Artikel(teil) im KOFL veröffentlichen wollen (vgl. [[KOFL:Anleitung: Artikel zu einem kinästhetischen Fachbegriff]]). Sie stellen ihnen eine Word-Datei als Grundlage für das Verfassen und bei Bedarf auf vertraulicher Basis PDF von Quellen zur Verfügung. Zusammen mit den AutorInnen planen sie das Verfassen der Beiträge und legen Termine und Form von Besprechungen fest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erklären die Anforderungen an die einzelnen Standardelemente eines Artikels und unterstützen und beraten AutorInnen beim Anlegen eines Recherche-Dokuments, beim bibliografischen Erfassen von Quellen, bei der Suche nach Erfahrungsberichten oder bei der Formulierung der Zusammenfassung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind GegenleserInnen und DiskussionspartnerInnen von abgeschlossenen Beiträgen, indem sie nachvollziehbare Änderungsvorschläge und Kommentare machen und diese mit den AutorInnen diskutieren. Wenn ganze Artikel verfasst werden, kümmern sie sich um das Verfassen der weiteren Standardelemente (Infobox, „Zum Begriff, Einzelnachweise, Kategorie). Auf der Grundlage des kursiven Lektorats des Chefredakteurs besprechen sie mit den AutorInnen eventuelle letzte Anpassungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss dieser Arbeiten editieren sie den Artikel(teil) im KOFL und eröffnen die zugehörige Diskussionsseite. Sie beobachten diese zusammen mit den AutorInnen und versehen sie mit Antworten auf Beiträge von KOFL-LeserInnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung der KOFL-Sprachverantwortlichen ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen unterstützen die KOFL-Sprachverantwortlichen in technischen und inhaltlichen Belangen (vgl. [[KOFL:KOFL-Mehrsprachigkeit#Unterst.C3.BCtzung_durch_das_KOFL-Redaktionsteam|KOFL-Mehrsprachigkeit: Unterstützung durch das KOFL-Redaktionsteam]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeiten im Rahmen des Sponsorings ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen übernehmen definierte Tätigkeiten im Rahmen des Sponsorings des KOFL. Vorgesehen sind die Eröffnung der Diskussion zu einem neuen Thema durch die Sammlung bestehender Texte der Fachliteratur, die Eröffnung der Diskussion zu einem neuen Thema durch ein Interview mit einer ThementrägerIn/Kinästhetik-PionierIn und der Beginn eines neuen Artikels (vgl. [[KOFL: Sponsoring]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstverständnis des Redaktionsteams, Nachfolgeregelung und Anforderungsprofil ==&lt;br /&gt;
=== Selbstverständnis des Redaktionsteams ===&lt;br /&gt;
Eine wichtige Absicht des Redaktionsteams liegt darin, interessierten Personen die Mitarbeit beim KOFL-Projekt in ansprechender Qualität zu erleichtern und sie bei den inhaltlichen, formalen und methodischen Herausforderungen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das KOFL-Redaktionsteam versteht sich nicht als geschlossene und exklusive Gruppe. Ganz im Gegenteil besteht im weiteren Projektverlauf ein großes Interesse, dass sich interessierte Personen das nötige Know-how durch regelmäßige Mitarbeit als AutorIn oder InitiatorIn von Diskussionen aneignen können. Dadurch würden sich die betreffenden Personen einerseits als NachfolgerInnen für zurücktretende KOFL-RedakteurInnen empfehlen, andererseits sind für die Zukunft des KOFL auch Erweiterungen des Redaktionsteams in freieren Formen vorstellbar. Du kannst jederzeit mit einem [[#Die Mitglieder des Redaktionsteams|Mitglied des Redaktionsteams]] Kontakt aufnehmen, wenn dich diese Möglichkeiten interessieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründen ist es ein deklariertes Ziel, dass die Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem KOFL mit ihren Begründungen und Absichten so transparent als möglich sind. Die Beschreibungen, wie das KOFL „funktioniert“, sollen im KOFL selbst zu finden sein. Dies ist insbesondere für den Ausbau der Mehrsprachigkeit von entscheidender Bedeutung. Die KOFL-Sprachverantwortlichen stellen schon jetzt eine Erweiterung des KOFL-Redaktionsteams dar und können davon profitieren, dass das KOFL möglichst selbsterklärend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgeregelung ===&lt;br /&gt;
Wenn sich eine KOFL-RedakteurIn aus dem Redaktionsteam zurückzieht und ihre Vereinbarung mit dem Ressourcenpool Curriculum&amp;amp;Forschung kündigt, werden die folgenden Schritte eingeleitet:&lt;br /&gt;
* Am Schluss dieses Kapitels wird eine Ausschreibung mit allen nötigen Angaben veröffentlicht. Sie enthält eine vorformatierte E-Mail, die Bewerbende mit den verlangten Angaben an den KOFL-Chefredakteur senden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Länderorganisation informieren alle Kinaesthetics-TrainerInnen mit einer TrainerInnen-News über die Ausschreibung und den entsprechenden Link zum KOFL.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der KOFL-Chefredakteur bestätigt den Bewerbenden den Eingang ihrer Bewerbung und macht sie gegebenenfalls auf fehlende Angaben aufmerksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Ablauf der Anmeldefrist legt der Chefredakteur zusammen mit den Bewerbenden und interessierten KOFL-RedakteurInnen einen Termin für eine Online-Informationsveranstaltung fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* An der Online-Informationsveranstaltung werden die Absicht und Organisation des KOFL sowie die Anforderungen, Aufgaben und Möglichkeiten der redaktionellen Mitarbeit konkret aufgezeigt. Ebenso werden eventuelle Fragen der Bewerbenden beantwortet. Es wird eine Bedenkzeit angesetzt, in der die Bewerbenden dem Chefredakteur ihr definitives Interesse, eine andere Form des Engagements fürs KOFL oder den Rückzug ihrer Bewerbung mitteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Ablauf der Bedenkzeit trifft das Redaktionsteam eine Entscheidung betreffend Nachfolge und kommuniziert diese den Bewerbenden möglichst transparent. Mit abgewiesenen Bewerbenden werden andere Formen des Engagements fürs KOFL besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Ausschreibung in diesem Kapitel wird gelöscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der KOFL-Chefredakteur oder eine KOFL-RedakteurIn führt die NachfolgerIn in die Redaktionsarbeit ein und unterstützt sie namentlich beim Erstellen ihrer Selbstpräsentation als KOFL-RedakteurIn auf der Seite „Das Redaktionsteam“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach einer halbjährigen Probe- und Einarbeitungszeit unterschreibt die NachfolgerIn die Vereinbarung mit dem Ressourcenpool Curriculum &amp;amp; Forschung (C&amp;amp;F) und wird im Rahmen des KOFL-Budgets von C&amp;amp;F für ihre Mitarbeit entlöhnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anforderungsprofil für KOFL-RedakteurInnen ===&lt;br /&gt;
* Als Kinaesthetics-TrainerIn verfügst du über eine gute Kenntnis der Themen und Inhalte des Fachgebietes der Kinästhetik und der Kybernetik. Du kennst und verstehst die Inhalte der wichtigsten Publikationen der EKA (z. B. „Konzeptsystem“, „Lernen und Bewegungskompetenz“, „Kybernetik und Kinästhetik“). Du bist mit weiterführender kybernetischer, konstruktivistischer oder systemtheoretischer Literatur vertraut. Du hast idealerweise die Weiterbildung „Kybernetik-Zyklus“ besucht und interessierst dich grundsätzlich für die schriftliche Beschreibung der erwähnten Inhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du hast Erfahrung im Verfassen von Texten mit gehobenem, bestenfalls wissenschaftlichem Anspruch sowie Interesse und Lernbereitschaft, diese Kompetenz zu erweitern. Dies tust du konkret &lt;br /&gt;
** im wissenschaftlichen Recherchieren,&lt;br /&gt;
** im Verfassen von Lexikonartikeln,&lt;br /&gt;
** im Gegenlesen von Lexikonartikeln (sprachliche und inhaltliche Beurteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du kannst ungefähr vier Arbeitstage pro Jahr für die selbstständige Einzel- oder Partnerarbeit am KOFL investieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du bist bereit, an den regelmäßigen Redaktionssitzungen verbindlich teilzunehmen. Diese werden online und in Form von physischen Treffen durchgeführt (insgesamt ca. 5 Treffen pro Jahr). In der Regel finden die physischen Treffen in der Schweiz statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du bist bereit, dich im Rahmen des KOFL-Budgets des Ressourcenpools Curriculum &amp;amp; Forschung als qualifizierte Mitarbeitende für das langfristige KOFL-Projekt zu engagieren. Formelles wird in einer Vereinbarung mit dem Ressourcenpool geregelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Leitung des Chefredaktors, Stefan Marty-Teuber, bildest du dich im Team und allein in deinem Know-how weiter. Dies betrifft je nach deinen Voraussetzungen: &lt;br /&gt;
* Editieren im Online-Lexikon&lt;br /&gt;
* Recherchieren in Fachlexika und -büchern &lt;br /&gt;
* Verfassen von Lexikonartikeln &lt;br /&gt;
* Gegenlesen von Texten &lt;br /&gt;
Mit diesen Voraussetzungen verfasst du einerseits eigene, von Team-KollegInnen und/oder vom Chefredaktor gegengelesene Lexikonartikel. Andererseits liest du eingereichte Lexikonbeiträge gegen und erarbeitest mit den AutorInnen zusammen die Endversion, die du im Online-Lexikon publizierst. Daneben besteht deine Tätigkeit auch darin, im Redaktionsteam das Erscheinungsbild und die Funktionen des Lexikons weiterzuentwickeln. Detaillierte Informationen zu deinen Aufgaben als RedakteurIn findest du auf dieser Seite im [[#Aufgaben der RedakteurInnen|vierten Kapitel]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Benutzer:Michaela_Jelinek&amp;diff=5512</id>
		<title>Benutzer:Michaela Jelinek</title>
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		<updated>2025-01-29T08:37:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Portrait Michaela Jelinek.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
== Michaela Jelinek (jemi) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefon: +43 676 5441574&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E-Mail: Michaela.jelinek@kinaesthetics-net.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motivation und Absicht ===&lt;br /&gt;
Ich engagiere mich beim KOFL, weil sich die European Kinaesthetics Association (EKA) als Netzwerk versteht, das nicht auf Über- und Unterordnung beruht, sondern auf der Idee, dass alle Beteiligten mit ihren Stärken und Kompetenzen zur gemeinsamen Entwicklung, Diskussion und Verwirklichung beitragen. Dazu passt der Grundgedanke eines Online-Lexikons nach dem Muster der Wikipedia hervorragend. Ein zweiter Hauptgrund meines Engagements ist die Tatsache, dass bis jetzt die vielfältigen Themen und Inhalte der Kinästhetik und ihrer Bezugswissenschaften in unterschiedlichsten Publikationen verstreut und nicht leicht zugänglich sind – ein fundiertes Lexikon der Kinästhetik fehlt. Entsprechend möchte ich mithelfen, Inhalte und Begriffe der Kinästhetik mit ihrer Geschichte an diesem einen und allen Interessierten zugänglichen Ort zu sammeln, verständlich darzustellen und breit diskutierbar zu machen.&lt;br /&gt;
=== Redaktionelle Schwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Ein Hauptinteresse liegt bei der Fachsprache der Kinästhetik, um die ich mich als Lektor des internen Lehrmittelverlags der EKA und Autor unterschiedlicher EKA-Texte seit 2007 kümmere. Fasziniert bin ich von den Inhalten und der Geschichte der Kybernetik, des Konstruktivismus und ähnlicher Forschungsrichtungen, insbesondere von erkenntnistheoretischen, ethischen und pädagogischen Argumentationen, mit denen ich mich vor meinem persönlichen Hintergrund des Altphilologen, Indogermanisten und langjährigen Altsprachenlehrers am Gymnasium auseinandersetze. Zu guter Letzt beschäftige ich mich gerne mit Biografien herausragender Persönlichkeiten oder WissenschaftlerInnen. &lt;br /&gt;
=== Aus- und Weiterbildung ===&lt;br /&gt;
* Matura Typus B, Kantonsschule Wattwil (CH)&lt;br /&gt;
* Studium Griechische Sprache und Literatur, Lateinische Sprache und Literatur, Vergleichende indoeuropäische Sprachwissenschaften, Universität Freiburg/Fribourg (CH)&lt;br /&gt;
* Gymnasiallehrerdiplom für Alte Sprache, Universität Zürich und Freiburg/Fribourg (CH)&lt;br /&gt;
* Kinaesthetics-Trainer Stufe 2 Pflege, Stufe 2 Kreatives Lernen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruflicher Werdegang ===&lt;br /&gt;
* 1988: Gymnasiallehrer für Alte Sprachen, Kantonsschule Wattwil (CH)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2006: Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ressourcenpools „Curriculumsentwicklung und Wirkungsforschung“, Redaktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2014: Co-Leitung des Ressourcenpools „Curriculum und Forschung“, Redaktion (ab 2018 Verantwortungsbereich „Grundlagenforschung und Sprache“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kinaesthetics-Bildung ===&lt;br /&gt;
*Ausbildung Kinaesthetics Kreatives Lernen Stufe 1 Siebnen B 08&lt;br /&gt;
*Ausbildung Kinaesthetics in der Pflege Stufe 2 Siebnen 10&lt;br /&gt;
*Ausbildung Kinaesthetics Gesundheit am Arbeitsplatz Stufe 2 Flensburg 11&lt;br /&gt;
*Ausbildung Kinaesthetics Lebensqualität im Alter Stufe 2 Flensburg 11&lt;br /&gt;
*Ausbildung Kinaesthetics Kreatives Lernen Stufe 2 Flensburg / EU 11&lt;br /&gt;
*Workshoptagung Riehen 09&lt;br /&gt;
*Fachtagung Bressanone 10&lt;br /&gt;
*Workshoptagung Siebnen 12&lt;br /&gt;
*Fachtagung Nürnberg 12&lt;br /&gt;
*Fachtagung Traun 13&lt;br /&gt;
*Workshoptagung Siebnen 13&lt;br /&gt;
*Workshoptagung Siebnen 14&lt;br /&gt;
*Bildungsforum Siebnen 14&lt;br /&gt;
*Fachtagung Traun 15&lt;br /&gt;
*Fortbildung alle Programme Bewegungskompetenz Siebnen 15&lt;br /&gt;
*Fachtagung Mistelbach 16&lt;br /&gt;
*Bildungsforum Siebnen 16&lt;br /&gt;
*EKA-AB-Klausur Siebnen DEZ 16&lt;br /&gt;
*EKA-AB-Klausur 17&lt;br /&gt;
*EKA-AB-Klausur Siebnen 18&lt;br /&gt;
*TrainerInnen-Symposium Nürnberg 18&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Datei:Portrait_Michaela_Jelinek.jpg&amp;diff=5511</id>
		<title>Datei:Portrait Michaela Jelinek.jpg</title>
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		<updated>2025-01-29T08:36:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;verwendet auf Benutzerseite&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Benutzer:Michaela_Jelinek&amp;diff=5510</id>
		<title>Benutzer:Michaela Jelinek</title>
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		<updated>2025-01-29T08:33:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michaela Jelinek: Die Seite wurde neu angelegt: „mini == Michaela Jelinek (jemi) ==   Telefon: +43 676 5441574  E-Mail: Michaela.jelinek@kinaesthetics-net.at  === Motivation und Absicht === Ich engagiere mich beim KOFL, weil sich die European Kinaesthetics Association (EKA) als Netzwerk versteht, das nicht auf Über- und Unterordnung beruht, sondern auf der Idee, dass alle Beteiligten mit ihren Stärken und Kompetenzen zur gemeinsamen Entwicklung, Diskussion und Verwirk…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Stefan Marty-Teuber.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
== Michaela Jelinek (jemi) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telefon: +43 676 5441574&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E-Mail: Michaela.jelinek@kinaesthetics-net.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motivation und Absicht ===&lt;br /&gt;
Ich engagiere mich beim KOFL, weil sich die European Kinaesthetics Association (EKA) als Netzwerk versteht, das nicht auf Über- und Unterordnung beruht, sondern auf der Idee, dass alle Beteiligten mit ihren Stärken und Kompetenzen zur gemeinsamen Entwicklung, Diskussion und Verwirklichung beitragen. Dazu passt der Grundgedanke eines Online-Lexikons nach dem Muster der Wikipedia hervorragend. Ein zweiter Hauptgrund meines Engagements ist die Tatsache, dass bis jetzt die vielfältigen Themen und Inhalte der Kinästhetik und ihrer Bezugswissenschaften in unterschiedlichsten Publikationen verstreut und nicht leicht zugänglich sind – ein fundiertes Lexikon der Kinästhetik fehlt. Entsprechend möchte ich mithelfen, Inhalte und Begriffe der Kinästhetik mit ihrer Geschichte an diesem einen und allen Interessierten zugänglichen Ort zu sammeln, verständlich darzustellen und breit diskutierbar zu machen.&lt;br /&gt;
=== Redaktionelle Schwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Ein Hauptinteresse liegt bei der Fachsprache der Kinästhetik, um die ich mich als Lektor des internen Lehrmittelverlags der EKA und Autor unterschiedlicher EKA-Texte seit 2007 kümmere. Fasziniert bin ich von den Inhalten und der Geschichte der Kybernetik, des Konstruktivismus und ähnlicher Forschungsrichtungen, insbesondere von erkenntnistheoretischen, ethischen und pädagogischen Argumentationen, mit denen ich mich vor meinem persönlichen Hintergrund des Altphilologen, Indogermanisten und langjährigen Altsprachenlehrers am Gymnasium auseinandersetze. Zu guter Letzt beschäftige ich mich gerne mit Biografien herausragender Persönlichkeiten oder WissenschaftlerInnen. &lt;br /&gt;
=== Aus- und Weiterbildung ===&lt;br /&gt;
* Matura Typus B, Kantonsschule Wattwil (CH)&lt;br /&gt;
* Studium Griechische Sprache und Literatur, Lateinische Sprache und Literatur, Vergleichende indoeuropäische Sprachwissenschaften, Universität Freiburg/Fribourg (CH)&lt;br /&gt;
* Gymnasiallehrerdiplom für Alte Sprache, Universität Zürich und Freiburg/Fribourg (CH)&lt;br /&gt;
* Kinaesthetics-Trainer Stufe 2 Pflege, Stufe 2 Kreatives Lernen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruflicher Werdegang ===&lt;br /&gt;
* 1988: Gymnasiallehrer für Alte Sprachen, Kantonsschule Wattwil (CH)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2006: Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ressourcenpools „Curriculumsentwicklung und Wirkungsforschung“, Redaktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2014: Co-Leitung des Ressourcenpools „Curriculum und Forschung“, Redaktion (ab 2018 Verantwortungsbereich „Grundlagenforschung und Sprache“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kinaesthetics-Bildung ===&lt;br /&gt;
*Ausbildung Kinaesthetics Kreatives Lernen Stufe 1 Siebnen B 08&lt;br /&gt;
*Ausbildung Kinaesthetics in der Pflege Stufe 2 Siebnen 10&lt;br /&gt;
*Ausbildung Kinaesthetics Gesundheit am Arbeitsplatz Stufe 2 Flensburg 11&lt;br /&gt;
*Ausbildung Kinaesthetics Lebensqualität im Alter Stufe 2 Flensburg 11&lt;br /&gt;
*Ausbildung Kinaesthetics Kreatives Lernen Stufe 2 Flensburg / EU 11&lt;br /&gt;
*Workshoptagung Riehen 09&lt;br /&gt;
*Fachtagung Bressanone 10&lt;br /&gt;
*Workshoptagung Siebnen 12&lt;br /&gt;
*Fachtagung Nürnberg 12&lt;br /&gt;
*Fachtagung Traun 13&lt;br /&gt;
*Workshoptagung Siebnen 13&lt;br /&gt;
*Workshoptagung Siebnen 14&lt;br /&gt;
*Bildungsforum Siebnen 14&lt;br /&gt;
*Fachtagung Traun 15&lt;br /&gt;
*Fortbildung alle Programme Bewegungskompetenz Siebnen 15&lt;br /&gt;
*Fachtagung Mistelbach 16&lt;br /&gt;
*Bildungsforum Siebnen 16&lt;br /&gt;
*EKA-AB-Klausur Siebnen DEZ 16&lt;br /&gt;
*EKA-AB-Klausur 17&lt;br /&gt;
*EKA-AB-Klausur Siebnen 18&lt;br /&gt;
*TrainerInnen-Symposium Nürnberg 18&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michaela Jelinek</name></author>
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