<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki.kinaesthetics.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Lutz+Zierbeck</id>
	<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki.kinaesthetics.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Lutz+Zierbeck"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Lutz_Zierbeck"/>
	<updated>2026-06-02T19:47:02Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Knochen_und_Muskeln&amp;diff=6311</id>
		<title>Knochen und Muskeln</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Knochen_und_Muskeln&amp;diff=6311"/>
		<updated>2025-11-12T07:04:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Weiterführende Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt die aktuelle Verwendung des kinästhetischen Fachbegriffes „Knochen und Muskeln“ in ausgewählter Fachliteratur. Ebenso wird die Geschichte des Fachbegriffes mit Literaturzitaten dargestellt. Auf Erfahrungsberichte, die die Verwendung des Begriffes in der Praxis illustrieren, wird verwiesen. Abschließend werden die begrifflichen Aspekte des Themas dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Verwendung des Fachbegriffs == &lt;br /&gt;
[[Datei:Knochen-und-Muskeln.png|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
=== „Knochen und Muskeln“ in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ===&lt;br /&gt;
==== Die Einbettung von „Knochen und Muskeln“ im Konzept „Funktionale Anatomie“ ====&lt;br /&gt;
Im Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ bezeichnet die Unterscheidung von Knochen und Muskeln das erste Unterthema des zweiten Konzepts „Funktionale Anatomie“. Damit wird ein in der [[1.-Person-Methode]] subjektiv erfahrbares Grundmuster im menschlichen Körper benannt, das in einem funktionalen Zusammenspiel von stabilen und instabilen Eigenschaften des Körpers besteht. Dabei wird darauf hingewiesen, dass die Form die Funktion und umgekehrt die Funktion die Form beeinflusst&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Struktur der Knochen und Muskeln beeinflusst somit die menschlichen Bewegungsmöglichkeiten in alltäglichen Aktivitäten und umgekehrt beeinflussen die lebenslangen Bewegungsgewohnheiten, die Art und Weise, wie wir die Knochen und Muskeln im Alltag nutzen, ihre Struktur. Die Unterscheidung zwischen Knochen und Muskeln dient in [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]] zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Knochen und ihre Eigenschaften und Funktionen ====&lt;br /&gt;
Die in der Bewegung leicht erfahrbaren und wahrnehmbaren Eigenschaften der Knochen werden mit den Worten „hart, stabil und robust“ &amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; charakterisiert. In funktionaler Hinsicht bilden die Knochen ein formgebendes Gerüst des Körpers und ermöglichen Stabilität und Halt. Sie tragen das Körpergewicht oder leiten es zu einer Unterstützungsfläche weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Muskeln und ihre Eigenschaften und Funktionen ====&lt;br /&gt;
Muskeln werden als weich und instabil erfahrbar im entspannten Zustand und als veränderbar durch Anspannung und Entspannung beschrieben. Ihre Funktionen sind die Erhaltung oder Veränderung der Stellung der Knochen zueinander, damit es möglich wird, das Körpergewicht über Knochen abzuleiten. Die Eigenschaft der Veränderbarkeit und Beweglichkeit nimmt ab, wenn Muskeln Gewicht tragen, weil sie dann angespannt, hart und stabil werden&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es liegt nahe, dass dieser Umstand eine bedeutende Auswirkung auf die Qualität der Bewegung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das funktional angepasste Zusammenspiel von Knochen und Muskeln ====&lt;br /&gt;
Aus dem Blickwinkel von „Knochen und Muskeln“ zeigt sich die Qualität der Bewegung darin, dass die Muskeln hauptsächlich das Abgeben und Weiterleiten des Körpergewichts über die Knochen unterstützen und sonst möglichst entspannt und beweglich bleiben&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorder- und Rückseiten ====&lt;br /&gt;
Im zweiten Konzept „Funktionale Anatomie“ wird im abschließenden Unterthema „Orientierung“ die erfahrbare Unterscheidung der Vorder- und Rückseiten thematisiert. Die funktionalen Rückseiten werden u. a. als „knochig“ charakterisiert und als Seiten, bei denen „Knochen ziemlich direkt und großflächig unter der Haut“ &amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; liegen. Andererseits wird zwischen Beuge- und Streckmuskeln bezüglich ihrer Anordnung und ihrer Eigenschaften unterschieden. Die Streckmuskeln sind hauptsächlich auf den funktionalen Rückseiten zu finden. In funktionaler Hinsicht sind sie besser dazu geeignet, Gewicht zu tragen oder abzugeben. Die Beugemuskeln liegen hauptsächlich auf den funktionalen Vorderseiten. Sie sind in funktionaler Hinsicht eher dazu geeignet, Gewicht auf Rückseiten zu leiten und die Anpassung der Gewichtsorganisation zu gestalten&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutung der Knochen oder Muskeln bei weiteren Konzeptthemen ====&lt;br /&gt;
Knochen oder Muskeln werden in anderen Konzepten unterschiedlich thematisiert. Es fällt auf, dass sich die Unterscheidung „Massen und Zwischenräumen“ textlich deutlich als Unterbau von folgenden Konzeptthemen fortsetzt, weniger aber „Knochen und Muskeln“. Hingegen tauchen die beiden Begriffe in der gemeinsprachlichen bzw. physiologischen Bedeutung in unterschiedlichen Zusammenhängen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Konzept „Interaktion“ werden im zweiten Unterthema „Bewegungselemente“ u. a. Knochen und Muskeln unter dem Stichwort des inneren Raums als formgebend für den Bewegungsraum im Körper genannt, die Menge der eingesetzten Muskelkraft als Kriterium der inneren Anstrengung&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Konzept „Funktionale Anatomie“, wird im Unterthema „Massen und Zwischenräume“ auf die Knochenstrukturen der zentralen Massen verwiesen, die Hohlräume für die inneren Organe bilden, und desgleichen darauf, dass Muskeln ein Kennzeichen für Zwischenräume sind&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Konzept sind im Unterthema „Haltungs- und Transportbewegungsebenen“ zur Erläuterung Grafiken aller menschlichen Knochen eingefügt, die bei der Identifizierung dieser Bewegungsebenen helfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf die Muskeln wird verschiedentlich Bezug genommen: In der Einleitung zum dritten Konzept „Menschliche Bewegung“ wird die Bedeutung des Begriffs Bewegung in der Kinästhetik erläutert und dabei „die andauernde aktive Muskelarbeit zur Gewichtsorganisation der Körperteile“ &amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, dies neben den unwillkürlichen und willkürlichen Bewegungen. Das Zusammenspiel von „Knochen und Muskeln“ spielt bei der Gewichtsorganisation eine zentrale Rolle (vgl. oben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Knochen und Muskeln“ in „Kinaesthetics Infant Handling“ ===&lt;br /&gt;
In diesem Standardwerk von Lenny Maietta (1950–2018) und Frank Hatch (*1940), in dem das Kind und seine Entwicklung ins Zentrum gestellt wird, werden Knochen und Muskeln mehrfach thematisiert. So im Kapitel 3.5 „Theorien zur Gesundheitsentwicklung“, wo im Unterkapitel 3.5.1.1 „Metabolische Felder“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2004):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. Bern [u. a.]: H. Huber. ISBN 3-456-83310-5. S. 44 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;   diesbezügliche Theorien von Erich Blechschmidt (1904–1992) zur embryonalen Entwicklung dargestellt werden. &lt;br /&gt;
Nicht nur die Eigenschaften und Aufgaben von Knochen und Muskeln werden im Kapitel 4.4 „Funktionelle Anatomie“, Unterkapitel 4.4.1 „Muskeln und Knochen“ in weitgehender Übereinstimmung mit den oben dargestellten Inhalten aufgeführt. Der Fokus des Zusammenspiels der beiden Strukturen wird durch den Hinweis auf das „Skelett-Muskel-System“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;  deutlich und durch die Aussage illustriert: „Muskeln und Knochen gewährleisten im Zusammenspiel unsere Bewegungsmöglichkeiten.“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Zusammenhang mit erwachsenen Menschen wird auch vom „Knochen-Muskel-Apparat&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt;  gesprochen, ein weiterer Beleg für die Verwendung und Bedeutung des entsprechenden kinästhetischen Fachbegriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommentare, Auswertung und offene Fragen ===&lt;br /&gt;
Der Umgang mit der eigenen Anatomie ist höchst individuell und steht in einer Wechselwirkung mit der Kompetenz, sein Körpergewicht in der Schwerkraft organisieren zu können. Um diese Kompetenz genauer zu verstehen, wird die Achtung auf das Zusammenspiel von verschiedenen Körperteilen oder -strukturen gelenkt. Ein einfach erfahrbares Beispiel dafür ist das Zusammenspiel zwischen den stabilen Knochen und den instabilen Muskeln. Vereinfacht ausgedrückt sind Knochen aufgrund ihrer Stabilität (Eigenschaft) gut geeignet, Gewicht auf eine Unterstützungsfläche abzugeben (Funktion). Muskeln sind aufgrund ihrer Instabilität im Sinne der Veränderlichkeit (Eigenschaft) gut geeignet, den Körper oder Teile davon in Bewegung zu versetzen (Funktion). Sie können auch Gewicht tragen oder festhalten, indem sie ihre Spannung erhöhen. Je mehr Gewicht durch die Muskulatur getragen und nicht über Knochen auf die Unterstützungsfläche abgegeben wird, desto höher ist die Spannung der Muskulatur. Dies wirkt sich gemäß den Forschungen von Weber und Fechner einschränkend auf eine differenzierte Wahrnehmung der eigenen Muskelspannung aus und somit auf die Beweglichkeit aus. Diese Zusammenhänge intuitiv und auch kognitiv zu verstehen und gezielt wahrnehmen und anpassen zu können, ist ein wichtiger Schritt, um die eigene Bewegungskompetenz bewusst weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
Im Kontext der Unterstützung eines Menschen mit Bewegungseinschränkungen spielt die Beobachtung und Wahrnehmung der Gewichtsorganisation eine wichtige Rolle. Traditionell wird Hilfe bei Aktivitäten wie z. B. beim Aufstehen vom Stuhl oder Bett so gestaltet, dass die helfende Person Gewicht der sitzenden Person übernimmt und mit ihrem eigenen Körper „trägt“. Die Folgen für die unterstützende Person können dabei in Richtung Überlastung gehen. Die Folgen für die unterstützte Person können in Richtung Kompetenzeinschränkung gehen, weil durch diese Art der Unterstützung die Möglichkeiten zum Üben und dadurch Aufrechterhalten oder Entwickeln ihrer Kompetenzen wegfallen. &lt;br /&gt;
Die Selbst- und Außenwahrnehmung des Zusammenspiels von Knochen und Muskeln bei beiden Beteiligten in dieser Hilfestellung kann Möglichkeiten finden helfen, wie das Gewicht mehr über Knochen geleitet werden kann. So besteht für die unterstützte Person die Chance, dass sie auch bei einer Schwäche der Muskulatur lernt, ihr eigenes Körpergewicht selber zu organisieren. &lt;br /&gt;
Im Kontext der Entwicklung der persönlichen Bewegungskompetenz im Alltag nimmt das Zusammenspiel von „Knochen und Muskeln“ ebenso eine wichtige Rolle ein. Konkret verhilft die Achtung auf die eigene Gewichtsorganisation z. B. bei längeren sitzenden Tätigkeiten zu einer bewussten und funktional angepassten Gestaltung dieser Aktivität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Fachbegriffs ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Knochen und Muskeln im 16. Kinästhetik-Bulletin von 1990 ===&lt;br /&gt;
==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
In dieser ersten zusammenhängenden Veröffentlichung zur Kinästhetik aus dem Jahr 1990 werden im Kapitel 4 „Grundprinzipien“ die Themen aufgeführt, die in der Kinästhetik benützt werden „um Menschen zu helfen, Beziehungsmuster zu entdecken und bewusst zu erleben“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1990):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 16. Bulletin. Januar 1990. Sonderausgabe. Dritte Auflage. Zürich: Verein für Kinästhetik. Nachdruck 2009. S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es handelt sich um die erste Beschreibung von Prinzipien, die heute Konzepte genannt werden. Der Vergleich dieser Schrift mit dem heutigen Verständnis zeigt sehr deutlich die inhaltliche Entwicklung der Kinästhetik. So werden zu diesem Zeitpunkt nur schon die einzelnen Prinzipien – die heutigen Konzepte, soweit sie vorhanden sind – in einer anderen Reihenfolge vorgestellt und tragen teilweise andere Namen als heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beuge- und Streckmuskeln ====&lt;br /&gt;
Ein erster Bezug zum heutigen Konzeptsystem (vgl. oben „Vorder- und Rückseiten“) findet sich im Unterkapitel 4.2 „Orientierung im Körper“. Hier werden die Unterschiede zwischen vorne und hinten am Körper durch die Muskelfunktionen erläutert: Vorne liegen die Beugemuskeln, die die Aufgabe der Anpassung an die Umwelt wahrnehmen, hinten die Streckmuskeln, die verantwortlich für Stabilität und Gleichgewicht sind&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 15–16&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Beziehung zwischen Muskeln und Skelett ====&lt;br /&gt;
Das vierte Grundprinzip wird mit „Anatomische Grundlagen“ überschrieben und stellt einige Themen des heutigen zweiten Konzepts „Funktionale Anatomie“ dar. Im ersten Unterkapitel „Bewegungsapparat“ wird ausgeführt, in welcher Beziehung Muskeln und Skelett stehen: „Das Muskelsystem und das Skelett sind die beiden Systeme, welche in erster Linie an den Bewegungen des Menschen beteiligt sind. Das Skelett, das heisst die Knochen, sind die harten ‚starken‘ Teile in unserem Körper. Ihre hauptsächliche Aufgabe ist es, unser Gewicht zu tragen.&lt;br /&gt;
Die Muskeln sind der weiche, ,fleischige‘ Teil des Bewegungsapparates. Im Gegensatz zur gängigen Vorstellung sind sie nicht gebaut, um ‚stark‘ und hart zu sein. Ihre Qualität ist die Flexibilität. Sie haben die Aufgabe, die Knochen so zu bewegen und in Position zueinander zu bringen, dass wir bestimmte Tätigkeiten ausführen können. Voraussetzung dazu ist, dass die Muskelspannung zwischen rückwärtiger und vorderseitiger Muskulatur ausgeglichen ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Ganz ähnlich wie heute werden Eigenschaften und Funktionen unterschieden; die Leitbegriffe sind allerdings unterschiedlich: Das übergeordnete Thema ist der Bewegungsapparat bzw. die Beziehung zwischen Muskeln und Skelett. Das Skelett wird textlich aber bereits mit Knochen gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bewegungsebenen ====&lt;br /&gt;
Im 16. Kinästhetik-Bulletin ist das Thema „Haltungs- und Transportbewegung“, das erste Unterthema des heutigen dritten Konzeptes „Menschliche Bewegung“, der abschließende Teil des vierten Grundprinzips „Anatomische Grundlagen“. Daher wird im Kapitel 4.4.3 die Anatomie der Knochen bzw. Gelenke mit den Begriffen „Bewegung in einer Richtung“ und „Bewegung in viele Richtungen“ &amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 21 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; unterschieden. Sie werden einzeln aufgelistet und als Haltungs- oder Transportbewegungsebenen bezeichnet. Im Gegensatz zu heute werden sie direkt mit den Haltungs- und Transportbewegungen verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Funktionen ====&lt;br /&gt;
Im fünften Grundprinzip „Funktionen“ wird im Kapitel 4.5.2 “7 Grundpositionen“ die Aufgabe von Knochen und Muskeln kurz zusammengefasst: „Die Knochen tragen das Gewicht, die Muskeln bewegen die Knochen.“ &amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiter heißt es: „Die 7 Grundpositionen können ohne grosse Muskelanstrengung gehalten werden. D. h. die Knochen tragen das Gewicht, welches wiederum durch die grossen Massen (Punkt 4.4.2.) in Richtung Boden fällt. Dadurch haben die Muskeln freien Spielraum, um mit der Umgebung in Beziehung zu treten.“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Folgenden wird mehrfach im Zusammenhang mit den verschiedenen Grundpositionen auf die Aufgabe der Knochen verwiesen, Gewicht zu tragen. Dies geschieht ebenfalls im Kapitel 4.5.3. „Fortbewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklungsbewegung ====&lt;br /&gt;
Im Kapitel 4.5.4 „[[Entwicklungsbewegung]]“ wird die Forschungsarbeit des Humanembryologen Erich Blechschmidt erwähnt und auf seine Theorien zur embryonalen Entwicklung von Knochen und Muskeln hingewiesen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anwendungen ====&lt;br /&gt;
Im Kapitel 5 „Anwendungen“, Unterkapitel 5.1 „Kinästhetik in der Rehabilitation (Physiotherapie, Ergotherapie)“ wird das differenzierte Kennenlernen der Knochen und Gelenke im eigenen Körper in einer funktionellen Art und Weise als Lernsituation im Unterschied zu einer Behandlungssituation beschrieben. &lt;br /&gt;
Anhand eines konkreten Patientenbeispiels wird aufgezeigt, wie die Perspektive „Knochen tragen das Gewicht“ als Blickwinkel genutzt werden kann, um die Anstrengung bei der Bewegung zu reduzieren&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 35&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kapitel 5.3 „Kinästhetik in der Krankenpflege“ wird unter der Überschrift „Information statt Anstrengung“ &amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;das Bewegen und Umlagern von PatientInnen durch Krankenschwestern und PflegerInnen thematisiert. Dabei spielt neben dem gemeinsamen Tun von Pflegenden und PatientInnen die Perspektive „Gewicht über Knochen leiten“ eine wichtige Rolle, um mit minimaler Anstrengung zum Ziel zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das erste Auftreten des Begriffspaars „Knochen und Muskeln“ ===&lt;br /&gt;
„Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ war 1992 die erste Veröffentlichung in Buchform über Kinästhetik. Hier wird zum ersten Mal „Knochen und Muskeln“ im Sinne eines kinästhetischen Fachbegriffes verwendet&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1992)&#039;&#039;&#039;: Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege. 1. Auflage. Eschborn: Deutscher Verband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5. S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Neben der Beschreibung der unterschiedlichen Eigenschaften und Aufgaben für die Bewegung wird das Zusammenspiel beider Strukturen thematisiert: „Durch die Funktion der Muskeln wird das Skelett derart organisiert, dass es das Gewicht tragen kann. Muskeln selbst können nur wenig Gewicht tragen.“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seitdem lässt sich das Thema des Zusammenspiels von Knochen und Muskeln in vielen Veröffentlichungen wiederfinden und ist hilfreich zum Formulieren von Blickwinkeln zur differenzierten Beobachtung und Variation von Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fürniß, Silke (2017):&#039;&#039;&#039; Die Reise in meinen Körper. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2017, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 28–33.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Autorin beschreibt ihren Prozess der Auseinandersetzung mit der eigenen Anatomie während der Ausbildung zur Kinaesthetics-Trainerin Stufe 1. Dabei entstand ein Kunstwerk auf Papier, das die Erfahrungen mit der genauen Beobachtung des Körpers und einiger seiner Funktionen festhält. Es trägt den Titel „22 Stunden Ich“. &amp;lt;br&amp;gt;Zum Artikel:&lt;br /&gt;
[[Medium:Fürniss, Die Reise in meinen Körper.pdf|Die Reise in meinen Körper]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Höppner, Gundula; Lilienkamp, Michael (2007):&#039;&#039;&#039; Vom Für zum Mit. In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2007, Nr. 4. &amp;lt;br&amp;gt;S. 10–15.&lt;br /&gt;
In einem Erfahrungsbericht über die Implementierung von Kinästhetik in einer großen Einrichtung für Menschen mit Mehrfachbehinderungen wird das Zusammenspiel von Knochen und Muskeln in einer konkreten Situation geschildert. Eine Mitarbeiterin entdeckt während eines Aufbaukurses das Thema für sich und nutzt es, um mit einer Bewohnerin einen Lernprozess zur Kompetenzentwicklung im Bereich Gewichtsorganisation zu entwickeln. &amp;lt;br&amp;gt;Zum Artikel: [[Medium:Höppner, Lilienkamp, Vom Für zum Mit.pdf|Vom Für zum Mit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Enke, Axel (2023):&#039;&#039;&#039; Knochen. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 1. &amp;amp;nbsp;S. 48–54.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Enke, Axel (2023):&#039;&#039;&#039; Gelenke - das Verbindende. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 2. &amp;amp;nbsp;S. 50–55.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Enke, Axel (2023):&#039;&#039;&#039; Muskeln - Aspekte eines wertvollen Organs. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 28–37.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Axel Enke setzt sich in einer dreiteiligen Artikelserie mit dem hochkomplexen Bewegungssystem auseinander, das erheblich spannender ist als ein simples Zusammenspiel von Knochen und Muskeln. Er zeigt auf, dass viele Akteure innerhalb des Körpers in einem zirkulär geregelten Prozess gemeinsam das wahrnehmbare Verlagern von Gewicht bewerkstelligen und leitet daraus Metaphern ab für die zwischenmenschliche Interaktion. &amp;lt;br&amp;gt;Zum Artikel 1 [[Medium:Lq-2023-1-Knochen.pdf|Knochen]] &amp;lt;br&amp;gt;Zum Artikel 2: [[Medium:Lq-2023-2-Gelenke - das Verbindende.pdf|Gelenke - das Verbindende]]&amp;lt;br&amp;gt;Zum Artikel 3: [[Datei:Muskeln_-_Aspekte_eines_wertvollen_Organs.pdf|Muskeln - Aspekte eines wertvollen Organs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Graham, John (2007):&#039;&#039;&#039; Das Gerüst des Menschen. In: lebensqualität. Das Journal für Kinaesthetics. 2007, Nr. 3. S.&amp;amp;nbsp;22–24.&amp;lt;br&amp;gt;Zum Artikel: [[Medium:Lq-2007-3-Das Gerüst des Menschen.pdf|Lq-2007-3-Das Gerüst des Menschen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Todd, Mabel Elsworth (1937):&#039;&#039;&#039; The Thinking Body. Reprint. New York: Dance Horizons. ISBN 0-8712-7014-5&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Todd, Mabel Elsworth (2017):&#039;&#039;&#039; Der Körper denkt mit. 4. unveränderte Auflage. Bern: Hogrefe. ISBN 978-3456858159&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Massen und Zwischenräume]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Stabil und instabil]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Begriff ==&lt;br /&gt;
=== Bedeutungsüberblick ===&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutungen der Begriffe nach dem „Duden Online-Wörterbuch“ ====&lt;br /&gt;
Nach dem Duden Online-Wörterbuch hat &#039;&#039;&#039;Knochen&#039;&#039;&#039; folgende Bedeutungen: &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erstbedeutung lautet „a. harter, hauptsächlich aus Kalk bestehender Teil des Skeletts b. Knochen von Schlachttieren c. Knochensubstanz“. Synonyme sind „Gerippe, Skelett; (gehoben) Gebeine; (süddeutsch, österreichisch, schweizerisch) Beine; (salopp) Gräten; (Anatomie) Os“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeführt werden zusätzlich drei weitere umgangssprachliche Bedeutungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Duden Online-Wörterbuch hat &#039;&#039;&#039;Muskel&#039;&#039;&#039; folgende Bedeutungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Bedeutungsübersicht wird „[an den Knochen angewachsener] Teil des menschlichen und tierischen Körpers, der aus von Bindegewebe umhüllten Fasern besteht und der Bewegung von Gliedmaßen und Körperteilen dient“ angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Begriffe werden als kinästhetische Fachbegriffe in ihrer gemeinsprachlichen Erstbedeutung verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Verwendung als kinästhetischer Fachbegriff ==== &lt;br /&gt;
„Knochen und Muskeln“ ist seit 1992 ein kinästhetischer Fachbegriff. Im Konzeptsystem bezeichnet er das erste Unterthema des Konzeptes der funktionalen Anatomie. Das Begriffspaar betrifft eine spezifische subjektiv erfahrbare Unterscheidung, die zur Sensibilisierung und Fokussierung der Bewegungswahrnehmung sowie zur Analyse von alltäglichen Aktivitäten benutzt wird. Diese Unterscheidung beruht auf den gegensätzlichen Eigenschaften von Knochen (stabil) und Muskeln (veränderlich) und ihren entsprechenden Grundfunktionen des Tragens bzw. Weiterleiten des Gewichts der Körperteile (Knochen) und der Veränderung der Beziehung der Knochen untereinander (Muskeln). Dieses Zusammenspiel ist von grundlegender Bedeutung für die Organisation des Körpergewichts in der Schwerkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kinästhetischer Fachbegriff wird „Knochen und Muskeln“ ausgehend von den gemeinsprachlichen bzw. anatomischen Bedeutungen spezifisch definiert verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Nach dem Duden Herkunftswörterbuch ist das Wort &#039;&#039;&#039;Knochen&#039;&#039;&#039; seit dem 14. Jahrhundert bezeugt und hat das geläufige „Bein“ im Sinne von „Knochen“ verdrängt. Mittelhochdeutsch &#039;&#039;knoche&#039;&#039; „drücken, pressen“ u. a. wurden aus einem ursprünglich lautmalenden Verb &#039;&#039;knochen&#039;&#039;, das mit „knacken“ verwandt ist (vgl. englisch &#039;&#039;to knock&#039;&#039;), gebildet. Knochen sind also ursprünglich das, womit man anstößt oder gegen etwas schlägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ableitungen sind „Knöchel“, „knöchern“, „verknöchern“, „verknöchert“ und „knochig“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Duden Herkunftswörterbuch ist das Wort &#039;&#039;&#039;Muskel&#039;&#039;&#039; seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts bezeugt und bezeichnet die fleischigen Teile des tierischen oder menschlichen Körpers, die durch An- und Entspannung Bewegung ermöglichen. Das Wort ist aus lateinisch &#039;&#039;musculus&#039;&#039; „Muskel“ entlehnt, ursprünglich eine Verkleinerungsbildung „Mäuschen“ zu lateinisch &#039;&#039;mus&#039;&#039; „Maus“. Die Bedeutungsübertragung beruht vielleicht auf dem Vergleich eines unter der Haut zuckenden Muskels mit den Bewegungen eines Mäuschens und findet sich z. B. auch in griechisch &#039;&#039;mys&#039;&#039; „Maus, Muskel“ oder in umgangssprachlicher Verwendung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ableitungen sind „muskulös“, „Muskulatur“ und der medizinische Fachbegriff „muskulär“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Datei:Muskeln_-_Aspekte_eines_wertvollen_Organs.pdf&amp;diff=6310</id>
		<title>Datei:Muskeln - Aspekte eines wertvollen Organs.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Datei:Muskeln_-_Aspekte_eines_wertvollen_Organs.pdf&amp;diff=6310"/>
		<updated>2025-11-12T06:49:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: Lq-0323-04-Muskeln-Aspekte-eines-wertvollen-Organs.pdf&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lq-0323-04-Muskeln-Aspekte-eines-wertvollen-Organs.pdf&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Datei:Lq-0323-04-Muskeln-Aspekte-eines-wertvollen-Organs.pdf&amp;diff=6309</id>
		<title>Datei:Lq-0323-04-Muskeln-Aspekte-eines-wertvollen-Organs.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Datei:Lq-0323-04-Muskeln-Aspekte-eines-wertvollen-Organs.pdf&amp;diff=6309"/>
		<updated>2025-11-12T06:42:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6308</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6308"/>
		<updated>2025-11-12T06:12:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Kurzbiografie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der [[Kinästhetik (Begriff)|Kinästhetik]] in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur [[Gewicht|Gewichtsverlagerung]] anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lehrbuch der professionellen Pflege:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Juchli, Liliane: Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991)&#039;&#039;&#039;. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6307</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6307"/>
		<updated>2025-11-12T06:06:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Kurzbiografie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der [[Kinästhetik (Begriff)|Kinästhetik]] in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lehrbuch der professionellen Pflege:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Juchli, Liliane: Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991)&#039;&#039;&#039;. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6306</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6306"/>
		<updated>2025-11-12T06:03:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lehrbuch der professionellen Pflege:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Juchli, Liliane: Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991)&#039;&#039;&#039;. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6305</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6305"/>
		<updated>2025-11-12T06:01:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm  [[Kinästhetik|Kinästhetik]] in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lehrbuch der professionellen Pflege:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Juchli, Liliane: Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991)&#039;&#039;&#039;. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kinaesthetics-Online-Fachlexikon&amp;diff=6304</id>
		<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kinaesthetics-Online-Fachlexikon&amp;diff=6304"/>
		<updated>2025-11-12T05:56:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 100%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 10px #FF4500;background-color:wheat;&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Willkommen in diesem Online-Lexikon zu den Fachgebieten der Kinästhetik, Kybernetik und anderer Bezugswissenschaften!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Das [[KOFL:Über Kinaesthetics-Online-Fachlexikon|Kinaesthetics-Online-Fachlexikon (KOFL)]] wird von der European Kinaesthetics Association (EKA) herausgegeben, von einem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] betreut und von einem fachlichen Beirat unterstützt (vgl. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 60%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|300px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schon gewusst?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Sinnesrezeptoren&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die &#039;&#039;&#039;Muskelspindeln&#039;&#039;&#039; befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die &#039;&#039;&#039;Golgi-Sehnenorgane&#039;&#039;&#039; befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. &#039;&#039;&#039;Ruffini-Rezeptoren&#039;&#039;&#039; reagieren auf Dehnung, &#039;&#039;&#039;Vater-Pacini-Körperchen&#039;&#039;&#039; reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die &#039;&#039;&#039;Merkel-Zellen&#039;&#039;&#039;, die Druck und Berührung erfassen, sowie die &#039;&#039;&#039;Meissner-Körperchen&#039;&#039;&#039; die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Schon gewusst“ findest du [[„Schon gewusst?“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 40%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bedeutende Personen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Suzanne Schmidt|Suzanne Schmidt]] &amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte. Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein. Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:orange; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meistgelesene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Hier findest du eine Rangliste der Artikel, die am meisten aufgerufen worden sind (Stand August 2025)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# [[Kinaesthetics-Online-Fachlexikon]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Heinz von Foerster]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Literatur und Medien]] &lt;br /&gt;
# [[Bewegungserfahrung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Orientierung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Spastik‏‎]] &lt;br /&gt;
# [[Wahrnehmung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[‏Knochen und Muskeln]]&lt;br /&gt;
# [[Stabil und instabil]]‏‎‎‏‎&lt;br /&gt;
# [[Viabilität]]‏‎&lt;br /&gt;
[[Spezial:Beliebteste_Seiten|Mehr erfahren]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 90%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF; &amp;quot;colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bemerkenswerte Ereignisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;1. Internationaler Kinästhetik-Kongress in Ulm&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Erstausgabe der Zeitschrift „Kinästhetik“ (Januar 1997) finden sich der Bericht über den 1. Internationalen Kinästhetik-Kongress in Ulm vom 20. März 1996 sowie zahlreiche Artikel zu den in Vorträgen und Workshops vorgestellten Themen. Als Nachfolgepublikation des Kinästhetik-Bulletins sollte diese Zeitschrift &#039;&#039;„hinsichtlich der Vernetzung der Arbeit und Entwicklung aller Kinästhetik-TrainerInnen und Trainees, wie auch der mit den AnwenderInnen von Kinästhetik in ihrer praktischen Arbeit“&#039;&#039; einen wichtigen Beitrag leisten. &lt;br /&gt;
Der Kongress wurde von vielen Kinästhetik-TrainerInnen und interessierten Personen besucht. Themen für die ca. 300 BesucherInnen waren unter anderem Kinästhetik mit pflegenden Angehörigen, die Einführung von Kinästhetik ins Unterrichtsprogramm einer Pflegeschule, Bewegungserleichterung mit Umgebungsgestaltung oder Human Factoring. In einem persönlichen Fazit zum Kongress wird festgehalten, dass der Austausch von neuen Erfahrungen für aktuelle und zukünftige TrainerInnen unbedingt wichtig sei, und in Leserbriefen wird die Begeisterung über diesen ersten großen Kongress in der Geschichte der Kinästhetik ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Bemerkenswerte Ereignisse“ findest du [[„Bemerkenswerte Ereignisse“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zuletzt erschienene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Curriculum und Kompetenzorientierung]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Pädagogisch-didaktische Grundprinzipien der Kinästhetik]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Suzanne Schmidt]]“ (Kurzbiographie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Evaluationsprozesse in Kinaesthetics-Bildungsangeboten]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humberto R. Maturana (1928–2021)]]“ (Kurzbiografie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humanistische Psychologie]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Norbert Wiener (1894–1964)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sammelartikel [[„Bemerkenswerte Ereignisse“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sammelartikel [[„Schon gewusst?“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Parallele und spiralige Bewegungsmuster]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 5px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:#FFD700; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mach mit!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Du hast viele Möglichkeiten, die Entwicklung des KOFL zu unterstützen.&lt;br /&gt;
* Nur schon, wenn du das KOFL nutzt und Artikel liest, hilfst du dem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] zu erkennen, welche Themen auf besonderes Interesse stoßen bzw. in welchem Themenkreis weitere Artikel publizienswert sind.&lt;br /&gt;
* Diskutiere mit! Jeder Artikel im KOFL hat eine Diskussionsseite. Wenn du einen interessanten Hinweis hast, Aussagen schlecht verstehst oder mit ihnen nicht einverstanden bist, hinterlasse eine Notiz auf der Diskussionsseite – dein Beitrag muss nicht geschliffen daherkommen, sondern nur verständlich sein.&lt;br /&gt;
* Du kannst das KOFL bzw. die Publikation von Artikeln ideell oder materiell unterstützen: [[KOFL:Eine Diskussion eröffnen|Eine Diskussion eröffnen]], [[KOFL:Artikel(teile) veröffentlichen|Artikel(teile) veröffentlichen]], [[KOFL:Sponsoring|Sponsoring]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kinaesthetics-Online-Fachlexikon&amp;diff=6303</id>
		<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kinaesthetics-Online-Fachlexikon&amp;diff=6303"/>
		<updated>2025-11-11T16:23:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 100%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 10px #FF4500;background-color:wheat;&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Willkommen in diesem Online-Lexikon zu den Fachgebieten der Kinästhetik, Kybernetik und anderer Bezugswissenschaften!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Das [[KOFL:Über Kinaesthetics-Online-Fachlexikon|Kinaesthetics-Online-Fachlexikon (KOFL)]] wird von der European Kinaesthetics Association (EKA) herausgegeben, von einem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] betreut und von einem fachlichen Beirat unterstützt (vgl. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 60%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|300px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schon gewusst?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Sinnesrezeptoren&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die &#039;&#039;&#039;Muskelspindeln&#039;&#039;&#039; befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die &#039;&#039;&#039;Golgi-Sehnenorgane&#039;&#039;&#039; befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. &#039;&#039;&#039;Ruffini-Rezeptoren&#039;&#039;&#039; reagieren auf Dehnung, &#039;&#039;&#039;Vater-Pacini-Körperchen&#039;&#039;&#039; reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die &#039;&#039;&#039;Merkel-Zellen&#039;&#039;&#039;, die Druck und Berührung erfassen, sowie die &#039;&#039;&#039;Meissner-Körperchen&#039;&#039;&#039; die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Schon gewusst“ findest du [[„Schon gewusst?“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 40%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bedeutende Personen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Suzanne Schmidt &amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte. Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein. Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:orange; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meistgelesene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Hier findest du eine Rangliste der Artikel, die am meisten aufgerufen worden sind (Stand August 2025)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# [[Kinaesthetics-Online-Fachlexikon]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Heinz von Foerster]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Literatur und Medien]] &lt;br /&gt;
# [[Bewegungserfahrung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Orientierung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Spastik‏‎]] &lt;br /&gt;
# [[Wahrnehmung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[‏Knochen und Muskeln]]&lt;br /&gt;
# [[Stabil und instabil]]‏‎‎‏‎&lt;br /&gt;
# [[Viabilität]]‏‎&lt;br /&gt;
[[Spezial:Beliebteste_Seiten|Mehr erfahren]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 90%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF; &amp;quot;colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bemerkenswerte Ereignisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;1. Internationaler Kinästhetik-Kongress in Ulm&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Erstausgabe der Zeitschrift „Kinästhetik“ (Januar 1997) finden sich der Bericht über den 1. Internationalen Kinästhetik-Kongress in Ulm vom 20. März 1996 sowie zahlreiche Artikel zu den in Vorträgen und Workshops vorgestellten Themen. Als Nachfolgepublikation des Kinästhetik-Bulletins sollte diese Zeitschrift &#039;&#039;„hinsichtlich der Vernetzung der Arbeit und Entwicklung aller Kinästhetik-TrainerInnen und Trainees, wie auch der mit den AnwenderInnen von Kinästhetik in ihrer praktischen Arbeit“&#039;&#039; einen wichtigen Beitrag leisten. &lt;br /&gt;
Der Kongress wurde von vielen Kinästhetik-TrainerInnen und interessierten Personen besucht. Themen für die ca. 300 BesucherInnen waren unter anderem Kinästhetik mit pflegenden Angehörigen, die Einführung von Kinästhetik ins Unterrichtsprogramm einer Pflegeschule, Bewegungserleichterung mit Umgebungsgestaltung oder Human Factoring. In einem persönlichen Fazit zum Kongress wird festgehalten, dass der Austausch von neuen Erfahrungen für aktuelle und zukünftige TrainerInnen unbedingt wichtig sei, und in Leserbriefen wird die Begeisterung über diesen ersten großen Kongress in der Geschichte der Kinästhetik ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Bemerkenswerte Ereignisse“ findest du [[„Bemerkenswerte Ereignisse“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zuletzt erschienene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Curriculum und Kompetenzorientierung]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Pädagogisch-didaktische Grundprinzipien der Kinästhetik]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Suzanne Schmidt]]“ (Kurzbiographie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Evaluationsprozesse in Kinaesthetics-Bildungsangeboten]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humberto R. Maturana (1928–2021)]]“ (Kurzbiografie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humanistische Psychologie]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Norbert Wiener (1894–1964)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sammelartikel [[„Bemerkenswerte Ereignisse“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sammelartikel [[„Schon gewusst?“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Parallele und spiralige Bewegungsmuster]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 5px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:#FFD700; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mach mit!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Du hast viele Möglichkeiten, die Entwicklung des KOFL zu unterstützen.&lt;br /&gt;
* Nur schon, wenn du das KOFL nutzt und Artikel liest, hilfst du dem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] zu erkennen, welche Themen auf besonderes Interesse stoßen bzw. in welchem Themenkreis weitere Artikel publizienswert sind.&lt;br /&gt;
* Diskutiere mit! Jeder Artikel im KOFL hat eine Diskussionsseite. Wenn du einen interessanten Hinweis hast, Aussagen schlecht verstehst oder mit ihnen nicht einverstanden bist, hinterlasse eine Notiz auf der Diskussionsseite – dein Beitrag muss nicht geschliffen daherkommen, sondern nur verständlich sein.&lt;br /&gt;
* Du kannst das KOFL bzw. die Publikation von Artikeln ideell oder materiell unterstützen: [[KOFL:Eine Diskussion eröffnen|Eine Diskussion eröffnen]], [[KOFL:Artikel(teile) veröffentlichen|Artikel(teile) veröffentlichen]], [[KOFL:Sponsoring|Sponsoring]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6302</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6302"/>
		<updated>2025-11-11T16:20:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird Herkunft und Bedeutung des Wortes Curriculum, sowie die für die Kinästhetik interessante Nutzung von kompetenzorientierten Curricula.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren &lt;br /&gt;
                           &#039;&#039;Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  An den Schweizer Gymnasien wurde erst ab den 1990er-Jahren ein Gymnasiallehrerdiplom für eine Beförderung zur HauptlehrerIn verbindlich. Zuvor hatte eine universitäre Ausbildung im Unterrichtsfach ausgereicht. Für die Primar- und Sekundarstufe I hingegen war bereits bei der Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1874) eine LehrerInnen-Ausbildung üblich.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  Vgl. Ghisla, Gianni (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Entsprechend wird in der allgemeinen Didaktik zwischen Lern- und Lehrzielen unterschieden.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Beachte die unterschiedliche Verwendung des Begriffs im Kinaesthetics-Curriculum (Individuelles Curriculum, Bewegungs-, Rahmencurriculum). Eher ungeklärt ist, was das sogenannte Rahmencurriculum oder das individuelle Curriculum mit dem gängigen Verständnis des Begriffs Curriculum verbindet. Das Bewegungscurriculum hinwiederum erscheint klar als inhaltsorientiert.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;/-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;‚Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6301</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6301"/>
		<updated>2025-11-11T16:19:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird Herkunft und Bedeutung des Wortes Curriculum, sowie die für die Kinästhetik interessante Nutzung der kompetenzorientierten Curricula.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren &lt;br /&gt;
                           &#039;&#039;Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  An den Schweizer Gymnasien wurde erst ab den 1990er-Jahren ein Gymnasiallehrerdiplom für eine Beförderung zur HauptlehrerIn verbindlich. Zuvor hatte eine universitäre Ausbildung im Unterrichtsfach ausgereicht. Für die Primar- und Sekundarstufe I hingegen war bereits bei der Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1874) eine LehrerInnen-Ausbildung üblich.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  Vgl. Ghisla, Gianni (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Entsprechend wird in der allgemeinen Didaktik zwischen Lern- und Lehrzielen unterschieden.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Beachte die unterschiedliche Verwendung des Begriffs im Kinaesthetics-Curriculum (Individuelles Curriculum, Bewegungs-, Rahmencurriculum). Eher ungeklärt ist, was das sogenannte Rahmencurriculum oder das individuelle Curriculum mit dem gängigen Verständnis des Begriffs Curriculum verbindet. Das Bewegungscurriculum hinwiederum erscheint klar als inhaltsorientiert.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;/-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;‚Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6300</id>
		<title>Diskussion:Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6300"/>
		<updated>2025-11-11T16:14:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Curriculum und Kompetenzorientierung}} {{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Lutz Zierbeck}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Curriculum und Kompetenzorientierung}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6299</id>
		<title>KOFL:Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6299"/>
		<updated>2025-11-11T16:12:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: Lutz Zierbeck verschob die Seite KOFL:Curriculum und Kompetenzorientierung nach Curriculum und Kompetenzorientierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Curriculum und Kompetenzorientierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6298</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6298"/>
		<updated>2025-11-11T16:12:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: Lutz Zierbeck verschob die Seite KOFL:Curriculum und Kompetenzorientierung nach Curriculum und Kompetenzorientierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren &lt;br /&gt;
                           &#039;&#039;Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  An den Schweizer Gymnasien wurde erst ab den 1990er-Jahren ein Gymnasiallehrerdiplom für eine Beförderung zur HauptlehrerIn verbindlich. Zuvor hatte eine universitäre Ausbildung im Unterrichtsfach ausgereicht. Für die Primar- und Sekundarstufe I hingegen war bereits bei der Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1874) eine LehrerInnen-Ausbildung üblich.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  Vgl. Ghisla, Gianni (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Entsprechend wird in der allgemeinen Didaktik zwischen Lern- und Lehrzielen unterschieden.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Beachte die unterschiedliche Verwendung des Begriffs im Kinaesthetics-Curriculum (Individuelles Curriculum, Bewegungs-, Rahmencurriculum). Eher ungeklärt ist, was das sogenannte Rahmencurriculum oder das individuelle Curriculum mit dem gängigen Verständnis des Begriffs Curriculum verbindet. Das Bewegungscurriculum hinwiederum erscheint klar als inhaltsorientiert.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;/-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;‚Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Curriculum&amp;diff=6297</id>
		<title>KOFL:Curriculum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Curriculum&amp;diff=6297"/>
		<updated>2025-11-11T16:06:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: Lutz Zierbeck verschob die Seite KOFL:Curriculum nach KOFL:Curriculum und Kompetenzorientierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[KOFL:Curriculum und Kompetenzorientierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6296</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6296"/>
		<updated>2025-11-11T16:06:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: Lutz Zierbeck verschob die Seite KOFL:Curriculum nach KOFL:Curriculum und Kompetenzorientierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren &lt;br /&gt;
                           &#039;&#039;Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  An den Schweizer Gymnasien wurde erst ab den 1990er-Jahren ein Gymnasiallehrerdiplom für eine Beförderung zur HauptlehrerIn verbindlich. Zuvor hatte eine universitäre Ausbildung im Unterrichtsfach ausgereicht. Für die Primar- und Sekundarstufe I hingegen war bereits bei der Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1874) eine LehrerInnen-Ausbildung üblich.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  Vgl. Ghisla, Gianni (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Entsprechend wird in der allgemeinen Didaktik zwischen Lern- und Lehrzielen unterschieden.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Beachte die unterschiedliche Verwendung des Begriffs im Kinaesthetics-Curriculum (Individuelles Curriculum, Bewegungs-, Rahmencurriculum). Eher ungeklärt ist, was das sogenannte Rahmencurriculum oder das individuelle Curriculum mit dem gängigen Verständnis des Begriffs Curriculum verbindet. Das Bewegungscurriculum hinwiederum erscheint klar als inhaltsorientiert.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;/-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;‚Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6295</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6295"/>
		<updated>2025-11-11T16:05:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren &lt;br /&gt;
                           &#039;&#039;Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  An den Schweizer Gymnasien wurde erst ab den 1990er-Jahren ein Gymnasiallehrerdiplom für eine Beförderung zur HauptlehrerIn verbindlich. Zuvor hatte eine universitäre Ausbildung im Unterrichtsfach ausgereicht. Für die Primar- und Sekundarstufe I hingegen war bereits bei der Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1874) eine LehrerInnen-Ausbildung üblich.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  Vgl. Ghisla, Gianni (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Entsprechend wird in der allgemeinen Didaktik zwischen Lern- und Lehrzielen unterschieden.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Beachte die unterschiedliche Verwendung des Begriffs im Kinaesthetics-Curriculum (Individuelles Curriculum, Bewegungs-, Rahmencurriculum). Eher ungeklärt ist, was das sogenannte Rahmencurriculum oder das individuelle Curriculum mit dem gängigen Verständnis des Begriffs Curriculum verbindet. Das Bewegungscurriculum hinwiederum erscheint klar als inhaltsorientiert.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;/-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;‚Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6294</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6294"/>
		<updated>2025-11-11T15:59:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren &lt;br /&gt;
                           &#039;&#039;Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  An den Schweizer Gymnasien wurde erst ab den 1990er-Jahren ein Gymnasiallehrerdiplom für eine Beförderung zur HauptlehrerIn verbindlich. Zuvor hatte eine universitäre Ausbildung im Unterrichtsfach ausgereicht. Für die Primar- und Sekundarstufe I hingegen war bereits bei der Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1874) eine LehrerInnen-Ausbildung üblich.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  Vgl. Ghisla, Gianni (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Entsprechend wird in der allgemeinen Didaktik zwischen Lern- und Lehrzielen unterschieden.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Beachte die unterschiedliche Verwendung des Begriffs im Kinaesthetics-Curriculum (Individuelles Curriculum, Bewegungs-, Rahmencurriculum). Eher ungeklärt ist, was das sogenannte Rahmencurriculum oder das individuelle Curriculum mit dem gängigen Verständnis des Begriffs Curriculum verbindet. Das Bewegungscurriculum hinwiederum erscheint klar als inhaltsorientiert.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;/-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6293</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6293"/>
		<updated>2025-11-11T15:50:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 3.1	Allgemeine Charakteristika */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  An den Schweizer Gymnasien wurde erst ab den 1990er-Jahren ein Gymnasiallehrerdiplom für eine Beförderung zur HauptlehrerIn verbindlich. Zuvor hatte eine universitäre Ausbildung im Unterrichtsfach ausgereicht. Für die Primar- und Sekundarstufe I hingegen war bereits bei der Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1874) eine LehrerInnen-Ausbildung üblich.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  Vgl. Ghisla, Gianni (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Entsprechend wird in der allgemeinen Didaktik zwischen Lern- und Lehrzielen unterschieden.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Beachte die unterschiedliche Verwendung des Begriffs im Kinaesthetics-Curriculum (Individuelles Curriculum, Bewegungs-, Rahmencurriculum). Eher ungeklärt ist, was das sogenannte Rahmencurriculum oder das individuelle Curriculum mit dem gängigen Verständnis des Begriffs Curriculum verbindet. Das Bewegungscurriculum hinwiederum erscheint klar als inhaltsorientiert.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;/-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6292</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6292"/>
		<updated>2025-11-11T15:48:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  An den Schweizer Gymnasien wurde erst ab den 1990er-Jahren ein Gymnasiallehrerdiplom für eine Beförderung zur HauptlehrerIn verbindlich. Zuvor hatte eine universitäre Ausbildung im Unterrichtsfach ausgereicht. Für die Primar- und Sekundarstufe I hingegen war bereits bei der Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1874) eine LehrerInnen-Ausbildung üblich.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  Vgl. Ghisla, Gianni (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Entsprechend wird in der allgemeinen Didaktik zwischen Lern- und Lehrzielen unterschieden.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum /-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6291</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6291"/>
		<updated>2025-11-11T15:47:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  An den Schweizer Gymnasien wurde erst ab den 1990er-Jahren ein Gymnasiallehrerdiplom für eine Beförderung zur HauptlehrerIn verbindlich. Zuvor hatte eine universitäre Ausbildung im Unterrichtsfach ausgereicht. Für die Primar- und Sekundarstufe I hingegen war bereits bei der Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1874) eine LehrerInnen-Ausbildung üblich.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;  Vgl. Ghisla, Gianni (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen . &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum /-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6288</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6288"/>
		<updated>2025-11-11T15:38:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 1.3	Kompetenzorientierung der Curricula */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung.  Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen  o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘  zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen . &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum /-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6287</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6287"/>
		<updated>2025-11-11T15:37:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung.  Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen  o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘  zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen . &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum /-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6285</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6285"/>
		<updated>2025-11-11T15:35:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 1.2	Sprachliche Bedeutung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ebd.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung.  Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen  o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘  zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen . &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum /-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6284</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6284"/>
		<updated>2025-11-11T15:34:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Dass es eine didaktische wichtige Frage ist, welche Bedeutung Unterrichtsinhalte für die Lebenswelt und -situationen der SchülerInnen haben („Was hat das mit mir zu tun?“), geht hauptsächlich auf den Einfluss des deutschen Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Klafki (1927–2016) in den 1970er-Jahren zurück.&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlüsselqualifikationen nimmt in vielerlei Hinsicht den aktuellen Leitbegriff Kompetenz vorweg.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung.  Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen  o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘  zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen . &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum /-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6283</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6283"/>
		<updated>2025-11-11T15:28:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 1.2	Sprachliche Bedeutung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ &amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: Curriculum (Pädagogik). Beschreibung. https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik)#Beschreibung (Zugriff: 2023-02-07)&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ &amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen , &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung.  Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen  o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘  zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen . &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum /-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6279</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6279"/>
		<updated>2025-11-11T15:04:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lehrbuch der professionellen Pflege:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Juchli, Liliane: Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991)&#039;&#039;&#039;. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6277</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6277"/>
		<updated>2025-11-10T16:44:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ ) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ ) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die ausgehändigten PDF „Bloom-Dubs-Dave-Lernzielstufen“ und „Bloom-Taxonomiestufen“. Die originalen Stichworte von Bloom et al. sind Knowledge, Comprehension, Application, Analysis, Synthesis, Evaluation (Bloom, B.; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956): Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen , &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung.  Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen  o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘  zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen . &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum /-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6273</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6273"/>
		<updated>2025-11-10T15:44:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 1.1	Herkunft und Wortgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ ) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ ) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) .&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen , &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung.  Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen  o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘  zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen . &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum /-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6272</id>
		<title>Curriculum und Kompetenzorientierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Curriculum_und_Kompetenzorientierung&amp;diff=6272"/>
		<updated>2025-11-10T15:38:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* 2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Lutz Zierbeck}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht im ersten Teil aus dem Zitat eines Grundlagendokuments der European Kinaesthetics Association (EKA) zum Rahmenelement Lernen/Grundlagen mit dem Titel &amp;quot;Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay&amp;quot;. Beschrieben wird...&lt;br /&gt;
Der zweite Teil ist ein Zitat zum Thema Kompetenzorientiertes Curriculum aus dem Grundmodul der EKA „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Curriculum in „Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung - Essay“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;1 Der Begriff Curriculum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Herkunft und Wortgeschichte&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Begriff Curriculum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Lauf, Wettlauf, Umlauf, Kreisbahn‘ als Substantivbildung zum Verb cúrrere ‚laufen, rennen‘. Mittellateinisch bedeutete das Wort insbesondere ‚Jahreslauf‘. Als Fremdwort mit der Bedeutung ‚Lebenslauf, -darstellung‘ wird es im 16. Jh. gebräuchlich. In der Bildungstheorie des Barocks (17./18. Jh.) bezeichnet Curriculum im Sinn eines Lehrplans den sogenannten Kanon, d. h., die verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der höheren Schulbildung, die zu durchlaufen sind. Hier wird der Begriff zum ersten Mal im Kontext der Bildung oder Pädagogik definiert. Zur Grundbedeutung ‚Lauf, Verlauf, Ablauf‘ muss nach dieser Definition somit z. B. ein Genitiv ‚der Schulbildung, des Unterrichts‘ hinzugedacht werden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Später wird der Begriff Curriculum durch ‚Lehrplan‘ verdrängt und erst ab 1967 durch das Buch ‚Bildungsreform als Revision des Curriculums‘ von Saul B. Robinsohn (deutscher Pädagoge, 1916–1972) wieder in die Bildungsdiskussion eingeführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Sprachliche Bedeutung&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nach dem Online-Duden ist die Bedeutung von Curriculum ‚auf einer Theorie des Lehrens und Lernens aufbauender Lehrplan‘. In seinem Gebrauch wird der Begriff der Fachsprache der Pädagogik zugeordnet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als einziges Synonym von Curriculum führt der Online-Duden ‚Lehrplan‘ an. Als Bedeutung von Lehrplan wird ‚Plan, der die Ziele und Inhalte sowie Hinweise für die didaktisch-methodische Gestaltung eines bestimmten Unterrichtsfaches enthält‘ angegeben. Man beachte, dass mit dem Begriff Lehrplan einzig ein Plan für das Lehren bzw. die Lehrperson bezeichnet wird. Begrifflich ist die Perspektive der Lernenden nicht enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine scharfe begriffliche Abgrenzung von Curriculum (‚orientiert sich … mehr an Lehrzielen und am Ablauf des Lehr- und Lernprozesses‘ ) und Lehrplan (‚Aufzählung der Unterrichtsinhalte‘ ) hat sich nicht breit durchgesetzt. So wird in der Schweiz das aktuelle kompetenzorientierte Curriculum der obligatorischen Schulbildung als ‚Lehrplan 21‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Weitere sprachliche Hinweise&#039;&#039;====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine Adjektivbildung zu Curriculum ist ‚curricular‘ mit der Bedeutung ‚das Curriculum, Fragen des Curriculums betreffend&#039;. Gängige Zusammensetzungen sind Curriculumforschung und -theorie (beachte: nach Duden nicht Curriculum-s-forschung, was man vermuten könnte).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Fremdwort gängig ist immer noch die lateinische Fügung ‚Curriculum Vitae‘ (Lebenslauf, vgl. oben) zur Bezeichnung einer schriftlichen Auflistung der wichtigsten biografischen Daten einer Person. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die gleiche Herkunft wie Curriculum haben die Wörter Kurs, konkurrieren/Konkurs oder Exkursion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==&#039;&#039; 2	Kurze geschichtliche Darstellung &#039;&#039;== &lt;br /&gt;
                                          &#039;&#039;Keine Zukunft ohne Herkunft. &amp;lt;br&amp;gt;Vgl. Heinz von Foerster: Das Verhalten von nichttrivialen Systemen wie des Menschen ist vergangenheitsabhängig. https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/Maschinen_(triviale_und_nichttriviale) &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.1	Frühe Hochkulturen, Antike und Mittelalter====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.1	&amp;lt;u&amp;gt;Die Curricula der Schulbildung als kulturelle Einrichtung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Geschichtlich gehen Curricula mit der Einrichtung von Schulen einher. Insbesondere für die frühe historische Zeit kann die Frage nach Curricula nur in dem Sinn beantwortet werden, welche Fächer und Inhalte zur Schulbildung einer Kultur gehörten. Die Frage nach Curricula im engeren Sinn, d.h., mit welchem Aufbau oder mit welchen Zielen ein bestimmtes Fach unterrichtet wurde, muss aufgrund fehlender Quellen oft unbeantwortet bleiben. Bis ins 18. Jahrhundert bzw. zur breiten Einführung der allgemeinen Schulpflicht waren Schulen hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen höherer Schichten vorbehalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.2	&amp;lt;u&amp;gt;Die Anfänge: Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die frühesten Schulen lassen sich in Sumer ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Fächer waren die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben/Zeichnen. Sie bilden seither – früh und häufig ergänzt durch Singen/Musik – den Kern des Curriculums von Grundschulen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.3	&amp;lt;u&amp;gt;Ägypten und Griechenland: Zuwachs an Fächern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im alten Ägypten (ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.) und später im klassischen antiken Griechenland (ab dem 5. Jh. v. Chr.) kamen weitere Fächer wie Geschichte, Geografie, Astronomie/-logie oder auch Sport hinzu. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im griechischen Hellenismus (ab dem 3. Jh. v. Chr.) bildeten sich die Wissenschaften im heutigen Sinn heraus. Dies ging mit der Entstehung großer Bibliotheken einher (z. B. in Alexandria). Ebenso begann sich ein Kanon von Fächern bzw. eine verbindliche Sammlung mustergültiger Autoren und Werke der Schulbildung abzuzeichnen, die die Bildung und Tätigkeit in den einzelnen Wissenschaften vorbereitete.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.4	&amp;lt;u&amp;gt;Spätantike und Mittelalter: Der erste Lehrplan der freien Künste&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Fassbar wird dieser feste Kanon der sogenannten freien Künste bzw. Wissenschaften (artes liberales) in der spätrömischen Antike z. B. beim Kirchenvater Augustinus (4./5. Jh. n. Chr.). Der Staatsmann und Gelehrte Cassiodor (6. Jh. n. Chr.) gilt als Schöpfer eines ersten eigentlichen – christlichen – Lehrplans, der die zu behandelnden Wissenschaften und die Abfolge ihrer Inhalte beschrieb. Sein Lehrplan war für das ganze Mittelalter prägend. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dieser Kanon umfasste&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Trivium (Dreiweg, = Philosophie): Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	das Quadrivium (Vierweg): Arithmetik, Geometrie (Geografie), Musik, Astronomie (inkl. Astrologie).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Er bereitete im Mittelalter auf das Studium der Fakultäten Theologie, Jurisprudenz oder Medizin an den Universitäten vor, die ab dem 13. Jh. entstanden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.1.5	&amp;lt;u&amp;gt;Nachahmen und Üben, Bildungsideal, kritische Stimmen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wohl seit frühester Zeit bestanden das ‚Curriculum‘ bzw. die Lernziele der einzelnen Fächer in methodisch-didaktischer Hinsicht hauptsächlich im Auswendiglernen und Verstehen der klassischen Autoren/Werke sowie im Üben zugehöriger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus alle Lernziel-Taxonomiestufen von Bloom umfassten (Kennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Synthetisieren, Bewerten) .&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Lern- oder besser Leitziele waren eine umfassende Bildung sowie das Nachahmen und Nacheifern von Vorbildern (lateinisch exempla imitari). Das zugehörige Wissen war ein unbestrittener Wert an sich; weshalb und wozu es erworben werden sollte, stand außer Frage. Seit der Antike gibt es das entsprechende Ideal des universell gebildeten Menschen (lateinisch homo doctus). Eine dominante Grundannahme war, dass das richtige Wissen zum richtigen Handeln führt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Allerdings gibt es seit früher Zeit auch kritische Stimmen zur Schule und ihren Zielen. Die Haltung des griechischen Philosophen Sokrates (469–399 v. Chr.) wird mit dem Satz ‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘ charakterisiert. Damit kritisierte er die gängig anzutreffende Haltung von Personen mit profundem Fachwissen, die sich einbilden, dass sie mit diesem die ganze Welt erklären können. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass sich der einzelne Mensch mit seinen Voraussetzungen in seinem Umfeld darum bemüht, ein möglichst gutes Leben zu führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bereits im 3. Jahrhundert v. wird in einer Komödie die Frage des autoritären und anti-autoritären Erziehungsstils diskutiert, ob junge Menschen durch Zwang und Strafandrohungen oder von sich aus lernen sollen, das Richtige zu tun (Terenz, Adelphen).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am berühmtesten ist die meist umgekehrt zitierte Aussage des römischen Philosophen Seneca (1. Jh. n. Chr.), dass wir für die Schule und nicht fürs Leben lernen (non vitae, sed scholae discimus, ep. mor. 106, 12) – er kann zurecht als früher Fürsprecher einer Kompetenzorientierung bezeichnet werden. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.2	20./21. Jahrhundert: Rasante Entwicklung ab den 1950er-Jahren====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.1	&amp;lt;u&amp;gt;Vorbemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgenden Ausführungen zu unterschiedlichen Generationen von Curricula beruhen auf einer eidgenössischen Weiterbildung zur Lehrplanarbeit des Autors in den 1990er-Jahren, die u. a. Anton Strittmatter leitete. Sie skizzieren das Thema in Kürze, auf Belege wird verzichtet.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.2	&amp;lt;u&amp;gt;Klassische, an Inhalten orientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In geradliniger Fortsetzung antiker und mittelalterlicher Curricula sind klassische inhaltsorientierte Curricula bis weit ins 20. Jahrhundert gängig und existieren noch heute in bestimmten Bildungsinstitutionen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie beschränken sich darauf, die Inhalte oder Unterrichtsgegenstände in der Reihenfolge ihrer Behandlung aufzulisten. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie halten fest, welche einzelnen Themen in welcher Tiefe von Lehrpersonen behandelt werden sollen bzw. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	wann wie viel Zeit für sie eingesetzt werden soll. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernziele oder methodisch-didaktische Hinweise usw. fehlen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.3	&amp;lt;u&amp;gt;Curricula, die Inhalte und Lehrziele verbinden&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine nächste Generation von Curricula baut auf den klassischen Curricula auf. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Sie verbinden die einzelnen Inhalte mit wissens- oder handlungsorientierten Lehrzielen (‚so beibringen, dass Lernende das und das wissen oder können‘).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Es finden sich sporadisch methodisch-didaktische oder andere Hinweise zu Lehren und Lernen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4	&amp;lt;u&amp;gt;Lernzielorientierte Curricula mit Haltungen und Schlüsselqualifikationen&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.1	Paradigmenwechsel&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die folgende Generation der Curricula, die den heutigen kompetenzorientierten Curricula vorausgeht und ihnen inhaltlich nahe ist, zeigt einen klaren Paradigmenwechsel von der Inhalts- zur Lernzielorientierung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Durch diesen rücken die Lernenden und ihre Lebenswelt in den Vordergrund bzw., mit welchen Zielen sie was, wann, wie usw. lernen sollen. Stand zuvor der ‚Input‘ durch die Lehrperson im Zentrum, verlagert sich der Blick jetzt auf die Lernenden und den Outcome. Waren zuvor die Inhalte verbindlich, sind jetzt hauptsächlich die zu erreichenden Lernziele verbindlich.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der Schweiz betten sich die lernzielorientierten Curricula der 1990er-Jahre in einen übergeordneten eidgenössischen Rahmenlehrplan ein. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.2	Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Ausgangspunkt der stufenspezifischen und fachlichen Curricula bilden Lernziele auf drei unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Die oberste allgemeine Ebene wird durch die mittlere ausdifferenziert, diese wiederum durch die unterste:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Leit- oder Richtziele, die das ganze Ausbildungsangebot betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Grobziele, die einzelne Themen oder Sequenzen des Bildungsangebots betreffen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Feinziele, die je die einzelnen Grobziele ausdifferenzieren. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.3	Haltungen, Schlüsselqualifikationen und Methodik-Didaktik&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Insbesondere Leit- und Grobziele werden verbunden mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	zugehörigen Haltungen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	fachlichen Schlüsselqualifikationen, &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	überfachlichen Schlüsselqualifikationen zur Bewältigung von Lebenssituationen , &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	methodisch-didaktischen Hinweisen zur Erreichung der einzelnen Lernzielebenen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.4	Untergeordnete Bedeutung der Inhalte&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte werden insbesondere den Grob- und Feinzielen untergeordnet und ohne Details benannt. Die fachliche Kompetenz der Lehrperson zu ihrer Vermittlung wird vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Inhalte bzw. Unterrichtsgegenstände können &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	entweder als geeignete Möglichkeiten, die von der Lehrperson frei wählbar sind, aufgelistet werden &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	oder als verbindlich erklärt werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Hintergrund ist, dass Lernziele insbesondere auf der Ebene der Grobziele mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Berücksichtigt werden ebenso Rahmenbedingungen wie die Ausbildungsstufe, die Lernorganisation oder die zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.4.5	Pädagogische und methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrperson&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In Bezug auf die Lehrperson stand in den vorausgehenden Generationen von Curricula ihre fachliche Kompetenz im Vordergrund: Eine gute Lehrperson war eine fachlich kompetente Lehrperson. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mit den lernzielorientierten Curricula erhält die Kompetenz der Lehrperson in Pädagogik, allgemeiner Didaktik und Methodik sowie Fachdidaktik eine größere Bedeutung.  Eine gute Lehrperson ist nicht nur fachlich kompetent, sondern verfügt über ein methodisch-didaktisches Repertoire, mit dem die Lernenden möglichst eigenaktiv die Lernziele erarbeiten und sich mit ihnen identifizieren können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2.2.5	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzorientierte Curricula&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ungefähr seit zwei Jahrzehnten erlebt die Kompetenzorientierung ausgehend von der Berufsbildung einen Aufschwung in der Bildungsdiskussion und Curriculumtheorie. Wie in der vorausgehenden lernzielorientierten Generation von Curricula stehen die Lernenden im Vordergrund. Allerdings zeigen sich auch einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Kompetenzorientierung zeigt als Ausgangspunkt der Curricula einen Perspektivenwechsel hin zu Handlungsfeldern und zur Fähigkeit, in diesen Handlungsfeldern Klassen von Situationen der Lebenswelt der Lernenden erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Eine wichtige und grundlegende Rolle spielt das Lernverständnis, das Lernen als aktiven, selbstgesteuerten und konstruktiven Prozess betrachtet (vgl. Wikipedia: ‚Lehrplan 21‘ unten).&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Kompetenz wird – in einer Kurzform ausgedrückt – nicht als Summe, sondern als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen (o. ä.) verstanden. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Dieses Zusammenspiel beruht auf Grundlagen oder Ressourcen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen  o. ä.). Lernende können diese Ressourcen mit einer entsprechenden Methodik-Didaktik wie z. B. der Situationsdidaktik schulisch erwerben können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Entsprechend ist Kompetenz nach Ghisla als ‚Akt der kreativen und funktionalen Kombination und Mobilisierung dieser Ressourcen in der Situation‘  zu verstehen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Die Notwendigkeit der Anwendung und Reflexion der Kompetenzen bzw. ihrer Grundlagen in konkreten praktischen Situationen steht stärker im Vordergrund.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzorientierte Curricula werden im C&amp;amp;F-Projekt Curriculummuster genauer veranschaulicht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.3	Ein kleines Fazit aus der Perspektive der Lehrperson====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Von den Anfängen bis weit in die Neuzeit dominiert die Inhaltsorientierung die eigentlichen Curricula und ihre Vorläufer. Das Verständnis und die Entwicklung der Schulbildung ist außerordentlich konservativ. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dabei besteht die Aufgabe der Lehrperson darin, die vorgeschriebenen Inhalte fachlich korrekt sowie in der festgelegten Reihenfolge und Tiefe zu vermitteln und zu prüfen. Sie unterrichtet in aller Regel eine ‚gleichgeschaltete‘ Gruppe; Fehlverhalten und Lernunwilligkeit von einzelnen Lernenden wird (häufig mit einer Rute o. ä.) bestraft bzw. durch schlechte Beurteilungen geahndet. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend haben Lehrpersonen der ‚normalen‘ Schulbildung eine geringe soziale Anerkennung, und nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches, die auch als Lehrer tätig sind, sind angesehen. Die LehrerInnen werden erst mit der allgemeinen Schulpflicht zu Respektspersonen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten in diesbezüglich progressiven Ländern die Unterrichtsgegenstände oder Inhalte – auch als unangefochtener Wert an sich – schrittweise in den Hintergrund. Dadurch erhält jede Lehrperson eine größere, selbstverantwortete Lehrfreiheit. Diese konnten bisher nur führende Wissenschaftler und Meister ihres Faches als Lehrpersonen für sich beanspruchen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Auch in Bezug auf die Rolle der Lehrperson findet durch die Lernziel- und Kompetenzorientierung, die den Fokus auf die Lernenden legen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel statt. Die Verbindlichkeit der Inhalte wird abgelöst durch die Verbindlichkeit der Lernziele oder der zu erarbeitenden Kompetenzen bzw. Kompetenzressourcen. Es geht nicht mehr darum, dass die Lehrperson das vorgeschriebene bzw. sein Fachwissen den Lernenden im Klassenverband ‚eintrichtert‘, sondern darum, ihnen eine eigenaktive und damit auch individuelle Auseinandersetzung mit diesem Fachwissen bzw. den damit verbundenen Zielen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Entsprechend wird für die Lehrperson zu einer Leitfrage, wie die Lernenden die Bedeutung der Lernziele oder Kompetenzen, die den Inhalten übergeordnet werden, für ihre aktuelle (oder zukünftige) Lebenswelt und deren Situationen ermitteln können.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Das Curriculum wird dadurch ebenso zum ‚Lernplan‘, für den die Lernenden auch selbst Verantwortung übernehmen . &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;2.4	Weiterführende Belegstellen==== &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Schule &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_freie_K%C3%BCnste (Sieben freie Künste)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Curriculum_(P%C3%A4dagogik) (Curriculum Pädagogik)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrplan_21 (Zugriff: 2023-01-31). ‚Mit der Kompetenzorientierung ergibt sich eine veränderte Sichtweise auf den Unterricht. Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden.‘ (Grundlagen für den Lehrplan 21, D-EDK März 2010)&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/curriculum.html&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Ghisla, G. (2008): Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	https://www.ehb.swiss/sites/default/files/situationsdidaktik_de.pdf: Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (2014): SiD – Ein Leitfaden für Lehrkräfte in der Berufsbildung. AutorInnen: Ghisla, Gianni; Boldrini, Elena; Bausch, Luca. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsteam des IUFFP und mit dem Beitrag zahlreicher Lehrkräfte. Übersetzung: IDEA Sagl. Lugano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;3	Was ist ein Curriculum?==&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.1	Allgemeine Charakteristika====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten allgemeinen Charakteristika gegeben:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Systematische schriftliche Darstellung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum ist eine systematische schriftliche Darstellung eines Bildungsangebotes.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eingeschränkt auf ein Bildungsangebot, eine Stufe, einen Zeitraum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula beschreiben Unterrichtsziele, -inhalte und-methoden usw. in einem bestimmten Bildungsangebot oder Fach auf einer bestimmten, abgeschlossenen Stufe über einen bestimmten, in der Regel längeren Zeitraum (1 Semester, 1 oder mehrere Jahre). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Rahmencurricula für übergeordnete Bildungsziele&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Übergeordnete allgemeine Bildungsziele, -inhalte, -methoden usw. von öffentlichen oder privaten Schulen oder politischen Einheiten können in einem Rahmencurriculum /-lehrplan, Kerncurriculum o. Ä. festgehalten werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Theorie des Lehrens und Lernens als Grundlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beruht auf einer bestimmten Theorie des Lehrens und Lernens und beschreibt das Bildungsangebot unter dieser Perspektive als zusammenhängendes, logisch aufgebautes System. Ein Curriculum kann die Beschreibung dieser Theorie des Lehrens und Lernens enthalten.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Orientierung für Lehrpersonen und Lernende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum dient den Lehrpersonen zur optimalen Vorbereitung, Durchführung und Überprüfung/Evaluation des Unterrichts. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum kann auch für Lernende eine wertvolle Orientierungshilfe sein. Diese wird für sie umso wichtiger, je höher der Anteil an selbstorganisiertem Lernen ist.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Abgegrenzt von der Unterrichtsvorbereitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula können mehr oder weniger ausführlich und detailliert sein. In der Pädagogik werden auch ausführliche, z. B. die Inhalte bis ins Detail vorschreibende Curricula von den konkreten Unterrichtsvorbereitungen abgegrenzt. In aller Regel werden Curriculum und Unterrichtsvorbereitung nicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Regelung einheitlicher Verbindlichkeiten und Qualitätssicherung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula regeln in Bezug auf ein Bildungsangebot einheitliche Verbindlichkeiten zwischen Bildungsanbietern, Lehrpersonen und Lernenden. Sie tragen zur Qualitätssicherung bei und dazu, dass von allen Beteiligten die gleichen Lernziele oder Kompetenzen verfolgt oder auch bestimmte Inhalte erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Längerfristig angelegt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula geben längerfristig einen Rahmen und eine Orientierung für alle Beteiligten ab. Eine Neukonzeption der Curricula öffentlicher Schulen erfolgte in jüngerer Zeit ungefähr alle zwei bis drei Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Von Fachpersonen im Austausch mit Lehrpersonen verfasst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Curricula werden in der Regel von Personen verfasst, die mit der Curriculumforschung und -theorie vertraut sind. Lehrpersonen werden in aller Regel dazu ausgebildet, ein Curriculum kompetent umzusetzen, aber nicht zu verfassen. Bei der Neukonzeption von Curricula werden hingegen in aller Regel ihre Stellungnahmen eingeholt. &lt;br /&gt;
====&#039;&#039;3.2	Zusammenfassende Begriffsbestimmung und Ausblick====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zusammenfassend beschreibt ein aktuelles Curriculum Folgendes: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Lernverständnis:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt die zugrunde liegende Theorie des Lernens und Lehrens, das Lernverständnis, die pädagogische Ausrichtung oder weist darauf hin.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Zu erreichende Kompetenzen, zu erarbeitende Kompetenzressourcen (Lernziele): &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt, in welchen Handlungsfeldern Lernende welche fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen oder Qualifikationen mit welchen Lernzielen in Form von Kenntnissen (Wissen), Fähigkeiten oder Fertigkeiten (Können) sowie zugrunde liegenden Haltungen (Wollen) erreichen bzw. erarbeiten sollen. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Inhalte: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Unterrichtsinhalte werden den Kompetenzen/Unterrichtszielen untergeordnet und nach bestimmten Kriterien (z. B. Schwierigkeitsgrad) auf einzelne Phasen des gesamten Bildungsangebotes verteilt. Aufeinander aufbauende Inhalte werden entsprechend gestaffelt. Bestimmte Kompetenzen oder Lernziele sind mit unterschiedlichen Inhalten erreichbar. Entsprechend kann zwischen obligatorischen und frei wählbaren Inhalten unterschieden werden.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Methodisch-didaktische Hinweise &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum weist darauf hin, mit welcher Methodik-Didaktik (Unterrichtsformen, -organisationen) bestimmte Kompetenzen oder Lernziele erreicht bzw. Inhalte thematisiert werden können. Auch hier können unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel führen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein Curriculum beschreibt z. B. die Dauer und zeitliche Gliederung, Unterrichtsorte und Lernformen (Präsenzlernen, selbstorganisiertes Lernen für sich oder in der Praxis, online oder physisch usw.), Gruppengröße, Arbeitsunterlagen, Absenzregelung oder Zertifizierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ein umfassendes Curriculum ist also eine schriftliche Darstellung möglichst aller Themen, die beim Lehren und Lernen eine wichtige Rolle spielen. In diesem Sinn ist ein Curriculum eine Landkarte (und nicht das Territorium, vgl. Alfred Korzybski). &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Landkarte zeigt nach der aktuellen Curriculumtheorie auf, zu welchen Kompetenzen oder Zielen ein Bildungsangebot führen soll sowie mit welchen Inhalten, welcher Didaktik und Methodik und unter welchen Rahmenbedingungen diese Kompetenzen oder Ziele erreicht werden können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ausgeklammert werden somit ‚Curricula‘, die auf mündlicher Tradition und persönlicher Weitergabe beruhen (1.-Person-Methodik, SchülerIn-MeisterIn-Beziehung). Es ist aber zu vermuten, dass sie bei allem Lehren und Lernen, das auf unserer Welt praktiziert wird, keine unerhebliche Rolle spielen. Sie sind aber nur im konkreten Erleben fassbar, solange sie nicht irgendwie festgehalten werden. In der Geschichte der Kinästhetik spielen sie eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==&#039;&#039;4	Anhang: Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics==&lt;br /&gt;
Der folgende Text trägt diese Überschrift und ist das erste Kapitel der Einleitung des kompetenzorientierten Curriculums des Grundmoduls „Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen“ im Blended-Learning-Format (Stand Nov. 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.1	Zielgruppe und Zweck====&lt;br /&gt;
Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics bzw. der European Kinaesthetics Association (EKA) richten sich in erster Linie an die Personen, die als Kinaesthetics-TrainerInnen oder -AusbilderInnen das entsprechende Bildungsangebot durchführen. Sie bieten ihnen für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Bildungsangebots eine Orientierung, die in allen Länderorganisationen der EKA Gültigkeit hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.2	Aufbau der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics sind folgendermaßen aufgebaut:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 1: Einleitung&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Einleitung erläutert die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics. Thematisiert werden die Zielgruppe und der Zweck, der Aufbau und die Kompetenzorientierung. Die Einleitung umfasst ebenso die pädagogisch-didaktischen Grundprinzipien sowie die Stellung des betreffenden Bildungsangebots im gesamten Kinaesthetics-Bildungssystem.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 2: Handlungsfeld und Kompetenzbereiche&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Der Hauptteil der Curricula umfasst bei kürzeren Bildungsangeboten das spezifische Handlungsfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Kompetenzen (weiter)entwickeln. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beschreibung des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Jedes Handlungsfeld wird beschrieben, und das angestrebte Niveau je nach Bildungsangebot geklärt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Beispielhafte Situation:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Bei jedem Handlungsfeld wird anhand einer beispielhaften Situation das kompetente Handeln in diesem Handlungsfeld konkret dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Überblick über die Kompetenzbereiche des Handlungsfeldes:&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Alle nachfolgenden, durch die beispielhafte Situation veranschaulichten Kompetenzbereiche werden im Überblick und in ihrem Anforderungsniveau dargestellt. &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;o	Kompetenzbereich 1 usw.: &lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Kontext, die Kompetenzen und Lerninhalte werden bei jedem Kompetenzbereich in Unterkapiteln beschrieben. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;•	Teil 3: Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Rahmenbedingungen des Bildungsangebots (z. B. Zertifizierung, Dauer, Absenzen) werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&#039;&#039;1.3	Kompetenzorientierung der Curricula====&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1.3.1.	&amp;lt;u&amp;gt;Kompetenzbegriff und Anschluss an aktuelle Curriculumtheorie&amp;lt;/u&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Im Rahmen des Themas Bewegungskompetenz befasst sich die Kinästhetik seit jeher mit dem Kompetenzbegriff. Dieser wird als Disposition oder Potenzial verstanden, das einer Person als Ausgangslage zur Verfügung steht, um mit unterschiedlichen Situationen bzw. Personen passend und in einer hohen Bewegungsqualität umgehen zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics stehen in Übereinstimmung mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen der Curriculumforschung und des europäischen Bildungswesens. Moderne Curricula oder Bildungskonzeptionen orientieren sich an der Kompetenzentwicklung der Lernenden auf der Grundlage der Anforderungen des kompetenten Handelns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.2	Handlungsfelder und Kompetenzbereiche&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In der beruflichen Bildung werden berufliche Tätigkeiten in sogenannte Handlungsfelder (Aufgabenbereiche) unterteilt. Die Basiskurse des Fachgebiets Kinästhetik zielen für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen auf das Handlungsfeld ‚Alltagsaktivitäten gesundheitsfördernd unterstützen‘ ab (siehe Beschreibung Teil 2, Kapitel 1). Jedes Handlungsfeld umfasst mehrere Kompetenzbereiche. Diese beschreiben die notwendigen Kompetenzen, die es braucht, um die verschiedenen beruflichen Situationen des betreffenden Handlungsfelds erfolgreich zu meistern. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Eine beispielhafte Situation kann dabei Kompetenzen eines Handlungsfeldes konkretisieren und veranschaulichen. Die beispielhaften Situationen können nie alle Kompetenzen illustrieren. Ebenso gibt es Kompetenzbereiche, die in typischen Situationen implizit vorhanden sind, aber nicht offensichtlich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.3	Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen als Grundlagen und ihre Kategorisierung nach den Bildungsfeldern&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Kompetenzen bauen auf Grundlagen, den sogenannten Kompetenzressourcen, auf. Teilnehmende erarbeiten diese und können auf sie in konkreten Praxissituationen zurückgreifen. In Anlehnung an das Kompetenzen-Ressourcen-Modell sind dies Fähigkeiten (Können), Kenntnisse (Wissen) und Haltungen (Wollen). Sie tragen als Ganzes – und nicht als Summe der einzelnen Teile – zum Potenzial bzw. zur Kompetenz bei, um unterschiedliche Situationen in der Praxis passend und in hoher Qualität meistern zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzressourcen werden nach den Bildungsfeldern der Kinästhetik kategorisiert (Eigene Bewegung, Handling, Konzeptverständnis, Grundwissen, Lernumgebung, Organisation). Diese Kategorisierung deckt die unterschiedlichen Lernfelder der Kinästhetik umfassend ab. Sie wird den Teilnehmenden der meisten Bildungsangebote zur Selbstevaluation ihres Lernprozesses zur Verfügung gestellt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Beschreibung der jeweiligen Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen sind die Lernziele, an denen sich Teilnehmende und TrainerInnen bei der Erarbeitung eines Kompetenzbereichs orientieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.4	Kompetenzorientierung und methodisch-didaktische Grundideen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Kompetenzorientierung steht aus pädagogisch-didaktischer Perspektive im Gegensatz zur Inhaltsorientierung früherer Curricula. Letztere zeigten auf, in welcher Reihenfolge detailliert vorgeschriebene Inhalte von den Unterrichtenden zu behandeln waren. Kompetenzorientierte Curricula zeigen auf, welche Kompetenzen Lernende durch den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) erarbeiten, um im entsprechenden Handlungsfeld kompetent und professionell handeln zu können. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die methodisch-didaktische Grundidee ist, dass diese Kompetenzen sich dadurch entwickeln, dass sie im Verlauf des Bildungsangebots immer wieder aufgenommen, vertieft und erweitert werden. Sie werden nicht linear nacheinander erarbeitet und abgehakt, sondern spiralförmig mehrfach thematisiert. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diese Kompetenzentwicklung wird dadurch unterstützt, dass die Lernenden in hohem Maß eigenaktiv und selbstverantwortlich lernen sowie an eigene Erfahrungen und die Herausforderungen konkreter Situationen anknüpfen können.  &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;1.3.5	Rolle der Lerninhalte&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Lerninhalte werden in den Curricula der Bildungsangebote von Kinaesthetics nicht detailliert ausgeführt, sondern nur stichwortartig in einer empfehlenswerten Reihenfolge benannt. Sie sind im Kern in die jeweiligen Kompetenzressourcen (Fähigkeiten, Kenntnisse, Haltungen) integriert.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Es ist somit nicht das Ziel, dass die TrainerIn sie der Reihe nach vollumfänglich und verbindlich behandelt. Es liegt in ihrer Verantwortung und bei ihrer persönlichen fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenz, wie sie die Inhalte gewichtet und das übergeordnete Ziel verfolgt, den Lernenden die Erreichung der angestrebten Kompetenzen zu ermöglichen.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kinaesthetics-Online-Fachlexikon&amp;diff=6219</id>
		<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kinaesthetics-Online-Fachlexikon&amp;diff=6219"/>
		<updated>2025-11-09T13:56:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 100%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 10px #FF4500;background-color:wheat;&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Willkommen in diesem Online-Lexikon zu den Fachgebieten der Kinästhetik, Kybernetik und anderer Bezugswissenschaften!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Das [[KOFL:Über Kinaesthetics-Online-Fachlexikon|Kinaesthetics-Online-Fachlexikon (KOFL)]] wird von der European Kinaesthetics Association (EKA) herausgegeben, von einem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] betreut und von einem fachlichen Beirat unterstützt (vgl. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 60%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|300px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schon gewusst?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Sinnesrezeptoren&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die &#039;&#039;&#039;Muskelspindeln&#039;&#039;&#039; befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die &#039;&#039;&#039;Golgi-Sehnenorgane&#039;&#039;&#039; befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. &#039;&#039;&#039;Ruffini-Rezeptoren&#039;&#039;&#039; reagieren auf Dehnung, &#039;&#039;&#039;Vater-Pacini-Körperchen&#039;&#039;&#039; reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die &#039;&#039;&#039;Merkel-Zellen&#039;&#039;&#039;, die Druck und Berührung erfassen, sowie die &#039;&#039;&#039;Meissner-Körperchen&#039;&#039;&#039; die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Schon gewusst“ findest du [[„Schon gewusst?“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 40%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bedeutende Personen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Suzanne Schmidt &amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte. Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein. Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:orange; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meistgelesene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Hier findest du eine Rangliste der Artikel, die am meisten aufgerufen worden sind (Stand August 2025)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# [[Kinaesthetics-Online-Fachlexikon]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Heinz von Foerster]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Literatur und Medien]] &lt;br /&gt;
# [[Bewegungserfahrung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Orientierung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Spastik‏‎]] &lt;br /&gt;
# [[Wahrnehmung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[‏Knochen und Muskeln]]&lt;br /&gt;
# [[Stabil und instabil]]‏‎‎‏‎&lt;br /&gt;
# [[Viabilität]]‏‎&lt;br /&gt;
[[Spezial:Beliebteste_Seiten|Mehr erfahren]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 90%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF; &amp;quot;colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bemerkenswerte Ereignisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;1. Internationaler Kinästhetik-Kongress in Ulm&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Erstausgabe der Zeitschrift „Kinästhetik“ (Januar 1997) finden sich der Bericht über den 1. Internationalen Kinästhetik-Kongress in Ulm vom 20. März 1996 sowie zahlreiche Artikel zu den in Vorträgen und Workshops vorgestellten Themen. Als Nachfolgepublikation des Kinästhetik-Bulletins sollte diese Zeitschrift &#039;&#039;„hinsichtlich der Vernetzung der Arbeit und Entwicklung aller Kinästhetik-TrainerInnen und Trainees, wie auch der mit den AnwenderInnen von Kinästhetik in ihrer praktischen Arbeit“&#039;&#039; einen wichtigen Beitrag leisten. &lt;br /&gt;
Der Kongress wurde von vielen Kinästhetik-TrainerInnen und interessierten Personen besucht. Themen für die ca. 300 BesucherInnen waren unter anderem Kinästhetik mit pflegenden Angehörigen, die Einführung von Kinästhetik ins Unterrichtsprogramm einer Pflegeschule, Bewegungserleichterung mit Umgebungsgestaltung oder Human Factoring. In einem persönlichen Fazit zum Kongress wird festgehalten, dass der Austausch von neuen Erfahrungen für aktuelle und zukünftige TrainerInnen unbedingt wichtig sei, und in Leserbriefen wird die Begeisterung über diesen ersten großen Kongress in der Geschichte der Kinästhetik ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Bemerkenswerte Ereignisse“ findest du [[„Bemerkenswerte Ereignisse“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zuletzt erschienene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Suzanne Schmidt]]“ (Kurzbiographie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Evaluationsprozesse in Kinaesthetics-Bildungsangeboten]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humberto R. Maturana (1928–2021)]]“ (Kurzbiografie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humanistische Psychologie]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Norbert Wiener (1894–1964)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sammelartikel [[„Bemerkenswerte Ereignisse“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sammelartikel [[„Schon gewusst?“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Parallele und spiralige Bewegungsmuster]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erweiterung des Artikels „[[Sensitivität (innere und äußere, von Foerster)]]“ bzw. „[[1 : 100&#039;000 (von Foerster)]]“ durch einen [[Sensitivität (innere und äußere, von Foerster)#Innere und äußere Sensitivität in „Aufbaumodul Demenz 1: Sich und die Welt wahrnehmen – Arbeitsunterlagen“|Begleittext aus dem Aufbaumodul Demenz 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erweiterung des Artikels „[[Wahrnehmung]]“ durch die [[Wahrnehmung#Wahrnehmung in „Aufbaumodul Demenz 1: Sich und die Welt wahrnehmen – Arbeitsunterlagen“|Begleittexte aus dem Aufbaumodul Demenz 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 5px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:#FFD700; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mach mit!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Du hast viele Möglichkeiten, die Entwicklung des KOFL zu unterstützen.&lt;br /&gt;
* Nur schon, wenn du das KOFL nutzt und Artikel liest, hilfst du dem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] zu erkennen, welche Themen auf besonderes Interesse stoßen bzw. in welchem Themenkreis weitere Artikel publizienswert sind.&lt;br /&gt;
* Diskutiere mit! Jeder Artikel im KOFL hat eine Diskussionsseite. Wenn du einen interessanten Hinweis hast, Aussagen schlecht verstehst oder mit ihnen nicht einverstanden bist, hinterlasse eine Notiz auf der Diskussionsseite – dein Beitrag muss nicht geschliffen daherkommen, sondern nur verständlich sein.&lt;br /&gt;
* Du kannst das KOFL bzw. die Publikation von Artikeln ideell oder materiell unterstützen: [[KOFL:Eine Diskussion eröffnen]], [[KOFL:Artikel(teile) veröffentlichen]], [[KOFL:Sponsoring]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kinaesthetics-Online-Fachlexikon&amp;diff=6218</id>
		<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kinaesthetics-Online-Fachlexikon&amp;diff=6218"/>
		<updated>2025-11-09T13:50:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 100%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 10px #FF4500;background-color:wheat;&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Willkommen in diesem Online-Lexikon zu den Fachgebieten der Kinästhetik, Kybernetik und anderer Bezugswissenschaften!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Das [[KOFL:Über Kinaesthetics-Online-Fachlexikon|Kinaesthetics-Online-Fachlexikon (KOFL)]] wird von der European Kinaesthetics Association (EKA) herausgegeben, von einem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] betreut und von einem fachlichen Beirat unterstützt (vgl. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 60%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|300px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schon gewusst?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Sinnesrezeptoren&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die &#039;&#039;&#039;Muskelspindeln&#039;&#039;&#039; befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die &#039;&#039;&#039;Golgi-Sehnenorgane&#039;&#039;&#039; befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. &#039;&#039;&#039;Ruffini-Rezeptoren&#039;&#039;&#039; reagieren auf Dehnung, &#039;&#039;&#039;Vater-Pacini-Körperchen&#039;&#039;&#039; reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die &#039;&#039;&#039;Merkel-Zellen&#039;&#039;&#039;, die Druck und Berührung erfassen, sowie die &#039;&#039;&#039;Meissner-Körperchen&#039;&#039;&#039; die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Schon gewusst“ findest du [[„Schon gewusst?“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 40%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bedeutende Personen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Suzanne Schmidt &amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte. Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein. Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:orange; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meistgelesene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Hier findest du eine Rangliste der Artikel, die am meisten aufgerufen worden sind (Stand August 2025)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# [[Kinaesthetics-Online-Fachlexikon]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Heinz von Foerster]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Literatur und Medien]] &lt;br /&gt;
# [[Bewegungserfahrung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Orientierung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Spastik‏‎]] &lt;br /&gt;
# [[Wahrnehmung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[‏Knochen und Muskeln]]&lt;br /&gt;
# [[Stabil und instabil]]‏‎‎‏‎&lt;br /&gt;
# [[Viabilität]]‏‎&lt;br /&gt;
[[Spezial:Beliebteste_Seiten|Mehr erfahren]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 90%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF; &amp;quot;colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bemerkenswerte Ereignisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;1. Internationaler Kinästhetik-Kongress in Ulm&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Erstausgabe der Zeitschrift „Kinästhetik“ (Januar 1997) finden sich der Bericht über den 1. Internationalen Kinästhetik-Kongress in Ulm vom 20. März 1996 sowie zahlreiche Artikel zu den in Vorträgen und Workshops vorgestellten Themen. Als Nachfolgepublikation des Kinästhetik-Bulletins sollte diese Zeitschrift &#039;&#039;„hinsichtlich der Vernetzung der Arbeit und Entwicklung aller Kinästhetik-TrainerInnen und Trainees, wie auch der mit den AnwenderInnen von Kinästhetik in ihrer praktischen Arbeit“&#039;&#039; einen wichtigen Beitrag leisten. &lt;br /&gt;
Der Kongress wurde von vielen Kinästhetik-TrainerInnen und interessierten Personen besucht. Themen für die ca. 300 BesucherInnen waren unter anderem Kinästhetik mit pflegenden Angehörigen, die Einführung von Kinästhetik ins Unterrichtsprogramm einer Pflegeschule, Bewegungserleichterung mit Umgebungsgestaltung oder Human Factoring. In einem persönlichen Fazit zum Kongress wird festgehalten, dass der Austausch von neuen Erfahrungen für aktuelle und zukünftige TrainerInnen unbedingt wichtig sei, und in Leserbriefen wird die Begeisterung über diesen ersten großen Kongress in der Geschichte der Kinästhetik ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Bemerkenswerte Ereignisse“ findest du [[„Bemerkenswerte Ereignisse“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zuletzt erschienene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Evaluationsprozesse in Kinaesthetics-Bildungsangeboten]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humberto R. Maturana (1928–2021)]]“ (Kurzbiografie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humanistische Psychologie]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Norbert Wiener (1894–1964)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sammelartikel [[„Bemerkenswerte Ereignisse“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sammelartikel [[„Schon gewusst?“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Parallele und spiralige Bewegungsmuster]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erweiterung des Artikels „[[Sensitivität (innere und äußere, von Foerster)]]“ bzw. „[[1 : 100&#039;000 (von Foerster)]]“ durch einen [[Sensitivität (innere und äußere, von Foerster)#Innere und äußere Sensitivität in „Aufbaumodul Demenz 1: Sich und die Welt wahrnehmen – Arbeitsunterlagen“|Begleittext aus dem Aufbaumodul Demenz 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erweiterung des Artikels „[[Wahrnehmung]]“ durch die [[Wahrnehmung#Wahrnehmung in „Aufbaumodul Demenz 1: Sich und die Welt wahrnehmen – Arbeitsunterlagen“|Begleittexte aus dem Aufbaumodul Demenz 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Lernen (Begriff)]]“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 5px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:#FFD700; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mach mit!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Du hast viele Möglichkeiten, die Entwicklung des KOFL zu unterstützen.&lt;br /&gt;
* Nur schon, wenn du das KOFL nutzt und Artikel liest, hilfst du dem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] zu erkennen, welche Themen auf besonderes Interesse stoßen bzw. in welchem Themenkreis weitere Artikel publizienswert sind.&lt;br /&gt;
* Diskutiere mit! Jeder Artikel im KOFL hat eine Diskussionsseite. Wenn du einen interessanten Hinweis hast, Aussagen schlecht verstehst oder mit ihnen nicht einverstanden bist, hinterlasse eine Notiz auf der Diskussionsseite – dein Beitrag muss nicht geschliffen daherkommen, sondern nur verständlich sein.&lt;br /&gt;
* Du kannst das KOFL bzw. die Publikation von Artikeln ideell oder materiell unterstützen: [[KOFL:Eine Diskussion eröffnen]], [[KOFL:Artikel(teile) veröffentlichen]], [[KOFL:Sponsoring]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6217</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6217"/>
		<updated>2025-11-09T13:43:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lehrbuch der professionellen Pflege:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Juchli, Liliane: Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991)&#039;&#039;&#039;. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6216</id>
		<title>Diskussion:Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6216"/>
		<updated>2025-11-09T13:43:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Diskussionsseiten|Suzanne Schmidt}} {{Infobox|Diskussion eröffnet|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Suzanne Schmidt}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Suzanne_Schmidt&amp;diff=6215</id>
		<title>KOFL:Suzanne Schmidt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Suzanne_Schmidt&amp;diff=6215"/>
		<updated>2025-11-09T13:34:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: Lutz Zierbeck verschob die Seite KOFL:Suzanne Schmidt nach Suzanne Schmidt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Suzanne Schmidt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6214</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6214"/>
		<updated>2025-11-09T13:34:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: Lutz Zierbeck verschob die Seite KOFL:Suzanne Schmidt nach Suzanne Schmidt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lehrbuch der professionellen Pflege:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Juchli, Liliane: Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991)&#039;&#039;&#039;. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6213</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6213"/>
		<updated>2025-11-09T13:32:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Kurzbiografie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lehrbuch der professionellen Pflege:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Juchli, Liliane: Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991)&#039;&#039;&#039;. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6212</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6212"/>
		<updated>2025-11-09T13:31:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Weiterführende Literatur und Medien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lehrbuch der professionellen Pflege:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Juchli, Liliane: Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991)&#039;&#039;&#039;. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6211</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6211"/>
		<updated>2025-11-09T13:28:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Weiterführende Literatur und Medien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Lehrbuch der professionellen Pflege:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6210</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6210"/>
		<updated>2025-11-09T13:25:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Weiterführende Literatur und Medien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
* Das Fachbuch: &#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;1. Auflage: 1992 „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6209</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6209"/>
		<updated>2025-11-09T13:17:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Kurzbiografie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6208</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6208"/>
		<updated>2025-11-09T13:16:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Pflegefachfrau, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6207</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6207"/>
		<updated>2025-11-09T13:14:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Weiterführende Literatur und Medien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Krankenschwester, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Video des Podcast Nr. 63 (2023) der Stiftung Lebensqualität zeigt ein Interview von Stefan Knobel mit Suzanne Schmidt anlässlich ihres 80. Geburtstages:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;https://www.youtube.com/watch?v=teh0TeZqUSg&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6203</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6203"/>
		<updated>2025-11-09T09:41:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Kurzbiografie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Krankenschwester, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6202</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6202"/>
		<updated>2025-11-09T09:41:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Weiterführende Literatur und Medien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Krankenschwester, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
Zum 80. Geburtstag von Suzanne Schmidt verfasste Heidi Lang, eine Weggefährtin von ihr, eine Würdigung. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lang, Heidi (2023):&#039;&#039;&#039; Eine wichtige Pionierin. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 44-45.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Artikel: [[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Reihe &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; erschien im März 2025 ein kurzer Text auf der Hauptseite des KOFL zur Veröffentlichung des ersten Fachbuchs zur Kinästhetik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6200</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6200"/>
		<updated>2025-11-09T09:18:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Weiterführende Literatur und Medien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Krankenschwester, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Medium:Eine wichtige Pionierin.pdf|Eine wichtige Pionierin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Datei:Eine_wichtige_Pionierin.pdf&amp;diff=6199</id>
		<title>Datei:Eine wichtige Pionierin.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Datei:Eine_wichtige_Pionierin.pdf&amp;diff=6199"/>
		<updated>2025-11-09T09:13:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: Lang, Heidi (2023). In: Zeitschrift LQ - kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. S 43 - 44&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Lang, Heidi (2023). In: Zeitschrift LQ - kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 3. S 43 - 44&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6189</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6189"/>
		<updated>2025-11-09T08:53:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Weiterführende Literatur und Medien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Krankenschwester, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6188</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6188"/>
		<updated>2025-11-09T08:52:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Weiterführende Literatur und Medien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Krankenschwester, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[„Bemerkenswerte_Ereignisse“|1992 - – die öffentliche Geburtsstunde der Kinästhetik in der Pflege]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6185</id>
		<title>Suzanne Schmidt (*1943)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Suzanne_Schmidt_(*1943)&amp;diff=6185"/>
		<updated>2025-11-09T08:39:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lutz Zierbeck: /* Kurzbiografie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Lutz Zierbeck/Stefan Marty-Teuber}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel enthält eine Kurzbiografie von Suzanne Schmid-Bernhard, einer Kinästhetik-Pionierin der ersten Stunde. Sie verknüpfte ihre Erkenntnisse zum Thema Bewegung mit ihrem Beruf als Krankenschwester, initiierte das Programm Kinästhetik in der Pflege und baute es zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbiografie==&lt;br /&gt;
Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte.  Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein.  Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Juchli, Sr. Liliane:&#039;&#039;&#039; Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN: 3-13-500006-0&amp;lt;/ref&amp;gt; der professionellen Pflege auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. &lt;br /&gt;
Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://wiki.kinaesthetics.de/wiki/%E2%80%9EBemerkenswerte_Ereignisse%E2%80%9C&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lutz Zierbeck</name></author>
	</entry>
</feed>