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	<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Willkommen in diesem Online-Lexikon zu den Fachgebieten der Kinästhetik, Kybernetik und anderer Bezugswissenschaften!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Das [[KOFL:Über Kinaesthetics-Online-Fachlexikon|Kinaesthetics-Online-Fachlexikon (KOFL)]] wird von der European Kinaesthetics Association (EKA) herausgegeben, von einem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] betreut und von einem fachlichen Beirat unterstützt (vgl. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Schon gewusst?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt; Kinästhetik und Gesundheitsentwicklung: ein aktiver Prozess&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Kinästhetik wird Gesundheit nicht als statischer Zustand, sondern als ein lebenslanger, dynamischer Prozess der [[Gesundheitsentwicklung|Gesundheitsentwicklung]] verstanden. Der zentrale Schlüssel hierzu ist die individuelle [[Bewegungskompetenz| Bewegungskompetenz]]. Das Fachgebiet geht davon aus, dass der Mensch seine Gesundheit durch die Qualität seiner alltäglichen Bewegungen – wie Sitzen, Aufstehen oder Gehen – aktiv und eigenverantwortlich beeinflussen kann. &amp;lt;br&amp;gt;Eine hohe Qualität der willkürlich steuerbaren Bewegung wirkt sich direkt und positiv auf die Vitalfunktionen wie Atmung, Kreislauf und Verdauung aus, da zwischen diesen Prozessen eine enge Wechselwirkung besteht. Durch die Sensibilisierung des [[#Sinnesrezeptoren|kinästhetischen Sinnessystems]] lernt der Mensch, seine eigenen [[Parallele und spiralige Bewegungsmuster|Bewegungsmuster]] differenzierter wahrzunehmen und sie konstruktiv an veränderte Bedingungen, wie etwa Alter oder Krankheit, anzupassen. &amp;lt;br&amp;gt;Anstatt sich nur auf äußere Maßnahmen zu verlassen, rückt die Kinästhetik das [[Lernen (Begriff)| selbstgesteuerte Lernen]] selbstgesteuerte Lernen in den Mittelpunkt. Wer lernt, sein Gewicht in der Schwerkraft effizienter zu organisieren und seine Bewegungsspielräume zu erweitern, fördert aktiv seine eigene Gesundheit und Lebensqualität. Somit ist die Kinästhetik eine praktische „Steuermannskunst“ für die eigene Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Schon gewusst“ findest du [[„Schon gewusst?“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Bedeutende Personen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Suzanne Schmidt (*1943)|Suzanne Schmidt]] &amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte. Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein. Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Meistgelesene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Hier findest du eine Rangliste der Artikel, die am meisten aufgerufen worden sind (Stand Februar 2026)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# [[Kinaesthetics-Online-Fachlexikon]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Heinz von Foerster]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Literatur und Medien]] &lt;br /&gt;
# [[Bewegungserfahrung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Orientierung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Spastik‏‎]]&lt;br /&gt;
# [[‏Knochen und Muskeln]]&lt;br /&gt;
# [[Wahrnehmung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Stabil und instabil]]‏‎‎‏‎&lt;br /&gt;
# [[1.-Person-Methode]]‏‎&lt;br /&gt;
[[Spezial:Beliebteste_Seiten|Mehr erfahren]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;Macy-Konferenzen und die Entstehung der Kybernetik&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Macy-Konferenzen]] (1946–1953) brachten führende WissenschaftlerInnen vieler Disziplinen zusammen. Nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs sollte so ein besseres Verständnis menschlicher und sozialer Prozesse entstehen. Die Josiah Macy Jr. Foundation förderte die Treffen, um den fachübergreifenden Austausch zu stärken und neue Perspektiven für den Umgang mit komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen zu entwickeln.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
In einer offenen, interdisziplinären Atmosphäre wurde über Themen wie Feedback, Kommunikation, Selbstorganisation und komplexe Systeme diskutiert. Daraus entstand die [[Kybernetik (Begriff)|Kybernetik]] als neuer Ansatz zum Verständnis von Kommunikation, Steuerung und Wechselwirkungen in biologischen und sozialen Systemen. Die Konferenzen waren bewusst als Experiment angelegt: Verschiedene Disziplinen betrachteten dieselben Fragestellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.&lt;br /&gt;
Nach zehn Treffen endeten die Konferenzen 1953. Die TeilnehmerInnen trugen die Erkenntnisse in ihre Fachbereiche und entwickelten sie dort weiter.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Macy-Konferenzen sind bedeutsam, weil sie mit der Kybernetik ein Verständnis für vernetzte und rückgekoppelte Prozesse prägten, auf dem die Kinästhetik aufbaut. Unter anderem beeinflussten Gregory Bateson und [[Heinz von Foerster]] mit ihrem systemischen und kybernetischen Denken das Verständnis von Bewegung, Wahrnehmung und Interaktion. Auf Vorschlag von Heinz von Foerster wurde der ursprüngliche Konferenztitel „Circular Causal and Feedback Mechanisms in Biological and Social Systems“ in Anlehnung an Norbert Wieners Begriff „Cybernetics“ geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Bemerkenswerte Ereignisse“ findest du [[„Bemerkenswerte Ereignisse“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Zuletzt erschienene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Berufsbild der Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Haltungs- und Transportbewegung]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Vorne und hinten: Vorderseiten und Rückseiten]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Bewegungselemente]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Curriculum und Kompetenzorientierung]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Fehler]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Pädagogisch-didaktische Grundprinzipien der Kinästhetik]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Suzanne Schmidt (*1943)]]“ (Kurzbiographie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Evaluationsprozesse in Kinaesthetics-Bildungsangeboten]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humberto R. Maturana (1928–2021)]]“ (Kurzbiografie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humanistische Psychologie]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Norbert Wiener (1894–1964)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 5px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:#FFD700; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mach mit!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Du hast viele Möglichkeiten, die Entwicklung des KOFL zu unterstützen.&lt;br /&gt;
* Nur schon, wenn du das KOFL nutzt und Artikel liest, hilfst du dem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] zu erkennen, welche Themen auf besonderes Interesse stoßen bzw. in welchem Themenkreis weitere Artikel publizienswert sind.&lt;br /&gt;
* Diskutiere mit! Jeder Artikel im KOFL hat eine Diskussionsseite. Wenn du einen interessanten Hinweis hast, Aussagen schlecht verstehst oder mit ihnen nicht einverstanden bist, hinterlasse eine Notiz auf der Diskussionsseite – dein Beitrag muss nicht geschliffen daherkommen, sondern nur verständlich sein.&lt;br /&gt;
* Du kannst das KOFL bzw. die Publikation von Artikeln ideell oder materiell unterstützen: [[KOFL:Eine Diskussion eröffnen|Eine Diskussion eröffnen]], [[KOFL:Artikel(teile) veröffentlichen|Artikel(teile) veröffentlichen]], [[KOFL:Sponsoring|Sponsoring]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
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		<updated>2026-06-16T06:55:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Willkommen in diesem Online-Lexikon zu den Fachgebieten der Kinästhetik, Kybernetik und anderer Bezugswissenschaften!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Das [[KOFL:Über Kinaesthetics-Online-Fachlexikon|Kinaesthetics-Online-Fachlexikon (KOFL)]] wird von der European Kinaesthetics Association (EKA) herausgegeben, von einem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] betreut und von einem fachlichen Beirat unterstützt (vgl. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“).&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Schon gewusst?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt; Kinästhetik und Gesundheitsentwicklung: ein aktiver Prozess&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Kinästhetik wird Gesundheit nicht als statischer Zustand, sondern als ein lebenslanger, dynamischer Prozess der [[Gesundheitsentwicklung|Gesundheitsentwicklung]] verstanden. Der zentrale Schlüssel hierzu ist die individuelle [[Bewegungskompetenz| Bewegungskompetenz]]. Das Fachgebiet geht davon aus, dass der Mensch seine Gesundheit durch die Qualität seiner alltäglichen Bewegungen – wie Sitzen, Aufstehen oder Gehen – aktiv und eigenverantwortlich beeinflussen kann. &amp;lt;br&amp;gt;Eine hohe Qualität der willkürlich steuerbaren Bewegung wirkt sich direkt und positiv auf die Vitalfunktionen wie Atmung, Kreislauf und Verdauung aus, da zwischen diesen Prozessen eine enge Wechselwirkung besteht. Durch die Sensibilisierung des [[#Sinnesrezeptoren|kinästhetischen Sinnessystems]] lernt der Mensch, seine eigenen [[Parallele und spiralige Bewegungsmuster|Bewegungsmuster]] differenzierter wahrzunehmen und sie konstruktiv an veränderte Bedingungen, wie etwa Alter oder Krankheit, anzupassen. &amp;lt;br&amp;gt;Anstatt sich nur auf äußere Maßnahmen zu verlassen, rückt die Kinästhetik das [[Lernen (Begriff)| selbstgesteuerte Lernen]] selbstgesteuerte Lernen in den Mittelpunkt. Wer lernt, sein Gewicht in der Schwerkraft effizienter zu organisieren und seine Bewegungsspielräume zu erweitern, fördert aktiv seine eigene Gesundheit und Lebensqualität. Somit ist die Kinästhetik eine praktische „Steuermannskunst“ für die eigene Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Schon gewusst“ findest du [[„Schon gewusst?“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Bedeutende Personen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Suzanne Schmidt (*1943)|Suzanne Schmidt]] &amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte. Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein. Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Meistgelesene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Hier findest du eine Rangliste der Artikel, die am meisten aufgerufen worden sind (Stand Februar 2026)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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# [[Spastik‏‎]]&lt;br /&gt;
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# [[Stabil und instabil]]‏‎‎‏‎&lt;br /&gt;
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[[Spezial:Beliebteste_Seiten|Mehr erfahren]]&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bemerkenswerte Ereignisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Erste Beschreibung des Fachgebiets der Kinästhetik &amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Im Januar 1990, mit der „Sonderausgabe Kinästhetik 16. Bulletin“ erschien erstmalig eine schriftliche Sammlung der Ideen, Erfahrungen und der Auseinandersetzung mit der Kinästhetik, &#039;&#039;„die erste vollständige Darstellung vom Werdegang der Kinästhetik, von ihrer Theorie, den Prinzipien und Methoden (…)“&#039;&#039;, wie Dr. Lenny Maietta in ihrem Vorwort schreibt. Basierend u. a. auf den Erlebnissen des gemeinsamen Bewegens, ihrer Verschriftlichung und weiteren Aspekten zeigt das 16. Bulletin die Entwicklung des Fachgebiets in den ersten Jahren auf. Neben Hintergrund, Methoden und Anwendungen werden auch die Grundprinzipien der Kinästhetik sowie das kinästhetische Lehrmodell dargestellt. Diese durch Mitwirkung vieler engagierter Menschen getragene und gestaltete Entwicklung bildet die Grundlage für die Fachsprache der Kinästhetik. Die ständige Weiterentwicklung des Fachgebiets sowie der dazugehörigen Fachsprache sind in diesem Online-Fachlexikon zu entdecken und nachzuvollziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Bemerkenswerte Ereignisse“ findest du [[„Bemerkenswerte Ereignisse“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Zuletzt erschienene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Berufsbild der Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Schwerkraft&amp;diff=6673</id>
		<title>Diskussion:Schwerkraft</title>
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		<updated>2026-06-09T14:22:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Schwerkraft}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Sabine Kaserer}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Schwerkraft&amp;diff=6672</id>
		<title>Schwerkraft</title>
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		<updated>2026-06-09T14:21:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Sabine Kaserer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Schwerkraft. Diese ist eine Grundbedingung des Lebens und der Bewegung auf unserem Planeten, die mit dem Phänomen des Gewichts zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ beleuchtet die grundlegende Bedeutung der Bewegung für das Leben. Das Zitat ist der Text des zweiten Unterkapitels „Schwerkraft und Bewegung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;4.2. Schwerkraft und Bewegung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Die &#039;&#039;&#039;Schwerkraft&#039;&#039;&#039; hat einen maßgeblichen Einfluss auf das Leben auf unserem Planeten. Die Entwicklung des kinästhetischen Sinnessystems kann man als die evolutionäre Antwort des Lebendigen auf die Schwerkraft verstehen. Wir nehmen in uns ihre konstante Wirkung als unser Gewicht wahr. Deshalb müssen wir während unserer Aktivitäten ununterbrochen mit aktiver Muskelarbeit kontrollieren und organisieren, wie wir das Gewicht unserer Körperteile direkt oder über andere Körperteile auf den Boden oder andere Unterstützungsflächen abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Weil wir die Gewichtsabgabe unserer Körperteile auch im Sitzen oder Stehen fortlaufend aktiv steuern und neu organisieren müssen, werden in der Kinästhetik solche scheinbar bewegungslosen Positionen ebenso als Bewegungsprozesse betrachtet wie die Fortbewegung oder Positionswechsel. So beruht z. B. ein erholsamer Schlaf nicht darauf, dass wir möglichst regungslos im Bett liegen, sondern darauf, dass wir durch viele kleine (und größere) Bewegungen ständig unsere Gewichtsabgabe und damit unsere Körperspannung regulieren. Vor diesem Hintergrund ist die Kontrolle und ‚Organisation‘ des Gewichtes der eigenen Körperteile in der Schwerkraft für den Menschen eine zentrale Herausforderung des Lebens.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox &#039;&#039;&#039;„Gewicht“&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
[[Datei:Newton.jpg|mini|rechts|Ein Apfel soll Sir Isaac Newton (1642–1726), unter einem Apfelbaum sitzend, auf den Kopf gefallen sein und ihn auf die Idee gebraucht haben, dass die Schwerkraft für die ganze Himmelsmechanik bestimmend sein könnte.]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Physikalisch betrachtet geht aufgrund der Schwerkraft von jeder Masse eine Gewichtskraft aus. Auf der Erdoberfläche beträgt die Kraft, die von einer Masse von 1 kg ausgeht, 9.81 N(ewton), auf dem Mond hingegen nur ein Sechstel hiervon. Bekanntlich bekommen Astronauten in der Schwerelosigkeit ohne Gegenmaßnahmen Probleme mit ihrer [[Gesundheitsentwicklung]]. Dies geschieht darum, weil die ständige aktive Bewegung in der Schwerkraft in einer engen Wechselwirkung mit der Tätigkeit der Vitalfunktionen und dem gesamten körperlichen ‚Energiehaushalt‘ steht. Daraus wird die zentrale Bedeutung der Schwerkraft für das Leben klar ersichtlich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 42–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Feedback-Control-Theorie&amp;diff=6671</id>
		<title>Diskussion:Feedback-Control-Theorie</title>
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		<updated>2026-06-09T14:12:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Feedback-Control-Theorie}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Feedback-Control-Theorie&amp;diff=6670</id>
		<title>Feedback-Control-Theorie</title>
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		<updated>2026-06-09T14:12:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Feedback-Control-Theorie, einer der häufig genannten kybernetischen Grundlagen mit hoher Bedeutsamkeit in Kinästhetik-Lernprozessen. Die ersten Zitate stammen aus den Büchern „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ und „Kybernetik und Kinästhetik“, die weiteren Zitate stammen aus „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“. Es ist in die „Einleitung“ eingebettet, und zwar beim Thema der Grundlagen, auf denen die Kinästhetik beruht. Als Erstes werden die wissenschaftlichen Grundlagen erläutert, und in diesem Zusammenhang die kybernetische Theorie der zirkulären Selbstregulation kurz zusammengefasst und ihre Bedeutung für die Kinästhetik beschrieben.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Ein zentrales Element der Kybernetik ist die Theorie der zirkulären Selbststeuerung durch Rückkoppelung (Feedback). Sie liefert ein Modell für die Beschreibung von Regulations- und Steuerungsprozessen in Systemen. KybernetikerInnen und NeurobiologInnen übertrugen dieses Modell auf Lebewesen und befassten sich mit Feedbackprozessen innerhalb von lebenden Systemen. Aus solchen Forschungen entwickelte der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith die &#039;&#039;&#039;„Feedback Control Theory“&#039;&#039;&#039; (Rückkoppelungs-Kontroll-Theorie). Es zeigte sich, dass Lebewesen ihre Lebensprozesse von innen heraus regulieren und steuern (Selbstregulation). Entsprechend wird im Fachgebiet Kinästhetik davon ausgegangen, dass der Mensch seine Gesundheits- und Lernprozesse als Feedbackprozesse von innen heraus reguliert und dass die Bewegungskompetenz in der Steuerung dieser Prozesse eine zentrale Rolle spielt.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. 6. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Die vorausgehenden Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ und „Schwerkraft und Bewegung“ beleuchten die grundlegende Bedeutung der Bewegung und der Schwerkraft für das Leben. Das Zitat ist der Text des dritten Unterkapitels „Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;„4.3. Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie steuert der Mensch sein Verhalten? Wie funktioniert die Steuerung all seiner Lebensprozesse? Bei diesen zentralen, aber sehr komplexen Fragen werden in der Kinästhetik Erklärungsmodelle verwendet, die aus der Kybernetik und Neurobiologie stammen. Die Kybernetik versteht den Menschen als ein sich selbst regulierendes Bewegungssystem. Sie erklärt die Steuerung der Lebensprozesse und des Verhaltens mit sogenannten Regelkreisen oder Feedback-Schleifen. In diesen wirken Elemente mit unterschiedlichen Funktionen in einem Kreisprozess zusammen und ermöglichen dadurch eine in jedem Moment anpassungsfähige Steuerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;K. U. Smith (1907–1994), der Pionier der Verhaltenskybernetik, beschäftigte sich hauptsächlich mit der Erforschung dieser Theorie beim Menschen. Seine Forschungen bilden eine wichtige theoretische Grundlage der Kinästhetik. Für die Beschreibung der Steuerung des menschlichen Verhaltens verwendete er den Begriff ‚Feedback Control‘ (Smith; Smith 1973&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Seine &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontroll-Theorie&#039;&#039;&#039; geht davon aus, dass die Steuerung oder besser Regulation (‚Control‘) des menschlichen Verhaltens auf Rückkoppelungsprozessen (‚Feedback‘) beruht. Das bedeutet, dass das Verhalten nicht von einem bestimmten Element, z. B. dem Gehirn, gesteuert wird, sondern durch eine sich selbst regulierende, kreisförmige ‚Zusammenarbeit‘ unterschiedlicher Elemente.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die drei wesentlichen Elemente dieser Rückkoppelungsschleifen der Verhaltenssteuerung sind:&amp;lt;br&amp;gt;• Motorisches System: die Funktionen des Bewegungsapparates&amp;lt;br&amp;gt;• Sensorisches System: die Funktionen der Sinnessysteme&amp;lt;br&amp;gt;• Nervensystem: die Funktionen des zentralen und des gesamten Nervensystems&amp;lt;br&amp;gt;Dabei bedingen sich diese drei Elemente wechselseitig, d. h., ohne Bewegung gibt es keine Sinneswahrnehmungen, ohne Sinneswahrnehmungen gibt es keinen Vergleich mit der Absicht durch das Nervensystem, ohne Vergleich mit der Absicht wiederum keine Bewegung usw. Das ununterbrochene Zusammenspiel zwischen diesen drei Elementen in fast unmittelbarer Rückkoppelung ermöglicht es einem Menschen z. B. zu stehen oder einen Bleistift aufzuheben. Die Steuerung einer solchen Aktivität ergibt sich daraus, dass durch dieses Zusammenspiel fortlaufend die Unterschiede zur Absicht (‚stehen‘, ‚Bleistift aufheben‘) ausgeglichen oder korrigiert werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Aktivität des Stehens beruht somit auf einer ununterbrochenen Korrektur von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘, die wir bei der Verwirklichung dieser Absicht selbst produzieren. Auf diese Weise verlangt die Ausführung jeder Aktivität fortlaufende Anpassungen, die nur durch den zirkulären Wirkungszusammenhang zwischen dem motorischen System, sensorischen System und dem Nervensystem möglich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund richtet sich in der Kinästhetik das Interesse auf die Bewegung und die Bewegungswahrnehmung als Basis aller Sinneswahrnehmungen. Sie bilden eine wichtige Grundlage der Verhaltenssteuerung, und jeder Mensch hat, solange er lebt, einen direkten und differenzierten Zugang zu seiner Bewegung(swahrnehmung).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legende zur grafischen Darstellung der Feedback-Kontrolle:&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedback Kontroll Theorie.png|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Diese Darstellung der Feedback-Kontrolle nach dem Verhaltenskybernetiker K. U. Smith zeigt auf einer grundsätzlichen Ebene die ‚Mitspieler‘ der Verhaltenssteuerung und ihre zirkuläre Rückkoppelung. Dabei werden die Funktionen des sensorischen Systems durch die Symbole unserer Sinne dargestellt. Die Funktionen des Nervensystems werden durch Gehirn und Nervenbahnen und die Aufgaben des motorischen Systems durch einen Muskel symbolisiert. Während der Ausführung einer Aktivität vollziehen sich die entsprechenden zirkulären Wirkungszusammenhänge so schnell, dass wir keine zeitliche Verzögerung zwischen den kreisförmig verbundenen Prozessen des motorischen Systems, sensorischen Systems und – in kybernetischer Sprache ausgedrückt – des Vergleichs des Ist-Wertes (des jeweiligen ‚Zwischenstandes‘) mit dem Soll-Wert (der Absicht) durch das Nervensystem feststellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Wir können nicht stehen&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die Funktionsweise unserer Bewegungssteuerung, und damit der Feedback-Kontrolle, lässt sich ausgezeichnet in einer Bewegungserfahrung nachvollziehen: Stehen Sie auf einem Bein und schließen Sie die Augen. Achten Sie nun darauf, wie Sie auf der Ebene der Bewegung diese Aktivität zustande bringen. Sie werden feststellen, dass Sie fortlaufend Anpassungsbewegungen machen und die ‚Fehler‘ und Unsicherheiten korrigieren, die Sie selbst produzieren. Man könnte folglich sagen, dass wir gar nicht stehen können, sondern nur fortlaufend verhindern, dass wir umfallen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 43–45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
=== Ausführungen zur menschlichen Selbstregulation im Sinn der Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Vorausgehend werden als Grundlagen eine Bewegungserfahrung angeleitet und die Selbstverständlichkeit der alltäglichen Bewegung sowie Grundfragen  thematisiert. Das Zitat ist der Text des nachfolgenden Themas „Interaktion und Kommunikation aus kybernetischer Sicht“. Das Zitat eröffnet das zweite Unterkapitel „Selbstregulation und persönliches Lernen“ und trägt die Überschrift „Wie reguliere ich mich?“. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;6.2.1. Wie reguliere ich mich?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Wenn Sie die einleitende [[Bewegungserfahrung]] gemacht haben, haben Sie wahrscheinlich Folgendes festgestellt: Wenn Sie im Sitzen die Füße hochheben und sich nicht mit den Händen abstützen, erhöht sich wahrscheinlich Ihre Spannung und es ist nicht mehr so einfach, die Position zu halten. Trotzdem gelingt es Ihnen wie von alleine; offensichtlich liegt in diesem Sinne eine fortlaufende Selbstregulation vor, die erfahrbar, aber auch von Ihnen selbst beeinflussbar ist. Dadurch ist Ihnen das kybernetische Verständnis der Regulation der Bewegung (bzw. der meisten Lebensprozesse) erfahrbar geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kybernetik geht davon aus, dass diese Selbstregulation auf ununterbrochenen, sehr unmittelbaren &#039;&#039;&#039;zirkulären Prozessen zwischen motorischem System, sensorischem System und Nervensystem&#039;&#039;&#039; beruht. Diese Prozesse werden im Modell als kybernetische Regelkreise oder Feedback-Schleifen dargestellt (vgl. Infobox S. 59). Wie im vierten Kapitel erwähnt, versteht die Kinästhetik Positionen wie Liegen, Sitzen oder Stehen, die von außen betrachtet nach statischen, ‚bewegungslosen‘ Zuständen aussehen, als aktive Bewegungen. Eine entsprechende Anleitung zu einer Bewegungserfahrung im Stehen findet sich in der Infobox auf Seite 35. Vielleicht ist im Stehen leichter als im Sitzen erfahrbar, dass es unmöglich ist, bewegungslos in einer Position zu verweilen. Aber tatsächlich sind wir nur dazu imstande, fortlaufend mit vielen kleinen Bewegungen zu verhindern, dass wir umfallen (oder im Liegen einen Dekubitus entwickeln). Bei jeder Aktivität findet also durch Selbstregulation ununterbrochen ein Ausgleich von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘ statt, die wir selbst produzieren – und ohne diese ständigen Korrekturen und Anpassungen an die Absicht ist keine zielgerichtete Bewegung möglich. Bei kleinen Kindern, die dabei sind, stehen zu lernen, lässt sich gut beobachten, wie sie in eine tiefere Position plumpsen, wenn eine rechtzeitige ‚Korrektur‘ misslingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wegen ihrer konstanten Unmittelbarkeit, ihrer ‚Geschwindigkeit‘, sind solche Regelkreise oder Feedback-Schleifen nur als Ganzes erfahrbar. Die beteiligten Systeme (motorisches, sensorisches System und Nervensystem) sind isoliert nicht erfahrbar. Wie wichtig aber dieses ununterbrochene Zusammenspiel bzw. diese Selbstregulation ist, kann einem z. B. unter starkem Alkoholeinfluss auffallen. In diesem Zustand passiert es leicht, dass man ‚[[Fehler]]‘ der Bewegung so verzögert wahrnimmt, dass das Nervensystem die Abweichung nicht mehr rechtzeitig berechnen, und damit keine Korrekturen veranlassen kann. Dadurch kommt man zumindest ins Schwanken oder landet gar im Straßengraben ... Für die Effekte solcher zeitlichen Verzögerungen des sensorischen Feedbacks interessierte sich insbesondere der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (vgl. Kapitel 4.3.4); darauf dass Phänomene wie Ataxie und Intentionstremor als Störungen von Regelkreisen erklärt werden können, hatte bereits Norbert Wiener verwiesen (vgl. Infobox S. 26).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zugehörige Infobox zeigt dieselbe Grafik, wie sie oben bei den Zitaten aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ sichtbar ist. Sie trägt hier die Überschrift &#039;&#039;&#039; „Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation“ &#039;&#039;&#039; und enthält folgenden Text:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;  &#039;&#039;Die Abbildung zeigt ein kybernetisches Modell der menschlichen Verhaltensregulation. Das Gehirn und angedeutete Nerven stehen dabei für das gesamte Nervensystem und der Muskel für das gesamte motorische System. Den dritten Mitspieler der Feedback-Schleife bilden das kinästhetische Sinnessystem, symbolisiert durch eine Muskelspindel, und – auf ihm basierend bzw. aufs Engste mit ihm verbunden – die klassischen fünf Sinne (sensorisches System). Im Prozess des konkreten Verhaltens wird ein solcher Regelkreis besser als eine dynamische, dreidimensionale Spirale beschrieben. Die Gesamtrichtung, in der sich die Spirale im Raum fortbewegt, wird im dreidimensionalen Modell durch die Absicht bzw. durch die fortlaufenden Annäherungen an sie bestimmt (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 43–45).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 58 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Norbert Wieners Bleistift-Aufheben als frühestes praktisches Beispiel für die Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Im 3. Kapitel „Der Kern: Feedback und Zirkularität“ (S. 20 ff.) des Buches wird insbesondere die technische Bedeutung zirkulärer Rückkoppelungs- oder Feedbackschleifen ausgeführt. Im Kapitel „3.5. Komplexe Anpassungsleistungen“ wird unter Berufung auf Norbert Wiener, einen wichtigen Pionier der Kybernetik, die Brücke zur Funktionsweise des Menschen und damit zur Feedback-Control-Theorie geschlagen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;3.5. Komplexe Anpassungsleistungen&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Norbert Wiener beschrieb schon früh das Aufheben eines Bleistifts als einen Prozess, der nur durch Zirkularität erklärbar ist (vgl. Infobox S. 26). Er bezeichnete das Prinzip der Rückkoppelung als ‚einen wichtigen neuen Gedanken‘ der Neurophysiologie und erklärte frühere [[Lineare Kausalität|lineare]] Erklärungen als unhaltbar. Sie gingen davon aus, dass das Nervensystem als abgeschlossenes Organ ‚von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt‘. Das Gehirn gibt in kybernetischem Denken nicht den Befehl dazu, einen Bleistift aufzuheben (Ursache), woraus folgt, dass der Arm gehorcht (Wirkung). Vielmehr beruht diese Aktivität auf &#039;&#039;&#039;Regelkreisen oder Feedback-Schleifen&#039;&#039;&#039;, welche die Elemente des Nervenystems, des motorischen Systems und des sensorischen Systems zirkulär verbinden. Eine grundlegende Rolle für die ganze Wahrnehmung spielt dabei der [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetische oder propriozeptive]] Sinn (vgl. auch Infobox S. 56).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Infobox auf Seite 26 werden die Aussagen, die im vorangehenden Text erwähnt werden, unter der Überschrift „Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung“ in in ihrem gesamten Zusammenhang zitiert:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das folgende längere Zitat zeigt auf, dass Norbert Wiener auch die Dimension der Kybernetik erkannte, die in der Kinästhetik kultiviert und umgesetzt wird:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚Angenommen, ich hebe einen Bleistift auf. Um dies zu tun, muss ich bestimmte Muskeln bewegen. Nur ein fachkundiger Anatom kennt alle diese Muskeln, und selbst er könnte die Handlung kaum als bewusste Willensanstrengung ausführen, indem er jeden betroffenen Muskel in der richtigen Reihenfolge kontrahieren würde. Es ist nicht unser Ziel, einzelne Muskeln zu bewegen, sondern den Bleistift aufzuheben. Sobald wir das einmal beschlossen haben, geht die Bewegung des Arms und der Hand auf eine solche Art vonstatten, dass man sagen könnte: Das Maß, um welches der Bleistift noch nicht aufgehoben ist, wird stufenweise verringert. Dieser Teil der Handlung geschieht nicht mit vollem Bewusstsein.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Um eine Handlung in dieser Weise durchzuführen, muss es eine – bewusste oder unbewusste – Meldung an das Nervensystem darüber geben, wie stark wir in jedem einzelnen Augenblick das Ziel verfehlt haben, den Bleistift aufzuheben. Diese Meldung mag zumindest teilweise visuell sein, im Allgemeinen aber ist sie eher [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetisch bzw. propriozeptiv]], um einen Begriff zu verwenden, der zur Zeit in Mode ist. Wenn diese propriozeptiven Sinneseindrücke fehlen und wir sie nicht visuell oder auf andere Weise ersetzen, so sind wir unfähig, die Handlung des Bleistiftaufhebens auszuführen; wir befinden uns dann in einem Zustand, den man Ataxie nennt. Auf der anderen Seite ist eine übermäßige Rückkoppelung wahrscheinlich eine ebenso große Behinderung. In diesem Fall schießt die Muskelbewegung über ihr Ziel hinaus und gerät in eine unkontrollierbare Oszillation. Dieser Zustand, der häufig mit einer Verletzung des Kleinhirns in Verbindung gebracht wird, ist als Intentionstremor bekannt.‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss wird unter der Überschrift „Zirkularität als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation“ die Fortsetzung des Zitats zitiert. In dieser erläutert Norbert Wiener die Bedeutung seines vorangehenden Beispiels des Bleistift-Aufhebens für das Verständnis der Funktionsweise des Menschen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;[[Zirkularität]] als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; In der Fortsetzung des Zitats betont Wiener das grundsätzlich neue Verständnis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation und seine mögliche Tragweite in unterschiedlichsten Bereichen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚In diesem Falle nun besteht eine signifikante Parallele zwischen der Tätigkeit des Nervensystems und der Arbeitsweise bestimmter Maschinen. Das Prinzip der Rückkoppelung führt einen wichtigen neuen Gedanken in die Neurophysiologie ein. Das zentrale Nervensystem erscheint nicht länger als ein in sich abgeschlossenes Organ, welches von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt. Ganz im Gegenteil sind einige seiner typischsten Aktivitäten nur als zirkuläre Prozesse erklärbar, d. h. als Prozesse, die vom Nervensystem in die Muskeln wandern und durch die Sinnesorgane wieder in das Nervensystem zurückgelangen. Dieser Befund scheint die Erforschung des Nervensystems als einem integrierten Ganzen einen deutlichen Schritt vorwärts zu bringen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Der neue Ansatz, den die [[Kybernetik (Begriff)|Kybernetik]] darstellt – eine Integration von Untersuchungen, die weder rein biologisch noch rein physikalisch sind, sondern vielmehr eine Kombination beider Wissensgebiete bilden –, hat schon jetzt unter Beweis gestellt, dass er bei der Lösung vieler Probleme der Technik, der Physiologie und höchstwahrscheinlich auch der Psychiatrie von Nutzen sein kann.‘ (Wiener 2001&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Wiener, Norbert (2001): &#039;&#039;&#039; Futurum exactum. Ausgewählte Schriften zur Kybernetik und Kommunikationstheorie. Übersetzt von C. Kassung. Herausgegeben von Bernhard Dotzler. Wien, New York: Springer. ISBN 978-3-211-83467-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;, S. 16).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 24 und 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Feedback Control“ in „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973) ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Psychlogie – Eine Einführung in die Verhaltenswissenschaft“ (1973) von Karl U. und Margaret F. Smith. Es ist eingebettet in das zweite Kapitel „Das sich verhaltende System“ des ersten Teils „Einführung“. Voraus geht eine Einführung in das Kapitel. Das Zitat ist der Text des anschließenden Unterkapitels „Feedback-Kontrolle“.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;„Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; Der Fachbegriff Feedback wurde zuerst von Ingenieuren verwendet, um den Prozess zu beschreiben, der gebraucht wurde, um maschinelle Operationen automatisch zu kontrollieren. In diesem technischen Sinne bedeutet Feedback ein zum Input der Maschine zurückkehrendes Signal, das den Effekt anzeigt, den ihr Output schon ausgegeben hat. Das Feedback-Signal wird dann gebraucht, um die Tätigkeit, welche die Maschine auch immer ausführt, zu regulieren oder zu korrigieren. Die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; hat dieselbe allgemeine Bedeutung, ob sie nun auf lebende oder nicht lebende Systeme angewendet wird; sie meint die Selbstregulation der Aktivität auf der Basis von Informationen über die Effekte von früheren Aktivitäten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie man vielleicht vermutet, ist die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; in lebenden Systemen weitaus komplizierter als in nicht lebenden Systemen. Ein wichtiger Unterschied ist, dass das Verhalten von Lebewesen nicht nur eine Art von Signal generiert, wie z. B. das elektrische Signal, das von einer Maschine verwendet werden könnte, sondern eine Vielzahl verschiedener Arten von Feedback-Effekten, die in zeitlicher Hinsicht und in ihrer Signifikanz für das Individuum variieren. Wenn ein öffentlicher Redner sich an ein Publikum wendet, erhält er unmittelbar ein auditorisches Feedback vom Schall, den seine Sprechbewegungen produzieren. Er schaut sein Publikum auch an und hört ihm zu, um zu beobachten, was für Effekte seine Worte auf dieses haben. Von dessen Reaktion erhält er ein leicht verzögertes soziales Feedback. Wenn er ein aufmerksames, enthusiastisches Publikum hat, wird er eine Art von emotionalem Feedback erhalten, das zu Befriedigung oder Euphorie führt. Wenn sein Publikum ihn ausbuht, in die Zange nimmt oder einfach unaufmerksam ist, erhält er eine andere Art von emotionalem Feedback. Alle diese mehr oder weniger unmittelbaren Feedback-Effekte inklusive anderer, die wir nicht erwähnt haben, beeinflussen das Verhalten des Redners während des Ablaufs der Rede. Nach der Rede erhält er vielleicht zusätzliches Feedback durch Kommentare, die seine Zuhörer gemacht haben, und später erhält er vielleicht Briefe oder liest Zeitungsberichte über die Rede. Diese verzögerten Effekte werden seine anschließenden Handlungen und Einstellungen beeinflussen. Folglich sehen wir, dass sowohl unmittelbare als auch verzögerte Effekte in dem Sinne Feedback sind, dass sie Informationen über Verhalten abgeben und gebraucht werden, um anschließendes Verhalten zu kontrollieren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Kybernetik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Wenn ein lebender Organismus oder eine Maschine die eigene Aktivität mit den Mitteln des Feedbacks reguliert, sprechen wir von geschlossen-schleifigen Systemen, weil die Feedback-Antwort eine Schleife von der Handlungskomponente zur Regulierungs- oder Kontrollkomponente vollführt. Ein Thermostat ist ein geläufiges geschlossen-schleifiges System, das automatisch eine Wärmequelle anschaltet, wenn ein Thermometer anzeigt, dass die Temperatur unter ein bestimmtes Niveau gesunken ist, und sie dann wieder abschaltet, sobald die Temperatur eine bestimmte Obergrenze erreicht hat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Gegensatz zu geschlossen-schleifigen Systemen, werden offen-schleifige Systeme von einem externen Anwender oder einer reizauslösenden Bedingung kontrolliert. Ein nicht automatischer elektrischer Heizkörper ist ein offen-schleifiges System, das von jemandem, der den Schalter betätigt, kontrolliert wird. Es ist nicht empfindlich auf die Wärme des Raumes, sondern generiert Wärme, bis es jemand abstellt. Die lebensnahen Figuren in den Gärten von Paris, die Descartes die Idee des S-R-Reflexes gaben (siehe S. 11f.) waren offen-schleifige Systeme, die direkt von Reizen der Umgebung kontrolliert wurden. Lebende Individuen scheinen manchmal unter direkter Kontrolle von Reizen zu sein, aber sie sind keine richtigen offen-schleifige Systeme, da der Effekt eines Reizes auf einen sich verhaltenden Organismus z. T. von dem eigenen Verhalten des Organismus reguliert wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Feststellung, dass das Verhalten ein geschlossen-schleifiger Kontrollprozess ist, entstand aus den Erfahrungen der Psychologen und Ingenieuren während des Zweiten Weltkriegs, beim Kreieren von effektiven militärischen Maschinen und bei der Ausbildung von Menschen, die diese bedienen sollten. Wenn maschinelle Operationen effektiv von einem menschlichen Anwender kontrolliert werden sollen, sollte das ganze Mensch-Maschine-System als ein geschlossen-schleifiges System funktionieren, so wie in einer Folgeoperation. Folgen (tracking) meint einfach eine Folgehandlung, in der das Individuum einem sich bewegenden Reiz mit seinen Augen, Händen, anderen Körperteilen oder mit Werkzeugen, Instrumenten oder Maschinen folgt. Wenn wir ein Bild nachzeichnen, folgen wir seinem Umriss. Wenn wir ein fliegendes Objekt betrachten, folgen wir seinem Weg über den Himmel. Folgen ist eine Eigenschaft von solch spezialisierten militärischen Tätigkeiten wie denjenigen, die von Radaranwendern und Kanonieren vollzogen werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Folgeleistung ist insofern eine geschlossen-schleifige Kontrolloperation, als das Individuum seine Bewegung durch das Beobachten der Position eines Folgeindikators im Verhältnis zu einem Ziel kontrolliert. Visuelles Feedback indiziert, welche Anpassungen der Folgende machen muss um seine Folgehandlung fortzuführen oder zu verbessern. Wenn das Ziel sich nach rechts bewegt, folgt der Folgende ihm nach rechts. Wenn das Ziel sich verlangsamt, verlangsamt sich der Folgende. Eine solche dynamische Leistung ist erfolgreich, weil sie von einem geschlossen-schleifigen System kontrolliert wird, das fortwährend Feedback-Effekte spürt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dem menschlichen Folgen ähnliche Funktionen werden manchmal von geschlossen-schleifigen Maschinen geleistet. Eine solche Maschine ist das Servosystem, das automatisch die Bewegung oder Position einer Welle, eines Hebels oder eines anderen mechanischen Teils mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, korrigiert. Es hat eine Detektorkomponente, die die Differenz zwischen dem Output und der gewünschten Zielbedingung misst und dann ein Feedback-Signal an eine Kontrollkomponente sendet, die den Motor anweist den Output zu korrigieren. Das Feedback wird in diesem Fall negativ genannt, weil es den Fehler negiert, indem es eine Bewegung in gegensätzlicher Richtung zur Abweichung anordnet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Folgeverhalten ist in verschiedener Weise analog zu den Handlungen eines Servosystems. Ein Servosystem kontrolliert einen energiereichen Output mit einem energiearmen Signal. Mit anderen Worten ist die Primärfunktion der Feedback-Schleife nicht Energie zu transportieren, sondern Informationen zu übermitteln. Auf ähnliche Weise kontrolliert das sich verhaltende System seine energiereichen Bewegungen mit den Mitteln der energiearmen Feedback-Signale, die durch das Nervensystem übermittelt werden. Der Detektor eines Servosystems ist analog zu einem Rezeptor, wie z. B. das Auge, das ebenfalls Differenzen zwischen der eigentlichen Reaktion und der Zielposition erkennt. Die Kontrollkomponente des Servosystems ist analog zum Gehirn, das das Feedback-Signal empfängt und einen Befehl an die motorische Komponente oder an einen Muskel sendet, um seine Reaktion anzupassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Ähnlichkeiten zwischen geschlossen-schleifigen Kontrolloperationen in lebenden und nicht lebenden Systemen führten zu einer interdisziplinären Wissenschaft, die Kybernetik genannt wird, ein Terminus, der vom griechischen Wort für Steuermann kommt (Wiener, 1948). Die Kybernetik beschäftigt sich mit der Kontrolle (Steuerung) und der Kommunikation sowohl in lebenden als auch in nicht-lebenden Systemen. Ihr Konzept der geschlossen-schleifigen Kontrolle und selbstgenerierten Feedbacks hat zu wichtigen Entwicklungen in allen Bereichen der Verhaltenswissenschaft geführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Spezialisierte Eigenschaften von sich verhaltenden Systemen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Analogie zwischen menschlichem Verhalten und den Handlungen einer Maschine, wie z. B. eines Servosystems, sollte nicht zu ernst genommen werden, da die sich verhaltenden Systeme eine Vielzahl von speziellen kybernetischen Eigenschaften besitzen. Eine dieser Eigenschaften wird in Kapitel 3 diskutiert werden; ein sich verhaltendes System kann nämlich in gewissen Maße die Reize, auf die es reagiert, selektieren und regulieren. Eine zweite wichtige Charakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie viele unterschiedliche Arten von Aktivitäten gleichzeitig kontrollieren können. Sogar die einfachste Reaktion ist in ihrem Kontrollmuster keinesfalls einfach, da sie eine gleichzeitig koordinierte Kontrolle der Rezeptoren und verschiedener Arten von Körperbewegungen vor dem Hintergrund von Muskelzittern, Atmen, Herzschlag und anderen biologischen Aktivitäten benötigt. Reibungslose Koordination von diesen diversen Verhalten ist nur möglich aufgrund der geschlossen-schleifigen Natur des Reaktionssystems. Wenn externe Reize die Reaktion direkt in einer offen-schleifigen Art und Weise kontrollieren könnten, würde das Verhalten zu einem chaotischen Wirrwarr von unzusammenhängenden Ereignissen zusammenbrechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Hauptcharakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie lernen können. Als ein Resultat von Erfahrung und Übung können sie ihre Kontrollmuster verbessern und neue erlernen. Wir haben gesagt, dass ein Servosystem seinen Output mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, kontrolliert; folglich muss ein solches System abwarten, bis ein Fehler oder eine Abweichung auftritt, bevor es eingreifen kann, um diese zu korrigieren. Im Gegensatz dazu ist ein System, das lernen kann, imstande, die wahrscheinlichsten Ereignisabläufe vorauszusagen und folglich seine Kontrolle in die Zukunft auszudehnen. Wenn man bspw. ein Objekt hochhebt, passt man die Kraft seiner Hebebewegung an das erwartete Gewicht an, so wie es durch frühere Erfahrungen mit ähnlichen Objekten beurteilt wird. Als Resultat von vielen Erfahrungen beim Hochheben kann man normalerweise die Bewegung im Voraus mit nur wenig oder keiner Korrektur auf der Basis von Fehler-Feedback genau kontrollieren. Die voraussagende Natur einer Hebebewegung ist sehr offensichtlich, wenn man ein Objekt als leichter oder schwerer beurteilt, als es tatsächlich ist. Wenn man einen leeren Koffer aufhebt, den man für voll hält, wird er beinahe vom Boden wegspringen. Wenn der Koffer mit Büchern gefüllt ist und man das nicht weiß, wird ihn die erste Hebebewegung vielleicht nicht bewegen. In diesem Fall passt man die Reaktion auf der Basis von Fehler-Feedback an. Viele geübte Bewegungen würden nie die Zielbedingung erreichen, wenn sie nur durch Fehler-Feedback kontrolliert würden. Wenn ein Baseballspieler rennt, um einen Ball zu fangen, rennt er nicht notwendigerweise zum Ball hin oder in die gleiche Richtung wie die Fluglinie des Balles; er rennt, um ihn an dem Platz abzufangen, an dem er nach seiner Voraussage herunterkommen wird. Eine Rohrkatze, die Wild verfolgt, springt nicht in Richtung der gegenwärtigen Position des Tieres, sondern in Richtung des Punktes, wo das fliehende Tier am Schluss des Sprunges der Katze sein wird. Lernen und Gedächtnis können in kybernetischen Termini als Prozesse zur Errichtung einer Feedforward-Steuerung (feedforward control) gedacht werden. Als Resultat der Erfahrung in der Interaktion mit der Umgebung kann man die wahrscheinliche Abfolge von Ereignissen voraussagen und seine Verhaltensabläufe weiter und weiter in die Zukunft hinein kontrollieren.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Übersetzung: Lukas Marty)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret F. (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company. Ohne ISBN. S. 28–30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Zirkularität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Unterschied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4, S. 18, 198.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Interaktion&amp;diff=6669</id>
		<title>Diskussion:Interaktion</title>
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		<updated>2026-06-09T14:10:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Interaktion}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Interaktion&amp;diff=6668</id>
		<title>Interaktion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Interaktion&amp;diff=6668"/>
		<updated>2026-06-09T14:09:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: Änderung von Ilona Himmelberger (Diskussion) wurde auf die letzte Version von Stefan Marty-Teuber zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Interaktion aus kinästetischer und kybernetischer bzw. wissenschaftlicher Sicht. Er behandelt nicht das kinästhetische Konzept „Interaktion“ des Konzeptsystems, zitiert aber die dortigen definitorischen Erläuterungen. Der Begriff Interaktion wird als Wechselbeziehung zwischen HandlungspartnerInnen beschrieben, an der beide gleichzeitig und aktiv beteiligt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktion im „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem „Kinaesthetics – Konzeptsystem“. Es ist die Einleitung zum ersten Kapitel „Konzept Interaktion“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Interaktion&#039;&#039;&#039; bezeichnet im Allgemeinen die Wechselwirkung zwischen zwei oder mehreren HandlungspartnerInnen. Im Fachgebiet Kinästheti wird der Begriff auch zur Bezeichnung der Wechselwirkungen zwischen den Teilen eines Lebewesens bis hin zur zellulären und molekularen Ebene verwendet. Ein Paradebeispiel für Interaktion ist die Kommunikation. Die Unterscheidung zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation macht deutlich, dass grundsätzlich alle Sinnessysteme bei einer Interaktion eine Rolle spielen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das Hauptinteresse der Kinästhetik liegt auf der Beobachtung und Gestaltung der folgenden beiden Arten von Interaktionen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• Interaktionen zwischen Teilen unseres Körpers bei verschiedensten Aktivitäten.&amp;lt;br&amp;gt;• Interaktionen zwischen Menschen durch Berührung und Bewegung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Qualität der Interaktion durch Berührung und Bewegung ist für die allgemeine Interaktionskompetenz des Menschen und somit für alle seine Lernprozesse von grundlegender und zentraler Bedeutung.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktion in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat stammt aus dem Glossar und beschreibt die Verwendung des Begriffs im Allgemeinen und im Kontext der Kinästhetik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Interaktion&#039;&#039;&#039; bezeichnet das, was zwischen aktiven, an einer gemeinsamen Handlung beteiligten Teilen passiert. Interaktion bezeichnet im Allgemeinen hauptsächlich die Wechselwirkung oder wechselseitige Beeinflussung von Individuen und Gruppen. In der Kinästhetik wird der Begriff Interaktion auch für die Wechselwirkung zwischen Körperteilen verwendet. Interaktionen entstehen nur durch die gleichzeitige und gemeinsame Aktivität zweier oder mehrerer Teile. Bezüglich Zeit und Gemeinsamkeit lassen sich unter dem Blickwinkel von ‚Führen und Folgen‘ verschiedene Interaktionsformen unterscheiden. Interaktionskompetenz meint die aktuelle, erlernte Fähigkeit, Interaktionen mit Personen produktiv zu gestalten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 63 (Glossar).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktion in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Das Zitat ist eingebettet in das dritte Unterkapitel „Interaktion und gemeinsames Lernen“. Vorausgehend wird die Partnererfahrung thematisiert. Das Zitat ist der Text des nachfolgenden Themas „Interaktion und Kommunikation aus kybernetischer Sicht“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Den kybernetischen Hintergrund dazu bilden zahlreiche Überlegungen und Forschungen zur Kommunikation bzw. &#039;&#039;&#039;Interaktion&#039;&#039;&#039; zwischen Lebewesen. Auch hier leistete Gregory Bateson viel Grundlagenarbeit, auf der z. B. die Gruppe von ForscherInnen um Paul Watzlawick und auch H. Maturana/F. Varela in ihrem ‚Baum der Erkenntnis‘ (Maturana; Varela 2015&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maturana, Humberto R.; Varela, Francisco J. (2015):&#039;&#039;&#039; Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. Aus dem Spanischen von Kurt Ludewig in Zusammenarbeit mit dem Institut für systemische Studien e. V. in Hamburg. 6. Auflage. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag (Fischer Taschenbücher 17855). ISBN 978-3-596-17855-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;) aufbauen konnten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Den Ausgangspunkt dieser Überlegungen bildeten die offensichtlichen Schwächen des damals gängigen, linearen Sender-Empfänger-Modells der Kommunikation. Gemäß diesem funktioniert Kommunikation folgendermaßen: Person A sendet unter Verwendung einer Kodierung (Schrift, mündliche Sprache usw.) eine Botschaft. Sie wird von Person B empfangen und dekodiert. Auf dieser Grundlage sendet B eine Botschaft, die von A empfangen und dekodiert wird. Auf dieser neuen Grundlage sendet A eine nächste Botschaft usw. Man dachte sich Kommunikation als linearen Ablauf, bei dem sich nacheinander das eine aus dem anderen ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Rahmen der Kybernetik wurden die Interaktionen zwischen Lebewesen, zu denen auch alle Formen der verbalen und non-verbalen Kommunikation gehören, in einem neuen Licht betrachtet. Die Kerngedanken einer kybernetischen Interaktionstheorie könnte man so formulieren: Eine Interaktion entsteht dadurch, dass (mindestens) zwei Lebewesen gleichzeitig und ununterbrochen aktiv an einer gemeinsamen Handlung beteiligt sind. Diese Wechselbeziehung beruht auf einem zirkulären Prozess zwischen den InteraktionspartnerInnen: Ich beeinflusse in einer Interaktion durch mein Verhalten fortlaufend das Verhalten meiner PartnerIn und zugleich beeinflusst ihr Verhalten fortlaufend mein eigenes Verhalten: So wirkt mein Verhalten im Kreis oder eben zirkulär ständig auf mich selbst zurück.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Interaktionen werden somit als zirkuläre Prozesse der Wechselbeziehung zwischen HandlungspartnerInnen verstanden, die in der Regulation ihres Verhaltens autonom sind. ‚Autonom‘ meint auch, dass alle ‚Informationen‘ einer verbalen oder non-verbalen Kommunikation fortlaufend von jeder PartnerIn individuell ‚errechnet‘ werden: In einem Gespräch gibt es keine ‚Botschaften‘, die in einer Person entstehen, gesendet werden und genau so in meinen Kopf gelangen. Wenn wir jemandem zuhören, konstruieren wir in uns ohne erfahrbare zeitliche Verzögerung fortlaufend ‚unseren‘ Sinn seiner Worte, eilen gedanklich eher noch voraus und nehmen mögliche Fortsetzungen der Aussagen vorweg. Wir passen beständig unsere Mimik und unser ganzes Verhalten daran an und beeinflussen dadurch die SprecherIn.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus dieser kybernetischen Perspektive bestimmen die TeilnehmerInnen eines Gesprächs gleichzeitig und gemeinsam den Verlauf der Kommunikation, ob sie nun dabei zuhören/folgen oder sprechen/führen. Oder anders formuliert: Es gibt keine Botschaften oder Informationen ohne SenderIn und EmpfängerIn – wie es keine Beobachtung ohne BeobachterIn gibt (vgl. 5.3.3).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wenn jemand z. B. im Rahmen einer Partnererfahrung in eine Bewegungsinteraktion mit einem anderen Menschen tritt, gilt aus kybernetischer Sicht genau das Gleiche: Er kann mit seiner eigenen Bewegung in einer Bewegungsinteraktion eine eher führende oder folgende Rolle spielen. Der Verlauf der Interaktion wird aber in einem zirkulären Prozess durch die ständigen, wechselseitigen Anpassungen der beiden InteraktionspartnerInnen bestimmt. (European Kinaesthetics Association 2020b, S. 47&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;)“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Interaktionen von Lebewesen/Vielzellern&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
[[Datei:Interaktion Maturana Varela.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Das dargestellte kybernetische Modell geht auf H. Maturana und F. Varela zurück. Sie verwenden es in ihrem Buch ‚Baum der Erkenntnis‘ (Maturana; Varela 2015, S. 196&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maturana, Humberto R.; Varela, Francisco J. (2015):&#039;&#039;&#039; Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. Aus dem Spanischen von Kurt Ludewig in Zusammenarbeit mit dem Institut für systemische Studien e. V. in Hamburg. 6. Auflage. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag (Fischer Taschenbücher 17855). ISBN 978-3-596-17855-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;), um aus biologischer Sicht die wesentlichen Bedingungen der &#039;&#039;&#039;Interaktionen&#039;&#039;&#039; von Vielzellern (wie z. B. der Menschen) darzustellen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die zwei geschlossenen, kreisförmigen Pfeile, die eine Kugel bilden, symbolisieren das Lebewesen in seiner operativen Autonomie ([[Autopoiese (Autopoiesis)|Autopoiese]]) und seiner zirkulären Geschlossenheit der Informationsverarbeitung. Aufgrund der strukturellen Übereinstimmungen der beiden Lebewesen wird ihre Interaktion zu einer gemeinsamen Wechselbeziehung, an der beide gleichzeitig und aktiv beteiligt sind ([[Autopoiese_(Autopoiesis)#Soziale_Ph.C3.A4nomene:_Koppelungen_dritter_Ordnung|strukturelle Koppelung zwischen Lebewesen]]).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Selbstverständlich befindet sich jedes Lebewesen ständig in einem bestimmten Milieu, in einer Umgebung. Dies wird in der Abbildung durch die Wellenlinie dargestellt. Auch hier besteht aufgrund einer strukturellen Koppelung eine ständige Wechselbeziehung. Allerdings unterscheidet sie sich von der Interaktion zwischen autonomen HandlungspartnerInnen. Sie zeigt sich in den ununterbrochenen Anpassungsleistungen des Lebewesens sowohl an die konstanten als auch an die sich verändernden Bedingungen seines Milieus.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 64–66.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktion im „Aufbaumodul Demenz 2“==&lt;br /&gt;
=== Einleitung ===&lt;br /&gt;
Die folgenden Zitate stammen aus dem „Aufbaumodul Demenz 2: Sich in Beziehung erfahren“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022) &#039;&#039;&#039;: Aufbaumodul Demenz 2: Sich in Beziehung erfahren. Arbeitsunterlagen. Unter Mitarbeit von Franziska Gysin, Christine Grasberger, Brigitte Marty-Teuber, Stefan Marty-Teuber, Sabine Siemann, Erich Weidmann. Linz (AT), Winterthur (CH): Verlag European Kinaesthetics Association.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses Aufbaumodul thematisiert die &#039;&#039;„Beziehungsgestaltung als zentrale Herausforderung der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Beziehungsgestaltung wird dabei als person-zentrierte Interaktionsgestaltung in doppeltem Sinn verstanden: Einerseits geht es um die individuelle Unterstützung jedes einzelnen Menschen, andererseits um die persönliche Sensibilität und Anpassungsfähigkeit der eigenen Bewegung, die Pflegende und Betreuende in die Beziehungsgestaltung einbringen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beziehung und Beziehungsgestaltung (Teil 1)===&lt;br /&gt;
====Man kann nicht nicht interagieren====&lt;br /&gt;
„Beziehung und Beziehungsgestaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 10 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist das Thema des Teils 1 dieses Aufbaumoduls. Im ersten Kapitel wird unter der Überschrift „Was macht eine Beziehung aus?“ im ersten Unterkapitel die Bedeutung der fortgesetzten verbindlichen Interaktionen im Hier und Jetzt&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; und im zweiten Unterkapitel die Bedeutung der prozesshaften Qualität von Beziehungen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 10 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; erläutert. Das nachfolgend zitierte dritte Unterkapitel thematisiert unter der Überschrift „Man kann nicht nicht interagieren“ diese Eigenart von Interaktionen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Man kann nicht nicht interagieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Wenn wir z. B. in einem Gespräch jemandem eine Frage stellen und die Person einfach schweigt, ist dieses Verhalten für uns nichtsdestotrotz vielsagend. In dieser Situation kann unsere GesprächspartnerIn nicht grundsätzlich die Kommunikation verweigern. Sie verweigert zwar die verbale Kommunikation, die Kommunikation selbst aber bricht nicht ab, sondern setzt sich durch dieses Verhalten nonverbal fort.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In Bezug auf die Kommunikation kennen Sie vielleicht den Grundsatz ‚Man kann nicht nicht kommunizieren‘. Er kann mit dem vorausgehenden Beispiel bzw. mit dem Satz ‚Keine Antwort ist auch eine Antwort‘ veranschaulicht werden.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus kybernetischer Perspektive kann dieser Grundsatz ausgeweitet werden: Wenn zwei Menschen beisammen sind und sich auf irgendeine Weise gegenseitig wahrnehmen, können sie nicht nicht interagieren.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dieser Satz gilt insbesondere für Interaktionen über Berührung und Bewegung. Wenn jemand mit uns über Berührung und Bewegung Kontakt aufnimmt, verändern wir augenblicklich und meist völlig unbewusst unsere Körperspannung oder verlagern ein klein wenig unser Gewicht usw. Manchmal sind solche kleinen Anpassungen von außen nicht sichtbar und für das Gegenüber kaum wahrnehmbar. Trotzdem funktionieren wir so, dass wir uns mit unserer Bewegung an jede Bewegungsinteraktion fortlaufend anpassen.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auch in einer Unterstützungssituation, die eine Person mit Demenz scheinbar teilnahmslos und passiv über sich ergehen lässt, reguliert sie sich selbst und nimmt die Aktivität – vielleicht unbewusst – wahr. Innerlich passt sie sich gleichzeitig an jeden noch so kleinen Schritt dieser Unterstützung an. Deshalb ist sie aktiv an dieser Interaktion beteiligt und macht dabei ihre Erfahrungen und Lernprozesse.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ebenen der Beziehungsgestaltung====&lt;br /&gt;
Im ersten Teil dieses Aufbaumoduls folgt nach dem zweiten Kapitel „Dynamik von Interaktionen mit Menschen mit Demenz“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; das nachfolgend zitierte Kapitel „Ebenen der Beziehungsgestaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 13 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;big&amp;gt;„Ebenen der Beziehungsgestaltung&amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Unmittelbarkeit der Interaktion über Berührung und Bewegung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Seit je wird in der Kinästhetik darauf hingewiesen, dass sich die Interaktion über Berührung und Bewegung von anderen Arten der Interaktion bzw. Kommunikation durch ihren direkten und unmittelbaren Charakter unterscheidet.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wenn wir über ein Gespräch (verbale Kommunikation) mit einer Person in Beziehung treten, muss sie kognitiv dazu fähig sein, unsere Worte auf ihren Sinn hin zu entschlüsseln. Ihre Bedeutung und die Regeln der verwendeten Sprache müssen der Person bekannt sein, damit wir uns verständigen können.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wenn wir hingegen mit einer Person über Berührung und Bewegung in einer Interaktion stehen, „verständigen“ wir uns z. B. über die Richtungen und die Geschwindigkeit der gemeinsamen Bewegung. Diese sind für beide Beteiligten direkt erfahrbar und müssen nicht zuerst entschlüsselt werden. Die wechselseitigen Anpassungsbewegungen sind direkt und unverschlüsselt wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Alltag der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz wird nicht selten die Meinung geäußert, dass es sehr schwierig wird, mit ihnen in eine Beziehung zu treten, wenn man sich nicht oder kaum mehr über Sprache verständigen kann.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Gelingende Interaktionen über Berührung und Bewegung mit Menschen mit Demenz sind nicht von ihren kognitiven Fähigkeiten abhängig. Sie können als achtsame wechselseitige Verständigung über die Bewegungsmöglichkeiten gestaltet werden. Deshalb sind sie im höchsten Maß dazu geeignet, die Beziehung zu Menschen mit Demenz im Hier und Jetzt zu gestalten. Dies gilt gerade auch deshalb, weil diese Beziehungsgestaltung in jeder alltäglichen Aktivität verwirklicht werden kann.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ebenen der Beziehungs- bzw. Interaktionsgestaltung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Die Beziehungs- bzw. Interaktionsgestaltung umfasst unterschiedliche Ebenen. Wichtige Ebenen sind&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• die verbale Kommunikation über Sprache,&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• die paraverbale Kommunikation über Lautstärke, Artikulation, Melodie, Geschwindigkeit und Pausensetzung des Sprechens,&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• die nonverbale Kommunikation über Gestik, Mimik, Blickkontakt, Körperhaltung und -bewegung,&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• die Interaktion über Berührung und gemeinsame Bewegung.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Alltag sind diese Ebenen eng ineinander verwoben: Wir sprechen miteinander immer in einer bestimmten Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit usw. (paraverbale Kommunikation) und mit Gestik, Mimik usw. (nonverbale Kommunikation). In einer Interaktion über Berührung und Bewegung verwenden wir z. B. den Blickkontakt und unsere Mimik (nonverbale Kommunikation) oder vielleicht auch das Sprechen (verbale/paraverbale Kommunikation).&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Des Weiteren sind diese Ebenen der Beziehungsgestaltung immer mit der Ebene der persönlichen Emotionalität und Gefühlswelt verbunden.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Problematik der gleichzeitigen Widersprüchlichkeit einzelner Ebenen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Beispiel: Eine Pflegeperson sagt zu einer Bewohnerin in gut verständlicher Sprache und in aller Freundlichkeit, dass sie sie jetzt behutsam darin unterstützen möchte, gemütlich aus dem Bett aufzustehen. Gleichzeitig ergreift sie diese mit viel Kraft und hebt sie zügig aus dem Bett.[im Original kursiv]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das Beispiel veranschaulicht die gleichzeitige Widersprüchlichkeit einzelner Ebenen der Beziehungs- bzw. Interaktionsgestaltung. Betroffen sind die verbale/paraverbale oder auch emotionale Ebene und diejenige der Interaktion über Berührung und Bewegung.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aufgrund der unterschiedlichen Ebenen, die in der Beziehungsgestaltung gleichzeitig eine Rolle spielen, ist jede Interaktion bzw. Kommunikation hochkomplex. Für eine gelingende Beziehungsgestaltung ist von größter Bedeutung, dass diese Ebenen im Prozess der Interaktion übereinstimmend sind. Schwierig wird es für unser Gegenüber, wenn aus unserem Verhalten Widersprüche zwischen den einzelnen Ebenen entstehen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ein Widerspruch wie im oben stehenden Beispiel wird der Bewohnerin Schwierigkeiten bereiten, wie sie diese Beziehungsgestaltung verstehen und daran teilnehmen soll.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Man darf annehmen, dass Widersprüche zwischen den Ebenen der Beziehungsgestaltung Menschen mit Demenz in gleicher Weise verwirren wie jeden Menschen. Es ist klar, dass freundliche und rücksichtsvolle Worte wenig nützen, wenn sie aus ihrer Sicht gleichzeitig erfahren, dass in der Bewegungsinteraktion etwas ganz anderes passiert. Wenn die Verständigung über Sprache unsicher geworden ist, wird sich eine Person mit Demenz bei einem Widerspruch, wie er im Beispiel oben beschrieben wird, erst recht verunsichert fühlen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass professionelle Bezugspersonen die Ebenen der Beziehungsgestaltung möglichst übereinstimmend an jede einzelne Person und ihre Möglichkeiten der Bewegung und Verständigung anpassen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Hypothese, dass gleichzeitiges widersprüchliches Verhalten in einer Beziehung sogar an krankhaften Entwicklungen wie Schizophrenie beteiligt sein könnte, wurde vom bekannten Anthropologen Gregory Bateson (1904–1980) aufgestellt und als „Doublebind“ bezeichnet.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interaktion aus kybernetischer Sicht ===&lt;br /&gt;
Eine wichtige Rolle spielt das erfahrungsbasierte Verständnis der Interaktion und der Interaktionsgestaltung. Im Aufbaumodul Demenz 2 widmet sich der nachfolgend zitierte dritte Teil „Interaktion aus kybernetischer Sicht“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; diesem Thema. Voraus gehen der erste Teil „Beziehung und Beziehungsgestaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 10 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der zweite Teil „Bewegungselemente als Grunddimensionen der Interaktionsgestaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 20 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;„Teil 3: Interaktion aus kybernetischer Sicht&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;big&amp;gt;Einführung&amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Beziehung zu einem Menschen baut sich aus den fortgesetzten Interaktionen mit ihm auf. Was aber ist eine &#039;&#039;&#039;Interaktion&#039;&#039;&#039;? Nach dem Online-Duden bedeutet der Begriff ‚aufeinander bezogenes Handeln zweier oder mehrerer Personen; Wechsel-beziehung zwischen Handlungspartnern‘ (Zugriff: 17.08.2022). Die Grundlage des Verständnisses der zwischenmenschlichen Interaktion bildet die Frage, wie der Mensch sich selbst, all seine Bewegungen und sein Verhalten reguliert. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus wissenschaftlicher Perspektive hat insbesondere die Kybernetik die Selbstregulation und darauf aufbauend die Interaktion beschrieben. Auf diese Forschungsrichtung stützen sich die folgenden Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;big&amp;gt;Die Grundlage: Menschen regulieren ihre Bewegung zirkulär in sich selbst &amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie reguliert der Mensch sein Verhalten bzw. seine Bewegungen, sei es allein oder in Interaktionen mit anderen Menschen? Die Funktionsweise unserer Selbstregulation lässt sich in einer Bewegungserfahrung gut nachvollziehen. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Probieren Sie es aus: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Stehen Sie auf ein Bein und schließen sie die Augen. Nehmen Sie mit Ihrem kinästhetischen Sinnessystem wahr, wie Sie sich mit ununterbrochenen Anpassungsbewegungen fortlaufend im Gleichgewicht halten. [kursiv]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Sie werden z. B. feststellen, wie sich die Druckempfindung in Ihrer Fußsohle ständig verändert, wie Sie ununterbrochen kleine Anpassungsbewegungen in unterschiedlichste Richtungen machen oder Ihre Muskelspannung verändern. Wir können nur stehen bzw. das Gleichgewicht nicht verlieren, weil und wenn wir in der Lage sind, fortlaufend die Abweichungen, die wir selbst produzieren, rechtzeitig zu korrigieren. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In kybernetischer Fachsprache ausgedrückt, reguliert der Mensch seine Bewegung durch einen geschlossenen zirkulären („kreisförmigen“) Feedback- oder Rückkoppelungsprozess, durch die sogenannte [[Feedback-Control-Theorie|Feedback-Kontrolle]]:&lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Wenn wir mit geschlossenen Augen auf einem Bein stehen, sind die ständigen Anpassungsbewegungen nur möglich, weil wir mit dem kinästhetischen Sinnessystem fortlaufend die daraus entstehenden Unterschiede wahrnehmen. &lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Die fortlaufende Wahrnehmung dieser Unterschiede ist notwendig, damit unser Nervensystem kontinuierlich ‚berechnen‘ kann, wie wir vom Gleichgewicht abweichen. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Aufgrund dieser ‚Berechnungen‘ werden vom Nervensystem entsprechende Anpassungsbewegungen ausgelöst, die wir wiederum wahrnehmen usw. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Solange wir leben, machen wir ununterbrochen solche Anpassungsbewegungen. Sie können nur von innen im aktuellen Moment erzeugt werden. Die Regulation unserer Muskelspannung oder unsere ständigen kleinen Anpassungsbewegungen bei jeder Aktivität können nicht von einer anderen Person übernommen oder von außen für uns gemacht werden.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Diese Selbstregulation findet immer im Hier und Jetzt statt und ist ein ständiger Lernprozess: In einer Wechselwirkung beeinflussen unsere erlernten [[Parallele und spiralige Bewegungsmuster|Bewegungsmuster]] jede neue Erfahrung und jede neue Erfahrung beeinflusst unsere Bewegungsmuster in Richtung der Festigung, Erweiterung oder Verminderung unserer Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;big&amp;gt;Die Notwendigkeit der individuellen Anpassung im Hier und Jetzt &amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wenn ein Mensch einem anderen Menschen hilft, von einem Sessel aufzustehen, bringen sich beide so in diese Interaktion über Berührung und Bewegung ein, wie es ihnen mit ihren individuellen Voraussetzungen im aktuellen Moment möglich ist. Die unterstützende Person kann nicht direkt bewirken, dass sich die unterstützte Person in der von ihr beabsichtigten Weise an ihre Hilfestellung anpasst. Beide Beteiligten sind gleichermaßen gefordert, sich fortlaufend in sich selbst an die Interaktion anzupassen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Für die Interaktions- und Beziehungsgestaltung bedeutet die kybernetische Erklärung der Funktionsweise des Menschen, dass man einen anderen Menschen nicht wie einen leblosen Gegenstand bewegen kann, sondern ihn nur in seiner eigenen Bewegung unterstützen kann. In jeder Unterstützungssituation reguliert sich der Mensch selbst, und jede Unterstützung ist ein Lernangebot an seine individuelle Selbstregulation. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Deshalb gibt es keine allgemeingültigen Handlungsanleitungen oder ‚Rezepte‘ für Unterstützungssituationen, die bei jedem Menschen funktionieren. Der Verlauf einer Interaktion ist nie vorhersagbar, sondern entsteht im aktuellen Moment.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Jede Person mit Demenz nimmt in einer Unterstützungssituation an der Interaktion über Berührung und Bewegung so teil, wie sie es im aktuellen Moment mit ihren individuellen Voraussetzungen kann. Das Gleiche gilt für die unterstützende Bezugsperson. Die Pflegepionierin Sr. Liliane Juchli (1933–2020) hat dies im Satz ‚Ich pflege als die, die ich bin‘ auf den Punkt gebracht. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Jede Person mit Demenz passt sich im gegebenen Moment auf seine individuelle Art und Weise an Hilfestellungen an. Deshalb gibt es nicht den einen richtigen Weg, wie eine Bezugsperson einer Person mit Demenz z. B. helfen kann, aus dem Bett auf einen Sessel zu kommen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hilfreich für eine professionelle Interaktionsgestaltung sind hingegen Blickwinkel, auf die eine Bezugsperson während einer Interaktion achten kann, um sich fortlaufend bewusst und gezielt anzupassen. Sie ermöglichen, jede Person mit Demenz individuell in ihrer eigenen Bewegung und Selbstregulation so zu unterstützen, dass sich ihre Möglichkeiten erweitern oder erhalten und nicht abnehmen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Herausforderndes Verhalten“ vor dem Hintergrund des kybernetischen Interaktionsverständnisses===&lt;br /&gt;
Im nächsten Kapitel „Interaktionen als fortlaufende gemeinsame Lernprozesse“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 38 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird darauf hingewiesen, dass es in Kinaesthetics-Aufbaukursen ein Kernthema ist, &#039;&#039;„Interaktionen als gemeinsame Lernprozesse zu verstehen und zu gestalten“&#039;&#039;. Darauf folgt ein längeres Praxisbeispiel, das mit zwei Bewegungserfahrungen verbunden wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erzählt von einer Person mit Demenz, die sich zunehmend gegen ein bisher passendes Unterstützungsangebot beim Aufstehen wehrt. Das Betreuungsteam vollzieht die Situation in eigenen Bewegungserfahrungen nach. In der Folge achtet es verstärkt darauf, die Interaktion sanft und achtsam mit veränderten Unterstützungsangeboten zu gestalten. Das führt dazu, dass die Person lernt, die Spielräume seiner Bewegung besser und in einer angemessenen Bewegungsgeschwindigkeit zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kapitel schließt mit den nachfolgend zitierten Erläuterungen. Sie verbinden die lebenslange Lernfähigkeit des Menschen aus kybernetischer Perspektive mit den Themen der Interaktionsgestaltung und herausfordernder Situationen. Im anschließend zitierten Kapitel wird vor diesem Hintergrund explizit auf die Problematik des sogenannten herausfordernden Verhaltens eingegangen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Das vorausgehende Beispiel veranschaulicht den Weg, der von einer herausfordernden Situation zum gemeinsamen Lernen im Team und schließlich zum Lernerfolg sowie zu wechselseitiger Wirksamkeitserfahrung aller Beteiligten führt. Aus der Perspektive der Kinästhetik besteht darin die Professionalität des Umgangs mit schwierigen Dynamiken oder Entwicklungen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus der kybernetischen Beschreibung der Selbstregulation folgt, dass das Leben ein fortlaufender Lern- und Entwicklungsprozess ist, der erst mit dem Tod endet. Bis zum Ende seines Lebens reguliert der Mensch sich selbst und bleibt deshalb lernfähig. Insbesondere in seiner Kindheit und im hohen Alter ist er gefordert, sich an körperliche und geistige Entwicklungen mit veränderten oder neuen Verhaltensweisen in seinen alltäglichen Aktivitäten anzupassen.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus der Perspektive der Kinästhetik ist es zentral, davon auszugehen, dass jede Person mit Demenz bis zum Ende ihres Lebens in alltäglichen Unterstützungssituationen Lernprozesse macht und sich weiterentwickelt. Die Leitidee ist, dass die Person durch die Interaktionsgestaltung lernen kann, ihre individuellen Möglichkeiten und ihre Differenziertheit der Bewegung zu erhalten oder zu erweitern. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Grundlage hierfür ist, dass die Bezugsperson ihre eigene Bewegung im Moment des Geschehens nuanciert wahrnehmen und anpassen kann. Ebenso nötig ist ein erfahrungsbasiertes Verständnis der menschlichen Bewegung in alltäglichen Aktivitäten. Ein wichtiger Punkt ist, gemeinsam suchend und lernend unterwegs zu sein, damit sich für alle Beteiligten neue Möglichkeiten überhaupt auftun können. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag dazu geleistet, dass sich die Person mit Demenz als Mensch in ihrer aktuellen Situation angenommen fühlt und in einer echten Beziehung erfährt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;big&amp;gt;Schwierige Interaktionsdynamiken sind ein Beziehungsgeschehen &amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In zwischenmenschlichen Interaktionen können schwierige Dynamiken entstehen. Weil beide Beteiligten überfordert sind, einen befriedigenden Verlauf des gemeinsamen Handelns zu finden, der für beide sinnvoll und angemessen ist, läuft das Beziehungsgeschehen nicht reibungslos ab. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In diesem Fall treten in der Beziehung zu Menschen mit Demenz viele Phänomene auf, die in der Fachliteratur und von Bezugspersonen geschildert werden:&lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Unvorhersehbare Wechsel im Verlauf und in der Qualität der Interaktion &lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Das Gefühl vonseiten der Bezugspersonen, eine Person mit Demenz nicht zu ‚erreichen‘ &lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Über-sich-ergehen-Lassen, Abwendung oder Verweigerung vonseiten der Person mit Demenz &lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Eskalation der Interaktion durch Anspannung, Wut oder Zorn &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus kybernetischer Perspektive besteht bei solchen Phänomenen die Herausforderung in der wechselseitigen Beziehungsgestaltung, für die beide InteraktionspartnerInnen gleichermaßen verantwortlich sind. Eine schwierige Interaktionsdynamik ist ein Beziehungsphänomen – und eine Interaktion bzw. Beziehung entsteht nur dadurch, dass zwei Personen gleichzeitig und gemeinsam am Geschehen aktiv beteiligt sind.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die erwähnten Phänomene werden gängig als herausforderndes Verhalten von Menschen mit Demenz bezeichnet. Problematisch an diesem Begriff ist, dass er die Verantwortung für die schwierige Interaktionsdynamik einseitig der Person mit Demenz oder ihrer Diagnose zuschreibt. Aus der Perspektive der Kybernetik und der aktuellen Demenzforschung kann eine solche einseitige „Schuldzuweisung“ weder der Situation noch ihrer konstruktiven Entwicklung gerecht werden.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Person mit Demenz verhält sich nicht unkooperativ oder herausfordernd, weil sie so ist oder aufgrund ihrer Erkrankung so geworden ist. Vielmehr hat es damit zu tun, dass sie aus dem Beziehungsgeschehen gelernt hat oder lernt, dass sie nur durch dieses Verhalten ihre persönliche Integrität und Lebensqualität erhalten kann. Ihr ‚herausforderndes‘ Verhalten ist für sie persönlich die einzige Möglichkeit, sich an die aktuelle Situation anzupassen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ohne Zweifel braucht es bei der professionellen Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz eine hohe Kompetenz der Bezugspersonen, sich an schwierige Interaktionsdynamiken förderlich anzupassen. Viele Bezugspersonen entwickeln diesbezüglich durch ihr Erfahrungswissen eine bewundernswerte, auf jede einzelne Person individuell ausgerichtete Interaktionskompetenz. Diese eröffnet ihnen einen Handlungsspielraum, um mit schwierigen Interaktionsdynamiken beziehungsfördernd und konstruktiv umzugehen.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Interaktion über Berührung und Bewegung ist es für die Bezugsperson bisweilen kaum feststellbar ist, dass sich die Person mit Demenz aktiv an der gemeinsamen Handlung beteiligt. Dadurch verblasst für die Bezugsperson oft das Gefühl, in einer förderlichen Beziehung zu stehen. Aus der Perspektive der Kinästhetik ist davon auszugehen, dass die Person mit Demenz in jedem Fall aktiv an der Interaktion teilnimmt sowie Erfahrungen und Lernprozesse macht. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wenn in einer Interaktion eine schwierige Dynamik entsteht, ist es umso wichtiger, dass Bezugspersonen auf ihr eigenes Bewegungsverhalten z. B. bezüglich Geschwindigkeit und Muskelspannung achten, um einen konstruktiven Lernprozess im wechselseitigen Beziehungsgeschehen zu ermöglichen. Schwierige Situationen verlangen von Bezugspersonen in besonderem Maß, Interaktionen offen und suchend zu gestalten. “&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 39 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:S 15 Bitte nicht fotografieren.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022) &#039;&#039;&#039;: Aufbaumodul Demenz 2: Sich in Beziehung erfahren. Arbeitsunterlagen. Unter Mitarbeit von Franziska Gysin, Christine Grasberger, Brigitte Marty-Teuber, Stefan Marty-Teuber, Sabine Siemann, Erich Weidmann. Linz (AT), Winterthur (CH): Verlag European Kinaesthetics Association. S. 36 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Social Tracking]]&lt;br /&gt;
* [[Autopoiese_(Autopoiesis)#Die_Verwendung_des_Begriffs_Interaktion_in_der_Autopoiese-Beschreibung_von_Maturana.2FVarela|Die Verwendung des Begriffs Interaktion in der Autopoiese-Beschreibung von Maturana/Varela]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Lernzyklus&amp;diff=6667</id>
		<title>Diskussion:Lernzyklus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Lernzyklus&amp;diff=6667"/>
		<updated>2026-06-09T14:06:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Lernzyklus}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in der Zusammenfassung wird der Begriff Kreis verwendet. Dies deckt sich nicht mit der grafischen Entsprechung des abgebildeten Modells. Das Modell stellt für mich die Tatsache in den Vordergrund, dass ein Unterschied zwischen Standort1 und Standort2 besteht. Deshalb erachte ich den Begriff Kreis hier als eher unpassend oder sogar als irreführend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: --[[Benutzer:Stefan Marty-Teuber|Stefan Marty-Teuber]] ([[Benutzer Diskussion:Stefan Marty-Teuber|Diskussion]]) 17:09, 6. Dez. 2020 (CET)&amp;lt;br&amp;gt;Herzlichen Dank für deinen Beitrag! Der Begriff Kreis wird auch in „Lernen und Bewegungskompetenz“ verwendet (als eine Übersetzung von Zyklus bzw. griechisch kýklos). In diesem Kontext wird er nicht im geometrischen Sinn verwendet. Ganz ähnlich spricht man z. B. im Deutschen im übertragenen Sinn von einem Kreis, der sich schließt. Vor diesem Hintergrund haben wir seinerzeit im Ressourcenpool „Curriculum und Forschung“ bewusst die grafische Darstellung eines „offenen“ Kreises mit markiertem Ausgangs- und Endpunkt gewählt. Da du aber hier in der Zusammenfassung vom Begriff Kreis irritiert worden bist, ersetze ich ihn gerne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dank deines Beitrages ist mir in den Sinn gekommen, dass ich seinerzeit eine „wörterwurzel“ zum Begriff Zyklus in der Zeitschrift „lebensqualität“ veröffentlich habe. Er ist zwar populärwissenschaftlich, aber enthält vielleicht doch die eine oder andere interessante Information zum Begriff. Ich nehme ihn in die weiterführende Literatur auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: P. S. Im KOFL versuchen wir, (auch personell) größtmögliche Transparenz anzustreben, getreu nach dem Motto von Maturana/Varela „Alles Gesagte ist von jemandem gesagt“. Ich würde mich freuen, wenn du bei deinem nächsten Beitrag deinen Namen angibst. Man diskutiert dann nicht in eine anonyme Leere hinein …&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Konzept-Raster&amp;diff=6666</id>
		<title>Diskussion:Konzept-Raster</title>
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		<updated>2026-06-09T14:05:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Konzept-Raster}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Schwerkraft&amp;diff=6665</id>
		<title>Diskussion:Schwerkraft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Schwerkraft&amp;diff=6665"/>
		<updated>2026-06-09T14:05:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Schwerkraft}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Schwerkraft&amp;diff=6664</id>
		<title>Schwerkraft</title>
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		<updated>2026-06-09T14:05:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Schwerkraft. Diese ist eine Grundbedingung des Lebens und der Bewegung auf unserem Planeten, die mit dem Phänomen des Gewichts zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ beleuchtet die grundlegende Bedeutung der Bewegung für das Leben. Das Zitat ist der Text des zweiten Unterkapitels „Schwerkraft und Bewegung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;4.2. Schwerkraft und Bewegung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Die &#039;&#039;&#039;Schwerkraft&#039;&#039;&#039; hat einen maßgeblichen Einfluss auf das Leben auf unserem Planeten. Die Entwicklung des kinästhetischen Sinnessystems kann man als die evolutionäre Antwort des Lebendigen auf die Schwerkraft verstehen. Wir nehmen in uns ihre konstante Wirkung als unser Gewicht wahr. Deshalb müssen wir während unserer Aktivitäten ununterbrochen mit aktiver Muskelarbeit kontrollieren und organisieren, wie wir das Gewicht unserer Körperteile direkt oder über andere Körperteile auf den Boden oder andere Unterstützungsflächen abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Weil wir die Gewichtsabgabe unserer Körperteile auch im Sitzen oder Stehen fortlaufend aktiv steuern und neu organisieren müssen, werden in der Kinästhetik solche scheinbar bewegungslosen Positionen ebenso als Bewegungsprozesse betrachtet wie die Fortbewegung oder Positionswechsel. So beruht z. B. ein erholsamer Schlaf nicht darauf, dass wir möglichst regungslos im Bett liegen, sondern darauf, dass wir durch viele kleine (und größere) Bewegungen ständig unsere Gewichtsabgabe und damit unsere Körperspannung regulieren. Vor diesem Hintergrund ist die Kontrolle und ‚Organisation‘ des Gewichtes der eigenen Körperteile in der Schwerkraft für den Menschen eine zentrale Herausforderung des Lebens.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox &#039;&#039;&#039;„Gewicht“&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
[[Datei:Newton.jpg|mini|rechts|Ein Apfel soll Sir Isaac Newton (1642–1726), unter einem Apfelbaum sitzend, auf den Kopf gefallen sein und ihn auf die Idee gebraucht haben, dass die Schwerkraft für die ganze Himmelsmechanik bestimmend sein könnte.]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Physikalisch betrachtet geht aufgrund der Schwerkraft von jeder Masse eine Gewichtskraft aus. Auf der Erdoberfläche beträgt die Kraft, die von einer Masse von 1 kg ausgeht, 9.81 N(ewton), auf dem Mond hingegen nur ein Sechstel hiervon. Bekanntlich bekommen Astronauten in der Schwerelosigkeit ohne Gegenmaßnahmen Probleme mit ihrer [[Gesundheitsentwicklung]]. Dies geschieht darum, weil die ständige aktive Bewegung in der Schwerkraft in einer engen Wechselwirkung mit der Tätigkeit der Vitalfunktionen und dem gesamten körperlichen ‚Energiehaushalt‘ steht. Daraus wird die zentrale Bedeutung der Schwerkraft für das Leben klar ersichtlich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 42–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Konzept-Raster&amp;diff=6663</id>
		<title>Konzept-Raster</title>
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		<updated>2026-06-09T14:04:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus dem einschlägigen Zitat zum Thema „Konzept-Raster“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“. Der Artikel beschreibt die Bedeutung und Anwendung des Konzept-Rasters als Werkzeug der Analyse und Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Konzept-Raster in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Im  dritten Unterkapitel „Instrumente“ des zweiten Kapitels „Methoden und Instrumente“  bildet der Text das zweite Thema mit dem Titel „Das Konzept-Raster“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Konzept-Raster A4-hoch-DE jpg.jpg|mini|rechts|Das Konzept-Raster im Hochformat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;2.3.2. Das Konzept-Raster&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Das &#039;&#039;&#039;Konzept-Raster&#039;&#039;&#039; ist ein Instrument, das in Lern- oder Analyseprozessen zur Dokumentation eingesetzt werden kann. Es zeigt die sechs Konzepte der Kinästhetik mit ihren Unterthemen. Es setzt also die Kenntnis der Konzeptblickwinkel voraus. Es kann sehr breit verwendet werden, so z. B. um das aktuelle eigene Konzeptverständnis, die Ausgangslage in einer Praxissituation oder den Lern- und Entwicklungsverlauf in einer Fallbearbeitung zu dokumentieren. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In bestimmten Verwendungen kann es Schritt für Schritt und vollständig ausgefüllt werden, so z. B. um eine Aktivität systematisch und möglichst umfassend zu untersuchen. In anderen Anwendungen empfiehlt es sich, den eigenen Entdeckungen und Erfahrungen zu folgen und diese den passenden Konzepten zuzuordnen. Manchmal wird es wenig Sinn machen, es vollständig ausfüllen zu wollen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das Raster kann in der Mitte unterteilt werden, um eine Gegenüberstellung oder Entwicklung (z. B. vorher – nachher) in Lern- und Analyseprozessen darzustellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schmidiger, Monika (2014):&#039;&#039;&#039; „Geht nicht&amp;quot; geht nicht. Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1. S. 26–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Márton, Klára; Szocs, Judith (2010):&#039;&#039;&#039; Lebensschule für alle Beteiligten – Stiftung Lebensqualität hilft konkret in Rumänien. Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2010, Nr. 2. S. 11–13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentationswerkzeuge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Lernzyklus&amp;diff=6662</id>
		<title>Lernzyklus</title>
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		<updated>2026-06-09T14:00:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einem einschlägigen Zitat zum Thema Lernzyklus. Der Lernzyklus ist eine methodische Großform, die angelehnt an das Lernmodell in vier Schritten einen Zyklus bildet und insbesondere selbstgesteuertes Lernen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Lernzyklus in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Im zweiten Kapitel „Methoden und Instrumente“ beschreibt der Text unter dem zweiten Unterkapitel „[[Lernmodell|Das Lernmodell]]“ dessen erste konkrete Ausprägung unter dem Titel &#039;&#039;&#039;„Der Lernzyklus“&#039;&#039;&#039;. Bei dieser rückt der Praxisbezug, d. h., die Anwendung des Themas in einer konkreten Situation, im dritten Teil in den Mittelpunkt. Nach dem Lernzyklus wird die zweite konkrete Ausprägung, die [[Lernspirale]], beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;2.2.1. Der Lernzyklus&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eine Methode, die an Kurstagen verwendet wird, ist der &#039;&#039;&#039;Lernzyklus&#039;&#039;&#039;. Ein Lernzyklus betrifft ein bestimmtes Thema, z. B. das Konzept Funktionale Anatomie, das Thema [[Bewegungskompetenz]] oder die [[Feedback-Control-Theorie]]. In einem Zyklus (griechisch, ‚Kreis‘) werden Aspekte des Themas in Einstiegs-, Lern-, Integrations- und Ausstiegsaktivitäten unter definierten Blickwinkeln für Sie erfahrbar und dokumentierbar. Der Lernzyklus erlaubt ein gleichermaßen fokussiertes wie breites Lernen, das durch die differenzierte Beschreibung und Auswertung der eigenen Lernfortschritte mit dem Instrument der [[Bildungsfelder]] unterstützt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Für ein gezieltes Lernen in der Kinästhetik ist es wichtig, dass Sie die Anlage eines Lernzyklus verstehen. Die Gestaltung von Lernzyklen hingegen wird erst in der TrainerInnen-Ausbildung zu einem Lernthema. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lernzyklus-color DE.jpg|500px|thumb|zentriert|&#039;&#039;Der &#039;&#039;&#039;Lernzyklus&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Der Aufbau, die Teile und Schwerpunkte des Lernzyklus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;br clear=all&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstiegsaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Einstieg wird Ihnen das Thema vorgestellt und es erfolgt eine Einführung mithilfe der Sprache oder auch mit kurzen [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]]. Dabei ist wichtig zu klären, in welchem Kontext und mit welcher Absicht das Thema untersucht wird, welche Bedeutung es in diesem Kontext haben kann und welche Anknüpfungspunkte es zu anderen Themen bietet. Der Einstieg dient auch der Bestimmung Ihrer persönlichen Ausgangslage bezüglich des Themas. Dies kann durch die Ausführung und Dokumentation einer geeigneten Bewegungserfahrung geschehen oder durch irgendeine andere Erfahrung, die Ihnen z. B. Aufschluss über Ihre aktuellen Annahmen gibt. Diese ‚Vergleichsaktivität (A1)‘ wird am Ende des Lernzyklus als ‚Vergleichsaktivität (A2)‘ wieder aufgenommen, um einen Vergleich vorzunehmen. Das schriftliche Dokumentieren der Vergleichsaktivitäten erlaubt Ihnen dabei einen zuverlässigeren Vergleich Ihrer Erfahrungen oder Annahmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Lernaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Lernaktivitäten dienen dazu, die Aufmerksamkeit auf die [[Unterschied|Unterschiede]] und ihre Eigenschaften zu richten, die bei der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten des Themas aus Ihrer Innenperspektive auffallen. Hierfür werden spezifische Blickwinkel oder Fragestellungen definiert. Die Lernaktivitäten bilden einen Rahmen, in dem Sie sich allein oder zusammen mit anderen Menschen der Erforschung und Analyse des Themas widmen können, losgelöst von seiner Anwendung und Bedeutung in der Praxis. Die Herausforderungen einer konkreten Lebenssituation sind in diesem Teil des Lernzyklus also zweitrangig. Je differenzierter und umfassender bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Unterschiede entdeckt und wahrgenommen werden, desto leichter erkennt man auch zugrunde liegende Muster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In einem Lernzyklus zu einem Konzept der Kinästhetik werden v. a. die [[Bewegungserfahrung|Einzel- und Partnererfahrungen]] als Lernaktivitäten verwendet. Für diese Bewegungserfahrungen wird jeweils ein Fokus des Konzeptsystems festgelegt und erklärt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das hauptsächliche Lernthema ist die Entwicklung einer differenzierten Bewegungswahrnehmung, -steuerung und -anpassung durch die Erforschung und Analyse Ihrer grundsätzlichen Bewegungsmöglichkeiten. Während der Lernaktivitäten erhalten Sie regelmäßig Zeit für die persönliche Reflexion und Beschreibung Ihrer Erfahrungen sowie für den gemeinsamen Austausch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Integrationsaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Der Bezug zur Praxis bildet den Ausgangspunkt der Integrationsaktivitäten. Sie setzen sich im Rahmen des Themas mit einer konkreten Situation oder Aktivität Ihres beruflichen oder privaten Alltags auseinander. Sie bauen in dem Sinne auf Ihren Lernaktivitäten auf, dass Sie bei dieser Beschäftigung mit einer konkreten Lebenssituation besonders auf die Unterschiede achten, die Sie aufgrund Ihrer Lernaktivitäten differenzierter und mit erhöhter Sensibilität wahrnehmen können. In den Integrationsaktivitäten untersuchen Sie in diesem Sinne einerseits den Ihnen vertrauten Weg der Ausführung der betreffenden Aktivität. Andererseits ist es wichtig, ihn zu variieren und neue Wege zu erforschen. Dies erleichtert es Ihnen, Ihre ‚normalen‘ Muster zu erkennen und zu verstehen. Zugleich verschaffen Sie sich dadurch eine Vielzahl von Möglichkeiten in der betreffenden Situation und erweitern Ihren Handlungsspielraum. Auch in diesem Teil erhalten Sie die Gelegenheit zur persönlichen oder gemeinsamen Reflexion und Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ausstiegsaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Ausstiegsteil führen Sie die Vergleichsaktivität des Einstiegs erneut aus und beschreiben, wie Sie diese jetzt wahrnehmen und was Ihr aktueller Standort in Bezug auf das Thema ist. Der Vergleich zwischen der Ausgangslage und dem aktuellen Standort erleichtert es Ihnen, Ihre Lernfortschritte zu erkennen und auszuwerten. Achten Sie bei der Auswertung Ihres Lernprozesses darauf, welche Erfahrungen, Erkenntnisse und Ideen aus dem ganzen Lernzyklus für Sie eine besondere Bedeutung haben, aber auch darauf, wo für Sie noch offene Fragen bestehen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 18–21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Stefan Marty-Teuber (2014):&#039;&#039;&#039; Zyklus: Vom Rad zum Hals. Serie „wörterwurzeln“. In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1.  S. 32–34. Zum Artikel geht es [[Medium:Zyklus-mast-lq.pdf|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lernmodell]]&lt;br /&gt;
* [[Lernspirale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen/Methodische Großformen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Feedback-Control-Theorie&amp;diff=6661</id>
		<title>Feedback-Control-Theorie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Feedback-Control-Theorie&amp;diff=6661"/>
		<updated>2026-06-09T13:47:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* „Feedback Control“ in „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Feedback-Control-Theorie, einer der häufig genannten kybernetischen Grundlagen mit hoher Bedeutsamkeit in Kinästhetik-Lernprozessen. Die ersten Zitate stammen aus den Büchern „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ und „Kybernetik und Kinästhetik“, die weiteren Zitate stammen aus „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“. Es ist in die „Einleitung“ eingebettet, und zwar beim Thema der Grundlagen, auf denen die Kinästhetik beruht. Als Erstes werden die wissenschaftlichen Grundlagen erläutert, und in diesem Zusammenhang die kybernetische Theorie der zirkulären Selbstregulation kurz zusammengefasst und ihre Bedeutung für die Kinästhetik beschrieben.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Ein zentrales Element der Kybernetik ist die Theorie der zirkulären Selbststeuerung durch Rückkoppelung (Feedback). Sie liefert ein Modell für die Beschreibung von Regulations- und Steuerungsprozessen in Systemen. KybernetikerInnen und NeurobiologInnen übertrugen dieses Modell auf Lebewesen und befassten sich mit Feedbackprozessen innerhalb von lebenden Systemen. Aus solchen Forschungen entwickelte der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith die &#039;&#039;&#039;„Feedback Control Theory“&#039;&#039;&#039; (Rückkoppelungs-Kontroll-Theorie). Es zeigte sich, dass Lebewesen ihre Lebensprozesse von innen heraus regulieren und steuern (Selbstregulation). Entsprechend wird im Fachgebiet Kinästhetik davon ausgegangen, dass der Mensch seine Gesundheits- und Lernprozesse als Feedbackprozesse von innen heraus reguliert und dass die Bewegungskompetenz in der Steuerung dieser Prozesse eine zentrale Rolle spielt.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. 6. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Die vorausgehenden Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ und „Schwerkraft und Bewegung“ beleuchten die grundlegende Bedeutung der Bewegung und der Schwerkraft für das Leben. Das Zitat ist der Text des dritten Unterkapitels „Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;„4.3. Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie steuert der Mensch sein Verhalten? Wie funktioniert die Steuerung all seiner Lebensprozesse? Bei diesen zentralen, aber sehr komplexen Fragen werden in der Kinästhetik Erklärungsmodelle verwendet, die aus der Kybernetik und Neurobiologie stammen. Die Kybernetik versteht den Menschen als ein sich selbst regulierendes Bewegungssystem. Sie erklärt die Steuerung der Lebensprozesse und des Verhaltens mit sogenannten Regelkreisen oder Feedback-Schleifen. In diesen wirken Elemente mit unterschiedlichen Funktionen in einem Kreisprozess zusammen und ermöglichen dadurch eine in jedem Moment anpassungsfähige Steuerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;K. U. Smith (1907–1994), der Pionier der Verhaltenskybernetik, beschäftigte sich hauptsächlich mit der Erforschung dieser Theorie beim Menschen. Seine Forschungen bilden eine wichtige theoretische Grundlage der Kinästhetik. Für die Beschreibung der Steuerung des menschlichen Verhaltens verwendete er den Begriff ‚Feedback Control‘ (Smith; Smith 1973&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Seine &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontroll-Theorie&#039;&#039;&#039; geht davon aus, dass die Steuerung oder besser Regulation (‚Control‘) des menschlichen Verhaltens auf Rückkoppelungsprozessen (‚Feedback‘) beruht. Das bedeutet, dass das Verhalten nicht von einem bestimmten Element, z. B. dem Gehirn, gesteuert wird, sondern durch eine sich selbst regulierende, kreisförmige ‚Zusammenarbeit‘ unterschiedlicher Elemente.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die drei wesentlichen Elemente dieser Rückkoppelungsschleifen der Verhaltenssteuerung sind:&amp;lt;br&amp;gt;• Motorisches System: die Funktionen des Bewegungsapparates&amp;lt;br&amp;gt;• Sensorisches System: die Funktionen der Sinnessysteme&amp;lt;br&amp;gt;• Nervensystem: die Funktionen des zentralen und des gesamten Nervensystems&amp;lt;br&amp;gt;Dabei bedingen sich diese drei Elemente wechselseitig, d. h., ohne Bewegung gibt es keine Sinneswahrnehmungen, ohne Sinneswahrnehmungen gibt es keinen Vergleich mit der Absicht durch das Nervensystem, ohne Vergleich mit der Absicht wiederum keine Bewegung usw. Das ununterbrochene Zusammenspiel zwischen diesen drei Elementen in fast unmittelbarer Rückkoppelung ermöglicht es einem Menschen z. B. zu stehen oder einen Bleistift aufzuheben. Die Steuerung einer solchen Aktivität ergibt sich daraus, dass durch dieses Zusammenspiel fortlaufend die Unterschiede zur Absicht (‚stehen‘, ‚Bleistift aufheben‘) ausgeglichen oder korrigiert werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Aktivität des Stehens beruht somit auf einer ununterbrochenen Korrektur von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘, die wir bei der Verwirklichung dieser Absicht selbst produzieren. Auf diese Weise verlangt die Ausführung jeder Aktivität fortlaufende Anpassungen, die nur durch den zirkulären Wirkungszusammenhang zwischen dem motorischen System, sensorischen System und dem Nervensystem möglich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund richtet sich in der Kinästhetik das Interesse auf die Bewegung und die Bewegungswahrnehmung als Basis aller Sinneswahrnehmungen. Sie bilden eine wichtige Grundlage der Verhaltenssteuerung, und jeder Mensch hat, solange er lebt, einen direkten und differenzierten Zugang zu seiner Bewegung(swahrnehmung).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legende zur grafischen Darstellung der Feedback-Kontrolle:&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedback Kontroll Theorie.png|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Diese Darstellung der Feedback-Kontrolle nach dem Verhaltenskybernetiker K. U. Smith zeigt auf einer grundsätzlichen Ebene die ‚Mitspieler‘ der Verhaltenssteuerung und ihre zirkuläre Rückkoppelung. Dabei werden die Funktionen des sensorischen Systems durch die Symbole unserer Sinne dargestellt. Die Funktionen des Nervensystems werden durch Gehirn und Nervenbahnen und die Aufgaben des motorischen Systems durch einen Muskel symbolisiert. Während der Ausführung einer Aktivität vollziehen sich die entsprechenden zirkulären Wirkungszusammenhänge so schnell, dass wir keine zeitliche Verzögerung zwischen den kreisförmig verbundenen Prozessen des motorischen Systems, sensorischen Systems und – in kybernetischer Sprache ausgedrückt – des Vergleichs des Ist-Wertes (des jeweiligen ‚Zwischenstandes‘) mit dem Soll-Wert (der Absicht) durch das Nervensystem feststellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Wir können nicht stehen&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die Funktionsweise unserer Bewegungssteuerung, und damit der Feedback-Kontrolle, lässt sich ausgezeichnet in einer Bewegungserfahrung nachvollziehen: Stehen Sie auf einem Bein und schließen Sie die Augen. Achten Sie nun darauf, wie Sie auf der Ebene der Bewegung diese Aktivität zustande bringen. Sie werden feststellen, dass Sie fortlaufend Anpassungsbewegungen machen und die ‚Fehler‘ und Unsicherheiten korrigieren, die Sie selbst produzieren. Man könnte folglich sagen, dass wir gar nicht stehen können, sondern nur fortlaufend verhindern, dass wir umfallen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 43–45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
=== Ausführungen zur menschlichen Selbstregulation im Sinn der Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Vorausgehend werden als Grundlagen eine Bewegungserfahrung angeleitet und die Selbstverständlichkeit der alltäglichen Bewegung sowie Grundfragen  thematisiert. Das Zitat ist der Text des nachfolgenden Themas „Interaktion und Kommunikation aus kybernetischer Sicht“. Das Zitat eröffnet das zweite Unterkapitel „Selbstregulation und persönliches Lernen“ und trägt die Überschrift „Wie reguliere ich mich?“. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;6.2.1. Wie reguliere ich mich?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Wenn Sie die einleitende [[Bewegungserfahrung]] gemacht haben, haben Sie wahrscheinlich Folgendes festgestellt: Wenn Sie im Sitzen die Füße hochheben und sich nicht mit den Händen abstützen, erhöht sich wahrscheinlich Ihre Spannung und es ist nicht mehr so einfach, die Position zu halten. Trotzdem gelingt es Ihnen wie von alleine; offensichtlich liegt in diesem Sinne eine fortlaufende Selbstregulation vor, die erfahrbar, aber auch von Ihnen selbst beeinflussbar ist. Dadurch ist Ihnen das kybernetische Verständnis der Regulation der Bewegung (bzw. der meisten Lebensprozesse) erfahrbar geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kybernetik geht davon aus, dass diese Selbstregulation auf ununterbrochenen, sehr unmittelbaren &#039;&#039;&#039;zirkulären Prozessen zwischen motorischem System, sensorischem System und Nervensystem&#039;&#039;&#039; beruht. Diese Prozesse werden im Modell als kybernetische Regelkreise oder Feedback-Schleifen dargestellt (vgl. Infobox S. 59). Wie im vierten Kapitel erwähnt, versteht die Kinästhetik Positionen wie Liegen, Sitzen oder Stehen, die von außen betrachtet nach statischen, ‚bewegungslosen‘ Zuständen aussehen, als aktive Bewegungen. Eine entsprechende Anleitung zu einer Bewegungserfahrung im Stehen findet sich in der Infobox auf Seite 35. Vielleicht ist im Stehen leichter als im Sitzen erfahrbar, dass es unmöglich ist, bewegungslos in einer Position zu verweilen. Aber tatsächlich sind wir nur dazu imstande, fortlaufend mit vielen kleinen Bewegungen zu verhindern, dass wir umfallen (oder im Liegen einen Dekubitus entwickeln). Bei jeder Aktivität findet also durch Selbstregulation ununterbrochen ein Ausgleich von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘ statt, die wir selbst produzieren – und ohne diese ständigen Korrekturen und Anpassungen an die Absicht ist keine zielgerichtete Bewegung möglich. Bei kleinen Kindern, die dabei sind, stehen zu lernen, lässt sich gut beobachten, wie sie in eine tiefere Position plumpsen, wenn eine rechtzeitige ‚Korrektur‘ misslingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wegen ihrer konstanten Unmittelbarkeit, ihrer ‚Geschwindigkeit‘, sind solche Regelkreise oder Feedback-Schleifen nur als Ganzes erfahrbar. Die beteiligten Systeme (motorisches, sensorisches System und Nervensystem) sind isoliert nicht erfahrbar. Wie wichtig aber dieses ununterbrochene Zusammenspiel bzw. diese Selbstregulation ist, kann einem z. B. unter starkem Alkoholeinfluss auffallen. In diesem Zustand passiert es leicht, dass man ‚[[Fehler]]‘ der Bewegung so verzögert wahrnimmt, dass das Nervensystem die Abweichung nicht mehr rechtzeitig berechnen, und damit keine Korrekturen veranlassen kann. Dadurch kommt man zumindest ins Schwanken oder landet gar im Straßengraben ... Für die Effekte solcher zeitlichen Verzögerungen des sensorischen Feedbacks interessierte sich insbesondere der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (vgl. Kapitel 4.3.4); darauf dass Phänomene wie Ataxie und Intentionstremor als Störungen von Regelkreisen erklärt werden können, hatte bereits Norbert Wiener verwiesen (vgl. Infobox S. 26).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zugehörige Infobox zeigt dieselbe Grafik, wie sie oben bei den Zitaten aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ sichtbar ist. Sie trägt hier die Überschrift &#039;&#039;&#039; „Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation“ &#039;&#039;&#039; und enthält folgenden Text:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;  &#039;&#039;Die Abbildung zeigt ein kybernetisches Modell der menschlichen Verhaltensregulation. Das Gehirn und angedeutete Nerven stehen dabei für das gesamte Nervensystem und der Muskel für das gesamte motorische System. Den dritten Mitspieler der Feedback-Schleife bilden das kinästhetische Sinnessystem, symbolisiert durch eine Muskelspindel, und – auf ihm basierend bzw. aufs Engste mit ihm verbunden – die klassischen fünf Sinne (sensorisches System). Im Prozess des konkreten Verhaltens wird ein solcher Regelkreis besser als eine dynamische, dreidimensionale Spirale beschrieben. Die Gesamtrichtung, in der sich die Spirale im Raum fortbewegt, wird im dreidimensionalen Modell durch die Absicht bzw. durch die fortlaufenden Annäherungen an sie bestimmt (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 43–45).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 58 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Norbert Wieners Bleistift-Aufheben als frühestes praktisches Beispiel für die Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Im 3. Kapitel „Der Kern: Feedback und Zirkularität“ (S. 20 ff.) des Buches wird insbesondere die technische Bedeutung zirkulärer Rückkoppelungs- oder Feedbackschleifen ausgeführt. Im Kapitel „3.5. Komplexe Anpassungsleistungen“ wird unter Berufung auf Norbert Wiener, einen wichtigen Pionier der Kybernetik, die Brücke zur Funktionsweise des Menschen und damit zur Feedback-Control-Theorie geschlagen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;3.5. Komplexe Anpassungsleistungen&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Norbert Wiener beschrieb schon früh das Aufheben eines Bleistifts als einen Prozess, der nur durch Zirkularität erklärbar ist (vgl. Infobox S. 26). Er bezeichnete das Prinzip der Rückkoppelung als ‚einen wichtigen neuen Gedanken‘ der Neurophysiologie und erklärte frühere [[Lineare Kausalität|lineare]] Erklärungen als unhaltbar. Sie gingen davon aus, dass das Nervensystem als abgeschlossenes Organ ‚von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt‘. Das Gehirn gibt in kybernetischem Denken nicht den Befehl dazu, einen Bleistift aufzuheben (Ursache), woraus folgt, dass der Arm gehorcht (Wirkung). Vielmehr beruht diese Aktivität auf &#039;&#039;&#039;Regelkreisen oder Feedback-Schleifen&#039;&#039;&#039;, welche die Elemente des Nervenystems, des motorischen Systems und des sensorischen Systems zirkulär verbinden. Eine grundlegende Rolle für die ganze Wahrnehmung spielt dabei der [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetische oder propriozeptive]] Sinn (vgl. auch Infobox S. 56).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Infobox auf Seite 26 werden die Aussagen, die im vorangehenden Text erwähnt werden, unter der Überschrift „Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung“ in in ihrem gesamten Zusammenhang zitiert:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das folgende längere Zitat zeigt auf, dass Norbert Wiener auch die Dimension der Kybernetik erkannte, die in der Kinästhetik kultiviert und umgesetzt wird:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚Angenommen, ich hebe einen Bleistift auf. Um dies zu tun, muss ich bestimmte Muskeln bewegen. Nur ein fachkundiger Anatom kennt alle diese Muskeln, und selbst er könnte die Handlung kaum als bewusste Willensanstrengung ausführen, indem er jeden betroffenen Muskel in der richtigen Reihenfolge kontrahieren würde. Es ist nicht unser Ziel, einzelne Muskeln zu bewegen, sondern den Bleistift aufzuheben. Sobald wir das einmal beschlossen haben, geht die Bewegung des Arms und der Hand auf eine solche Art vonstatten, dass man sagen könnte: Das Maß, um welches der Bleistift noch nicht aufgehoben ist, wird stufenweise verringert. Dieser Teil der Handlung geschieht nicht mit vollem Bewusstsein.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Um eine Handlung in dieser Weise durchzuführen, muss es eine – bewusste oder unbewusste – Meldung an das Nervensystem darüber geben, wie stark wir in jedem einzelnen Augenblick das Ziel verfehlt haben, den Bleistift aufzuheben. Diese Meldung mag zumindest teilweise visuell sein, im Allgemeinen aber ist sie eher [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetisch bzw. propriozeptiv]], um einen Begriff zu verwenden, der zur Zeit in Mode ist. Wenn diese propriozeptiven Sinneseindrücke fehlen und wir sie nicht visuell oder auf andere Weise ersetzen, so sind wir unfähig, die Handlung des Bleistiftaufhebens auszuführen; wir befinden uns dann in einem Zustand, den man Ataxie nennt. Auf der anderen Seite ist eine übermäßige Rückkoppelung wahrscheinlich eine ebenso große Behinderung. In diesem Fall schießt die Muskelbewegung über ihr Ziel hinaus und gerät in eine unkontrollierbare Oszillation. Dieser Zustand, der häufig mit einer Verletzung des Kleinhirns in Verbindung gebracht wird, ist als Intentionstremor bekannt.‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss wird unter der Überschrift „Zirkularität als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation“ die Fortsetzung des Zitats zitiert. In dieser erläutert Norbert Wiener die Bedeutung seines vorangehenden Beispiels des Bleistift-Aufhebens für das Verständnis der Funktionsweise des Menschen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;[[Zirkularität]] als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; In der Fortsetzung des Zitats betont Wiener das grundsätzlich neue Verständnis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation und seine mögliche Tragweite in unterschiedlichsten Bereichen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚In diesem Falle nun besteht eine signifikante Parallele zwischen der Tätigkeit des Nervensystems und der Arbeitsweise bestimmter Maschinen. Das Prinzip der Rückkoppelung führt einen wichtigen neuen Gedanken in die Neurophysiologie ein. Das zentrale Nervensystem erscheint nicht länger als ein in sich abgeschlossenes Organ, welches von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt. Ganz im Gegenteil sind einige seiner typischsten Aktivitäten nur als zirkuläre Prozesse erklärbar, d. h. als Prozesse, die vom Nervensystem in die Muskeln wandern und durch die Sinnesorgane wieder in das Nervensystem zurückgelangen. Dieser Befund scheint die Erforschung des Nervensystems als einem integrierten Ganzen einen deutlichen Schritt vorwärts zu bringen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Der neue Ansatz, den die [[Kybernetik (Begriff)|Kybernetik]] darstellt – eine Integration von Untersuchungen, die weder rein biologisch noch rein physikalisch sind, sondern vielmehr eine Kombination beider Wissensgebiete bilden –, hat schon jetzt unter Beweis gestellt, dass er bei der Lösung vieler Probleme der Technik, der Physiologie und höchstwahrscheinlich auch der Psychiatrie von Nutzen sein kann.‘ (Wiener 2001&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Wiener, Norbert (2001): &#039;&#039;&#039; Futurum exactum. Ausgewählte Schriften zur Kybernetik und Kommunikationstheorie. Übersetzt von C. Kassung. Herausgegeben von Bernhard Dotzler. Wien, New York: Springer. ISBN 978-3-211-83467-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;, S. 16).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 24 und 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Feedback Control“ in „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973) ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Psychlogie – Eine Einführung in die Verhaltenswissenschaft“ (1973) von Karl U. und Margaret F. Smith. Es ist eingebettet in das zweite Kapitel „Das sich verhaltende System“ des ersten Teils „Einführung“. Voraus geht eine Einführung in das Kapitel. Das Zitat ist der Text des anschließenden Unterkapitels „Feedback-Kontrolle“.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;„Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; Der Fachbegriff Feedback wurde zuerst von Ingenieuren verwendet, um den Prozess zu beschreiben, der gebraucht wurde, um maschinelle Operationen automatisch zu kontrollieren. In diesem technischen Sinne bedeutet Feedback ein zum Input der Maschine zurückkehrendes Signal, das den Effekt anzeigt, den ihr Output schon ausgegeben hat. Das Feedback-Signal wird dann gebraucht, um die Tätigkeit, welche die Maschine auch immer ausführt, zu regulieren oder zu korrigieren. Die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; hat dieselbe allgemeine Bedeutung, ob sie nun auf lebende oder nicht lebende Systeme angewendet wird; sie meint die Selbstregulation der Aktivität auf der Basis von Informationen über die Effekte von früheren Aktivitäten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie man vielleicht vermutet, ist die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; in lebenden Systemen weitaus komplizierter als in nicht lebenden Systemen. Ein wichtiger Unterschied ist, dass das Verhalten von Lebewesen nicht nur eine Art von Signal generiert, wie z. B. das elektrische Signal, das von einer Maschine verwendet werden könnte, sondern eine Vielzahl verschiedener Arten von Feedback-Effekten, die in zeitlicher Hinsicht und in ihrer Signifikanz für das Individuum variieren. Wenn ein öffentlicher Redner sich an ein Publikum wendet, erhält er unmittelbar ein auditorisches Feedback vom Schall, den seine Sprechbewegungen produzieren. Er schaut sein Publikum auch an und hört ihm zu, um zu beobachten, was für Effekte seine Worte auf dieses haben. Von dessen Reaktion erhält er ein leicht verzögertes soziales Feedback. Wenn er ein aufmerksames, enthusiastisches Publikum hat, wird er eine Art von emotionalem Feedback erhalten, das zu Befriedigung oder Euphorie führt. Wenn sein Publikum ihn ausbuht, in die Zange nimmt oder einfach unaufmerksam ist, erhält er eine andere Art von emotionalem Feedback. Alle diese mehr oder weniger unmittelbaren Feedback-Effekte inklusive anderer, die wir nicht erwähnt haben, beeinflussen das Verhalten des Redners während des Ablaufs der Rede. Nach der Rede erhält er vielleicht zusätzliches Feedback durch Kommentare, die seine Zuhörer gemacht haben, und später erhält er vielleicht Briefe oder liest Zeitungsberichte über die Rede. Diese verzögerten Effekte werden seine anschließenden Handlungen und Einstellungen beeinflussen. Folglich sehen wir, dass sowohl unmittelbare als auch verzögerte Effekte in dem Sinne Feedback sind, dass sie Informationen über Verhalten abgeben und gebraucht werden, um anschließendes Verhalten zu kontrollieren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Kybernetik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Wenn ein lebender Organismus oder eine Maschine die eigene Aktivität mit den Mitteln des Feedbacks reguliert, sprechen wir von geschlossen-schleifigen Systemen, weil die Feedback-Antwort eine Schleife von der Handlungskomponente zur Regulierungs- oder Kontrollkomponente vollführt. Ein Thermostat ist ein geläufiges geschlossen-schleifiges System, das automatisch eine Wärmequelle anschaltet, wenn ein Thermometer anzeigt, dass die Temperatur unter ein bestimmtes Niveau gesunken ist, und sie dann wieder abschaltet, sobald die Temperatur eine bestimmte Obergrenze erreicht hat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Gegensatz zu geschlossen-schleifigen Systemen, werden offen-schleifige Systeme von einem externen Anwender oder einer reizauslösenden Bedingung kontrolliert. Ein nicht automatischer elektrischer Heizkörper ist ein offen-schleifiges System, das von jemandem, der den Schalter betätigt, kontrolliert wird. Es ist nicht empfindlich auf die Wärme des Raumes, sondern generiert Wärme, bis es jemand abstellt. Die lebensnahen Figuren in den Gärten von Paris, die Descartes die Idee des S-R-Reflexes gaben (siehe S. 11f.) waren offen-schleifige Systeme, die direkt von Reizen der Umgebung kontrolliert wurden. Lebende Individuen scheinen manchmal unter direkter Kontrolle von Reizen zu sein, aber sie sind keine richtigen offen-schleifige Systeme, da der Effekt eines Reizes auf einen sich verhaltenden Organismus z. T. von dem eigenen Verhalten des Organismus reguliert wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Feststellung, dass das Verhalten ein geschlossen-schleifiger Kontrollprozess ist, entstand aus den Erfahrungen der Psychologen und Ingenieuren während des Zweiten Weltkriegs, beim Kreieren von effektiven militärischen Maschinen und bei der Ausbildung von Menschen, die diese bedienen sollten. Wenn maschinelle Operationen effektiv von einem menschlichen Anwender kontrolliert werden sollen, sollte das ganze Mensch-Maschine-System als ein geschlossen-schleifiges System funktionieren, so wie in einer Folgeoperation. Folgen (tracking) meint einfach eine Folgehandlung, in der das Individuum einem sich bewegenden Reiz mit seinen Augen, Händen, anderen Körperteilen oder mit Werkzeugen, Instrumenten oder Maschinen folgt. Wenn wir ein Bild nachzeichnen, folgen wir seinem Umriss. Wenn wir ein fliegendes Objekt betrachten, folgen wir seinem Weg über den Himmel. Folgen ist eine Eigenschaft von solch spezialisierten militärischen Tätigkeiten wie denjenigen, die von Radaranwendern und Kanonieren vollzogen werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Folgeleistung ist insofern eine geschlossen-schleifige Kontrolloperation, als das Individuum seine Bewegung durch das Beobachten der Position eines Folgeindikators im Verhältnis zu einem Ziel kontrolliert. Visuelles Feedback indiziert, welche Anpassungen der Folgende machen muss um seine Folgehandlung fortzuführen oder zu verbessern. Wenn das Ziel sich nach rechts bewegt, folgt der Folgende ihm nach rechts. Wenn das Ziel sich verlangsamt, verlangsamt sich der Folgende. Eine solche dynamische Leistung ist erfolgreich, weil sie von einem geschlossen-schleifigen System kontrolliert wird, das fortwährend Feedback-Effekte spürt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dem menschlichen Folgen ähnliche Funktionen werden manchmal von geschlossen-schleifigen Maschinen geleistet. Eine solche Maschine ist das Servosystem, das automatisch die Bewegung oder Position einer Welle, eines Hebels oder eines anderen mechanischen Teils mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, korrigiert. Es hat eine Detektorkomponente, die die Differenz zwischen dem Output und der gewünschten Zielbedingung misst und dann ein Feedback-Signal an eine Kontrollkomponente sendet, die den Motor anweist den Output zu korrigieren. Das Feedback wird in diesem Fall negativ genannt, weil es den Fehler negiert, indem es eine Bewegung in gegensätzlicher Richtung zur Abweichung anordnet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Folgeverhalten ist in verschiedener Weise analog zu den Handlungen eines Servosystems. Ein Servosystem kontrolliert einen energiereichen Output mit einem energiearmen Signal. Mit anderen Worten ist die Primärfunktion der Feedback-Schleife nicht Energie zu transportieren, sondern Informationen zu übermitteln. Auf ähnliche Weise kontrolliert das sich verhaltende System seine energiereichen Bewegungen mit den Mitteln der energiearmen Feedback-Signale, die durch das Nervensystem übermittelt werden. Der Detektor eines Servosystems ist analog zu einem Rezeptor, wie z. B. das Auge, das ebenfalls Differenzen zwischen der eigentlichen Reaktion und der Zielposition erkennt. Die Kontrollkomponente des Servosystems ist analog zum Gehirn, das das Feedback-Signal empfängt und einen Befehl an die motorische Komponente oder an einen Muskel sendet, um seine Reaktion anzupassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Ähnlichkeiten zwischen geschlossen-schleifigen Kontrolloperationen in lebenden und nicht lebenden Systemen führten zu einer interdisziplinären Wissenschaft, die Kybernetik genannt wird, ein Terminus, der vom griechischen Wort für Steuermann kommt (Wiener, 1948). Die Kybernetik beschäftigt sich mit der Kontrolle (Steuerung) und der Kommunikation sowohl in lebenden als auch in nicht-lebenden Systemen. Ihr Konzept der geschlossen-schleifigen Kontrolle und selbstgenerierten Feedbacks hat zu wichtigen Entwicklungen in allen Bereichen der Verhaltenswissenschaft geführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Spezialisierte Eigenschaften von sich verhaltenden Systemen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Analogie zwischen menschlichem Verhalten und den Handlungen einer Maschine, wie z. B. eines Servosystems, sollte nicht zu ernst genommen werden, da die sich verhaltenden Systeme eine Vielzahl von speziellen kybernetischen Eigenschaften besitzen. Eine dieser Eigenschaften wird in Kapitel 3 diskutiert werden; ein sich verhaltendes System kann nämlich in gewissen Maße die Reize, auf die es reagiert, selektieren und regulieren. Eine zweite wichtige Charakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie viele unterschiedliche Arten von Aktivitäten gleichzeitig kontrollieren können. Sogar die einfachste Reaktion ist in ihrem Kontrollmuster keinesfalls einfach, da sie eine gleichzeitig koordinierte Kontrolle der Rezeptoren und verschiedener Arten von Körperbewegungen vor dem Hintergrund von Muskelzittern, Atmen, Herzschlag und anderen biologischen Aktivitäten benötigt. Reibungslose Koordination von diesen diversen Verhalten ist nur möglich aufgrund der geschlossen-schleifigen Natur des Reaktionssystems. Wenn externe Reize die Reaktion direkt in einer offen-schleifigen Art und Weise kontrollieren könnten, würde das Verhalten zu einem chaotischen Wirrwarr von unzusammenhängenden Ereignissen zusammenbrechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Hauptcharakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie lernen können. Als ein Resultat von Erfahrung und Übung können sie ihre Kontrollmuster verbessern und neue erlernen. Wir haben gesagt, dass ein Servosystem seinen Output mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, kontrolliert; folglich muss ein solches System abwarten, bis ein Fehler oder eine Abweichung auftritt, bevor es eingreifen kann, um diese zu korrigieren. Im Gegensatz dazu ist ein System, das lernen kann, imstande, die wahrscheinlichsten Ereignisabläufe vorauszusagen und folglich seine Kontrolle in die Zukunft auszudehnen. Wenn man bspw. ein Objekt hochhebt, passt man die Kraft seiner Hebebewegung an das erwartete Gewicht an, so wie es durch frühere Erfahrungen mit ähnlichen Objekten beurteilt wird. Als Resultat von vielen Erfahrungen beim Hochheben kann man normalerweise die Bewegung im Voraus mit nur wenig oder keiner Korrektur auf der Basis von Fehler-Feedback genau kontrollieren. Die voraussagende Natur einer Hebebewegung ist sehr offensichtlich, wenn man ein Objekt als leichter oder schwerer beurteilt, als es tatsächlich ist. Wenn man einen leeren Koffer aufhebt, den man für voll hält, wird er beinahe vom Boden wegspringen. Wenn der Koffer mit Büchern gefüllt ist und man das nicht weiß, wird ihn die erste Hebebewegung vielleicht nicht bewegen. In diesem Fall passt man die Reaktion auf der Basis von Fehler-Feedback an. Viele geübte Bewegungen würden nie die Zielbedingung erreichen, wenn sie nur durch Fehler-Feedback kontrolliert würden. Wenn ein Baseballspieler rennt, um einen Ball zu fangen, rennt er nicht notwendigerweise zum Ball hin oder in die gleiche Richtung wie die Fluglinie des Balles; er rennt, um ihn an dem Platz abzufangen, an dem er nach seiner Voraussage herunterkommen wird. Eine Rohrkatze, die Wild verfolgt, springt nicht in Richtung der gegenwärtigen Position des Tieres, sondern in Richtung des Punktes, wo das fliehende Tier am Schluss des Sprunges der Katze sein wird. Lernen und Gedächtnis können in kybernetischen Termini als Prozesse zur Errichtung einer Feedforward-Steuerung (feedforward control) gedacht werden. Als Resultat der Erfahrung in der Interaktion mit der Umgebung kann man die wahrscheinliche Abfolge von Ereignissen voraussagen und seine Verhaltensabläufe weiter und weiter in die Zukunft hinein kontrollieren.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Übersetzung: Lukas Marty)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret F. (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company. Ohne ISBN. S. 28–30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Zirkularität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Unterschied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4, S. 18, 198.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Literatur_und_Medien&amp;diff=6660</id>
		<title>Literatur und Medien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Literatur_und_Medien&amp;diff=6660"/>
		<updated>2026-06-09T13:33:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* E */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|Fachartikel in Bearbeitung|Stefan Marty-Teuber/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Seite listet in alphabetischer Reihenfolge nach den [[KOFL:Richtlinien: Bibliografische Erfassung|KOFL-Richtlinien der bibliografischen Erfassung]] alle Literatur und Medien auf, die im KOFL vorkommen. Ebenso werden weitere Literatur und Medien erfasst, die für die Kinästhetik, die Kybernetik und andere Bezugswissenschaften von Bedeutung sind. Zusätzlich wird bei jeder Publikation unter dem Stichwort „Standorte“ mit den Kürzeln der EKA-Länderorganisationen und der RedakteurInnen angegeben, wo sie vorhanden und gegebenenfalls auszuleihen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bibliografische Liste von Fachartikeln aus verschiedenen Fachzeitschriften, von Studien der Wirkungsforschung und von Hochschularbeiten zur Kinästhetik findet sich im Artikel [[Fachartikel, Studien und Hochschularbeiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== A ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;American Society for Cybernetics (2021)&#039;&#039;&#039;, Washington USA. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://asc-cybernetics.org/foundations/history/MacySummary.htm&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (Zugriff 3.12.2021)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ashby, W. Ross  (1985):&#039;&#039;&#039; Einführung in die Kybernetik. Übersetzt von Jörg Adrian Huber. 2. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag. ISBN 978-3-518-27634-1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1974.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1956): An Introduction to Cybernetics. London: Chapman &amp;amp; Hall.&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asmussen-Clausen, Maren (2009):&#039;&#039;&#039; Praxisbuch Kinaesthetics. Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik. 2. Auflage. München, Jena: Elsevier, Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-27570-8.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2006.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asmussen, Maren (2014):&#039;&#039;&#039; Jeder Mensch verdient Respekt. Auf der Spur von Erich Blechschmidt. In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 4. S. 34-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ayres, A. Jean (1984):&#039;&#039;&#039; Bausteine der kindlichen Entwicklung. Die Bedeutung der Integration der Sinne für die Entwicklung des Kindes. Mit Unterstützung von Jeff Robbins; aus dem Amerikan. übers. von I. Flehmig und R.-W. Flehmig. Berlin: Springer. ISBN 3-540-13303-8. Originaltitel: Sensory integration and the child.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== B ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baecker, Dirk (Hg.) (2016): &#039;&#039;&#039; Schlüsselwerke der Systemtheorie. 2., erweiterte und neu gestaltete Auflage. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-531-20003-3. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2005.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (1979):&#039;&#039;&#039; Mind And Nature. A Necessary Unity. New York: E. P. Dutton. ISBN 0-525-15590-2. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014): &#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1987. Erstausgabe: 1982. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (ISBN 978-3-518-57603-8).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Originalausgabe: vgl. Bateson, Gregory (1979)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2017): &#039;&#039;&#039; Ökologie des Geistes. Anthropologische, psychologische, biologische und epistemologische Perspektiven. Übersetzt von Hans Günter Holl. 12. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp. ISBN 978-3-518-28171-0. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1985. Erstausgabe: 1981. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (ISBN 978-3-518-07539-5).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1972): Steps to an Ecology of Mind, Collected Essays in Anthropology, Psychiatry, Evolution and Epistemology. Copyright © 1972 by Chandler Publishing Company.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory; Bateson, Mary C. (2005): &#039;&#039;&#039; Wo Engel zögern. Unterwegs zu einer Epistemologie des Heiligen. Übersetzt von Hans-Ulrich Möhring. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1769). ISBN 978-3-518-29369-0. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1993. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1987): Angels Fear. Towards an Epistomology oft he Sacred. New York: Macmillan Publishing Company. © by the Estate of Gregory Bateson and Mary Catherine Bateson.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bateson, Nora (2010):&#039;&#039;&#039; An Ecology of Mind. A Daughter’s Portrait of Gregory Bateson. DVD (Englisch, Dolby Digital 2.0, 1.77:1 (16:9), 60 Minuten). Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch. Köln: Mindjazz pictures. EAN 4042564055467.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berghaus, Margot (2011):&#039;&#039;&#039; Luhmann leicht gemacht. Eine Einführung in die Systemtheorie. 3., überarbeitete und ergänzte Auflage. Köln: Böhlau. ISBN 978-3-8252-2360-1. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2001 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bloom, Benjamin; Engelhart, M. B; Furst, E. J.; Hill, W. H.; Krathwohl, D. R. (1956):&#039;&#039;&#039; Taxonomy of educational objectives – The classification of educational goals. New York: David McKay Company.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bock, Nikola, Schubert, Jutta:&#039;&#039;&#039; Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners - Tanz mit der Welt. Heinz von Förster. https://www.youtube.com/watch?v=RNdTrdi5nG4 (Zugriff: 27.10.2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==C==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==D==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==E==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. 6. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EKA 2026&amp;quot;&amp;gt;Auf den Druckprozess 2026 der EKA hin erfolgten im Verlag European Kinaesthetics Association ein Wechsel von der internen jährlichen Auflagenzählung zu einer anschlussfähigen und gängigen Auflagenzählung sowie kleinere, nicht ISBN-relevante inhaltliche Änderungen. Die aktuelle Zählung der Auflage bezieht sich in der Regel auf interne Überarbeitungen, die vor der erstmaligen ISBN-Vergabe an die entsprechenden Publikationen erfolgt sind. Ihre Zählung orientiert sich nichtsdestotrotz an den Vorgaben der ISBN-Agentur, aufgrund welcher bei Änderungen von Publikationen eine neue Auflage gezählt bzw. eine neue ISBN vergeben werden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2006&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EKA 2026&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2010&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Ed.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Apprendimento e competenza di movimento. Responsabile delle traduzioni: Beate Scheidegger, Sara Pascal. 3. edizione. Seeham, Winterthur: Editore European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-17-8.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EKA 2026&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Prima edizione: 2010&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität).&amp;lt;ref name=&amp;quot;EKA 2026&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012 („Kinaesthetics. Wissenschaftliche Grundlagen. Teil 1: Kybernetik“)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022) &#039;&#039;&#039;: Aufbaumodul Demenz 1: Sich und die Welt wahrnehmen. Arbeitsunterlagen. Unter Mitarbeit von Franziska Gysin, Christine Grasberger, Brigitte Marty-Teuber, Stefan Marty-Teuber, Sabine Siemann, Erich Weidmann. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022) &#039;&#039;&#039;: Aufbaumodul Demenz 2: Sich in Beziehung erfahren. Arbeitsunterlagen. Unter Mitarbeit von Franziska Gysin, Christine Grasberger, Brigitte Marty-Teuber, Stefan Marty-Teuber, Sabine Siemann, Erich Weidmann. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022) &#039;&#039;&#039;: Aufbaumodul Demenz 3: Die eigene Orientierung suchen. Arbeitsunterlagen. Unter Mitarbeit von Franziska Gysin, Christine Grasberger, Brigitte Marty-Teuber, Stefan Marty-Teuber, Sabine Siemann, Erich Weidmann. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022) &#039;&#039;&#039;: Aufbaumodul Demenz 4: Sich im Alltag als wirksam erfahren. Arbeitsunterlagen. Unter Mitarbeit von Franziska Gysin, Christine Grasberger, Brigitte Marty-Teuber, Stefan Marty-Teuber, Sabine Siemann, Erich Weidmann. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik und Frühmobilisation. Themenbroschüre. Für Fachpersonen aus dem ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Bereich. Unter Mitarbeit von Caroline Rüttimann Remund, Andrea Wildi Wyss, Hubert Zimmermann, Stefan Marty-Teuber und des Fachnetzwerks Akutpflege/Intensivpflege (Kinaesthetics Schweiz). Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903350-02-1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2026) &#039;&#039;&#039;: Der Evaluationsprozess in Kinaesthetics-Bildungsangeboten. Rahmenelement Lernen/Grundlagen. Texte, Redaktion: Ressourcenpool Curriculum und Forschung (EKA). 3.Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast.&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2026) &#039;&#039;&#039;: Pädagogisch-didaktische Grundprinzipien der Kinästhetik. Rahmenelement Lernen/Grundlagen. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und des EKA-Ausbilderteams. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast.&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2026) &#039;&#039;&#039;: Curriculum – Begriff, Geschichte und Bedeutung. Essay. Rahmenelement Lernen/Grundlagen. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast.&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==F==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Flechtner, Hans-Joachim (1984): &#039;&#039;&#039; Grundbegriffe der Kybernetik. Eine Einführung. München: dtv Deutscher Taschenbuch-Verlag (dtv Wissenschaft 4422). ISBN 978-3-423-04422-6. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erstausgabe: 1966. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von (1985): &#039;&#039;&#039; Sicht und Einsicht. Versuche zu einer operativen Erkenntnistheorie. Autorisierte deutsche Fassung von Wolfram K. Köck. Braunschweig, Wiesbaden: Vieweg (Wissenschaftstheorie, Wissenschaft und Philosophie 21). ISBN 978-3-528-08468-4. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von (1999): &#039;&#039;&#039; Sicht und Einsicht. Versuche zu einer operativen Erkenntnistheorie. Autorisierte deutsche Fassung von Wolfram K. Köck. Heidelberg: Carl-Auer Systeme Verlag (Reihe Konstruktivismus und systemische Denken). ISBN 978-3-528-08468-4. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von (1999 [1993]): &#039;&#039;&#039; 2 x 2 = grün. 2 Audio-CDs (104 Minuten) + 1 Begleitbooklet. Herausgegeben von Klaus Sander. Köln: Supposé. ISBN 978-3-932513-08-4. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von (2000): &#039;&#039;&#039; Wissen und Gewissen. Versuch einer Brücke. Herausgegeben von Siegfried J. Schmidt. Übersetzt von Wolfram Karl Köck. 5. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch Verlag (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 876). ISBN 978-3-518-28476-6. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1993.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Bröcker, Monika (2019): &#039;&#039;&#039; Teil der Welt. Fraktale einer Ethik – oder: Heinz von Foersters Tanz mit der Welt. Unter Mitarbeit von Georg Ivanovas. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-557-0. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2002.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1999.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Pörksen, Bernhard (2019):&#039;&#039;&#039; Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker. 12. Auflage. Carl-Auer-Systeme Verlag, Heidelberg (Systemische Horizonte). ISBN 978-3-89670-646-1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1998&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von, u. a. (1992):&#039;&#039;&#039; Einführung in den Konstruktivismus. Beiträge von Heinz von Foerster, Ernst von Glasersfeld, Peter M. Hejl, Siegfried J. Schmidt, Paul Watzlawick. München, Zürich: Piper (Veröffentlichungen der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Herausgegeben von Heinz Gumin und Heinrich Meier. Band 5. Serie Piper 1165). ISBN 978-3-492-11165-2.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
© 1985 München: R. Oldenbourg Verlag.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fringer, André (Hg.) (2016):&#039;&#039;&#039; Palliative Versorgung in der Langzeitpflege. Entwicklungen, Möglichkeiten und Aspekte der Qualität. Bern: Hogrefe. ISBN 978-3-456-85619-3.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
E-Book-ISBN_PDF 978-3-456-95619-0.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fromm, Erich (2015): &#039;&#039;&#039; Vom Haben zum Sein. Wege und Irrwege der Selbsterfahrung. Herausgegeben von Rainer Funk. 8. Auflage. [Berlin]: Ullstein. ISBN 978-3-548-36775-0. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2005. Erstausgabe: 1989. Weinheim, Basel: Beltz (ISBN 978-3-407-85601-2).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fürniß, Silke (2017):&#039;&#039;&#039; Die Reise in meinen Körper. In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2017, Nr. 3 S. 28–33.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: zilu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==G==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gattinger, Heidrun (2017):&#039;&#039;&#039; Development and Evaluation of Two Instruments to Assess Nursing Staff’s Competence in Mobility Care Based on Kinaesthetics (Annales Universitatis Turkuensis, ser. D 1310). PhD Thesis. University of Turku, Turku. ISBN 978-951-29-6978-4 (Print), ISBN 978-951-29-6979-1 (PDF).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ghisla, G. (2008):&#039;&#039;&#039; Überlegungen zu einem theoretischen Rahmen für die Entwicklung von kompetenzorientierten Curricula. Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Glasersfeld, Ernst von (1987):&#039;&#039;&#039; Wissen, Sprache und Wirklichkeit. Arbeiten zum radikalen Konstruktivismus. Autorisierte deutsche Fassung von Wolfram K. Köck. Wiesbaden: Teubner (Wissenschaftstheorie, Wissenschaft und Philosophie. Band 24). ISBN 978-3-528-08598-8.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Glasersfeld, Ernst von (2013):&#039;&#039;&#039; Wege des Wissens. Konstruktivistische Erkundungen durch unser Denken. Herausgegeben von Hans Rudi Fischer. 2., korrigierte Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Systemische Horizonte). ISBN 978-3-89670-888-5.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1996.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Glasersfeld, Ernst von (2011): &#039;&#039;&#039; Radikaler Konstruktivismus. Ideen, Ergebnisse, Probleme. Übersetzt von Wolfram Karl Köck. 7. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1326). ISBN 978-3-518-28926-6. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1997.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1995): Radical constructivism. A Way of Knowing and Learning. London: The Falmer Press.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Glasersfeld, Ernst von (2005):&#039;&#039;&#039; Zwischen den Sprachen. Eine persönliche Geschichte des Radikalen Konstruktivismus. Audio-CD (Deutsch, 67 Minuten). Konzeption und Regie: Klaus Sander. Köln: Supposé. ISBN 978-3-932513-63-3.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==H==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank (1983):&#039;&#039;&#039; Haltungsbewegung und Fortbewegung. Übersetzt von Bernd Evers. In: Kinästhetik. 5. Bulletin. Dezember 1983. Hendschiken: Verein für Kinästhetik. S. 36 ff. Nachgedruckt und mit Überschriften und Abbildungen versehen in: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 01/2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1999 (Wiesbaden: Ullstein Medical)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (1999):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und Menschliche Funktionen. Übersetzung: Ute Villwock. Wiesbaden: Ullstein Medical. ISBN 3-86126-637-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny; Schmidt, Suzanne (1996):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Pflege. Übersetzung: Ina Citron. 4. Auflage. Eschborn: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe. ISBN 3-927944-02-5.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 1992&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hejl, Peter u. a. (2015):&#039;&#039;&#039; Einführung in den Konstruktivismus. Beiträge von Heinz von Foerster, Ernst von Glasersfeld, Peter M. Hejl, Siegfried J. Schmidt, Paul Watzlawick. 15. Auflage. München, Berlin, Zürich: Piper (Piper 1165. Veröffentlichungen der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, Band 5). ISBN 978-3-492-21165-9.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: © 1985 R. Oldenbourg Verlag, München.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Höppner, Gundula; Lilienkamp, Michael (2007):&#039;&#039;&#039; Vom Für zum Mit. In: lebensqualität. Das Journal für Kinaesthetics. 2007, Nr. 4. Siebnen: verlag lebensqualität. S. 10–15.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: zilu,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Huth, Martina; Smith, Thomas (2007): &#039;&#039;&#039; Ich bewege, also bin ich. Verhaltenskybernetik als Vorreiter für Kinaesthetics. In: Lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2017, Nr. 2. Siebnen: verlag lebensqualität.S. 4–8.  &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hutterer, Robert (1998):&#039;&#039;&#039; Das Paradigma der Humanistischen Psychologie. Entwicklung, Ideengeschichte und Produktivität. Wien. Springer Psychotherapie. ISBN 3-211-82944-X &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KinCH, mast, boan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==I==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I Ging. Das Buch der Wandlungen.&#039;&#039;&#039; In der Originalübersetzung von Richard Wilhelm. 8., ergänzte Auflage 2017. Wiesbaden: Marix. ISBN 978-3-937715-08-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: rejo, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==J==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Juchli, Liliane: Pflege. Praxis und Theorie der Gesundheits- und Krankenpflege (1991)&#039;&#039;&#039;. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. ISBN: 3-13-500006-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==K==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karwowski, Waldemar (Hg.) (2006): &#039;&#039;&#039; International Encyclopedia of Ergonomics and Human Factors. Second Edition, 3 Volume Set. Boca Raton: CRC Press.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kinaesthetics Schweiz (Hg.) (2022):&#039;&#039;&#039; SpezialistIn für angewandte Kinästhetik. Berufsprüfung. Unter Mitarbeit von Brigitte Marty-Teuber und Stefan Marty-Teuber. Winterthur: Kinaesthetics Schweiz. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KinCH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kirov, Ute (2013):&#039;&#039;&#039; Optimal Handling auf der Neonatologie. Kinaesthetics Infant Handling. In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2013, Nr. 2. S.&amp;amp;nbsp;17.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Knobel, Stefan (2012): Stabilität – Instabilität. Spielt die Welt verrückt?&#039;&#039;&#039; In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2012, Nr. 2. S. 4–8.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: rejo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Knobel, Stefan; Hennessey, Richard (2023):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik und die 1.-Person-Methode. Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. 2023, Nr. 1. S. 42–46. [[Medium:Lq-2023-1-Kinaesthetik-und-die-1-Person-Methode.pdf|Zum Artikel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==L==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lau, Felix (2008):&#039;&#039;&#039; Die Form der Paradoxie. Eine Einführung in die Mathematik und Philosophie der „Laws of Forms“ von G. Spencer Brown. 3. Auflage. Verlag für Systemische Forschung im Carl-Auer Verlag. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme. ISBN 978-3-89670-352-1. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2005 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Luhmann, Niklas (2017):&#039;&#039;&#039; Einführung in die Systemtheorie. Herausgegeben von Dirk Baecker. 7. Auflage. Systemische Horizonte. Heidelberg: Carl-Auer Verlag. ISBN 978-3-89670-839-7. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2002 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Luhmann, Niklas (1997):&#039;&#039;&#039; Die Gesellschaft der Gesellschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft1360). ISBN 3-518-28960-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lutterer, Wolfram (2000): &#039;&#039;&#039; Auf den Spuren ökologischen Bewußtseins. Eine Analyse des Gesamtwerks von Gregory Bateson. Freiburg i. Br.: W. Lutterer. zugl.: Freiburg (Breisgau), Univ.-Diss. 1999. Herstellung und Vertrieb: Libri Books on Demand, Norderstedt. ISBN 978-3-89811-699-2. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2002.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lutterer, Wolfram (2009): &#039;&#039;&#039; Gregory Bateson – Eine Einführung in sein Denken. 2., erweiterte Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag. ISBN 978-3-89670-717-8. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2002.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lutterer, Wolfram (2011):&#039;&#039;&#039; Der Prozess des Lernens. Eine Synthese der Lerntheorien von Jean Piaget und Gregory Bateson. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft. ISBN 978-3-938808-86-3.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==M==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny (1994):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege-Grundkurs - Kurzdarstellung. Übersetzt von Ina Citron. USA: Maietta-Hatch, Inc. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (1991):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Krankenpflege. Arbeitsbuch Grundkurs. Übersetzt von Ina Citron.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
© 1991 Copyright Maietta-Hatch-Inc.Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: rejo, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (1991): &#039;&#039;&#039;Kinästhetik in der Krankenpflege. Arbeitsbuch. Grundkurs. Übersetzt von Ina Citron. Santa Fe: Maietta-Hatch-Inc. Ohne ISBN.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2001): &#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege. Aufbaukurs-Arbeitsbuch. Hg.: Institut für Kinästhetik IfK AG. Überarbeitete Neuauflage. © 2000 Maietta-Hatch Inc. IfK USA. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics Infant Handling. Originalmanuskript aus dem Amerikanischen von Ute Villwock. 3., überarbeitete Auflage. Bern: Hogrefe AG. ISBN 978-3-456-86290-3.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2004&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maietta, Lenny; Hatch, Frank, Bauder, Heidi (1998):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik in der Pflege. Aufbaukurs Arbeitsbuch. Hg.: Institut für Kinästhetik IfK AG. 2. überarbeitete Auflage. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mathis, Thomas; Marty, Brigitte (2000): &#039;&#039;&#039; Ermöglichen statt Behindern. Ein Lern- und Interaktionsmodell.  DVD (ca. 30 Minuten). Siebnen: LaRete GmbH. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Marty-Teuber, Stefan (2011): &#039;&#039;&#039; Kybernetik: Von der Steuermannskunst zum Cybernet. In: Lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. Nr. 2 (2011), S. 42. Siebnen: verlag lebensqualität. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Marty-Teuber, Stefan (2011): &#039;&#039;&#039; Kinaesthetics: Vom sechsten Sinn zum Kino. In: Lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. Nr. 3 (2011), S. 38–40. Siebnen: verlag lebensqualität. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Marty-Teuber, Stefan (2012):&#039;&#039;&#039; Erfahren: Von der Piratin zur Expertin. In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2012, Nr. 4. S. 34–35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Maturana, Humberto R. (1970): &#039;&#039;&#039; Neurophysiology of Cognition. In: P. L. Garvin (ed.): Cognition: A Multiple View. New York: Spartan Books. ISBN ‎978-0-876-71703-5. S. 3–23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maturana, Humberto R. (2008): &#039;&#039;&#039; Biologie der Realität. Übersetzung: Wolfram Köck. 3. Auflage. Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 1502. Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 978-3-518-29102-3.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2000 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
© Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1998 &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maturana, Humberto R.; Pörksen, Bernhard (2018):&#039;&#039;&#039; Vom Sein zum Tun. Die Ursprünge der Biologie des Erkennens. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Systemische Horizonte). ISBN 978-3-8497-0249-6.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2002&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maturana, Humberto R.; Varela, Francisco J. (2015):&#039;&#039;&#039; Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. Aus dem Spanischen von Kurt Ludewig in Zusammenarbeit mit dem Institut für systemische Studien e. V. in Hamburg. 6. Auflage. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag (Fischer Taschenbücher 17855). ISBN 978-3-596-17855-1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
© 1987 Bern, München, Wien: Scherz Verlag.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1984): El árbol del conocimiento. Las bases biológicas del entendimiento humano. Santiago: Editorial Universitaria.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Müller, Albert (2000):&#039;&#039;&#039; Eine kurze Geschichte des BCL. Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 11 (1): 9-30. &amp;lt;https://www.univie.ac.at/constructivism/papers/mueller/mueller00-bcl.html&amp;gt; (Zugriff 16.1.2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==N==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==O==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==P==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Piaget, Jean (1984):&#039;&#039;&#039; Psychologie der Intelligenz. Mit e. Einf. von Hans Aebli. 8. Aufl. in d. vollst. überarb. Übers. d. 2. Aufl. Stuttgart: Klett-Cotta. ISBN 978-3-12-936360-7. Originaltitel: La psychologie de l&#039;intelligence.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pias, Claus (Hg.) (2003): &#039;&#039;&#039; Cybernetics/Kybernetik. The Macy-Conferences 1946–1953. Volume I. Transactions. Band I. Protokolle. Zürich, Berlin: Diaphanes. ISBN 3-935-30035-2. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pias, Claus (Hg.) (2004): &#039;&#039;&#039; Cybernetics/Kybernetik. The Macy-Conferences 1946–1953. Volume II. Essays and Documents. Band II. Essays und Dokumente. Zürich, Berlin: Diaphanes. ISBN 3-935-30036-0. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Popper, Karl R. (2016):&#039;&#039;&#039; Die Welt des Parmenides. Der Ursprung des europäischen Denkens. Herausgegeben von Arne Petersen … [et. al.]. München: Piper. ISBN 978-3-492-24071.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: rejo, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pörksen, Bernhard (2019): &#039;&#039;&#039; Die Gewissheit der Ungewissheit. Gespräche zum Konstruktivismus. Mit Heinz von Foerster [u. a.]. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Systemische Horizonte). ISBN 978-3-8497-0285-4. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2002.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pörksen, Bernhard (Hg.) (2015):&#039;&#039;&#039; Schlüsselwerke des Konstruktivismus. Mit einem Nachwort von Siegfried J. Schmidt. 2., erweiterte Auflage. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-531-19974-0.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
DOI: 10.1007/978-3-531-19975-7. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2011.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pruckner, Maria:&#039;&#039;&#039; 90 Jahre Heinz von Foerster | Relaunch 2021. &lt;br /&gt;
https://www.youtube.com/watch?v=-OPdH8Pk6x4 (Zugriff: 07.02.2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Q ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== R ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reichle, Franz (2005): &#039;&#039;&#039; Monte Grande. Francisco Varela. DVD (Englisch und Deutsch, DVD-9, NTSC, 16:9, 80 Minuten). Untertitel: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Griechisch. 2 Stunden zusätzliche Interviews mit englischen und deutschen Untertiteln. Zürich: Franz Reichle und T&amp;amp;C Film. ISAN: 0000-0000-CDF1-0000-0-0000-0000-3. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== S ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scharper, Michael (2008): &#039;&#039;&#039; GEO Epoche. Industrielle Revolution. Das Magazin für Geschichte Nr. 30, 04/08. Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheffer, Marten; Westley, Francis R. (2007):&#039;&#039;&#039; The Evolutionary Basis of Rigidity: Locks in Cells, Minds and Society. In: Ecology and Society 12(2): 36. http://www.ecologyandsociety.org/vol12/iss2/art36/ (Zugriff: 22.08.2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U. (1965): &#039;&#039;&#039; Behavior Organization and Work. Madison: College Printing. Ohne ISBN. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Smith, K. U. (1972): &#039;&#039;&#039;Social Tracking and Social Feedback Control: The Experimental Foundation of Social Cybernetics. Madison, Wisconsin: Behavioral Cybernetics Laboratory.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U. (1974): &#039;&#039;&#039; Industrial Social Cybernetics. Madison: Behavioral Cybernetics Laboratory, University of Wisconsin. Ohne ISBN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U. (1979): &#039;&#039;&#039; Human Factors and Systems Principles for Occupational Safety and Health. Cincinnati: National Institute of Occupational Safety and Health. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Foltz Smith, Margaret (1966): &#039;&#039;&#039; Cybernetic Principles of Learning and Educational Design. New York: Holt, Rinehart and Winston Inc. ISBN 978-0-03-051270-4. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret F. (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: mast, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Schiamberg, Larry (1973): &#039;&#039;&#039; The Human social Yoke: A Parents Guide to Early Childhood Eduction. The Infraschool. Madison: University of Wisconsin. Ohne ISBN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, William M. (1958): &#039;&#039;&#039; The Behavior of Man. Introduction to Psychology. New York: Holt, Rinehart and Winston Inc. Ohne ISBN. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, William M. (1962): &#039;&#039;&#039; Perception and Motion. An Analysis of Space-Structured Behavior. Philadelphia: W. B. Saunders Company. Ohne ISBN. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, William M. (1962): &#039;&#039;&#039; Delayed Sensory Feedback and Behavior. Philadelphia: W. B. Saunder Company. Ohne ISBN. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schönwälder-Kuntze, Tatjana; Wille, Katrin; Hölscher, Thomas (2009):&#039;&#039;&#039; George Spencer Brown. Eine Einführung in die „Laws of Form“. 2., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: VS, Verlag für Sozialwissenschaften. ISBN 978-3-531-16105-1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2004.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spencer Brown, George (1969): &#039;&#039;&#039; Laws of Form. London: Allen and Unwin. Keine ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== T ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== U ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== V ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Rosch, Eleanor; Thompson, Evan (1992):&#039;&#039;&#039; Der Mittlere Weg der Erkenntnis. Die Beziehung von Ich und Welt in der Kognitionswissenschaft. Der Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Theorie und menschlicher Erfahrung. Übersetzt von Hans Günter Holl. Bern, München, Wien: Scherz Verlag. ISBN 3-502-13750-1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1991): The Embodied Mind. Cambridge: Massachusetts Institute of Technology.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KinCH, mast&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Shear, Jonathan (1999): &#039;&#039;&#039; First-Person Methodologies: What, Why, How? In: Journal of Consciousness Studies 6, No 2–3, S. 1–14. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Varela, Francisco J.; Maturana, Humberto R.; Uribe, R. (1974): &#039;&#039;&#039; Autopoiesis: The organization of living systems, its characterization and a model. In: Biosystems. Volume 5, Issue 4. S. 187–196. doi:[https://doi.org/10.1016/0303-2647%2874%2990031-8 10.1016/0303-2647(74)90031-8].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1983):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 5. Bulletin. Dezember 1983. Hendschiken: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (1990):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. 16. Bulletin. Januar 1990. Sonderausgabe. Dritte Auflage. Zürich: Verein für Kinästhetik. Ohne ISBN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdruck 2009.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verein für Kinästhetik (Hg.) (2011): &#039;&#039;&#039; Kinästhetik Bulletin Nr. 1–24, 1980–1996. Nachdruck. Siebnen: verlag lebensqualität. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH, mast,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== W ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Watzlawick, Paul (2016): &#039;&#039;&#039; Man kann nicht nicht kommunizieren. Das Lesebuch. Zusammengestellt von Trude Trunk und mit einem Nachwort von Friedemann Schulz von Thun. 2., unveränderte Auflage. Bern: Hogrefe, vorm. Hans Huber. ISBN 978-3-456-85600-1. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2011.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiener, Norbert (2001): &#039;&#039;&#039; Futurum exactum. Ausgewählte Schriften zur Kybernetik und Kommunikationstheorie. Übersetzt von C. Kassung. Herausgegeben von Bernhard Dotzler. Wien, New York: Springer. ISBN 978-3-211-83467-1. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Originalausgabe der Beiträge von Norbert Wiener: Norbert Wiener. Collected Works with Commentaries. © MIT Press 1976 and 1985. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Standorte: KINCH,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiener, Norbert (1992): &#039;&#039;&#039; Kybernetik – Regelung und Nachrichtenübertragung im Lebewesen und in der Maschine. Übersetzt von E. H. Serr unter Mitarbeit von E. Henze. Düsseldorf, Wien, New York, Moskau: ECON-Verlag. ISBN 978-3-430-19652-9.&amp;lt;br&amp;gt; &#039;&#039;Übersetzung der englischen zweiten Auflage von 1961; enthält die Übersetzung der ersten Auflage von 1948. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Originalausgabe (1948): Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine. MIT Press.&amp;lt;br&amp;gt;Standorte: mast&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiener, Norbert (1962): &#039;&#039;&#039; Mathematik – mein Leben. Aus dem Amerikanischen übertragen von Wather Schwerdtfeger. Düsseldorf, Wien: ECON-Verlag. Ohne ISBN. Standorte: mast &amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039; Ebenso Fischer Taschenbuch 668 (1965), „Ich und die Kybernetik“, Goldmann Taschenbuch 2830, ISBN 3-442-02830-2 (1971); Standorte: mast.&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1956): I am a Mathematician. London: Gollancz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiener, Norbert (Verfasser); Trawny, Peter (Herausgeber) (2022): &#039;&#039;&#039; Mensch und Menschmaschine. Autorisierte Übersetzung aus dem Amerikanischen von Gertrud Walther. E-Book, 1. Auflage. Frankfurt a. M.: Vittorio Klostermannn GmbH. ISBN 978-3-465-14599-8.&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Erscheint auch als Druckausgabe: Frankfurt a. M., Bonn: Athenäum. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Originalausgabe (1950): The Human Use of Human Beings – Cybernetics and Society. Riverside Press.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== X ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Y ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Z ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Feedback-Control-Theorie&amp;diff=6659</id>
		<title>Feedback-Control-Theorie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Feedback-Control-Theorie&amp;diff=6659"/>
		<updated>2026-06-09T13:32:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Ausführungen zur menschlichen Selbstregulation im Sinn der Feedback-Control-Theorie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Feedback-Control-Theorie, einer der häufig genannten kybernetischen Grundlagen mit hoher Bedeutsamkeit in Kinästhetik-Lernprozessen. Die ersten Zitate stammen aus den Büchern „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ und „Kybernetik und Kinästhetik“, die weiteren Zitate stammen aus „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“. Es ist in die „Einleitung“ eingebettet, und zwar beim Thema der Grundlagen, auf denen die Kinästhetik beruht. Als Erstes werden die wissenschaftlichen Grundlagen erläutert, und in diesem Zusammenhang die kybernetische Theorie der zirkulären Selbstregulation kurz zusammengefasst und ihre Bedeutung für die Kinästhetik beschrieben.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Ein zentrales Element der Kybernetik ist die Theorie der zirkulären Selbststeuerung durch Rückkoppelung (Feedback). Sie liefert ein Modell für die Beschreibung von Regulations- und Steuerungsprozessen in Systemen. KybernetikerInnen und NeurobiologInnen übertrugen dieses Modell auf Lebewesen und befassten sich mit Feedbackprozessen innerhalb von lebenden Systemen. Aus solchen Forschungen entwickelte der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith die &#039;&#039;&#039;„Feedback Control Theory“&#039;&#039;&#039; (Rückkoppelungs-Kontroll-Theorie). Es zeigte sich, dass Lebewesen ihre Lebensprozesse von innen heraus regulieren und steuern (Selbstregulation). Entsprechend wird im Fachgebiet Kinästhetik davon ausgegangen, dass der Mensch seine Gesundheits- und Lernprozesse als Feedbackprozesse von innen heraus reguliert und dass die Bewegungskompetenz in der Steuerung dieser Prozesse eine zentrale Rolle spielt.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. 6. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Die vorausgehenden Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ und „Schwerkraft und Bewegung“ beleuchten die grundlegende Bedeutung der Bewegung und der Schwerkraft für das Leben. Das Zitat ist der Text des dritten Unterkapitels „Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;„4.3. Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie steuert der Mensch sein Verhalten? Wie funktioniert die Steuerung all seiner Lebensprozesse? Bei diesen zentralen, aber sehr komplexen Fragen werden in der Kinästhetik Erklärungsmodelle verwendet, die aus der Kybernetik und Neurobiologie stammen. Die Kybernetik versteht den Menschen als ein sich selbst regulierendes Bewegungssystem. Sie erklärt die Steuerung der Lebensprozesse und des Verhaltens mit sogenannten Regelkreisen oder Feedback-Schleifen. In diesen wirken Elemente mit unterschiedlichen Funktionen in einem Kreisprozess zusammen und ermöglichen dadurch eine in jedem Moment anpassungsfähige Steuerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;K. U. Smith (1907–1994), der Pionier der Verhaltenskybernetik, beschäftigte sich hauptsächlich mit der Erforschung dieser Theorie beim Menschen. Seine Forschungen bilden eine wichtige theoretische Grundlage der Kinästhetik. Für die Beschreibung der Steuerung des menschlichen Verhaltens verwendete er den Begriff ‚Feedback Control‘ (Smith; Smith 1973&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Seine &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontroll-Theorie&#039;&#039;&#039; geht davon aus, dass die Steuerung oder besser Regulation (‚Control‘) des menschlichen Verhaltens auf Rückkoppelungsprozessen (‚Feedback‘) beruht. Das bedeutet, dass das Verhalten nicht von einem bestimmten Element, z. B. dem Gehirn, gesteuert wird, sondern durch eine sich selbst regulierende, kreisförmige ‚Zusammenarbeit‘ unterschiedlicher Elemente.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die drei wesentlichen Elemente dieser Rückkoppelungsschleifen der Verhaltenssteuerung sind:&amp;lt;br&amp;gt;• Motorisches System: die Funktionen des Bewegungsapparates&amp;lt;br&amp;gt;• Sensorisches System: die Funktionen der Sinnessysteme&amp;lt;br&amp;gt;• Nervensystem: die Funktionen des zentralen und des gesamten Nervensystems&amp;lt;br&amp;gt;Dabei bedingen sich diese drei Elemente wechselseitig, d. h., ohne Bewegung gibt es keine Sinneswahrnehmungen, ohne Sinneswahrnehmungen gibt es keinen Vergleich mit der Absicht durch das Nervensystem, ohne Vergleich mit der Absicht wiederum keine Bewegung usw. Das ununterbrochene Zusammenspiel zwischen diesen drei Elementen in fast unmittelbarer Rückkoppelung ermöglicht es einem Menschen z. B. zu stehen oder einen Bleistift aufzuheben. Die Steuerung einer solchen Aktivität ergibt sich daraus, dass durch dieses Zusammenspiel fortlaufend die Unterschiede zur Absicht (‚stehen‘, ‚Bleistift aufheben‘) ausgeglichen oder korrigiert werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Aktivität des Stehens beruht somit auf einer ununterbrochenen Korrektur von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘, die wir bei der Verwirklichung dieser Absicht selbst produzieren. Auf diese Weise verlangt die Ausführung jeder Aktivität fortlaufende Anpassungen, die nur durch den zirkulären Wirkungszusammenhang zwischen dem motorischen System, sensorischen System und dem Nervensystem möglich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund richtet sich in der Kinästhetik das Interesse auf die Bewegung und die Bewegungswahrnehmung als Basis aller Sinneswahrnehmungen. Sie bilden eine wichtige Grundlage der Verhaltenssteuerung, und jeder Mensch hat, solange er lebt, einen direkten und differenzierten Zugang zu seiner Bewegung(swahrnehmung).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legende zur grafischen Darstellung der Feedback-Kontrolle:&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedback Kontroll Theorie.png|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Diese Darstellung der Feedback-Kontrolle nach dem Verhaltenskybernetiker K. U. Smith zeigt auf einer grundsätzlichen Ebene die ‚Mitspieler‘ der Verhaltenssteuerung und ihre zirkuläre Rückkoppelung. Dabei werden die Funktionen des sensorischen Systems durch die Symbole unserer Sinne dargestellt. Die Funktionen des Nervensystems werden durch Gehirn und Nervenbahnen und die Aufgaben des motorischen Systems durch einen Muskel symbolisiert. Während der Ausführung einer Aktivität vollziehen sich die entsprechenden zirkulären Wirkungszusammenhänge so schnell, dass wir keine zeitliche Verzögerung zwischen den kreisförmig verbundenen Prozessen des motorischen Systems, sensorischen Systems und – in kybernetischer Sprache ausgedrückt – des Vergleichs des Ist-Wertes (des jeweiligen ‚Zwischenstandes‘) mit dem Soll-Wert (der Absicht) durch das Nervensystem feststellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Wir können nicht stehen&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die Funktionsweise unserer Bewegungssteuerung, und damit der Feedback-Kontrolle, lässt sich ausgezeichnet in einer Bewegungserfahrung nachvollziehen: Stehen Sie auf einem Bein und schließen Sie die Augen. Achten Sie nun darauf, wie Sie auf der Ebene der Bewegung diese Aktivität zustande bringen. Sie werden feststellen, dass Sie fortlaufend Anpassungsbewegungen machen und die ‚Fehler‘ und Unsicherheiten korrigieren, die Sie selbst produzieren. Man könnte folglich sagen, dass wir gar nicht stehen können, sondern nur fortlaufend verhindern, dass wir umfallen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 43–45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
=== Ausführungen zur menschlichen Selbstregulation im Sinn der Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Vorausgehend werden als Grundlagen eine Bewegungserfahrung angeleitet und die Selbstverständlichkeit der alltäglichen Bewegung sowie Grundfragen  thematisiert. Das Zitat ist der Text des nachfolgenden Themas „Interaktion und Kommunikation aus kybernetischer Sicht“. Das Zitat eröffnet das zweite Unterkapitel „Selbstregulation und persönliches Lernen“ und trägt die Überschrift „Wie reguliere ich mich?“. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;6.2.1. Wie reguliere ich mich?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Wenn Sie die einleitende [[Bewegungserfahrung]] gemacht haben, haben Sie wahrscheinlich Folgendes festgestellt: Wenn Sie im Sitzen die Füße hochheben und sich nicht mit den Händen abstützen, erhöht sich wahrscheinlich Ihre Spannung und es ist nicht mehr so einfach, die Position zu halten. Trotzdem gelingt es Ihnen wie von alleine; offensichtlich liegt in diesem Sinne eine fortlaufende Selbstregulation vor, die erfahrbar, aber auch von Ihnen selbst beeinflussbar ist. Dadurch ist Ihnen das kybernetische Verständnis der Regulation der Bewegung (bzw. der meisten Lebensprozesse) erfahrbar geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kybernetik geht davon aus, dass diese Selbstregulation auf ununterbrochenen, sehr unmittelbaren &#039;&#039;&#039;zirkulären Prozessen zwischen motorischem System, sensorischem System und Nervensystem&#039;&#039;&#039; beruht. Diese Prozesse werden im Modell als kybernetische Regelkreise oder Feedback-Schleifen dargestellt (vgl. Infobox S. 59). Wie im vierten Kapitel erwähnt, versteht die Kinästhetik Positionen wie Liegen, Sitzen oder Stehen, die von außen betrachtet nach statischen, ‚bewegungslosen‘ Zuständen aussehen, als aktive Bewegungen. Eine entsprechende Anleitung zu einer Bewegungserfahrung im Stehen findet sich in der Infobox auf Seite 35. Vielleicht ist im Stehen leichter als im Sitzen erfahrbar, dass es unmöglich ist, bewegungslos in einer Position zu verweilen. Aber tatsächlich sind wir nur dazu imstande, fortlaufend mit vielen kleinen Bewegungen zu verhindern, dass wir umfallen (oder im Liegen einen Dekubitus entwickeln). Bei jeder Aktivität findet also durch Selbstregulation ununterbrochen ein Ausgleich von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘ statt, die wir selbst produzieren – und ohne diese ständigen Korrekturen und Anpassungen an die Absicht ist keine zielgerichtete Bewegung möglich. Bei kleinen Kindern, die dabei sind, stehen zu lernen, lässt sich gut beobachten, wie sie in eine tiefere Position plumpsen, wenn eine rechtzeitige ‚Korrektur‘ misslingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wegen ihrer konstanten Unmittelbarkeit, ihrer ‚Geschwindigkeit‘, sind solche Regelkreise oder Feedback-Schleifen nur als Ganzes erfahrbar. Die beteiligten Systeme (motorisches, sensorisches System und Nervensystem) sind isoliert nicht erfahrbar. Wie wichtig aber dieses ununterbrochene Zusammenspiel bzw. diese Selbstregulation ist, kann einem z. B. unter starkem Alkoholeinfluss auffallen. In diesem Zustand passiert es leicht, dass man ‚[[Fehler]]‘ der Bewegung so verzögert wahrnimmt, dass das Nervensystem die Abweichung nicht mehr rechtzeitig berechnen, und damit keine Korrekturen veranlassen kann. Dadurch kommt man zumindest ins Schwanken oder landet gar im Straßengraben ... Für die Effekte solcher zeitlichen Verzögerungen des sensorischen Feedbacks interessierte sich insbesondere der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (vgl. Kapitel 4.3.4); darauf dass Phänomene wie Ataxie und Intentionstremor als Störungen von Regelkreisen erklärt werden können, hatte bereits Norbert Wiener verwiesen (vgl. Infobox S. 26).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zugehörige Infobox zeigt dieselbe Grafik, wie sie oben bei den Zitaten aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ sichtbar ist. Sie trägt hier die Überschrift &#039;&#039;&#039; „Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation“ &#039;&#039;&#039; und enthält folgenden Text:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;  &#039;&#039;Die Abbildung zeigt ein kybernetisches Modell der menschlichen Verhaltensregulation. Das Gehirn und angedeutete Nerven stehen dabei für das gesamte Nervensystem und der Muskel für das gesamte motorische System. Den dritten Mitspieler der Feedback-Schleife bilden das kinästhetische Sinnessystem, symbolisiert durch eine Muskelspindel, und – auf ihm basierend bzw. aufs Engste mit ihm verbunden – die klassischen fünf Sinne (sensorisches System). Im Prozess des konkreten Verhaltens wird ein solcher Regelkreis besser als eine dynamische, dreidimensionale Spirale beschrieben. Die Gesamtrichtung, in der sich die Spirale im Raum fortbewegt, wird im dreidimensionalen Modell durch die Absicht bzw. durch die fortlaufenden Annäherungen an sie bestimmt (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 43–45).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 58 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Norbert Wieners Bleistift-Aufheben als frühestes praktisches Beispiel für die Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Im 3. Kapitel „Der Kern: Feedback und Zirkularität“ (S. 20 ff.) des Buches wird insbesondere die technische Bedeutung zirkulärer Rückkoppelungs- oder Feedbackschleifen ausgeführt. Im Kapitel „3.5. Komplexe Anpassungsleistungen“ wird unter Berufung auf Norbert Wiener, einen wichtigen Pionier der Kybernetik, die Brücke zur Funktionsweise des Menschen und damit zur Feedback-Control-Theorie geschlagen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;3.5. Komplexe Anpassungsleistungen&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Norbert Wiener beschrieb schon früh das Aufheben eines Bleistifts als einen Prozess, der nur durch Zirkularität erklärbar ist (vgl. Infobox S. 26). Er bezeichnete das Prinzip der Rückkoppelung als ‚einen wichtigen neuen Gedanken‘ der Neurophysiologie und erklärte frühere [[Lineare Kausalität|lineare]] Erklärungen als unhaltbar. Sie gingen davon aus, dass das Nervensystem als abgeschlossenes Organ ‚von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt‘. Das Gehirn gibt in kybernetischem Denken nicht den Befehl dazu, einen Bleistift aufzuheben (Ursache), woraus folgt, dass der Arm gehorcht (Wirkung). Vielmehr beruht diese Aktivität auf &#039;&#039;&#039;Regelkreisen oder Feedback-Schleifen&#039;&#039;&#039;, welche die Elemente des Nervenystems, des motorischen Systems und des sensorischen Systems zirkulär verbinden. Eine grundlegende Rolle für die ganze Wahrnehmung spielt dabei der [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetische oder propriozeptive]] Sinn (vgl. auch Infobox S. 56).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Infobox auf Seite 26 werden die Aussagen, die im vorangehenden Text erwähnt werden, unter der Überschrift „Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung“ in in ihrem gesamten Zusammenhang zitiert:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das folgende längere Zitat zeigt auf, dass Norbert Wiener auch die Dimension der Kybernetik erkannte, die in der Kinästhetik kultiviert und umgesetzt wird:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚Angenommen, ich hebe einen Bleistift auf. Um dies zu tun, muss ich bestimmte Muskeln bewegen. Nur ein fachkundiger Anatom kennt alle diese Muskeln, und selbst er könnte die Handlung kaum als bewusste Willensanstrengung ausführen, indem er jeden betroffenen Muskel in der richtigen Reihenfolge kontrahieren würde. Es ist nicht unser Ziel, einzelne Muskeln zu bewegen, sondern den Bleistift aufzuheben. Sobald wir das einmal beschlossen haben, geht die Bewegung des Arms und der Hand auf eine solche Art vonstatten, dass man sagen könnte: Das Maß, um welches der Bleistift noch nicht aufgehoben ist, wird stufenweise verringert. Dieser Teil der Handlung geschieht nicht mit vollem Bewusstsein.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Um eine Handlung in dieser Weise durchzuführen, muss es eine – bewusste oder unbewusste – Meldung an das Nervensystem darüber geben, wie stark wir in jedem einzelnen Augenblick das Ziel verfehlt haben, den Bleistift aufzuheben. Diese Meldung mag zumindest teilweise visuell sein, im Allgemeinen aber ist sie eher [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetisch bzw. propriozeptiv]], um einen Begriff zu verwenden, der zur Zeit in Mode ist. Wenn diese propriozeptiven Sinneseindrücke fehlen und wir sie nicht visuell oder auf andere Weise ersetzen, so sind wir unfähig, die Handlung des Bleistiftaufhebens auszuführen; wir befinden uns dann in einem Zustand, den man Ataxie nennt. Auf der anderen Seite ist eine übermäßige Rückkoppelung wahrscheinlich eine ebenso große Behinderung. In diesem Fall schießt die Muskelbewegung über ihr Ziel hinaus und gerät in eine unkontrollierbare Oszillation. Dieser Zustand, der häufig mit einer Verletzung des Kleinhirns in Verbindung gebracht wird, ist als Intentionstremor bekannt.‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss wird unter der Überschrift „Zirkularität als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation“ die Fortsetzung des Zitats zitiert. In dieser erläutert Norbert Wiener die Bedeutung seines vorangehenden Beispiels des Bleistift-Aufhebens für das Verständnis der Funktionsweise des Menschen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;[[Zirkularität]] als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; In der Fortsetzung des Zitats betont Wiener das grundsätzlich neue Verständnis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation und seine mögliche Tragweite in unterschiedlichsten Bereichen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚In diesem Falle nun besteht eine signifikante Parallele zwischen der Tätigkeit des Nervensystems und der Arbeitsweise bestimmter Maschinen. Das Prinzip der Rückkoppelung führt einen wichtigen neuen Gedanken in die Neurophysiologie ein. Das zentrale Nervensystem erscheint nicht länger als ein in sich abgeschlossenes Organ, welches von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt. Ganz im Gegenteil sind einige seiner typischsten Aktivitäten nur als zirkuläre Prozesse erklärbar, d. h. als Prozesse, die vom Nervensystem in die Muskeln wandern und durch die Sinnesorgane wieder in das Nervensystem zurückgelangen. Dieser Befund scheint die Erforschung des Nervensystems als einem integrierten Ganzen einen deutlichen Schritt vorwärts zu bringen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Der neue Ansatz, den die [[Kybernetik (Begriff)|Kybernetik]] darstellt – eine Integration von Untersuchungen, die weder rein biologisch noch rein physikalisch sind, sondern vielmehr eine Kombination beider Wissensgebiete bilden –, hat schon jetzt unter Beweis gestellt, dass er bei der Lösung vieler Probleme der Technik, der Physiologie und höchstwahrscheinlich auch der Psychiatrie von Nutzen sein kann.‘ (Wiener 2001&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Wiener, Norbert (2001): &#039;&#039;&#039; Futurum exactum. Ausgewählte Schriften zur Kybernetik und Kommunikationstheorie. Übersetzt von C. Kassung. Herausgegeben von Bernhard Dotzler. Wien, New York: Springer. ISBN 978-3-211-83467-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;, S. 16).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 24 und 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Feedback Control“ in „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973) ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Psychlogie – Eine Einführung in die Verhaltenswissenschaft“ (1973) von Karl U. und Margaret F. Smith. Es ist eingebettet in das zweite Kapitel „Das sich verhaltende System“ des ersten Teils „Einführung“. Voraus geht eine Einführung in das Kapitel. Das Zitat ist der Text des anschließenden Unterkapitels „Feedback-Kontrolle“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Der Fachbegriff Feedback wurde zuerst von Ingenieuren verwendet, um den Prozess zu beschreiben, der gebraucht wurde, um maschinelle Operationen automatisch zu kontrollieren. In diesem technischen Sinne bedeutet Feedback ein zum Input der Maschine zurückkehrendes Signal, das den Effekt anzeigt, den ihr Output schon ausgegeben hat. Das Feedback-Signal wird dann gebraucht, um die Tätigkeit, welche die Maschine auch immer ausführt, zu regulieren oder zu korrigieren. Die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; hat dieselbe allgemeine Bedeutung, ob sie nun auf lebende oder nicht lebende Systeme angewendet wird; sie meint die Selbstregulation der Aktivität auf der Basis von Informationen über die Effekte von früheren Aktivitäten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie man vielleicht vermutet, ist die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; in lebenden Systemen weitaus komplizierter als in nicht lebenden Systemen. Ein wichtiger Unterschied ist, dass das Verhalten von Lebewesen nicht nur eine Art von Signal generiert, wie z. B. das elektrische Signal, das von einer Maschine verwendet werden könnte, sondern eine Vielzahl verschiedener Arten von Feedback-Effekten, die in zeitlicher Hinsicht und in ihrer Signifikanz für das Individuum variieren. Wenn ein öffentlicher Redner sich an ein Publikum wendet, erhält er unmittelbar ein auditorisches Feedback vom Schall, den seine Sprechbewegungen produzieren. Er schaut sein Publikum auch an und hört ihm zu, um zu beobachten, was für Effekte seine Worte auf dieses haben. Von dessen Reaktion erhält er ein leicht verzögertes soziales Feedback. Wenn er ein aufmerksames, enthusiastisches Publikum hat, wird er eine Art von emotionalem Feedback erhalten, das zu Befriedigung oder Euphorie führt. Wenn sein Publikum ihn ausbuht, in die Zange nimmt oder einfach unaufmerksam ist, erhält er eine andere Art von emotionalem Feedback. Alle diese mehr oder weniger unmittelbaren Feedback-Effekte inklusive anderer, die wir nicht erwähnt haben, beeinflussen das Verhalten des Redners während des Ablaufs der Rede. Nach der Rede erhält er vielleicht zusätzliches Feedback durch Kommentare, die seine Zuhörer gemacht haben, und später erhält er vielleicht Briefe oder liest Zeitungsberichte über die Rede. Diese verzögerten Effekte werden seine anschließenden Handlungen und Einstellungen beeinflussen. Folglich sehen wir, dass sowohl unmittelbare als auch verzögerte Effekte in dem Sinne Feedback sind, dass sie Informationen über Verhalten abgeben und gebraucht werden, um anschließendes Verhalten zu kontrollieren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Kybernetik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Wenn ein lebender Organismus oder eine Maschine die eigene Aktivität mit den Mitteln des Feedbacks reguliert, sprechen wir von geschlossen-schleifigen Systemen, weil die Feedback-Antwort eine Schleife von der Handlungskomponente zur Regulierungs- oder Kontrollkomponente vollführt. Ein Thermostat ist ein geläufiges geschlossen-schleifiges System, das automatisch eine Wärmequelle anschaltet, wenn ein Thermometer anzeigt, dass die Temperatur unter ein bestimmtes Niveau gesunken ist, und sie dann wieder abschaltet, sobald die Temperatur eine bestimmte Obergrenze erreicht hat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Gegensatz zu geschlossen-schleifigen Systemen, werden offen-schleifige Systeme von einem externen Anwender oder einer reizauslösenden Bedingung kontrolliert. Ein nicht automatischer elektrischer Heizkörper ist ein offen-schleifiges System, das von jemandem, der den Schalter betätigt, kontrolliert wird. Es ist nicht empfindlich auf die Wärme des Raumes, sondern generiert Wärme, bis es jemand abstellt. Die lebensnahen Figuren in den Gärten von Paris, die Descartes die Idee des S-R-Reflexes gaben (siehe S. 11f.) waren offen-schleifige Systeme, die direkt von Reizen der Umgebung kontrolliert wurden. Lebende Individuen scheinen manchmal unter direkter Kontrolle von Reizen zu sein, aber sie sind keine richtigen offen-schleifige Systeme, da der Effekt eines Reizes auf einen sich verhaltenden Organismus z. T. von dem eigenen Verhalten des Organismus reguliert wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Feststellung, dass das Verhalten ein geschlossen-schleifiger Kontrollprozess ist, entstand aus den Erfahrungen der Psychologen und Ingenieuren während des Zweiten Weltkriegs, beim Kreieren von effektiven militärischen Maschinen und bei der Ausbildung von Menschen, die diese bedienen sollten. Wenn maschinelle Operationen effektiv von einem menschlichen Anwender kontrolliert werden sollen, sollte das ganze Mensch-Maschine-System als ein geschlossen-schleifiges System funktionieren, so wie in einer Folgeoperation. Folgen (tracking) meint einfach eine Folgehandlung, in der das Individuum einem sich bewegenden Reiz mit seinen Augen, Händen, anderen Körperteilen oder mit Werkzeugen, Instrumenten oder Maschinen folgt. Wenn wir ein Bild nachzeichnen, folgen wir seinem Umriss. Wenn wir ein fliegendes Objekt betrachten, folgen wir seinem Weg über den Himmel. Folgen ist eine Eigenschaft von solch spezialisierten militärischen Tätigkeiten wie denjenigen, die von Radaranwendern und Kanonieren vollzogen werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Folgeleistung ist insofern eine geschlossen-schleifige Kontrolloperation, als das Individuum seine Bewegung durch das Beobachten der Position eines Folgeindikators im Verhältnis zu einem Ziel kontrolliert. Visuelles Feedback indiziert, welche Anpassungen der Folgende machen muss um seine Folgehandlung fortzuführen oder zu verbessern. Wenn das Ziel sich nach rechts bewegt, folgt der Folgende ihm nach rechts. Wenn das Ziel sich verlangsamt, verlangsamt sich der Folgende. Eine solche dynamische Leistung ist erfolgreich, weil sie von einem geschlossen-schleifigen System kontrolliert wird, das fortwährend Feedback-Effekte spürt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dem menschlichen Folgen ähnliche Funktionen werden manchmal von geschlossen-schleifigen Maschinen geleistet. Eine solche Maschine ist das Servosystem, das automatisch die Bewegung oder Position einer Welle, eines Hebels oder eines anderen mechanischen Teils mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, korrigiert. Es hat eine Detektorkomponente, die die Differenz zwischen dem Output und der gewünschten Zielbedingung misst und dann ein Feedback-Signal an eine Kontrollkomponente sendet, die den Motor anweist den Output zu korrigieren. Das Feedback wird in diesem Fall negativ genannt, weil es den Fehler negiert, indem es eine Bewegung in gegensätzlicher Richtung zur Abweichung anordnet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Folgeverhalten ist in verschiedener Weise analog zu den Handlungen eines Servosystems. Ein Servosystem kontrolliert einen energiereichen Output mit einem energiearmen Signal. Mit anderen Worten ist die Primärfunktion der Feedback-Schleife nicht Energie zu transportieren, sondern Informationen zu übermitteln. Auf ähnliche Weise kontrolliert das sich verhaltende System seine energiereichen Bewegungen mit den Mitteln der energiearmen Feedback-Signale, die durch das Nervensystem übermittelt werden. Der Detektor eines Servosystems ist analog zu einem Rezeptor, wie z. B. das Auge, das ebenfalls Differenzen zwischen der eigentlichen Reaktion und der Zielposition erkennt. Die Kontrollkomponente des Servosystems ist analog zum Gehirn, das das Feedback-Signal empfängt und einen Befehl an die motorische Komponente oder an einen Muskel sendet, um seine Reaktion anzupassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Ähnlichkeiten zwischen geschlossen-schleifigen Kontrolloperationen in lebenden und nicht lebenden Systemen führten zu einer interdisziplinären Wissenschaft, die Kybernetik genannt wird, ein Terminus, der vom griechischen Wort für Steuermann kommt (Wiener, 1948). Die Kybernetik beschäftigt sich mit der Kontrolle (Steuerung) und der Kommunikation sowohl in lebenden als auch in nicht-lebenden Systemen. Ihr Konzept der geschlossen-schleifigen Kontrolle und selbstgenerierten Feedbacks hat zu wichtigen Entwicklungen in allen Bereichen der Verhaltenswissenschaft geführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Spezialisierte Eigenschaften von sich verhaltenden Systemen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Analogie zwischen menschlichem Verhalten und den Handlungen einer Maschine, wie z. B. eines Servosystems, sollte nicht zu ernst genommen werden, da die sich verhaltenden Systeme eine Vielzahl von speziellen kybernetischen Eigenschaften besitzen. Eine dieser Eigenschaften wird in Kapitel 3 diskutiert werden; ein sich verhaltendes System kann nämlich in gewissen Maße die Reize, auf die es reagiert, selektieren und regulieren. Eine zweite wichtige Charakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie viele unterschiedliche Arten von Aktivitäten gleichzeitig kontrollieren können. Sogar die einfachste Reaktion ist in ihrem Kontrollmuster keinesfalls einfach, da sie eine gleichzeitig koordinierte Kontrolle der Rezeptoren und verschiedener Arten von Körperbewegungen vor dem Hintergrund von Muskelzittern, Atmen, Herzschlag und anderen biologischen Aktivitäten benötigt. Reibungslose Koordination von diesen diversen Verhalten ist nur möglich aufgrund der geschlossen-schleifigen Natur des Reaktionssystems. Wenn externe Reize die Reaktion direkt in einer offen-schleifigen Art und Weise kontrollieren könnten, würde das Verhalten zu einem chaotischen Wirrwarr von unzusammenhängenden Ereignissen zusammenbrechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Hauptcharakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie lernen können. Als ein Resultat von Erfahrung und Übung können sie ihre Kontrollmuster verbessern und neue erlernen. Wir haben gesagt, dass ein Servosystem seinen Output mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, kontrolliert; folglich muss ein solches System abwarten, bis ein Fehler oder eine Abweichung auftritt, bevor es eingreifen kann, um diese zu korrigieren. Im Gegensatz dazu ist ein System, das lernen kann, imstande, die wahrscheinlichsten Ereignisabläufe vorauszusagen und folglich seine Kontrolle in die Zukunft auszudehnen. Wenn man bspw. ein Objekt hochhebt, passt man die Kraft seiner Hebebewegung an das erwartete Gewicht an, so wie es durch frühere Erfahrungen mit ähnlichen Objekten beurteilt wird. Als Resultat von vielen Erfahrungen beim Hochheben kann man normalerweise die Bewegung im Voraus mit nur wenig oder keiner Korrektur auf der Basis von Fehler-Feedback genau kontrollieren. Die voraussagende Natur einer Hebebewegung ist sehr offensichtlich, wenn man ein Objekt als leichter oder schwerer beurteilt, als es tatsächlich ist. Wenn man einen leeren Koffer aufhebt, den man für voll hält, wird er beinahe vom Boden wegspringen. Wenn der Koffer mit Büchern gefüllt ist und man das nicht weiß, wird ihn die erste Hebebewegung vielleicht nicht bewegen. In diesem Fall passt man die Reaktion auf der Basis von Fehler-Feedback an. Viele geübte Bewegungen würden nie die Zielbedingung erreichen, wenn sie nur durch Fehler-Feedback kontrolliert würden. Wenn ein Baseballspieler rennt, um einen Ball zu fangen, rennt er nicht notwendigerweise zum Ball hin oder in die gleiche Richtung wie die Fluglinie des Balles; er rennt, um ihn an dem Platz abzufangen, an dem er nach seiner Voraussage herunterkommen wird. Eine Rohrkatze, die Wild verfolgt, springt nicht in Richtung der gegenwärtigen Position des Tieres, sondern in Richtung des Punktes, wo das fliehende Tier am Schluss des Sprunges der Katze sein wird. Lernen und Gedächtnis können in kybernetischen Termini als Prozesse zur Errichtung einer Feedforward-Steuerung (feedforward control) gedacht werden. Als Resultat der Erfahrung in der Interaktion mit der Umgebung kann man die wahrscheinliche Abfolge von Ereignissen voraussagen und seine Verhaltensabläufe weiter und weiter in die Zukunft hinein kontrollieren.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Übersetzung: Lukas Marty)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret F. (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company. Ohne ISBN. S. 28–30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Zirkularität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Unterschied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4, S. 18, 198.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Feedback-Control-Theorie&amp;diff=6658</id>
		<title>Feedback-Control-Theorie</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Ausführungen zur menschlichen Selbstregulation im Sinn der Feedback-Control-Theorie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Feedback-Control-Theorie, einer der häufig genannten kybernetischen Grundlagen mit hoher Bedeutsamkeit in Kinästhetik-Lernprozessen. Die ersten Zitate stammen aus den Büchern „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ und „Kybernetik und Kinästhetik“, die weiteren Zitate stammen aus „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“. Es ist in die „Einleitung“ eingebettet, und zwar beim Thema der Grundlagen, auf denen die Kinästhetik beruht. Als Erstes werden die wissenschaftlichen Grundlagen erläutert, und in diesem Zusammenhang die kybernetische Theorie der zirkulären Selbstregulation kurz zusammengefasst und ihre Bedeutung für die Kinästhetik beschrieben.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Ein zentrales Element der Kybernetik ist die Theorie der zirkulären Selbststeuerung durch Rückkoppelung (Feedback). Sie liefert ein Modell für die Beschreibung von Regulations- und Steuerungsprozessen in Systemen. KybernetikerInnen und NeurobiologInnen übertrugen dieses Modell auf Lebewesen und befassten sich mit Feedbackprozessen innerhalb von lebenden Systemen. Aus solchen Forschungen entwickelte der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith die &#039;&#039;&#039;„Feedback Control Theory“&#039;&#039;&#039; (Rückkoppelungs-Kontroll-Theorie). Es zeigte sich, dass Lebewesen ihre Lebensprozesse von innen heraus regulieren und steuern (Selbstregulation). Entsprechend wird im Fachgebiet Kinästhetik davon ausgegangen, dass der Mensch seine Gesundheits- und Lernprozesse als Feedbackprozesse von innen heraus reguliert und dass die Bewegungskompetenz in der Steuerung dieser Prozesse eine zentrale Rolle spielt.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. 6. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Die vorausgehenden Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ und „Schwerkraft und Bewegung“ beleuchten die grundlegende Bedeutung der Bewegung und der Schwerkraft für das Leben. Das Zitat ist der Text des dritten Unterkapitels „Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;„4.3. Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie steuert der Mensch sein Verhalten? Wie funktioniert die Steuerung all seiner Lebensprozesse? Bei diesen zentralen, aber sehr komplexen Fragen werden in der Kinästhetik Erklärungsmodelle verwendet, die aus der Kybernetik und Neurobiologie stammen. Die Kybernetik versteht den Menschen als ein sich selbst regulierendes Bewegungssystem. Sie erklärt die Steuerung der Lebensprozesse und des Verhaltens mit sogenannten Regelkreisen oder Feedback-Schleifen. In diesen wirken Elemente mit unterschiedlichen Funktionen in einem Kreisprozess zusammen und ermöglichen dadurch eine in jedem Moment anpassungsfähige Steuerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;K. U. Smith (1907–1994), der Pionier der Verhaltenskybernetik, beschäftigte sich hauptsächlich mit der Erforschung dieser Theorie beim Menschen. Seine Forschungen bilden eine wichtige theoretische Grundlage der Kinästhetik. Für die Beschreibung der Steuerung des menschlichen Verhaltens verwendete er den Begriff ‚Feedback Control‘ (Smith; Smith 1973&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Seine &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontroll-Theorie&#039;&#039;&#039; geht davon aus, dass die Steuerung oder besser Regulation (‚Control‘) des menschlichen Verhaltens auf Rückkoppelungsprozessen (‚Feedback‘) beruht. Das bedeutet, dass das Verhalten nicht von einem bestimmten Element, z. B. dem Gehirn, gesteuert wird, sondern durch eine sich selbst regulierende, kreisförmige ‚Zusammenarbeit‘ unterschiedlicher Elemente.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die drei wesentlichen Elemente dieser Rückkoppelungsschleifen der Verhaltenssteuerung sind:&amp;lt;br&amp;gt;• Motorisches System: die Funktionen des Bewegungsapparates&amp;lt;br&amp;gt;• Sensorisches System: die Funktionen der Sinnessysteme&amp;lt;br&amp;gt;• Nervensystem: die Funktionen des zentralen und des gesamten Nervensystems&amp;lt;br&amp;gt;Dabei bedingen sich diese drei Elemente wechselseitig, d. h., ohne Bewegung gibt es keine Sinneswahrnehmungen, ohne Sinneswahrnehmungen gibt es keinen Vergleich mit der Absicht durch das Nervensystem, ohne Vergleich mit der Absicht wiederum keine Bewegung usw. Das ununterbrochene Zusammenspiel zwischen diesen drei Elementen in fast unmittelbarer Rückkoppelung ermöglicht es einem Menschen z. B. zu stehen oder einen Bleistift aufzuheben. Die Steuerung einer solchen Aktivität ergibt sich daraus, dass durch dieses Zusammenspiel fortlaufend die Unterschiede zur Absicht (‚stehen‘, ‚Bleistift aufheben‘) ausgeglichen oder korrigiert werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Aktivität des Stehens beruht somit auf einer ununterbrochenen Korrektur von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘, die wir bei der Verwirklichung dieser Absicht selbst produzieren. Auf diese Weise verlangt die Ausführung jeder Aktivität fortlaufende Anpassungen, die nur durch den zirkulären Wirkungszusammenhang zwischen dem motorischen System, sensorischen System und dem Nervensystem möglich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund richtet sich in der Kinästhetik das Interesse auf die Bewegung und die Bewegungswahrnehmung als Basis aller Sinneswahrnehmungen. Sie bilden eine wichtige Grundlage der Verhaltenssteuerung, und jeder Mensch hat, solange er lebt, einen direkten und differenzierten Zugang zu seiner Bewegung(swahrnehmung).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legende zur grafischen Darstellung der Feedback-Kontrolle:&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedback Kontroll Theorie.png|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Diese Darstellung der Feedback-Kontrolle nach dem Verhaltenskybernetiker K. U. Smith zeigt auf einer grundsätzlichen Ebene die ‚Mitspieler‘ der Verhaltenssteuerung und ihre zirkuläre Rückkoppelung. Dabei werden die Funktionen des sensorischen Systems durch die Symbole unserer Sinne dargestellt. Die Funktionen des Nervensystems werden durch Gehirn und Nervenbahnen und die Aufgaben des motorischen Systems durch einen Muskel symbolisiert. Während der Ausführung einer Aktivität vollziehen sich die entsprechenden zirkulären Wirkungszusammenhänge so schnell, dass wir keine zeitliche Verzögerung zwischen den kreisförmig verbundenen Prozessen des motorischen Systems, sensorischen Systems und – in kybernetischer Sprache ausgedrückt – des Vergleichs des Ist-Wertes (des jeweiligen ‚Zwischenstandes‘) mit dem Soll-Wert (der Absicht) durch das Nervensystem feststellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Wir können nicht stehen&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die Funktionsweise unserer Bewegungssteuerung, und damit der Feedback-Kontrolle, lässt sich ausgezeichnet in einer Bewegungserfahrung nachvollziehen: Stehen Sie auf einem Bein und schließen Sie die Augen. Achten Sie nun darauf, wie Sie auf der Ebene der Bewegung diese Aktivität zustande bringen. Sie werden feststellen, dass Sie fortlaufend Anpassungsbewegungen machen und die ‚Fehler‘ und Unsicherheiten korrigieren, die Sie selbst produzieren. Man könnte folglich sagen, dass wir gar nicht stehen können, sondern nur fortlaufend verhindern, dass wir umfallen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 43–45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
=== Ausführungen zur menschlichen Selbstregulation im Sinn der Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Vorausgehend werden als Grundlagen eine Bewegungserfahrung angeleitet und die Selbstverständlichkeit der alltäglichen Bewegung sowie Grundfragen  thematisiert. Das Zitat ist der Text des nachfolgenden Themas „Interaktion und Kommunikation aus kybernetischer Sicht“. Das Zitat eröffnet das zweite Unterkapitel „Selbstregulation und persönliches Lernen“ und trägt die Überschrift „Wie reguliere ich mich?“. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;6.2.1. Wie reguliere ich mich?&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Wenn Sie die einleitende [[Bewegungserfahrung]] gemacht haben, haben Sie wahrscheinlich Folgendes festgestellt: Wenn Sie im Sitzen die Füße hochheben und sich nicht mit den Händen abstützen, erhöht sich wahrscheinlich Ihre Spannung und es ist nicht mehr so einfach, die Position zu halten. Trotzdem gelingt es Ihnen wie von alleine; offensichtlich liegt in diesem Sinne eine fortlaufende Selbstregulation vor, die erfahrbar, aber auch von Ihnen selbst beeinflussbar ist. Dadurch ist Ihnen das kybernetische Verständnis der Regulation der Bewegung (bzw. der meisten Lebensprozesse) erfahrbar geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kybernetik geht davon aus, dass diese Selbstregulation auf ununterbrochenen, sehr unmittelbaren &#039;&#039;&#039;zirkulären Prozessen zwischen motorischem System, sensorischem System und Nervensystem&#039;&#039;&#039; beruht. Diese Prozesse werden im Modell als kybernetische Regelkreise oder Feedback-Schleifen dargestellt (vgl. Infobox S. 59). Wie im vierten Kapitel erwähnt, versteht die Kinästhetik Positionen wie Liegen, Sitzen oder Stehen, die von außen betrachtet nach statischen, ‚bewegungslosen‘ Zuständen aussehen, als aktive Bewegungen. Eine entsprechende Anleitung zu einer Bewegungserfahrung im Stehen findet sich in der Infobox auf Seite 35. Vielleicht ist im Stehen leichter als im Sitzen erfahrbar, dass es unmöglich ist, bewegungslos in einer Position zu verweilen. Aber tatsächlich sind wir nur dazu imstande, fortlaufend mit vielen kleinen Bewegungen zu verhindern, dass wir umfallen (oder im Liegen einen Dekubitus entwickeln). Bei jeder Aktivität findet also durch Selbstregulation ununterbrochen ein Ausgleich von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘ statt, die wir selbst produzieren – und ohne diese ständigen Korrekturen und Anpassungen an die Absicht ist keine zielgerichtete Bewegung möglich. Bei kleinen Kindern, die dabei sind, stehen zu lernen, lässt sich gut beobachten, wie sie in eine tiefere Position plumpsen, wenn eine rechtzeitige ‚Korrektur‘ misslingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wegen ihrer konstanten Unmittelbarkeit, ihrer ‚Geschwindigkeit‘, sind solche Regelkreise oder Feedback-Schleifen nur als Ganzes erfahrbar. Die beteiligten Systeme (motorisches, sensorisches System und Nervensystem) sind isoliert nicht erfahrbar. Wie wichtig aber dieses ununterbrochene Zusammenspiel bzw. diese Selbstregulation ist, kann einem z. B. unter starkem Alkoholeinfluss auffallen. In diesem Zustand passiert es leicht, dass man ‚[[Fehler]]‘ der Bewegung so verzögert wahrnimmt, dass das Nervensystem die Abweichung nicht mehr rechtzeitig berechnen, und damit keine Korrekturen veranlassen kann. Dadurch kommt man zumindest ins Schwanken oder landet gar im Straßengraben ... Für die Effekte solcher zeitlichen Verzögerungen des sensorischen Feedbacks interessierte sich insbesondere der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (vgl. Kapitel 4.3.4); darauf dass Phänomene wie Ataxie und Intentionstremor als Störungen von Regelkreisen erklärt werden können, hatte bereits Norbert Wiener verwiesen (vgl. Infobox S. 26).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zugehörige Infobox zeigt dieselbe Grafik, wie sie oben bei den Zitaten aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ sichtbar ist. Sie trägt hier die Überschrift &#039;&#039;&#039; „Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation“ &#039;&#039;&#039; und enthält folgenden Text:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Abbildung zeigt ein kybernetisches Modell der menschlichen Verhaltensregulation. Das Gehirn und angedeutete Nerven stehen dabei für das gesamte Nervensystem und der Muskel für das gesamte motorische System. Den dritten Mitspieler der Feedback-Schleife bilden das kinästhetische Sinnessystem, symbolisiert durch eine Muskelspindel, und – auf ihm basierend bzw. aufs Engste mit ihm verbunden – die klassischen fünf Sinne (sensorisches System). Im Prozess des konkreten Verhaltens wird ein solcher Regelkreis besser als eine dynamische, dreidimensionale Spirale beschrieben. Die Gesamtrichtung, in der sich die Spirale im Raum fortbewegt, wird im dreidimensionalen Modell durch die Absicht bzw. durch die fortlaufenden Annäherungen an sie bestimmt (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 43–45).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 58 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Norbert Wieners Bleistift-Aufheben als frühestes praktisches Beispiel für die Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Im 3. Kapitel „Der Kern: Feedback und Zirkularität“ (S. 20 ff.) des Buches wird insbesondere die technische Bedeutung zirkulärer Rückkoppelungs- oder Feedbackschleifen ausgeführt. Im Kapitel „3.5. Komplexe Anpassungsleistungen“ wird unter Berufung auf Norbert Wiener, einen wichtigen Pionier der Kybernetik, die Brücke zur Funktionsweise des Menschen und damit zur Feedback-Control-Theorie geschlagen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;3.5. Komplexe Anpassungsleistungen&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Norbert Wiener beschrieb schon früh das Aufheben eines Bleistifts als einen Prozess, der nur durch Zirkularität erklärbar ist (vgl. Infobox S. 26). Er bezeichnete das Prinzip der Rückkoppelung als ‚einen wichtigen neuen Gedanken‘ der Neurophysiologie und erklärte frühere [[Lineare Kausalität|lineare]] Erklärungen als unhaltbar. Sie gingen davon aus, dass das Nervensystem als abgeschlossenes Organ ‚von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt‘. Das Gehirn gibt in kybernetischem Denken nicht den Befehl dazu, einen Bleistift aufzuheben (Ursache), woraus folgt, dass der Arm gehorcht (Wirkung). Vielmehr beruht diese Aktivität auf &#039;&#039;&#039;Regelkreisen oder Feedback-Schleifen&#039;&#039;&#039;, welche die Elemente des Nervenystems, des motorischen Systems und des sensorischen Systems zirkulär verbinden. Eine grundlegende Rolle für die ganze Wahrnehmung spielt dabei der [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetische oder propriozeptive]] Sinn (vgl. auch Infobox S. 56).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Infobox auf Seite 26 werden die Aussagen, die im vorangehenden Text erwähnt werden, unter der Überschrift „Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung“ in in ihrem gesamten Zusammenhang zitiert:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das folgende längere Zitat zeigt auf, dass Norbert Wiener auch die Dimension der Kybernetik erkannte, die in der Kinästhetik kultiviert und umgesetzt wird:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚Angenommen, ich hebe einen Bleistift auf. Um dies zu tun, muss ich bestimmte Muskeln bewegen. Nur ein fachkundiger Anatom kennt alle diese Muskeln, und selbst er könnte die Handlung kaum als bewusste Willensanstrengung ausführen, indem er jeden betroffenen Muskel in der richtigen Reihenfolge kontrahieren würde. Es ist nicht unser Ziel, einzelne Muskeln zu bewegen, sondern den Bleistift aufzuheben. Sobald wir das einmal beschlossen haben, geht die Bewegung des Arms und der Hand auf eine solche Art vonstatten, dass man sagen könnte: Das Maß, um welches der Bleistift noch nicht aufgehoben ist, wird stufenweise verringert. Dieser Teil der Handlung geschieht nicht mit vollem Bewusstsein.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Um eine Handlung in dieser Weise durchzuführen, muss es eine – bewusste oder unbewusste – Meldung an das Nervensystem darüber geben, wie stark wir in jedem einzelnen Augenblick das Ziel verfehlt haben, den Bleistift aufzuheben. Diese Meldung mag zumindest teilweise visuell sein, im Allgemeinen aber ist sie eher [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetisch bzw. propriozeptiv]], um einen Begriff zu verwenden, der zur Zeit in Mode ist. Wenn diese propriozeptiven Sinneseindrücke fehlen und wir sie nicht visuell oder auf andere Weise ersetzen, so sind wir unfähig, die Handlung des Bleistiftaufhebens auszuführen; wir befinden uns dann in einem Zustand, den man Ataxie nennt. Auf der anderen Seite ist eine übermäßige Rückkoppelung wahrscheinlich eine ebenso große Behinderung. In diesem Fall schießt die Muskelbewegung über ihr Ziel hinaus und gerät in eine unkontrollierbare Oszillation. Dieser Zustand, der häufig mit einer Verletzung des Kleinhirns in Verbindung gebracht wird, ist als Intentionstremor bekannt.‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss wird unter der Überschrift „Zirkularität als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation“ die Fortsetzung des Zitats zitiert. In dieser erläutert Norbert Wiener die Bedeutung seines vorangehenden Beispiels des Bleistift-Aufhebens für das Verständnis der Funktionsweise des Menschen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;[[Zirkularität]] als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; In der Fortsetzung des Zitats betont Wiener das grundsätzlich neue Verständnis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation und seine mögliche Tragweite in unterschiedlichsten Bereichen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚In diesem Falle nun besteht eine signifikante Parallele zwischen der Tätigkeit des Nervensystems und der Arbeitsweise bestimmter Maschinen. Das Prinzip der Rückkoppelung führt einen wichtigen neuen Gedanken in die Neurophysiologie ein. Das zentrale Nervensystem erscheint nicht länger als ein in sich abgeschlossenes Organ, welches von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt. Ganz im Gegenteil sind einige seiner typischsten Aktivitäten nur als zirkuläre Prozesse erklärbar, d. h. als Prozesse, die vom Nervensystem in die Muskeln wandern und durch die Sinnesorgane wieder in das Nervensystem zurückgelangen. Dieser Befund scheint die Erforschung des Nervensystems als einem integrierten Ganzen einen deutlichen Schritt vorwärts zu bringen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Der neue Ansatz, den die [[Kybernetik (Begriff)|Kybernetik]] darstellt – eine Integration von Untersuchungen, die weder rein biologisch noch rein physikalisch sind, sondern vielmehr eine Kombination beider Wissensgebiete bilden –, hat schon jetzt unter Beweis gestellt, dass er bei der Lösung vieler Probleme der Technik, der Physiologie und höchstwahrscheinlich auch der Psychiatrie von Nutzen sein kann.‘ (Wiener 2001&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Wiener, Norbert (2001): &#039;&#039;&#039; Futurum exactum. Ausgewählte Schriften zur Kybernetik und Kommunikationstheorie. Übersetzt von C. Kassung. Herausgegeben von Bernhard Dotzler. Wien, New York: Springer. ISBN 978-3-211-83467-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;, S. 16).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 24 und 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Feedback Control“ in „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973) ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Psychlogie – Eine Einführung in die Verhaltenswissenschaft“ (1973) von Karl U. und Margaret F. Smith. Es ist eingebettet in das zweite Kapitel „Das sich verhaltende System“ des ersten Teils „Einführung“. Voraus geht eine Einführung in das Kapitel. Das Zitat ist der Text des anschließenden Unterkapitels „Feedback-Kontrolle“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Der Fachbegriff Feedback wurde zuerst von Ingenieuren verwendet, um den Prozess zu beschreiben, der gebraucht wurde, um maschinelle Operationen automatisch zu kontrollieren. In diesem technischen Sinne bedeutet Feedback ein zum Input der Maschine zurückkehrendes Signal, das den Effekt anzeigt, den ihr Output schon ausgegeben hat. Das Feedback-Signal wird dann gebraucht, um die Tätigkeit, welche die Maschine auch immer ausführt, zu regulieren oder zu korrigieren. Die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; hat dieselbe allgemeine Bedeutung, ob sie nun auf lebende oder nicht lebende Systeme angewendet wird; sie meint die Selbstregulation der Aktivität auf der Basis von Informationen über die Effekte von früheren Aktivitäten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie man vielleicht vermutet, ist die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; in lebenden Systemen weitaus komplizierter als in nicht lebenden Systemen. Ein wichtiger Unterschied ist, dass das Verhalten von Lebewesen nicht nur eine Art von Signal generiert, wie z. B. das elektrische Signal, das von einer Maschine verwendet werden könnte, sondern eine Vielzahl verschiedener Arten von Feedback-Effekten, die in zeitlicher Hinsicht und in ihrer Signifikanz für das Individuum variieren. Wenn ein öffentlicher Redner sich an ein Publikum wendet, erhält er unmittelbar ein auditorisches Feedback vom Schall, den seine Sprechbewegungen produzieren. Er schaut sein Publikum auch an und hört ihm zu, um zu beobachten, was für Effekte seine Worte auf dieses haben. Von dessen Reaktion erhält er ein leicht verzögertes soziales Feedback. Wenn er ein aufmerksames, enthusiastisches Publikum hat, wird er eine Art von emotionalem Feedback erhalten, das zu Befriedigung oder Euphorie führt. Wenn sein Publikum ihn ausbuht, in die Zange nimmt oder einfach unaufmerksam ist, erhält er eine andere Art von emotionalem Feedback. Alle diese mehr oder weniger unmittelbaren Feedback-Effekte inklusive anderer, die wir nicht erwähnt haben, beeinflussen das Verhalten des Redners während des Ablaufs der Rede. Nach der Rede erhält er vielleicht zusätzliches Feedback durch Kommentare, die seine Zuhörer gemacht haben, und später erhält er vielleicht Briefe oder liest Zeitungsberichte über die Rede. Diese verzögerten Effekte werden seine anschließenden Handlungen und Einstellungen beeinflussen. Folglich sehen wir, dass sowohl unmittelbare als auch verzögerte Effekte in dem Sinne Feedback sind, dass sie Informationen über Verhalten abgeben und gebraucht werden, um anschließendes Verhalten zu kontrollieren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Kybernetik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Wenn ein lebender Organismus oder eine Maschine die eigene Aktivität mit den Mitteln des Feedbacks reguliert, sprechen wir von geschlossen-schleifigen Systemen, weil die Feedback-Antwort eine Schleife von der Handlungskomponente zur Regulierungs- oder Kontrollkomponente vollführt. Ein Thermostat ist ein geläufiges geschlossen-schleifiges System, das automatisch eine Wärmequelle anschaltet, wenn ein Thermometer anzeigt, dass die Temperatur unter ein bestimmtes Niveau gesunken ist, und sie dann wieder abschaltet, sobald die Temperatur eine bestimmte Obergrenze erreicht hat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Gegensatz zu geschlossen-schleifigen Systemen, werden offen-schleifige Systeme von einem externen Anwender oder einer reizauslösenden Bedingung kontrolliert. Ein nicht automatischer elektrischer Heizkörper ist ein offen-schleifiges System, das von jemandem, der den Schalter betätigt, kontrolliert wird. Es ist nicht empfindlich auf die Wärme des Raumes, sondern generiert Wärme, bis es jemand abstellt. Die lebensnahen Figuren in den Gärten von Paris, die Descartes die Idee des S-R-Reflexes gaben (siehe S. 11f.) waren offen-schleifige Systeme, die direkt von Reizen der Umgebung kontrolliert wurden. Lebende Individuen scheinen manchmal unter direkter Kontrolle von Reizen zu sein, aber sie sind keine richtigen offen-schleifige Systeme, da der Effekt eines Reizes auf einen sich verhaltenden Organismus z. T. von dem eigenen Verhalten des Organismus reguliert wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Feststellung, dass das Verhalten ein geschlossen-schleifiger Kontrollprozess ist, entstand aus den Erfahrungen der Psychologen und Ingenieuren während des Zweiten Weltkriegs, beim Kreieren von effektiven militärischen Maschinen und bei der Ausbildung von Menschen, die diese bedienen sollten. Wenn maschinelle Operationen effektiv von einem menschlichen Anwender kontrolliert werden sollen, sollte das ganze Mensch-Maschine-System als ein geschlossen-schleifiges System funktionieren, so wie in einer Folgeoperation. Folgen (tracking) meint einfach eine Folgehandlung, in der das Individuum einem sich bewegenden Reiz mit seinen Augen, Händen, anderen Körperteilen oder mit Werkzeugen, Instrumenten oder Maschinen folgt. Wenn wir ein Bild nachzeichnen, folgen wir seinem Umriss. Wenn wir ein fliegendes Objekt betrachten, folgen wir seinem Weg über den Himmel. Folgen ist eine Eigenschaft von solch spezialisierten militärischen Tätigkeiten wie denjenigen, die von Radaranwendern und Kanonieren vollzogen werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Folgeleistung ist insofern eine geschlossen-schleifige Kontrolloperation, als das Individuum seine Bewegung durch das Beobachten der Position eines Folgeindikators im Verhältnis zu einem Ziel kontrolliert. Visuelles Feedback indiziert, welche Anpassungen der Folgende machen muss um seine Folgehandlung fortzuführen oder zu verbessern. Wenn das Ziel sich nach rechts bewegt, folgt der Folgende ihm nach rechts. Wenn das Ziel sich verlangsamt, verlangsamt sich der Folgende. Eine solche dynamische Leistung ist erfolgreich, weil sie von einem geschlossen-schleifigen System kontrolliert wird, das fortwährend Feedback-Effekte spürt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dem menschlichen Folgen ähnliche Funktionen werden manchmal von geschlossen-schleifigen Maschinen geleistet. Eine solche Maschine ist das Servosystem, das automatisch die Bewegung oder Position einer Welle, eines Hebels oder eines anderen mechanischen Teils mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, korrigiert. Es hat eine Detektorkomponente, die die Differenz zwischen dem Output und der gewünschten Zielbedingung misst und dann ein Feedback-Signal an eine Kontrollkomponente sendet, die den Motor anweist den Output zu korrigieren. Das Feedback wird in diesem Fall negativ genannt, weil es den Fehler negiert, indem es eine Bewegung in gegensätzlicher Richtung zur Abweichung anordnet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Folgeverhalten ist in verschiedener Weise analog zu den Handlungen eines Servosystems. Ein Servosystem kontrolliert einen energiereichen Output mit einem energiearmen Signal. Mit anderen Worten ist die Primärfunktion der Feedback-Schleife nicht Energie zu transportieren, sondern Informationen zu übermitteln. Auf ähnliche Weise kontrolliert das sich verhaltende System seine energiereichen Bewegungen mit den Mitteln der energiearmen Feedback-Signale, die durch das Nervensystem übermittelt werden. Der Detektor eines Servosystems ist analog zu einem Rezeptor, wie z. B. das Auge, das ebenfalls Differenzen zwischen der eigentlichen Reaktion und der Zielposition erkennt. Die Kontrollkomponente des Servosystems ist analog zum Gehirn, das das Feedback-Signal empfängt und einen Befehl an die motorische Komponente oder an einen Muskel sendet, um seine Reaktion anzupassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Ähnlichkeiten zwischen geschlossen-schleifigen Kontrolloperationen in lebenden und nicht lebenden Systemen führten zu einer interdisziplinären Wissenschaft, die Kybernetik genannt wird, ein Terminus, der vom griechischen Wort für Steuermann kommt (Wiener, 1948). Die Kybernetik beschäftigt sich mit der Kontrolle (Steuerung) und der Kommunikation sowohl in lebenden als auch in nicht-lebenden Systemen. Ihr Konzept der geschlossen-schleifigen Kontrolle und selbstgenerierten Feedbacks hat zu wichtigen Entwicklungen in allen Bereichen der Verhaltenswissenschaft geführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Spezialisierte Eigenschaften von sich verhaltenden Systemen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Analogie zwischen menschlichem Verhalten und den Handlungen einer Maschine, wie z. B. eines Servosystems, sollte nicht zu ernst genommen werden, da die sich verhaltenden Systeme eine Vielzahl von speziellen kybernetischen Eigenschaften besitzen. Eine dieser Eigenschaften wird in Kapitel 3 diskutiert werden; ein sich verhaltendes System kann nämlich in gewissen Maße die Reize, auf die es reagiert, selektieren und regulieren. Eine zweite wichtige Charakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie viele unterschiedliche Arten von Aktivitäten gleichzeitig kontrollieren können. Sogar die einfachste Reaktion ist in ihrem Kontrollmuster keinesfalls einfach, da sie eine gleichzeitig koordinierte Kontrolle der Rezeptoren und verschiedener Arten von Körperbewegungen vor dem Hintergrund von Muskelzittern, Atmen, Herzschlag und anderen biologischen Aktivitäten benötigt. Reibungslose Koordination von diesen diversen Verhalten ist nur möglich aufgrund der geschlossen-schleifigen Natur des Reaktionssystems. Wenn externe Reize die Reaktion direkt in einer offen-schleifigen Art und Weise kontrollieren könnten, würde das Verhalten zu einem chaotischen Wirrwarr von unzusammenhängenden Ereignissen zusammenbrechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Hauptcharakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie lernen können. Als ein Resultat von Erfahrung und Übung können sie ihre Kontrollmuster verbessern und neue erlernen. Wir haben gesagt, dass ein Servosystem seinen Output mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, kontrolliert; folglich muss ein solches System abwarten, bis ein Fehler oder eine Abweichung auftritt, bevor es eingreifen kann, um diese zu korrigieren. Im Gegensatz dazu ist ein System, das lernen kann, imstande, die wahrscheinlichsten Ereignisabläufe vorauszusagen und folglich seine Kontrolle in die Zukunft auszudehnen. Wenn man bspw. ein Objekt hochhebt, passt man die Kraft seiner Hebebewegung an das erwartete Gewicht an, so wie es durch frühere Erfahrungen mit ähnlichen Objekten beurteilt wird. Als Resultat von vielen Erfahrungen beim Hochheben kann man normalerweise die Bewegung im Voraus mit nur wenig oder keiner Korrektur auf der Basis von Fehler-Feedback genau kontrollieren. Die voraussagende Natur einer Hebebewegung ist sehr offensichtlich, wenn man ein Objekt als leichter oder schwerer beurteilt, als es tatsächlich ist. Wenn man einen leeren Koffer aufhebt, den man für voll hält, wird er beinahe vom Boden wegspringen. Wenn der Koffer mit Büchern gefüllt ist und man das nicht weiß, wird ihn die erste Hebebewegung vielleicht nicht bewegen. In diesem Fall passt man die Reaktion auf der Basis von Fehler-Feedback an. Viele geübte Bewegungen würden nie die Zielbedingung erreichen, wenn sie nur durch Fehler-Feedback kontrolliert würden. Wenn ein Baseballspieler rennt, um einen Ball zu fangen, rennt er nicht notwendigerweise zum Ball hin oder in die gleiche Richtung wie die Fluglinie des Balles; er rennt, um ihn an dem Platz abzufangen, an dem er nach seiner Voraussage herunterkommen wird. Eine Rohrkatze, die Wild verfolgt, springt nicht in Richtung der gegenwärtigen Position des Tieres, sondern in Richtung des Punktes, wo das fliehende Tier am Schluss des Sprunges der Katze sein wird. Lernen und Gedächtnis können in kybernetischen Termini als Prozesse zur Errichtung einer Feedforward-Steuerung (feedforward control) gedacht werden. Als Resultat der Erfahrung in der Interaktion mit der Umgebung kann man die wahrscheinliche Abfolge von Ereignissen voraussagen und seine Verhaltensabläufe weiter und weiter in die Zukunft hinein kontrollieren.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Übersetzung: Lukas Marty)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret F. (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company. Ohne ISBN. S. 28–30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Zirkularität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Unterschied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4, S. 18, 198.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Feedback-Control-Theorie&amp;diff=6657</id>
		<title>Feedback-Control-Theorie</title>
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		<updated>2026-06-09T13:23:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Feedback-Control-Theorie, einer der häufig genannten kybernetischen Grundlagen mit hoher Bedeutsamkeit in Kinästhetik-Lernprozessen. Die ersten Zitate stammen aus den Büchern „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ und „Kybernetik und Kinästhetik“, die weiteren Zitate stammen aus „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“. Es ist in die „Einleitung“ eingebettet, und zwar beim Thema der Grundlagen, auf denen die Kinästhetik beruht. Als Erstes werden die wissenschaftlichen Grundlagen erläutert, und in diesem Zusammenhang die kybernetische Theorie der zirkulären Selbstregulation kurz zusammengefasst und ihre Bedeutung für die Kinästhetik beschrieben.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Ein zentrales Element der Kybernetik ist die Theorie der zirkulären Selbststeuerung durch Rückkoppelung (Feedback). Sie liefert ein Modell für die Beschreibung von Regulations- und Steuerungsprozessen in Systemen. KybernetikerInnen und NeurobiologInnen übertrugen dieses Modell auf Lebewesen und befassten sich mit Feedbackprozessen innerhalb von lebenden Systemen. Aus solchen Forschungen entwickelte der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith die &#039;&#039;&#039;„Feedback Control Theory“&#039;&#039;&#039; (Rückkoppelungs-Kontroll-Theorie). Es zeigte sich, dass Lebewesen ihre Lebensprozesse von innen heraus regulieren und steuern (Selbstregulation). Entsprechend wird im Fachgebiet Kinästhetik davon ausgegangen, dass der Mensch seine Gesundheits- und Lernprozesse als Feedbackprozesse von innen heraus reguliert und dass die Bewegungskompetenz in der Steuerung dieser Prozesse eine zentrale Rolle spielt.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. 6. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Die vorausgehenden Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ und „Schwerkraft und Bewegung“ beleuchten die grundlegende Bedeutung der Bewegung und der Schwerkraft für das Leben. Das Zitat ist der Text des dritten Unterkapitels „Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;„4.3. Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie steuert der Mensch sein Verhalten? Wie funktioniert die Steuerung all seiner Lebensprozesse? Bei diesen zentralen, aber sehr komplexen Fragen werden in der Kinästhetik Erklärungsmodelle verwendet, die aus der Kybernetik und Neurobiologie stammen. Die Kybernetik versteht den Menschen als ein sich selbst regulierendes Bewegungssystem. Sie erklärt die Steuerung der Lebensprozesse und des Verhaltens mit sogenannten Regelkreisen oder Feedback-Schleifen. In diesen wirken Elemente mit unterschiedlichen Funktionen in einem Kreisprozess zusammen und ermöglichen dadurch eine in jedem Moment anpassungsfähige Steuerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;K. U. Smith (1907–1994), der Pionier der Verhaltenskybernetik, beschäftigte sich hauptsächlich mit der Erforschung dieser Theorie beim Menschen. Seine Forschungen bilden eine wichtige theoretische Grundlage der Kinästhetik. Für die Beschreibung der Steuerung des menschlichen Verhaltens verwendete er den Begriff ‚Feedback Control‘ (Smith; Smith 1973&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Seine &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontroll-Theorie&#039;&#039;&#039; geht davon aus, dass die Steuerung oder besser Regulation (‚Control‘) des menschlichen Verhaltens auf Rückkoppelungsprozessen (‚Feedback‘) beruht. Das bedeutet, dass das Verhalten nicht von einem bestimmten Element, z. B. dem Gehirn, gesteuert wird, sondern durch eine sich selbst regulierende, kreisförmige ‚Zusammenarbeit‘ unterschiedlicher Elemente.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die drei wesentlichen Elemente dieser Rückkoppelungsschleifen der Verhaltenssteuerung sind:&amp;lt;br&amp;gt;• Motorisches System: die Funktionen des Bewegungsapparates&amp;lt;br&amp;gt;• Sensorisches System: die Funktionen der Sinnessysteme&amp;lt;br&amp;gt;• Nervensystem: die Funktionen des zentralen und des gesamten Nervensystems&amp;lt;br&amp;gt;Dabei bedingen sich diese drei Elemente wechselseitig, d. h., ohne Bewegung gibt es keine Sinneswahrnehmungen, ohne Sinneswahrnehmungen gibt es keinen Vergleich mit der Absicht durch das Nervensystem, ohne Vergleich mit der Absicht wiederum keine Bewegung usw. Das ununterbrochene Zusammenspiel zwischen diesen drei Elementen in fast unmittelbarer Rückkoppelung ermöglicht es einem Menschen z. B. zu stehen oder einen Bleistift aufzuheben. Die Steuerung einer solchen Aktivität ergibt sich daraus, dass durch dieses Zusammenspiel fortlaufend die Unterschiede zur Absicht (‚stehen‘, ‚Bleistift aufheben‘) ausgeglichen oder korrigiert werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Aktivität des Stehens beruht somit auf einer ununterbrochenen Korrektur von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘, die wir bei der Verwirklichung dieser Absicht selbst produzieren. Auf diese Weise verlangt die Ausführung jeder Aktivität fortlaufende Anpassungen, die nur durch den zirkulären Wirkungszusammenhang zwischen dem motorischen System, sensorischen System und dem Nervensystem möglich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund richtet sich in der Kinästhetik das Interesse auf die Bewegung und die Bewegungswahrnehmung als Basis aller Sinneswahrnehmungen. Sie bilden eine wichtige Grundlage der Verhaltenssteuerung, und jeder Mensch hat, solange er lebt, einen direkten und differenzierten Zugang zu seiner Bewegung(swahrnehmung).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legende zur grafischen Darstellung der Feedback-Kontrolle:&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedback Kontroll Theorie.png|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Diese Darstellung der Feedback-Kontrolle nach dem Verhaltenskybernetiker K. U. Smith zeigt auf einer grundsätzlichen Ebene die ‚Mitspieler‘ der Verhaltenssteuerung und ihre zirkuläre Rückkoppelung. Dabei werden die Funktionen des sensorischen Systems durch die Symbole unserer Sinne dargestellt. Die Funktionen des Nervensystems werden durch Gehirn und Nervenbahnen und die Aufgaben des motorischen Systems durch einen Muskel symbolisiert. Während der Ausführung einer Aktivität vollziehen sich die entsprechenden zirkulären Wirkungszusammenhänge so schnell, dass wir keine zeitliche Verzögerung zwischen den kreisförmig verbundenen Prozessen des motorischen Systems, sensorischen Systems und – in kybernetischer Sprache ausgedrückt – des Vergleichs des Ist-Wertes (des jeweiligen ‚Zwischenstandes‘) mit dem Soll-Wert (der Absicht) durch das Nervensystem feststellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Wir können nicht stehen&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die Funktionsweise unserer Bewegungssteuerung, und damit der Feedback-Kontrolle, lässt sich ausgezeichnet in einer Bewegungserfahrung nachvollziehen: Stehen Sie auf einem Bein und schließen Sie die Augen. Achten Sie nun darauf, wie Sie auf der Ebene der Bewegung diese Aktivität zustande bringen. Sie werden feststellen, dass Sie fortlaufend Anpassungsbewegungen machen und die ‚Fehler‘ und Unsicherheiten korrigieren, die Sie selbst produzieren. Man könnte folglich sagen, dass wir gar nicht stehen können, sondern nur fortlaufend verhindern, dass wir umfallen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 43–45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
=== Ausführungen zur menschlichen Selbstregulation im Sinn der Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Vorausgehend werden als Grundlagen eine Bewegungserfahrung angeleitet und die Selbstverständlichkeit der alltäglichen Bewegung sowie Grundfragen  thematisiert. Das Zitat ist der Text des nachfolgenden Themas „Interaktion und Kommunikation aus kybernetischer Sicht“. Das Zitat eröffnet das zweite Unterkapitel „Selbstregulation und persönliches Lernen“ und trägt die Überschrift „Wie reguliere ich mich?“. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Wenn Sie die einleitende [[Bewegungserfahrung]] gemacht haben, haben Sie wahrscheinlich Folgendes festgestellt: Wenn Sie im Sitzen die Füße hochheben und sich nicht mit den Händen abstützen, erhöht sich wahrscheinlich Ihre Spannung und es ist nicht mehr so einfach, die Position zu halten. Trotzdem gelingt es Ihnen wie von alleine; offensichtlich liegt in diesem Sinne eine fortlaufende Selbstregulation vor, die erfahrbar, aber auch von Ihnen selbst beeinflussbar ist. Dadurch ist Ihnen das kybernetische Verständnis der Regulation der Bewegung (bzw. der meisten Lebensprozesse) erfahrbar geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kybernetik geht davon aus, dass diese Selbstregulation auf ununterbrochenen, sehr unmittelbaren &#039;&#039;&#039;zirkulären Prozessen zwischen motorischem System, sensorischem System und Nervensystem&#039;&#039;&#039; beruht. Diese Prozesse werden im Modell als kybernetische Regelkreise oder Feedback-Schleifen dargestellt (vgl. Infobox S. 59). Wie im vierten Kapitel erwähnt, versteht die Kinästhetik Positionen wie Liegen, Sitzen oder Stehen, die von außen betrachtet nach statischen, ‚bewegungslosen‘ Zuständen aussehen, als aktive Bewegungen. Eine entsprechende Anleitung zu einer Bewegungserfahrung im Stehen findet sich in der Infobox auf Seite 35. Vielleicht ist im Stehen leichter als im Sitzen erfahrbar, dass es unmöglich ist, bewegungslos in einer Position zu verweilen. Aber tatsächlich sind wir nur dazu imstande, fortlaufend mit vielen kleinen Bewegungen zu verhindern, dass wir umfallen (oder im Liegen einen Dekubitus entwickeln). Bei jeder Aktivität findet also durch Selbstregulation ununterbrochen ein Ausgleich von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘ statt, die wir selbst produzieren – und ohne diese ständigen Korrekturen und Anpassungen an die Absicht ist keine zielgerichtete Bewegung möglich. Bei kleinen Kindern, die dabei sind, stehen zu lernen, lässt sich gut beobachten, wie sie in eine tiefere Position plumpsen, wenn eine rechtzeitige ‚Korrektur‘ misslingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wegen ihrer konstanten Unmittelbarkeit, ihrer ‚Geschwindigkeit‘, sind solche Regelkreise oder Feedback-Schleifen nur als Ganzes erfahrbar. Die beteiligten Systeme (motorisches, sensorisches System und Nervensystem) sind isoliert nicht erfahrbar. Wie wichtig aber dieses ununterbrochene Zusammenspiel bzw. diese Selbstregulation ist, kann einem z. B. unter starkem Alkoholeinfluss auffallen. In diesem Zustand passiert es leicht, dass man ‚[[Fehler]]‘ der Bewegung so verzögert wahrnimmt, dass das Nervensystem die Abweichung nicht mehr rechtzeitig berechnen, und damit keine Korrekturen veranlassen kann. Dadurch kommt man zumindest ins Schwanken oder landet gar im Straßengraben ... Für die Effekte solcher zeitlichen Verzögerungen des sensorischen Feedbacks interessierte sich insbesondere der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (vgl. Kapitel 4.3.4); darauf dass Phänomene wie Ataxie und Intentionstremor als Störungen von Regelkreisen erklärt werden können, hatte bereits Norbert Wiener verwiesen (vgl. Infobox S. 26).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zugehörige Infobox zeigt dieselbe Grafik, wie sie oben bei den Zitaten aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ sichtbar ist. Sie trägt hier die Überschrift &#039;&#039;&#039; „Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation“ &#039;&#039;&#039; und enthält folgenden Text:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Abbildung zeigt ein kybernetisches Modell der menschlichen Verhaltensregulation. Das Gehirn und angedeutete Nerven stehen dabei für das gesamte Nervensystem und der Muskel für das gesamte motorische System. Den dritten Mitspieler der Feedback-Schleife bilden das kinästhetische Sinnessystem, symbolisiert durch eine Muskelspindel, und – auf ihm basierend bzw. aufs Engste mit ihm verbunden – die klassischen fünf Sinne (sensorisches System). Im Prozess des konkreten Verhaltens wird ein solcher Regelkreis besser als eine dynamische, dreidimensionale Spirale beschrieben. Die Gesamtrichtung, in der sich die Spirale im Raum fortbewegt, wird im dreidimensionalen Modell durch die Absicht bzw. durch die fortlaufenden Annäherungen an sie bestimmt (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 43–45).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 58 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Norbert Wieners Bleistift-Aufheben als frühestes praktisches Beispiel für die Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Im 3. Kapitel „Der Kern: Feedback und Zirkularität“ (S. 20 ff.) des Buches wird insbesondere die technische Bedeutung zirkulärer Rückkoppelungs- oder Feedbackschleifen ausgeführt. Im Kapitel „3.5. Komplexe Anpassungsleistungen“ wird unter Berufung auf Norbert Wiener, einen wichtigen Pionier der Kybernetik, die Brücke zur Funktionsweise des Menschen und damit zur Feedback-Control-Theorie geschlagen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;3.5. Komplexe Anpassungsleistungen&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Norbert Wiener beschrieb schon früh das Aufheben eines Bleistifts als einen Prozess, der nur durch Zirkularität erklärbar ist (vgl. Infobox S. 26). Er bezeichnete das Prinzip der Rückkoppelung als ‚einen wichtigen neuen Gedanken‘ der Neurophysiologie und erklärte frühere [[Lineare Kausalität|lineare]] Erklärungen als unhaltbar. Sie gingen davon aus, dass das Nervensystem als abgeschlossenes Organ ‚von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt‘. Das Gehirn gibt in kybernetischem Denken nicht den Befehl dazu, einen Bleistift aufzuheben (Ursache), woraus folgt, dass der Arm gehorcht (Wirkung). Vielmehr beruht diese Aktivität auf &#039;&#039;&#039;Regelkreisen oder Feedback-Schleifen&#039;&#039;&#039;, welche die Elemente des Nervenystems, des motorischen Systems und des sensorischen Systems zirkulär verbinden. Eine grundlegende Rolle für die ganze Wahrnehmung spielt dabei der [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetische oder propriozeptive]] Sinn (vgl. auch Infobox S. 56).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Infobox auf Seite 26 werden die Aussagen, die im vorangehenden Text erwähnt werden, unter der Überschrift „Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung“ in in ihrem gesamten Zusammenhang zitiert:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das folgende längere Zitat zeigt auf, dass Norbert Wiener auch die Dimension der Kybernetik erkannte, die in der Kinästhetik kultiviert und umgesetzt wird:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚Angenommen, ich hebe einen Bleistift auf. Um dies zu tun, muss ich bestimmte Muskeln bewegen. Nur ein fachkundiger Anatom kennt alle diese Muskeln, und selbst er könnte die Handlung kaum als bewusste Willensanstrengung ausführen, indem er jeden betroffenen Muskel in der richtigen Reihenfolge kontrahieren würde. Es ist nicht unser Ziel, einzelne Muskeln zu bewegen, sondern den Bleistift aufzuheben. Sobald wir das einmal beschlossen haben, geht die Bewegung des Arms und der Hand auf eine solche Art vonstatten, dass man sagen könnte: Das Maß, um welches der Bleistift noch nicht aufgehoben ist, wird stufenweise verringert. Dieser Teil der Handlung geschieht nicht mit vollem Bewusstsein.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Um eine Handlung in dieser Weise durchzuführen, muss es eine – bewusste oder unbewusste – Meldung an das Nervensystem darüber geben, wie stark wir in jedem einzelnen Augenblick das Ziel verfehlt haben, den Bleistift aufzuheben. Diese Meldung mag zumindest teilweise visuell sein, im Allgemeinen aber ist sie eher [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetisch bzw. propriozeptiv]], um einen Begriff zu verwenden, der zur Zeit in Mode ist. Wenn diese propriozeptiven Sinneseindrücke fehlen und wir sie nicht visuell oder auf andere Weise ersetzen, so sind wir unfähig, die Handlung des Bleistiftaufhebens auszuführen; wir befinden uns dann in einem Zustand, den man Ataxie nennt. Auf der anderen Seite ist eine übermäßige Rückkoppelung wahrscheinlich eine ebenso große Behinderung. In diesem Fall schießt die Muskelbewegung über ihr Ziel hinaus und gerät in eine unkontrollierbare Oszillation. Dieser Zustand, der häufig mit einer Verletzung des Kleinhirns in Verbindung gebracht wird, ist als Intentionstremor bekannt.‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss wird unter der Überschrift „Zirkularität als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation“ die Fortsetzung des Zitats zitiert. In dieser erläutert Norbert Wiener die Bedeutung seines vorangehenden Beispiels des Bleistift-Aufhebens für das Verständnis der Funktionsweise des Menschen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;[[Zirkularität]] als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; In der Fortsetzung des Zitats betont Wiener das grundsätzlich neue Verständnis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation und seine mögliche Tragweite in unterschiedlichsten Bereichen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚In diesem Falle nun besteht eine signifikante Parallele zwischen der Tätigkeit des Nervensystems und der Arbeitsweise bestimmter Maschinen. Das Prinzip der Rückkoppelung führt einen wichtigen neuen Gedanken in die Neurophysiologie ein. Das zentrale Nervensystem erscheint nicht länger als ein in sich abgeschlossenes Organ, welches von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt. Ganz im Gegenteil sind einige seiner typischsten Aktivitäten nur als zirkuläre Prozesse erklärbar, d. h. als Prozesse, die vom Nervensystem in die Muskeln wandern und durch die Sinnesorgane wieder in das Nervensystem zurückgelangen. Dieser Befund scheint die Erforschung des Nervensystems als einem integrierten Ganzen einen deutlichen Schritt vorwärts zu bringen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Der neue Ansatz, den die [[Kybernetik (Begriff)|Kybernetik]] darstellt – eine Integration von Untersuchungen, die weder rein biologisch noch rein physikalisch sind, sondern vielmehr eine Kombination beider Wissensgebiete bilden –, hat schon jetzt unter Beweis gestellt, dass er bei der Lösung vieler Probleme der Technik, der Physiologie und höchstwahrscheinlich auch der Psychiatrie von Nutzen sein kann.‘ (Wiener 2001&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Wiener, Norbert (2001): &#039;&#039;&#039; Futurum exactum. Ausgewählte Schriften zur Kybernetik und Kommunikationstheorie. Übersetzt von C. Kassung. Herausgegeben von Bernhard Dotzler. Wien, New York: Springer. ISBN 978-3-211-83467-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;, S. 16).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 24 und 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Feedback Control“ in „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973) ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Psychlogie – Eine Einführung in die Verhaltenswissenschaft“ (1973) von Karl U. und Margaret F. Smith. Es ist eingebettet in das zweite Kapitel „Das sich verhaltende System“ des ersten Teils „Einführung“. Voraus geht eine Einführung in das Kapitel. Das Zitat ist der Text des anschließenden Unterkapitels „Feedback-Kontrolle“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Der Fachbegriff Feedback wurde zuerst von Ingenieuren verwendet, um den Prozess zu beschreiben, der gebraucht wurde, um maschinelle Operationen automatisch zu kontrollieren. In diesem technischen Sinne bedeutet Feedback ein zum Input der Maschine zurückkehrendes Signal, das den Effekt anzeigt, den ihr Output schon ausgegeben hat. Das Feedback-Signal wird dann gebraucht, um die Tätigkeit, welche die Maschine auch immer ausführt, zu regulieren oder zu korrigieren. Die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; hat dieselbe allgemeine Bedeutung, ob sie nun auf lebende oder nicht lebende Systeme angewendet wird; sie meint die Selbstregulation der Aktivität auf der Basis von Informationen über die Effekte von früheren Aktivitäten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie man vielleicht vermutet, ist die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; in lebenden Systemen weitaus komplizierter als in nicht lebenden Systemen. Ein wichtiger Unterschied ist, dass das Verhalten von Lebewesen nicht nur eine Art von Signal generiert, wie z. B. das elektrische Signal, das von einer Maschine verwendet werden könnte, sondern eine Vielzahl verschiedener Arten von Feedback-Effekten, die in zeitlicher Hinsicht und in ihrer Signifikanz für das Individuum variieren. Wenn ein öffentlicher Redner sich an ein Publikum wendet, erhält er unmittelbar ein auditorisches Feedback vom Schall, den seine Sprechbewegungen produzieren. Er schaut sein Publikum auch an und hört ihm zu, um zu beobachten, was für Effekte seine Worte auf dieses haben. Von dessen Reaktion erhält er ein leicht verzögertes soziales Feedback. Wenn er ein aufmerksames, enthusiastisches Publikum hat, wird er eine Art von emotionalem Feedback erhalten, das zu Befriedigung oder Euphorie führt. Wenn sein Publikum ihn ausbuht, in die Zange nimmt oder einfach unaufmerksam ist, erhält er eine andere Art von emotionalem Feedback. Alle diese mehr oder weniger unmittelbaren Feedback-Effekte inklusive anderer, die wir nicht erwähnt haben, beeinflussen das Verhalten des Redners während des Ablaufs der Rede. Nach der Rede erhält er vielleicht zusätzliches Feedback durch Kommentare, die seine Zuhörer gemacht haben, und später erhält er vielleicht Briefe oder liest Zeitungsberichte über die Rede. Diese verzögerten Effekte werden seine anschließenden Handlungen und Einstellungen beeinflussen. Folglich sehen wir, dass sowohl unmittelbare als auch verzögerte Effekte in dem Sinne Feedback sind, dass sie Informationen über Verhalten abgeben und gebraucht werden, um anschließendes Verhalten zu kontrollieren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Kybernetik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Wenn ein lebender Organismus oder eine Maschine die eigene Aktivität mit den Mitteln des Feedbacks reguliert, sprechen wir von geschlossen-schleifigen Systemen, weil die Feedback-Antwort eine Schleife von der Handlungskomponente zur Regulierungs- oder Kontrollkomponente vollführt. Ein Thermostat ist ein geläufiges geschlossen-schleifiges System, das automatisch eine Wärmequelle anschaltet, wenn ein Thermometer anzeigt, dass die Temperatur unter ein bestimmtes Niveau gesunken ist, und sie dann wieder abschaltet, sobald die Temperatur eine bestimmte Obergrenze erreicht hat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Gegensatz zu geschlossen-schleifigen Systemen, werden offen-schleifige Systeme von einem externen Anwender oder einer reizauslösenden Bedingung kontrolliert. Ein nicht automatischer elektrischer Heizkörper ist ein offen-schleifiges System, das von jemandem, der den Schalter betätigt, kontrolliert wird. Es ist nicht empfindlich auf die Wärme des Raumes, sondern generiert Wärme, bis es jemand abstellt. Die lebensnahen Figuren in den Gärten von Paris, die Descartes die Idee des S-R-Reflexes gaben (siehe S. 11f.) waren offen-schleifige Systeme, die direkt von Reizen der Umgebung kontrolliert wurden. Lebende Individuen scheinen manchmal unter direkter Kontrolle von Reizen zu sein, aber sie sind keine richtigen offen-schleifige Systeme, da der Effekt eines Reizes auf einen sich verhaltenden Organismus z. T. von dem eigenen Verhalten des Organismus reguliert wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Feststellung, dass das Verhalten ein geschlossen-schleifiger Kontrollprozess ist, entstand aus den Erfahrungen der Psychologen und Ingenieuren während des Zweiten Weltkriegs, beim Kreieren von effektiven militärischen Maschinen und bei der Ausbildung von Menschen, die diese bedienen sollten. Wenn maschinelle Operationen effektiv von einem menschlichen Anwender kontrolliert werden sollen, sollte das ganze Mensch-Maschine-System als ein geschlossen-schleifiges System funktionieren, so wie in einer Folgeoperation. Folgen (tracking) meint einfach eine Folgehandlung, in der das Individuum einem sich bewegenden Reiz mit seinen Augen, Händen, anderen Körperteilen oder mit Werkzeugen, Instrumenten oder Maschinen folgt. Wenn wir ein Bild nachzeichnen, folgen wir seinem Umriss. Wenn wir ein fliegendes Objekt betrachten, folgen wir seinem Weg über den Himmel. Folgen ist eine Eigenschaft von solch spezialisierten militärischen Tätigkeiten wie denjenigen, die von Radaranwendern und Kanonieren vollzogen werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Folgeleistung ist insofern eine geschlossen-schleifige Kontrolloperation, als das Individuum seine Bewegung durch das Beobachten der Position eines Folgeindikators im Verhältnis zu einem Ziel kontrolliert. Visuelles Feedback indiziert, welche Anpassungen der Folgende machen muss um seine Folgehandlung fortzuführen oder zu verbessern. Wenn das Ziel sich nach rechts bewegt, folgt der Folgende ihm nach rechts. Wenn das Ziel sich verlangsamt, verlangsamt sich der Folgende. Eine solche dynamische Leistung ist erfolgreich, weil sie von einem geschlossen-schleifigen System kontrolliert wird, das fortwährend Feedback-Effekte spürt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dem menschlichen Folgen ähnliche Funktionen werden manchmal von geschlossen-schleifigen Maschinen geleistet. Eine solche Maschine ist das Servosystem, das automatisch die Bewegung oder Position einer Welle, eines Hebels oder eines anderen mechanischen Teils mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, korrigiert. Es hat eine Detektorkomponente, die die Differenz zwischen dem Output und der gewünschten Zielbedingung misst und dann ein Feedback-Signal an eine Kontrollkomponente sendet, die den Motor anweist den Output zu korrigieren. Das Feedback wird in diesem Fall negativ genannt, weil es den Fehler negiert, indem es eine Bewegung in gegensätzlicher Richtung zur Abweichung anordnet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Folgeverhalten ist in verschiedener Weise analog zu den Handlungen eines Servosystems. Ein Servosystem kontrolliert einen energiereichen Output mit einem energiearmen Signal. Mit anderen Worten ist die Primärfunktion der Feedback-Schleife nicht Energie zu transportieren, sondern Informationen zu übermitteln. Auf ähnliche Weise kontrolliert das sich verhaltende System seine energiereichen Bewegungen mit den Mitteln der energiearmen Feedback-Signale, die durch das Nervensystem übermittelt werden. Der Detektor eines Servosystems ist analog zu einem Rezeptor, wie z. B. das Auge, das ebenfalls Differenzen zwischen der eigentlichen Reaktion und der Zielposition erkennt. Die Kontrollkomponente des Servosystems ist analog zum Gehirn, das das Feedback-Signal empfängt und einen Befehl an die motorische Komponente oder an einen Muskel sendet, um seine Reaktion anzupassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Ähnlichkeiten zwischen geschlossen-schleifigen Kontrolloperationen in lebenden und nicht lebenden Systemen führten zu einer interdisziplinären Wissenschaft, die Kybernetik genannt wird, ein Terminus, der vom griechischen Wort für Steuermann kommt (Wiener, 1948). Die Kybernetik beschäftigt sich mit der Kontrolle (Steuerung) und der Kommunikation sowohl in lebenden als auch in nicht-lebenden Systemen. Ihr Konzept der geschlossen-schleifigen Kontrolle und selbstgenerierten Feedbacks hat zu wichtigen Entwicklungen in allen Bereichen der Verhaltenswissenschaft geführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Spezialisierte Eigenschaften von sich verhaltenden Systemen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Analogie zwischen menschlichem Verhalten und den Handlungen einer Maschine, wie z. B. eines Servosystems, sollte nicht zu ernst genommen werden, da die sich verhaltenden Systeme eine Vielzahl von speziellen kybernetischen Eigenschaften besitzen. Eine dieser Eigenschaften wird in Kapitel 3 diskutiert werden; ein sich verhaltendes System kann nämlich in gewissen Maße die Reize, auf die es reagiert, selektieren und regulieren. Eine zweite wichtige Charakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie viele unterschiedliche Arten von Aktivitäten gleichzeitig kontrollieren können. Sogar die einfachste Reaktion ist in ihrem Kontrollmuster keinesfalls einfach, da sie eine gleichzeitig koordinierte Kontrolle der Rezeptoren und verschiedener Arten von Körperbewegungen vor dem Hintergrund von Muskelzittern, Atmen, Herzschlag und anderen biologischen Aktivitäten benötigt. Reibungslose Koordination von diesen diversen Verhalten ist nur möglich aufgrund der geschlossen-schleifigen Natur des Reaktionssystems. Wenn externe Reize die Reaktion direkt in einer offen-schleifigen Art und Weise kontrollieren könnten, würde das Verhalten zu einem chaotischen Wirrwarr von unzusammenhängenden Ereignissen zusammenbrechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Hauptcharakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie lernen können. Als ein Resultat von Erfahrung und Übung können sie ihre Kontrollmuster verbessern und neue erlernen. Wir haben gesagt, dass ein Servosystem seinen Output mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, kontrolliert; folglich muss ein solches System abwarten, bis ein Fehler oder eine Abweichung auftritt, bevor es eingreifen kann, um diese zu korrigieren. Im Gegensatz dazu ist ein System, das lernen kann, imstande, die wahrscheinlichsten Ereignisabläufe vorauszusagen und folglich seine Kontrolle in die Zukunft auszudehnen. Wenn man bspw. ein Objekt hochhebt, passt man die Kraft seiner Hebebewegung an das erwartete Gewicht an, so wie es durch frühere Erfahrungen mit ähnlichen Objekten beurteilt wird. Als Resultat von vielen Erfahrungen beim Hochheben kann man normalerweise die Bewegung im Voraus mit nur wenig oder keiner Korrektur auf der Basis von Fehler-Feedback genau kontrollieren. Die voraussagende Natur einer Hebebewegung ist sehr offensichtlich, wenn man ein Objekt als leichter oder schwerer beurteilt, als es tatsächlich ist. Wenn man einen leeren Koffer aufhebt, den man für voll hält, wird er beinahe vom Boden wegspringen. Wenn der Koffer mit Büchern gefüllt ist und man das nicht weiß, wird ihn die erste Hebebewegung vielleicht nicht bewegen. In diesem Fall passt man die Reaktion auf der Basis von Fehler-Feedback an. Viele geübte Bewegungen würden nie die Zielbedingung erreichen, wenn sie nur durch Fehler-Feedback kontrolliert würden. Wenn ein Baseballspieler rennt, um einen Ball zu fangen, rennt er nicht notwendigerweise zum Ball hin oder in die gleiche Richtung wie die Fluglinie des Balles; er rennt, um ihn an dem Platz abzufangen, an dem er nach seiner Voraussage herunterkommen wird. Eine Rohrkatze, die Wild verfolgt, springt nicht in Richtung der gegenwärtigen Position des Tieres, sondern in Richtung des Punktes, wo das fliehende Tier am Schluss des Sprunges der Katze sein wird. Lernen und Gedächtnis können in kybernetischen Termini als Prozesse zur Errichtung einer Feedforward-Steuerung (feedforward control) gedacht werden. Als Resultat der Erfahrung in der Interaktion mit der Umgebung kann man die wahrscheinliche Abfolge von Ereignissen voraussagen und seine Verhaltensabläufe weiter und weiter in die Zukunft hinein kontrollieren.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Übersetzung: Lukas Marty)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret F. (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company. Ohne ISBN. S. 28–30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Zirkularität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Unterschied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4, S. 18, 198.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Feedback-Control-Theorie&amp;diff=6656</id>
		<title>Diskussion:Feedback-Control-Theorie</title>
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		<updated>2026-06-09T13:18:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Feedback-Control-Theorie}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Feedback-Control-Theorie&amp;diff=6655</id>
		<title>Feedback-Control-Theorie</title>
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		<updated>2026-06-09T13:18:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Feedback-Control-Theorie, einer der häufig genannten kybernetischen Grundlagen mit hoher Bedeutsamkeit in Kinästhetik-Lernprozessen. Die ersten Zitate stammen aus den Büchern „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ und „Kybernetik und Kinästhetik“, die weiteren Zitate stammen aus „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Konzeptsystem“. Es ist in die „Einleitung“ eingebettet, und zwar beim Thema der Grundlagen, auf denen die Kinästhetik beruht. Als Erstes werden die wissenschaftlichen Grundlagen erläutert, und in diesem Zusammenhang die kybernetische Theorie der zirkulären Selbstregulation kurz zusammengefasst und ihre Bedeutung für die Kinästhetik beschrieben.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ein zentrales Element der Kybernetik ist die Theorie der zirkulären Selbststeuerung durch Rückkoppelung (Feedback). Sie liefert ein Modell für die Beschreibung von Regulations- und Steuerungsprozessen in Systemen. KybernetikerInnen und NeurobiologInnen übertrugen dieses Modell auf Lebewesen und befassten sich mit Feedbackprozessen innerhalb von lebenden Systemen. Aus solchen Forschungen entwickelte der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith die &#039;&#039;&#039;„Feedback Control Theory“&#039;&#039;&#039; (Rückkoppelungs-Kontroll-Theorie). Es zeigte sich, dass Lebewesen ihre Lebensprozesse von innen heraus regulieren und steuern (Selbstregulation). Entsprechend wird im Fachgebiet Kinästhetik davon ausgegangen, dass der Mensch seine Gesundheits- und Lernprozesse als Feedbackprozesse von innen heraus reguliert und dass die Bewegungskompetenz in der Steuerung dieser Prozesse eine zentrale Rolle spielt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Die vorausgehenden Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ und „Schwerkraft und Bewegung“ beleuchten die grundlegende Bedeutung der Bewegung und der Schwerkraft für das Leben. Das Zitat ist der Text des dritten Unterkapitels „Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;„4.3. Zirkuläre Selbstregulationsprozesse als Grundlage des menschlichen Verhaltens&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie steuert der Mensch sein Verhalten? Wie funktioniert die Steuerung all seiner Lebensprozesse? Bei diesen zentralen, aber sehr komplexen Fragen werden in der Kinästhetik Erklärungsmodelle verwendet, die aus der Kybernetik und Neurobiologie stammen. Die Kybernetik versteht den Menschen als ein sich selbst regulierendes Bewegungssystem. Sie erklärt die Steuerung der Lebensprozesse und des Verhaltens mit sogenannten Regelkreisen oder Feedback-Schleifen. In diesen wirken Elemente mit unterschiedlichen Funktionen in einem Kreisprozess zusammen und ermöglichen dadurch eine in jedem Moment anpassungsfähige Steuerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;K. U. Smith (1907–1994), der Pionier der Verhaltenskybernetik, beschäftigte sich hauptsächlich mit der Erforschung dieser Theorie beim Menschen. Seine Forschungen bilden eine wichtige theoretische Grundlage der Kinästhetik. Für die Beschreibung der Steuerung des menschlichen Verhaltens verwendete er den Begriff ‚Feedback Control‘ (Smith; Smith 1973&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Seine &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontroll-Theorie&#039;&#039;&#039; geht davon aus, dass die Steuerung oder besser Regulation (‚Control‘) des menschlichen Verhaltens auf Rückkoppelungsprozessen (‚Feedback‘) beruht. Das bedeutet, dass das Verhalten nicht von einem bestimmten Element, z. B. dem Gehirn, gesteuert wird, sondern durch eine sich selbst regulierende, kreisförmige ‚Zusammenarbeit‘ unterschiedlicher Elemente.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die drei wesentlichen Elemente dieser Rückkoppelungsschleifen der Verhaltenssteuerung sind:&amp;lt;br&amp;gt;• Motorisches System: die Funktionen des Bewegungsapparates&amp;lt;br&amp;gt;• Sensorisches System: die Funktionen der Sinnessysteme&amp;lt;br&amp;gt;• Nervensystem: die Funktionen des zentralen und des gesamten Nervensystems&amp;lt;br&amp;gt;Dabei bedingen sich diese drei Elemente wechselseitig, d. h., ohne Bewegung gibt es keine Sinneswahrnehmungen, ohne Sinneswahrnehmungen gibt es keinen Vergleich mit der Absicht durch das Nervensystem, ohne Vergleich mit der Absicht wiederum keine Bewegung usw. Das ununterbrochene Zusammenspiel zwischen diesen drei Elementen in fast unmittelbarer Rückkoppelung ermöglicht es einem Menschen z. B. zu stehen oder einen Bleistift aufzuheben. Die Steuerung einer solchen Aktivität ergibt sich daraus, dass durch dieses Zusammenspiel fortlaufend die Unterschiede zur Absicht (‚stehen‘, ‚Bleistift aufheben‘) ausgeglichen oder korrigiert werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Aktivität des Stehens beruht somit auf einer ununterbrochenen Korrektur von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘, die wir bei der Verwirklichung dieser Absicht selbst produzieren. Auf diese Weise verlangt die Ausführung jeder Aktivität fortlaufende Anpassungen, die nur durch den zirkulären Wirkungszusammenhang zwischen dem motorischen System, sensorischen System und dem Nervensystem möglich werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund richtet sich in der Kinästhetik das Interesse auf die Bewegung und die Bewegungswahrnehmung als Basis aller Sinneswahrnehmungen. Sie bilden eine wichtige Grundlage der Verhaltenssteuerung, und jeder Mensch hat, solange er lebt, einen direkten und differenzierten Zugang zu seiner Bewegung(swahrnehmung).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legende zur grafischen Darstellung der Feedback-Kontrolle:&lt;br /&gt;
[[Datei:Feedback Kontroll Theorie.png|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Diese Darstellung der Feedback-Kontrolle nach dem Verhaltenskybernetiker K. U. Smith zeigt auf einer grundsätzlichen Ebene die ‚Mitspieler‘ der Verhaltenssteuerung und ihre zirkuläre Rückkoppelung. Dabei werden die Funktionen des sensorischen Systems durch die Symbole unserer Sinne dargestellt. Die Funktionen des Nervensystems werden durch Gehirn und Nervenbahnen und die Aufgaben des motorischen Systems durch einen Muskel symbolisiert. Während der Ausführung einer Aktivität vollziehen sich die entsprechenden zirkulären Wirkungszusammenhänge so schnell, dass wir keine zeitliche Verzögerung zwischen den kreisförmig verbundenen Prozessen des motorischen Systems, sensorischen Systems und – in kybernetischer Sprache ausgedrückt – des Vergleichs des Ist-Wertes (des jeweiligen ‚Zwischenstandes‘) mit dem Soll-Wert (der Absicht) durch das Nervensystem feststellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Wir können nicht stehen&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die Funktionsweise unserer Bewegungssteuerung, und damit der Feedback-Kontrolle, lässt sich ausgezeichnet in einer Bewegungserfahrung nachvollziehen: Stehen Sie auf einem Bein und schließen Sie die Augen. Achten Sie nun darauf, wie Sie auf der Ebene der Bewegung diese Aktivität zustande bringen. Sie werden feststellen, dass Sie fortlaufend Anpassungsbewegungen machen und die ‚Fehler‘ und Unsicherheiten korrigieren, die Sie selbst produzieren. Man könnte folglich sagen, dass wir gar nicht stehen können, sondern nur fortlaufend verhindern, dass wir umfallen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 43–45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Feedback-Control-Theorie in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
=== Ausführungen zur menschlichen Selbstregulation im Sinn der Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Vorausgehend werden als Grundlagen eine Bewegungserfahrung angeleitet und die Selbstverständlichkeit der alltäglichen Bewegung sowie Grundfragen  thematisiert. Das Zitat ist der Text des nachfolgenden Themas „Interaktion und Kommunikation aus kybernetischer Sicht“. Das Zitat eröffnet das zweite Unterkapitel „Selbstregulation und persönliches Lernen“ und trägt die Überschrift „Wie reguliere ich mich?“. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Wenn Sie die einleitende [[Bewegungserfahrung]] gemacht haben, haben Sie wahrscheinlich Folgendes festgestellt: Wenn Sie im Sitzen die Füße hochheben und sich nicht mit den Händen abstützen, erhöht sich wahrscheinlich Ihre Spannung und es ist nicht mehr so einfach, die Position zu halten. Trotzdem gelingt es Ihnen wie von alleine; offensichtlich liegt in diesem Sinne eine fortlaufende Selbstregulation vor, die erfahrbar, aber auch von Ihnen selbst beeinflussbar ist. Dadurch ist Ihnen das kybernetische Verständnis der Regulation der Bewegung (bzw. der meisten Lebensprozesse) erfahrbar geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kybernetik geht davon aus, dass diese Selbstregulation auf ununterbrochenen, sehr unmittelbaren &#039;&#039;&#039;zirkulären Prozessen zwischen motorischem System, sensorischem System und Nervensystem&#039;&#039;&#039; beruht. Diese Prozesse werden im Modell als kybernetische Regelkreise oder Feedback-Schleifen dargestellt (vgl. Infobox S. 59). Wie im vierten Kapitel erwähnt, versteht die Kinästhetik Positionen wie Liegen, Sitzen oder Stehen, die von außen betrachtet nach statischen, ‚bewegungslosen‘ Zuständen aussehen, als aktive Bewegungen. Eine entsprechende Anleitung zu einer Bewegungserfahrung im Stehen findet sich in der Infobox auf Seite 35. Vielleicht ist im Stehen leichter als im Sitzen erfahrbar, dass es unmöglich ist, bewegungslos in einer Position zu verweilen. Aber tatsächlich sind wir nur dazu imstande, fortlaufend mit vielen kleinen Bewegungen zu verhindern, dass wir umfallen (oder im Liegen einen Dekubitus entwickeln). Bei jeder Aktivität findet also durch Selbstregulation ununterbrochen ein Ausgleich von ‚[[Fehler|Fehlern]]‘ statt, die wir selbst produzieren – und ohne diese ständigen Korrekturen und Anpassungen an die Absicht ist keine zielgerichtete Bewegung möglich. Bei kleinen Kindern, die dabei sind, stehen zu lernen, lässt sich gut beobachten, wie sie in eine tiefere Position plumpsen, wenn eine rechtzeitige ‚Korrektur‘ misslingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wegen ihrer konstanten Unmittelbarkeit, ihrer ‚Geschwindigkeit‘, sind solche Regelkreise oder Feedback-Schleifen nur als Ganzes erfahrbar. Die beteiligten Systeme (motorisches, sensorisches System und Nervensystem) sind isoliert nicht erfahrbar. Wie wichtig aber dieses ununterbrochene Zusammenspiel bzw. diese Selbstregulation ist, kann einem z. B. unter starkem Alkoholeinfluss auffallen. In diesem Zustand passiert es leicht, dass man ‚[[Fehler]]‘ der Bewegung so verzögert wahrnimmt, dass das Nervensystem die Abweichung nicht mehr rechtzeitig berechnen, und damit keine Korrekturen veranlassen kann. Dadurch kommt man zumindest ins Schwanken oder landet gar im Straßengraben ... Für die Effekte solcher zeitlichen Verzögerungen des sensorischen Feedbacks interessierte sich insbesondere der Verhaltenskybernetiker K. U. Smith (vgl. Kapitel 4.3.4); darauf dass Phänomene wie Ataxie und Intentionstremor als Störungen von Regelkreisen erklärt werden können, hatte bereits Norbert Wiener verwiesen (vgl. Infobox S. 26).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zugehörige Infobox zeigt dieselbe Grafik, wie sie oben bei den Zitaten aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ sichtbar ist. Sie trägt hier die Überschrift &#039;&#039;&#039; „Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation“ &#039;&#039;&#039; und enthält folgenden Text:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Regelkreis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Die Abbildung zeigt ein kybernetisches Modell der menschlichen Verhaltensregulation. Das Gehirn und angedeutete Nerven stehen dabei für das gesamte Nervensystem und der Muskel für das gesamte motorische System. Den dritten Mitspieler der Feedback-Schleife bilden das kinästhetische Sinnessystem, symbolisiert durch eine Muskelspindel, und – auf ihm basierend bzw. aufs Engste mit ihm verbunden – die klassischen fünf Sinne (sensorisches System). Im Prozess des konkreten Verhaltens wird ein solcher Regelkreis besser als eine dynamische, dreidimensionale Spirale beschrieben. Die Gesamtrichtung, in der sich die Spirale im Raum fortbewegt, wird im dreidimensionalen Modell durch die Absicht bzw. durch die fortlaufenden Annäherungen an sie bestimmt (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 43–45).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 58 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Norbert Wieners Bleistift-Aufheben als frühestes praktisches Beispiel für die Feedback-Control-Theorie===&lt;br /&gt;
Im 3. Kapitel „Der Kern: Feedback und Zirkularität“ (S. 20 ff.) des Buches wird insbesondere die technische Bedeutung zirkulärer Rückkoppelungs- oder Feedbackschleifen ausgeführt. Im Kapitel „3.5. Komplexe Anpassungsleistungen“ wird unter Berufung auf Norbert Wiener, einen wichtigen Pionier der Kybernetik, die Brücke zur Funktionsweise des Menschen und damit zur Feedback-Control-Theorie geschlagen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;3.5. Komplexe Anpassungsleistungen&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Norbert Wiener beschrieb schon früh das Aufheben eines Bleistifts als einen Prozess, der nur durch Zirkularität erklärbar ist (vgl. Infobox S. 26). Er bezeichnete das Prinzip der Rückkoppelung als ‚einen wichtigen neuen Gedanken‘ der Neurophysiologie und erklärte frühere [[Lineare Kausalität|lineare]] Erklärungen als unhaltbar. Sie gingen davon aus, dass das Nervensystem als abgeschlossenes Organ ‚von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt‘. Das Gehirn gibt in kybernetischem Denken nicht den Befehl dazu, einen Bleistift aufzuheben (Ursache), woraus folgt, dass der Arm gehorcht (Wirkung). Vielmehr beruht diese Aktivität auf &#039;&#039;&#039;Regelkreisen oder Feedback-Schleifen&#039;&#039;&#039;, welche die Elemente des Nervenystems, des motorischen Systems und des sensorischen Systems zirkulär verbinden. Eine grundlegende Rolle für die ganze Wahrnehmung spielt dabei der [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetische oder propriozeptive]] Sinn (vgl. auch Infobox S. 56).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Infobox auf Seite 26 werden die Aussagen, die im vorangehenden Text erwähnt werden, unter der Überschrift „Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung“ in in ihrem gesamten Zusammenhang zitiert:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;Kybernetik und kinästhetische Sinneswahrnehmung&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das folgende längere Zitat zeigt auf, dass Norbert Wiener auch die Dimension der Kybernetik erkannte, die in der Kinästhetik kultiviert und umgesetzt wird:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚Angenommen, ich hebe einen Bleistift auf. Um dies zu tun, muss ich bestimmte Muskeln bewegen. Nur ein fachkundiger Anatom kennt alle diese Muskeln, und selbst er könnte die Handlung kaum als bewusste Willensanstrengung ausführen, indem er jeden betroffenen Muskel in der richtigen Reihenfolge kontrahieren würde. Es ist nicht unser Ziel, einzelne Muskeln zu bewegen, sondern den Bleistift aufzuheben. Sobald wir das einmal beschlossen haben, geht die Bewegung des Arms und der Hand auf eine solche Art vonstatten, dass man sagen könnte: Das Maß, um welches der Bleistift noch nicht aufgehoben ist, wird stufenweise verringert. Dieser Teil der Handlung geschieht nicht mit vollem Bewusstsein.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Um eine Handlung in dieser Weise durchzuführen, muss es eine – bewusste oder unbewusste – Meldung an das Nervensystem darüber geben, wie stark wir in jedem einzelnen Augenblick das Ziel verfehlt haben, den Bleistift aufzuheben. Diese Meldung mag zumindest teilweise visuell sein, im Allgemeinen aber ist sie eher [[Kinästhetik (Begriff)|kinästhetisch bzw. propriozeptiv]], um einen Begriff zu verwenden, der zur Zeit in Mode ist. Wenn diese propriozeptiven Sinneseindrücke fehlen und wir sie nicht visuell oder auf andere Weise ersetzen, so sind wir unfähig, die Handlung des Bleistiftaufhebens auszuführen; wir befinden uns dann in einem Zustand, den man Ataxie nennt. Auf der anderen Seite ist eine übermäßige Rückkoppelung wahrscheinlich eine ebenso große Behinderung. In diesem Fall schießt die Muskelbewegung über ihr Ziel hinaus und gerät in eine unkontrollierbare Oszillation. Dieser Zustand, der häufig mit einer Verletzung des Kleinhirns in Verbindung gebracht wird, ist als Intentionstremor bekannt.‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss wird unter der Überschrift „Zirkularität als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation“ die Fortsetzung des Zitats zitiert. In dieser erläutert Norbert Wiener die Bedeutung seines vorangehenden Beispiels des Bleistift-Aufhebens für das Verständnis der Funktionsweise des Menschen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;[[Zirkularität]] als neues Erklärungsmuster der Bewegungsregulation&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; In der Fortsetzung des Zitats betont Wiener das grundsätzlich neue Verständnis der Bewegungs- bzw. Verhaltensregulation und seine mögliche Tragweite in unterschiedlichsten Bereichen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; ‚In diesem Falle nun besteht eine signifikante Parallele zwischen der Tätigkeit des Nervensystems und der Arbeitsweise bestimmter Maschinen. Das Prinzip der Rückkoppelung führt einen wichtigen neuen Gedanken in die Neurophysiologie ein. Das zentrale Nervensystem erscheint nicht länger als ein in sich abgeschlossenes Organ, welches von den Sinnen Signale empfängt und diese in die Muskeln entlädt. Ganz im Gegenteil sind einige seiner typischsten Aktivitäten nur als zirkuläre Prozesse erklärbar, d. h. als Prozesse, die vom Nervensystem in die Muskeln wandern und durch die Sinnesorgane wieder in das Nervensystem zurückgelangen. Dieser Befund scheint die Erforschung des Nervensystems als einem integrierten Ganzen einen deutlichen Schritt vorwärts zu bringen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039; Der neue Ansatz, den die [[Kybernetik (Begriff)|Kybernetik]] darstellt – eine Integration von Untersuchungen, die weder rein biologisch noch rein physikalisch sind, sondern vielmehr eine Kombination beider Wissensgebiete bilden –, hat schon jetzt unter Beweis gestellt, dass er bei der Lösung vieler Probleme der Technik, der Physiologie und höchstwahrscheinlich auch der Psychiatrie von Nutzen sein kann.‘ (Wiener 2001&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Wiener, Norbert (2001): &#039;&#039;&#039; Futurum exactum. Ausgewählte Schriften zur Kybernetik und Kommunikationstheorie. Übersetzt von C. Kassung. Herausgegeben von Bernhard Dotzler. Wien, New York: Springer. ISBN 978-3-211-83467-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;, S. 16).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2018):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. 4. Auflage. Seeham, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association), ISBN 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 24 und 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Feedback Control“ in „Psychology – An Introduction to Behavior Science“ von K. U. und M. F. Smith (1973) ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Psychlogie – Eine Einführung in die Verhaltenswissenschaft“ (1973) von Karl U. und Margaret F. Smith. Es ist eingebettet in das zweite Kapitel „Das sich verhaltende System“ des ersten Teils „Einführung“. Voraus geht eine Einführung in das Kapitel. Das Zitat ist der Text des anschließenden Unterkapitels „Feedback-Kontrolle“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Der Fachbegriff Feedback wurde zuerst von Ingenieuren verwendet, um den Prozess zu beschreiben, der gebraucht wurde, um maschinelle Operationen automatisch zu kontrollieren. In diesem technischen Sinne bedeutet Feedback ein zum Input der Maschine zurückkehrendes Signal, das den Effekt anzeigt, den ihr Output schon ausgegeben hat. Das Feedback-Signal wird dann gebraucht, um die Tätigkeit, welche die Maschine auch immer ausführt, zu regulieren oder zu korrigieren. Die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; hat dieselbe allgemeine Bedeutung, ob sie nun auf lebende oder nicht lebende Systeme angewendet wird; sie meint die Selbstregulation der Aktivität auf der Basis von Informationen über die Effekte von früheren Aktivitäten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie man vielleicht vermutet, ist die &#039;&#039;&#039;Feedback-Kontrolle&#039;&#039;&#039; in lebenden Systemen weitaus komplizierter als in nicht lebenden Systemen. Ein wichtiger Unterschied ist, dass das Verhalten von Lebewesen nicht nur eine Art von Signal generiert, wie z. B. das elektrische Signal, das von einer Maschine verwendet werden könnte, sondern eine Vielzahl verschiedener Arten von Feedback-Effekten, die in zeitlicher Hinsicht und in ihrer Signifikanz für das Individuum variieren. Wenn ein öffentlicher Redner sich an ein Publikum wendet, erhält er unmittelbar ein auditorisches Feedback vom Schall, den seine Sprechbewegungen produzieren. Er schaut sein Publikum auch an und hört ihm zu, um zu beobachten, was für Effekte seine Worte auf dieses haben. Von dessen Reaktion erhält er ein leicht verzögertes soziales Feedback. Wenn er ein aufmerksames, enthusiastisches Publikum hat, wird er eine Art von emotionalem Feedback erhalten, das zu Befriedigung oder Euphorie führt. Wenn sein Publikum ihn ausbuht, in die Zange nimmt oder einfach unaufmerksam ist, erhält er eine andere Art von emotionalem Feedback. Alle diese mehr oder weniger unmittelbaren Feedback-Effekte inklusive anderer, die wir nicht erwähnt haben, beeinflussen das Verhalten des Redners während des Ablaufs der Rede. Nach der Rede erhält er vielleicht zusätzliches Feedback durch Kommentare, die seine Zuhörer gemacht haben, und später erhält er vielleicht Briefe oder liest Zeitungsberichte über die Rede. Diese verzögerten Effekte werden seine anschließenden Handlungen und Einstellungen beeinflussen. Folglich sehen wir, dass sowohl unmittelbare als auch verzögerte Effekte in dem Sinne Feedback sind, dass sie Informationen über Verhalten abgeben und gebraucht werden, um anschließendes Verhalten zu kontrollieren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Kybernetik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Wenn ein lebender Organismus oder eine Maschine die eigene Aktivität mit den Mitteln des Feedbacks reguliert, sprechen wir von geschlossen-schleifigen Systemen, weil die Feedback-Antwort eine Schleife von der Handlungskomponente zur Regulierungs- oder Kontrollkomponente vollführt. Ein Thermostat ist ein geläufiges geschlossen-schleifiges System, das automatisch eine Wärmequelle anschaltet, wenn ein Thermometer anzeigt, dass die Temperatur unter ein bestimmtes Niveau gesunken ist, und sie dann wieder abschaltet, sobald die Temperatur eine bestimmte Obergrenze erreicht hat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Gegensatz zu geschlossen-schleifigen Systemen, werden offen-schleifige Systeme von einem externen Anwender oder einer reizauslösenden Bedingung kontrolliert. Ein nicht automatischer elektrischer Heizkörper ist ein offen-schleifiges System, das von jemandem, der den Schalter betätigt, kontrolliert wird. Es ist nicht empfindlich auf die Wärme des Raumes, sondern generiert Wärme, bis es jemand abstellt. Die lebensnahen Figuren in den Gärten von Paris, die Descartes die Idee des S-R-Reflexes gaben (siehe S. 11f.) waren offen-schleifige Systeme, die direkt von Reizen der Umgebung kontrolliert wurden. Lebende Individuen scheinen manchmal unter direkter Kontrolle von Reizen zu sein, aber sie sind keine richtigen offen-schleifige Systeme, da der Effekt eines Reizes auf einen sich verhaltenden Organismus z. T. von dem eigenen Verhalten des Organismus reguliert wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Feststellung, dass das Verhalten ein geschlossen-schleifiger Kontrollprozess ist, entstand aus den Erfahrungen der Psychologen und Ingenieuren während des Zweiten Weltkriegs, beim Kreieren von effektiven militärischen Maschinen und bei der Ausbildung von Menschen, die diese bedienen sollten. Wenn maschinelle Operationen effektiv von einem menschlichen Anwender kontrolliert werden sollen, sollte das ganze Mensch-Maschine-System als ein geschlossen-schleifiges System funktionieren, so wie in einer Folgeoperation. Folgen (tracking) meint einfach eine Folgehandlung, in der das Individuum einem sich bewegenden Reiz mit seinen Augen, Händen, anderen Körperteilen oder mit Werkzeugen, Instrumenten oder Maschinen folgt. Wenn wir ein Bild nachzeichnen, folgen wir seinem Umriss. Wenn wir ein fliegendes Objekt betrachten, folgen wir seinem Weg über den Himmel. Folgen ist eine Eigenschaft von solch spezialisierten militärischen Tätigkeiten wie denjenigen, die von Radaranwendern und Kanonieren vollzogen werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Folgeleistung ist insofern eine geschlossen-schleifige Kontrolloperation, als das Individuum seine Bewegung durch das Beobachten der Position eines Folgeindikators im Verhältnis zu einem Ziel kontrolliert. Visuelles Feedback indiziert, welche Anpassungen der Folgende machen muss um seine Folgehandlung fortzuführen oder zu verbessern. Wenn das Ziel sich nach rechts bewegt, folgt der Folgende ihm nach rechts. Wenn das Ziel sich verlangsamt, verlangsamt sich der Folgende. Eine solche dynamische Leistung ist erfolgreich, weil sie von einem geschlossen-schleifigen System kontrolliert wird, das fortwährend Feedback-Effekte spürt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dem menschlichen Folgen ähnliche Funktionen werden manchmal von geschlossen-schleifigen Maschinen geleistet. Eine solche Maschine ist das Servosystem, das automatisch die Bewegung oder Position einer Welle, eines Hebels oder eines anderen mechanischen Teils mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, korrigiert. Es hat eine Detektorkomponente, die die Differenz zwischen dem Output und der gewünschten Zielbedingung misst und dann ein Feedback-Signal an eine Kontrollkomponente sendet, die den Motor anweist den Output zu korrigieren. Das Feedback wird in diesem Fall negativ genannt, weil es den Fehler negiert, indem es eine Bewegung in gegensätzlicher Richtung zur Abweichung anordnet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Folgeverhalten ist in verschiedener Weise analog zu den Handlungen eines Servosystems. Ein Servosystem kontrolliert einen energiereichen Output mit einem energiearmen Signal. Mit anderen Worten ist die Primärfunktion der Feedback-Schleife nicht Energie zu transportieren, sondern Informationen zu übermitteln. Auf ähnliche Weise kontrolliert das sich verhaltende System seine energiereichen Bewegungen mit den Mitteln der energiearmen Feedback-Signale, die durch das Nervensystem übermittelt werden. Der Detektor eines Servosystems ist analog zu einem Rezeptor, wie z. B. das Auge, das ebenfalls Differenzen zwischen der eigentlichen Reaktion und der Zielposition erkennt. Die Kontrollkomponente des Servosystems ist analog zum Gehirn, das das Feedback-Signal empfängt und einen Befehl an die motorische Komponente oder an einen Muskel sendet, um seine Reaktion anzupassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Ähnlichkeiten zwischen geschlossen-schleifigen Kontrolloperationen in lebenden und nicht lebenden Systemen führten zu einer interdisziplinären Wissenschaft, die Kybernetik genannt wird, ein Terminus, der vom griechischen Wort für Steuermann kommt (Wiener, 1948). Die Kybernetik beschäftigt sich mit der Kontrolle (Steuerung) und der Kommunikation sowohl in lebenden als auch in nicht-lebenden Systemen. Ihr Konzept der geschlossen-schleifigen Kontrolle und selbstgenerierten Feedbacks hat zu wichtigen Entwicklungen in allen Bereichen der Verhaltenswissenschaft geführt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Spezialisierte Eigenschaften von sich verhaltenden Systemen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Analogie zwischen menschlichem Verhalten und den Handlungen einer Maschine, wie z. B. eines Servosystems, sollte nicht zu ernst genommen werden, da die sich verhaltenden Systeme eine Vielzahl von speziellen kybernetischen Eigenschaften besitzen. Eine dieser Eigenschaften wird in Kapitel 3 diskutiert werden; ein sich verhaltendes System kann nämlich in gewissen Maße die Reize, auf die es reagiert, selektieren und regulieren. Eine zweite wichtige Charakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie viele unterschiedliche Arten von Aktivitäten gleichzeitig kontrollieren können. Sogar die einfachste Reaktion ist in ihrem Kontrollmuster keinesfalls einfach, da sie eine gleichzeitig koordinierte Kontrolle der Rezeptoren und verschiedener Arten von Körperbewegungen vor dem Hintergrund von Muskelzittern, Atmen, Herzschlag und anderen biologischen Aktivitäten benötigt. Reibungslose Koordination von diesen diversen Verhalten ist nur möglich aufgrund der geschlossen-schleifigen Natur des Reaktionssystems. Wenn externe Reize die Reaktion direkt in einer offen-schleifigen Art und Weise kontrollieren könnten, würde das Verhalten zu einem chaotischen Wirrwarr von unzusammenhängenden Ereignissen zusammenbrechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Hauptcharakteristik von sich verhaltenden Systemen ist, dass sie lernen können. Als ein Resultat von Erfahrung und Übung können sie ihre Kontrollmuster verbessern und neue erlernen. Wir haben gesagt, dass ein Servosystem seinen Output mit den Mitteln des negativen Feedbacks, das Fehler anzeigt, kontrolliert; folglich muss ein solches System abwarten, bis ein Fehler oder eine Abweichung auftritt, bevor es eingreifen kann, um diese zu korrigieren. Im Gegensatz dazu ist ein System, das lernen kann, imstande, die wahrscheinlichsten Ereignisabläufe vorauszusagen und folglich seine Kontrolle in die Zukunft auszudehnen. Wenn man bspw. ein Objekt hochhebt, passt man die Kraft seiner Hebebewegung an das erwartete Gewicht an, so wie es durch frühere Erfahrungen mit ähnlichen Objekten beurteilt wird. Als Resultat von vielen Erfahrungen beim Hochheben kann man normalerweise die Bewegung im Voraus mit nur wenig oder keiner Korrektur auf der Basis von Fehler-Feedback genau kontrollieren. Die voraussagende Natur einer Hebebewegung ist sehr offensichtlich, wenn man ein Objekt als leichter oder schwerer beurteilt, als es tatsächlich ist. Wenn man einen leeren Koffer aufhebt, den man für voll hält, wird er beinahe vom Boden wegspringen. Wenn der Koffer mit Büchern gefüllt ist und man das nicht weiß, wird ihn die erste Hebebewegung vielleicht nicht bewegen. In diesem Fall passt man die Reaktion auf der Basis von Fehler-Feedback an. Viele geübte Bewegungen würden nie die Zielbedingung erreichen, wenn sie nur durch Fehler-Feedback kontrolliert würden. Wenn ein Baseballspieler rennt, um einen Ball zu fangen, rennt er nicht notwendigerweise zum Ball hin oder in die gleiche Richtung wie die Fluglinie des Balles; er rennt, um ihn an dem Platz abzufangen, an dem er nach seiner Voraussage herunterkommen wird. Eine Rohrkatze, die Wild verfolgt, springt nicht in Richtung der gegenwärtigen Position des Tieres, sondern in Richtung des Punktes, wo das fliehende Tier am Schluss des Sprunges der Katze sein wird. Lernen und Gedächtnis können in kybernetischen Termini als Prozesse zur Errichtung einer Feedforward-Steuerung (feedforward control) gedacht werden. Als Resultat der Erfahrung in der Interaktion mit der Umgebung kann man die wahrscheinliche Abfolge von Ereignissen voraussagen und seine Verhaltensabläufe weiter und weiter in die Zukunft hinein kontrollieren.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Übersetzung: Lukas Marty)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Smith, Karl U.; Smith, Margaret F. (1973):&#039;&#039;&#039; Psychology. An Introduction to Behavior Science. Boston: Little, Brown and Company. Ohne ISBN. S. 28–30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
[[Zirkularität]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Wahrnehmung]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Unterschied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hatch, Frank; Maietta, Lenny (2003):&#039;&#039;&#039; Kinästhetik. Gesundheitsentwicklung und menschliche Aktivitäten. Übersetzung: Ute Villwock, Elisabeth Brock. 2., komplett überarbeitete Auflage. München, Jena: Urban und Fischer. ISBN 978-3-437-31467-4, S. 18, 198.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Interaktion&amp;diff=6654</id>
		<title>Diskussion:Interaktion</title>
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		<updated>2026-06-09T13:16:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Interaktion}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Interaktion&amp;diff=6653</id>
		<title>Interaktion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Interaktion&amp;diff=6653"/>
		<updated>2026-06-09T13:15:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Michaela Jelinek}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Interaktion aus kinästetischer und kybernetischer bzw. wissenschaftlicher Sicht. Er behandelt nicht das kinästhetische Konzept „Interaktion“ des Konzeptsystems, zitiert aber die dortigen definitorischen Erläuterungen. Der Begriff Interaktion wird als Wechselbeziehung zwischen HandlungspartnerInnen beschrieben, an der beide gleichzeitig und aktiv beteiligt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktion im „Kinaesthetics – Konzeptsystem“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem „Kinaesthetics – Konzeptsystem“. Es ist die Einleitung zum ersten Kapitel „Konzept Interaktion“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Interaktion&#039;&#039;&#039; bezeichnet im Allgemeinen die Wechselwirkung zwischen zwei oder mehreren HandlungspartnerInnen. Im Fachgebiet Kinästheti wird der Begriff auch zur Bezeichnung der Wechselwirkungen zwischen den Teilen eines Lebewesens bis hin zur zellulären und molekularen Ebene verwendet. Ein Paradebeispiel für Interaktion ist die Kommunikation. Die Unterscheidung zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation macht deutlich, dass grundsätzlich alle Sinnessysteme bei einer Interaktion eine Rolle spielen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das Hauptinteresse der Kinästhetik liegt auf der Beobachtung und Gestaltung der folgenden beiden Arten von Interaktionen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• Interaktionen zwischen Teilen unseres Körpers bei verschiedensten Aktivitäten.&amp;lt;br&amp;gt;• Interaktionen zwischen Menschen durch Berührung und Bewegung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Qualität der Interaktion durch Berührung und Bewegung ist für die allgemeine Interaktionskompetenz des Menschen und somit für alle seine Lernprozesse von grundlegender und zentraler Bedeutung.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Konzeptsystem. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-00-0. S. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktion in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat stammt aus dem Glossar und beschreibt die Verwendung des Begriffs im Allgemeinen und im Kontext der Kinästhetik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&#039;&#039;&#039;Interaktion&#039;&#039;&#039; bezeichnet das, was zwischen aktiven, an einer gemeinsamen Handlung beteiligten Teilen passiert. Interaktion bezeichnet im Allgemeinen hauptsächlich die Wechselwirkung oder wechselseitige Beeinflussung von Individuen und Gruppen. In der Kinästhetik wird der Begriff Interaktion auch für die Wechselwirkung zwischen Körperteilen verwendet. Interaktionen entstehen nur durch die gleichzeitige und gemeinsame Aktivität zweier oder mehrerer Teile. Bezüglich Zeit und Gemeinsamkeit lassen sich unter dem Blickwinkel von ‚Führen und Folgen‘ verschiedene Interaktionsformen unterscheiden. Interaktionskompetenz meint die aktuelle, erlernte Fähigkeit, Interaktionen mit Personen produktiv zu gestalten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 63 (Glossar).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktion in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Das Zitat ist eingebettet in das dritte Unterkapitel „Interaktion und gemeinsames Lernen“. Vorausgehend wird die Partnererfahrung thematisiert. Das Zitat ist der Text des nachfolgenden Themas „Interaktion und Kommunikation aus kybernetischer Sicht“.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Den kybernetischen Hintergrund dazu bilden zahlreiche Überlegungen und Forschungen zur Kommunikation bzw. &#039;&#039;&#039;Interaktion&#039;&#039;&#039; zwischen Lebewesen. Auch hier leistete Gregory Bateson viel Grundlagenarbeit, auf der z. B. die Gruppe von ForscherInnen um Paul Watzlawick und auch H. Maturana/F. Varela in ihrem ‚Baum der Erkenntnis‘ (Maturana; Varela 2015&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maturana, Humberto R.; Varela, Francisco J. (2015):&#039;&#039;&#039; Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. Aus dem Spanischen von Kurt Ludewig in Zusammenarbeit mit dem Institut für systemische Studien e. V. in Hamburg. 6. Auflage. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag (Fischer Taschenbücher 17855). ISBN 978-3-596-17855-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;) aufbauen konnten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Den Ausgangspunkt dieser Überlegungen bildeten die offensichtlichen Schwächen des damals gängigen, linearen Sender-Empfänger-Modells der Kommunikation. Gemäß diesem funktioniert Kommunikation folgendermaßen: Person A sendet unter Verwendung einer Kodierung (Schrift, mündliche Sprache usw.) eine Botschaft. Sie wird von Person B empfangen und dekodiert. Auf dieser Grundlage sendet B eine Botschaft, die von A empfangen und dekodiert wird. Auf dieser neuen Grundlage sendet A eine nächste Botschaft usw. Man dachte sich Kommunikation als linearen Ablauf, bei dem sich nacheinander das eine aus dem anderen ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Rahmen der Kybernetik wurden die Interaktionen zwischen Lebewesen, zu denen auch alle Formen der verbalen und non-verbalen Kommunikation gehören, in einem neuen Licht betrachtet. Die Kerngedanken einer kybernetischen Interaktionstheorie könnte man so formulieren: Eine Interaktion entsteht dadurch, dass (mindestens) zwei Lebewesen gleichzeitig und ununterbrochen aktiv an einer gemeinsamen Handlung beteiligt sind. Diese Wechselbeziehung beruht auf einem zirkulären Prozess zwischen den InteraktionspartnerInnen: Ich beeinflusse in einer Interaktion durch mein Verhalten fortlaufend das Verhalten meiner PartnerIn und zugleich beeinflusst ihr Verhalten fortlaufend mein eigenes Verhalten: So wirkt mein Verhalten im Kreis oder eben zirkulär ständig auf mich selbst zurück.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Interaktionen werden somit als zirkuläre Prozesse der Wechselbeziehung zwischen HandlungspartnerInnen verstanden, die in der Regulation ihres Verhaltens autonom sind. ‚Autonom‘ meint auch, dass alle ‚Informationen‘ einer verbalen oder non-verbalen Kommunikation fortlaufend von jeder PartnerIn individuell ‚errechnet‘ werden: In einem Gespräch gibt es keine ‚Botschaften‘, die in einer Person entstehen, gesendet werden und genau so in meinen Kopf gelangen. Wenn wir jemandem zuhören, konstruieren wir in uns ohne erfahrbare zeitliche Verzögerung fortlaufend ‚unseren‘ Sinn seiner Worte, eilen gedanklich eher noch voraus und nehmen mögliche Fortsetzungen der Aussagen vorweg. Wir passen beständig unsere Mimik und unser ganzes Verhalten daran an und beeinflussen dadurch die SprecherIn.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus dieser kybernetischen Perspektive bestimmen die TeilnehmerInnen eines Gesprächs gleichzeitig und gemeinsam den Verlauf der Kommunikation, ob sie nun dabei zuhören/folgen oder sprechen/führen. Oder anders formuliert: Es gibt keine Botschaften oder Informationen ohne SenderIn und EmpfängerIn – wie es keine Beobachtung ohne BeobachterIn gibt (vgl. 5.3.3).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wenn jemand z. B. im Rahmen einer Partnererfahrung in eine Bewegungsinteraktion mit einem anderen Menschen tritt, gilt aus kybernetischer Sicht genau das Gleiche: Er kann mit seiner eigenen Bewegung in einer Bewegungsinteraktion eine eher führende oder folgende Rolle spielen. Der Verlauf der Interaktion wird aber in einem zirkulären Prozess durch die ständigen, wechselseitigen Anpassungen der beiden InteraktionspartnerInnen bestimmt. (European Kinaesthetics Association 2020b, S. 47&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;)“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Interaktionen von Lebewesen/Vielzellern&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
[[Datei:Interaktion Maturana Varela.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Das dargestellte kybernetische Modell geht auf H. Maturana und F. Varela zurück. Sie verwenden es in ihrem Buch ‚Baum der Erkenntnis‘ (Maturana; Varela 2015, S. 196&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Maturana, Humberto R.; Varela, Francisco J. (2015):&#039;&#039;&#039; Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. Aus dem Spanischen von Kurt Ludewig in Zusammenarbeit mit dem Institut für systemische Studien e. V. in Hamburg. 6. Auflage. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag (Fischer Taschenbücher 17855). ISBN 978-3-596-17855-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;), um aus biologischer Sicht die wesentlichen Bedingungen der &#039;&#039;&#039;Interaktionen&#039;&#039;&#039; von Vielzellern (wie z. B. der Menschen) darzustellen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die zwei geschlossenen, kreisförmigen Pfeile, die eine Kugel bilden, symbolisieren das Lebewesen in seiner operativen Autonomie ([[Autopoiese (Autopoiesis)|Autopoiese]]) und seiner zirkulären Geschlossenheit der Informationsverarbeitung. Aufgrund der strukturellen Übereinstimmungen der beiden Lebewesen wird ihre Interaktion zu einer gemeinsamen Wechselbeziehung, an der beide gleichzeitig und aktiv beteiligt sind ([[Autopoiese_(Autopoiesis)#Soziale_Ph.C3.A4nomene:_Koppelungen_dritter_Ordnung|strukturelle Koppelung zwischen Lebewesen]]).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Selbstverständlich befindet sich jedes Lebewesen ständig in einem bestimmten Milieu, in einer Umgebung. Dies wird in der Abbildung durch die Wellenlinie dargestellt. Auch hier besteht aufgrund einer strukturellen Koppelung eine ständige Wechselbeziehung. Allerdings unterscheidet sie sich von der Interaktion zwischen autonomen HandlungspartnerInnen. Sie zeigt sich in den ununterbrochenen Anpassungsleistungen des Lebewesens sowohl an die konstanten als auch an die sich verändernden Bedingungen seines Milieus.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2020):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 64–66.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktion im „Aufbaumodul Demenz 2“==&lt;br /&gt;
=== Einleitung ===&lt;br /&gt;
Die folgenden Zitate stammen aus dem „Aufbaumodul Demenz 2: Sich in Beziehung erfahren“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022) &#039;&#039;&#039;: Aufbaumodul Demenz 2: Sich in Beziehung erfahren. Arbeitsunterlagen. Unter Mitarbeit von Franziska Gysin, Christine Grasberger, Brigitte Marty-Teuber, Stefan Marty-Teuber, Sabine Siemann, Erich Weidmann. Linz (AT), Winterthur (CH): Verlag European Kinaesthetics Association.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses Aufbaumodul thematisiert die &#039;&#039;„Beziehungsgestaltung als zentrale Herausforderung der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Beziehungsgestaltung wird dabei als person-zentrierte Interaktionsgestaltung in doppeltem Sinn verstanden: Einerseits geht es um die individuelle Unterstützung jedes einzelnen Menschen, andererseits um die persönliche Sensibilität und Anpassungsfähigkeit der eigenen Bewegung, die Pflegende und Betreuende in die Beziehungsgestaltung einbringen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beziehung und Beziehungsgestaltung (Teil 1)===&lt;br /&gt;
====Man kann nicht nicht interagieren====&lt;br /&gt;
„Beziehung und Beziehungsgestaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 10 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist das Thema des Teils 1 dieses Aufbaumoduls. Im ersten Kapitel wird unter der Überschrift „Was macht eine Beziehung aus?“ im ersten Unterkapitel die Bedeutung der fortgesetzten verbindlichen Interaktionen im Hier und Jetzt&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; und im zweiten Unterkapitel die Bedeutung der prozesshaften Qualität von Beziehungen&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 10 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; erläutert. Das nachfolgend zitierte dritte Unterkapitel thematisiert unter der Überschrift „Man kann nicht nicht interagieren“ diese Eigenart von Interaktionen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Man kann nicht nicht interagieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Wenn wir z. B. in einem Gespräch jemandem eine Frage stellen und die Person einfach schweigt, ist dieses Verhalten für uns nichtsdestotrotz vielsagend. In dieser Situation kann unsere GesprächspartnerIn nicht grundsätzlich die Kommunikation verweigern. Sie verweigert zwar die verbale Kommunikation, die Kommunikation selbst aber bricht nicht ab, sondern setzt sich durch dieses Verhalten nonverbal fort.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In Bezug auf die Kommunikation kennen Sie vielleicht den Grundsatz ‚Man kann nicht nicht kommunizieren‘. Er kann mit dem vorausgehenden Beispiel bzw. mit dem Satz ‚Keine Antwort ist auch eine Antwort‘ veranschaulicht werden.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus kybernetischer Perspektive kann dieser Grundsatz ausgeweitet werden: Wenn zwei Menschen beisammen sind und sich auf irgendeine Weise gegenseitig wahrnehmen, können sie nicht nicht interagieren.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dieser Satz gilt insbesondere für Interaktionen über Berührung und Bewegung. Wenn jemand mit uns über Berührung und Bewegung Kontakt aufnimmt, verändern wir augenblicklich und meist völlig unbewusst unsere Körperspannung oder verlagern ein klein wenig unser Gewicht usw. Manchmal sind solche kleinen Anpassungen von außen nicht sichtbar und für das Gegenüber kaum wahrnehmbar. Trotzdem funktionieren wir so, dass wir uns mit unserer Bewegung an jede Bewegungsinteraktion fortlaufend anpassen.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Auch in einer Unterstützungssituation, die eine Person mit Demenz scheinbar teilnahmslos und passiv über sich ergehen lässt, reguliert sie sich selbst und nimmt die Aktivität – vielleicht unbewusst – wahr. Innerlich passt sie sich gleichzeitig an jeden noch so kleinen Schritt dieser Unterstützung an. Deshalb ist sie aktiv an dieser Interaktion beteiligt und macht dabei ihre Erfahrungen und Lernprozesse.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ebenen der Beziehungsgestaltung====&lt;br /&gt;
Im ersten Teil dieses Aufbaumoduls folgt nach dem zweiten Kapitel „Dynamik von Interaktionen mit Menschen mit Demenz“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; das nachfolgend zitierte Kapitel „Ebenen der Beziehungsgestaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 13 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;big&amp;gt;„Ebenen der Beziehungsgestaltung&amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Unmittelbarkeit der Interaktion über Berührung und Bewegung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Seit je wird in der Kinästhetik darauf hingewiesen, dass sich die Interaktion über Berührung und Bewegung von anderen Arten der Interaktion bzw. Kommunikation durch ihren direkten und unmittelbaren Charakter unterscheidet.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wenn wir über ein Gespräch (verbale Kommunikation) mit einer Person in Beziehung treten, muss sie kognitiv dazu fähig sein, unsere Worte auf ihren Sinn hin zu entschlüsseln. Ihre Bedeutung und die Regeln der verwendeten Sprache müssen der Person bekannt sein, damit wir uns verständigen können.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wenn wir hingegen mit einer Person über Berührung und Bewegung in einer Interaktion stehen, „verständigen“ wir uns z. B. über die Richtungen und die Geschwindigkeit der gemeinsamen Bewegung. Diese sind für beide Beteiligten direkt erfahrbar und müssen nicht zuerst entschlüsselt werden. Die wechselseitigen Anpassungsbewegungen sind direkt und unverschlüsselt wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Alltag der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz wird nicht selten die Meinung geäußert, dass es sehr schwierig wird, mit ihnen in eine Beziehung zu treten, wenn man sich nicht oder kaum mehr über Sprache verständigen kann.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Gelingende Interaktionen über Berührung und Bewegung mit Menschen mit Demenz sind nicht von ihren kognitiven Fähigkeiten abhängig. Sie können als achtsame wechselseitige Verständigung über die Bewegungsmöglichkeiten gestaltet werden. Deshalb sind sie im höchsten Maß dazu geeignet, die Beziehung zu Menschen mit Demenz im Hier und Jetzt zu gestalten. Dies gilt gerade auch deshalb, weil diese Beziehungsgestaltung in jeder alltäglichen Aktivität verwirklicht werden kann.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ebenen der Beziehungs- bzw. Interaktionsgestaltung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Die Beziehungs- bzw. Interaktionsgestaltung umfasst unterschiedliche Ebenen. Wichtige Ebenen sind&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• die verbale Kommunikation über Sprache,&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• die paraverbale Kommunikation über Lautstärke, Artikulation, Melodie, Geschwindigkeit und Pausensetzung des Sprechens,&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• die nonverbale Kommunikation über Gestik, Mimik, Blickkontakt, Körperhaltung und -bewegung,&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;• die Interaktion über Berührung und gemeinsame Bewegung.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Im Alltag sind diese Ebenen eng ineinander verwoben: Wir sprechen miteinander immer in einer bestimmten Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit usw. (paraverbale Kommunikation) und mit Gestik, Mimik usw. (nonverbale Kommunikation). In einer Interaktion über Berührung und Bewegung verwenden wir z. B. den Blickkontakt und unsere Mimik (nonverbale Kommunikation) oder vielleicht auch das Sprechen (verbale/paraverbale Kommunikation).&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Des Weiteren sind diese Ebenen der Beziehungsgestaltung immer mit der Ebene der persönlichen Emotionalität und Gefühlswelt verbunden.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Problematik der gleichzeitigen Widersprüchlichkeit einzelner Ebenen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Beispiel: Eine Pflegeperson sagt zu einer Bewohnerin in gut verständlicher Sprache und in aller Freundlichkeit, dass sie sie jetzt behutsam darin unterstützen möchte, gemütlich aus dem Bett aufzustehen. Gleichzeitig ergreift sie diese mit viel Kraft und hebt sie zügig aus dem Bett.[im Original kursiv]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das Beispiel veranschaulicht die gleichzeitige Widersprüchlichkeit einzelner Ebenen der Beziehungs- bzw. Interaktionsgestaltung. Betroffen sind die verbale/paraverbale oder auch emotionale Ebene und diejenige der Interaktion über Berührung und Bewegung.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aufgrund der unterschiedlichen Ebenen, die in der Beziehungsgestaltung gleichzeitig eine Rolle spielen, ist jede Interaktion bzw. Kommunikation hochkomplex. Für eine gelingende Beziehungsgestaltung ist von größter Bedeutung, dass diese Ebenen im Prozess der Interaktion übereinstimmend sind. Schwierig wird es für unser Gegenüber, wenn aus unserem Verhalten Widersprüche zwischen den einzelnen Ebenen entstehen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ein Widerspruch wie im oben stehenden Beispiel wird der Bewohnerin Schwierigkeiten bereiten, wie sie diese Beziehungsgestaltung verstehen und daran teilnehmen soll.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Man darf annehmen, dass Widersprüche zwischen den Ebenen der Beziehungsgestaltung Menschen mit Demenz in gleicher Weise verwirren wie jeden Menschen. Es ist klar, dass freundliche und rücksichtsvolle Worte wenig nützen, wenn sie aus ihrer Sicht gleichzeitig erfahren, dass in der Bewegungsinteraktion etwas ganz anderes passiert. Wenn die Verständigung über Sprache unsicher geworden ist, wird sich eine Person mit Demenz bei einem Widerspruch, wie er im Beispiel oben beschrieben wird, erst recht verunsichert fühlen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass professionelle Bezugspersonen die Ebenen der Beziehungsgestaltung möglichst übereinstimmend an jede einzelne Person und ihre Möglichkeiten der Bewegung und Verständigung anpassen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Hypothese, dass gleichzeitiges widersprüchliches Verhalten in einer Beziehung sogar an krankhaften Entwicklungen wie Schizophrenie beteiligt sein könnte, wurde vom bekannten Anthropologen Gregory Bateson (1904–1980) aufgestellt und als „Doublebind“ bezeichnet.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interaktion aus kybernetischer Sicht ===&lt;br /&gt;
Eine wichtige Rolle spielt das erfahrungsbasierte Verständnis der Interaktion und der Interaktionsgestaltung. Im Aufbaumodul Demenz 2 widmet sich der nachfolgend zitierte dritte Teil „Interaktion aus kybernetischer Sicht“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; diesem Thema. Voraus gehen der erste Teil „Beziehung und Beziehungsgestaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 10 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der zweite Teil „Bewegungselemente als Grunddimensionen der Interaktionsgestaltung“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 20 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;„Teil 3: Interaktion aus kybernetischer Sicht&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;big&amp;gt;Einführung&amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Beziehung zu einem Menschen baut sich aus den fortgesetzten Interaktionen mit ihm auf. Was aber ist eine &#039;&#039;&#039;Interaktion&#039;&#039;&#039;? Nach dem Online-Duden bedeutet der Begriff ‚aufeinander bezogenes Handeln zweier oder mehrerer Personen; Wechsel-beziehung zwischen Handlungspartnern‘ (Zugriff: 17.08.2022). Die Grundlage des Verständnisses der zwischenmenschlichen Interaktion bildet die Frage, wie der Mensch sich selbst, all seine Bewegungen und sein Verhalten reguliert. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus wissenschaftlicher Perspektive hat insbesondere die Kybernetik die Selbstregulation und darauf aufbauend die Interaktion beschrieben. Auf diese Forschungsrichtung stützen sich die folgenden Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;big&amp;gt;Die Grundlage: Menschen regulieren ihre Bewegung zirkulär in sich selbst &amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie reguliert der Mensch sein Verhalten bzw. seine Bewegungen, sei es allein oder in Interaktionen mit anderen Menschen? Die Funktionsweise unserer Selbstregulation lässt sich in einer Bewegungserfahrung gut nachvollziehen. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Probieren Sie es aus: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Stehen Sie auf ein Bein und schließen sie die Augen. Nehmen Sie mit Ihrem kinästhetischen Sinnessystem wahr, wie Sie sich mit ununterbrochenen Anpassungsbewegungen fortlaufend im Gleichgewicht halten. [kursiv]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Sie werden z. B. feststellen, wie sich die Druckempfindung in Ihrer Fußsohle ständig verändert, wie Sie ununterbrochen kleine Anpassungsbewegungen in unterschiedlichste Richtungen machen oder Ihre Muskelspannung verändern. Wir können nur stehen bzw. das Gleichgewicht nicht verlieren, weil und wenn wir in der Lage sind, fortlaufend die Abweichungen, die wir selbst produzieren, rechtzeitig zu korrigieren. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In kybernetischer Fachsprache ausgedrückt, reguliert der Mensch seine Bewegung durch einen geschlossenen zirkulären („kreisförmigen“) Feedback- oder Rückkoppelungsprozess, durch die sogenannte [[Feedback-Control-Theorie|Feedback-Kontrolle]]:&lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Wenn wir mit geschlossenen Augen auf einem Bein stehen, sind die ständigen Anpassungsbewegungen nur möglich, weil wir mit dem kinästhetischen Sinnessystem fortlaufend die daraus entstehenden Unterschiede wahrnehmen. &lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Die fortlaufende Wahrnehmung dieser Unterschiede ist notwendig, damit unser Nervensystem kontinuierlich ‚berechnen‘ kann, wie wir vom Gleichgewicht abweichen. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Aufgrund dieser ‚Berechnungen‘ werden vom Nervensystem entsprechende Anpassungsbewegungen ausgelöst, die wir wiederum wahrnehmen usw. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Solange wir leben, machen wir ununterbrochen solche Anpassungsbewegungen. Sie können nur von innen im aktuellen Moment erzeugt werden. Die Regulation unserer Muskelspannung oder unsere ständigen kleinen Anpassungsbewegungen bei jeder Aktivität können nicht von einer anderen Person übernommen oder von außen für uns gemacht werden.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Diese Selbstregulation findet immer im Hier und Jetzt statt und ist ein ständiger Lernprozess: In einer Wechselwirkung beeinflussen unsere erlernten [[Parallele und spiralige Bewegungsmuster|Bewegungsmuster]] jede neue Erfahrung und jede neue Erfahrung beeinflusst unsere Bewegungsmuster in Richtung der Festigung, Erweiterung oder Verminderung unserer Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;big&amp;gt;Die Notwendigkeit der individuellen Anpassung im Hier und Jetzt &amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wenn ein Mensch einem anderen Menschen hilft, von einem Sessel aufzustehen, bringen sich beide so in diese Interaktion über Berührung und Bewegung ein, wie es ihnen mit ihren individuellen Voraussetzungen im aktuellen Moment möglich ist. Die unterstützende Person kann nicht direkt bewirken, dass sich die unterstützte Person in der von ihr beabsichtigten Weise an ihre Hilfestellung anpasst. Beide Beteiligten sind gleichermaßen gefordert, sich fortlaufend in sich selbst an die Interaktion anzupassen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Für die Interaktions- und Beziehungsgestaltung bedeutet die kybernetische Erklärung der Funktionsweise des Menschen, dass man einen anderen Menschen nicht wie einen leblosen Gegenstand bewegen kann, sondern ihn nur in seiner eigenen Bewegung unterstützen kann. In jeder Unterstützungssituation reguliert sich der Mensch selbst, und jede Unterstützung ist ein Lernangebot an seine individuelle Selbstregulation. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Deshalb gibt es keine allgemeingültigen Handlungsanleitungen oder ‚Rezepte‘ für Unterstützungssituationen, die bei jedem Menschen funktionieren. Der Verlauf einer Interaktion ist nie vorhersagbar, sondern entsteht im aktuellen Moment.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Jede Person mit Demenz nimmt in einer Unterstützungssituation an der Interaktion über Berührung und Bewegung so teil, wie sie es im aktuellen Moment mit ihren individuellen Voraussetzungen kann. Das Gleiche gilt für die unterstützende Bezugsperson. Die Pflegepionierin Sr. Liliane Juchli (1933–2020) hat dies im Satz ‚Ich pflege als die, die ich bin‘ auf den Punkt gebracht. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Jede Person mit Demenz passt sich im gegebenen Moment auf seine individuelle Art und Weise an Hilfestellungen an. Deshalb gibt es nicht den einen richtigen Weg, wie eine Bezugsperson einer Person mit Demenz z. B. helfen kann, aus dem Bett auf einen Sessel zu kommen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Hilfreich für eine professionelle Interaktionsgestaltung sind hingegen Blickwinkel, auf die eine Bezugsperson während einer Interaktion achten kann, um sich fortlaufend bewusst und gezielt anzupassen. Sie ermöglichen, jede Person mit Demenz individuell in ihrer eigenen Bewegung und Selbstregulation so zu unterstützen, dass sich ihre Möglichkeiten erweitern oder erhalten und nicht abnehmen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Herausforderndes Verhalten“ vor dem Hintergrund des kybernetischen Interaktionsverständnisses===&lt;br /&gt;
Im nächsten Kapitel „Interaktionen als fortlaufende gemeinsame Lernprozesse“&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 38 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird darauf hingewiesen, dass es in Kinaesthetics-Aufbaukursen ein Kernthema ist, &#039;&#039;„Interaktionen als gemeinsame Lernprozesse zu verstehen und zu gestalten“&#039;&#039;. Darauf folgt ein längeres Praxisbeispiel, das mit zwei Bewegungserfahrungen verbunden wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erzählt von einer Person mit Demenz, die sich zunehmend gegen ein bisher passendes Unterstützungsangebot beim Aufstehen wehrt. Das Betreuungsteam vollzieht die Situation in eigenen Bewegungserfahrungen nach. In der Folge achtet es verstärkt darauf, die Interaktion sanft und achtsam mit veränderten Unterstützungsangeboten zu gestalten. Das führt dazu, dass die Person lernt, die Spielräume seiner Bewegung besser und in einer angemessenen Bewegungsgeschwindigkeit zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kapitel schließt mit den nachfolgend zitierten Erläuterungen. Sie verbinden die lebenslange Lernfähigkeit des Menschen aus kybernetischer Perspektive mit den Themen der Interaktionsgestaltung und herausfordernder Situationen. Im anschließend zitierten Kapitel wird vor diesem Hintergrund explizit auf die Problematik des sogenannten herausfordernden Verhaltens eingegangen.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Das vorausgehende Beispiel veranschaulicht den Weg, der von einer herausfordernden Situation zum gemeinsamen Lernen im Team und schließlich zum Lernerfolg sowie zu wechselseitiger Wirksamkeitserfahrung aller Beteiligten führt. Aus der Perspektive der Kinästhetik besteht darin die Professionalität des Umgangs mit schwierigen Dynamiken oder Entwicklungen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus der kybernetischen Beschreibung der Selbstregulation folgt, dass das Leben ein fortlaufender Lern- und Entwicklungsprozess ist, der erst mit dem Tod endet. Bis zum Ende seines Lebens reguliert der Mensch sich selbst und bleibt deshalb lernfähig. Insbesondere in seiner Kindheit und im hohen Alter ist er gefordert, sich an körperliche und geistige Entwicklungen mit veränderten oder neuen Verhaltensweisen in seinen alltäglichen Aktivitäten anzupassen.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus der Perspektive der Kinästhetik ist es zentral, davon auszugehen, dass jede Person mit Demenz bis zum Ende ihres Lebens in alltäglichen Unterstützungssituationen Lernprozesse macht und sich weiterentwickelt. Die Leitidee ist, dass die Person durch die Interaktionsgestaltung lernen kann, ihre individuellen Möglichkeiten und ihre Differenziertheit der Bewegung zu erhalten oder zu erweitern. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Grundlage hierfür ist, dass die Bezugsperson ihre eigene Bewegung im Moment des Geschehens nuanciert wahrnehmen und anpassen kann. Ebenso nötig ist ein erfahrungsbasiertes Verständnis der menschlichen Bewegung in alltäglichen Aktivitäten. Ein wichtiger Punkt ist, gemeinsam suchend und lernend unterwegs zu sein, damit sich für alle Beteiligten neue Möglichkeiten überhaupt auftun können. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag dazu geleistet, dass sich die Person mit Demenz als Mensch in ihrer aktuellen Situation angenommen fühlt und in einer echten Beziehung erfährt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;big&amp;gt;Schwierige Interaktionsdynamiken sind ein Beziehungsgeschehen &amp;lt;/big&amp;gt; &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In zwischenmenschlichen Interaktionen können schwierige Dynamiken entstehen. Weil beide Beteiligten überfordert sind, einen befriedigenden Verlauf des gemeinsamen Handelns zu finden, der für beide sinnvoll und angemessen ist, läuft das Beziehungsgeschehen nicht reibungslos ab. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In diesem Fall treten in der Beziehung zu Menschen mit Demenz viele Phänomene auf, die in der Fachliteratur und von Bezugspersonen geschildert werden:&lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Unvorhersehbare Wechsel im Verlauf und in der Qualität der Interaktion &lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Das Gefühl vonseiten der Bezugspersonen, eine Person mit Demenz nicht zu ‚erreichen‘ &lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Über-sich-ergehen-Lassen, Abwendung oder Verweigerung vonseiten der Person mit Demenz &lt;br /&gt;
:: • &#039;&#039;Eskalation der Interaktion durch Anspannung, Wut oder Zorn &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus kybernetischer Perspektive besteht bei solchen Phänomenen die Herausforderung in der wechselseitigen Beziehungsgestaltung, für die beide InteraktionspartnerInnen gleichermaßen verantwortlich sind. Eine schwierige Interaktionsdynamik ist ein Beziehungsphänomen – und eine Interaktion bzw. Beziehung entsteht nur dadurch, dass zwei Personen gleichzeitig und gemeinsam am Geschehen aktiv beteiligt sind.&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die erwähnten Phänomene werden gängig als herausforderndes Verhalten von Menschen mit Demenz bezeichnet. Problematisch an diesem Begriff ist, dass er die Verantwortung für die schwierige Interaktionsdynamik einseitig der Person mit Demenz oder ihrer Diagnose zuschreibt. Aus der Perspektive der Kybernetik und der aktuellen Demenzforschung kann eine solche einseitige „Schuldzuweisung“ weder der Situation noch ihrer konstruktiven Entwicklung gerecht werden.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Eine Person mit Demenz verhält sich nicht unkooperativ oder herausfordernd, weil sie so ist oder aufgrund ihrer Erkrankung so geworden ist. Vielmehr hat es damit zu tun, dass sie aus dem Beziehungsgeschehen gelernt hat oder lernt, dass sie nur durch dieses Verhalten ihre persönliche Integrität und Lebensqualität erhalten kann. Ihr ‚herausforderndes‘ Verhalten ist für sie persönlich die einzige Möglichkeit, sich an die aktuelle Situation anzupassen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ohne Zweifel braucht es bei der professionellen Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz eine hohe Kompetenz der Bezugspersonen, sich an schwierige Interaktionsdynamiken förderlich anzupassen. Viele Bezugspersonen entwickeln diesbezüglich durch ihr Erfahrungswissen eine bewundernswerte, auf jede einzelne Person individuell ausgerichtete Interaktionskompetenz. Diese eröffnet ihnen einen Handlungsspielraum, um mit schwierigen Interaktionsdynamiken beziehungsfördernd und konstruktiv umzugehen.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:lightgrey;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Bedeutung für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz: &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In der Interaktion über Berührung und Bewegung ist es für die Bezugsperson bisweilen kaum feststellbar ist, dass sich die Person mit Demenz aktiv an der gemeinsamen Handlung beteiligt. Dadurch verblasst für die Bezugsperson oft das Gefühl, in einer förderlichen Beziehung zu stehen. Aus der Perspektive der Kinästhetik ist davon auszugehen, dass die Person mit Demenz in jedem Fall aktiv an der Interaktion teilnimmt sowie Erfahrungen und Lernprozesse macht. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wenn in einer Interaktion eine schwierige Dynamik entsteht, ist es umso wichtiger, dass Bezugspersonen auf ihr eigenes Bewegungsverhalten z. B. bezüglich Geschwindigkeit und Muskelspannung achten, um einen konstruktiven Lernprozess im wechselseitigen Beziehungsgeschehen zu ermöglichen. Schwierige Situationen verlangen von Bezugspersonen in besonderem Maß, Interaktionen offen und suchend zu gestalten. “&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S. 39 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:S 15 Bitte nicht fotografieren.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039; European Kinaesthetics Association (Hg.) (2022) &#039;&#039;&#039;: Aufbaumodul Demenz 2: Sich in Beziehung erfahren. Arbeitsunterlagen. Unter Mitarbeit von Franziska Gysin, Christine Grasberger, Brigitte Marty-Teuber, Stefan Marty-Teuber, Sabine Siemann, Erich Weidmann. Linz (AT), Winterthur (CH): Verlag European Kinaesthetics Association. S. 36 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Social Tracking]]&lt;br /&gt;
* [[Autopoiese_(Autopoiesis)#Die_Verwendung_des_Begriffs_Interaktion_in_der_Autopoiese-Beschreibung_von_Maturana.2FVarela|Die Verwendung des Begriffs Interaktion in der Autopoiese-Beschreibung von Maturana/Varela]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Schwerkraft&amp;diff=6652</id>
		<title>Schwerkraft</title>
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		<updated>2026-06-09T13:06:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Schwerkraft. Diese ist eine Grundbedingung des Lebens und der Bewegung auf unserem Planeten, die mit dem Phänomen des Gewichts zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ beleuchtet die grundlegende Bedeutung der Bewegung für das Leben. Das Zitat ist der Text des zweiten Unterkapitels „Schwerkraft und Bewegung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;4.2. Schwerkraft und Bewegung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Die &#039;&#039;&#039;Schwerkraft&#039;&#039;&#039; hat einen maßgeblichen Einfluss auf das Leben auf unserem Planeten. Die Entwicklung des kinästhetischen Sinnessystems kann man als die evolutionäre Antwort des Lebendigen auf die Schwerkraft verstehen. Wir nehmen in uns ihre konstante Wirkung als unser Gewicht wahr. Deshalb müssen wir während unserer Aktivitäten ununterbrochen mit aktiver Muskelarbeit kontrollieren und organisieren, wie wir das Gewicht unserer Körperteile direkt oder über andere Körperteile auf den Boden oder andere Unterstützungsflächen abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Weil wir die Gewichtsabgabe unserer Körperteile auch im Sitzen oder Stehen fortlaufend aktiv steuern und neu organisieren müssen, werden in der Kinästhetik solche scheinbar bewegungslosen Positionen ebenso als Bewegungsprozesse betrachtet wie die Fortbewegung oder Positionswechsel. So beruht z. B. ein erholsamer Schlaf nicht darauf, dass wir möglichst regungslos im Bett liegen, sondern darauf, dass wir durch viele kleine (und größere) Bewegungen ständig unsere Gewichtsabgabe und damit unsere Körperspannung regulieren. Vor diesem Hintergrund ist die Kontrolle und ‚Organisation‘ des Gewichtes der eigenen Körperteile in der Schwerkraft für den Menschen eine zentrale Herausforderung des Lebens.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox &#039;&#039;&#039;„Gewicht“&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
[[Datei:Newton.jpg|mini|rechts|Ein Apfel soll Sir Isaac Newton (1642–1726), unter einem Apfelbaum sitzend, auf den Kopf gefallen sein und ihn auf die Idee gebraucht haben, dass die Schwerkraft für die ganze Himmelsmechanik bestimmend sein könnte.]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Physikalisch betrachtet geht aufgrund der Schwerkraft von jeder Masse eine Gewichtskraft aus. Auf der Erdoberfläche beträgt die Kraft, die von einer Masse von 1 kg ausgeht, 9.81 N(ewton), auf dem Mond hingegen nur ein Sechstel hiervon. Bekanntlich bekommen Astronauten in der Schwerelosigkeit ohne Gegenmaßnahmen Probleme mit ihrer [[Gesundheitsentwicklung]]. Dies geschieht darum, weil die ständige aktive Bewegung in der Schwerkraft in einer engen Wechselwirkung mit der Tätigkeit der Vitalfunktionen und dem gesamten körperlichen ‚Energiehaushalt‘ steht. Daraus wird die zentrale Bedeutung der Schwerkraft für das Leben klar ersichtlich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 42–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Schwerkraft&amp;diff=6651</id>
		<title>Schwerkraft</title>
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		<updated>2026-06-09T13:04:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Schwerkraft. Diese ist eine Grundbedingung des Lebens und der Bewegung auf unserem Planeten, die mit dem Phänomen des Gewichts zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ beleuchtet die grundlegende Bedeutung der Bewegung für das Leben. Das Zitat ist der Text des zweiten Unterkapitels „Schwerkraft und Bewegung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;4.2. Schwerkraft und Bewegung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Die &#039;&#039;&#039;Schwerkraft&#039;&#039;&#039; hat einen maßgeblichen Einfluss auf das Leben auf unserem Planeten. Die Entwicklung des kinästhetischen Sinnessystems kann man als die evolutionäre Antwort des Lebendigen auf die Schwerkraft verstehen. Wir nehmen in uns ihre konstante Wirkung als unser Gewicht wahr. Deshalb müssen wir während unserer Aktivitäten ununterbrochen mit aktiver Muskelarbeit kontrollieren und organisieren, wie wir das Gewicht unserer Körperteile direkt oder über andere Körperteile auf den Boden oder andere Unterstützungsflächen abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Weil wir die Gewichtsabgabe unserer Körperteile auch im Sitzen oder Stehen fortlaufend aktiv steuern und neu organisieren müssen, werden in der Kinästhetik solche scheinbar bewegungslosen Positionen ebenso als Bewegungsprozesse betrachtet wie die Fortbewegung oder Positionswechsel. So beruht z. B. ein erholsamer Schlaf nicht darauf, dass wir möglichst regungslos im Bett liegen, sondern darauf, dass wir durch viele kleine (und größere) Bewegungen ständig unsere Gewichtsabgabe und damit unsere Körperspannung regulieren. Vor diesem Hintergrund ist die Kontrolle und ‚Organisation‘ des Gewichtes der eigenen Körperteile in der Schwerkraft für den Menschen eine zentrale Herausforderung des Lebens.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox &#039;&#039;&#039;„Gewicht“&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
[[Datei:Newton.jpg|mini|rechts|Ein Apfel soll Sir Isaac Newton (1642–1726), unter einem Apfelbaum sitzend, auf den Kopf gefallen sein und ihn auf die Idee gebraucht haben, dass die Schwerkraft für die ganze Himmelsmechanik bestimmend sein könnte.]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Physikalisch betrachtet geht aufgrund der Schwerkraft von jeder Masse eine Gewichtskraft aus. Auf der Erdoberfläche beträgt die Kraft, die von einer Masse von 1 kg ausgeht, 9.81 N(ewton), auf dem Mond hingegen nur ein Sechstel hiervon. Bekanntlich bekommen Astronauten in der Schwerelosigkeit ohne Gegenmaßnahmen Probleme mit ihrer [[Gesundheitsentwicklung]]. Dies geschieht darum, weil die ständige aktive Bewegung in der Schwerkraft in einer engen Wechselwirkung mit der Tätigkeit der Vitalfunktionen und dem gesamten körperlichen ‚Energiehaushalt‘ steht. Daraus wird die zentrale Bedeutung der Schwerkraft für das Leben klar ersichtlich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 42–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Konzept-Raster&amp;diff=6650</id>
		<title>Konzept-Raster</title>
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		<updated>2026-06-09T12:55:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Das Konzept-Raster in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus dem einschlägigen Zitat zum Thema „Konzept-Raster“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“. Der Artikel beschreibt die Bedeutung und Anwendung des Konzept-Rasters als Werkzeug der Analyse und Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Konzept-Raster in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Im  dritten Unterkapitel „Instrumente“ des zweiten Kapitels „Methoden und Instrumente“  bildet der Text das zweite Thema mit dem Titel „Das Konzept-Raster“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Konzept-Raster A4-hoch-DE jpg.jpg|mini|rechts|Das Konzept-Raster im Hochformat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;2.3.2. Das Konzept-Raster&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Das &#039;&#039;&#039;Konzept-Raster&#039;&#039;&#039; ist ein Instrument, das in Lern- oder Analyseprozessen zur Dokumentation eingesetzt werden kann. Es zeigt die sechs Konzepte der Kinästhetik mit ihren Unterthemen. Es setzt also die Kenntnis der Konzeptblickwinkel voraus. Es kann sehr breit verwendet werden, so z. B. um das aktuelle eigene Konzeptverständnis, die Ausgangslage in einer Praxissituation oder den Lern- und Entwicklungsverlauf in einer Fallbearbeitung zu dokumentieren. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In bestimmten Verwendungen kann es Schritt für Schritt und vollständig ausgefüllt werden, so z. B. um eine Aktivität systematisch und möglichst umfassend zu untersuchen. In anderen Anwendungen empfiehlt es sich, den eigenen Entdeckungen und Erfahrungen zu folgen und diese den passenden Konzepten zuzuordnen. Manchmal wird es wenig Sinn machen, es vollständig ausfüllen zu wollen. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das Raster kann in der Mitte unterteilt werden, um eine Gegenüberstellung oder Entwicklung (z. B. vorher – nachher) in Lern- und Analyseprozessen darzustellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schmidiger, Monika (2014):&#039;&#039;&#039; „Geht nicht&amp;quot; geht nicht. Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1. S. 26–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Márton, Klára; Szocs, Judith (2010):&#039;&#039;&#039; Lebensschule für alle Beteiligten – Stiftung Lebensqualität hilft konkret in Rumänien. Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2010, Nr. 2. S. 11–13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentationswerkzeuge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Schwerkraft&amp;diff=6649</id>
		<title>Schwerkraft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Schwerkraft&amp;diff=6649"/>
		<updated>2026-06-09T11:43:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Schwerkraft. Diese ist eine Grundbedingung des Lebens und der Bewegung auf unserem Planeten, die mit dem Phänomen des Gewichts zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ beleuchtet die grundlegende Bedeutung der Bewegung für das Leben. Das Zitat ist der Text des zweiten Unterkapitels „Schwerkraft und Bewegung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die &#039;&#039;&#039;Schwerkraft&#039;&#039;&#039; hat einen maßgeblichen Einfluss auf das Leben auf unserem Planeten. Die Entwicklung des kinästhetischen Sinnessystems kann man als die evolutionäre Antwort des Lebendigen auf die Schwerkraft verstehen. Wir nehmen in uns ihre konstante Wirkung als unser Gewicht wahr. Deshalb müssen wir während unserer Aktivitäten ununterbrochen mit aktiver Muskelarbeit kontrollieren und organisieren, wie wir das Gewicht unserer Körperteile direkt oder über andere Körperteile auf den Boden oder andere Unterstützungsflächen abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Weil wir die Gewichtsabgabe unserer Körperteile auch im Sitzen oder Stehen fortlaufend aktiv steuern und neu organisieren müssen, werden in der Kinästhetik solche scheinbar bewegungslosen Positionen ebenso als Bewegungsprozesse betrachtet wie die Fortbewegung oder Positionswechsel. So beruht z. B. ein erholsamer Schlaf nicht darauf, dass wir möglichst regungslos im Bett liegen, sondern darauf, dass wir durch viele kleine (und größere) Bewegungen ständig unsere Gewichtsabgabe und damit unsere Körperspannung regulieren. Vor diesem Hintergrund ist die Kontrolle und ‚Organisation‘ des Gewichtes der eigenen Körperteile in der Schwerkraft für den Menschen eine zentrale Herausforderung des Lebens.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox &#039;&#039;&#039;„Gewicht“&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
[[Datei:Newton.jpg|mini|rechts|Ein Apfel soll Sir Isaac Newton (1642–1726), unter einem Apfelbaum sitzend, auf den Kopf gefallen sein und ihn auf die Idee gebraucht haben, dass die Schwerkraft für die ganze Himmelsmechanik bestimmend sein könnte.]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Physikalisch betrachtet geht aufgrund der Schwerkraft von jeder Masse eine Gewichtskraft aus. Auf der Erdoberfläche beträgt die Kraft, die von einer Masse von 1 kg ausgeht, 9.81 N(ewton), auf dem Mond hingegen nur ein Sechstel hiervon. Bekanntlich bekommen Astronauten in der Schwerelosigkeit ohne Gegenmaßnahmen Probleme mit ihrer [[Gesundheitsentwicklung]]. Dies geschieht darum, weil die ständige aktive Bewegung in der Schwerkraft in einer engen Wechselwirkung mit der Tätigkeit der Vitalfunktionen und dem gesamten körperlichen ‚Energiehaushalt‘ steht. Daraus wird die zentrale Bedeutung der Schwerkraft für das Leben klar ersichtlich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 42–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Konzept-Raster&amp;diff=6648</id>
		<title>Konzept-Raster</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Konzept-Raster&amp;diff=6648"/>
		<updated>2026-06-09T11:41:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Das Konzept-Raster in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus dem einschlägigen Zitat zum Thema „Konzept-Raster“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“. Der Artikel beschreibt die Bedeutung und Anwendung des Konzept-Rasters als Werkzeug der Analyse und Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Konzept-Raster in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Im  dritten Unterkapitel „Instrumente“ des zweiten Kapitels „Methoden und Instrumente“  bildet der Text das zweite Thema mit dem Titel „Das Konzept-Raster“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Konzept-Raster A4-hoch-DE jpg.jpg|mini|rechts|Das Konzept-Raster im Hochformat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;2.3.2. Das Konzept-Raster&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; &#039;&#039;Das &#039;&#039;&#039;Konzept-Raster&#039;&#039;&#039; ist ein Instrument, das in Lern- oder Analyseprozessen zur Dokumentation eingesetzt werden kann. Es zeigt die sechs Konzepte der Kinästhetik mit ihren Unterthemen. Es setzt also die Kenntnis der Konzeptblickwinkel voraus. Es kann sehr breit verwendet werden, so z. B. um das aktuelle eigene Konzeptverständnis, die Ausgangslage in einer Praxissituation oder den Lern- und Entwicklungsverlauf in einer Fallbearbeitung zu dokumentieren. &lt;br /&gt;
: In bestimmten Verwendungen kann es Schritt für Schritt und vollständig ausgefüllt werden, so z. B. um eine Aktivität systematisch und möglichst umfassend zu untersuchen. In anderen Anwendungen empfiehlt es sich, den eigenen Entdeckungen und Erfahrungen zu folgen und diese den passenden Konzepten zuzuordnen. Manchmal wird es wenig Sinn machen, es vollständig ausfüllen zu wollen. &lt;br /&gt;
: Das Raster kann in der Mitte unterteilt werden, um eine Gegenüberstellung oder Entwicklung (z. B. vorher – nachher) in Lern- und Analyseprozessen darzustellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schmidiger, Monika (2014):&#039;&#039;&#039; „Geht nicht&amp;quot; geht nicht. Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1. S. 26–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Márton, Klára; Szocs, Judith (2010):&#039;&#039;&#039; Lebensschule für alle Beteiligten – Stiftung Lebensqualität hilft konkret in Rumänien. Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2010, Nr. 2. S. 11–13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentationswerkzeuge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Lernzyklus&amp;diff=6647</id>
		<title>Lernzyklus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Lernzyklus&amp;diff=6647"/>
		<updated>2026-06-09T11:34:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einem einschlägigen Zitat zum Thema Lernzyklus. Der Lernzyklus ist eine methodische Großform, die angelehnt an das Lernmodell in vier Schritten einen Zyklus bildet und insbesondere selbstgesteuertes Lernen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Lernzyklus in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Im zweiten Kapitel „Methoden und Instrumente“ beschreibt der Text unter dem zweiten Unterkapitel „[[Lernmodell|Das Lernmodell]]“ dessen erste konkrete Ausprägung unter dem Titel &#039;&#039;&#039;„Der Lernzyklus“&#039;&#039;&#039;. Bei dieser rückt der Praxisbezug, d. h., die Anwendung des Themas in einer konkreten Situation, im dritten Teil in den Mittelpunkt. Nach dem Lernzyklus wird die zweite konkrete Ausprägung, die [[Lernspirale]], beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;2.2.1. Der Lernzyklus&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eine Methode, die an Kurstagen verwendet wird, ist der &#039;&#039;&#039;Lernzyklus&#039;&#039;&#039;. Ein Lernzyklus betrifft ein bestimmtes Thema, z. B. das Konzept Funktionale Anatomie, das Thema [[Bewegungskompetenz]] oder die [[Feedback-Control-Theorie]]. In einem Zyklus (griechisch, ‚Kreis‘) werden Aspekte des Themas in Einstiegs-, Lern-, Integrations- und Ausstiegsaktivitäten unter definierten Blickwinkeln für Sie erfahrbar und dokumentierbar. Der Lernzyklus erlaubt ein gleichermaßen fokussiertes wie breites Lernen, das durch die differenzierte Beschreibung und Auswertung der eigenen Lernfortschritte mit dem Instrument der [[Bildungsfelder]] unterstützt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Für ein gezieltes Lernen in der Kinästhetik ist es wichtig, dass Sie die Anlage eines Lernzyklus verstehen. Die Gestaltung von Lernzyklen hingegen wird erst in der TrainerInnen-Ausbildung zu einem Lernthema. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lernzyklus-color DE.jpg|500px|thumb|zentriert|&#039;&#039;Der &#039;&#039;&#039;Lernzyklus&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Der Aufbau, die Teile und Schwerpunkte des Lernzyklus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;br clear=all&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstiegsaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Einstieg wird Ihnen das Thema vorgestellt und es erfolgt eine Einführung mithilfe der Sprache oder auch mit kurzen [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]]. Dabei ist wichtig zu klären, in welchem Kontext und mit welcher Absicht das Thema untersucht wird, welche Bedeutung es in diesem Kontext haben kann und welche Anknüpfungspunkte es zu anderen Themen bietet. Der Einstieg dient auch der Bestimmung Ihrer persönlichen Ausgangslage bezüglich des Themas. Dies kann durch die Ausführung und Dokumentation einer geeigneten Bewegungserfahrung geschehen oder durch irgendeine andere Erfahrung, die Ihnen z. B. Aufschluss über Ihre aktuellen Annahmen gibt. Diese ‚Vergleichsaktivität (A1)‘ wird am Ende des Lernzyklus als ‚Vergleichsaktivität (A2)‘ wieder aufgenommen, um einen Vergleich vorzunehmen. Das schriftliche Dokumentieren der Vergleichsaktivitäten erlaubt Ihnen dabei einen zuverlässigeren Vergleich Ihrer Erfahrungen oder Annahmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Lernaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Lernaktivitäten dienen dazu, die Aufmerksamkeit auf die [[Unterschied|Unterschiede]] und ihre Eigenschaften zu richten, die bei der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten des Themas aus Ihrer Innenperspektive auffallen. Hierfür werden spezifische Blickwinkel oder Fragestellungen definiert. Die Lernaktivitäten bilden einen Rahmen, in dem Sie sich allein oder zusammen mit anderen Menschen der Erforschung und Analyse des Themas widmen können, losgelöst von seiner Anwendung und Bedeutung in der Praxis. Die Herausforderungen einer konkreten Lebenssituation sind in diesem Teil des Lernzyklus also zweitrangig. Je differenzierter und umfassender bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Unterschiede entdeckt und wahrgenommen werden, desto leichter erkennt man auch zugrunde liegende Muster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In einem Lernzyklus zu einem Konzept der Kinästhetik werden v. a. die [[Bewegungserfahrung|Einzel- und Partnererfahrungen]] als Lernaktivitäten verwendet. Für diese Bewegungserfahrungen wird jeweils ein Fokus des Konzeptsystems festgelegt und erklärt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das hauptsächliche Lernthema ist die Entwicklung einer differenzierten Bewegungswahrnehmung, -steuerung und -anpassung durch die Erforschung und Analyse Ihrer grundsätzlichen Bewegungsmöglichkeiten. Während der Lernaktivitäten erhalten Sie regelmäßig Zeit für die persönliche Reflexion und Beschreibung Ihrer Erfahrungen sowie für den gemeinsamen Austausch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Integrationsaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Der Bezug zur Praxis bildet den Ausgangspunkt der Integrationsaktivitäten. Sie setzen sich im Rahmen des Themas mit einer konkreten Situation oder Aktivität Ihres beruflichen oder privaten Alltags auseinander. Sie bauen in dem Sinne auf Ihren Lernaktivitäten auf, dass Sie bei dieser Beschäftigung mit einer konkreten Lebenssituation besonders auf die Unterschiede achten, die Sie aufgrund Ihrer Lernaktivitäten differenzierter und mit erhöhter Sensibilität wahrnehmen können. In den Integrationsaktivitäten untersuchen Sie in diesem Sinne einerseits den Ihnen vertrauten Weg der Ausführung der betreffenden Aktivität. Andererseits ist es wichtig, ihn zu variieren und neue Wege zu erforschen. Dies erleichtert es Ihnen, Ihre ‚normalen‘ Muster zu erkennen und zu verstehen. Zugleich verschaffen Sie sich dadurch eine Vielzahl von Möglichkeiten in der betreffenden Situation und erweitern Ihren Handlungsspielraum. Auch in diesem Teil erhalten Sie die Gelegenheit zur persönlichen oder gemeinsamen Reflexion und Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ausstiegsaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Ausstiegsteil führen Sie die Vergleichsaktivität des Einstiegs erneut aus und beschreiben, wie Sie diese jetzt wahrnehmen und was Ihr aktueller Standort in Bezug auf das Thema ist. Der Vergleich zwischen der Ausgangslage und dem aktuellen Standort erleichtert es Ihnen, Ihre Lernfortschritte zu erkennen und auszuwerten. Achten Sie bei der Auswertung Ihres Lernprozesses darauf, welche Erfahrungen, Erkenntnisse und Ideen aus dem ganzen Lernzyklus für Sie eine besondere Bedeutung haben, aber auch darauf, wo für Sie noch offene Fragen bestehen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 18–21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Stefan Marty-Teuber (2014):&#039;&#039;&#039; Zyklus: Vom Rad zum Hals. Serie „wörterwurzeln“. In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1.  S. 32–34. Zum Artikel geht es [[Medium:Zyklus-mast-lq.pdf|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lernmodell]]&lt;br /&gt;
* [[Lernspirale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen/Methodische Großformen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Konzept-Raster&amp;diff=6646</id>
		<title>Konzept-Raster</title>
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		<updated>2026-06-09T11:33:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus dem einschlägigen Zitat zum Thema „Konzept-Raster“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“. Der Artikel beschreibt die Bedeutung und Anwendung des Konzept-Rasters als Werkzeug der Analyse und Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Konzept-Raster in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Im  dritten Unterkapitel „Instrumente“ des zweiten Kapitels „Methoden und Instrumente“  bildet der Text das zweite Thema mit dem Titel „Das Konzept-Raster“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Konzept-Raster A4-hoch-DE jpg.jpg|mini|rechts|Das Konzept-Raster im Hochformat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Das &#039;&#039;&#039;Konzept-Raster&#039;&#039;&#039; ist ein Instrument, das in Lern- oder Analyseprozessen zur Dokumentation eingesetzt werden kann. Es zeigt die sechs Konzepte der Kinästhetik mit ihren Unterthemen. Es setzt also die Kenntnis der Konzeptblickwinkel voraus. Es kann sehr breit verwendet werden, so z. B. um das aktuelle eigene Konzeptverständnis, die Ausgangslage in einer Praxissituation oder den Lern- und Entwicklungsverlauf in einer Fallbearbeitung zu dokumentieren. In bestimmten Verwendungen kann es Schritt für Schritt und vollständig ausgefüllt werden, so z. B. um eine Aktivität systematisch und möglichst umfassend zu untersuchen. In anderen Anwendungen empfiehlt es sich, den eigenen Entdeckungen und Erfahrungen zu folgen und diese den passenden Konzepten zuzuordnen. Manchmal wird es wenig Sinn machen, es vollständig ausfüllen zu wollen. Das Raster kann in der Mitte unterteilt werden, um eine Gegenüberstellung oder Entwicklung (z. B. vorher – nachher) in Lern- und Analyseprozessen darzustellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. 3. Auflage. Seeham, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schmidiger, Monika (2014):&#039;&#039;&#039; „Geht nicht&amp;quot; geht nicht. Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1. S. 26–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Márton, Klára; Szocs, Judith (2010):&#039;&#039;&#039; Lebensschule für alle Beteiligten – Stiftung Lebensqualität hilft konkret in Rumänien. Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2010, Nr. 2. S. 11–13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentationswerkzeuge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Konzept-Raster&amp;diff=6645</id>
		<title>Konzept-Raster</title>
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		<updated>2026-06-09T11:29:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Erfahrungsberichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus dem einschlägigen Zitat zum Thema „Konzept-Raster“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“. Der Artikel beschreibt die Bedeutung und Anwendung des Konzept-Rasters als Werkzeug der Analyse und Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Konzept-Raster in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Im zweiten Kapitel „Methoden und Instrumente“ im dritten Unterkapitel „Instrumente“ bildet der Text das zweite Thema mit dem Titel „Das Konzept-Raster“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Konzept-Raster A4-hoch-DE jpg.jpg|mini|rechts|Das Konzept-Raster im Hochformat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Das &#039;&#039;&#039;Konzept-Raster&#039;&#039;&#039; ist ein Instrument, das in Lern- oder Analyseprozessen zur Dokumentation eingesetzt werden kann. Es zeigt die sechs Konzepte der Kinästhetik mit ihren Unterthemen. Es setzt also die Kenntnis der Konzeptblickwinkel voraus. Es kann sehr breit verwendet werden, so z. B. um das aktuelle eigene Konzeptverständnis, die Ausgangslage in einer Praxissituation oder den Lern- und Entwicklungsverlauf in einer Fallbearbeitung zu dokumentieren. In bestimmten Verwendungen kann es Schritt für Schritt und vollständig ausgefüllt werden, so z. B. um eine Aktivität systematisch und möglichst umfassend zu untersuchen. In anderen Anwendungen empfiehlt es sich, den eigenen Entdeckungen und Erfahrungen zu folgen und diese den passenden Konzepten zuzuordnen. Manchmal wird es wenig Sinn machen, es vollständig ausfüllen zu wollen. Das Raster kann in der Mitte unterteilt werden, um eine Gegenüberstellung oder Entwicklung (z. B. vorher – nachher) in Lern- und Analyseprozessen darzustellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schmidiger, Monika (2014):&#039;&#039;&#039; „Geht nicht&amp;quot; geht nicht. Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1. S. 26–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Márton, Klára; Szocs, Judith (2010):&#039;&#039;&#039; Lebensschule für alle Beteiligten – Stiftung Lebensqualität hilft konkret in Rumänien. Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2010, Nr. 2. S. 11–13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentationswerkzeuge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Schwerkraft&amp;diff=6644</id>
		<title>Diskussion:Schwerkraft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Schwerkraft&amp;diff=6644"/>
		<updated>2026-06-09T10:34:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Schwerkraft}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Schwerkraft&amp;diff=6643</id>
		<title>Schwerkraft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Schwerkraft&amp;diff=6643"/>
		<updated>2026-06-09T10:33:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Schwerkraft. Diese ist eine Grundbedingung des Lebens und der Bewegung auf unserem Planeten, die mit dem Phänomen des Gewichts zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ beleuchtet die grundlegende Bedeutung der Bewegung für das Leben. Das Zitat ist der Text des zweiten Unterkapitels „Schwerkraft und Bewegung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die &#039;&#039;&#039;Schwerkraft&#039;&#039;&#039; hat einen maßgeblichen Einfluss auf das Leben auf unserem Planeten. Die Entwicklung des kinästhetischen Sinnessystems kann man als die evolutionäre Antwort des Lebendigen auf die Schwerkraft verstehen. Wir nehmen in uns ihre konstante Wirkung als unser Gewicht wahr. Deshalb müssen wir während unserer Aktivitäten ununterbrochen mit aktiver Muskelarbeit kontrollieren und organisieren, wie wir das Gewicht unserer Körperteile direkt oder über andere Körperteile auf den Boden oder andere Unterstützungsflächen abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Weil wir die Gewichtsabgabe unserer Körperteile auch im Sitzen oder Stehen fortlaufend aktiv steuern und neu organisieren müssen, werden in der Kinästhetik solche scheinbar bewegungslosen Positionen ebenso als Bewegungsprozesse betrachtet wie die Fortbewegung oder Positionswechsel. So beruht z. B. ein erholsamer Schlaf nicht darauf, dass wir möglichst regungslos im Bett liegen, sondern darauf, dass wir durch viele kleine (und größere) Bewegungen ständig unsere Gewichtsabgabe und damit unsere Körperspannung regulieren. Vor diesem Hintergrund ist die Kontrolle und ‚Organisation‘ des Gewichtes der eigenen Körperteile in der Schwerkraft für den Menschen eine zentrale Herausforderung des Lebens.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox &#039;&#039;&#039;„Gewicht“&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
[[Datei:Newton.jpg|mini|rechts|Ein Apfel soll Sir Isaac Newton (1642–1726), unter einem Apfelbaum sitzend, auf den Kopf gefallen sein und ihn auf die Idee gebraucht haben, dass die Schwerkraft für die ganze Himmelsmechanik bestimmend sein könnte.]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Physikalisch betrachtet geht aufgrund der Schwerkraft von jeder Masse eine Gewichtskraft aus. Auf der Erdoberfläche beträgt die Kraft, die von einer Masse von 1 kg ausgeht, 9.81 N(ewton), auf dem Mond hingegen nur ein Sechstel hiervon. Bekanntlich bekommen Astronauten in der Schwerelosigkeit ohne Gegenmaßnahmen Probleme mit ihrer [[Gesundheitsentwicklung]]. Dies geschieht darum, weil die ständige aktive Bewegung in der Schwerkraft in einer engen Wechselwirkung mit der Tätigkeit der Vitalfunktionen und dem gesamten körperlichen ‚Energiehaushalt‘ steht. Daraus wird die zentrale Bedeutung der Schwerkraft für das Leben klar ersichtlich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 42–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Lernzyklus&amp;diff=6642</id>
		<title>Diskussion:Lernzyklus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Diskussion:Lernzyklus&amp;diff=6642"/>
		<updated>2026-06-09T10:29:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Diskussionsseiten|Lernzyklus}}&lt;br /&gt;
{{Infobox|Diskussion eröffnet|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in der Zusammenfassung wird der Begriff Kreis verwendet. Dies deckt sich nicht mit der grafischen Entsprechung des abgebildeten Modells. Das Modell stellt für mich die Tatsache in den Vordergrund, dass ein Unterschied zwischen Standort1 und Standort2 besteht. Deshalb erachte ich den Begriff Kreis hier als eher unpassend oder sogar als irreführend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: --[[Benutzer:Stefan Marty-Teuber|Stefan Marty-Teuber]] ([[Benutzer Diskussion:Stefan Marty-Teuber|Diskussion]]) 17:09, 6. Dez. 2020 (CET)&amp;lt;br&amp;gt;Herzlichen Dank für deinen Beitrag! Der Begriff Kreis wird auch in „Lernen und Bewegungskompetenz“ verwendet (als eine Übersetzung von Zyklus bzw. griechisch kýklos). In diesem Kontext wird er nicht im geometrischen Sinn verwendet. Ganz ähnlich spricht man z. B. im Deutschen im übertragenen Sinn von einem Kreis, der sich schließt. Vor diesem Hintergrund haben wir seinerzeit im Ressourcenpool „Curriculum und Forschung“ bewusst die grafische Darstellung eines „offenen“ Kreises mit markiertem Ausgangs- und Endpunkt gewählt. Da du aber hier in der Zusammenfassung vom Begriff Kreis irritiert worden bist, ersetze ich ihn gerne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dank deines Beitrages ist mir in den Sinn gekommen, dass ich seinerzeit eine „wörterwurzel“ zum Begriff Zyklus in der Zeitschrift „lebensqualität“ veröffentlich habe. Er ist zwar populärwissenschaftlich, aber enthält vielleicht doch die eine oder andere interessante Information zum Begriff. Ich nehme ihn in die weiterführende Literatur auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: P. S. Im KOFL versuchen wir, (auch personell) größtmögliche Transparenz anzustreben, getreu nach dem Motto von Maturana/Varela „Alles Gesagte ist von jemandem gesagt“. Ich würde mich freuen, wenn du bei deinem nächsten Beitrag deinen Namen angibst. Man diskutiert dann nicht in eine anonyme Leere hinein …&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Lernzyklus&amp;diff=6641</id>
		<title>Lernzyklus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Lernzyklus&amp;diff=6641"/>
		<updated>2026-06-09T10:28:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einem einschlägigen Zitat zum Thema Lernzyklus. Der Lernzyklus ist eine methodische Großform, die angelehnt an das Lernmodell in vier Schritten einen Zyklus bildet und insbesondere selbstgesteuertes Lernen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Lernzyklus in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Im zweiten Kapitel „Methoden und Instrumente“ beschreibt der Text unter dem zweiten Unterkapitel „[[Lernmodell|Das Lernmodell]]“ dessen erste konkrete Ausprägung unter dem Titel &#039;&#039;&#039;„Der Lernzyklus“&#039;&#039;&#039;. Bei dieser rückt der Praxisbezug, d. h., die Anwendung des Themas in einer konkreten Situation, im dritten Teil in den Mittelpunkt. Nach dem Lernzyklus wird die zweite konkrete Ausprägung, die [[Lernspirale]], beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;2.2.1. Der Lernzyklus&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eine Methode, die an Kurstagen verwendet wird, ist der &#039;&#039;&#039;Lernzyklus&#039;&#039;&#039;. Ein Lernzyklus betrifft ein bestimmtes Thema, z. B. das Konzept Funktionale Anatomie, das Thema [[Bewegungskompetenz]] oder die [[Feedback-Control-Theorie]]. In einem Zyklus (griechisch, ‚Kreis‘) werden Aspekte des Themas in Einstiegs-, Lern-, Integrations- und Ausstiegsaktivitäten unter definierten Blickwinkeln für Sie erfahrbar und dokumentierbar. Der Lernzyklus erlaubt ein gleichermaßen fokussiertes wie breites Lernen, das durch die differenzierte Beschreibung und Auswertung der eigenen Lernfortschritte mit dem Instrument der [[Bildungsfelder]] unterstützt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Für ein gezieltes Lernen in der Kinästhetik ist es wichtig, dass Sie die Anlage eines Lernzyklus verstehen. Die Gestaltung von Lernzyklen hingegen wird erst in der TrainerInnen-Ausbildung zu einem Lernthema. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lernzyklus-color DE.jpg|500px|thumb|zentriert|&#039;&#039;Der &#039;&#039;&#039;Lernzyklus&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Der Aufbau, die Teile und Schwerpunkte des Lernzyklus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;br clear=all&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstiegsaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Einstieg wird Ihnen das Thema vorgestellt und es erfolgt eine Einführung mithilfe der Sprache oder auch mit kurzen [[Bewegungserfahrung|Bewegungserfahrungen]]. Dabei ist wichtig zu klären, in welchem Kontext und mit welcher Absicht das Thema untersucht wird, welche Bedeutung es in diesem Kontext haben kann und welche Anknüpfungspunkte es zu anderen Themen bietet. Der Einstieg dient auch der Bestimmung Ihrer persönlichen Ausgangslage bezüglich des Themas. Dies kann durch die Ausführung und Dokumentation einer geeigneten Bewegungserfahrung geschehen oder durch irgendeine andere Erfahrung, die Ihnen z. B. Aufschluss über Ihre aktuellen Annahmen gibt. Diese ‚Vergleichsaktivität (A1)‘ wird am Ende des Lernzyklus als ‚Vergleichsaktivität (A2)‘ wieder aufgenommen, um einen Vergleich vorzunehmen. Das schriftliche Dokumentieren der Vergleichsaktivitäten erlaubt Ihnen dabei einen zuverlässigeren Vergleich Ihrer Erfahrungen oder Annahmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Lernaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Die Lernaktivitäten dienen dazu, die Aufmerksamkeit auf die [[Unterschied|Unterschiede]] und ihre Eigenschaften zu richten, die bei der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten des Themas aus Ihrer Innenperspektive auffallen. Hierfür werden spezifische Blickwinkel oder Fragestellungen definiert. Die Lernaktivitäten bilden einen Rahmen, in dem Sie sich allein oder zusammen mit anderen Menschen der Erforschung und Analyse des Themas widmen können, losgelöst von seiner Anwendung und Bedeutung in der Praxis. Die Herausforderungen einer konkreten Lebenssituation sind in diesem Teil des Lernzyklus also zweitrangig. Je differenzierter und umfassender bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Unterschiede entdeckt und wahrgenommen werden, desto leichter erkennt man auch zugrunde liegende Muster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;In einem Lernzyklus zu einem Konzept der Kinästhetik werden v. a. die [[Bewegungserfahrung|Einzel- und Partnererfahrungen]] als Lernaktivitäten verwendet. Für diese Bewegungserfahrungen wird jeweils ein Fokus des Konzeptsystems festgelegt und erklärt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das hauptsächliche Lernthema ist die Entwicklung einer differenzierten Bewegungswahrnehmung, -steuerung und -anpassung durch die Erforschung und Analyse Ihrer grundsätzlichen Bewegungsmöglichkeiten. Während der Lernaktivitäten erhalten Sie regelmäßig Zeit für die persönliche Reflexion und Beschreibung Ihrer Erfahrungen sowie für den gemeinsamen Austausch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Integrationsaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Der Bezug zur Praxis bildet den Ausgangspunkt der Integrationsaktivitäten. Sie setzen sich im Rahmen des Themas mit einer konkreten Situation oder Aktivität Ihres beruflichen oder privaten Alltags auseinander. Sie bauen in dem Sinne auf Ihren Lernaktivitäten auf, dass Sie bei dieser Beschäftigung mit einer konkreten Lebenssituation besonders auf die Unterschiede achten, die Sie aufgrund Ihrer Lernaktivitäten differenzierter und mit erhöhter Sensibilität wahrnehmen können. In den Integrationsaktivitäten untersuchen Sie in diesem Sinne einerseits den Ihnen vertrauten Weg der Ausführung der betreffenden Aktivität. Andererseits ist es wichtig, ihn zu variieren und neue Wege zu erforschen. Dies erleichtert es Ihnen, Ihre ‚normalen‘ Muster zu erkennen und zu verstehen. Zugleich verschaffen Sie sich dadurch eine Vielzahl von Möglichkeiten in der betreffenden Situation und erweitern Ihren Handlungsspielraum. Auch in diesem Teil erhalten Sie die Gelegenheit zur persönlichen oder gemeinsamen Reflexion und Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ausstiegsaktivitäten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Im Ausstiegsteil führen Sie die Vergleichsaktivität des Einstiegs erneut aus und beschreiben, wie Sie diese jetzt wahrnehmen und was Ihr aktueller Standort in Bezug auf das Thema ist. Der Vergleich zwischen der Ausgangslage und dem aktuellen Standort erleichtert es Ihnen, Ihre Lernfortschritte zu erkennen und auszuwerten. Achten Sie bei der Auswertung Ihres Lernprozesses darauf, welche Erfahrungen, Erkenntnisse und Ideen aus dem ganzen Lernzyklus für Sie eine besondere Bedeutung haben, aber auch darauf, wo für Sie noch offene Fragen bestehen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 18–21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Stefan Marty-Teuber (2014):&#039;&#039;&#039; Zyklus: Vom Rad zum Hals. Serie „wörterwurzeln“. In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1.  S. 32–34. Zum Artikel geht es [[Medium:Zyklus-mast-lq.pdf|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lernmodell]]&lt;br /&gt;
* [[Lernspirale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen/Methodische Großformen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6640</id>
		<title>„Schon gewusst?“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6640"/>
		<updated>2026-06-09T10:26:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Sinnesrezeptoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Ilona Himmelberger/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die KOFL-Hauptseite enthält Textfelder mit den Überschriften „Schon gewusst?“ und „Bemerkenswerte Ereignisse“. Sie beleuchten periodisch neue Themen zu diesen Stichworten. Auf dieser KOFL-Seite werden in chronologisch absteigender Reihenfolge alle Beiträge gesammelt, die unter dem Stichwort „Schon gewusst?“ veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnesrezeptoren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|120px|thumb|rechts|]]&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Bildbeschreibung: Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6639</id>
		<title>„Schon gewusst?“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6639"/>
		<updated>2026-06-09T10:26:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Sinnesrezeptoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Ilona Himmelberger/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die KOFL-Hauptseite enthält Textfelder mit den Überschriften „Schon gewusst?“ und „Bemerkenswerte Ereignisse“. Sie beleuchten periodisch neue Themen zu diesen Stichworten. Auf dieser KOFL-Seite werden in chronologisch absteigender Reihenfolge alle Beiträge gesammelt, die unter dem Stichwort „Schon gewusst?“ veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnesrezeptoren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|150px|thumb|rechts|]]&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Bildbeschreibung: Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6638</id>
		<title>„Schon gewusst?“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6638"/>
		<updated>2026-06-09T10:26:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Sinnesrezeptoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Ilona Himmelberger/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die KOFL-Hauptseite enthält Textfelder mit den Überschriften „Schon gewusst?“ und „Bemerkenswerte Ereignisse“. Sie beleuchten periodisch neue Themen zu diesen Stichworten. Auf dieser KOFL-Seite werden in chronologisch absteigender Reihenfolge alle Beiträge gesammelt, die unter dem Stichwort „Schon gewusst?“ veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnesrezeptoren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|100px|thumb|rechts|]]&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Bildbeschreibung: Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Hauptseitenfelder:_Periodische_Aktualisierung_und_Themensammlung&amp;diff=6637</id>
		<title>KOFL:Hauptseitenfelder: Periodische Aktualisierung und Themensammlung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Hauptseitenfelder:_Periodische_Aktualisierung_und_Themensammlung&amp;diff=6637"/>
		<updated>2026-06-09T08:48:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Planung 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Stefan Marty-Teuber/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
== Planungen: Viermal jährlich zu aktualisierende Hauptseitenfelder ==&lt;br /&gt;
===Regelprozess der Aktualisierung===&lt;br /&gt;
# Die zuständige RedakteurIn terminiert und verfasst frühzeitig (mindestens 3 Wochen vor Publikationstermin) ihren Text.&lt;br /&gt;
# Sie schickt ihn an die Chefredaktion, ggf. an die zweite für das entsprechende Hauptseitenfeld zuständige RedakteurIn zum Lektorat/Gegenlesen.&lt;br /&gt;
# Wenn der Text nicht eintrifft, schickt die Chefredaktion der zuständigen RedakteurIn eine Erinnerung.&lt;br /&gt;
# Die Chefredaktion und ggf. die zweite für das entsprechende Feld zuständige RedakteurIn schicken den Text mit Nachvollzug der Änderungsvorschläge/Kommentaren zurück.&lt;br /&gt;
# Die zuständige RedakteurIn erstellt den definitiven Text, ggf. nach schriflichem oder mündlichem Austausch in der Gruppe.&lt;br /&gt;
Ungefähr zu Beginn des betreffenden Monats ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. ... veröffentlicht die zuständige RedakteurIn ihren Text  auf der Hauptseite im entsprechenden Hauptseitenfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Beiträge zu &amp;quot;Bemerkenswerte Ereignisse&amp;quot; und &amp;quot;Schon gewusst?&amp;quot;:&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;... veröffentlicht die zuständige RedakteurIn ihren Text zuoberst im entsprechenden KOFL-Artikel [[„Bemerkenswerte Ereignisse“]] oder [[„Schon gewusst?“]], und zwar zuoberst, weil die Reihenfolge der Beiträge chronologisch absteigend vorgesehen ist. Sie ergänzt ihn mit Quellenangaben (bibliografische Angabe mit Chefredaktion absprechen!) und ggf. weiteren kleinen Ergänzungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;ODER:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Beiträge zu &amp;quot;Bedeutende Personen&amp;quot; :&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;... veröffentlicht die zuständige RedakteurIn ihren Text als kurzbiografischen KOFL-Artikel. Dieser kann in einer ausgebauten Version wie „[[Norbert Wiener (1894–1964)]]“ oder in einer noch nicht ausgebauten Version als bloße Kopie des Hautpseitenfeldes angelegt werden. Bloße Kopien sollten einigermaßen kurzfristig ausgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Planung 2026===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Publikationen in Hauptseitenfelder 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Feld!! Jan!! Feb!! März!! Apr!! Mai!! Jun!! Jul!! Aug!! Sep!! Okt!! Nov!! Dez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Personen|| || || zilu/mast: Anna Halprin ? || || || || || || zilu/hiil: Lenny Maietta ? || || || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schon gewusst?|| || || || || boan/jemi: Thema wird festgelegt || || || || || || boan/jemi: Kinästhetikkompetenz Messbarkeit ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ereignisse|| pada/kasa: 16. Bulletin || || || || || || kasa/pada: Macy-Konferenzen || || || || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Planung 2025===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Publikationen in Hauptseitenfelder 2025&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Feld!! Jan!! Feb!! März!! Apr!! Mai!! Jun!! Jul!! Aug!! Sep!! Okt!! Nov!! Dez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Personen|| mast/zilu: Norbert Wiener|| || || kasa: Maturana|| || || kasa: Varela|| || || zilu: Schmidt|| || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schon gewusst?|| || rejo/mast: Wiener telefoniert|| || || boan: Zellteilung/Neuroplast.|| || || boan: Kin. Rezeptoren|| || || rejo/boan/jemi: Numarete||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ereignisse|| || || mast: 1. öffentl. Buch|| || || pada: Kongress Ulm|| || || pada: 16. Bulletin?|| || ||kasa: Macy-Konferenzen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Themensammlung für die viermal jährlich zu aktualisierende Hauptseitenfelder ==&lt;br /&gt;
===Vorbemerkung: Gibt es einen roten Faden?===&lt;br /&gt;
Aus dem Redaktionsteam wurde die Diskussion darüber angeregt, ob grundsätzlich oder bei den einzelnen Kategorien der Hauptseitenfelder die Aktualisierungen einen roten Faden haben sollten. Die Idee wurde zum aktuellen Zeitpunkt (2025-10-01) noch nicht weiterverfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Themensammlung zum Feld „Bedeutende Personen“ ===&lt;br /&gt;
Stichworte: Geburts- oder Todestag, Erscheinungsdatum einer wichtigen Publikation der Person, Datum eines biografischen Wendepunkts usw.&lt;br /&gt;
==== Quartalsunabhängige Sammlung====&lt;br /&gt;
* Lenny Maietta, 1950 - 2018&lt;br /&gt;
* Frank Hatch, *1940&lt;br /&gt;
* John Graham, ????&lt;br /&gt;
* Anna Halprin, 1920 - 2021&lt;br /&gt;
* Margaret Mead, *16. Dez. 1901 bis 1978&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Quartalsabhängige Sammlung====&lt;br /&gt;
===== Januar bis März=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== April bis Juni =====&lt;br /&gt;
* Karl U. Smith, 1. Mai 1907 - 22.06.1994 (Kinaesthetik Bulletin 16)&lt;br /&gt;
* Moshé Feldenkrais, 06. Mai 1904 - 01. Juli 1984 (Kinästhetik Bulletin 16)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Juli bis September =====&lt;br /&gt;
* Richard Buckminster Fuller, 12. Juli 1895 - 1. Juli 1983&lt;br /&gt;
* Paul Watzlawick, 25. Juli 1921 - 31. März 2007&lt;br /&gt;
* Karl Ludwig von Bertalanffy, 19. Sept. 1901 - 12. Juni 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Oktober bis Dezember =====&lt;br /&gt;
* Niklas Luhmann, 08. Dez. 1927 - 06. Nov. 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Themensammlung zum Feld „Schon gewusst?“===&lt;br /&gt;
Stichworte zum Inhalt: Funny Facts, Erstaunliches, Unterhaltsames, Überraschendes usw.&lt;br /&gt;
* Der gekochte Frosch (Bateson)&lt;br /&gt;
* Der getretene Hund (Bateson)&lt;br /&gt;
* Der blinde Fleck (Maturana/Varela, HvF; Baum der Erkenntnis; S21 ff)&lt;br /&gt;
* Beantwortbare und unbeantwortbare Fragen (HvF; Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners)&lt;br /&gt;
* Trivialisateur (HvF)&lt;br /&gt;
* Myokine&lt;br /&gt;
* Patrouille de France schafft Ihre Kunstflugübungen am Boden in Bewegung auf die Millisekunde genau? (Link zum Film; Arte/Propriozeption))&lt;br /&gt;
* Robotik - (Musk) - Gehen und springen lernen&lt;br /&gt;
* Aufmerksamkeit lenken - Wie funktioniert das! - Was bewirkt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Themensammlung zum Feld „Bemerkenswerte Ereignisse“ ===&lt;br /&gt;
* Macy-Konferenzen&lt;br /&gt;
* Numarete-Vorführung&lt;br /&gt;
* Berufsanerkennung in CH&lt;br /&gt;
* Traum, Schlaf und Tod (Franzisko Varela): Mind-and-Life-Konferenzen; Westliche Wissenschaftler und Dalai Lama&lt;br /&gt;
* 1980: Gründung des Kinästhetik-Vereins und erste Zeitschrift&lt;br /&gt;
* 16. Kinästhetik-Bulletin: Erste zusammenhängende Darstellung der Kinästhetik&lt;br /&gt;
* Beginn von Kinaesthetics in der Pflege: Erstes öffentliches Buch von 1992&lt;br /&gt;
* Gründung der EKA (20 Jahre 2026/2027)&lt;br /&gt;
* Neustart: Erste Zeitschrift &amp;quot;lebensqualität&amp;quot;&lt;br /&gt;
* EKA-Bücher: Neues Konzeptsystem, Lernen und Bewegungskompetenz, Kinästhetik und Kybernetik&lt;br /&gt;
* Erstes TrainerInnen-Symposium der EKA&lt;br /&gt;
* 2011: Rumänien als neues Kinaesthetics-Land&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptseitenfelder der Neukonzeption 2024==&lt;br /&gt;
===Stehende Felder===&lt;br /&gt;
* Willkommen ...&lt;br /&gt;
* Mach mit!&lt;br /&gt;
Diese Hauptseitenfelder werden nur in periodischen Revisionen des ganzen KOFL (circa alle 5 Jahre) bei Bedarf angepasst.&lt;br /&gt;
===Periodisch zu aktualisierende Hauptseitenfelder und redaktionelle Zuständigkeiten===&lt;br /&gt;
====Viermal jährlich zu aktualisierende Hauptseitenfelder====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Hauptseitenfeld!! Redaktionelle Zuständigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bedeutende Personen || zilu, mast/hiil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bemerkenswerte Ereignisse || kasa, pada, mast/hiil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schon gewusst? || boan, jemi, mast/hiil&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Diese Hauptseitenfelder werden viermal jährlich zeitlich versetzt aktualisiert (vgl. nachfolgende Tabelle). Es ist möglich, dass die zuständigen RedakteurInnen sie jeweils im Vorjahr für das Folgejahr von RedakteurInnen vorbereiten. Im Folgejahr müssen sie dann nur noch zeitlich versetzt editiert werden.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Versetzte Aktualisierung (x) der Felder zu Personen, Ereignissen, &amp;quot;Schon gewusst?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Feld!! Jan!! Feb!! März!! Apr!! Mai!! Jun!! Jul!! Aug!! Sep!! Okt!! Nov!! Dez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bedeutende Personen|| x|| || || x|| || || x|| || || x|| || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schon gewusst?|| || x|| || || x|| || || x|| || || x||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bemerkenswerte Ereignisse|| || || x|| || || x|| || || x|| || ||x &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Halbjährlich zu aktualisierende Hauptseitenfelder====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Hauptseitenfeld!! Redaktionelle Zuständigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Meistgelesene Artikel || mast&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Mit dieser Aktualisierung soll die periodische Erfassung der Spezialseite „[[Spezial:Beliebteste Seiten|Beliebte Seiten]]” auf der Redaktionsseite [[kofl:Periodische Erfassung „Beliebte Seiten“|Periodische Erfassung „Beliebte Seiten“]] einhergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Fortlaufend anzupassendes Hauptseitenfeld====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Hauptseitenfeld!! Redaktionelle Zuständigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zuletzt erschienene Artikel|| RedakteurIn, die den betreffenden Artikel publiziert hat&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Dieses Hauptseitenfeld wird wie bisher durch die betreffende RedakteurIn aktualisiert, wenn sie einen neuen Artikel publiziert hat.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Berufsbild_der_Kinaesthetics-TrainerIn_Stufe_1&amp;diff=6636</id>
		<title>Berufsbild der Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Berufsbild_der_Kinaesthetics-TrainerIn_Stufe_1&amp;diff=6636"/>
		<updated>2026-06-09T06:56:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Das Berufsbild der Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 der EKA */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er zitiert den Text der Publikation „Berufsbild. Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1“der European Kinaesthetics Association (EKA). In der Schweiz besteht die Möglichkeit, die eidgenössische Berufsprüfung zur SpezialistIn für angewandte Kinästhetik zu absolvieren. Für die Prüfungsvorbereitung können zusätzlich zwei Vertiefungsmodule besucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Berufsbild der Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 der EKA ==&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird die Publikation „Berufsbild. Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1“ der European Kinaesthetics Association (EKA) zitiert. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;„Tätigkeiten, Haupt- und Nebenfunktionen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 befasst sich mit der Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und der Entwicklung der Bewegungskompetenz in alltäglichen Aktivitäten. Sie unterstützt in ihrem Praxisfeld die Mitarbeitenden darin, die eigene Bewegung in den alltäglichen beruflichen Aktivitäten bewusst und differenziert wahrzunehmen sowie kompetent und gesundheitsfördernd an die jeweilige Situation anzupassen. Dadurch leistet sie einerseits einen wichtigen präventiven Beitrag zur Verringerung von arbeitsbedingten körperlichen Beschwerden und damit verbundenen Arbeitsausfällen. Sie ist andererseits in Pflege und Betreuung die SpezialistIn für die ressourcenorientierte lern- und gesundheitsfördernde Unterstützung der KlientInnen in alltäglichen Aktivitäten (z. B. beim Sitzen, beim Aufstehen, beim Essen, beim Waschen). Sie entwickelt zusammen mit den Mitarbeitenden und in den Interaktionen mit den KlientInnen individuell an deren Situation angepasste Unterstützungsangebote mit dem Ziel, dass die betroffenen Menschen ihre Bewegungsmöglichkeiten erweitern und ihre alltäglichen Aktivitäten möglichst selbstständig durchführen können.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 ist teil- oder vollzeitlich angestellt und arbeitet hauptsächlich in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens. Sie ist in ihrer Institution die kompetente AnsprechpartnerIn und LernbegleiterIn für die Umsetzung des Fachgebiets Kinästhetik.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Sie analysiert und bearbeitet zusammen mit Mitarbeitenden konkrete Praxissituationen und definiert mit allen Beteiligten das Lernpotenzial. Sie unterstützt professionell entsprechende Umsetzungsmaßnahmen. Aufgrund aktueller Themen oder komplexer Situationen führt sie mit den Mitarbeitenden Fallbearbeitungen durch, leitet Workshops, bearbeitet spezifische Fachthemen (wie z. B. Sturz, Schmerz, Aggression) mit kinästhetischen Blickwinkeln und begleitet die zugehörigen Lernprozesse. Sie arbeitet interdisziplinär mit allen Fachpersonen zusammen, z. B. mit TherapeutInnen, Pflegefachleuten, ÄrztInnen, und berät Angehörige. Dabei koordiniert, organisiert und dokumentiert sie selbstständig ihre Arbeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Das eigene Lernen gestalten&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihre eigene Bewegung sehr differenziert wahrnimmt und ihre Aufmerksamkeit während alltäglichen Aktivitäten gezielt auf ihre Bewegungswahrnehmung bzw. auf spezifische Blickwinkel richten kann. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Sie braucht diese Kompetenz,&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● um ihre persönliche Bewegungskompetenz kontinuierlich weiterzuentwickeln, ihren&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● persönlichen Handlungsspielraum bzw. die Variabilität ihrer eigenen Bewegung zu erweitern&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● und ihre Persönlichkeits- und Gesundheitsentwicklung zu fördern.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● um Alltagsaktivitäten aus der Bewegungsperspektive zu analysieren und zu verstehen.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● um in komplexen Praxissituationen die Konzentration auf die eigene Bewegung&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● aufrechtzuerhalten und die eigene Bewegung situativ an die Unterstützung anzupassen.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● um Lernprozesse mit Mitarbeitenden und KlientInnen zu gestalten.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Sie dokumentiert und evaluiert ihre eigenen Lernprozesse mit geeigneten Instrumenten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Bewegungslernprozesse mit KlientInnen gestalten&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Während den Betreuungs- und Pflegeaktivitäten richtet die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 ihre Interaktionen mit KlientInnen an deren Lern- und Entwicklungspotenzial aus und unterstützt sie in ihrer Bewegungskompetenz und Selbstwirksamkeit. Sie gestaltet mit geeigneten Instrumenten individuelle Lernumgebungen, passt sie situativ an und dokumentiert und evaluiert periodisch ihre Unterstützungsangebote. Dabei achtet sie besonders darauf, den KlientInnen die Eigenschaften und Funktionen ihrer Anatomie in alltäglichen Aktivitäten erfahrbar zu machen. Sie fördert Bewegungsmuster, die ihnen die Kontrolle ihrer Bewegung in der Schwerkraft und dadurch größere Selbstständigkeit ermöglichen. Sie nutzt und gestaltet dabei gezielt Umgebungsfaktoren (Einrichtung, Hilfsmittel etc.). Sie hat keinen therapeutischen Auftrag im Sinne der Behandlung von Funktionsstörungen oder spezifischen Krankheitsbildern. Ihr Auftrag bezieht sich darauf, das individuelle Lernpotenzial in den pflegerischen und betreuerischen alltäglichen Aktivitäten herauszukristallisieren und die daraus abgeleiteten Unterstützungsangebote an die Mitarbeitenden zu vermitteln.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Lernprozesse mit Mitarbeitenden gestalten&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 gestaltet für eine oder mehrere Mitarbeitende in unterschiedlichen Formen Lernumgebungen, damit diese ihre Bewegungswahrnehmung sensibilisieren und dadurch ihre Bewegungskompetenz erweitern können. Hierfür ermittelt sie zusammen mit Mitarbeitenden und Führungspersonen die relevanten Themen. Sie leitet mithilfe von Bewegungserfahrungen Analyseprozesse an und plant gemeinsam mit den Beteiligten die weiteren Lernschritte. Sie unterstützt die Mitarbeitenden darin, sich für konkrete Maßnahmen zu entscheiden, sie umzusetzen, zu dokumentieren und zu evaluieren. Sie fördert so die Nachhaltigkeit und Verbindlichkeit der Lernprozesse der Mitarbeitenden im beruflichen Alltag. Sie verwendet geeignete Methoden und Instrumente der Kinästhetik und passt die Lernumgebungen an den Verlauf der Lernprozesse situativ an.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 ist insbesondere zuständig für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Praxisanleitungen einer einzelnen Mitarbeitenden und von Fallbearbeitungen, Bearbeitungen von Fachthemen und Workshops mit mehreren Mitarbeitenden. Die Art und Weise ihrer Anleitungen und Aufgabenstellungen ermöglicht den Mitarbeitenden selbstverantwortliches Lernen und die Evaluation ihrer Lernfortschritte.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Analysieren von Alltagsaktivitäten mit spezifischen, erfahrungsbasierten Blickwinkeln&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 analysiert, beschreibt und erklärt alltägliche Aktivitäten mithilfe der Lernspirale der Kinästhetik bzw. von spezifischen, in der Bewegung erfahrbaren Blickwinkeln, die sie aus den sechs Konzepten der Kinästhetik ableitet. Sie beschreibt und erklärt Mitarbeitenden oder KlientInnen die spezifischen Blickwinkel so, dass diese die entsprechenden Unterschiede in ihrer eigenen Bewegung erfahren und nutzen sowie ihre Bewegungswahrnehmung individuell sensibilisieren können.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Begründen und Beurteilen von Aktivitäten und Maßnahmen mit theoretischen Grundlagen&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 beschreibt und begründet den Zusammenhang zwischen der Qualität der Bewegung in alltäglichen Aktivitäten, d. h. der individuellen Bewegungskompetenz, und der persönlichen Gesundheitsentwicklung. Insbesondere begründet und beurteilt sie Unterstützungs- bzw. Lern- und Entwicklungsangebote auf der Grundlage von zirkulären Wirkungszusammenhängen, der Feedback-Kontroll-Theorie, des Social-Trackings, des kinästhetisch-kybernetischen Verständnisses der Wahrnehmung, der von Weber und Fechner entdeckten Gesetzmässigkeiten und kinästhetischer Modelle (z. B. Hierarchie der Kompetenzen). Sie stützt ihre Begründung von Maßnahmen auf das Lern- oder Entwicklungsparadigma der Kinästhetik. Auf diesen Grundlagen berät sie alle Beteiligten bei Maßnahmen zu Themen wie z. B. Sturz, Schmerz, Dekubitus oder Spastik.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Organisation, Koordination und Definition der eigenen Arbeit&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 verschafft sich Kenntnis über die relevanten Rollen in ihrer Institution und reflektiert ihre eigene Rolle und die Erwartungen, die an sie gestellt werden. Sie organisiert ihre Arbeit selbstständig und koordiniert sie in Absprache mit allen Beteiligten inhaltlich, zeitlich und räumlich. Sie tritt inhaltlich und formal professionell auf. Sie informiert regelmäßig alle Beteiligten über ihre Angebote. Sie beschreibt die Erkenntnisse und die Konsequenzen, die sich aus den Lernprozessen aller Beteiligten ergeben, und vertritt ihnen gegenüber und gegenüber Führungspersonen Vorschläge zur Anpassung von Abläufen und Rahmenbedingungen. Sie legt Wert auf ihre berufliche und persönliche Weiterbildung und pflegt den fachspezifischen und interdisziplinären Austausch aktiv.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (2026):&#039;&#039;&#039; Berufsbild. Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1. Seeham: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marty-Teuber, Brigitte; Schellenberg Erich; Knobel, Stefan (2017):&#039;&#039;&#039; SpezialistIn für angewandte Kinästhetik. Als Beruf anerkannt. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 49–54.&amp;lt;br&amp;gt; Im Interview geben Brigitte Marty-Teuber und Erich Schellenberg Einblick in die Herausforderungen und Erfolge des langjährigen Projekts der Berufsanerkennung der SpezialistIn für angewandte Kinästhetik in der Schweiz. &amp;lt;br&amp;gt;Zum Artikel: [[Medium:Spezialistin angewandte Kinästhetik lq-2017.pdf|SpezialistIn für angewandte Kinästhetik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kinaesthetics Schweiz (2022):&#039;&#039;&#039; Berufsprüfung. SpezialistIn für angewandte Kinästhetik. Texte und Lektorat: Brigitte Marty-Teuber, Stefan Mary-Teuber. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungssystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6632</id>
		<title>„Schon gewusst?“</title>
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		<updated>2026-06-08T07:51:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Sinnesrezeptoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Ilona Himmelberger/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die KOFL-Hauptseite enthält Textfelder mit den Überschriften „Schon gewusst?“ und „Bemerkenswerte Ereignisse“. Sie beleuchten periodisch neue Themen zu diesen Stichworten. Auf dieser KOFL-Seite werden in chronologisch absteigender Reihenfolge alle Beiträge gesammelt, die unter dem Stichwort „Schon gewusst?“ veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnesrezeptoren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|100px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6631</id>
		<title>„Schon gewusst?“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6631"/>
		<updated>2026-06-08T07:51:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Sinnesrezeptoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Ilona Himmelberger/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die KOFL-Hauptseite enthält Textfelder mit den Überschriften „Schon gewusst?“ und „Bemerkenswerte Ereignisse“. Sie beleuchten periodisch neue Themen zu diesen Stichworten. Auf dieser KOFL-Seite werden in chronologisch absteigender Reihenfolge alle Beiträge gesammelt, die unter dem Stichwort „Schon gewusst?“ veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnesrezeptoren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|150px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6630</id>
		<title>„Schon gewusst?“</title>
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		<updated>2026-06-08T07:47:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Sinnesrezeptoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die KOFL-Hauptseite enthält Textfelder mit den Überschriften „Schon gewusst?“ und „Bemerkenswerte Ereignisse“. Sie beleuchten periodisch neue Themen zu diesen Stichworten. Auf dieser KOFL-Seite werden in chronologisch absteigender Reihenfolge alle Beiträge gesammelt, die unter dem Stichwort „Schon gewusst?“ veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnesrezeptoren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|300px|thumb|width=&amp;quot;50%&amp;quot;|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
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	<entry>
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		<title>„Schon gewusst?“</title>
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		<updated>2026-06-08T07:34:50Z</updated>

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[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|300px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
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== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6628</id>
		<title>„Schon gewusst?“</title>
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		<updated>2026-06-08T07:34:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Sinnesrezeptoren */&lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die KOFL-Hauptseite enthält Textfelder mit den Überschriften „Schon gewusst?“ und „Bemerkenswerte Ereignisse“. Sie beleuchten periodisch neue Themen zu diesen Stichworten. Auf dieser KOFL-Seite werden in chronologisch absteigender Reihenfolge alle Beiträge gesammelt, die unter dem Stichwort „Schon gewusst?“ veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Sinnesrezeptoren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|150px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6627</id>
		<title>„Schon gewusst?“</title>
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		<updated>2026-06-08T07:34:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Sinnesrezeptoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Ilona Himmelberger/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die KOFL-Hauptseite enthält Textfelder mit den Überschriften „Schon gewusst?“ und „Bemerkenswerte Ereignisse“. Sie beleuchten periodisch neue Themen zu diesen Stichworten. Auf dieser KOFL-Seite werden in chronologisch absteigender Reihenfolge alle Beiträge gesammelt, die unter dem Stichwort „Schon gewusst?“ veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnesrezeptoren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|300px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
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		<title>„Schon gewusst?“</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossener Fachartikel|Ilona Himmelberger/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die KOFL-Hauptseite enthält Textfelder mit den Überschriften „Schon gewusst?“ und „Bemerkenswerte Ereignisse“. Sie beleuchten periodisch neue Themen zu diesen Stichworten. Auf dieser KOFL-Seite werden in chronologisch absteigender Reihenfolge alle Beiträge gesammelt, die unter dem Stichwort „Schon gewusst?“ veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnesrezeptoren ==&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=%E2%80%9ESchon_gewusst%3F%E2%80%9C&amp;diff=6625</id>
		<title>„Schon gewusst?“</title>
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		<updated>2026-06-08T07:33:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die KOFL-Hauptseite enthält Textfelder mit den Überschriften „Schon gewusst?“ und „Bemerkenswerte Ereignisse“. Sie beleuchten periodisch neue Themen zu diesen Stichworten. Auf dieser KOFL-Seite werden in chronologisch absteigender Reihenfolge alle Beiträge gesammelt, die unter dem Stichwort „Schon gewusst?“ veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|300px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
== Sinnesrezeptoren ==&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Muskelspindeln befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die Golgi-Sehnenorgane befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. Ruffini-Rezeptoren reagieren auf Dehnung, Vater-Pacini-Körperchen reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die Merkel-Zellen, die Druck und Berührung erfassen, sowie die Meissner-Körperchen, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Norbert Wiener telefoniert ein Buch“ (Febr. 2025) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Norbert Wiener (1894–1964)|Norbert Wiener]] telefoniert ein Buch (erzählt von [[Heinz von Foerster|HvF]])&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Eines Tages ruft das Office of Naval Research am M.I.T. an und verlangt nach Norbert Wiener. Ob er sich mit mathematischer Extrapolation und stochastischen Prozessen auskenne. &#039;&#039;„‚Ja‘, sagt der Wiener, ‚auf dem Gebiet hab ich schon gearbeitet. Die Prozesse, mit denen man da zu tun hat, lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen …‘“&#039;&#039; Er beginnt zu reden, und nach fünf Minuten fragt der Mann vom Office, ob sie einen Taperecorder organisieren dürfen. Wiener ist einverstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Minuten später läutet das Telefon erneut. &#039;&#039;„‚Lieber Professor Wiener, der Taperecorder geht jetzt – klick – okay!‘ ‚Ich werde also jetzt etwas über Interpolation, Extrapolation und stationäre Zeitfolgen sagen. Ich beginne mit einem Kapitel Nr. 1 und erkläre Begriffe, um die notwendige Grundlage zu schaffen.‘ Er beginnt zu reden. Er redet und redet und redet.‘&#039;&#039; Sechs Stunden und zehn Tapes später haben die Leute vom Office gebeten, dies als Buch veröffentlichen zu dürfen. &#039;&#039;„‚Selbstverständlich, da habe ich nichts dagegen. Danke vielmals, auf Wiedersehen.‘ Klick. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist erschienen, ein Jahr später: ‚Interpolation, extrapolation of stationary time series‘. […] Es sind 200 Seiten, mit allen mathematischen Formeln, mit der ganzen modernen Theorie der stochastischen Prozesse, wie man Voraussagen interpolieren und extrapolieren kann und wie man mit stationären Zeitsequenzen operiert. Das war Norbert Wiener.“&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;(Foerster, H. v.; Glasersfeld, E. v. (2010): Wie wir uns erfinden. Carl-Auer-Systeme Verlag. S. 231 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;Foerster, Heinz von; Glasersfeld, Ernst von (2010): &#039;&#039;&#039; Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des rationalen Konstruktivismus. 4. Auflage. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag (Philosophie, Systemtheorie, Gesellschaft). ISBN 978-3-89670-580-8. S. 231 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)“ (Nov. 2024) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Der gekochte Frosch (Fabel von Gregory Bateson)]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass „wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Kinaesthetics-Online-Fachlexikon&amp;diff=6619</id>
		<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon</title>
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		<updated>2026-05-27T09:24:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 100%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 10px #FF4500;background-color:wheat;&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Willkommen in diesem Online-Lexikon zu den Fachgebieten der Kinästhetik, Kybernetik und anderer Bezugswissenschaften!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Das [[KOFL:Über Kinaesthetics-Online-Fachlexikon|Kinaesthetics-Online-Fachlexikon (KOFL)]] wird von der European Kinaesthetics Association (EKA) herausgegeben, von einem [[KOFL:Das Redaktionsteam|Redaktionsteam]] betreut und von einem fachlichen Beirat unterstützt (vgl. „[[KOFL:Impressum und Haftungsausschluss]]“).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 60%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
[[Datei:11-detail-kin-sinnessystem.jpg|300px|thumb|rechts|Diese stark vereinfachte Darstellung der Muskelspindeln gilt in der Kinästhetik gängig als Symbol für das kinästhetische Sinnessystem.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schon gewusst?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Sinnesrezeptoren&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum kinästhetischen Sinnessystem gehören unterschiedliche Rezeptoren mit unterschiedlichen Aufgaben. Die &#039;&#039;&#039;Muskelspindeln&#039;&#039;&#039; befinden sich in den Muskelfasern und registrieren Veränderung in der Länge, Dehnbarkeit und der Geschwindigkeit dieser Veränderung. Die &#039;&#039;&#039;Golgi-Sehnenorgane&#039;&#039;&#039; befinden sich an den Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und überwachen die Muskelspannung und Druck auf Gelenkbänder. In den Gelenken befinden sich Mechanorezeptoren. &#039;&#039;&#039;Ruffini-Rezeptoren&#039;&#039;&#039; reagieren auf Dehnung, &#039;&#039;&#039;Vater-Pacini-Körperchen&#039;&#039;&#039; reagieren auf schnelle Veränderung oder Vibration. Auf der Haut finden wir Rezeptoren, die zum taktilen und zum kinästhetischen Sinnessystem zählen. Diese sind die &#039;&#039;&#039;Merkel-Zellen&#039;&#039;&#039;, die Druck und Berührung erfassen, sowie die &#039;&#039;&#039;Meissner-Körperchen&#039;&#039;&#039;, die auf Vibration und leichte Berührung reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Schon gewusst“ findest du [[„Schon gewusst?“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 40%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bedeutende Personen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Suzanne Schmidt (*1943)|Suzanne Schmidt]] &amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Als Suzanne Schmidt (-Bernhard, geboren 23.11.1943) bei Lenny Maietta, John Graham und Frank Hatch Anfang der 1980er-Jahre Kurse zum Thema Bewegung mit weniger Anstrengung, „Touch well“ und „Gentle Dance“ besuchte, arbeitete sie in Zürich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Sie fand heraus, dass sie ihr vertieftes Verständnis von Bewegung in der Unterstützung von schwerstpflegeabhängigen Menschen nutzen konnte. Suzanne Schmidt war mitbeteiligt an der Entwicklung des Programms Kinästhetik in der Pflege und brachte die Sicht der Pflegefachfrau ein. Sie organisierte die ersten TrainerInnen-Ausbildungen, wirkte als Ausbilderin und half, die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinästhetik mit dem Pflegeberuf zu verknüpfen. Ihre Pflegeausbildung hatte sie u. a. bei Sr. Liliane Juchli gemacht und die Verbindung zu ihr gehalten. Dadurch kam Sr. Liliane mit der Kinästhetik in Berührung und nahm schon 1991 dieses Thema in eine Neuauflage ihres allerersten Lehrbuchs der professionellen Pflege auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Kinästhetik in der Pflege“ war Suzanne Schmid aktiv beteiligt. Dort fand eine Gruppe von Interessierten zusammen, um gemeinsam zu forschen und zu entwickeln und die Verbreitung der neuartigen Ideen zur bewussten Bewegung zu organisieren. So entwickelten sie z. B. neue Ideen zur Gewichtsverlagerung anstelle von üblichem Heben und Tragen. Dadurch wurde die körperlich schwere Arbeit der Pflegenden deutlich einfacher und die Belastung für KlientInnen geringer, was zur schnellen Verbreitung von Kinästhetik in der Pflege führte. Suzanne Schmidt schrieb zusammen mit Frank Hatch und Lenny Maietta das erste Fachbuch „Kinästhetik – Interaktion durch Berührung und Bewegung in der Krankenpflege“ (erschienen 1992). Sie hat in unzähligen Kursen und Vorträgen und in der geschickten Nutzung ihres großen Netzwerkes sehr viel für die Verbreitung und Entwicklung der Kinästhetik getan. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:orange; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meistgelesene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Hier findest du eine Rangliste der Artikel, die am meisten aufgerufen worden sind (Stand Februar 2026)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# [[Kinaesthetics-Online-Fachlexikon]]‏‎ &lt;br /&gt;
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# [[Wahrnehmung]]‏‎ &lt;br /&gt;
# [[Stabil und instabil]]‏‎‎‏‎&lt;br /&gt;
# [[1.-Person-Methode]]‏‎&lt;br /&gt;
[[Spezial:Beliebteste_Seiten|Mehr erfahren]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 90%; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 5px #FF4500;background-color:#FFFFFF; &amp;quot;colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
== „Erste Beschreibung des Fachgebiets der Kinästhetik“==&lt;br /&gt;
[[Datei:1990-Kinästhetik-Bulletin-Nr-16-Titelseite.jpg|250px|rechts]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bemerkenswerte Ereignisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Erste Beschreibung des Fachgebiets der Kinästhetik &amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Im Januar 1990, mit der „Sonderausgabe Kinästhetik 16. Bulletin“ erschien erstmalig eine schriftliche Sammlung der Ideen, Erfahrungen und der Auseinandersetzung mit der Kinästhetik, &#039;&#039;„die erste vollständige Darstellung vom Werdegang der Kinästhetik, von ihrer Theorie, den Prinzipien und Methoden (…)“&#039;&#039;, wie Dr. Lenny Maietta in ihrem Vorwort schreibt. Basierend u. a. auf den Erlebnissen des gemeinsamen Bewegens, ihrer Verschriftlichung und weiteren Aspekten zeigt das 16. Bulletin die Entwicklung des Fachgebiets in den ersten Jahren auf. Neben Hintergrund, Methoden und Anwendungen werden auch die Grundprinzipien der Kinästhetik sowie das kinästhetische Lehrmodell dargestellt. Diese durch Mitwirkung vieler engagierter Menschen getragene und gestaltete Entwicklung bildet die Grundlage für die Fachsprache der Kinästhetik. Die ständige Weiterentwicklung des Fachgebiets sowie der dazugehörigen Fachsprache sind in diesem Online-Fachlexikon zu entdecken und nachzuvollziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;⇒ Alle bisherigen Beiträge zur Rubrik „Bemerkenswerte Ereignisse“ findest du [[„Bemerkenswerte Ereignisse“|hier]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 50%; border-left:solid 10px #FF4500; border-right:solid 5px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500;background-color:#FFFFFF;&amp;quot;rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zuletzt erschienene Artikel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Berufsbild der Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Haltungs- und Transportbewegung]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Vorne und hinten: Vorderseiten und Rückseiten]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Bewegungselemente]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Curriculum und Kompetenzorientierung]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Fehler]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Pädagogisch-didaktische Grundprinzipien der Kinästhetik]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Suzanne Schmidt (*1943)]]“ (Kurzbiographie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Evaluationsprozesse in Kinaesthetics-Bildungsangeboten]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humberto R. Maturana (1928–2021)]]“ (Kurzbiografie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Humanistische Psychologie]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel „[[Norbert Wiener (1894–1964)]]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-left:solid 5px #FF4500; border-right:solid 10px #FF4500; border-bottom:solid 10px #FF4500; border-top:solid 5px #FF4500;background-color:#FFD700; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mach mit!&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Du hast viele Möglichkeiten, die Entwicklung des KOFL zu unterstützen.&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Berufsbild_der_Kinaesthetics-TrainerIn_Stufe_1&amp;diff=6618</id>
		<title>Berufsbild der Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Berufsbild_der_Kinaesthetics-TrainerIn_Stufe_1&amp;diff=6618"/>
		<updated>2026-05-27T08:28:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ilona Himmelberger: /* Das Berufsbild der Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 der EKA */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegter Artikel|N. N./Ilona Himmelberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er zitiert den Text der Publikation „Berufsbild. Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1“der European Kinaesthetics Association (EKA). In der Schweiz besteht die Möglichkeit, die eidgenössische Berufsprüfung zur SpezialistIn für angewandte Kinästhetik zu absolvieren. Für die Prüfungsvorbereitung können zusätzlich zwei Vertiefungsmodule besucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Berufsbild der Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 der EKA ==&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird die Publikation „Berufsbild. Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1“der European Kinaesthetics Association (EKA) zitiert. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;„Tätigkeiten, Haupt- und Nebenfunktionen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 befasst sich mit der Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und der Entwicklung der Bewegungskompetenz in alltäglichen Aktivitäten. Sie unterstützt in ihrem Praxisfeld die Mitarbeitenden darin, die eigene Bewegung in den alltäglichen beruflichen Aktivitäten bewusst und differenziert wahrzunehmen sowie kompetent und gesundheitsfördernd an die jeweilige Situation anzupassen. Dadurch leistet sie einerseits einen wichtigen präventiven Beitrag zur Verringerung von arbeitsbedingten körperlichen Beschwerden und damit verbundenen Arbeitsausfällen. Sie ist andererseits in Pflege und Betreuung die SpezialistIn für die ressourcenorientierte lern- und gesundheitsfördernde Unterstützung der KlientInnen in alltäglichen Aktivitäten (z. B. beim Sitzen, beim Aufstehen, beim Essen, beim Waschen). Sie entwickelt zusammen mit den Mitarbeitenden und in den Interaktionen mit den KlientInnen individuell an deren Situation angepasste Unterstützungsangebote mit dem Ziel, dass die betroffenen Menschen ihre Bewegungsmöglichkeiten erweitern und ihre alltäglichen Aktivitäten möglichst selbstständig durchführen können.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 ist teil- oder vollzeitlich angestellt und arbeitet hauptsächlich in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens. Sie ist in ihrer Institution die kompetente AnsprechpartnerIn und LernbegleiterIn für die Umsetzung des Fachgebiets Kinästhetik.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Sie analysiert und bearbeitet zusammen mit Mitarbeitenden konkrete Praxissituationen und definiert mit allen Beteiligten das Lernpotenzial. Sie unterstützt professionell entsprechende Umsetzungsmaßnahmen. Aufgrund aktueller Themen oder komplexer Situationen führt sie mit den Mitarbeitenden Fallbearbeitungen durch, leitet Workshops, bearbeitet spezifische Fachthemen (wie z. B. Sturz, Schmerz, Aggression) mit kinästhetischen Blickwinkeln und begleitet die zugehörigen Lernprozesse. Sie arbeitet interdisziplinär mit allen Fachpersonen zusammen, z. B. mit TherapeutInnen, Pflegefachleuten, ÄrztInnen, und berät Angehörige. Dabei koordiniert, organisiert und dokumentiert sie selbstständig ihre Arbeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Das eigene Lernen gestalten&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihre eigene Bewegung sehr differenziert wahrnimmt und ihre Aufmerksamkeit während alltäglichen Aktivitäten gezielt auf ihre Bewegungswahrnehmung bzw. auf spezifische Blickwinkel richten kann. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Sie braucht diese Kompetenz,&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● um ihre persönliche Bewegungskompetenz kontinuierlich weiterzuentwickeln, ihren&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● persönlichen Handlungsspielraum bzw. die Variabilität ihrer eigenen Bewegung zu erweitern&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● und ihre Persönlichkeits- und Gesundheitsentwicklung zu fördern.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● um Alltagsaktivitäten aus der Bewegungsperspektive zu analysieren und zu verstehen.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● um in komplexen Praxissituationen die Konzentration auf die eigene Bewegung&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● aufrechtzuerhalten und die eigene Bewegung situativ an die Unterstützung anzupassen.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;● um Lernprozesse mit Mitarbeitenden und KlientInnen zu gestalten.&lt;br /&gt;
:: &#039;&#039;Sie dokumentiert und evaluiert ihre eigenen Lernprozesse mit geeigneten Instrumenten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Bewegungslernprozesse mit KlientInnen gestalten&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Während den Betreuungs- und Pflegeaktivitäten richtet die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 ihre Interaktionen mit KlientInnen an deren Lern- und Entwicklungspotenzial aus und unterstützt sie in ihrer Bewegungskompetenz und Selbstwirksamkeit. Sie gestaltet mit geeigneten Instrumenten individuelle Lernumgebungen, passt sie situativ an und dokumentiert und evaluiert periodisch ihre Unterstützungsangebote. Dabei achtet sie besonders darauf, den KlientInnen die Eigenschaften und Funktionen ihrer Anatomie in alltäglichen Aktivitäten erfahrbar zu machen. Sie fördert Bewegungsmuster, die ihnen die Kontrolle ihrer Bewegung in der Schwerkraft und dadurch größere Selbstständigkeit ermöglichen. Sie nutzt und gestaltet dabei gezielt Umgebungsfaktoren (Einrichtung, Hilfsmittel etc.). Sie hat keinen therapeutischen Auftrag im Sinne der Behandlung von Funktionsstörungen oder spezifischen Krankheitsbildern. Ihr Auftrag bezieht sich darauf, das individuelle Lernpotenzial in den pflegerischen und betreuerischen alltäglichen Aktivitäten herauszukristallisieren und die daraus abgeleiteten Unterstützungsangebote an die Mitarbeitenden zu vermitteln.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Lernprozesse mit Mitarbeitenden gestalten&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 gestaltet für eine oder mehrere Mitarbeitende in unterschiedlichen Formen Lernumgebungen, damit diese ihre Bewegungswahrnehmung sensibilisieren und dadurch ihre Bewegungskompetenz erweitern können. Hierfür ermittelt sie zusammen mit Mitarbeitenden und Führungspersonen die relevanten Themen. Sie leitet mithilfe von Bewegungserfahrungen Analyseprozesse an und plant gemeinsam mit den Beteiligten die weiteren Lernschritte. Sie unterstützt die Mitarbeitenden darin, sich für konkrete Maßnahmen zu entscheiden, sie umzusetzen, zu dokumentieren und zu evaluieren. Sie fördert so die Nachhaltigkeit und Verbindlichkeit der Lernprozesse der Mitarbeitenden im beruflichen Alltag. Sie verwendet geeignete Methoden und Instrumente der Kinästhetik und passt die Lernumgebungen an den Verlauf der Lernprozesse situativ an.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 ist insbesondere zuständig für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Praxisanleitungen einer einzelnen Mitarbeitenden und von Fallbearbeitungen, Bearbeitungen von Fachthemen und Workshops mit mehreren Mitarbeitenden. Die Art und Weise ihrer Anleitungen und Aufgabenstellungen ermöglicht den Mitarbeitenden selbstverantwortliches Lernen und die Evaluation ihrer Lernfortschritte.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Analysieren von Alltagsaktivitäten mit spezifischen, erfahrungsbasierten Blickwinkeln&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 analysiert, beschreibt und erklärt alltägliche Aktivitäten mithilfe der Lernspirale der Kinästhetik bzw. von spezifischen, in der Bewegung erfahrbaren Blickwinkeln, die sie aus den sechs Konzepten der Kinästhetik ableitet. Sie beschreibt und erklärt Mitarbeitenden oder KlientInnen die spezifischen Blickwinkel so, dass diese die entsprechenden Unterschiede in ihrer eigenen Bewegung erfahren und nutzen sowie ihre Bewegungswahrnehmung individuell sensibilisieren können.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Begründen und Beurteilen von Aktivitäten und Maßnahmen mit theoretischen Grundlagen&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 beschreibt und begründet den Zusammenhang zwischen der Qualität der Bewegung in alltäglichen Aktivitäten, d. h. der individuellen Bewegungskompetenz, und der persönlichen Gesundheitsentwicklung. Insbesondere begründet und beurteilt sie Unterstützungs- bzw. Lern- und Entwicklungsangebote auf der Grundlage von zirkulären Wirkungszusammenhängen, der Feedback-Kontroll-Theorie, des Social-Trackings, des kinästhetisch-kybernetischen Verständnisses der Wahrnehmung, der von Weber und Fechner entdeckten Gesetzmässigkeiten und kinästhetischer Modelle (z. B. Hierarchie der Kompetenzen). Sie stützt ihre Begründung von Maßnahmen auf das Lern- oder Entwicklungsparadigma der Kinästhetik. Auf diesen Grundlagen berät sie alle Beteiligten bei Maßnahmen zu Themen wie z. B. Sturz, Schmerz, Dekubitus oder Spastik.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Organisation, Koordination und Definition der eigenen Arbeit&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Die Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1 verschafft sich Kenntnis über die relevanten Rollen in ihrer Institution und reflektiert ihre eigene Rolle und die Erwartungen, die an sie gestellt werden. Sie organisiert ihre Arbeit selbstständig und koordiniert sie in Absprache mit allen Beteiligten inhaltlich, zeitlich und räumlich. Sie tritt inhaltlich und formal professionell auf. Sie informiert regelmäßig alle Beteiligten über ihre Angebote. Sie beschreibt die Erkenntnisse und die Konsequenzen, die sich aus den Lernprozessen aller Beteiligten ergeben, und vertritt ihnen gegenüber und gegenüber Führungspersonen Vorschläge zur Anpassung von Abläufen und Rahmenbedingungen. Sie legt Wert auf ihre berufliche und persönliche Weiterbildung und pflegt den fachspezifischen und interdisziplinären Austausch aktiv.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (2026):&#039;&#039;&#039; Berufsbild. Kinaesthetics-TrainerIn Stufe 1. Seeham: Verlag European Kinaesthetics Association. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marty-Teuber, Brigitte; Schellenberg Erich; Knobel, Stefan (2017):&#039;&#039;&#039; SpezialistIn für angewandte Kinästhetik. Als Beruf anerkannt. In: LQ. kinaesthetics – zirkuläres denken – lebensqualität. Nr. 3. &amp;amp;nbsp;S. 49–54.&amp;lt;br&amp;gt; Im Interview geben Brigitte Marty-Teuber und Erich Schellenberg Einblick in die Herausforderungen und Erfolge des langjährigen Projekts der Berufsanerkennung der SpezialistIn für angewandte Kinästhetik in der Schweiz. &amp;lt;br&amp;gt;Zum Artikel: [[Medium:Spezialistin angewandte Kinästhetik lq-2017.pdf|SpezialistIn für angewandte Kinästhetik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kinaesthetics Schweiz (2022):&#039;&#039;&#039; Berufsprüfung. SpezialistIn für angewandte Kinästhetik. Texte und Lektorat: Brigitte Marty-Teuber, Stefan Mary-Teuber. Ohne ISBN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungssystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ilona Himmelberger</name></author>
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