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	<title>Kinaesthetics-Online-Fachlexikon - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Schwerkraft&amp;diff=5549</id>
		<title>Schwerkraft</title>
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		<updated>2025-01-30T10:55:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Caroline Rüttimann Remund: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Caroline Rüttimann Remund}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Schwerkraft. Diese ist eine Grundbedingung des Lebens und der Bewegung auf unserem Planeten, die mit dem Phänomen des Gewichts zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ beleuchtet die grundlegende Bedeutung der Bewegung für das Leben. Das Zitat ist der Text des zweiten Unterkapitels „Schwerkraft und Bewegung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die &#039;&#039;&#039;Schwerkraft&#039;&#039;&#039; hat einen maßgeblichen Einfluss auf das Leben auf unserem Planeten. Die Entwicklung des kinästhetischen Sinnessystems kann man als die evolutionäre Antwort des Lebendigen auf die Schwerkraft verstehen. Wir nehmen in uns ihre konstante Wirkung als unser Gewicht wahr. Deshalb müssen wir während unserer Aktivitäten ununterbrochen mit aktiver Muskelarbeit kontrollieren und organisieren, wie wir das Gewicht unserer Körperteile direkt oder über andere Körperteile auf den Boden oder andere Unterstützungsflächen abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Weil wir die Gewichtsabgabe unserer Körperteile auch im Sitzen oder Stehen fortlaufend aktiv steuern und neu organisieren müssen, werden in der Kinästhetik solche scheinbar bewegungslosen Positionen ebenso als Bewegungsprozesse betrachtet wie die Fortbewegung oder Positionswechsel. So beruht z. B. ein erholsamer Schlaf nicht darauf, dass wir möglichst regungslos im Bett liegen, sondern darauf, dass wir durch viele kleine (und größere) Bewegungen ständig unsere Gewichtsabgabe und damit unsere Körperspannung regulieren. Vor diesem Hintergrund ist die Kontrolle und ‚Organisation‘ des Gewichtes der eigenen Körperteile in der Schwerkraft für den Menschen eine zentrale Herausforderung des Lebens.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox &#039;&#039;&#039;„Gewicht“&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
[[Datei:Newton.jpg|mini|rechts|Ein Apfel soll Sir Isaac Newton (1642–1726), unter einem Apfelbaum sitzend, auf den Kopf gefallen sein und ihn auf die Idee gebraucht haben, dass die Schwerkraft für die ganze Himmelsmechanik bestimmend sein könnte.]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Physikalisch betrachtet geht aufgrund der Schwerkraft von jeder Masse eine Gewichtskraft aus. Auf der Erdoberfläche beträgt die Kraft, die von einer Masse von 1 kg ausgeht, 9.81 N(ewton), auf dem Mond hingegen nur ein Sechstel hiervon. Bekanntlich bekommen Astronauten in der Schwerelosigkeit ohne Gegenmaßnahmen Probleme mit ihrer [[Gesundheitsentwicklung]]. Dies geschieht darum, weil die ständige aktive Bewegung in der Schwerkraft in einer engen Wechselwirkung mit der Tätigkeit der Vitalfunktionen und dem gesamten körperlichen ‚Energiehaushalt‘ steht. Daraus wird die zentrale Bedeutung der Schwerkraft für das Leben klar ersichtlich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 42–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Caroline Rüttimann Remund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Konzept-Raster&amp;diff=5548</id>
		<title>Konzept-Raster</title>
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		<updated>2025-01-30T10:50:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Caroline Rüttimann Remund: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Caroline Rüttimann Remund}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus dem einschlägigen Zitat zum Thema „Konzept-Raster“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“. Der Artikel beschreibt die Bedeutung und Anwendung des Konzept-Rasters als Werkzeug der Analyse und Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Konzept-Raster in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Im zweiten Kapitel „Methoden und Instrumente“ im dritten Unterkapitel „Instrumente“ bildet der Text das zweite Thema mit dem Titel „Das Konzept-Raster“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Konzept-Raster A4-hoch-DE jpg.jpg|mini|rechts|Das Konzept-Raster im Hochformat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Das &#039;&#039;&#039;Konzept-Raster&#039;&#039;&#039; ist ein Instrument, das in Lern- oder Analyseprozessen zur Dokumentation eingesetzt werden kann. Es zeigt die sechs Konzepte der Kinästhetik mit ihren Unterthemen. Es setzt also die Kenntnis der Konzeptblickwinkel voraus. Es kann sehr breit verwendet werden, so z. B. um das aktuelle eigene Konzeptverständnis, die Ausgangslage in einer Praxissituation oder den Lern- und Entwicklungsverlauf in einer Fallbearbeitung zu dokumentieren. In bestimmten Verwendungen kann es Schritt für Schritt und vollständig ausgefüllt werden, so z. B. um eine Aktivität systematisch und möglichst umfassend zu untersuchen. In anderen Anwendungen empfiehlt es sich, den eigenen Entdeckungen und Erfahrungen zu folgen und diese den passenden Konzepten zuzuordnen. Manchmal wird es wenig Sinn machen, es vollständig ausfüllen zu wollen. Das Raster kann in der Mitte unterteilt werden, um eine Gegenüberstellung oder Entwicklung (z. B. vorher – nachher) in Lern- und Analyseprozessen darzustellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schmidiger, Monika (2014):&#039;&#039;&#039; „Geht nicht&amp;quot; geht nicht, Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1. S. 26–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Márton, Klára; Szocs, Judith (2010):&#039;&#039;&#039; Lebensschule für alle beteiligten - Stiftung Lebensqualität hilft konkret in Rumänien, Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2010, Nr. 2. S. 11-13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentationswerkzeuge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Caroline Rüttimann Remund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Unterschied&amp;diff=5547</id>
		<title>Unterschied</title>
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		<updated>2025-01-30T10:48:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Caroline Rüttimann Remund: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N. /Caroline Rüttimann Remund}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus dem einschlägigen Zitaten zum Thema „Unterschied“ aus den Büchern „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ und „Kybernetik und Kinästhetik“. Sie thematisieren die Bedeutung des Unterschieds für Wahrnehmung und Lernen gemäß der Definition von [[Lerntheorie nach Gregory Bateson (1904-1980)|Gregory Bateson]], dass Informationen aus Unterschieden bestehen, die für das einzelne Individuum einen Unterschied ausmachen. Hervorgehoben wird ebenso die Bedeutung für die Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und -regulation durch die persönliche, konkrete Erfahrung im Rahmen der Kinästhetik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschied in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das fünfte Kapitel „Lernen: Allgemeine Blickpunkte“ eingebettet. Die vorausgehenden Unterkapitel thematisieren die „Bedeutung des Begriffs Lernen im Alltag“, das „Fehlen einer umfassenden wissenschaftlichen Theorie des Lernens“, „Lernen, Erfahrung und Denken“ und die „Grundfunktionen des Lernens“. Das Zitat ist der Text des fünften Unterkapitels „Unterschiede führen zu bedeutsamen Unterscheidungen“.&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Bedeutung des Unterschieds in der Kinästhetik===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;5.5. Unterschiede führen zu bedeutsamen Unterscheidungen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Aus dem kybernetischen Blickwinkel der Kinästhetik spielen &#039;&#039;&#039;Unterschiede&#039;&#039;&#039; beim [[Wahrnehmung|Wahrnehmen]], Erkennen und Lernen eine zentrale Rolle.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Gregory Bateson (1904–1980), ein weiterer Pionier der Kybernetik, präzisierte diese Tatsache mit der Formulierung: ‚Informationen bestehen aus Unterschieden, die einen Unterschied machen‘ (Bateson 2014, S. 123&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. &lt;br /&gt;
1. Auflage: 1987. Erstausgabe: 1982. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (ISBN 978-3-518-57603-8).&lt;br /&gt;
Originalausgabe: vgl. Bateson, Gregory (1979)&amp;lt;/ref&amp;gt;). Das heißt, der Unterschied muss vom einzelnen Lebewesen als solcher [[Wahrnehmung|wahrgenommen werden (können)]], um zu einer Information zu werden, die es in einem Lernprozess verwenden kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Was bedeutet diese Definition einer Information? Es leuchtet ein, dass Delphine mittels Echo-Ortung Unterschiede wahrnehmen, die für uns keine Unterschiede ausmachen können, oder dass Raubvögel mit ihren Augen aus großen Entfernungen Unterschiede wahrnehmen können, die für uns zu klein sind. Ihre Lernprozesse und ihre innere ‚Konstruktion‘ der Welt müssen ganz anders gestaltet sein als unsere.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das folgende Beispiel soll die Bedeutung der Definition für das Verständnis unserer [[Wahrnehmung]] und unserer Lernprozesse beleuchten: Der Dirigent eines Symphonie-Orchesters hört Unterschiede, die wir als Laien nicht hören. Gewiss können wir lernen, solche Unterschiede wahrzunehmen, indem wir unser Gehör sensibilisieren. Bei einem solchen Lernprozess ist aber wiederum von entscheidender Bedeutung, ob wir mit unseren individuellen Voraussetzungen die entsprechenden Unterschiede als solche wahrnehmen können, ob sie für uns einen Unterschied ausmachen. Es wird uns dabei zu Beginn nicht möglich sein, allzu feine Unterschiede, die für den erfahrenen Dirigenten deutlich wahrnehmbar sind, festzustellen, und wir werden nicht auf Anhieb fähig sein, 30 verschiedene Instrumente ‚einzeln‘ zu hören.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus kybernetischer Sicht wird dieser Sachverhalt treffender so beschrieben: Wir können nicht auf Anhieb Unterschiede zwischen 30 Instrumenten in uns produzieren. Denn aus dieser Perspektive ist die Wahrnehmung ein aktiver [[Feedback-Control-Theorie|Feedback-Prozess]] eines Individuums und nicht ein passives, ‚mechanisches‘ Empfangen (z. B. von Schallwellen).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bei der Steuerung unseres Verhaltens produzieren wir fortlaufend durch unsere eigene Bewegung Unterschiede, nehmen sie wahr und vergleichen konstant die Ist-Werte und die Soll-Werte. Dieser Regelkreis ermöglicht die notwendigen, ständigen Anpassungsleistungen der Selbststeuerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie das Gehör können wir auch unsere Bewegungswahrnehmung sensibilisieren und lernen, auf immer feinere und vielfältigere Unterschiede in der Steuerung unserer Bewegung zu achten. Als Werkzeug zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung dient in der Kinästhetik das Konzeptsystem. Es ist ein differenziertes System von Unterscheidungen, die für jeden Menschen individuell erfahrbar sind. Bei den [[Bewegungselemente|Bewegungselementen]] ‚Raum‘ und ‚Zeit‘ geht es z. B. um groß – klein, viel – wenig, schnell – langsam, in der Funktionalen Anatomie um hart – weich, veränderlich – robust usw. Sie dienen als Fokus für das Lernen in Bewegungserfahrungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Unterschiede bzw. Unterscheidungen spielen in der Kinästhetik grundsätzlich eine zentrale Rolle. So sind z. B. die Unterschiede zwischen der eigenen Bewegung und derjenigen einer PartnerIn in den [[Partnererfahrung|Partnererfahrungen]] eine treibende Kraft des Lernens. In den gemeinsamen Reflexionen sind es die Unterschiede zwischen den einzelnen Beschreibungen der Erfahrungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Lernsequenzen im Fachgebiet Kinästhetik sind oft so angelegt, dass am Ende die aktuell erreichte Situation mit der Ausgangslage verglichen werden kann, z. B. durch die Vergleichsaktivitäten A1 – A2 im [[Lernzyklus]]. Durch solche Unterschiedserfahrungen wird der Lern- und Kompetenzzuwachs in der Reflexion fassbar, was ein bewusstes und differenziertes Lernen fördert. Mit Ihren Notizen treffen Sie dabei Entscheidungen über Unterschiede und Unterscheidungen, die für Sie persönlich Bedeutung haben.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gregory Batesons Fabel des gekochten Frosches ===&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Der gekochte Frosch&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass ‚wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.‘ (Bateson 2014&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ebd., S. 122.) Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56–57.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschied in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Das Zitat ist eingebettet in das zweite Unterkapitel „Selbstregulation und persönliches Lernen“. Vorausgehend wird die Frage „Wie reguliere ich mich“ thematisiert. Das Zitat ist der Text der nachfolgenden Themen „Der Unterschied“ und „Lernen durch die Erfahrung von Unterschieden“.&lt;br /&gt;
: „&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Unterschied&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Wenn Sie die einleitende Bewegungsanleitung ausgeführt haben, konnten Sie feststellen, dass Sie in erster Linie dazu aufgefordert wurden, auf für Sie erfahrbare &#039;&#039;&#039;Unterschiede&#039;&#039;&#039; zu achten. Die Absicht dabei war selbstverständlich, dass Sie dadurch etwas lernen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Nun lässt sich in jedem größeren Universallexikon nachschlagen, dass aus wissenschaftlicher Perspektive eine umfassende Theorie des Lernens nach wie vor fehlt (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 52f.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Hinter der zentralen Rolle, die Unterschiede in der Kinästhetik spielen, stehen gewichtige Beiträge der Kybernetik zum Thema Lernen, die nur zögerlich eine Umsetzung im pädagogischen Alltag unseres Kulturkreises finden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ein Kybernetiker, der sich brennend für das Thema Lernen interessierte, war Gregory Bateson. Auch wenn er selbst nach vielen Jahren sein früheres Modell einer umfassenden Lerntheorie verwarf, enthalten dieses und sein Lebenswerk – auch nach seiner eigenen Meinung – außerordentlich stimmige Argumentationen und Gedanken über das Lernen von Lebewesen. (Bateson 2017, S. 362–399&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2017):&#039;&#039;&#039; Ökologie des Geistes. Anthropologische, psychologische, biologische und epistemologische Perspektiven. Übersetzt von Hans Günter Holl. 12. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp. ISBN 978-3-518-28171-0. &lt;br /&gt;
1. Auflage: 1985. Erstausgabe: 1981. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (ISBN 978-3-518-07539-5).&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1995): Steps to an Ecology of Mind, Collected Essays in Anthropology, Psychiatry, Evolution and Epistemology. Copyright © 1972 by Chandler Publishing Company.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Er prägte bezüglich der Funktionsweise jeglicher [[Wahrnehmung|Wahrnehmungssysteme]] (und als simple Definition einer Information bzw. von 1 bit) die Formulierung: ‚Information consists of differences that make a difference.‘ (Bateson 1979, S. 99&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (1979):&#039;&#039;&#039; Mind And Nature. A Necessary Unity. New York: E. P. Dutton. ISBN 0-525-15590-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;; ‚Informationen bestehen aus Unterschieden, die einen Unterschied machen‘, Bateson 2014, S. 123&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014): &#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;) &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;So zeigte er, dass es grundsätzlich beim Lernen oder bei Verhaltensänderungen immer um Unterschiede geht, die für das einzelne Individuum oder ein bestimmtes System überhaupt einen Unterschied ausmachen. Natürlich ist die Grundlage dafür der Bau und das Spektrum eines [[Wahrnehmung|Wahrnehmungssystems]], so dass Unterschiede, die sich außerhalb des Spektrums befinden, zu kleine oder zu langsame Unterschiede nicht wahrgenommen werden können. Grundsätzlich gilt aber: Was für jemanden einen erfahr- und wahrnehmbaren, verhaltensrelevanten Unterschied darstellt, kann für jemand anderen – oder mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit für ein Tier oder eine Pflanze – keinen Unterschied ausmachen; dies hängt letztlich ganz und gar vom einzelnen Individuum ab. (vgl. Bateson 2014,  S. 118 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Lernen durch die Erfahrung von Unterschieden&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Genau vor diesem kybernetischen Hintergrund ist die Kinästhetik aus pädagogischer Sicht in höchstem Maße individualisierend und baut auf eigenverantwortlichem Lernen auf. Die Kinästhetik beginnt immer bei den Unterschieden, die Sie mit Ihren individuellen Voraussetzungen und mit Ihrer persönlichen Bewegungsgeschichte feststellen können. Sie liefert Ihnen keine Theorie, wie Sie sich richtig bewegen sollen, sondern ein außerordentlich differenziertes System von Blickwinkeln, mit denen Sie lernen können, auf Ihre eigene Bewegung zu achten und sie bewusst zu regulieren. (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 56–57 und Infobox S. 61&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dabei wird davon ausgegangen, dass Sie wohl am meisten über Ihr ‚richtiges‘ Sitzen lernen, wenn Sie versuchen, im konkreten Tun auf Unterschiede und Qualitäten zu achten, die Ihnen persönlich erfahrbar sind, und dabei lernen, sich auf dieser Grundlage an den gegebenen Moment anzupassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Darum kann die Kinästhetik mit den Worten des Neurobiologen F. J. Varela als eine [[1.-Person-Methode]] bezeichnet werden (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 9 f. und Infobox S. 62 f.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 60–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wahrnehmung]]&lt;br /&gt;
* [[Weber und Fechner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Caroline Rüttimann Remund</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Schwerkraft&amp;diff=5544</id>
		<title>Schwerkraft</title>
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		<updated>2025-01-30T10:17:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Caroline Rüttimann Remund: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Stefan Marty-Teuber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Zusammenfassung: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus einschlägigen Zitaten zum Thema Schwerkraft. Diese ist eine Grundbedingung des Lebens und der Bewegung auf unserem Planeten, die mit dem Phänomen des Gewichts zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerkraft in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das vierte Kapitel „Theoretische Grundlagen des Fachgebiets Kinästhetik“ eingebettet. Das vorausgehende Unterkapitel „Leben bedeutet Bewegung“ beleuchtet die grundlegende Bedeutung der Bewegung für das Leben. Das Zitat ist der Text des zweiten Unterkapitels „Schwerkraft und Bewegung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Die &#039;&#039;&#039;Schwerkraft&#039;&#039;&#039; hat einen maßgeblichen Einfluss auf das Leben auf unserem Planeten. Die Entwicklung des kinästhetischen Sinnessystems kann man als die evolutionäre Antwort des Lebendigen auf die Schwerkraft verstehen. Wir nehmen in uns ihre konstante Wirkung als unser Gewicht wahr. Deshalb müssen wir während unserer Aktivitäten ununterbrochen mit aktiver Muskelarbeit kontrollieren und organisieren, wie wir das Gewicht unserer Körperteile direkt oder über andere Körperteile auf den Boden oder andere Unterstützungsflächen abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Weil wir die Gewichtsabgabe unserer Körperteile auch im Sitzen oder Stehen fortlaufend aktiv steuern und neu organisieren müssen, werden in der Kinästhetik solche scheinbar bewegungslosen Positionen ebenso als Bewegungsprozesse betrachtet wie die Fortbewegung oder Positionswechsel. So beruht z. B. ein erholsamer Schlaf nicht darauf, dass wir möglichst regungslos im Bett liegen, sondern darauf, dass wir durch viele kleine (und größere) Bewegungen ständig unsere Gewichtsabgabe und damit unsere Körperspannung regulieren. Vor diesem Hintergrund ist die Kontrolle und ‚Organisation‘ des Gewichtes der eigenen Körperteile in der Schwerkraft für den Menschen eine zentrale Herausforderung des Lebens.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text der zugehörigen Infobox &#039;&#039;&#039;„Gewicht“&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
[[Datei:Newton.jpg|mini|rechts|Ein Apfel soll Sir Isaac Newton (1642–1726), unter einem Apfelbaum sitzend, auf den Kopf gefallen sein und ihn auf die Idee gebraucht haben, dass die Schwerkraft für die ganze Himmelsmechanik bestimmend sein könnte.]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Physikalisch betrachtet geht aufgrund der Schwerkraft von jeder Masse eine Gewichtskraft aus. Auf der Erdoberfläche beträgt die Kraft, die von einer Masse von 1 kg ausgeht, 9.81 N(ewton), auf dem Mond hingegen nur ein Sechstel hiervon. Bekanntlich bekommen Astronauten in der Schwerelosigkeit ohne Gegenmaßnahmen Probleme mit ihrer [[Gesundheitsentwicklung]]. Dies geschieht darum, weil die ständige aktive Bewegung in der Schwerkraft in einer engen Wechselwirkung mit der Tätigkeit der Vitalfunktionen und dem gesamten körperlichen ‚Energiehaushalt‘ steht. Daraus wird die zentrale Bedeutung der Schwerkraft für das Leben klar ersichtlich.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 42–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Caroline Rüttimann Remund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Konzept-Raster&amp;diff=5534</id>
		<title>Konzept-Raster</title>
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		<updated>2025-01-30T10:13:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Caroline Rüttimann Remund: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N./Joachim Reif}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus dem einschlägigen Zitat zum Thema „Konzept-Raster“ aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“. Der Artikel beschreibt die Bedeutung und Anwendung des Konzept-Rasters als Werkzeug der Analyse und Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Konzept-Raster in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Im zweiten Kapitel „Methoden und Instrumente“ im dritten Unterkapitel „Instrumente“ bildet der Text das zweite Thema mit dem Titel „Das Konzept-Raster“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Konzept-Raster A4-hoch-DE jpg.jpg|mini|rechts|Das Konzept-Raster im Hochformat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Das &#039;&#039;&#039;Konzept-Raster&#039;&#039;&#039; ist ein Instrument, das in Lern- oder Analyseprozessen zur Dokumentation eingesetzt werden kann. Es zeigt die sechs Konzepte der Kinästhetik mit ihren Unterthemen. Es setzt also die Kenntnis der Konzeptblickwinkel voraus. Es kann sehr breit verwendet werden, so z. B. um das aktuelle eigene Konzeptverständnis, die Ausgangslage in einer Praxissituation oder den Lern- und Entwicklungsverlauf in einer Fallbearbeitung zu dokumentieren. In bestimmten Verwendungen kann es Schritt für Schritt und vollständig ausgefüllt werden, so z. B. um eine Aktivität systematisch und möglichst umfassend zu untersuchen. In anderen Anwendungen empfiehlt es sich, den eigenen Entdeckungen und Erfahrungen zu folgen und diese den passenden Konzepten zuzuordnen. Manchmal wird es wenig Sinn machen, es vollständig ausfüllen zu wollen. Das Raster kann in der Mitte unterteilt werden, um eine Gegenüberstellung oder Entwicklung (z. B. vorher – nachher) in Lern- und Analyseprozessen darzustellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfahrungsberichte ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schmidiger, Monika (2014):&#039;&#039;&#039; „Geht nicht&amp;quot; geht nicht, Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2014, Nr. 1. S. 26–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Márton, Klára; Szocs, Judith (2010):&#039;&#039;&#039; Lebensschule für alle beteiligten - Stiftung Lebensqualität hilft konkret in Rumänien, Der Lernprozess eines nicht therapierbaren Menschen In: lebensqualität. Die Zeitschrift für Kinaesthetics. 2010, Nr. 2. S. 11-13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentationswerkzeuge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Caroline Rüttimann Remund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Unterschied&amp;diff=5529</id>
		<title>Unterschied</title>
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		<updated>2025-01-30T10:08:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Caroline Rüttimann Remund: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N. /Joachim Reif}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus dem einschlägigen Zitaten zum Thema „Unterschied“ aus den Büchern „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ und „Kybernetik und Kinästhetik“. Sie thematisieren die Bedeutung des Unterschieds für Wahrnehmung und Lernen gemäß der Definition von [[Lerntheorie nach Gregory Bateson (1904-1980)|Gregory Bateson]], dass Informationen aus Unterschieden bestehen, die für das einzelne Individuum einen Unterschied ausmachen. Hervorgehoben wird ebenso die Bedeutung für die Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und -regulation durch die persönliche, konkrete Erfahrung im Rahmen der Kinästhetik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschied in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das fünfte Kapitel „Lernen: Allgemeine Blickpunkte“ eingebettet. Die vorausgehenden Unterkapitel thematisieren die „Bedeutung des Begriffs Lernen im Alltag“, das „Fehlen einer umfassenden wissenschaftlichen Theorie des Lernens“, „Lernen, Erfahrung und Denken“ und die „Grundfunktionen des Lernens“. Das Zitat ist der Text des fünften Unterkapitels „Unterschiede führen zu bedeutsamen Unterscheidungen“.&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Bedeutung des Unterschieds in der Kinästhetik===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;5.5. Unterschiede führen zu bedeutsamen Unterscheidungen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Aus dem kybernetischen Blickwinkel der Kinästhetik spielen &#039;&#039;&#039;Unterschiede&#039;&#039;&#039; beim [[Wahrnehmung|Wahrnehmen]], Erkennen und Lernen eine zentrale Rolle.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Gregory Bateson (1904–1980), ein weiterer Pionier der Kybernetik, präzisierte diese Tatsache mit der Formulierung: ‚Informationen bestehen aus Unterschieden, die einen Unterschied machen‘ (Bateson 2014, S. 123&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. &lt;br /&gt;
1. Auflage: 1987. Erstausgabe: 1982. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (ISBN 978-3-518-57603-8).&lt;br /&gt;
Originalausgabe: vgl. Bateson, Gregory (1979)&amp;lt;/ref&amp;gt;). Das heißt, der Unterschied muss vom einzelnen Lebewesen als solcher [[Wahrnehmung|wahrgenommen werden (können)]], um zu einer Information zu werden, die es in einem Lernprozess verwenden kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Was bedeutet diese Definition einer Information? Es leuchtet ein, dass Delphine mittels Echo-Ortung Unterschiede wahrnehmen, die für uns keine Unterschiede ausmachen können, oder dass Raubvögel mit ihren Augen aus großen Entfernungen Unterschiede wahrnehmen können, die für uns zu klein sind. Ihre Lernprozesse und ihre innere ‚Konstruktion‘ der Welt müssen ganz anders gestaltet sein als unsere.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das folgende Beispiel soll die Bedeutung der Definition für das Verständnis unserer [[Wahrnehmung]] und unserer Lernprozesse beleuchten: Der Dirigent eines Symphonie-Orchesters hört Unterschiede, die wir als Laien nicht hören. Gewiss können wir lernen, solche Unterschiede wahrzunehmen, indem wir unser Gehör sensibilisieren. Bei einem solchen Lernprozess ist aber wiederum von entscheidender Bedeutung, ob wir mit unseren individuellen Voraussetzungen die entsprechenden Unterschiede als solche wahrnehmen können, ob sie für uns einen Unterschied ausmachen. Es wird uns dabei zu Beginn nicht möglich sein, allzu feine Unterschiede, die für den erfahrenen Dirigenten deutlich wahrnehmbar sind, festzustellen, und wir werden nicht auf Anhieb fähig sein, 30 verschiedene Instrumente ‚einzeln‘ zu hören.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus kybernetischer Sicht wird dieser Sachverhalt treffender so beschrieben: Wir können nicht auf Anhieb Unterschiede zwischen 30 Instrumenten in uns produzieren. Denn aus dieser Perspektive ist die Wahrnehmung ein aktiver [[Feedback-Control-Theorie|Feedback-Prozess]] eines Individuums und nicht ein passives, ‚mechanisches‘ Empfangen (z. B. von Schallwellen).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bei der Steuerung unseres Verhaltens produzieren wir fortlaufend durch unsere eigene Bewegung Unterschiede, nehmen sie wahr und vergleichen konstant die Ist-Werte und die Soll-Werte. Dieser Regelkreis ermöglicht die notwendigen, ständigen Anpassungsleistungen der Selbststeuerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie das Gehör können wir auch unsere Bewegungswahrnehmung sensibilisieren und lernen, auf immer feinere und vielfältigere Unterschiede in der Steuerung unserer Bewegung zu achten. Als Werkzeug zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung dient in der Kinästhetik das Konzeptsystem. Es ist ein differenziertes System von Unterscheidungen, die für jeden Menschen individuell erfahrbar sind. Bei den [[Bewegungselemente|Bewegungselementen]] ‚Raum‘ und ‚Zeit‘ geht es z. B. um groß – klein, viel – wenig, schnell – langsam, in der Funktionalen Anatomie um hart – weich, veränderlich – robust usw. Sie dienen als Fokus für das Lernen in Bewegungserfahrungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Unterschiede bzw. Unterscheidungen spielen in der Kinästhetik grundsätzlich eine zentrale Rolle. So sind z. B. die Unterschiede zwischen der eigenen Bewegung und derjenigen einer PartnerIn in den [[Partnererfahrung|Partnererfahrungen]] eine treibende Kraft des Lernens. In den gemeinsamen Reflexionen sind es die Unterschiede zwischen den einzelnen Beschreibungen der Erfahrungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Lernsequenzen im Fachgebiet Kinästhetik sind oft so angelegt, dass am Ende die aktuell erreichte Situation mit der Ausgangslage verglichen werden kann, z. B. durch die Vergleichsaktivitäten A1 – A2 im [[Lernzyklus]]. Durch solche Unterschiedserfahrungen wird der Lern- und Kompetenzzuwachs in der Reflexion fassbar, was ein bewusstes und differenziertes Lernen fördert. Mit Ihren Notizen treffen Sie dabei Entscheidungen über Unterschiede und Unterscheidungen, die für Sie persönlich Bedeutung haben.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gregory Batesons Fabel des gekochten Frosches ===&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Der gekochte Frosch&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass ‚wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.‘ (Bateson 2014&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ebd., S. 122.) Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56–57.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschied in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Das Zitat ist eingebettet in das zweite Unterkapitel „Selbstregulation und persönliches Lernen“. Vorausgehend wird die Frage „Wie reguliere ich mich“ thematisiert. Das Zitat ist der Text der nachfolgenden Themen „Der Unterschied“ und „Lernen durch die Erfahrung von Unterschieden“.&lt;br /&gt;
: „&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Unterschied&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Wenn Sie die einleitende Bewegungsanleitung ausgeführt haben, konnten Sie feststellen, dass Sie in erster Linie dazu aufgefordert wurden, auf für Sie erfahrbare &#039;&#039;&#039;Unterschiede&#039;&#039;&#039; zu achten. Die Absicht dabei war selbstverständlich, dass Sie dadurch etwas lernen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Nun lässt sich in jedem größeren Universallexikon nachschlagen, dass aus wissenschaftlicher Perspektive eine umfassende Theorie des Lernens nach wie vor fehlt (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 52f.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Hinter der zentralen Rolle, die Unterschiede in der Kinästhetik spielen, stehen gewichtige Beiträge der Kybernetik zum Thema Lernen, die nur zögerlich eine Umsetzung im pädagogischen Alltag unseres Kulturkreises finden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ein Kybernetiker, der sich brennend für das Thema Lernen interessierte, war Gregory Bateson. Auch wenn er selbst nach vielen Jahren sein früheres Modell einer umfassenden Lerntheorie verwarf, enthalten dieses und sein Lebenswerk – auch nach seiner eigenen Meinung – außerordentlich stimmige Argumentationen und Gedanken über das Lernen von Lebewesen. (Bateson 2017, S. 362–399&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2017):&#039;&#039;&#039; Ökologie des Geistes. Anthropologische, psychologische, biologische und epistemologische Perspektiven. Übersetzt von Hans Günter Holl. 12. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp. ISBN 978-3-518-28171-0. &lt;br /&gt;
1. Auflage: 1985. Erstausgabe: 1981. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (ISBN 978-3-518-07539-5).&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1995): Steps to an Ecology of Mind, Collected Essays in Anthropology, Psychiatry, Evolution and Epistemology. Copyright © 1972 by Chandler Publishing Company.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Er prägte bezüglich der Funktionsweise jeglicher [[Wahrnehmung|Wahrnehmungssysteme]] (und als simple Definition einer Information bzw. von 1 bit) die Formulierung: ‚Information consists of differences that make a difference.‘ (Bateson 1979, S. 99&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (1979):&#039;&#039;&#039; Mind And Nature. A Necessary Unity. New York: E. P. Dutton. ISBN 0-525-15590-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;; ‚Informationen bestehen aus Unterschieden, die einen Unterschied machen‘, Bateson 2014, S. 123&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014): &#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;) &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;So zeigte er, dass es grundsätzlich beim Lernen oder bei Verhaltensänderungen immer um Unterschiede geht, die für das einzelne Individuum oder ein bestimmtes System überhaupt einen Unterschied ausmachen. Natürlich ist die Grundlage dafür der Bau und das Spektrum eines [[Wahrnehmung|Wahrnehmungssystems]], so dass Unterschiede, die sich außerhalb des Spektrums befinden, zu kleine oder zu langsame Unterschiede nicht wahrgenommen werden können. Grundsätzlich gilt aber: Was für jemanden einen erfahr- und wahrnehmbaren, verhaltensrelevanten Unterschied darstellt, kann für jemand anderen – oder mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit für ein Tier oder eine Pflanze – keinen Unterschied ausmachen; dies hängt letztlich ganz und gar vom einzelnen Individuum ab. (vgl. Bateson 2014,  S. 118 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Lernen durch die Erfahrung von Unterschieden&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Genau vor diesem kybernetischen Hintergrund ist die Kinästhetik aus pädagogischer Sicht in höchstem Maße individualisierend und baut auf eigenverantwortlichem Lernen auf. Die Kinästhetik beginnt immer bei den Unterschieden, die Sie mit Ihren individuellen Voraussetzungen und mit Ihrer persönlichen Bewegungsgeschichte feststellen können. Sie liefert Ihnen keine Theorie, wie Sie sich richtig bewegen sollen, sondern ein außerordentlich differenziertes System von Blickwinkeln, mit denen Sie lernen können, auf Ihre eigene Bewegung zu achten und sie bewusst zu regulieren. (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 56–57 und Infobox S. 61&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dabei wird davon ausgegangen, dass Sie wohl am meisten über Ihr ‚richtiges‘ Sitzen lernen, wenn Sie versuchen, im konkreten Tun auf Unterschiede und Qualitäten zu achten, die Ihnen persönlich erfahrbar sind, und dabei lernen, sich auf dieser Grundlage an den gegebenen Moment anzupassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Darum kann die Kinästhetik mit den Worten des Neurobiologen F. J. Varela als eine [[1.-Person-Methode]] bezeichnet werden (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 9 f. und Infobox S. 62 f.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 60–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wahrnehmung]]&lt;br /&gt;
* [[Weber und Fechner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Caroline Rüttimann Remund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Unterschied&amp;diff=5525</id>
		<title>Unterschied</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=Unterschied&amp;diff=5525"/>
		<updated>2025-01-30T10:02:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Caroline Rüttimann Remund: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|mit Fachliteratur angelegt|N. N. /Joachim Reif}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist mit Fachliteratur angelegt. Er besteht aus dem einschlägigen Zitaten zum Thema „Unterschied“ aus den Büchern „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ und „Kybernetik und Kinästhetik“. Sie thematisieren die Bedeutung des Unterschieds für Wahrnehmung und Lernen gemäß der Definition von [[Lerntheorie nach Gregory Bateson (1904-1980)|Gregory Bateson]], dass Informationen aus Unterschieden bestehen, die für das einzelne Individuum einen Unterschied ausmachen. Hervorgehoben wird ebenso die Bedeutung für die Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung und -regulation durch die persönliche, konkrete Erfahrung im Rahmen der Kinästhetik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschied in „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kinaesthetics – Lernen und Bewegungskompetenz“, das als Arbeitsunterlage in Kinaesthetics-Aufbaukursen verwendet wird. Das Zitat ist in das fünfte Kapitel „Lernen: Allgemeine Blickpunkte“ eingebettet. Die vorausgehenden Unterkapitel thematisieren die „Bedeutung des Begriffs Lernen im Alltag“, das „Fehlen einer umfassenden wissenschaftlichen Theorie des Lernens“, „Lernen, Erfahrung und Denken“ und die „Grundfunktionen des Lernens“. Das Zitat ist der Text des fünften Unterkapitels „Unterschiede führen zu bedeutsamen Unterscheidungen“.&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Bedeutung des Unterschieds in der Kinästhetik===&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„&amp;lt;big&amp;gt;5.5. Unterschiede führen zu bedeutsamen Unterscheidungen&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Aus dem kybernetischen Blickwinkel der Kinästhetik spielen &#039;&#039;&#039;Unterschiede&#039;&#039;&#039; beim [[Wahrnehmung|Wahrnehmen]], Erkennen und Lernen eine zentrale Rolle.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Gregory Bateson (1904–1980), ein weiterer Pionier der Kybernetik, präzisierte diese Tatsache mit der Formulierung: ‚Informationen bestehen aus Unterschieden, die einen Unterschied machen‘ (Bateson 2014, S. 123&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014):&#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3. &lt;br /&gt;
1. Auflage: 1987. Erstausgabe: 1982. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (ISBN 978-3-518-57603-8).&lt;br /&gt;
Originalausgabe: vgl. Bateson, Gregory (1979)&amp;lt;/ref&amp;gt;). Das heißt, der Unterschied muss vom einzelnen Lebewesen als solcher [[Wahrnehmung|wahrgenommen werden (können)]], um zu einer Information zu werden, die es in einem Lernprozess verwenden kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Was bedeutet diese Definition einer Information? Es leuchtet ein, dass Delphine mittels Echo-Ortung Unterschiede wahrnehmen, die für uns keine Unterschiede ausmachen können, oder dass Raubvögel mit ihren Augen aus großen Entfernungen Unterschiede wahrnehmen können, die für uns zu klein sind. Ihre Lernprozesse und ihre innere ‚Konstruktion‘ der Welt müssen ganz anders gestaltet sein als unsere.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Das folgende Beispiel soll die Bedeutung der Definition für das Verständnis unserer [[Wahrnehmung]] und unserer Lernprozesse beleuchten: Der Dirigent eines Symphonie-Orchesters hört Unterschiede, die wir als Laien nicht hören. Gewiss können wir lernen, solche Unterschiede wahrzunehmen, indem wir unser Gehör sensibilisieren. Bei einem solchen Lernprozess ist aber wiederum von entscheidender Bedeutung, ob wir mit unseren individuellen Voraussetzungen die entsprechenden Unterschiede als solche wahrnehmen können, ob sie für uns einen Unterschied ausmachen. Es wird uns dabei zu Beginn nicht möglich sein, allzu feine Unterschiede, die für den erfahrenen Dirigenten deutlich wahrnehmbar sind, festzustellen, und wir werden nicht auf Anhieb fähig sein, 30 verschiedene Instrumente ‚einzeln‘ zu hören.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Aus kybernetischer Sicht wird dieser Sachverhalt treffender so beschrieben: Wir können nicht auf Anhieb Unterschiede zwischen 30 Instrumenten in uns produzieren. Denn aus dieser Perspektive ist die Wahrnehmung ein aktiver [[Feedback-Control-Theorie|Feedback-Prozess]] eines Individuums und nicht ein passives, ‚mechanisches‘ Empfangen (z. B. von Schallwellen).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Bei der Steuerung unseres Verhaltens produzieren wir fortlaufend durch unsere eigene Bewegung Unterschiede, nehmen sie wahr und vergleichen konstant die Ist-Werte und die Soll-Werte. Dieser Regelkreis ermöglicht die notwendigen, ständigen Anpassungsleistungen der Selbststeuerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Wie das Gehör können wir auch unsere Bewegungswahrnehmung sensibilisieren und lernen, auf immer feinere und vielfältigere Unterschiede in der Steuerung unserer Bewegung zu achten. Als Werkzeug zur Sensibilisierung der Bewegungswahrnehmung dient in Kinaesthetics das Konzeptsystem. Es ist ein differenziertes System von Unterscheidungen, die für jeden Menschen individuell erfahrbar sind. Bei den [[Bewegungselemente|Bewegungselementen]] ‚Raum‘ und ‚Zeit‘ geht es z. B. um groß – klein, viel – wenig, schnell – langsam, in der Funktionalen Anatomie um hart – weich, veränderlich – robust usw. Sie dienen als Fokus für das Lernen in Bewegungserfahrungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Unterschiede bzw. Unterscheidungen spielen in Kinaesthetics grundsätzlich eine zentrale Rolle. So sind z. B. die Unterschiede zwischen der eigenen Bewegung und derjenigen einer PartnerIn in den [[Partnererfahrung|Partnererfahrungen]] eine treibende Kraft des Lernens. In den gemeinsamen Reflexionen sind es die Unterschiede zwischen den einzelnen Beschreibungen der Erfahrungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Kinaesthetics-Lernsequenzen sind oft so angelegt, dass am Ende die aktuell erreichte Situation mit der Ausgangslage verglichen werden kann, z. B. durch die Vergleichsaktivitäten A1 – A2 im [[Lernzyklus]]. Durch solche Unterschiedserfahrungen wird der Lern- und Kompetenzzuwachs in der Reflexion fassbar, was ein bewusstes und differenziertes Lernen fördert. Mit Ihren Notizen treffen Sie dabei Entscheidungen über Unterschiede und Unterscheidungen, die für Sie persönlich Bedeutung haben.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gregory Batesons Fabel des gekochten Frosches ===&lt;br /&gt;
Der Text der zugehörigen Infobox „&#039;&#039;&#039;Der gekochte Frosch&#039;&#039;&#039;“:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;„Gregory Bateson verwendet die folgende, als quasi-wissenschaftlich bezeichnete Fabel, um deutlich zu machen, dass ‚wir [uns] fast immer unbewusst sind über die Trends in den Veränderungen unseres Zustandes. ... Wenn man einen Frosch dazu bringen kann, ruhig in einem Topf mit kaltem Wasser sitzen zu bleiben, und wenn man dann die Wassertemperatur sehr langsam und sanft erhöht, so dass es keinen Augenblick gibt, der sich als der Augenblick ‚abhebt‘, in dem der Frosch springen sollte, dann wird er niemals springen. Er wird gekocht werden.‘ (Bateson 2014&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ebd., S. 122.) Durch diese Fabel wird verständlich, warum wir langsame Entwicklungen und Lernprozesse von uns selbst sehr viel schwerer feststellen als schnelle und unterscheidbare Veränderungen und Lernerfolge.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7. S. 56–57.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschied in „Kybernetik und Kinästhetik“ ==&lt;br /&gt;
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch „Kybernetik und Kinästhetik“, und zwar aus dem abschließenden sechsten Kapitel „Kinästhetik ist praktische Kybernetik“. Das Zitat ist eingebettet in das zweite Unterkapitel „Selbstregulation und persönliches Lernen“. Vorausgehend wird die Frage „Wie reguliere ich mich“ thematisiert. Das Zitat ist der Text der nachfolgenden Themen „Der Unterschied“ und „Lernen durch die Erfahrung von Unterschieden“.&lt;br /&gt;
: „&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Unterschied&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Wenn Sie die einleitende Bewegungsanleitung ausgeführt haben, konnten Sie feststellen, dass Sie in erster Linie dazu aufgefordert wurden, auf für Sie erfahrbare &#039;&#039;&#039;Unterschiede&#039;&#039;&#039; zu achten. Die Absicht dabei war selbstverständlich, dass Sie dadurch etwas lernen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Nun lässt sich in jedem größeren Universallexikon nachschlagen, dass aus wissenschaftlicher Perspektive eine umfassende Theorie des Lernens nach wie vor fehlt (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 52f.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Hinter der zentralen Rolle, die Unterschiede in der Kinästhetik spielen, stehen gewichtige Beiträge der Kybernetik zum Thema Lernen, die nur zögerlich eine Umsetzung im pädagogischen Alltag unseres Kulturkreises finden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ein Kybernetiker, der sich brennend für das Thema Lernen interessierte, war Gregory Bateson. Auch wenn er selbst nach vielen Jahren sein früheres Modell einer umfassenden Lerntheorie verwarf, enthalten dieses und sein Lebenswerk – auch nach seiner eigenen Meinung – außerordentlich stimmige Argumentationen und Gedanken über das Lernen von Lebewesen. (Bateson 2017, S. 362–399&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2017):&#039;&#039;&#039; Ökologie des Geistes. Anthropologische, psychologische, biologische und epistemologische Perspektiven. Übersetzt von Hans Günter Holl. 12. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp. ISBN 978-3-518-28171-0. &lt;br /&gt;
1. Auflage: 1985. Erstausgabe: 1981. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (ISBN 978-3-518-07539-5).&lt;br /&gt;
Originalausgabe (1995): Steps to an Ecology of Mind, Collected Essays in Anthropology, Psychiatry, Evolution and Epistemology. Copyright © 1972 by Chandler Publishing Company.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Er prägte bezüglich der Funktionsweise jeglicher [[Wahrnehmung|Wahrnehmungssysteme]] (und als simple Definition einer Information bzw. von 1 bit) die Formulierung: ‚Information consists of differences that make a difference.‘ (Bateson 1979, S. 99&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (1979):&#039;&#039;&#039; Mind And Nature. A Necessary Unity. New York: E. P. Dutton. ISBN 0-525-15590-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;; ‚Informationen bestehen aus Unterschieden, die einen Unterschied machen‘, Bateson 2014, S. 123&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Bateson, Gregory (2014): &#039;&#039;&#039; Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Übersetzt von Hans Günter Holl. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 691). ISBN 978-3-518-28291-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;) &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;So zeigte er, dass es grundsätzlich beim Lernen oder bei Verhaltensänderungen immer um Unterschiede geht, die für das einzelne Individuum oder ein bestimmtes System überhaupt einen Unterschied ausmachen. Natürlich ist die Grundlage dafür der Bau und das Spektrum eines [[Wahrnehmung|Wahrnehmungssystems]], so dass Unterschiede, die sich außerhalb des Spektrums befinden, zu kleine oder zu langsame Unterschiede nicht wahrgenommen werden können. Grundsätzlich gilt aber: Was für jemanden einen erfahr- und wahrnehmbaren, verhaltensrelevanten Unterschied darstellt, kann für jemand anderen – oder mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit für ein Tier oder eine Pflanze – keinen Unterschied ausmachen; dies hängt letztlich ganz und gar vom einzelnen Individuum ab. (vgl. Bateson 2014,  S. 118 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Lernen durch die Erfahrung von Unterschieden&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Genau vor diesem kybernetischen Hintergrund ist die Kinästhetik aus pädagogischer Sicht in höchstem Maße individualisierend und baut auf eigenverantwortlichem Lernen auf. Die Kinästhetik beginnt immer bei den Unterschieden, die Sie mit Ihren individuellen Voraussetzungen und mit Ihrer persönlichen Bewegungsgeschichte feststellen können. Sie liefert Ihnen keine Theorie, wie Sie sich richtig bewegen sollen, sondern ein außerordentlich differenziertes System von Blickwinkeln, mit denen Sie lernen können, auf Ihre eigene Bewegung zu achten und sie bewusst zu regulieren. (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 56–57 und Infobox S. 61&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Dabei wird davon ausgegangen, dass Sie wohl am meisten über Ihr ‚richtiges‘ Sitzen lernen, wenn Sie versuchen, im konkreten Tun auf Unterschiede und Qualitäten zu achten, die Ihnen persönlich erfahrbar sind, und dabei lernen, sich auf dieser Grundlage an den gegebenen Moment anzupassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Darum kann die Kinästhetik mit den Worten des Neurobiologen F. J. Varela als eine [[1.-Person-Methode]] bezeichnet werden (vgl. European Kinaesthetics Association 2020b, S. 9 f. und Infobox S. 62 f.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kinaesthetics. Lernen und Bewegungskompetenz. Linz, Winterthur: Verlag European Kinaesthetics Association. ISBN 978-3-903180-01-7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Auflage: 2012&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;).“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &#039;&#039;&#039;European Kinaesthetics Association (Hg.) (2025):&#039;&#039;&#039; Kybernetik und Kinästhetik. Unter Mitarbeit von Stefan Marty-Teuber und Stefan Knobel. Linz, Winterthur, Siebnen: Verlag European Kinaesthetics Association, verlag lebensqualität. ISBN: 978-3-903180-22-2 (Verlag European Kinaesthetics Association) ISBN: 978-3-906888-02-6 (verlag lebensqualität). S. 60–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wahrnehmung]]&lt;br /&gt;
* [[Weber und Fechner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetische Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Caroline Rüttimann Remund</name></author>
	</entry>
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		<updated>2024-09-02T13:15:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Caroline Rüttimann Remund: Caroline Rüttimann Remund lud eine neue Version von Datei:Rüca.jpg hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für Benutzerseite Redaktionsteam&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Caroline Rüttimann Remund</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Caroline Rüttimann Remund: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Für Benutzerseite Redaktionsteam&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Caroline Rüttimann Remund</name></author>
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		<id>https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Das_Redaktionsteam&amp;diff=5303</id>
		<title>KOFL:Das Redaktionsteam</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.kinaesthetics.de/index.php?title=KOFL:Das_Redaktionsteam&amp;diff=5303"/>
		<updated>2024-08-06T12:47:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Caroline Rüttimann Remund: /* Die Mitglieder des Redaktionsteams */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox|vorläufig abgeschlossen|Stefan Marty-Teuber/Redaktionsteam}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Seite führt die Mitglieder des Redaktionsteams mit ihren Kontaktdaten auf. Sie behandelt die Bildung des KOFL-Redaktionsteams und seine Arbeiten in der Aufbauphase des KOFL-Projekts. Dann werden die Aufgaben der RedakteurInnen beschrieben (Teilnahme an Redaktionstreffen und Redaktions-Onlinekonferenzen, Verfassen von Artikeln, redaktionelle Betreuung usw.). Abschließend wird unter dem Stichwort des Selbstverständnisses des Teams als hauptsächliche Absicht die Erleichterung der Mitarbeit beim KOFL in ansprechender Qualität genannt und darauf hingewiesen, dass das Team sich nicht als exklusive Gruppe versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mitglieder des Redaktionsteams ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Andreas Borrmann&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie&lt;br /&gt;
: Lehrer für Pflege und Gesundheit M.A.&lt;br /&gt;
: Telefon: 01633221110&lt;br /&gt;
: E-Mail: Andreas.Borrmann@kinaesthetics-net.de&lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Andreas Borrmann|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sabine Kaserer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Krankenpflegerin/Infermiera, Kinaesthetics-Trainerin&lt;br /&gt;
: Telefon Geschäft: +39 3669 02 83 64&lt;br /&gt;
: E-Mail: sabine.kaserer@kinaesthetics-net.it &lt;br /&gt;
: [[Benutzer: Sabine Kaserer |Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dagmar Panzer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Krankenschwester, Fachweiterbildung Intensiv, Kinaesthetics-Trainerin&lt;br /&gt;
: Telefon Privat: +49 911 39 08 23&lt;br /&gt;
: Telefon Mobil: +49 176 45 50 05 44&lt;br /&gt;
: E-Mail: dagmar.panzer@kinaesthetics-net.de &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Dagmar Panzer|Mehr lesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stefan Marty-Teuber&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Altphilologe/Indogermanist, Dipl. Gymnasiallehrer, Co-Leitung Ressourcenpool „Curriculum und Forschung“ der European Kinaesthetics Association (EKA)/Verantwortungsbereich „Grundlagenforschung und Sprache“, Kinaesthetics-Trainer&lt;br /&gt;
: Telefon: +41 55 451 18 05&lt;br /&gt;
: E-Mail: stefan.marty@kinaesthetics.net &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Stefan Marty-Teuber|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Joachim Reif&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Kinaesthetics-Trainer, Dipl. system. Outdoortrainer, Dipl. Hochseilgartentrainer und mobiler Seiltrainer, Schneeschuh- und Wanderführer&lt;br /&gt;
: Telefon Privat: +43 699 1110 17 33&lt;br /&gt;
: E-Mail: joachim.reif@kinaesthetics-net.at &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Joachim Reif|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Caroline Rüttimann Remund&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Kinaesthetics Trainerin, Spezialistin für angewandte Kinästhetik, dipl. Expertin Intensivpflege&lt;br /&gt;
: Telefon Privat: +41 76 561 02 06&lt;br /&gt;
: E-Mail: caroline.ruettimann_remund@kinaesthetics-net.ch &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Caroline Rüttimann Remund|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lutz Zierbeck&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Pflegefachmann, Kinaesthetics-Trainer, -Berater und -Ausbilder, Spezialist für angewandte Kinästhetik, Erwachsenenbildner&lt;br /&gt;
: Telefon: +41 61 753 24 19&lt;br /&gt;
: E-Mail: lutz.zierbeck@kinaesthetics-net.ch &lt;br /&gt;
: [[Benutzer:Lutz Zierbeck|Mehr lesen:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehemalige Redaktionsmitglieder==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Name&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; || &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Land, Mitarbeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Uta Bornschein:&#039;&#039;&#039; || DE, 2017 bis 2020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Susanne Hoser:&#039;&#039;&#039; || DE, 2016 bis 2020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Andrea Wildi Wyss:&#039;&#039;&#039;|| CH, 2016 bis 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Lilia Körner:&#039;&#039;&#039;|| DE, 2016 bis 2017&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung des Redaktionsteams und Aufbauphase des KOFL ==&lt;br /&gt;
Für die Pilotphase des KOFL-Projektes erfolgte Ende 2016 eine Ausschreibung der Mitarbeit im KOFL-Redaktionsteam. Sie richtete sich an die Kinaesthetics-TrainerInnen der EKA. Als Voraussetzungen wurden eine gute Kenntnis der Themen und Inhalte der Kinästhetik und Kybernetik, überdurchschnittliche Erfahrung oder aussichtsreiche Lernbereitschaft im Umgang mit schriftlichem Deutsch mit wissenschaftlichem Anspruch und die nötigen zeitlichen Ressourcen genannt. In der Folge meldete sich eine Gruppe von sechs Personen, die sich während gut eineinhalb Jahren mit der Konzeption des KOFL, seiner konkreten Ausgestaltung und dem nötigen Know-how beschäftigte. Dabei zeigte sich die hohe Komplexität des Projekts in inhaltlichen, formalen, prozeduralen und technischen Herausforderungen. In der ersten Jahreshälfte 2017 fanden vier eintägige Redaktionstreffen statt, ab August 2017 bis August 2018 sieben zweitägige Treffen. In dieser Aufbauphase des KOFL konnten aus dem Budget des Ressourcenpools „Curriculum und Forschung“ der EKA ein Teil der Redaktionstreffen der RedakteurInnen mit EUR 200.-/CHF 240.- pro Tag und ihre Spesen gedeckt werden. Alle zusätzliche Arbeit der RedakteurInnen war ehrenamtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zeitliche Belastung durch die Projektmitarbeit führte zu zwei Wechseln innerhalb des Redaktionsteams. Andrea Wildi Wyss aus der Schweiz und Lilia Körner aus Deutschland zogen sich aus dem Team zurück. Sie konnten mit Joachim Reif aus Österreich und Sabine Kaserer aus Italien ersetzt werden. Mit diesem Schritt wurde die erwünschte bessere Vertretung der einzelnen „Kinaesthetics-Länder“ im Team erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben der RedakteurInnen ==&lt;br /&gt;
=== Teilnahme an Redaktionstreffen und Redaktions-Onlinekonferenzen ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen nehmen an regelmäßigen, mindestens zweitägigen physischen Redaktionstreffen teil. Die Termine werden frühzeitig durch Umfragen festgelegt. Für den Regelbetrieb ist mindestens ein Redaktionstreffen pro Jahr vorgesehen. An jedem Redaktionstreffen werden ausgewählte Themen auch über Bewegungserfahrungen und gemeinsame Reflexion beleuchtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Redaktionstreffen werden durch ca. fünf halb- bis ganztägige Redaktions-Onlinekonferenzen pro Jahr ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Treffen bzw. Konferenzen dienen hauptsächlich der Besprechung von Problemen, Herausforderungen oder Erkenntnissen, die sich aus der Redaktionstätigkeit ergeben haben, sowie der Weiterentwicklung des KOFL und des persönlichen Know-hows als RedakteurIn. Außerdem wird regelmäßig über aktuelle Entwicklungen im Ressourcenpool und in der EKA informiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnung einer Diskussion durch mit Fachliteratur angelegte Artikel ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen eröffnen die Diskussion zu einem neuen Thema, indem sie einen Artikel mit Fachliteratur anlegen oder auf der zugehörigen Diskussionsseite erste Beiträge veröffentlichen (vgl. [[KOFL:Eine Diskussion eröffnen]]). Dies kann auf Anregung aus dem Netzwerk der LeserInnen oder aus eigenem Antrieb in Absprache mit dem Chefredakteur geschehen. Grundsätzlich ist die Zusammenarbeit mit einer KollegIn des Redaktionsteam empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassen von Artikeln/Artikelteilen ===&lt;br /&gt;
Aus eigenem Antrieb und Interesse verfassen RedakteurInnen Artikel(teile) als AutorInnen.  Getreu nach dem KOFL-Motto, dass nichts undiskutiert veröffentlicht wird, werden die RedakteurInnen als AutorInnen in Analogie zur unten beschriebenen Aufgabe der redaktionellen Betreuung immer von einer KollegIn des Redaktionsteams begleitet. Dies geschieht in Analogie zur unten beschriebenen Aufgabe der redaktionellen Betreuung von externen AutorInnen. Da beide über das nötige Know-how verfügen, kann individuell festgelegt werden, wer die Verantwortung für einzelne Teilschritte übernimmt (z. B. für das Anlegen der Infobox, für einzelne Kapitel, für das Editieren). Wie das Anlegen von Artikeln mit Fachliteratur (vgl. oben) gewährleistet diese Aufgabe, dass die Entwicklung des KOFL nicht steckenbleibt, wenn wenige oder keine Anstöße aus dem Netzwerk der KOFL-LeserInnen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Redaktionelle Betreuung der AutorInnen von Artikeln/Artikelteilen ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen betreuen AutorInnen, die einen Artikel(teil) im KOFL veröffentlichen wollen (vgl. [[KOFL:Anleitung: Artikel zu einem kinästhetischen Fachbegriff]]). Sie stellen ihnen eine Word-Datei als Grundlage für das Verfassen und bei Bedarf auf vertraulicher Basis PDF von Quellen zur Verfügung. Zusammen mit den AutorInnen planen sie das Verfassen der Beiträge und legen Termine und Form von Besprechungen fest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erklären die Anforderungen an die einzelnen Standardelemente eines Artikels und unterstützen und beraten AutorInnen beim Anlegen eines Recherche-Dokuments, beim bibliografischen Erfassen von Quellen, bei der Suche nach Erfahrungsberichten oder bei der Formulierung der Zusammenfassung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind GegenleserInnen und DiskussionspartnerInnen von abgeschlossenen Beiträgen, indem sie nachvollziehbare Änderungsvorschläge und Kommentare machen und diese mit den AutorInnen diskutieren. Wenn ganze Artikel verfasst werden, kümmern sie sich um das Verfassen der weiteren Standardelemente (Infobox, „Zum Begriff, Einzelnachweise, Kategorie). Auf der Grundlage des kursiven Lektorats des Chefredakteurs besprechen sie mit den AutorInnen eventuelle letzte Anpassungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss dieser Arbeiten editieren sie den Artikel(teil) im KOFL und eröffnen die zugehörige Diskussionsseite. Sie beobachten diese zusammen mit den AutorInnen und versehen sie mit Antworten auf Beiträge von KOFL-LeserInnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung der KOFL-Sprachverantwortlichen ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen unterstützen die KOFL-Sprachverantwortlichen in technischen und inhaltlichen Belangen (vgl. [[KOFL:KOFL-Mehrsprachigkeit#Unterst.C3.BCtzung_durch_das_KOFL-Redaktionsteam|KOFL-Mehrsprachigkeit: Unterstützung durch das KOFL-Redaktionsteam]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeiten im Rahmen des Sponsorings ===&lt;br /&gt;
Die RedakteurInnen übernehmen definierte Tätigkeiten im Rahmen des Sponsorings des KOFL. Vorgesehen sind die Eröffnung der Diskussion zu einem neuen Thema durch die Sammlung bestehender Texte der Fachliteratur, die Eröffnung der Diskussion zu einem neuen Thema durch ein Interview mit einer ThementrägerIn/Kinästhetik-PionierIn und der Beginn eines neuen Artikels (vgl. [[KOFL: Sponsoring]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstverständnis des Redaktionsteams, Nachfolgeregelung und Anforderungsprofil ==&lt;br /&gt;
=== Selbstverständnis des Redaktionsteams ===&lt;br /&gt;
Eine wichtige Absicht des Redaktionsteams liegt darin, interessierten Personen die Mitarbeit beim KOFL-Projekt in ansprechender Qualität zu erleichtern und sie bei den inhaltlichen, formalen und methodischen Herausforderungen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das KOFL-Redaktionsteam versteht sich nicht als geschlossene und exklusive Gruppe. Ganz im Gegenteil besteht im weiteren Projektverlauf ein großes Interesse, dass sich interessierte Personen das nötige Know-how durch regelmäßige Mitarbeit als AutorIn oder InitiatorIn von Diskussionen aneignen können. Dadurch würden sich die betreffenden Personen einerseits als NachfolgerInnen für zurücktretende KOFL-RedakteurInnen empfehlen, andererseits sind für die Zukunft des KOFL auch Erweiterungen des Redaktionsteams in freieren Formen vorstellbar. Du kannst jederzeit mit einem [[#Die Mitglieder des Redaktionsteams|Mitglied des Redaktionsteams]] Kontakt aufnehmen, wenn dich diese Möglichkeiten interessieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründen ist es ein deklariertes Ziel, dass die Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem KOFL mit ihren Begründungen und Absichten so transparent als möglich sind. Die Beschreibungen, wie das KOFL „funktioniert“, sollen im KOFL selbst zu finden sein. Dies ist insbesondere für den Ausbau der Mehrsprachigkeit von entscheidender Bedeutung. Die KOFL-Sprachverantwortlichen stellen schon jetzt eine Erweiterung des KOFL-Redaktionsteams dar und können davon profitieren, dass das KOFL möglichst selbsterklärend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgeregelung ===&lt;br /&gt;
Wenn sich eine KOFL-RedakteurIn aus dem Redaktionsteam zurückzieht und ihre Vereinbarung mit dem Ressourcenpool Curriculum&amp;amp;Forschung kündigt, werden die folgenden Schritte eingeleitet:&lt;br /&gt;
* Am Schluss dieses Kapitels wird eine Ausschreibung mit allen nötigen Angaben veröffentlicht. Sie enthält eine vorformatierte E-Mail, die Bewerbende mit den verlangten Angaben an den KOFL-Chefredakteur senden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Länderorganisation informieren alle Kinaesthetics-TrainerInnen mit einer TrainerInnen-News über die Ausschreibung und den entsprechenden Link zum KOFL.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der KOFL-Chefredakteur bestätigt den Bewerbenden den Eingang ihrer Bewerbung und macht sie gegebenenfalls auf fehlende Angaben aufmerksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Ablauf der Anmeldefrist legt der Chefredakteur zusammen mit den Bewerbenden und interessierten KOFL-RedakteurInnen einen Termin für eine Online-Informationsveranstaltung fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* An der Online-Informationsveranstaltung werden die Absicht und Organisation des KOFL sowie die Anforderungen, Aufgaben und Möglichkeiten der redaktionellen Mitarbeit konkret aufgezeigt. Ebenso werden eventuelle Fragen der Bewerbenden beantwortet. Es wird eine Bedenkzeit angesetzt, in der die Bewerbenden dem Chefredakteur ihr definitives Interesse, eine andere Form des Engagements fürs KOFL oder den Rückzug ihrer Bewerbung mitteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Ablauf der Bedenkzeit trifft das Redaktionsteam eine Entscheidung betreffend Nachfolge und kommuniziert diese den Bewerbenden möglichst transparent. Mit abgewiesenen Bewerbenden werden andere Formen des Engagements fürs KOFL besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Ausschreibung in diesem Kapitel wird gelöscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der KOFL-Chefredakteur oder eine KOFL-RedakteurIn führt die NachfolgerIn in die Redaktionsarbeit ein und unterstützt sie namentlich beim Erstellen ihrer Selbstpräsentation als KOFL-RedakteurIn auf der Seite „Das Redaktionsteam“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach einer halbjährigen Probe- und Einarbeitungszeit unterschreibt die NachfolgerIn die Vereinbarung mit dem Ressourcenpool Curriculum &amp;amp; Forschung (C&amp;amp;F) und wird im Rahmen des KOFL-Budgets von C&amp;amp;F für ihre Mitarbeit entlöhnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anforderungsprofil für KOFL-RedakteurInnen ===&lt;br /&gt;
* Als Kinaesthetics-TrainerIn verfügst du über eine gute Kenntnis der Themen und Inhalte des Fachgebietes der Kinästhetik und der Kybernetik. Du kennst und verstehst die Inhalte der wichtigsten Publikationen der EKA (z. B. „Konzeptsystem“, „Lernen und Bewegungskompetenz“, „Kybernetik und Kinästhetik“). Du bist mit weiterführender kybernetischer, konstruktivistischer oder systemtheoretischer Literatur vertraut. Du hast idealerweise die Weiterbildung „Kybernetik-Zyklus“ besucht und interessierst dich grundsätzlich für die schriftliche Beschreibung der erwähnten Inhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du hast Erfahrung im Verfassen von Texten mit gehobenem, bestenfalls wissenschaftlichem Anspruch sowie Interesse und Lernbereitschaft, diese Kompetenz zu erweitern. Dies tust du konkret &lt;br /&gt;
** im wissenschaftlichen Recherchieren,&lt;br /&gt;
** im Verfassen von Lexikonartikeln,&lt;br /&gt;
** im Gegenlesen von Lexikonartikeln (sprachliche und inhaltliche Beurteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du kannst ungefähr vier Arbeitstage pro Jahr für die selbstständige Einzel- oder Partnerarbeit am KOFL investieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du bist bereit, an den regelmäßigen Redaktionssitzungen verbindlich teilzunehmen. Diese werden online und in Form von physischen Treffen durchgeführt (insgesamt ca. 6 Treffen pro Jahr). In der Regel finden die physischen Treffen in der Schweiz statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Du bist bereit, dich im Rahmen des KOFL-Budgets des Ressourcenpools Curriculum&amp;amp;Forschung als qualifizierte Mitarbeitende für das langfristige KOFL-Projekt zu engagieren. Formelles wird in einer Vereinbarung mit dem Ressourcenpool geregelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Leitung des Chefredaktors, Stefan Marty-Teuber, bildest du dich im Team und allein in deinem Know-how weiter. Dies betrifft je nach deinen Voraussetzungen: &lt;br /&gt;
* Editieren im Online-Lexikon&lt;br /&gt;
* Recherchieren in Fachlexika und -büchern &lt;br /&gt;
* Verfassen von Lexikonartikeln &lt;br /&gt;
* Gegenlesen von Texten &lt;br /&gt;
Mit diesen Voraussetzungen verfasst du einerseits eigene, von Team-KollegInnen und/oder vom Chefredaktor gegengelesene Lexikonartikel. Andererseits liest du eingereichte Lexikonbeiträge gegen und erarbeitest mit den AutorInnen zusammen die Endversion, die du im Online-Lexikon publizierst. Daneben besteht deine Tätigkeit auch darin, im Redaktionsteam das Erscheinungsbild und die Funktionen des Lexikons weiterzuentwickeln. Detaillierte Informationen zu deinen Aufgaben als RedakteurIn findest du auf dieser Seite im [[#Aufgaben der RedakteurInnen|vierten Kapitel]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Caroline Rüttimann Remund</name></author>
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